TU Chemmnitz

Universitätsrechenzentrum

TU Chemnitz > URZ > Zeitung > Ausgabe 1/2004

Jahresrückblick 2003

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums bietet eine Übersicht über die Entwicklung aller relevanten Dienste des URZ im Berichtszeitraum, mit ergänzenden statistischen Angaben.

Einordnung des URZ

Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU zahlreiche Dienstleistungen im IT-Bereich für die gesamte Uni zu erbringen. Dazu gehören der Ausbau und Betrieb des Campusnetzes inklusive der Anbindungen an internationale Datennetze, der Betrieb zentraler Ressourcen (umfangreiche Servertechnik, zentrale Computerpools für die Ausbildung), Unterstützung bei der Administration von Mitarbeiter-PC-Arbeitsplätzen, der Nutzung von Software, Hardwarebetreuung und die fachbezogene Weiterbildung.
Weiterhin gehören dazu auch Beratungsaufgaben im IT-Bereich für die anderen Bereiche/Fakultäten der Universität.

Unterstützt und kontrolliert, speziell bei großen Projekten, wird das URZ dabei vom "Wissenschaftlichen Beirat des URZ", einer im Auftrag des Rektors und des Senats gebildeten Facharbeitsgruppe, an der alle Fakultäten und zentralen Struktureinheiten beteiligt sind. Dieser Beirat ist die bidirektionale Kommunikationsebene zwischen Struktureinheiten und dem URZ. Die Mitglieder werden aus den Struktureinheiten in den zur Zeit von Prof. Dr. Dötzel geleiteten Beirat berufen. Diese Arbeitsgruppe hat Einfluss auf alle Belange der TU Chemnitz, wenn IT-Ressourcen tangiert oder unmittelbar betroffen sind (HBFG-Anträge, Kapazitätsausbau/Mittelbereitstellung, koordinierende Abstimmung zum Einsatz zentraler bzw. begrenzter DV-Ressourcen). Sie erarbeitet auch Beschlussvorlagen für Senat und Rektorat. Über den Beirat können auch Forderungen/Kritiken aus den Struktureinheiten an das URZ als Dienstleister für Lehre und Forschung geltend gemacht werden.

Schwerpunkte 2003

Zu Beginn seien wieder die Ergebnisse der Arbeitsaufgaben zusammengefasst, die unser Diensteangebot für die Universität maßgeblich verändert und erweitert haben.

Zu den Schwerpunktaufgaben des URZ gehört die Betreuung der IT-Infrastruktur der Universitätsbibliothek und des Patentinformationszentrums. Hier seien besonders die Arbeiten in den Bereichen genannt, die für den reibungslosen Bibliotheksbetrieb wichtig sind. So wurde z.B. alte Bibliothekssoftware durch ein landeseinheitliches Bibliothekssystem (LIBERO) ersetzt. Mit Beginn des Wintersemesters wurden neue Benutzerausweise eingeführt. Wegen der vielen Fremdnutzer war eine Chipkartenlösung wenig praktikabel, es wurde eine sehr kostengünstige Eigenentwicklung des URZ verwendet.

Ein Aufgabenbereich mit weitreichenden Konsequenzen für unsere Nutzer war im vergangenen Jahr der Beginn der schrittweisen Ablösung der Systemplattform Windows NT durch Windows XP. In diesem Zusammenhang wurde auch das Angebot an Administrationsdiensten für Mitarbeiter-Arbeitsplätze überarbeitet und durch neue Dienste, zunächst im Linux-Bereich, ergänzt. So kann jetzt zwischen vollen Administrationsdiensten für Arbeitsplatz-PCs und Teildiensten, z.B. automatisches Software-Update oder automatische Systeminstallation, ausgewählt werden.

Grundlage für die Qualitätssteigerung bzw. Neugestaltung von Diensten (beispielsweise des Backup-Dienstes) bildete die Realisierung eines HBFG-Projekts über neue Technik im Bereich Kommunikations- und Applikationsserver-Infrastruktur. Durch den erfolgten Hardware-Austausch konnte die Gesamt-Speicherkapazität im Serverbereich für Nutzer- und Projektdaten sowie im Bereich der Netzdienste fast verdoppelt werden. Außerdem können nun neue Technologien zur Erhöhung von Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit der Server genutzt werden.

Im Bereich "High Performance Computing" liefern zwei neue Computeserver die Leistungsparameter, um wissenschaftliche Aufgabenstellungen zu bearbeiten, die nicht sinnvoll parallelisierbar und damit auf dem Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) bearbeitbar sind. Auch in den öffentlichen Computerpools verbesserten sich die Nutzungsbedingungen durch aus Haushaltmitteln finanzierte Neuausstattung bzw. Aufrüstung bestehender Poolräume.

Der erfreulichste Aspekt im Bereich Campusnetz/Netzdienste war sicher die Erhöhung der Bandbreite des G-Win-Anschlusse auf 622 Mbit/s. Leider mussten sich die Netzverantwortlichen im letzten Jahr auch wieder intensiv mit der Erhöhung der Sicherheit im Netz und Vorkehrungen gegen Spam beschäftigen. Die seit Anfang März 2003 als Standard-Webbrowser und -E-Mailprogramm unterstützte Software Mozilla bietet für Windows- und Linux-Systeme brauchbare Möglichkeiten, um die Behinderung der täglichen Arbeit durch unerwünschte Mails zu minimieren.

Die 2003 erfolgte Umgestaltung unserer Web-Seiten hatte das Ziel, die Außendarstellung des URZ diensteorientiert zu gestalten, um unseren Nutzern einen besseren Überblick und schnelleren Zugang zu unseren Informationen zu bieten.

Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Im Jahr 2003 wurde in der Universitätsbibliothek das neue Lokalsystem LIBERO eingeführt. Da es sich bei Lokalsystemen um sehr komplexe Software-Lösungen handelt, bildete das Thema LIBERO den Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen UB und URZ. Ungeachtet dessen wurden natürlich andere Bereiche nicht vernachlässigt. Die wesentlichen Punkte werden nachfolgend dargestellt.

Lokalsystem LIBERO

Am 12.3.2003 startete die UB Chemnitz nach ca. einjähriger, intensiver Vorbereitung den Live-Betrieb des landeseinheitlichen Lokalsystems LIBERO, zunächst mit den Modulen Ausleihe, Katalogisierung, Web-Katalog und Fernleihe. Der Einsatz des Moduls Erwerbung erfolgte ab 16.6.2003, nachdem seitens des Software-Herstellers einige notwendige Ergänzungen programmiert worden waren.

