Diese Heterogenität bringt Probleme im Zusammenhang mit einer zentralisierten Nutzerverwaltung, da i.a. für alle Maschinen physisch das gleiche HOME-Verzeichnis benutzt wird. Mit den im HOME-Verzeichnis existierenden Startup-Files ("verdeckt" als Punktfiles) erfolgen die unterschiedlichsten architekturabhängigen Einstellungen.
Es mußte eine Lösung gefunden werden, die auch Nutzern mit geringen Systemkenntnissen problemlos eine Arbeit an den einzelnen Maschinen ermöglicht.
Einige Aspekte, die unbedingt Berücksichtigung finden sollten:
Eine weitere Voraussetzung für die Arbeit ist, daß das universitätsweit zur Verfügung stehende Filesystem /uni/global auf allen Maschinen verfügbar ist. Auf diesem wurden zwei Verzeichnisse eingerichtet:
Jedem Nutzer ist es möglich, diese Files selbst zu überspielen. Eine Notwendigkeit besteht dann, wenn wegen fehlerhafter Änderungen eine Weiterarbeit nicht mehr sinnvoll ist oder ein schon länger eingetragener Nutzer sich dieses Dienstes bedienen will. Auch ist nicht vollständig auszuschließen, daß die Files durch den Systemadministrator ergänzt oder verändert werden müssen.
Die im Nutzerverzeichnis stehenden Startup-Files verweisen auf Files in /uni/global/text/defaults. Die Aufrufe und ggf. noch einige andere Einstellungen sind gesondert gekennzeichnet und dürfen für einen ordnungsgemäßen Ablauf nicht verändert werden.
Die Anschlüsse zwischen den Files im HOME-Verzeichnis und /uni/global/text/defaults sind festgelegt und werden lediglich erweitert, wenn zukünftig zusätzliche Files in den HOME-Verzeichnissen benötigt werden.
Die Verwaltung des Verzeichnisses /uni/global/text/defaults obliegt dem Systemadministrator. Änderungen hier wirken sich unmittelbar auf die Arbeit aller Nutzer aus, ohne daß eine Korrektur in ihren HOME-Verzeichnissen notwendig ist. In den Files dieses Verzeichnisses werden die eigentlichen plattformabhängigen Standardeinstellungen vorgenommen. Falls eine Architektur noch nicht brücksichtigt wurde, erfolgen Standardannahmen.
Das Zu sammenspiel der einzelnen Files soll am Beispiel des Aufrufs von .login auf einer Sparc unter dem Betriebsystem Solaris 2.x gezeigt werden (Bild 1):
Für die richtigen Einstellungen beim späteren Aufruf einer Shell bzw. von rlogin/telnet/rsh müssen die Hostadresse und der Windowservertyp aufbewahrt werden. Dazu werden momentan im Nutzerverzeichnis zwei verdeckte Files (.windowserver, .winservadr) geschrieben.
An dieser Stelle macht sich unter Vorgabe der gefundenen Werte leider eine Abfrage nach dem benutzten Fenstersystem und dem Herkunftsrechner notwendig, weil nicht ausgeschlossen werden kann, daß der Nutzer gleichzeitig an mehreren Konsolen angemeldet ist.
Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch die anderen Startup-Fileaufrufe aus dem HOME-Verzeichnis heraus.
Anzumerken ist, daß wegen des rsh-Kommandos in den von .cshrc aus aufgerufenen Scripts Einstellungen vorgenommen werden, die üblicherweise nur in den .login-Scripts vorkommen. Das betrifft z.B. die PATH-Variable.
.aixinitrc Initialisierungsfile für X11 auf RISC6000 unter AIX bei Aufruf von der Konsole .aixsession Initialisierungsfile für X11 auf RISC6000 bei Verwendung des Displaymanagers (z.B. bei X-Terminals) .cshrc Startup-File bei Aufruf einer C-Shell .login Startup-File beim Login (C-Shell) .openwin-init Initialisierungsfile für OpenWindows .openwin-menu Konfigurationsfiles des .openwin-menu-programs OpenLoook-Windowmanagers olwm .openwin-menu-utilities .sgisession Initialisierungsfile für IRIX auf Silicon Graphics .twmrc Konfigurationsfile des Windowmanagers twm .vueprofile Initialisierungfile des HPVUE auf Hp9000 .xinitrc Initialisierungsfile für OpenWindows .xinitrc.R4 Initialisierungsfile für X11R4 (MIT- Software) .xinitrc.R5 Initialisierungsfile für X11R5 (MIT- Software) .xsession Initialisierungsfile für X11(MIT- Software) bei Verwendung des X-Display- managers xdm (X-Terminals !)
Der Inhalt der Verzeichnisse und der darin enthaltenen Files unterliegt naturgemäß Verbesserungen, Änderungen und Erweiterungen . Für Hinweise sind wir jederzeit dankbar.
Der fortgeschrittene Nutzer kann sich natürlich seine eigenen Startup-Files gestalten, wobei die Vorgaben als Vorlage dienen sollten.