Endlich konnte nun am 23. 11. der neue und schnellere Anschluß ans Wissenschaftsnetz (WIN) aktiviert werden. Zum Telekom-Knoten in Chemnitz wurde eine 2Mbit-X.25-Leitung geschaltet. Dieser Knoten ist über Erfurt - Hannover ins WIN eingebunden. In Kürze wird die Leitung über Dresden nach Leipzig verlängert.
Damit haben sich die Bedingungen für die Nutzer von Weitverkehrsdiensten deutlich verbessert - online-Dienste wie WWW, telnet etc. werden praktikabel.
Die viel zitierte ,,Datenautobahn`` ist es noch nicht, aber doch eine gut ausgebaute Landstraße.
Günther Fischer, Ltr. Gruppe Datenkommunikation
Seit Beginn des Wintersemesters 1994/95 ist das Drucken im URZ gebührenpflichtig. Die Entwicklung des Druckvolumens im Vergleich zu den zum Kauf von Verbrauchsmaterialien zur Verfügung stehenden Geldern machte diesen Schritt notwendig. Als Ziel bestand, den Druckprozeß durch die Abrechnung in seiner Kontinuität nicht zu beeinträchtigen. Das konnte nur durch ein automatisches Abrechnungssystem realisiert werden. Zu diesem Zweck wurden in die Interfaceprogramme, die beim Drucken für die Aufbereitung der Druckdaten verantwortlich sind, Seitenzählroutinen eingebaut. Diese kommunizieren via RPC mit der Datenbank, auf der die gesamten Informationen über die Nutzer und die Drucker im URZ verwaltet werden. Der jeweilige Nutzereintrag wird auf ein ausreichendes Guthaben geprüft und anschließend der Ausdruck veranlaßt oder der Druckauftrag abgebrochen. Die Preise für die Druckausgaben beinhalten nur die laufenden Verbrauchskosten wie Papier und Toner und sind so kalkuliert, daß sie die Nutzer zum sinnvollen Umgang mit Ressourcen anregen, prinzipiell aber erschwinglich sind. In Abhängigkeit der jeweiligen Haushaltsituation wird aus den zur Verfügung stehenden Mitteln den Nutzern ein Freikontingent eingeräumt. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, sein Guthaben über das Freikontingent hinaus durch Einzahlungen auf ein Konto zu erhöhen; außerdem kann mittels Materialentnahmeschein innerhalb der Einrichtung zugunsten einzelner Nutzer oder Nutzergruppen umgebucht werden, wenn diese Themen für Dritte bearbeiten.
Da aufgrund des Haushaltschlusses in den Monaten November und Dezember keine Einzahlungen möglich sind, kann in diesem Zeitraum auf Kreditbasis gedruckt werden! Die sich daraus ergebenden Verbindlichkeiten gegenüber dem URZ sind dann bis Mitte Januar durch Einzahlung zu begleichen.
Mit dem Kommando print wurde eine einheitliche Nutzerschnittstelle für die verschiedenen UNIX-Printsysteme geschaffen, die es dem Nutzer gestattet, sich vor dem Abschicken eines Auftrages über dessen Kosten zu informieren, ggf. von einem Sammelkonto zu drucken sowie ausführliche Informationen zu den auf seinem System installierten Druckern zu beziehen. Geplant ist der Ausbau des ,,print``-Kommandos zum Zweck des sinnvollen Umgangs mit anderen Filetypen als Postscript, insbesondere mit DVI- und ASCII-Files.
Siehe auch Nutzerinformation 3/94 bzw. im WWW:
Rolf Köbe,
Gruppe Anwendungen
und
Dietmar Grunewald,
Gruppe System
Mit Beginn des neuen Jahres kann das URZ im Bereich Reichenhainer Straße Druckdienste in höherem Maße als bisher anbieten. Für umfangreiche Druckaufträge steht dann ein HP Laserjet 4 SiMX zur Verfügung. Dieses Gerät wird öffentlich zugängig vor den Workstation-Poolräumen aufgestellt, so daß die Entnahme der Druckausgaben selbständig durch die jeweiligen Nutzer möglich ist. Für kleinere Druckaufträge steht in jedem der Poolräume ein HP Laserjet 4M Plus, erweitert mit Duplexeinheit und grösserer Papiervorratskassette bereit. Die Drucker stehen ausschließlich für Postscript-Aufträge zur Verfügung und sind in die automatische Abrechnung integriert.
Rolf Köbe, Gruppe Anwendungen
Mit Beginn des neuen Jahres wird im Raum B301 des Workstation-Pools des URZ in der Reichenhainer Strasse 70 ein Arbeitsplatz zur optischen Texterkennung (OCR) zur Verfügung stehen. Der Arbeitsplatz basiert auf einer Maschine vom Typ Sparc 2 unter Solaris 2.3. Der Arbeitsplatz wird mit einem DIN A4-Hochleistungsscanner Fujitsu ScanPartner 10 mit automatischem Dokumenteneinzug ausgestattet. Als Texterkennungsoftware kommt ,,ScanWorX``, eines der leistungsfähigsten Pakete von Xerox Imagine Systems, zum Einsatz. Zum Umgang mit dem System werden regelmäßig Anleitungen durchgeführt. die erste findet am 15. Dezember, 8:00 Uhr im Raum B301 statt.