LIBERO löste an unserer UB das Lokalsystem SISIS/SE ab. Dessen Routine-Betrieb endete mit dem 26.2.2003. Die Zeit bis zum LIBERO-Start wurde für verschiedene Aufgaben genutzt. Besonderes Gewicht hatte dabei die möglichst fehlerfreie Realisierung der seit August 2002 sorgfältig geplanten Übernahme der relevanten SISIS-Altdaten sowie der im SWB (Südwestdeutschen Bibliotheksverbund) gehaltenen Katalog-Daten in das LIBERO-System. Diese Datenübernahme kann aus heutiger Sicht als sehr erfolgreich eingeschätzt werden.

Die Konvertierung unserer Daten in das LIBERO-Import-Format wurde komplett mit eigenen Software-Werkzeugen realisiert, die seit November 2002 in enger Kooperation zwischen UB und URZ entwickelt worden waren. Lediglich der letzte Schritt, der Aufbau der eigentlichen Datenbank aus den Import-Dateien, musste von der Firma LIB-IT in Pleidelsheim realisiert werden, da sie im Gegensatz zu uns die dafür nötige Software besitzt. Dazu übergaben wir unsere Daten am 28.2.2003 via Internet an LIB-IT.

Die Generierung der Datenbank dauerte reichlich eine Woche und bedingte somit wesentlich die Zeitspanne, in der die Bibliothek ohne Lokalsystem arbeiten musste und daher nur ein sehr eingeschränktes Leistungsspektrum anbieten konnte. Die fertige Datenbank wurde uns von LIB-IT am 10.3.2003 gegen Mittag zur Verfügung gestellt. Bis zum Abend desselben Tages war sie auf den neuen Produktions-Servern installiert. Am 11.3.2003 erfolgten die notwendigen bibliothekarischen Nacharbeiten, und am 12.3.2003 um 9 Uhr begann planmäßig der Routine-Betrieb.

Neben der Altdaten-Übernahme erfolgte in der Zeit zwischen SISIS und LIBERO

Die in Chemnitz umgesetzte IT-Infrastruktur für LIBERO weist einige technische Besonderheiten auf:

Einen Überblick über diese Struktur gibt folgende Abbildung:

architektur.png

Weitere technische Details zu den obigen Themen werden im Artikel LIBERO-Einführung in der UB dargestellt.

Vor und nach Einführung von LIBERO wurden viele zusätzliche Software-Werkzeuge/-Lösungen geschaffen, um die Arbeit der UB zu effektivieren. Hier eine Auswahl:

Derzeit setzen wir im Produktions-Betrieb LIBERO 3.x ein. Diese Software nutzt das Datenbank-System Caché in der Version 3.x. An der Fertigstellung der Nachfolge-Version LIBERO 5.x, die auf Caché 5.x basiert, wird seitens des Herstellers intensiv gearbeitet. Die erste Produktions-Version soll im 2. Quartal 2004 vorliegen. In Vorbereitung darauf laufen Tests, an denen sich die UB Chemnitz auf eigene Initiative hin beteiligt, um frühzeitig die neuen Features kennen zu lernen. Auch das URZ ist sehr daran interessiert, um eine geeignete Betriebstechnologie entwickeln zu können.

Für den Test von LIBERO 5.x mussten kurzfristig zwei dafür notwendige Server (einmal Linux, einmal Windows 2000) installiert werden. Teilweise war es dazu nötig, die für den Routine-Betrieb der LIBERO-3.x-Server entwickelten Software-Werkzeuge an Cache 5.x anzupassen, was innerhalb weniger Tage erfolgte.

Neben den IT-Aktivitäten im eigenen Hause leisteten UB und URZ Beiträge zur Weiterentwicklung von teilweise noch ungenügenden LIBERO-Funktionalitäten:

Stabile Bereitstellung von IT-Dienstleistungen

Die IT-Dienstleistungen der UB konnten auch in 2003 sehr stabil zur Verfügung gestellt werden. Es gab abgesehen von den planmäßigen Dienstunterbrechungen durch Wechsel des Lokalsystems und durch technische Wartungsmaßnahmen nur relativ wenige Server-Ausfälle, die jeweils nur eine vergleichsweise kurze Dienstunterbrechung (in der Regel unter 20 Minuten) zur Folge hatten.

Anfängliche Schwierigkeiten mit dem Druck von LIBERO-Ausleihquittungen, die in den Tests vor dem Live-Betrieb noch nicht aufgetreten waren, konnten durch geeignete Maßnahmen innerhalb weniger Tage behoben werden.

Unsere redundante Server-Landschaft (jeweils ein Reserve-Server für die Datenbank und als Terminal-Server) hat sich gut bewährt. Dadurch wurden die durch Hardware-Defekte verursachten Ausfallzeiten stark minimiert, da eine schnelle Umschaltung auf die Reserverechner erfolgen konnte. Die eingesetzte Kimberlite-Technologie sowie die von uns entwickelte automatische Umschaltung zwischen den Terminal-Servern hat sich bisher in zwei bzw. drei Fällen als praxistauglich erwiesen.

Allerdings lassen sich nicht alle Probleme auf diese Weise lösen. Teilweise ist der Eingriff eines Administrators nötig. Aus diesem Grunde bemühen sich die Administratoren, während der gesamten Öffnungszeit der UB (inkl. samstags) schnell auf Probleme reagieren zu sein. Hilfreich ist hierbei, dass die Wartung in der Regel entfernt über das Netz erfolgen kann (selbst eine einfache analoge Modem-Verbindung genügt dafür).

Das tägliche Backup der Datenbank sowie weitere administrative Maßnahmen führen derzeit in der Regel zu einer Unterbrechung der Verfügbarkeit des Web-Katalogs in der Zeit zwischen 1.59 Uhr und 2.35 Uhr und nochmal zwischen 4.00 Uhr und 4.02 Uhr.

Die von LIBERO verwendete Datenbank Caché hat sich als sehr leistungsstark, stabil und wartungsarm erwiesen.

Seit dem Libero-Start waren schon mehrere Software-Updates nötig, die alle erfolgreich verliefen. Die Aktualisierung der Libero-Server erfolgte immer freitags nach Schließen der Bibliothek und dauerte jeweils max. 2 Stunden. Jedem Update gingen verschiedene Tests voraus, die es ermöglichten, potentielle Probleme zu erkennen und im Vorfeld zu beseitigen.

Ausbau der IT-Infrastruktur

Die PC-Ausstattung der Öffentlichkeitsbereiche der UB konnte im Jahr 2003 verbessert werden:

Auch bei den internen Mitarbeiter-PCs und den Servern wurden Investitionen getätigt, um eine zyklische Erneuerung eines Teils der relativen großen Anzahl von PCs zu erreichen und so das Veralten der Technik-Bestände zu verhindern. Speziell jene Geräte wurden bzw. werden ersetzt, die den Anforderungen der Linux-Version Fedora 1, die im ersten Halbjahr 2004 eingeführt werden soll, nicht mehr sinnvoll entsprechen. Außerdem wurden alle restlichen internen Rechner mit optischen Rollrad-Mäusen ausgestattet.

