"Wann wird es den DSL-Zugang zum Campusnetz der TU Chemnitz geben?"


Diese Frage wurde den Betreibern der Telefon-Einwahl-Systeme des Universitätsrechenzentrums im ersten Halbjahr 2002 sehr oft gestellt. Die Antwort lautete stets und eindeutig: "Nie."

Hervorgerufen wurden diese Nachfragen durch die Marketing-Aktivitäten eines Telekommunikationskonzerns, der damit begann, ein solches "Produkt" anzubieten.

ADSL -Asymmetrical Data Subscriber Line- ist die korrekte Bezeichnung dieser Technologie, die im Juli 1999 von der ITU zur Standardisierung vorgeschlagen wurde. Dabei werden über bestehende Kupfer-(Telefon)-Leitungen in ungenutzten Frequenzbereichen weitere Informationen übertragen. Der Zusatz "Assymmetrical" charakterisert die Eigenschaft der unterschiedlichen maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten in Sende- und Empfangsrichtung. Dadurch wird der technische Aufwand für den Consumer-Bereich, in dem der Schwerpunkt auf schnellen "Downloads" liegt, optimiert.

Die heute übliche DSL-Anschlussart ist eine abgerüstete Variante des Standards G.lite ADSL, dabei werden Raten von 768 Kilobit pro Sekunde in Richtung zum Endverbraucher und 128 Kilobit pro Sekunde in der Gegenrichtung erreicht.

Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage kann nur negativ ausfallen, da es der TU Chemnitz und dem Universitätsrechenzentrum natürlich nicht möglich ist, die entsprechenden Aufwände zu betreiben, fremde Leitungen zu nutzen und den Transport der Daten ins Campusnetz zu organisieren.

Solcherart Service wird von großen Internet Service Providern (ISP's) erbracht. An dieser Stelle wurde der ISP der TU Chemnitz, der DFN Verein (Deutsches Forschungsnetz e.V.), aktiv. Der Betreiber der Einwahlzugänge dfn@Home, die mediaWays GmbH, realisierte eine Infrastruktur, die es ermöglicht, über einen beliebigen T-DSL-Anschluss der Deutschen Telekom AG, einen Zugang zum Campusnetz der TU Chemnitz zu erhalten.

Hierbei wird nun kein pysikalischer Zugang zum Campusnetz hergestellt. Die Daten nehmen ihren Weg vom System des Endnutzers über die DSL-Verbindung, werden dort gut verpackt über private Netzwerke ins Netz des DFN transportiert und in einem speziellen System am Chemnitzer Campus wieder ausgepackt. Durch diesen Trick erscheinen die Endgeräte logisch im Adressbereich der TU Chemnitz.

Dieser Zugang ist ein Angebot für alle Mitarbeiter und Studenten der TU Chemnitz. Vor der Nutzung ist eine Anmeldung notwendig, bei der die Zugehörigkeit zur Einrichtung mittels Nutzerkennzeichen/Passwort überprüft wird.

Die bisherigen Einwahlzugänge bleiben bestehen. Dem Nutzer enstehen monatliche Kosten unabhängig von Umfang und Dauer der Nutzung (flatrate).

Weiter Informationen zu diesem Dienst finden sich unter:

Jens Junghänel, November 2002