Sicher hat es sich schon herumgesprochen - bzw. konnte man es in der
örtlichen Presse nachlesen - in den ersten Monaten dieses Jahres
ist es mit unserem Campusnetz ganz schön vorwärtsgegangen
(in unserer letzten Ausgabe haben wir über die angelaufenen
Baumaßnahmen berichtet).
Auch wenn die von den Journalisten errechneten "25 dicken Bücher
pro Sekunde" Datenübertragungsrate innerhalb der Uni ("Blick Chemnitz", 5.
Juni 96) manchem etwas fragwürdig vorgekommen sind
(unsere Zuarbeit von 155 Mbps intern und 34 Mbps ins Internet waren
wahrscheinlich nicht ausreichend plausibel) wird mit den neuen
Übertragungsraten ein Engpaß beseitigt. Die
Netzübersicht gibt einen Überblick über
die Verbindung zwischen den einzelnen Uniteilen und in die weite Welt.
Die beiden in Klammern stehenden Angaben sind z.Zt. noch gültig,
zwischen den Hauptgebäuden Str. der Nationen und Reichenhainer Str.
wird aber schon im Juli die (vorläufige) Endausbaustufe von
ca. 600 Mbps zugeschaltet.
Außerdem sind mittlerweile die Mitarbeiter der Philosophischen
Fakultät im Thüringer Weg 11 mit 128 kbps am Netz.
Die Übertragungsleitungen sind aber nicht der einzige
Einflußfaktor auf die dem Nutzer sichtbare Netzleistung,
bei WWW spielt z.B. auch die Leistungsfähigkeit des WWW-Servers
eine große Rolle - und unserer ist durch die immensen
Nutzungszahlen nicht mehr leistungsfähig genug - deshalb
steht die Installation eines neuen WWW-Servers
für unsere Uni an.
Beim Rückblick auf das letzte halbe Jahr darf auch das erste deutsche Internetfernstudium, das Aufbaustudium "Informations- und Kommunikationssysteme", nicht unerwähnt bleiben, das seit Anfang des Jahres bundesweit und mittlerweile auch international auf großes Interesse stößt (nun kennt man sogar bei "Focus" und "Spiegel" die Uni Chemnitz :-) ). Für das von Professor Hübner als gemeinsames Projekt von Universitätsrechenzentrum und Fakultät für Informatik initiierte Weiterbildungsangebot für HS-Absolventen und langjährige DV-Praktiker wird z.Zt. nach einer Erweiterung der Betreuungskapazität gesucht, um der großen Nachfrage besser gerecht zu werden. Das URZ gewährleistet für das Aufbaustudium die technische Betreuung und war bis vor kurzem auch für die gesamte Organisation verantwortlich; in die fachliche Betreuung der Fernstudenten werden ab dem Wintersemester 96/97 noch mehr URZ-Mitarbeiter als bisher integriert sein.
Damit auch neueste Erkenntnisse bei den zukünftigen technischen und technologischen Entscheidungen berücksichtigt werden können, beteiligten sich im April 13 Mitarbeiter des URZ am gemeinsamen Workshop von Informatik und URZ in der Sächsischen Schweiz. Von den durchweg interessanten Workshopbeiträgen wollen wir in dieser und der nächsten Ausgabe einige veröffentlichen, in dieser Ausgabe den Beitrag von Prof. Hübner "Metacomputing - neue Aufgabenverteilungen im Netz", der auch dem Workshopthema entspricht. Weitere Workshopbeiträge in dieser Ausgabe beschäftigen sich mit neuen Suchmöglichkeiten im Internet bzw. mit der Netzwerksicherheit. Anlaß für Diskussionsrunden im Rahmen dieses Workshops war aber auch, nach fünf Jahren URZ als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU Chemnitz, die kritische Betrachtung unseres Angebots an zentralen Diensten. Dabei kamen sowohl positive Ergebnisse zutage (siehe "Nutzung der Workstation-Pools"), als auch die Tatsache, daß nach 5 Jahren einige der angebotenen Dienste überdacht werden müssen. Die z.Zt. aktuelle Kurzübersicht der Dienste des URZ wollen wir hier veröffentlichen, da ja der Campusnetzausbau nun viel mehr Interessenten die Möglichkeit bietet, diese Dienste auch zu nutzen.
Last not least gibt es auch wieder Software-News und Kurzinformationen.