Unter SNiFF+ ist es möglich,
beliebig viele Projekte unabhängig voneinander zu verwalten.
Dabei wird der aktuelle Abarbeitungszustand eines Projektes beim
Beenden der Arbeit abgespeichert und bei erneutem Aufruf wieder hergestellt
(bis hin zur Cursorposition in den Quelltexten).
Ein Projekt kann dabei auch in mehrere Teilprojekte zerlegt werden
(z.B. Bibliotheken), wobei diese Teilprojekte wieder
völlig selbstständige Einheiten darstellen.
Es werden folgende Werkzeuge von SNiFF+ zur Verfügung gestellt:
Hierarchy Browser:
Werkzeug zur graphischen Veranschaulichung von
Klassenbeziehungen
Project Editor:
Werkzeug zur Verwaltung des aktuellen Projektes;
dient zum Beispiel dazu, dem Projekt neue Sourcefiles
oder Subprojekte zuzuordnen und Projekteigenschaften
(z.B. globales Ziel des Makefiles)
zu definieren
Retriever:
Werkzeug zum Durchsuchen der Sourcefiles nach
bestimmten Ausdrücken; dabei sind auch
Sucheinschränkungen, wie z.B. Stellen an denen der zu
findende Ausdruck definiert oder verglichen wird
bzw. einen Wert zugewiesen bekommt, erlaubt;
die Suche kann in allen Teilprojekten erfolgen,
aber auch auf bestimmte Teile beschränkt werden
Symbol Browser:
zeigt im Projekt vorkommende Symbole (Klassennamen,
Konstanten, Variablen, Typen, Funktionen, Makros
usw. an
Source Editor:
neben den normalen Editierfunktionen wird z.B. eine
Klammerprüfung angeboten; weitere Möglichkeiten
ergeben sich im Zusammenspiel mit den anderen
Werkzeugen; so ist es möglich, vom Symbol Browser aus,
durch Doppelklick auf eines der Symbole an die
entsprechende Stelle im Quelltext zu gelangen, auf
ähnliche Weise kann man Suchergebnisse, Fehler bei
der Übersetzung oder im Hierarchy Browser
angezeigte Klassen im Quelltext auffinden;
andererseits ist es auch möglich, sich zu Symbolen,
die aktuell im Editor angezeigt werden, weitere
Informationen über den Retriever zu beschaffen, bzw.
die aktuelle Anzeige des Hierarchy Browsers zu
beeinflussen;
vom Editor aus wird ebenfalls die Übersetzung
gestartet und er dient als Schnittstelle zum Debugger
Debugger:
als Debugger wird z.B. der GDB Debugger genutzt;
der Editor dient als Schnittstelle, so daß ohne
weitere Vorkenntnisse z.B. Breakpoints gesetzt oder
die Werte von Variablen abgefragt werden können.
Das System ist auch ohne eine erfolgreiche Compilierung der Sourcen schon voll einsatzfähig, da SNiFF+ selbst die Sourcen untersucht und dazu keine von einem Compiler erzeugten Symboltabellen o.ä. benötigt.
Ein großer Vorteil von SNIFF+ z.B. gegenüber SPARCworks liegt in der Unabhängigkeit von verwendeten Compilern und Debuggern.
Diese Software steht auf folgenden Plattformen zur Verfügung:
SNIFF+ liegt als Campuslizenz vor und kann innerhalb der Universität kostenlos (für nichtkommerzielle Zwecke) genutzt werden.
Gestartet wird das Entwicklungssystem (wenn /uni/global/bin im Pfad eingetragen ist) über
sniff
Ein Teil dieser Softwarelizenz ist ein Beispielprogramm (ein Filebrowser), der durch
sniff_copy_example
in das HOME-Directory des jeweiligen Nutzers kopiert wird. (Beispiel unter Solaris 2.2 z.Z. nicht übersetzbar)
Weitere Informationen können der SNIFF-Dokumentation entnommen werden. Diese steht unter /uni/global/doc/SNIFF+-1.0.1 in Postscriptformat zur Verfügung.
Ansprechpartner:
Jens Wagner,
Gruppe Anwendungen