Aufmerksame WWW-Leser haben es sicherlich schon gemerkt: nicht nur im Umfeld des Supercomputings gibt es neue Möglichkeiten, sondern auch im "normalen" Workstation-Bereich.
In den letzten Wochen wurden im URZ neue Workstations als sogenannte Compute-Server installiert. Bisher standen nur zwei Maschinen für entsprechende Arbeiten zur Verfügung, eine Maschine aus der HP Apollo Serie 700 mit dem Betriebssystem HP-UX 9.01 (tantalus.hrz.tu-chemnitz.de) und eine SPARCstation 10 Modell 41 von Sun mit Solaris 2.3 (sisyphus.hrz.tu-chemnitz.de).
Nun sind zwei weitere leistungsfähige Workstations hinzugekommen: Das ist einmal eine SPARCstation 20 Modell 61 mit 2 Superscalar SPARC-Prozessoren und einer Taktrate von 60 MHz, ebenfalls mit dem Betriebssystem Solaris 2.3 (samson.hrz.tu-chemnitz.de). Diese Maschine ist neben der Funktion als Compute-Server künftig als Datenbank-Server vorgesehen. Die zweite Neuanschaffung ist eine SPARCstation AXIL - 311 Mod.5.1, 50 MHz Taktrate sowie Betriebssystem SunOS 4.1.3 (herkules.hrz.tu-chemnitz.de).
Desweiteren ist der schon länger existierende Compute-Server tantalus (s.o.) prozessorseitig vom Modell 730 zum Modell 735 aufgerüstet worden. Dieses Prozessor-Upgrade führte laut Aussage von Nutzern zu einer wesentlichen Beschleunigung der Rechengeschwindigkeit, teilweise um den Faktor 3.
Ziele der Bereitstellung solcher Compute-Server sind u.a. die Entlastung der Rechner im Workstation-Pool sowie der Referenzmaschinen, da diese nicht für Batch- sowie Remote-Arbeiten gedacht sind (dürfen nur lokal genutzt werden). Außerdem sind diese Compute-Server für länger laufende Jobs gedacht, da diese Maschinen nur bei Notwendigkeit (Fehler) bzw. nach Ankündigung gebootet werden.
Aktuelle sowie spezielle Informationen zu den Compute-Servern finden Sie im WWW unter Universitätsrechenzentrum / öffentliche Rechner.
Zum Abschluß noch eine Bemerkung zur Geschwindigkeit. Mit dem Kommando /uni/global/bin/bench1 -a können einige Ergebnisse von Benchmarks (dhrystone, whetstone) auf verschiedenen Architekturen verglichen werden. (/uni/global/bin/bench1 -h hilft weiter)