Rolf Köbe, Gruppe Anwendungen
Im Raum 071 in der Straße der Nationen (neben dem Nutzerservice des URZ), wird ein LINUX-PC als Referenzrechner den Nutzern bereitgestellt, auf dem jeweils eines der aktuellsten LINUX-Systeme installiert wird und damit entsprechende Erfahrung gesammelt werden kann. Interessierte Nutzer haben die Möglichkeit, sich dort über aktuelle Fragen zu informieren.
Der Name des Rechners ist wotan.hrz.tu-chemnitz.de. Es ist ein 486er Cyrix mit 16MB RAM, einer internen 1GB Harddisk (Connor), einem Toshiba 3401 SCSI-CD-ROM-Laufwerk, Localbus, Adaptec-SCSI-Host-Adapter AHA2842VL, SMC Ultra Netzkarte und einer miroCRYSTAL 20SD VL Videokarte mit 2MB DRAM. Unter Linux läuft dieses System zusätzlich mit einem Swap-Space von 32MB.
Matthias Ehrig, Gruppe System
Seit November '94 verfügt das Rechenzentrum über einen PowerMac 7100/66.
Es handelt sich dabei um eines der leistungsfähigsten Geräte von Apple.
Der PowerMac ist ausgestattet mit einer CPU PowerPC 601 (66 MHz), derzeit
16 MByte RAM, 500 MByte Festplatte, CD-Laufwerk CD300i und einem Apple
Multiple Scan 20" Farbmonitor. Außerdem steht ein DIN A4-Farbscanner
(24 bit) vom Typ UMAX UC 840 zur Verfügung.
Der Mac-Arbeitsplatz wird derzeitig verwendet, um verschiedene Netzsoftware (kommerziell und PD) zu testen. Danach steht er als öffentlicher Arbeitsplatz, vorrangig für DTP und Bildverarbeitung zur Verfügung.
Rolf Köbe, Gruppe Anwendungen
Vom URZ wurde im November ein PC mit einem sogenannten CD-Recorder angeschafft, mit dem das Erstellen von CDs möglich ist. Es werden viele bekannte CD-Formate unterstützt, so daß es möglich ist, CDs mit DOS- oder UNIX-Filesystemen, Musik-CDs, Photo-CDs, Video-CDs usw. zu erstellen. Die dazu vorhandene Software heißt WinOnCD und läuft unter Windows3.1. Der Nutzer holt dabei seine Daten über Netz, erstellt ein sogenanntes Image-File und schreibt dieses auf eine CD-R (CD-Recordable). Die Erstellung einer CD (reine Kopierzeit) dauert ca. eine halbe Stunde.
Zur Zeit erfolgt eine Erprobung der Geräte und der Software und
voraussichtlich ab Februar 1995 soll ein Service des URZ die
Erstellung eigener CDs durch Nutzer des URZ ermöglichen.
Dazu erfolgt durch Aushang bzw. im WWW rechtzeitig eine geeignete
Information.
Zu dem Dienst wird voraussichtlich eine kurze Einweisung gehören,
sowie der Verkauf von CD-Rohlingen (Recordables) in einer vergleichbaren
Weise wie gegenwärtig das Papier, allerdings ohne Freikontingent.
Außerdem beabsichtigt die Gruppe Anwendungen, die Weitergabe von Software innerhalb der TU (z.B. Campuslizenzen) per selbstgepreßter CD zu ermöglichen.
Matthias Ehrig, Gruppe System
Die offizielle Bereitstellung des nächsten Solaris-Releases 2.4 erfolgt Ende Januar 1995. Die TUCZ hat im Rahmen des mit SUN bestehenden Wartungsvertrages die Möglichkeit erhalten, bis dahin eine Vorabversion (Early Access) zu Testzwecken zu nutzen.
Auf dem Referenzrechner helios.hrz.tu-chemnitz.de des URZ im Raum 071 in der Stras-sße der Nationen (neben dem Nutzerservice), ist dieses Solaris2.4 installiert worden und kann von allen interessierten Nutzern probiert werden. Darüberhinaus ist die bereits vorhandene Nutzerdokumentation in der Answerbook-Dokumentation /uni/docu für sun5 aufgenommen worden. Erste Probleme traten bereits nach der Installation mit dem Betrieb des Automounters amd auf, die auf weitere Probleme schließen lassen. Allen, die bei eventuellen Versuchen auf solche Schwierigkeiten stoßen, bitte ich um eine kurze Mail an ehrig@hrz.
Matthias Ehrig, Gruppe System
Es sind noch einige wenige Pakete von Standardanwendungen im URZ vorrätig, die kostenlos und nach dem ,,Müller-Prinzip`` abgegeben werden. Es handelt sich dabei um: