Windows NT 4.0 im PC-Pool

Wir betrachten Windows NT gegenwärtig nicht als das Betriebssystem, das im URZ in den nächsten Jahren Strategie und Technologie bestimmen wird. Im PC-Pool bieten wir dieses System aber als Plattform für zahlreiche Applikationen an, die sicher den Zuspruch unserer Nutzer finden werden. Auf den Arbeitsstationen wird "Windows NT 4.0 Workstation" installiert. Unter der von Windows 95 bekannten Oberfläche sind z.B. folgende Anwendungen zu finden:

Auch Internetdienste, wie WWW, News und Mail sind verfügbar. Diese Dienste werden durch Netscape Gold bereitgestellt. Den Microsoft-Internet-Explorer werden wir vorerst nicht installieren.

Für den Zugang zu Windows-NT im neuen Pool benötigen Sie Ihren AFS-Account. Nutzer, deren UNIX-HOME-Verzeichnis sich noch im NFS befindet (alle Netwarenutzer besitzen auch ein UNIX-Nutzerkennzeichen), wurden bereits mehrfach per E-Mail über die Notwendigkeit und die Verfahrensweise der AFS-Umstellung informiert. Viele Nutzer haben aber bisher lediglich in der DOS-, Windows 3.11 und Netware-Umgebung gearbeitet. Sie hatten bisher keinen unmittelbaren Bedarf für einen AFS-Account. Nicht jeder hat deshalb auf o.g. E-Mail reagiert.
Wenn Sie also noch keinen AFS-Account besitzen und den neuen Pool nutzen wollen, müssen Sie im URZ-Nutzerservice vorsprechen.

Zur Authentifizierung an der Windows NT Workstation braucht jeder Nutzer zwei Paßworte. Das eine benötigt der Primary-Domain-Controller - ein Windows NT-Server, der Benutzerkonten, Nutzerprofile, usw. verwaltet. Das zweite Paßwort dient zur Authentifizierung gegenüber dem AFS-Filesystem. Zur Vereinfachung des Loginvorgangs sollte jeder NT-Nutzer für beide Authentifizierungsvorgänge ein gleichlautendes Paßwort festlegen. Die Nutzer unseres Workstation-Pools im Rühlmannbau sind mit der analogen Problematik aus der UNIX-Welt bereits vertraut.

Unter Windows NT kann der Nutzer seine Arbeitsumgebung weitgehend selbst konfigurieren. Für verschiedene Anwendungen sind Setup- und Preference-Einstellungen nötig. Durch den Einsatz von servergespeicherten Nutzerprofiles und entsprechend angepaßten Systemrichtlinien brauchen die individuellen Konfigurationsmaßnahmen nur an einer Maschine vorgenommen werden. Beim Logout und Login (an einer anderen Maschine) "wandern" die nutzerspezifischen Einstellungen mit.

Noch offen ist z.Z. wie wir jedem Nutzer sein erstes Paßwort für den Windows NT-Server vorgeben. Wir wollen unbedingt vermeiden, daß jeder Nutzer, der bereits einen AFS-Account besitzt (gegenwärtig sind es über 3200) im URZ-Nutzerservice vorsprechen muß. Entweder setzen wir ein Tool ein, das die Authentifizierung gegenüber dem NT Server mittels NIS-Paßwort (UNIX-Paßwort) erlaubt oder wir installieren unter Linux ein Werkzeug mit dem Sie Ihr erstes Paßwort für Windows NT selbst festlegen können. Jeder Nutzer kann künftig folgende öffentlichen Rechner nutzen:

Jeder Nutzer besitzt für diese URZ-Maschinen nur noch ein HOME-Verzeichnis. Es wird auf allen Systemplattformen bereitgestellt. Sie haben also überall Zugriff auf alle persönlichen Files. Auf Windows NT-Workstations ist das HOME-Verzeichnis als Laufwerk H: sichtbar. Anwendungssoftware ist entweder lokal installiert oder über das Laufwerk I: erreichbar. Die gesamte AFS-Welt (afs-root) wird im Laufwerk K: bereitgestellt.

Die Integration der AFS-Filesysteme erfolgt mittels SAMBA. Durch den Einsatz dieses Tools werden auch die Drucker aus der UNIX-Umgebung unter Windows NT nutzbar.

Nutzerdaten, die sich auf unserem Netwareserver NIKOLAUS befinden, stehen in einer Übergangsphase an den Windows NT-Workstations des neuen Pools zu Verfügung. Sie werden als "Schnappschuß" des USER-Volumes vom NIKOLAUS bereitgestellt. Jeder Nutzer muß die Files, die er in der neuen Umgebung benötigt, selbst in sein Homeverzeichnis kopieren.

Einige "alte" Arbeitsplätze mit Novell 3.11 und Zugang zum Nikolaus stehen für die Übergangsphase noch zur Verfügung. Sie werden im Raum 071 des Böttcherbaus aufgestellt.

Analog zum Kurs "Arbeiten im Workstation-Pool" werden wir auch für Windows NT einen Einstiegskurs für neue Nutzer anbieten. Im Pool werden außerdem Anleitungen ausgelegt, die Ihnen bei den ersten Schritten Hilfestellung leisten.


Dietmar Grunewald, 7. April 1997