Einige Geräte, die Ende 2003 erworben wurden, werden im Laufe des ersten Quartals 2004 schrittweise in die Produktion eingeführt.

Bis Ende 2003 wurden mit Ausnahme von zwei Windows-NT-PCs für den Dokumentlieferdienst alle lokalen Windows-PCs durch einheitlich administrierte Linux-PCs ersetzt, so dass bei Hardware-Ausfall sehr schnell ein Ersatz bereitgestellt werden kann. Diese Strategie hat sich mehrfach bewährt. Sofern technisch möglich, sollen die beiden Windows-NT-PCs des Dokumentlieferdienstes durch Windows-XP-Systeme ersetzt werden, die man dann von beliebigen Linux-Plätzen aus per RDP (Remote Desktop Protocol) bedienen kann. Tests dazu werden im Februar 2004 durchgeführt.

Nutzung der öffentlichen Computerarbeitsplätze

In allen Teilbibliotheken werden Computerarbeitsplätze zur freien Nutzung bereitgestellt. Die verfügbaren Rechner (Anfang des Jahres 70 PCs, später erweitert auf 85) wurden im Laufe des Jahres von insgesamt 9573 verschiedenen Bibliotheksnutzern benutzt. Das bedeutet eine Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorjahr.

Fakultät/Einrichtung Anzahl der Nutzer
2002 2003
Philosophie 2813 3380
Fremdnutzer der UB 1155 2064
Wirtschaftswissenschaften 1548 1720
Maschinenbau 633 760
Informatik 432 451
Elektro- und Informationstechnik 401 433
Naturwissenschaften (Physik) 181 221
Mathematik 182 218
Naturwissenschaften (Chemie) 121 146
Zentrale Einrichtungen 113 121
Andere (Bildungs-)Einrichtungen 91 59
Gesamt 7670 9573

Tabelle: Anzahl der Nutzer der UB-Computerarbeitsplätze

Die Computerarbeitsplätze der UB stellen die gleichen Nutzungsbedingungen bereit wie die öffentlichen Linux-Rechner in den Ausbildungspools der Universität. Anzahl der Sitzungen und Sitzungszeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum geändert. Die Verteilung der Sitzungszeiten zeigt, dass annähernd zwei Drittel aller Sitzungen von kurzer Dauer (bis 20 Minuten) sind.

Dauer der Sitzungen (min) Anzahl der Sitzungen Anteil in %
bis 20 97297 62,4
20 - 90 48439 31,0
über 90 10227 6,6

Tabelle: Dauer und Häufigkeit der Sitzungen

Während der Öffnungszeiten der Teilbibliotheken erfolgt die Rechnernutzung nur lokal, außerhalb der Öffnungszeiten können über Netz Aufträge an die Rechner vergeben und somit ansonsten ungenutzte Ressourcen genutzt werden. Die durchschnittliche Auslastung der Computerarbeitsplätze während der Öffnungszeiten beträgt wie im Vorjahr ca. 40%. Auslastungsreserven bestehen insbesondere zu Beginn und gegen Ende der Öffnungszeiten.

Einen detaillierteren Einblick in die Nutzungsintensität, Sitzungsanzahl sowie die durchschnittlichen Sitzungszeiten gibt folgende Übersicht.

Fakultät/Einrichtung Summe Nutzungszeiten
[h:min]
Anzahl Sitzungen durchschnittl. Sitzungsdauer
[min:sek]
Philosophie 29771:53 69075 25:52
Fremdnutzer der UB 18773:54 21590 52:10
Wirtschaftswissenschaften 11351:48 32990 20:39
Maschinenbau 3052:32 8346 21:57
Informatik 1031:13 3295 18:47
Elektro- und Informationstechnik 3217:42 7270 26:33
Mathematik 2172:14 3471 37:33
Naturwissenschaften (Physik) 1045:54 2839 22:06
Naturwissenschaften (Chemie) 669:02 2046 19:37
Zentrale Einrichtungen 3729:11 4321 51:47
Andere (Bildungs-)Einrichtungen 403:27 720 33:37
Gesamt 75247:09 155963 28:57

Tabelle: Sitzungsanzahl und -zeiten

Außer diesen Computerarbeitsplätzen stehen in allen Teilbibliotheken noch insgesamt 8 Rechnersysteme zur Verfügung, die ausschließlich zur Katalogrecherche (OPAC, Imagekatalog) genutzt werden können. Hierbei ist keine Anmeldung notwendig und es werden keine Sitzungszeiten erfasst. Quantitative Aussagen über die Nutzung sind deshalb nicht möglich.

CHARLI - Chemnitzer Datenbank-Infoserver Online

Auch im Jahre 2003 hat sich das Konzept des Chemnitzer Datenbank-Dienstes bewährt. Systemseitig war lediglich ein Upgrade der beiden Linux-IBplusServer auf RedHat 7.3 notwendig.

Die von der UB Chemnitz bereitgestellten Fachdatenbanken konnten in diesem Jahr um 14 neue Angebote erweitert werden. Über CHARLI werden derzeit 207 Zugänge zu CDROM- und Online-Datenbanken bereitgestellt.

2001 2002 2003
Anzahl aller Datenbanken 176 190 207 (inkl. Testzugänge)

Tabelle: Enwicklung des Datenbankangebotes

So wurde u.a. das Angebot im ingenieurwissenschaftlichen Bereich verbessert. Zu nennen sind hier die Datenbanken "DUBBEL Interaktiv", "Werkstoffdatenbank_Stahl", "Stahlwissen NaviMat XL" und "Handbook of Ternary Alloy Phase Diagrams". Aber auch für alle interessante Nachschlagewerke wie die "BROCKHAUS Enzyklopädie digital" oder das "RÖMPP Lexika Online" und die "Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry Online" speziell für den Kreis der Chemiker sind jetzt über CHARLI verfügbar.

Insgesamt konnten allein im Jahr 2003 fast 20.000 Recherchen auf den Windows 2000-Applikationsservern mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 12 Minuten registriert werden. Dies betrifft nur die CDROM-Datenbanken, da nur für diese statistische Aussagen ableitbar sind. Die Zugriffe auf die Online-Datenbanken sind dabei nicht mit erfasst. Bemerkenswert ist, dass sich die Anzahl der CDROM-Recherchen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppelt hat. Dies zeigt, dass das Angebot sehr attraktiv geworden ist.

2001 (ab 20.6.) 2002 2003
Anzahl Recherchen 3804 10206 19786
durchschnittliche Nutzungsdauer in min 11 12 12

Tabelle: Entwicklung der Nutzung der CDROM-Datenbanken unter CHARLI

In der folgenden Zusammenstellung wird deutlich, dass die Möglichkeit der Recherche der CDROM-Datenbanken direkt am Arbeitsplatz der Mitarbeiter oder von zu Hause rege in Anspruch genommen wird.

Fakultät/Einrichtung Anzahl Recherchen Nutzungsdauer in min
Maschinenbau 2481 29816
Chemie 2802 37065
Physik 109 1009
Elektrotechnik/Informationstechnik 234 3058
Informatik 41 497
Mathematik 1 4
Philosophische Fakultät 195 1707
Wirtschaftswissenschaften 181 1480
Verwaltung 63 1005
Bibliothek 8240 100851
Rechenzentrum 3246 38140
Chemnitzer Studentennetz 1463 17441
Externe Einwahl 730 10243
Summe 19786 242316

Tabelle: Nutzung der Datenbanken durch die Fakultäten

Seit Januar 2003 stellt die TU Chemnitz die DIN-Volltexte auf einem Linux-basierten Samba-Server der UB Chemnitz zentral für Bibliotheken und Normenauslegestellen des Freistaates Sachsen bereit. Die dafür speziell entwickelte Lösung hat sich als stabil und zuverlässig erwiesen. Unsere Bereitschaft und Initiative wurde in einer Beratung der sächsischen Bibliotheksleiter besonders lobenswert hervorgehoben.

Im Jahre 2003 erfolgten von den 7 beteiligten externen sächsischen Bibliotheken ca 16430 Zugriffe auf diese bei uns gespeicherten Dokumente. Dazu kommen weitere 5740 Zugriffe aus unserer eigenen Einrichtung über CHARLI.

Aufgrund der stabilen und bewährten Lösung wurde der Vertrag mit Beuth um die Volltexte für die VDI-Normen erweitert. Bereits ab Ende Dezember 2003 konnte die sachsenweite Bereitstellung der Volltexte der VDI-Normen von uns realisiert werden.

Weitere Informationen: http://charli.bibliothek.tu-chemnitz.de/

Patentinformationszentrum (PIZ)

Die Modernisierung der EDV-Infrastruktur des Patentinformationszentrums im Universitätsteil Bahnhofstraße 8 wurde auch im vergangenen Jahr kontinuierlich weitergeführt.

Die Recherchearbeitsplätze im Nutzerbereich entsprechen den aktuellen Anforderungen an moderne Desktoparbeitsplätze. Die Anbindung aktueller Ausgabegeräte wie Hochleistungsdrucker und CD-Brenner wurde an allen Arbeitsplätzen realisiert. Damit wird die Ausgabe der Rechercheergebnisse den unterschiedlichen Anforderungen der Benutzer gerecht.

Die Integration sämtlicher Recherchearbeitsplätze sowie der Arbeitsplatzrechner der Mitarbeiter in ein zentrales Softwareinstallations- und Updatekonzept hat sich gut bewährt. Gerade die zeitkritischen Sicherheitsupdates zum Schutz vor den seit Sommer auftretenden Computerwürmern lassen sich sehr effektiv verteilen. Aber auch die Aktualisierung der Rechercheanwendungen profitiert davon.

Im Serverbereich hat sich die seit knapp 3 Jahren betriebene Lösung für die Bereitstellung von Recherche-CDROM und -DVD auf der Basis von Raidsystemen sehr gut bewährt. Zur Zeit wird ein Bestand von ca. 2000 CDROM und DVD verwaltet. Über diese Technologie werden aber auch monatlich erscheinende Updates bereitgestellt, so dass die Recherchen immer auf aktuellen Daten erfolgen. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Speicherkapazität durch Hinzufügen eines vierten Raidsystemes weiter erhöht. Damit steht Kapazität für die Bereitstellung weiterer Datenträger zur Verfügung. Mit dieser Anschaffung wurde außerdem ein dringend notwendiger Puffer für Reorganisationsmaßnahmen der verfügbaren CDROM und DVD geschaffen.

Weitere Informationen: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/piz/

MONARCH

Das von UB und URZ gemeinsam betreute Projekt Multimedia ONline ARchiv CHemnitz (MONARCH - http://archiv.tu-chemnitz.de) wurde 2003 bis zur Version 2.3.1 weiterentwickelt. Im Oktober erfolgte die Inbetriebnahme der Version 2.3 und im Dezember der Version 2.3.1.
Hauptinhalt der Version 2.3 war die MONARCH-Portierung von der Plattform Solaris zur Plattform Linux. Die seit 1997 als MONARCH-Server betriebene Technik wurde außer Betrieb genommen und durch zwei Hochleistungs-PCs ersetzt. Im Rahmen der Portierung passten wir auch wesentliche WWW-Komponenten im Layout den aktuellen Vorgaben an und bauten die Recherche-Technologie auf Basis von Swish-E neu auf.

Mit der Version 2.3.1 stehen unter der Rubrik "Grundlagen" Beschreibungen zur Verfügung, die u.a. Informationen zu folgenden Themen enthalten:

2003 fanden 131 neue Dokumente Aufnahme in MONARCH. Den wesentlichsten Anteil haben Dissertationen (51 Dokumente), gefolgt von Vorträgen (16x) und Diplomarbeiten (14x). Andere archivierte Dokumenttypen sind Forschungsberichte, Studienarbeiten, Zeitungen, Tagungsberichte sowie je einmal Magisterarbeit, Preprint, Studie, Zeitschriftenartikel.

High Performance Computing

Das URZ bietet traditionell Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer weit hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld. Aus diesem Grund wächst auch die Gruppe der Supercomputer-Nutzer langsam aber stetig.

Das URZ unterstützt die Supercomputer-Nutzer mit einem diesem Bereich dediziert zugeordneten Mitarbeiter und betreibt Compute-Ressourcen in zwei parallelen Linien, die sich an zum Teil unterschiedliche Anwendergruppen und deren Aufgabenstellungen richten: Cluster mit einer großen Anzahl nur lose gekoppelter Computer sowie Shared-Memory-Rechner mit viel RAM und mehreren Prozessoren in einem Gerät.

Für die letztgenannte Linie wurden im Jahr 2003 als Ersatz für die veraltete Technik von 1996 - zwei HP-Rechner mit je 4 Prozessoren und 4 GByte Hauptspeicher - zwei unterschiedliche Nachfolgesysteme beschafft: Eine Maschine mit zwei Intel-XEON Prozessoren und 6 GByte Hauptspeicher sowie ein Rechner mit zwei Intel-Itanium2 Prozessoren und 12 GByte Hauptspeicher (siehe auch HPC: Multiprozessorrechner aus den "Mitteilungen des URZ" 4/2003).

Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Das im Jahr 2000 beschaffte Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) besteht aus 528 Rechenknoten (handelsübliche PC mit 800 MHz Prozessoren und 512 MB RAM) und zwei Servern, welche durch zwei Fast-Ethernet-Netzwerke miteinander verbunden sind. Alle Knoten arbeiten mit dem freien Betriebssystem Linux. Dieses bietet neben dem günstigen Preis auch Synergieeffekte durch im URZ vorhandene Kenntnisse und Technologien zum Umgang mit diesem Betriebssystem.

