Automatisierte Freischaltung von Datendosen in öffentlichen Räumen der TU Chemnitz


Der Trend ist unverkennbar: Auch wenn Tafel und Kreide oder Projektor und Folien weiterhin nicht aus vielen Vorlesungen und Seminaren wegzudenken sind, so gewinnt die Nutzung des Datennetzes in vielen Veranstaltungen immer mehr an Bedeutung. Verwendung von Online-Lehrmaterialien, Zugriff auf Informationen im Internet, Demonstration entfernter Versuchsaufbauten oder Präsentation multimedialer Lehrinhalte sind nur einige Nutzungsbeispiele.

Seit 1997 wird der Zugang zum Campusnetz in öffentlichen Räumen der TU Chemnitz bereitgestellt. Um eine kontrollierte Nutzung dieser Zugänge zu gewährleisten, wurden die gewünschten Dosenports erst nach Antragstellung und entsprechender Prüfung für die gewünschte Zeitdauer durch das URZ freigeschaltet. Das erforderte einerseits vom Nutzer eine rechtzeitige Beantragung dieser Freischaltung, andererseits einen nicht unerheblichen Arbeitsaufwand im URZ.

Diese statische Verfahrensweise wurde nun durch ein automatisiertes System ergänzt, welches eine spontane Nutzung öffentlicher Datendosen mit verschiedenen Nutzungsprofilen zulässt. Dabei initiiert der Nutzer selbst vor Ort die Freischaltung der gewünschten Datendose. Nach Anschluss des Rechners an den Dosenport, Start des Betriebssystems und Aufruf des Web-Browsers mit einer beliebigen Startseite muss sich der Nutzer über das angebotene Anmeldeformular authentisieren. Die Bereitstellung des Anmeldeformulars, die Überprüfung der Nutzerdaten sowie Einordnung in das entsprechende Nutzungsprofil und die daraus resultierende Freischaltung des gewünschten Dosenports erfolgt durch einen Anmeldeserver im URZ. Nach Beendigung der Datennetznutzung wird der Dosenport automatisch in den Ausgangszustand zurückversetzt - ein explizites Abmelden durch den Nutzer ist nicht notwendig.
Die verschiedenen Nutzungsprofile ermöglichen eine überaus flexible Vergabe von Zugangsrechten. Diese reichen von einem TU-Mitarbeiter, der seinen registrierten Arbeitsplatzrechner anschließt und seine gewohnte Arbeitsumgebung zur Verfügung gestellt bekommt, bis hin zu einem Fremdnutzer, der seinen privaten Rechner anschließt und lediglich Zugriff auf die Web-Seiten der TU Chemnitz erhält. Damit vereinfacht sich auch die Verfahrensweise bei der Bereitstellung von Internetzugängen für Gäste auf Veranstaltungen wie Tagungen, Konferenzen, Messen etc. an der TU Chemnitz.
Für die Einordnung in ein Nutzungsprofil werden sowohl die Hardwareadresse der Netzwerkkarte des angeschlossenen Rechners als auch die persönliche Authentisierung verwendet. Die Realisierung eingeschränkter Zugangsrechte erfolgt über eine vom Anmeldeserver gesteuerte Firewall.

Nach erfolgreicher Testphase steht nun dieses System allen Nutzern zur Verfügung. Nähere Informationen, insbesondere Voraussetzungen und konkrete Nutzungshinweise sind unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/portmgt/index.html zu finden.

Thomas Schier, Juli 2001