Das Universitätsrechenzentrum betreibt "Remote Access Server", die für TU-Angehörige den Zugang zum Rechnernetz der TU (und damit zum Internet) über das öffentliche Telefonnetz ermöglichen.
Seit Dezember 1996 waren drei Einwahlserver an 2 x 30 "Telefonanschlüssen" in Betrieb. Zur Unterscheidung von analogen (Modem-) und digitalen (ISDN-)Verbindungen sowie verschiedenen Übertragungsprotokollen ( Telnet, PPP, SLIP, CSLIP) dienten verschiedene Durchwahlnummern.
Im Zuge dieser Nutzungphase, die bis Ende Mai 1999 dauerte, stieg die Anzahl der Nutzer von ca. 500 auf 1300, die Anzahl der erfolgreichen Verbindungen je Monat von ca. 9000 auf 48000 und die Anzahl der monatlichen online-Stunden von 2000 auf 10000.
Statistische Auswertungen (http://statistik.hrz.tu-chemnitz.de:8080) zeigten, daß in den Stunden zwischen 21 und 1 Uhr regelmäßig alle Kanäle verwendet wurden und damit keine weiteren Verbindungswünsche realisiert werden konnten. Dieser Effekt verstärkte sich durch die Zweiteilung der Rufnummernkreise für drei Einwahlsysteme.
Zeitgleich mit dem Ende dieser Phase startete die Deutsche Telekom AG das Programm "Uni@home". Mit dieser Initiative werden Universitäten Einwahlkanäle und -technik zur Verfügung gestellt und Studenten günstige Konditionen bei ISDN-Neuanschlüssen gewährt.
Nach einer organisatorischen Vorbereitungszeit, die länger als erwartet dauerte, und einer technischen Realisierungszeit, die recht kurz und hindernisreich war, konnte in den Nachmittagstunden des 26. Mai 1999 ein neuer Remote Access Server in Betrieb genommen werden.
Die neugeschaffenen Kapazitäten (120 Kanäle, jeweils analog/digital nutzbar) decken den Bedarf an Zugang zum Campusnetz über das öffentliche Telefonnetz (remote access) auch in den genannten Spitzenzeiten für die nähere Zukunft. Alle Dienste sind unter der einheitlichen Rufnummer 36704 zu erreichen.
Fast alle Nutzer verwenden das Protokoll PPP für die Verbindungen zum Campusnetz, über entsprechende Subprotokolle werden dabei Verbindungsparameter (z.B. Art der Kompression, IP-Adresse) ausgehandelt. Dieses Protokoll wird von (fast?) allen Internet-Service-Providern (ISP) bereitgestellt. Somit sollte sich für die Klienten auch die Nutzung der Dienste anderer ISP´s problemlos gestalten. Die Auswahl der Protokolle SLIP und CSLIP durch den bisherigen Mechanismus (C oder S vor dem Nutzerkennzeichen) für den gesamten Nutzerkreis ist nicht mehr möglich, einzelne begründete Ausnahmen besprechen Sie bitte mit der Gruppe Datenkommunikation des URZ.
Für die künftige Nutzung ergeben sich somit folgende Änderungen:
Informationen zum "Campusnetzzugang über das öffentliche Telefonnetz" finden Sie unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/tk.html.
| Jens Junghänel, Juni 1999 |