Funk-LAN camo


Ein bewegtes Zeitalter ist angebrochen. Mobilität ist in vielen Bereichen unseres Lebens gefragt. Ein kleines Stück mehr Bewegungsfreiheit bietet an unserer Universität campus mobil, kurz camo - der Wireless-LAN-Teil des Campusnetzes. Mit einem Laptop, ausgestattet mit einer PCMCIA-Funk-Netzkarte, können Studenten, Mitarbeiter und Gäste in bereits erschlossenen Gebieten Zugang zum Campusnetz bekommen. WLAN gewinnt zunehmend an Bedeutung. Oft sind neue Laptops bereits Wireless LAN ausgerüstet. Auch für Handhelds ist WLAN verfügbar. Mit einer Bandbreite bis zu 11 Mbit/s lassen sich die meisten Netzanwendungen realisieren.

Mitte 2000 hat die TU Chemnitz auf die Ausschreibung BMBF-Förderinitiative "Wireless LAN" hin ein Projekt "Funknetz-Infrastruktur TU Chemnitz" beantragt, was auch bewilligt wurde. Beteiligt waren das URZ sowie die Fakultäten IF und ETIT. Im Rahmen dieses Projekts wurde an unserer Universität als Bestandteil und Ergänzung zum vorhandenen Campusnetz ein drahtloses Rechnernetz ("Wireless LAN") aufgebaut.
"Das Hauptziel der Fördermaßnahme ist die möglichst umfassende Bereitstellung von Lehr-/ Lernmaterialien und Informationen in der Hochschule an jedem Ort und zu jeder Zeit. Damit soll eine größere Mobilität bei der Nutzung computerunterstützten Lehrens erreicht und der Zugang zu den Lehr- und Lernangeboten erleichtert werden"

Systemüberblick

Das Rückgrat unserer Infrastruktur bildet Technik nach dem IEEE 802.11b-Standard. Dies sollte es ermöglichen, ebensolche Technik auch von verschiedenen Anbietern einzusetzen. Das gesamte Funknetz bildet - unabhängig vom jeweiligen Standort - ein eigenes IP-Subnetz das über einen Firewall mit dem Campusnetz verbunden ist. Dieser Firewall ist notwendig, um das Campusnetz vor Missbrauch zu schützen. Verschlüsselungstechnologien wie WEP bieten keinen ausreichenden Schutz und herstellerspezifische Zugangsmechanismen sind für öffentiche Einrichtungen ungeeignet.
Jeder Klient bekommt am Anfang vom Firewall per DHCP eine private IP-Adresse zugeteilt. Nach Anmeldung über ein Web-Formular wird der privaten IP-Adresse eine offizielle Adresse aus dem Adressraum der Universität zugeordnet.
Für die Sicherheit innerhalb des Funknetzes ist jeder selbst verantwortlich. Netzanwendungen mit verschlüsselter Übertragung bieten wirkungsvolleren Schutz.

Verwendete Technik

Versorgungsgebiete

In die Versorgung eingeschlossen sind insbesondere öffentliche Bereiche, in denen ausreichend Sitzgelegenheiten vorhanden sind, ausgewählte Hörsäle, Seminar- und Laborräume.
Uniteil Reichenhainer Straße Uniteil Straße der Nationen
  • Hörsaalgebäude (Orangerie)
    • Foyer
    • Galerie
    • Hörsäle 112, 114
  • Weinhold-Bau
    • Bibliothek
    • Foyer
    • Informationstechnik 324, 203 (2 Mbit)
  • Mensa (geplant)

Das Funknetz wird nach Bedarf und finanziellen Möglichkeiten weiter ausgebaut, langfristig bis zur Flächendeckung.
Für kurzfristige Lösungen wird eine Zusammenarbeit mit den Fakultäten angestrebt. Das Rechenzentrum übernimmt die Integration, Administration und Wartung der Access-Points, die Fakultät die Finanzierung.

Nutzung

Wer darf das Funknetz nutzen?

Für Studenten und Mitarbeiter ist das Funknetz ähnlich nutzbar wie der Telefonzugang dfn@home, nur viel schneller und ohne Gebühren.
Es entspricht den am Campus üblichen geschützten Subnetzen (www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html).
Gäste können sich auf Seiten der Uni-Webserver informieren.
Zu bestimmten Anlässen können die Beschränkungen für einzelne Gäste reduziert werden.

Voraussetzungen

Einstellungen

Handhabung

Zu Beginn jeder Sitzung muss ein https-fähiger Web-Browser ihrer Wahl (Netscape, IE, w3m, ...) gestartet werden. Nach Abruf einer beliebigen Seite erscheint ein Anmeldeformular

Gäste geben bitte ihren Namen und den Zweck ihres Besuches ein. Zu bestimmten Anlässen können die Beschränkungen für einzelne Gäste reduziert werden.
URZ-Nutzer können sich entscheiden, ob sie mit der bereits zugeteilten IP-Adresse weiter arbeiten möchten (empfohlen) oder ob sie die nach Anmeldung zugeordneten öffentlichen IP-Adresse auf ihren Klienten durchgereicht bekommen möchten.
Anschließend wird das AFS-Nutzerkennzeichen und Passwort abgefragt und der Nutzer bekommt eine Erfolgsmeldung. Diejenigen, die sich für die öffentliche IP-Adresse auf dem Klienten entschieden haben, sollten überpüfen, ob ihr Rechner die neu zugeteilte IP-Adresse übernommen hat und gegebenenfalls durch Reaktivieren der Netzkarte die IP-Adress-Umstellung erzwingen.
Der Recher ist jetzt Bestandteil des Campusnetzes. Es können beliebige Anwendungen mit verschlüsselter Übertragung gestartet werden (ssh, https, ...). Jeder Nutzer ist für die Sicherheit seines Rechners selbst verantwortlich. Unverschlüsselte Datenübertragungen sind riskant.
Die Abmeldung erfolgt automatisch nachdem die Funkverbindung mehr als 5 Minuten unterbrochen war. Solange der Browser nicht geschlossen wurde, ist die Wieder-Anmeldung verkürzt, ohne Passwort-Abfrage.

Ausblicke

In Zukunft wird zusätzlich zur unverschlüsselten Übertragung die sicherheitstechnisch umstrittene 128 bit WEP-Verschlüsselung angeboten. Auch wenn sie für die Übertragung sensitiver Daten nicht ausreicht, wird das "Abhören" erschwert.

Aktuelle Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/wlan/

Ullrich Fritsche, 31. Oktober 2001