Red Hat 7.3 - Software News
Mit dem Upgrade des Linux-Betriebssystems der zentralen Computerpools auf Red Hat 7.3
ergeben sich besonders im Bereich der Anwendungssoftware einige Veränderungen.
Neben neuen Versionen der Programme hat sich auch deren Anzahl maßgeblich erhöht.
Um den Überblick in dem dichter gewordenen Softwaredschungel zu erleichtern, wurden
die Startmenüs der grafischen Benutzeroberflächen KDE und GNOME um einen Wegweiser
URZ-Tipps ergänzt.
Die nachfolgende Tabelle soll einen kurzen Überblick dieser Empfehlungen geben:
| Anwendungsgebiet | empfohlenes Softwarepaket |
| WWW-Browser, E-Mail-Client | Netscape |
Bürosoftware (einschl. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen) | StarOffice |
| HTML-Editor | Bluefish |
| Wörterbuch | Ding |
| Grafik, Zeichenprogramm | Xfig |
| Bildbearbeitung, -konvertierung | GIMP, XV |
| Visualisierung | Grace |
| CAD | LinuxCAD |
| Mathematik | MuPAD |
| Datenbanken | MySQL |
| Softwareentwicklung | KDevelop |
| Medienplayer | XMMS, MPlayer |
| PDF-Betrachter | Acrobat Reader |
| RTF-Editor | Ted |
Stand: August 2002
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Der Webbrowser stellt sicherlich die wichtigste
Applikation auf allen Arbeitsplätzen dar, gefolgt
von einem Werkzeug zur E-Mail-Kommunikation.
Für beide Einsatzfälle ist Netscape
nach wie vor erste Wahl, trotz aller bekannten Probleme
und Schwächen. Zukünftig ist ein Umstieg auf
Mozilla denkbar, dazu müssen aber noch
umfangreiche Tests gemacht werden, insbesondere zur
Einbindung in unsere Infrastruktur.
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Als Bürosoftware-Komplettpaket bleibt StarOffice in der bisher angebotenen Version 5.2 erhalten.
Dadurch sollen Probleme der Rückwärtskompatibilität mit vorhandenen Dokumenten minimiert werden.
Ein zukünftiges Update auf das aktuelle StarOffice 6.0 wird damit aber nicht ausgeschlossen.
Doch vor der Einführung der neuen Version sind noch einige Test zur Dokumentenverträglichkeit notwendig. |
Neben einem komplexen Bürosoftwarepaket erleichtern oft die kleinen, schlanken Anwendungen die tägliche Arbeit.
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Für die Erstellung von Skizzen, Zeichnungen, Plänen u.a. eignet sich das vektororientierte Zeichenprogramm Xfig hervorragend.
In der aktuellen Version 3.2 verfügt Xfig neben typischen, zweidimensionalen Zeichenelementen auch über eine erweiterte Symbolbibliothek für verschiedenste Anwendungsfälle.
Exportfunktionen z.B. nach Postscript, PDF oder auch für verschiedene Bitmap Bildformate stehen bereit. |
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Wissenschaftliche Arbeiten bestehen normalerweise nicht nur aus Text.
Oft sind riesige Messreihen auszuwerten und in einer grafischen Darstellung zu veranschaulichen.
Als grafische Alternative zu dem bekannten gnuplot bietet sich das Softwarepaket Grace an.
Die Messwerte lassen sich entweder manuell eingeben, aus einer ASCII-Datei lesen oder über eine Programmierschnittstelle direkt vom Versuchsaufbau einlesen.
Neben verschiedenen Darstellungsformen wie XY-, Balken- oder Tortendiagramm ermöglicht Grace auch die Druckausgabe in den Formaten Postscript, PDF sowie in einigen Bitmap Bildformaten. |
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Die Pflege der eigenen Homepage lässt sich mit etwas HTML-Kenntnis und bluefish recht schnell bewerkstelligen.
Neben den geläufigsten HTML-Funktionen unterstützt bluefish auch Tabellen, Rahmen und Formulare.
Leider sind die HTML-Tags im Dokument nicht geschützt, was beim Editieren mehr Aufmerksamkeit erfordert.
Die HTML-Syntaxprüfung erfolgt über ein externes Programm weblint. |
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Bei der Übersetzung für die englischsprachige Variante der Webseiten hilft gleich noch Ding, eine sehr gute Übersetzungs-Software,
die von einem Mitarbeiter des URZ programmiert wurde.
