Angebot zur zentralen PC-Beschaffung
an der TU Chemnitz
Probleme bei der bisherigen PC-Beschaffungspraxis
Bei dem bislang praktizierten Verfahren zur PC-Beschaffung wurden durch die
jeweilige Struktureinheit (teilweise unterstützt durch die Abteilung Beschaffung)
Angebote eingeholt und nach gesetzlichen Vorgaben die entsprechende Auswahl
getroffen. Zum überwiegenden Teil werden pro Beschaffungsvorgang nur eine
oder zwei Systeme bestellt.
Bedingt durch die rasante Marktentwicklung kann mit dem bisherigen Verfahren
kaum Einfluss auf die Homogenität der eingesetzten PC-Systeme genommen werden.
Hinzu kommt, dass mit dem sehr schnellen Wechsel der angebotenen Produkte
nicht gleichzeitig eine qualitative Steigerung einhergeht.
Die Begutachtung durch das URZ kann zwar ein vernünftiges
Preis-Leistungsverhältnis sowie plausible technische Parameter der
ausgewählten Hardware-Komponenten prüfen und absichern, aber optimale und
einheitliche Gesamtkonfigurationen können dadurch nicht garantiert werden.
Selbst wenn nur vom URZ empfohlene Komponenten bei der Beschaffung
ausgewählt werden, ist keine Gewähr gegeben, dass das Gesamtsystem
problemlos funktioniert.
Probleme werden oft erst bei der Installation der Systeme sichtbar und haben
zum Teil aufwendige Untersuchungen durch Hardware-Techniker bzw. Systemadministratoren
zur Folge. Die Vielfalt der auftretenden Probleme reicht z.B. von
Inkompatibilitäten bei Netzwerkadaptern, Festplatten, Sound- und Grafikkarten,
aber auch bis zur Integration peripherer Komponenten (CD-ROM-Brenner,
Drucker, Scanner usw.). Die unangenehmsten Effekte treten auf,
wenn neue Hardware-Revisionen von gleich benannten Hardware-Komponenten
(z.B: Netzwerkkarten) geliefert werden oder bei ausgelaufenen Produkten,
deren Nachfolger (noch) nicht durch das URZ getestet werden konnten.
In solchen Fällen erfolgt durch den Lieferanten keine Rückfrage,
oder die Rückfrage geht an den ursprünglichen Auftraggeber,
der im Regelfall die Situation nicht beurteilen kann.
Insgesamt muss eingeschätzt werden, dass auf Grund der Vielfalt u.
Komplexität der PC-Technik, der rasanten Entwicklung auf diesem Sektor
sowie der unterschiedlichen Qualität der gelieferten
Systeme/Komponenten durch eine Begutachtung der Beschaffungsspezifikation
keine Sicherheit gegeben ist, dass das gekaufte Produkt auch wirklich sofort
unter den Uni-internen Infrastrukturbedingungen (Datennetz) einsatzfähig ist.
Die nachträglichen Aufwendungen, die in solchen Fällen in der Regel durch
MitarbeiterInnen des URZ aufgebracht werden müssen, sind erheblich.
Die Probleme werden meist erst vor Ort sichtbar, können aber oft nicht
dort geklärt werden.
Wegen der Standortverteilung der Uni-Einrichtungen sind viele zeitraubende Dienstgänge (Transporte) erforderlich.
Zielstellungen
Die Effektivierung des Beschaffungsvorganges mit gleichzeitiger
Sicherstellung optimaler Hardwarevoraussetzungen zum Einsatz des
universitätsweit angebotenen Administrationsdienstes des URZ
ist das Hauptziel. Die personellen Aufwendungen für diesen Dienst können
nicht erhöht werden. Das heißt, die Wachstumsraten der zu betreuenden
Systeme müssen mit gleichbleibender Personalkapazität bewältigt werden.
Demzufolge müssen Möglichkeiten der Effektivierung des
Administrationsdienstes gesucht und erschlossen werden.
Es versteht sich von selbst, dass dies nicht auf Kosten der Dienstqualität
geschehen darf, sondern diese eher noch erhöht werden sollte.
Als wesentliche Einflussfaktoren für Dienstqualität und Personalaufwendungen
ergeben sich die Ausstattung der Rechner mit speziellen Hard- bzw.
Softwarekomponenten sowie spezifische Funktionsmerkmale,
wie sie z.B. bei Servern zu finden sind.
Der pro Rechnersystem erforderliche Aufwand hängt natürlich maßgeblich
davon ab, wie viele Systeme mit gleicher Ausstattung (Hard- und Software)
bzw. mit gleicher Funktionalität zu betreuen sind.
Die Erfahrungen insbesondere der letzten Monate zeigen, dass das größte
Effektivierungspotential in der weitgehenden Vereinheitlichung der
Hardware (für Standard-PCs!) besteht.
URZ-Initiative für zukünftige PC-Beschaffungen
Die angesprochenen Probleme können nur durch eine grundsätzliche Änderung
der Organisation des Beschaffungsvorganges gelöst werden.
Das URZ bietet zukünftig eine andere Verfahrensweise bei der
Beschaffung von Standard-PCs an.
Wir empfehlen beim Kauf von Standard-PCs einschließlich aller Komponenten,
die im Rahmen des Administrationsdienstes vom URZ betreut werden sollen,
eine andere Verfahrensweise.
Prinzipiell sind mehrere Varianten denkbar, wie PCs in größeren Stückzahlen
beschafft werden können.
- Beschaffung von Standard-PCs
- PC-Systeme mit abweichender Konfiguration, (soweit möglich Orientierung an Hardwareempfehlungen des URZ)
- Spezielle-PC-Systeme
Für die unter 3. einzustufenden PC-Beschaffungen kann,
falls erforderlich bzw. gewünscht vor der Beschaffung eine Beratungsleistung
in Anspruch genommen werden. Eine hard- und softwaremäßige Betreuung der
Systeme durch das URZ ist nicht vorgesehen und kann auch nachträglich nicht
angeboten werden! Die erforderlichen Abstimmungen zur Netzanbindung
(Hostname, Domain, Dosenportnummer bzw. Subnetz) sind vor der Beschaffung
mit dem im URZ zuständigen Sachgebiet Datennetze abzustimmen.
In der Regel wird es sich bei diesen Beschaffungen um einzelne Systeme handeln.
Für PC-Systeme, die in Gruppe 2 eingeordnet werden,
wird der bisherige Beschaffungsvorgang in leicht modifizierter Form
zur Anwendung kommen. Dem Grundanliegen entsprechend, die Hardwarevielfalt
innerhalb der TU Chemnitz in Grenzen zu halten und der Abteilung
Beschaffung die notwendige fachliche Unterstützung für den Beschaffungsinhalt
anzubieten, ist ein entsprechendes URZ-Gutachten Voraussetzung für die
Auslösung eines Beschaffungsauftrages.
Sollten trotz abweichender Hardwarekonfiguration die zentralen
Administrationsdienste des URZ in Anspruch genommen werden, bedarf es der
Abstimmung mit dem URZ.
Unter der Voraussetzung, das die in Gruppe 2 und 3 beschaffte DV-Technik
als begründete Ausnahmen zu betrachten ist, sind in die 1. Gruppe
grundsätzlich alle Systeme einzuordnen, auf denen ein Administrationsdienst des URZ
zum Einsatz kommen soll. Auch PCs, die in den Struktureinheiten
eigenverantwortlich betrieben werden, sind dieser Kategorie zuzuordnen,
sofern keine speziellen Hardwareanforderungen bestehen.
Der Begriff "Standard-PC" beinhaltet, dass mit diesem Verfahren
für einen gewissen Zeitraum identische Hardware zum Einsatz kommt.