Seit seiner Inbetriebnahme wurde das Cluster durch die Wissenschaftler der TU Chemnitz und anderer Bildungseinrichtungen intensiv verwendet; die Nutzung im Jahr 2003 lag mit 89 aktiven Nutzern in 32 Projekten und rund 73.000 Prozessorstunden im mehrjährigen Durchschnitt, deutlich unter der sehr hohen Auslastung des Jahres 2002. Hauptgrund dafür ist, dass die Arbeitsverträge mehrerer sehr aktiver Wissenschaftler ausliefen und neue Nutzer die freigewordenen Ressourcen nur nach und nach einbezogen. Außerdem bedingt bereits jetzt das Alter der Technik einen moralischen Verschleiß, so dass die Nutzung des Clusters nicht immer attraktiv genug ist und einige Nutzer deshalb auf modernere Technik ausweichen. Sehr auffällig ist auch der massive Einbruch in der mittleren Jobgröße auf nur noch rund 12 Knoten pro Job. Dies liegt vor allem in einigen neuen Nutzern begründet, welche viele Jobs mit jeweils nur einem Knoten starten und dabei immer andere Parameter in ihre Berechnungen einfließen lassen. Die Problemstellungen dieser Nutzer erlauben keine sinnvolle Parallelisierung.

Jahr 2000
(ab 1.11.)
2001 2002 2003
aktive Projekte 3 24 36 32
aktive Nutzer 15 70 89 78
Jobs 665 7751 6965 7206
mittlere Jobgröße (Knoten) 56 34 39 12
Jobs Walltime (Tage) 3820 64668 90259 73687

Ein sinnvoller Wert für eine "Gesamtauslastung" ist kaum zu ermitteln, da die Walltime bezogen auf die theoretisch zur Verfügung stehenden Rechnertage in die Irre führt. Das liegt zum einen daran, dass für einen Job immer mindestens die gewünschte Anzahl Knoten exklusiv zur Verfügung stehen müssen und somit Jobs u.U. warten obwohl Knoten eigentlich frei sind. Damit erscheint der Cluster dem Nutzer des Jobs als ausgelastet, während tatsächlich noch einige Knoten unbenutzt sind. Weiterhin ist eine merkliche Differenz zwischen Tages- und Nachtnutzung sowie zwischen Semesterpause und Vorlesungszeit festzustellen. Insofern ist die Angabe aussagekräftiger, dass im Durchschnitt 5 bis 10 Nutzer gleichzeitig und im Prinzip ohne Wartezeiten das Cluster in Form disjunkter Teilbereiche nutzen konnten. Rechnungen mit mehr als 200 Knoten sind aber zumindest in der Vorlesungszeit meist mit Wartezeiten verbunden.

Das Cluster stellt in erster Linie die Arbeitsgrundlage für den Sonderforschungsbereich 393 "Numerische Simulation auf massiv-parallelen Rechnern" dar. Die Forschungsprojekte des SFB basieren zu einem großen Teil auf der Architektur des CLiC und nutzen dieses u.a. zur Entwicklung von Algorithmen sowie zur Lösung von physikalischen und technischen Problemstellungen, welche in den Bereichen von FEM und CFD angesiedelt sind.

Gegenwärtig werden außerdem Aufgabenstellungen aus folgenden Gebieten bearbeitet:

Der Cluster wird dabei nicht nur durch Wissenschaftler der TU Chemnitz sondern auch durch Wissenschaftler anderer Hochschulen und in zunehmendem Maße auch durch Studenten genutzt. Neben dem o.g. MPI-Praktikum für Informatik-Studenten betrifft dies auch Studien- und Diplomarbeiten aus der Informatik, dem Maschinenbau und dem Bereich der Naturwissenschaften.

Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de/urz/hpc

Aus- und Weiterbildungsangebot des URZ

Zum Aus- und Weiterbildungsangebot des URZ für Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz gehörten auch 2003 neben den bekannten Intensivkursen wieder Lehrveranstaltungen im Hauptstudium Informatik für Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Die Lehrveranstaltungen stehen - unter Beachtung der geforderten Vorkenntnisse - auch interessierten Studenten anderer Fachrichtungen und Mitarbeitern zur individuellen Weiterbildung offen (zugehörige Praktika allerdings nur bei vorhandener Platzkapazität).

Lehrveranstaltungen

2003 wurden von URZ-Mitarbeitern folgende Lehrveranstaltungen durchgeführt:

Prinzipien der Systemadministration
Diese Lehrveranstaltung vermittelt Kenntnisse zu Techniken, Prinzipien und Strategien bei der Bewältigung verschiedener Administrationstätigkeiten. Die Vorlesung widmet sich vor allem den Prinzipien der Systemadministration, die Übung untersetzt die Inhalte durch praxisnahe Szenarien aus unterschiedlichen Systemumgebungen.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/psa/

Multimedia-Netz-Praxis
Diese Lehrveranstaltung soll Wissen zur Aufbereitung und Übertragung von Bild- und Sprachdaten vermitteln und stellt Komponenten, Architekturen und Verfahren im Zusammenhang mit der Nutzung zeitabhängiger Medien vor. Außerdem werden netzwerktechnische Aspekte bei der Übertragung multimedialer Daten insbesondere in IP-Netzen betrachtet.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/mmn/

Werkzeuge und Techniken für digitale Publikationen und Präsentationen
Diese Lehrveranstaltung soll anhand konkreter Anwendungen einen Einblick in die richtige Methodik zur Dokumentenerstellung im Rahmen des Studiums und der Forschung geben. Dabei wird sowohl die Gestaltung von (druckfähigen) Textdokumenten als auch deren Präsentation im Internet behandelt.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/dpp/

Rechnernetz-Sicherheit
Diese Vorlesung gibt einen Überblick über typische Bedrohungen der Sicherheit im Internet. Es werden neben Kenntnissen zur Funktionsweise praxisrelevanter Mechanismen zur Abwehr von Attacken auch Erfahrungen beim praktischen Einsatz frei verfügbarer Sicherheitswerkzeuge vermittelt.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/rs/

Diese Lehrveranstaltungen sind als fakultative Spezialvorlesungen im Hauptstudium Informatik konzipiert und waren mit jeweils mehr als 30 Teilnehmern sehr gut besucht.

Übungen
Ein Kollege des URZ hat bis zum Ende des WS 2002/2003 kontinuierlich 4 SWS Übungen zur Vorlesung "Grundlagen der Informatik" für Nichtinformatiker (ca. 120 Studenten pro Semester) übernommen.

Intensivkurse

Das Angebot an Intensivkursen beschränkt sich vorwiegend auf Kurse, die die Arbeit mit den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (diverse Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen im zentralen Administrationsdienst ermöglichen bzw. effektivieren sollen. Die inhaltliche Betonung kostenfreier Software resultiert hauptsächlich aus den deutlich gesunkenen finanziellen Ressourcen der Uni. In Auswertung der 1999 erfolgten Evaluation orientierte die Universitätsleitung darauf, für Produktschulungen zu kommerzieller Software bei Bedarf externe Anbieter zu nutzen. Deshalb wird z.B. in Kursen wie "Werkzeuge zur Textverarbeitung" bzw. "Werkzeuge zur Tabellenkalkulation" die übliche Funktionsweise von Softwareprodukten des entsprechenden Fachgebiets behandelt. Damit wird deutlich gemacht, dass beispielsweise zwischen MS Office (MS Windows) und OpenOffice (Linux und MS Windows, kostenfrei) kaum Unterschiede bezüglich der Funktionalität und Bedienung bestehen. MitarbeiterInnen und StudentInnen werden dadurch in die Lage versetzt, sich schnell in eine neue Software einarbeiten zu können.

Jahr Anzahl Teilnehmer Teilnehmer pro Kurs
(Durchschnitt)
gesamt Studenten Mitarbeiter gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155 25,65 18,91 6,74
1994 31 512 342 170 16,51 11,03 5,48
1995 35 493 334 159 14,09 9,54 4,54
1996 44 594 366 228 13,50 8,31 5,18
1997 41 556 318 238 13,56 7,76 5,80
1998 64 915 609 306 14,30 9,52 4,78
1999 58 991 764 227 17,09 13,17 3,91
2000 59 1152 808 344 19,52 13,69 5,83
2001 50 1059 769 290 21,18 15,38 5,80
2002 15 341 249 92 22,73 16,60 6,13
2003 24 438 238 200 18,25 9,92 8,33

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Zusätzlich zu den Intensivkursen wurden im Berichtszeitraum für die MitarbeiterInnen der Universitätsbibliothek vier spezielle Schulungen zu neuer Software durchgeführt (durch die Schulung in Ausbildungspools direkt am Computer begrenzte Platzkapazität).

Im Sommer 2003 begannen außerdem die von der Universitätsverwaltung gewünschten Spezialkursen für Verwaltungsmitarbeiter der TU. Bis Dezember wurden 8 Spezialkurse mit 126 TeilnehmerInnen direkt am Computer (begrenzte Platzkapaszität) durchgeführt (Zahlen sind in der Statistik enthalten). Diese Kurse erfordern eine spezielle Vorbereitung, da sie auf die Arbeit in der Verwaltung abgestimmt sind und ältere Software-Versionen bzw. kommerzielle Software behandeln, die nicht zum sonstigen Angebot an Intensivkursen gehört.

Zur selbständigen Weiterbildung bieten wir unseren Nutzern für viele Kurse die Kursunterlagen bzw. die Vorlesungsskripte (http://www.tu-chemnitz.de/urz/kurse/unterlagen/,http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/) im Campusnetz an, sowie die im Abschnitt "Softwareservice" erwähnten preiswerten Handbücher der Uni Hannover.

Zertifikat Internet-Nutzung

Im Rahmen des vom URZ unterstützten Weiterbildungsangebots "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurden 2002 an 19 Terminen 1588 Prüfungen abgelegt. Das durch Ablegen einer Prüfung erreichbare Zertifikat ist Voraussetzung für einen CSN-Anschluss und für die weltweite Veröffentlichung eigener Webseiten unter der Adresse tu-chemnitz.de. In einigen Lehrveranstaltungen ist das Zertifikat mittlerweile für die Zulassung zur Prüfung erforderlich.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/ZIN/

Chemnitzer Linux-Tag

Der "Chemnitzer Linux-Tag" ist ein öffentliches Informations- und Weiterbildungsangebot, das gemeinsam von der Chemnitzer Linux User Group, dem IN Chemnitz e.V. und dem URZ seit 1999 durchgeführt wird. MitarbeiterInnen des URZ waren auch zum 5. Chemnitzer Linux-Tag am 1. und 2. März 2003 umfassend in die Organisation und Durchführung involviert, beteiligen sich mit Vorträgen, Workshops, Demonstrationen, fachlicher Betreuung und organisatorischer Absicherung der Veranstaltung.
http://www.tu-chemnitz.de/linux/tag/

andere Weiterbildungsangebote

In unserer Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen" zur Information über aktuelle Themen der Informatik fanden die Referenten in den neun Veranstaltungen des Jahres 2003 wieder zahlreiche interessierte Zuhörer und rege Diskussionsrunden (Themen 2003). Außerdem beteiligen sich URZ-Mitarbeiter auch aktiv an anderen wissenschaftlichen Veranstaltungen.
Für Studenten (zu Semesterbeginn) und Schüler (zum Tag der offenen Tür) wurden Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/

Netzinfrastruktur

Netzausbau

Seit Dezember 2003 ist die TU Chemnitz mit einer Bandbreite von 622 Mbps an das Wissenschaftsnetz G-Win angeschlossen. Das monatliche Transportvolumen beträgt jetzt 15 Tbyte.

Die Notwendigkeit der Bandbreitenerhöhung wird durch die folgende Grafik, die die Auslastung des GWIN-Anschlusses im Jahre 2003 bis Anfang 2004 zeigt, deutlich. Die Maximalbandbreite von 155 Mbps wurde seit Beginn der Meßdaten regelmäßig voll ausgenutzt und wurde somit zum Begrenzer für den Datendurchsatz. Die Inbetriebnahme des 622 Mbps Anschlusses kurz vor Weihnachten ist deshalb in der Grafik deutlich zu erkennen.

gwin2003.png

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anschlussbandbreiten am Wissenschaftsnetz.

1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
0,06 0,06 2 2 34 34 34 60 60 155 155 622

Tabelle: Anschlussbandbreite des Internetanschlusses der TUC in Mbps

Die am Campus registrierte Computeranzahl hat sich ungefähr im Trend der vergangenen 3 Jahre weiterentwickelt.

1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
700 1100 1900 2700 3600 4000 5000 6100 7500 8400 8600 8900

Tabelle: Computeranzahl am TU-Campus (gerundet, jeweils zum 31.12.)

Der physische Ausbau des Datennetzes hat sich im vergangenen Jahr wiederum nur wenig geändert, d.h. die im Leitungsnetz versorgten Flächen wurden nicht ausgeweitet. Trotzdem gab es einige Neuinstallationen mit Cat5e-Verkabelung in solchen Bereichen, wo im Rahmen großer Baumaßnahmen IT-Versorgungsbereiche ganz oder teilweise rekonstruiert wurden. Dazu zählen die Projekte:

Außerdem wurde punktuell die Portdichte in Arbeitszimmern der Fakultät Informatik erhöht, wo das durch Geräteerweiterungen erforderlich war.