Mit Hilfe einfacher Wörterbuchdateien lassen sich unkompliziert weitere Sprachen einbinden. |
Einige Neuigkeiten sind im Bereich der Grafik- und Multimediasoftware zu finden.
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Ein Bild, mit GIMP gestaltet, wertet eine Webseite oder wissenschaftliche Ausarbeitung gleich noch einmal auf.
Dabei ist es ganz egal, ob eine Scanvorlage mit dem XSane-Plugin gescannt wird, ein Bild von einer Digitalkamera über das gtkam-Plugin im GIMP geladen wird oder ob mit Hilfe von Script-Fu ein Logo erstellt wird. |
lter GNOME-Konfigurationen
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Für den guten Ton sorgt der Audioplayer XMMS.
Neben den bisher üblichen Plugins für die Wiedergabe von MP3-, WAV- und CD-Audio enthält der Audioplayer auch ein Plugin für das lizenzfreie Audiokompressionsformat Ogg/Vorbis sowie für die Wiedergabe von MPEG-1 Videos. |
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Die Wiedergabe von Videos war bisher etwas problematisch, da es für viele verschiedene Videoformate ebenso viele Anwendungen gibt.
Mit der Medienwiedergabe MPlayer wird die Situation deutlich verbessert.
Eine große Anzahl Audio- und Videocodes ermöglicht die Wiedergabe vieler Formate wie z.B. MPEG-1 .. MPEG-4, Quicktime Movie u.a. |
Bei wissenschaftlich-technischen Anwendungen findet man
sowohl einige bekannte und bewährte Vertreter
als auch "Neulinge".
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Mit der KDE-Applikation Kdevelop ist mittlerweils
ein umfangreiches Paket für Softwareentwicklung
entstanden, das intuitive Bedienbarkeit und komplexen
Funktionsumfang vereint.
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Für Konstruktionsaufgaben, z.B. im Maschinenbau,
ist LinuxCAD gut geeignet. |
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Zur Lösung von mathematischen Aufgabenstellungen
(Computeralgebra) existieren mehrere Softwarepakete.
Gut geeignet ist MuPAD, das neben dem numerischen Rechnen den interaktiven, formelbasierten Umgang mit mathematischen Objekten ermöglicht.
Es sind dabei u.a. Operationen möglich wie
Arithmetik mit langen und rationalen Zahlen,
zahlentheoretische Berechnungen (Primfaktoren, Primzahlbestimmungen),
Mengen- und Listenoperationen,
Manipulation von symbolischen Ausdrücken (z.B. Differentation und Integration)
und dreidimensionale grafische Darstellung beliebiger Funktionen.
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Datenbanken spielen bei der Nutzung moderner PC
eine zunehmend wichtige Rolle, um die Menge der vorhandenen
Informationen und Daten überhaupt noch beherrschen
zu können. Auf diesem Gebiet hat sich MySQL
mittlerweile als eine Art Standard jeder Linux-Distribution
entwickelt. Dieses Datenbanksystem besticht durch
Funktionalität, Robustheit und Schnelligkeit.
Durch vielfältige Schnittstellen können
MySQL-Datenbanken aus verschiedensten Anwendungen heraus
genutzt werden, sehr häufig geschieht das
beispielsweise mit Webseiten und entsprechenden
php-Skripten. |
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PDF ist zum Standardformat im Umfeld des
Dokumentendrucks geworden und die Acrobat-Software wiederum
ist die Standardapplikation zum Umgang mit diesem Format.
Unter Linux gibt es derzeit nur den Dateibetrachter
Acrobat Reader, die Erzeugung von PDF-Files
erfolgt mit anderen Werkzeugen oder auf anderen
Plattformen. |
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Beim Austausch von Textdokumenten zwischen Windows
und Linux wird oftmals das Format RTF benutzt, da es
in beiden Plattformen bekannt ist und auch von gängigen
Textverarbeitungsprogrammen beherrscht wird.
Ted ist ein spezieller Editor für dieses
Format. |
Die genannten Softwarepakete sind als eine Empfehlung zu betrachten.
Durch den favorisierten Einsatz soll eine verbesserte Hilfe bei Problemen mit diesen Anwendungen erreicht werden.
Wie eingangs erwähna,t bringen Upgrades dieser Art viele Veränderungen mit sich.
Sollten Probleme mit installierten Softwarepaketen auftreten oder weitere Anwendungen erforderlich sein, wenden Sie sich bitte mit einer E-Mail an
hilfe@hrz.tu-chemnitz.de.