mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
Auf dem vom URZ betriebenen Mailbox-Server mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
haben ca. 7000 Nutzer ihre Mailbox, auf die insbesondere via POP, weniger über NFS oder
IMAP, zugegriffen wird. Desweiteren dient dieser Server zum Versenden von E-Mail
via SMTP.
Die eingesetzte Technik (Sparc 10, 128 MB RAM) erfüllte lange Zeit wacker
ihren Dienst, ist aber nun den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Der Mailbox-Server wurde durch neue Technik (PC mit Pentium III, 512 MB RAM, Raid-Plattensystem, Linux) ersetzt. Damit möchten wir die Lastsituation entschärfen und neue Dienste anbieten. E-Mail-Adresse und Servername bleiben natürlich unverändert.
Nach etlichen Tests von Varianten haben wir uns für ein neues System der Mailbox-Verwaltung entschieden: Cyrus. Dies ist freie Software, die für große Mailbox-Server optimiert ist und interessante neue Möglichkeiten bietet. Allerdings ergibt sich auch eine Änderung - der Mailbox-Zugriff über ein Netz-Filesystem (z.B. NFS) wird nicht mehr möglich sein. Alte Mailprogramme unter Unix (z.B. elm) werden nicht mehr funktionieren. Hier verweisen wir auf neuere Programme, wie z.B. pine, die das Protokoll IMAP unterstützen.
Im folgenden sollen die zum Teil neuen Zugangsmöglichkeiten und einige neue Dienste im Überblick vorgestellt werden. Details und Konfigurationshinweise finden Sie im WWW unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/.
| POP und IMAP | Standard-Internet-Protokolle, unterstützt von vielen
Mailprogrammen. Zugang mit URZ-Nutzerkennzeichen + Passwort |
| POP/IMAP via SSL | verschlüsselter Datenverkehr (wichtig für Passwort in
unsicheren Netzen), unterstützt von modernen Mailprogrammen (z.B. Netscape),
auch via SSL-Tunnel möglich. Zugang mit URZ-Nutzerkennzeichen + Passwort (verschlüsselte Übertragung) |
| HTTP/HTTPS | Einfacher Zugang zur Mailbox von jedem WWW-Browser
aus, siehe Artikel WebMail mit IMP. Zugang via https://mail.tu-chemnitz.de |
| NEU: KEIN NFS | Cyrus erlaubt nicht mehr den File-Zugriff auf die Mailboxen. Damit umgeht man Locking-, Sicherheits- und Performance-Probleme. |
.forward-Dateien
werden aus Sicherheits- und Performance-Gründen
nicht mehr ausgewertet.
| E-Mail-Protokolle kurz erklärt | |
| SMTP Simple Mail Transfer Protocol | Beim Absenden herkömmlicher Post schreiben Sie Empfänger
und Absender auf den Brief, kleben eine Briefmarke
auf und stecken den Brief in einen Briefkasten.
Der weitere Transport wird der Post überlassen.
Bei E-Mail ist der Briefkasten der "SMTP-Server" (der muss konfiguriert werden,
für URZ-Nutzer |
| POP Post Office Protocol | Zum Abholen der E-Mail wird das Prinzip "postlagernd"
verwendet. Sie wenden sich an Ihren POP-Server (das ist das Postamt mit Ihrem
Postfach), weisen sich mit Nutzerkennzeichen und Passwort
(quasi Ihrem Schlüssel) aus
und entnehmen die für Sie angekommene E-Mail (Laden auf Ihren Rechner).
Der POP-Server ist im Programm einzustellen, für URZ-Nutzer
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de.
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| IMAP Internet Message Access Protocol | IMAP ist eine Alternative zu POP und bietet mehr
Möglichkeiten zur Bearbeitung eingegangener E-Mail, z.B.:
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
anzugeben.Wenn man so will, bietet IMAP Funktionen eines "Full service" Postamts, während POP eher eine kleine Poststelle realisiert. |
| SSL / TLS Secure Socket Layer / Transport Layer Security | Das ist ein universelles Verschlüsselungsmodul und kann für viele Protokolle eingesetzt werden, damit die Übertragung der Daten (speziell des Passwortes) geschützt erfolgt. Bei modernen Mailprogrammen kann man dies aktivieren. |
| Frank Richter, Gruppe Datenkommunikation im Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz, Dezember 1999 |