Unter dem Titel "Entwicklung und Management des Campus-Informationssystems der TU Chemnitz-Zwickau" stellten wir das Konzept unseres netzbasierten Infosystems auf der Basis von World Wide Web und X.500 vor. Unsere Eigenentwicklung eines WWW-X.500 Gateways stand dabei im Mittelpunkt. Aber auch Video-Anwendungen im Internet konnten wir live demonstrieren.
Wir fanden in der "Forschungshalle 22" ausgezeichnete Netzbedingungen vor. Der DFN-Verein betrieb ein Hallennetz, bestehend aus ca. 150 Teilnehmern mit sehr schnellem Internet-Zugang über einen 34 MBit-WiN-Anschluß. Das war schon Sahne...
Anfangs waren wir noch etwas skeptisch, ob wir mit bekannten Internet-Technologien überhaupt noch jemanden ansprechen können. Doch merkten wir schnell, daß für uns schon fast alltägliche und zum Arbeitsmittel gewordene Techniken längst nicht überall bekannt oder gar verbreitet sind. Natürlich trugen die Medien dazu bei, daß Internet - und Intranet -, WWW und Java zu den Schlagwörtern dieser CeBIT gehörten. Wir hatten viele Kontakte und interessierte Anfragen. Natürlich schauten auch etliche Studenten und Absolventen unserer TU bei uns vorbei.
Großes Interesse fand das "Internet-Aufbaustudium", hatte doch ein Nachrichtenmagazin vorher kurz darüber berichtet. So dürfte unsere CeBIT-Präsenz auch einige neue Internet-Fernstudenten gebracht haben.
Ja, das "Drumherum" dieser Mega-Messe kennenzulernen, war schon ein besonderes Erlebnis. Immerhin wissen wir nun, daß erst nach 18.00 Uhr die Post so richtig abgeht...
So nutzten viele die Möglichkeit, mal selbst eine kleine Reise in den "Internet-Cyberspace" zu unternehmen oder um der staunenden Familie die eigene Homepage zu zeigen. Auch wir waren immer wieder erstaunt, wie schnell man im Netz inzwischen Informationen zu Hobbys oder auch ausgefallenen Wissensgebieten finden kann. Nur das Treffen der richtigen Auswahl aus der Fülle ist ein anfängliches Problem und muß durch Erfahrung erlernt werden.
So ganz nebenbei fanden Studien-Informationen der TU reißenden Absatz, so daß sich der Wochenendeinsatz gelohnt hat.
Frank Richter, 10. Juni 1996