Selbstbedienung im URZ - erste Erfahrungen


Zur Nutzung von URZ-Diensten erhalten alle Studenten der TU Chemnitz Loginkennzeichen, E-Mailadresse, Mailbox, Homeverzeichnis usw. Bisher musste zur Übergabe grundsätzlich der URZ-Nutzerservice aufgesucht werden, was insbesondere am Beginn des Studienjahres zu erheblichen Andrang und Wartezeiten führte.
Seit Juli diesem Jahres kann jeder neue Student die für ihn vorbereiteten Daten per Internet abrufen und das Passwort, welches den eigenen Account schützt, selbst festlegen. Dafür wurde ein spezielles Web-Interface zum URZ-Datenbanksystem MoUSe geschaffen (s. http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2002/0143/data/selbst.html).
Dieses Interface funktioniert stabil und zuverlässig. Zwei kleine Probleme in der Anfangsphase konnten kurzfristig behoben werden.

Jetzt können neue Studenten selbst entscheiden, ob sie sich lieber während der Öffnungszeit persönlich am Schalter des URZ-Nutzerservice oder zu beliebiger Zeit auf elektronischem Weg bedienen lassen möchten. Beide Varianten werden alternativ angeboten und der Student entscheidet letztlich selbst, welcher Weg ihm sympathischer ist. Dies betone ich so ausführlich, damit auch der Autor des Artikels "Fortschreitende McDonaldisierung" (erschienen am 9. Oktober 2002 auf Seite 4 der Zeitung "ad rem") erkennt, dass wir interne Arbeitsabläufe nicht zu Lasten unserer Nutzer effektivieren.

Seit Juli 2002 wurden für 1918 neue Studenten URZ-Zugangsdaten angelegt. (Diese Zahl weicht etwas von der Zahl der Neueinschreibungen ab. Einige neue Studenten sind bereits vor der Studienaufnahme URZ-Nutzer, andere schreiben sich ein, überlegen es sich später aber wieder anders, ....)
Von den 1918 vorbereiteten Accounts wurden inzwischen 1791 ausgehändigt, davon 1063 am Selbstbedienungsinterface. Etwa 42% der Zugriffe auf diese Schnittstelle erfolgten von außerhalb der Uni - die meisten davon sicherlich vom eigenen PC per Modemeinwahl. 58% der Zugriffe kamen aus dem Campusnetz.

Während der Orientierungswoche wurden in einem Poolraum mehrere PC's als Info-Terminal betrieben. Dort konnte ohne den üblichen Loginvorgang genau auf die eine Web-Seite zur Übergabe des Loginkennzeichen zugegriffen werden. Wir nutzten diese Gelegenheit um festzustellen, ob neue Nutzer mit dem Interface Schwierigkeiten haben und welche Fragen auftreten. Dabei überraschte es nicht, dass Abiturienten heute mit dem Medium Internet gut vertraut sind. Einige Studenten konnten allerdings das Formularfeld "Uni-Servicecode" nicht ausfüllen, weil sie ihr Datenkontrollblatt vergessen hatten. Ihnen wurde im URZ-Nutzerservice geholfen, sofern sie Ihre TUC-Card vorlegen konnten.

Zur Durchsetzung des Selbstbedienungsverfahrens ist die tägliche Datenübergabe aus dem Dezernat 1 erforderlich. Diese Datenbereitstellung funktionierte ausgezeichnet. Neben den Neueinschreibungen sind damit auch Rückmeldungen und Exmatrikulationen umgehend im URZ bekannt. Die technologische Abläufe "Nutzungsberechtigung verlängern" und "Dienstzugang sperren" konnten auf dieser Grundlage für Studenten vollautomatisiert werden. Die persönliche Rückmeldung der Studenten im URZ-Nutzerservice, die bis vor einiger Zeit notwendig war, kann jetzt entfallen.

Wir schätzen ein, dass die vom neuen Verfahren erwarteten Effekte eingetroffen sind. Weitere Schritte zur Vereinfachung der Benutzerverwaltung können jetzt in Angriff genommen werden. Ein Sachverhalt verdient dabei besondere Aufmerksamkeit: Der Magnetstreifen auf der TUC-Card sollte bereits vor der Aushändigung an den Studierenden mit der personenspezifischen Initialisierung für das Zugangssystem DACS versehen werden. Die Aktivierung der Karte kann mit dem Selbstbedienungsinterface gekoppelt werden. Dem Studierenden blieben damit alle notwendigen Aktionen verborgen - keine Aktivitäten seinerseits wären mehr erforderlich.
Außerdem gehört der bürokratische Akt zur Erbringung der erforderlichen rechtsverbindlichen Unterschrift auf den Prüfstand. Es wäre extrem hilfreich, wenn diese Unterschrift nicht ausschließlich nur handschriftlich geleistet werden darf, sondern auch eine digitale Signatur anerkannt würde.

Dietmar Grunewald, November 2002