Umstellung der HOME-Verzeichnisse in das AFS
Seit Beginn des Wintersemesters 1995/96 erhalten neue Nutzer des URZ ihr
HOME-Verzeichnis im AFS, mittlerweile sind es mehr als 1600 Personen.
Aus Sicht des URZ sowie entsprechender Informationen seitens dieser Nutzer
gibt es keine Probleme mit dem AFS. Die in der ersten "AFS-Woche" aufgetretenen Dinge,
wie falsche Paßworte, abgelaufenes Token, fehlendes Token bei ftp, sind
behoben bzw. bereiten keine Probleme mehr.
Die Vorteile bei der Nutzung des AFS sind beidseitig erkennbar, sowohl beim URZ
als auch beim Nutzer.
Die Administration des für HOME-Verzeichnisse genutzten Speicherplatzes
ist im AFS wesentlich einfacher als bisher im NFS und für den Nutzer
transparent, er spürt kaum Konsequenzen, wenn z.B. sein HOME-Verzeichnis
auf eine physisch andere Platte verschoben werden muß.
Die für den Nutzer im AFS unmittelbar wirkenden Vorteile sind u.a. folgende:
- mehr Speicherplatz, quota liegt z.Z. bei 50 MB, eine wesentliche Erweiterung
ist schon vorgesehen
- erweiterte, spezifischere Zugriffsrechte (gegenüber UNIX-Rechten)
- individuelle Gruppenbildung ist möglich
- HOME-Verzeichnisse bei AFS-Klientenfunktionalität auch
außerhalb des URZ
nutzbar
Neben neuen Nutzern gibt es eine Reihe "alter" URZ-Nutzer, die schon ein
AFS-HOME-Verzeichnis besitzen bzw. "zweigleisig (in AFS und NFS) fahren".
Dieses "Umziehen" wurde von diesen Nutzern selbst realisiert, um die Vorteile des
AFS zu nutzen, andere "mußten" wegen Mehrbedarfs an
HOME-Verzeichnis-Speicherplatz in das AFS.
Seit Juni '96 sind auch alle im Thüringer Weg 11 untergebrachten Mitarbeiter
der philosophischen Fakultät im AFS, als Alternative zur bisher praktizierten
PC-Integration.
So ein Umzug klingt relativ einfach und scheint für einige Nutzer
trivial zu sein: kopieren aus altem Verzeichnis in's neue Verzeichnis,
das war's.
Im Prinzip ja, aber da sind die vielen sogenannten Kleinigkeiten: sind die
Startup-Files aktuell (spezielle AFS-Rechte erfordern ein
Umdenken), existieren symbolische Links, ...
Um diesen Umstieg vom NFS in das AFS möglichst zu vereinfachen und
die auftretenden Probleme zu minimieren, wurde ein Programm erstellt
(Shell-Script mit mehr als 600 Zeilen) und in den letzten Wochen von
mehr als 50 Nutzern (nicht nur URZ-Mitarbeiter zogen mit diesem Script
um, sondern auch eine Reihe freiwilliger Tester aus den Fakultäten)
hart getestet. Dies erwies sich auch als sinnvoll, es wurden eine ganze
Reihe von Problemen bzw. Unzulänglichkeiten beseitigt.
Im November wurde damit begonnen, Nutzer per E-Mail zum Umstieg
aufzufordern. Dies wird in den nächsten Wochen intensiviert werden,
da dies noch mehr als 1500 Nutzer betrifft. (Man rechne mal durch, wenn
wöchentlich 150 Nutzer umziehen. Das würde mindestens 10
Wochen dauern ...)
Der freiwillige Umzug ins AFS, also den Zeitpunkt selbst zu bestimmen,
ist auch weiterhin möglich.
Wie der Umzug für den Einzelnen vonstatten geht, was dabei passiert
(besser gesagt abläuft), welche Voraussetzungen notwendig sind
(eigentlich nur eine: es wird ein AFS-account benötigt), ... ist
im WWW unter nachfolgendem URL nachzulesen (siehe auch URZ-Page):
http://www.tu-chemnitz.de/~czi/umstellung.html
In der Hoffnung, daß keine Probleme auftreten, bitten wir alle
noch nicht im AFS agierenden Nutzer um Verständnis und
Unterstützung, also den baldigsten Umstieg in das AFS. Sollte doch
mal ein Problem auftreten, dann können auch die Kolleginnen und
Kollegen im Nutzerservice angesprochen werden.
Sollte jemand der Zeitpunkt der Umstellung nicht passen, weil er
z.B. in der Endphase des Diploms steckt oder ..., wir laßen mit
uns reden. Unsere Zielstellung ist, diese Aktion möglichst bis zum
Ende des Wintersemesters abzuschließen.
(Die Umstellung der für die PC-Integration
genutzten NFS-HOME-Verzeichnisse wird separat behandelt und
gelöst.)
Noch ein Hinweis: Da bei dieser Umstellung auch seitens des URZ (für
den Nutzer nicht sichtbare) begleitende Aktionen notwendig sind, wie
z.B. die Aktualisierung des passwd-Eintrags, wird die Gelegenheit
genutzt, um eine schon lange fällige Änderung gleich bzw. mit zu
erledigen, nämlich die Umstellung der csh-Login-Shell auf die
tcsh-Login-Shell. Natürlich nur für diejenigen, die bisher die
C-Shell als Login-Shell hatten :-) Das erfordert seitens des
Nutzers keinerlei Anpassungen, es kann wie bisher
weitergearbeitet werden oder die neuen Möglichkeiten werden
genutzt, Kursor-Tasten mal probieren ...
Christoph Ziegler, 2. Dezember 1996