Strukturveränderungen gab es im Bereich der Etageknoten sowie im zentralen Serverraum. Im Böttcherbau konnte im Zuge der o.g. Baumaßnahmen auch eine Optimierung der Knotenanzahl erreicht werden. Konkret war es möglich, 9 sehr kleine Versorgungsbereiche, die sich nur noch unwirtschaftlich betreiben lassen, zu 3 größeren zusammenzuführen, die z.T. durch Kühltechnik aufgewertet wurden.

Im Jahr 2003 ist die Akzeptanz für das Funknetz stark gestiegen. Studenten, die mit ihren Laptops in der Mensa oder in der Bibliothek arbeiten, sind ein gewohntes Bild. Die kabellose online-Verbindung ist in solchen öffentlichen Bereichen zunehmend zur Arbeitsvoraussetzung geworden. Demzufolge ist die Nutzerzahl im Laufe des Jahres auf durchschnittlich 300-400 pro Monat gestiegen. Im Vergleich zum Anstieg der Nutzerzahlen hat sich die territoriale Ausdehnung des Versorgungsgebietes nur wenig geändert. Insgesamt 5 neue Accesspoints wurden durch die Fakultäten Wirschaftswissenschaft und Informatik sowie die ZUV finanziert und in das Funknetz der Universität integriert.

Die Endgeräteversorgung mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen ist in verschiedene Richtungen ausgeweitet worden. In den Versorgungsbereichen der Nutzer erfolgte hauptsächlich die Anschaltung von FE-Endgeräten. In dieser Geschwindigkeitsklasse wurden 104 Einzelanschaltungen realisiert und weitere 96 Anschaltmöglichkeiten durch nutzerseitige Geräteinvestitionen geschaffen. Aufstell- und Anschaltmöglichkeiten für Hochleistungsrechner mit GE-Anschluss sind vorrangig im zentralen Serverraum des URZ vorhanden. Dort wurde der Ausbau nach den Umsetzungserfordernissen des HBFG-Projektes "Kommunikations- und Applikationsserver (KAS)" vorangetrieben und in den zugehörigen 13 Schränken Anschaltmöglichkeiten für 56 GE- und 72 FE-Ports geschaffen. Innerhalb dieses Aufstellkomplexes sind auch einzelne Server aus Nutzerprojekten an exponierter Stelle mit dem Campusbackbone verbunden.

Zum Ende des vergangenen Jahres wurde das Konzept zum weiteren Netzausbau im Rahmen des HBFG-Projektes Campusnetz II zur Begutachtung angemeldet. Im dort enthaltenen Netzentwicklungsplan sind die absehbaren Technologien und Strukturänderungen bis zum Jahre 2009 beschrieben und finanziell untersetzt. Mit der Umsetzung des Konzeptes wird für 2004 gerechnet.

Netzdienste

Electronic Mail

Im Rahmen des HBFG-Projektes "Kommunikations- und Applikationsserver-Infrastruktur (KAS)" wurde ein neues System für die Funktion des zentralen Mailbox-Servers beschafft und in Betrieb genommen. Es besteht aus zwei redundanten Servern im Kimberlite-Cluster, einem RAID-System zur Datenspeicherung sowie einem weiteren System als Front-End für WebMail. Mit Linux als Betriebssystem, sowie Cyrus imapd, Exim, Apache, PHP, IMP und Kimberlite kommt ausnahmslos Open Source Software zum Einsatz. Abgerundet durch eigene Skripts zur Verwaltung erhalten wir damit ein sehr robustes und zuverlässiges System.

Dieser zentrale Mailbox-Server versorgt über 12.000 Nutzer der TU Chemnitz mit E-Mail, die über verschiedene Wege abrufbar ist:

Zur automatisierten Verwaltung von Mailing-Listen haben wir 2003 die Software Mailman eingeführt, womit die Administration von Listen und die Verteilung der E-Mail wesentlich erleichtert wird. Die Migration von über 500 E-Mail-Listen aus dem alten Majordomo-System wurde gemeinsam mit den Listen-Administratoren bewältigt.

Einen immer größeren Aufwand bereitet der Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam) sowie Mail mit gefährlichen Inhalten (Würmer, Viren). Die individuell einstellbaren automatischen Schutzfilter haben auch in Zeiten akuter Wurmverbreitung (z.B. Sobig.F Ende August/Anfang September) gut funktioniert, so dass die E-Mail-Versorgung an der TU Chemnitz aufrecht erhalten werden konnte. Die massenhafte Versendung von Spam-Mails erreichte 2003 traurige Rekorde. Die von uns ständig aktualisierten Schutzfilter weisen an manchen Tagen mehr als die Hälfte der eingehenden Mails ab (Spam, Viren, aktive Inhalte). Mit dem "Spamschutz Administrator" haben wir eine weiteren Schutzfilter realisiert, der insbesondere bei akuten Vorfällen nützlich ist. Trotzdem erreichen immer noch viele dieser dubiosen Mails ihr Ziel bei Empfängern in der TU. Die hohe Verunsicherung unserer Benutzer schlägt sich in vielen Support-Anfragen nieder.

Zurückgewiesene E-Mails pro Tag

Die vom URZ verwalteten E-Mail-Adressen können TU-intern über ein LDAP-Verzeichnis gefunden werden. Im Mail-Programm ist einzustellen:

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Die im HBFG-Projekt "KAS" beschafften Server-Systeme wurden Anfang 2003 installiert und in Betrieb genommen. Jeweils 2 PCs fungieren als zentrale WWW-Server www.tu-chemnitz.de, WWW-Server für Benutzer-Seiten www-user.tu-chemnitz.de, sowie Server mit CPU-intensiven Aufgaben (z.B. lokale Suche) cgi.tu-chemnitz.de. Dazu kommt ein Datenbank-Server für dynamische WWW-Dokumente.

Wir betreiben weiterhin folgende WWW-Server für spezielle Aufgaben und Bereiche:

Alle PCs laufen mit dem Betriebssystem Linux, die Funktionalität wird durch Open Source Software erbracht: Apache, PHP mit Erweiterungen (LDAP, MySQL, GD), Perl, MySQL. Den redundanten Netzanschluss realisiert ein Level-4-Switch, der im Rahmen des Projektes erneuert wurde.

Durchschnittliche Zahl der WWW-Zugriffe auf die zentralen WWW-Server

Als zentrale Proxy-Server für WWW und FTP fungieren vier PC-Systeme, die ebenfalls aus Projektmitteln neu beschafft wurden. Über den Level-4-Switch tritt dieses System nach außen als WWW-Proxy-Cache-Server www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.

