Teilnehmer des Oberwiesenthaler FORON-Workshops im September 1995. Die Studenten erarbeiteten unter Anleitung von Prof. Dr. Cornelia Zanger, Professur für Marketing der TU Chemnitz-Zwickau, eine Kommunikationsstrategie für FORON.
Die vom ostdeutschen Haushaltgerätehersteller FORON verwaltete FORON-Stiftung lud im September zum Internationalen FORON-Workshop in Oberwiesenthal ein. Die Professur für Marketing der TU übernahm dabei die Aufgabe, mit einer Gruppe von Marketingstudenten eine Imagestrategie für FORON zu entwickeln.
Prof. Dr. Cornelia Zanger
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Mit Zirkel und Lineal einen Kreis in ein flächengleiches Quadrat verwandeln - daran zerbrachen sich schon die alten Griechen den Kopf.
Einen erfreulich großen Zuspruch fand ein erstmalig von der Fakultät für Mathematik im September 1995 organisiertes "Mathematisches Vorsemester". Etwa 80 zukünftige Studenten fast aller Fakultäten der TU Chemnitz-Zwickau nutzten das Angebot der Professoren Dr. Volker Mehrmann und Dr. Dieter Happel, schon mal zwei Wochen vor Semesterbeginn Hörsaalluft zu schnuppern. Das Anliegen der Veranstaltung war, die künftigen Studiosi schon mal mit einigen Seiten der Hochschulmathematik bekannt zu machen, die ja doch etwas anders betrieben wird, als man das vom Gymnasium her kennt. Die Hörer vermerkten erfreut, daß sie nicht mit Wiederholungen
und Auffrischungen vergessener Fähigkeiten im Stile sogenannter "Brückenkurse" gelangweilt wurden, sondern in Vorlesungen und Übungen etwas Neues über zwei aktuelle und "spannende" mathematische Gebiete erfuhren und selbst erste Erfahrungen sammeln konnten.
Unter der Überschrift "Chaos, itegrierte Abbildungen und das Newtonverfahren" wurde eines der zur Zeit medienwirksamsten Teilgebiete der Mathematik vorgestellt. Dahinter verbirgt sich das Studium von nichtlinearen Systemen von Gleichungen und Differentialgleichungen, die zur Modellierung von zahlreichen, teilweise sehr komplexen Phänomen in Naturwissenschaften und Technik dienen. Die Teilnehmer konnten feststellen, daß sich bereits an einfachen Beispielen viele interessante Effekte studieren lassen.
Die zweite Thematik "Konstruktion mit Zirkel und Lineal" ist fast so alt wie die Mathematik selbst. Schon im alten Griechenland zerbrach man sich den Kopf, wie nur mit Zirkel und Lineal ein Kreis in ein flächengleiches Quadrat verwandelt werden kann. Auch heute gehen in vielen mathematischen Instituten Konstruktionsvorschläge von Hobbymathematikern ein, die glauben, das Problem gelöst zu haben. Als Mathematiker weiß man, daß alle diese Lösungen falsch sein müssen. Von der Theorie, die sich dahinter verbirgt, wurde den zukünftigen Studenten des ersten Semesters ein verständlicher Einblick vermittelt.
Praktische Übungen mit und ohne Computer ergänzten das Programm. Von den Teilnehmern wurde es als sehr vorteilhaft empfunden, daß man sich ohne Hektik in Ruhe mit der Chemnitzer Uni bekanntmachen konnte - die Gelegenheit, schon mal den U-Key für die Mensa zu erwerben oder im BaföG-Amt vorbeizuschauen.
Vom Erfolg ermutigt, wird die Fakultät für Mathematik mit Sicherheit im nächsten Studienjahr wieder ein Angebot machen.
Dr. Peter Weigand
Fakultät für Mathematik
Wissenstransfer in die Wirtschaft
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (r.), erläuterte den Gästen des VSME-Geschäftsführertreffens das Lehr- und Forschungspotential seiner Fakultät.
(St) Ende September 1995 trafen sich die Geschäftsführer der Mitgliedsfirmen des Verbandes der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie e.V. (VSME) mit Vertretern der TU Chemnitz-Zwickau, um die verbandsrelevanten Forschungsschwerpunkte der Universität kennenzulernen. Nach Aussage des Chemnitzer VSME-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Sittig möchten die Verbandsmitglieder zukünftig verstärkt Forschungsergebnisse aus der Chemnitzer Uni in die Metall- und Elektroindustrie transferieren und die Kooperation unter Berücksichtigung finanzieller Fördermöglichkeiten forcieren. Darüber hinaus beabsichtigen die VSME-Mitglieder, zukünftig die Kapazitäten des Universitätsrechenzentrums, der Uni-Bibliothek, des Patentinformationszentrums sowie der zahlreichen Forschungsstätten in größerem Umfang als bisher in Anspruch zu nehmen.
Die Universität brachte während des Treffens das Forschungs- und Ausbildungspotential der TU und ihre Vorstellungen hinsichtlich der Bereitstellung von Praktikumsplätzen und Diplomarbeitsthemen sowie des Einsatzes von Absolventen gegenüber den Geschäftsführern der sächsischen Metall- und Elektroindustrie zum Ausdruck.
Die Chemnitzer Alma mater will sich zukünftig dafür einsetzen, daß beide Seiten ihre Werbeaktivitäten für naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Studiengänge verstärken, um den Wirtschaftsstandort Sachsen zu erhalten.
3. Bahnlaufseminar der Polygrafen
Teilnehmer des 3. Bahnlaufseminares während der Firmenpräsentation im Versuchsfeld des Institutes für Polygrafische Technik i.G.
Großen Zuspruch fand im September 1995 das vom Institut für Polygrafische Technik i.G. durchgeführte 3. Bahnlaufseminar mit etwa 60 Teilnehmern von 30 Einrichtungen und Firmen aus drei Ländern.
Der beim zweiten Seminar noch beklagte Mangel der zu geringen Teilnahme von Druckereien wich einer guten Parität mit den Maschinenbauern, Meßtechnikherstellern und Lehr- und Forschungseinrichtungen. So konnten ein reger Erfahrungsaustausch geführt sowie neue Forschungsergebnisse und innovative Meßverfahren vorgestellt werden. Letzteres wurde durch Präsentationen der Firmen Erhardt und Leimer Augsburg, EMCO Leipzig und DKS Dresden im Versuchsfeld des Instituts unterstützt.
Rege Diskussionen zu den acht Vorträgen in den Problemkreisen Modellierung und Simulation des Bahnlaufs, Meßtechnik, Feuchteeinflüsse im Bahnlauf sowie die Vielzahl der gewünschten Nachkontakte bewiesen die Aktualität der angesprochenen Fragen und zeigten auf, welche Gebiete weiterhin einer systematischen Bearbeitung und Analyse harren. Fazit ist, daß das 4. Bahnlaufseminar im Jahr 1997 stattfinden wird. Alle Fachkollegen, die zum Gelingen der Veranstaltung durch Kurzvorträge und Diskussionen beitrugen, sei an dieser Stelle nochmals gedankt.
Dr. Jürgen Gottlebe
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik