Network Computer
"Thin Client Big Server"
Anmerkung der Redaktion:
Dieser Workshopbeitrag wird hier nur auszugsweise veröffentlicht,
die in vorhergehenden Beiträgen bereits erläuterten
Zusammenhänge werden aus Platzgründen weggelassen.
Die Definition eines Network Computers wird aus
Authentitätsgründen im englischen Original wiedergegeben.
Der
vollständige Vortrag ist in den Workshopunterlagen enthalten.
NC Reference Profile
The NC Reference Profile consists of a set of open standards and guidelines
which form the basis of an NC. The initial NC Reference Profile will be
made available in July 1996, for comment and review, and is expected to
be finalized by participants in August 1996. The proposed NC profile is
expected to include:
-
The following resources guidelines:
-
minimum screen resolution of 640 x 480 (VGA) or equivalent
-
pointing device
-
text input capability
-
audio output
-
persistent local storage not required
-
Internet Protocol - NC devices participate in an IP-based network and
will support IP as an underlying protocol. Specific hardware attachment
to the network is not specified.
-
The following IP-based protocols:
-
TCP - the Transmission Control Protocol creates a stream-based network
above IP. Secure connections, if supported, are provided by the Secure
Sockets Layer (SSL).
-
FTP - the File Transfer Protocol allows NC-branded devices to exchange
files using the popular FTP protocol. This is required only for those NCs
which implement either a local or distributed file system and support file
transfer.
-
Telnet - telnet is a standard client/server protocol which enables
character-based terminal emulation access to remote hosts. This is required
only for those NCs which support a character-based console access to remote
hosts.
-
NFS - Network File System supports distributed file systems for NC
devices. NCs which do not implement a distributed file system need not
implement this protocol.
-
UDP - the User Datagram Protocol is utilized by NFS and enables end-to-end
application-specific communications.
-
SNMP - Simple Network Management Protocol enables NC devices to participate
in a network-managed environment
-
The following boot and configuration options:
-
DHCP - to simplify administration and installation Dynamic Host Configuration
Protocol enables an NC to boot itself over the network, to dynamically
acquire an IP address and to transmit configuration information over the
network.
-
Bootp - enables an NC to boot over the network
-
The following World Wide Web standards:
-
HTML - HyperText Markup Language is the publishing format for WWW sites
(including CGI).
-
HTTP - HyperText Transfer Protocol allows browsers to communicate with
remote Web servers and for servers to communicate with NCs.
-
Java Application Environment
-
the Java Virtual Machine and runtime environment
-
Java class libraries
-
The following mail protocols:
-
SMTP - Simple Mail Transfer Protocol
-
IMAP4 - Internet Message Access Protocol Version 4
-
POP3 - Post Office Protocol Version 3
-
The following common multimedia formats:
-
Security features supported through emerging APIs
-
Optional security standards:
-
ISO 7816 (SmartCards)
-
Europay/MasterCard/Visa specifications
Additionally, the NC Reference Profile will include recommendations for
printing.
(Ende des Zitats)
Dem Network Computer Standard haben sich inzwischen mehr als 70 Unternehmen
angeschlossen.
Eigenschaften eines NCs:
-
intelligentes Terminal
-
preiswerte Rechner ohne Festplatte, mit wenig Hauptspeicher (Betriebssystem
kompakt, Anwendungen laufen im Netz oder als kleine Java-Applets lokal)
und einer kleinen CPU, selbst der Monitor kann durch Fernseher ausgetauscht
werden
Einsatzgebiet:
-
solange Übertragungsbandbreiten des Internet nicht drastisch ansteigen
nur in unternehmensinternen Netzen (LAN)
-
Arbeitsplätze von Sachbearbeitern, Buchhaltern und Vertriebsleuten,
die nichts weiter brauchen als klaglos funktionierende Terminals; also
EDV nicht zum Selbstzweck, sondern als dummes Mittel zum Zweck
-
Angestellte in Banken, Versicherungen, Reisebüros et cetera -,
die bislang beispielsweise an IBMs 3270-Terminals ihre Arbeit verrichten
und Daten vom Mainframe beziehen und dorthin zurückschreiben.
-
im Konsumentenmarkt wird es noch einige Zeit dauern
Voraussetzung:
Netzwerkzentrismus geht nur dann, wenn die Ressourcen des Netzes konstant
in guter Qualität zur Verfügung stehen. Davon kann heute leider
noch nicht die Rede sein. Der Umbau auf ATM und Switched Virtual Networks
als Rückgrat des Internet ist zwar in vollem Gange, diese neuen Technologien
können aber nicht zu den monopolistischen Preisen von heute angeboten
werden. IBM geht davon aus, daß auch in Europa innerhalb der nächsten
fünf Jahre zehnfache Bandbreite nur noch ein Fünftel des heutigen
Preises kosten wird.
