Zu den Aufgaben des URZ gehören auch bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote für Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz. Bisher hatten solche Kurse meist keine feste Verankerung in Studienplänen. Bei der kürzlichen Evaluierung des URZ war bereits eine stärkere Bindung unserer Qualifizierungsangebote an die Lehre angeregt worden.
In diesem Jahr wurde dies nun konkret, das URZ hat auf Veranlassung des Rektors Lehrkapazität für obligatorische und wahlobligatorische Studienangebote der Fakultät für Informatik bereitzustellen. Hintergrund ist die Tatsache, dass in den letzten Jahren jeweils zwei- bis viermal mal mehr Informatik-Studienanfänger aufgenommen wurden als die Kapazität der Fakultät für Informatik eigentlich zulässt (ob es sinnvoll war und ist, hier keinen Gebrauch von Regelungsmechanismen zu machen, ist eine andere Frage). Da es keine "freien Kapazitäten" gibt, erforderten die genannten Lehraufgaben eine Restrukturierung unserer Weiterbildungsangebote:
Die speziellen Kompetenzen im URZ werden effizient genutzt in Lehrangeboten für das Hauptstudium der Informatik wie z.B. in diesem Semester:
Der Erwerb von Grundkenntnissen und Fähigkeiten zum kompetenten Umgang mit
Netzen und Netzanwendungen wird in der Lehrveranstaltung "Grundlagen der
Informatik" unterstützt (in diesem Semester für Studenten der Richtungen
Maschinenbau und Verfahrenstechnik).
Auf diese Weise soll auch der Erwerb des ZIN (Zertifikat Internet-Nutzung der TU Chemnitz)
schrittweise besser in die Lehrangebote integriert werden.
Ein Teil unserer Lehrbeteiligung richtet sich nur an Studenten der Informatik /
Angewandte Informatik. Hier sind Proseminare und Hauptseminare zu nennen, weiterhin
gibt es eine Beteiligung als Übungsleiter bei Lehrveranstaltungen der Informatik.
Die erläuterten Verpflichtungen erfordern eine Straffung des restlichen, nicht dem Lehrbetrieb zuordenbaren Kursprogrammes. So werden Kurse jährlich (statt semesterweise) angeboten. Produkt- und plattformspezifische Kurse können bei externen Anbietern besucht werden. Dabei ist uns klar, dass die Qualität dieser Angebote recht variabel und vorher kaum zu beurteilen ist. Wenn es darum geht, TU-Spezifika im Rahmen unserer abgestimmten Entwicklungslinien zu vermitteln, werden wir uns auch in Zukunft um "In-House-Kurse" bemühen.
| Prof. Dr. Uwe Hübner , Oktober 2001 |