Optional kann die Ausstattung mit
Zusatzkomponenten (Monitor, ZIP-Laufwerk, Scanner, Drucker usw.) erfolgen,
der Nutzer entscheidet welche Funktionalität benötigt wird, der konkrete Typ
wird zentral fest gelegt. Damit wird auch bei peripheren Geräten eine
gewisse Homogenität erreicht. Die Standardisierung ist nicht nur auf die
PC-Hardware beschränkt. Alle Maschinen, die durch das URZ betreut werden,
erhalten den Zugriff auf die gleiche, zentral bereitgestellte Software.
Zusätzlich kann fachspezifische Software lokal installiert werden, deren
Einsatz und Beschaffung muss mit dem URZ abgestimmt werden.
Für den Großteil der an der TU Chemnitz zukünftig einzukaufenden
Standard-PCs wird folgender organisatorischer Ablauf zur Anwendung kommen.
- Gemäß Entscheidung des URZ-Beirates werden vier über das Jahr verteilte Termine angeboten
- 1. Termin Ende März
- 2. Termin Ende Mai
- 3. Termin Ende Juli
- 4. Termin Ende September, (der letzte Termin wird so spät wie möglich liegen,
muss aber einen ordnungsgemäßen Ablauf bezüglich Ausschreibung, Warenübernahme/-prüfung u.
Rechnungsbezahlung garantieren)
- Sammlung der Beschaffungsanforderungen aus den Struktureinheiten, Bedarfsanmeldung mittels WWW-Formular (URZ Nutzerkennzeichen erforderlich!)
Testformular unter
http://www.tu-chemnitz.de/urz/beschaffung/index.php3 verfügbar
- individuelle Rücksprachen zu den eingegangenen Bestellungen
- Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen durch das URZ
- Auswahl des geeigneten Angebotes und Bereitstellung (WWW, Uni-intern) der wichtigsten Informationen zu Preis- u.
Komponentenauswahl für den Auftraggeber
- Auftragserteilung durch das URZ
- Auftragsabwicklung Dezernat 3 Abteilung Beschaffung, (Lieferort URZ)
- Lieferannahme und technische Überprüfung im URZ
- Rechnungsbearbeitung durch Dezernat 3, Abteilung Beschaffung, nach Freigabe durch das URZ (Qualitätskontrolle)
- Installation im URZ mittels effektiver, automatisierter Verfahren
- Übergabe/Aufstellung der fertig installierten Maschine am gewünschten Standort.
Bis zu diesem Zeitpunkt können auch Standard-PCs in den Beschaffungsvorgang
integriert werden, die mit einem vorinstallierten Betriebssystem vom
Besteller in Auftrag gegeben werden, aber nicht im zentralen Administrationsdienst des URZ integriert sind
Vorteile
- Beschaffung von überschaubaren homogenen PC-Beständen innerhalb der TU Chemnitz unter Beachtung der technischen Innovation
speziell auf diesem Marktsegment
- Minimierung des entstehenden Betreuungsaufwandes (40 gleiche Maschinen
sind diesbezüglich vergleichbar mit 3 heterogen ausgestatteten PCs)
- Steigerung der technische Stabilität der betriebenen DV-Systeme
- Erhöhung der Konsistenz der an der TU Chemnitz eingesetzten Softwarekonfigurationen (Verbesserung der Nutzungsbedingungen
für die unterschiedlichen Anwender universitätsweit)
- unkomplizierte Bedarfsanmeldung und Abwicklung des Beschaffungsvorgangs für die Struktureinheiten
- Lieferannahme, Funktionsprüfung und Softwareinstallation durch das URZ, Übergabe eines vorinstallierten Systems
(entsprechend der Bestellung) inklusive Einweisung durch URZ-MitarbeiterIn am Arbeitsplatz des Bestellers
- Optimierung des personellen und organisatorischen Aufwandes für die Beschaffung von Standard-PC-Systemen
Weitere positive Aspekte ergeben sich bezüglich der zum Einsatz kommenden Softwareapplikationen. Damit sollte innerhalb der
TU Chemnitz in diesem Zusammenhang auch bei strukturübergreifenden Prozessen (z.B. papierlose Dokumentenübergabe), eine Verbesserung möglich sein. Mittelfristig wird eine strukturübergreifende Nutzungstechnologie angestrebt.