Gegenargumente:
-
Abhängigkeit vom Netz: bei Ausfall des Netzes ist alles lahmgelegt
-> hohe Investitionen in skalierbare, hochentwickelte und zuverlässige
Netze und Server
-
Verlust der Freiheit und Selbstständigkeit
-
Behandlung kritischer, sensibler Daten
Gegenüberstellung zu anderen Systemen:
-
NC - Grafisches Terminal (X-Windows-Systeme)
Kritiker: NC - gekonntes Recycling traditionsreicher Standards
Unterschied: Virtual Java Machine
-
NC - Mainframeterminal
NC: zur Eingenleistung fähige Geräte (für Teilaufgaben)
NC-Angebot
Sun JavaStation
100MHz MicroSparcII
8 MB RAM (bis 64 MB aufrüstbar)
Twisted Pair Ethernet
Anschlüsse für Monitor, Tastatur, Maus, serielle Schnittst.,
Soundein- und ausgang
momentan nur 8Bit Farbtiefe
für Sommer '97 angekündigt: Mehr Farben, 100MBit Ethernet,
ISDN, BS in FlashRAM
allein nicht lauffähig; benötigt einen SUN-Server, von dem
das Bertiebssytem (JavaOS) mittels TFTP zu beziehen ist
spezielle Software für den Server von Sun: Netra J (mit NTrigue
sogar Windowsprogramme lauffähig)
Software für NC: monentan nur HotJava-Browser (PC-Browser mit
JustInTime-Compiler ist ca. 80-mal schneller)
angekündigt: HotJava Views (Ergänzungen
zum Browser, EMail, Kalender, Adressbuch)
vernünftige Performance dürfte
erst der Java-Chip liefern
SUN: "Operation Rescue"
Für knapp 100 Mark kann man seinen alten 486'er zum NC umrüsten
lassen.
Dafür gibt's im Paket JavaOS, dem Interpreter für Java-Applets,
der Java Virtual Machine sowie dem Browser HotJava.
interessant für Unternehmen, meist noch viele 486'er vorhanden
was dann nur noch gebraucht wird: ein leistungsfähiger Netzwerkserver
(von SUN)
ORACLE
NC-Desktop
|
NC-Tower
|
NC-Portable
|
NC-Schulmodell
|
ARM-Risc Prozessor
4MB RAM
Anschlüsse für Mikrofon und Lautsprecher (multimediafähig)
Netzanschlüsse: Ethernet, ATM (25MBit), Modem (28kBit)
VGA, SuperVGA, PAL, NTSC
sieht jetzt schon Chancen im privaten Bereich
verschiedene Modelle:
Standard Desktop NC (Webbrowsing, eMail, einfache Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation, Präsentationsgrafik)
NC-TV (interaktives Fernsehen, Webzugriff, Applikationen, Entertainment
on demand, elektronischer Handel)
NC Phone (für Schreibtisch konzipiert; Telefon, eMail, diverse
Dienste wie Flugreservierung)
NC Tower
NC Portable
IBM Network Station
PowerPC-Cpu 603
8MB RAM
eigenes OS
Ethernet, Tokenring
Smart Card
Corel Video NC
integrierte Lautsprecher und Mikrofon
Videokonferenzen
Netz-PC von Microsoft/Intel
nach anfänglichem Dagegen, stürzten auch sie sich in den NC-Markt
ab Juni
PentiumII-Chip
beteiligt: HP, Compaq, Dell
NCD
WinCenter Pro
Client-Box an Netzwerk mit schnellen Server
Client zu bedienen wie normalen PC
HDS @workStation
vereint X Window-, Internet- und Microsoft-Anwendungen
NTRIGUE (Application Server für Windows NT)
interessant für UNIX-Umgebungen
verschiedene alteingesessene Terminalhersteller verkaufen ihre Terminals
als NC's
Softwarewechsel
Software:
-
Office Pakete von Corel, Oracle, Lotus, StarDivision
-
Inter Office beispielsweise umfaßt eMail, Terminplanung, Workflow
sowie Dokumentenverwaltung und erstellt dynamische HTML-Seiten, die über
einen Webbrowser ausgegeben werden. Der NC greift über seinen Browser
darauf zu, verarbeitet sie lokal und gibt das Ergebnis zurück.
-
Marktpotiental für den universellen PC ist begrenzt
-
Larry Ellison (Oracle) : keine permanenten Software Updates und damit
verbundene Aufrüstung der Hardware, sondern exakt auf Bedürfnisse
des Anwenders angepaßtes Konzept des NC
-
Marktpolitischer Vorgang: Versuch von SUN, Oracle, Netscape, IBM und
Apple das Marktmonopol von Microsoft zu sprengen
-
Oracle: 50-70% der in Unternehmen installierten PC könnten durch
NC ersetzt werden
Hardwareunterstützung:
Suns Java-Chip picoJava-I
-
20fache VM-Java-Performance gegenüber der x86-Architektur
-
vierstufige Pipeline nach RISC-Manier
-
Javabytecode die 5fache Geschwindigkeit von JITs erreichen (3fach kleinerer
Codegröße)
-
optional zwei bis zu 16kb große Caches (Befehlscache/Datencache)
und FPU-Zusatz
-
führt Instruktionen in ein bis zwei Taktzyklen aus
-
erwartet für zweite Hälfte '97