Die Arbeit an der Web-Präsentation der TU erfolgt in Abstimmung mit der Abteilung Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der neuen Empfehlungen für das "Corporate Design" wurden 2003 umfangreiche Implementierungs- und Beratungsleistungen für Fakultäten und zentrale Einrichtungen erbracht.

Als Standard-Programm für WWW, E-Mail und News unter Linux und Windows NT haben wir 2003 den Netscape Communicator durch Mozilla abgelöst. Dazu haben wir umfangreiche Erprobungs- und Installationsarbeiten durchgeführt, Nutzungshinweise erstellt, Migrationswege beschrieben, sowie Nutzerschulungen durchgeführt. Mit Mozilla konnte die Stabilität von Web-Anwendungen wesentlich erhöht und die Standard-Konformität (HTML 4, CSS, XML usw.) verbessert werden, so dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/

FTP-Service

Der Austausch der FTP-Server zum Ende des Jahres 2002 hat sich bewährt. Die Zuverlässigkeit der mirror-Aktivitäten und somit die Aktualität und auch die Downloadgeschwindigkeit haben sich deutlich verbessert. Anfang des Jahres 2004 stehen 1,6 TByte an überwiegend Open Source Software zur Verfügung.

Die Entwicklung der Nutzung kann aus folgendem Diagramm entnommen werden:

Durchschnittliche Anon. FTP-Zugriffe pro Tag

NetNews

2003 haben wir einen neuen News-Server news.tu-chemnitz.de in Betrieb genommen (Linux-PC mit INN). TU-Angehörige können nun nach Authentisierung mit Loginkennzeichen und Passwort auch von außerhalb des Campusnetzes unseren News-Server benutzen (auch SSL/TLS verschlüsselt).

Login-Server

TU-Angehörigen, die von außerhalb des Campusnetzes - z.B. von zu Hause, auf Dienstreise oder während eines Studienaufenthaltes - auf Rechner-Ressourcen an der TU Chemnitz zugreifen wollen, bietet der "Login-Server" login.tu-chemnitz.de folgende Funktionen:

Um die Sicherheit vor Ausfällen zu erhöhen, betreiben wir seit 2003 zwei redundante Linux-PCs, die über einen Level-4-Switch als ein "Login-Server" in Erscheinung treten.

Chemnitzer Absolventennetz CAN

Bereits seit 1998 stellt das Chemnitzer Absolventennetz (CAN) ehemaligen Angehörigen der TU Chemnitz einige internetbasierte Dienste bereit. Im März 2003 haben wir diese Angebote überarbeitet, so dass sie nun in bereits bekannte und akzeptierte Dienste integriert sind und auch vom URZ betreut werden.

Folgende Internet-Dienstleistungen stehen über das CAN für ehemalige Angehörige der TU Chemnitz zur Verfügung:

Weitere Informationen: http://can.tu-chemnitz.de/

Sicherheit

Im Jahr 2003 war unser Campusnetz wiederum verschiedenen Attacken ausgesetzt.

Die Form dieser Angriffe reicht von mehrfachen Port-Scanning-Versuchen gegen Rechner im Campusnetz bis hin zu Missbräuchen von Campusnetz-Rechnern zum Führen von Angriffen gegen Dritte durch Ausnutzen vorhandener Implementationsschwächen der eingesetzten Software.

Auf Grund der im Jahr 2000 eingerichteten Firewall-light-Lösung sind von den gezielten Attacken aus dem Internet jedoch nur noch die Rechner mit voller Internetkonnektivität betroffen. Im Vergleich mit den Vorjahren hat sich hier die Situation deutlich gebessert. Insbesondere durch die zeitnahe Reaktion auf Security-Hinweise (Einspielen von Patches, Service Packs etc.) durch die verantwortlichen Betreiber gab es im Jahr 2003 auf diesem Wege keine relevanten Vorkommnisse.

Neben dieser Lösung werden für spezielle Zwecke (z.B. Betrieb von Windows 2000 Applikationsservern) dedizierte Firewall-Systeme eingesetzt.

Ein Schwerpunkt der Sicherheitsvorfälle im Internet waren im vergangenen Jahr sogenannte E-Mail-Viren, also per E-Mail versendete Windows-Programme. Sobald diese meist als harmlose Anhänge getarnten Programme vom Empfänger aktiviert wurden, lösten sie verschiedene Aktivitäten aus und versendeten sich an weitere Empfänger. Die oben beschriebenen Schutzmechanismen verhinderten die massenhafte Ausbreitung solcher E-Mail-Würmer an der TU. Einzelne Windows-Systeme waren dennoch betroffen, die Infastruktur für E-Mail blieb jedoch intakt.

Bemerkenswert ist der im August vergangenen Jahres ausgebrochene Wurm Blaster/Lovsan, der sich auch im Campusnetz rasant verbreitete. Im Unterschied zu den E-Mail-Würmern verbreitete sich Blaster/Lovsan ohne Zutun des Anwenders, indem er eine Sicherheitslücke im RPC-Protokoll aller Windows-Varianten ab NT 4 ausnutzte. Der Schutz durch Filterregeln an den Übergängen des Campusnetzes wurde vielfach durch das "Einschleppen" der Schädlinge auf mobilen Rechnern umgangen. Um die Verbreitung von Blaster/Lovsan einzudämmen, mussten in der zweiten Jahreshälfte ca. 160 befallene Systeme (exklusive Chemnitzer Studentennetz) zeitweise administrativ vom Netz getrennt werden. Die per Web bereitgestellten notwendigen Patches und Removal-Tools wurden zusätzlich über einen CD-Ausleihservice im URZ-Nutzerservice den Nutzern zur Verfügung gestellt.

Neben Angriffen von außen gab es auch Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Fileserverkapazitäten, Mail- und News-Dienste) über Urheberrechtsverletzungen (Veröffentlichungen im WWW) bis hin zu aktiven Angriffen gegen andere Nutzer. Die Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden im Umfeld der missbräuchlichen Nutzung von IT-Ressouren (bundesweit) entwickelte sich aus Sicht des Universitätsrechenzentrums der TU Chemnitz im letzten Jahr positiv. Durch die Einführung des Zertifikats "Internet-Nutzung" der TU Chemnitz sehen wir positive Effekte in Hinsicht auf Verantwortungsbewusstsein beim Umgang mit Computer- und Netz-Ressourcen.

Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/, http://www.tu-chemnitz.de/urz/viren/

Identitätsmanagement

Die Zahl der aktiven Nutzer im URZ steigt erfreulicherweise ständig.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1995 2553 1663 772 118
1996 5382 3668 1330 384
1997 5074 3266 1365 443
1998 8370 6088 1601 681
1999 9467 6792 1962 713
2000 9481 7054 1920 507
2001 10943 8504 1943 496
2002 12192 9921 1754 517
2003 12945 10406 1602 937

Zahlreiche Zu- und Abgänge sind an einer Universität üblich und machen es erforderlich, dass die Identitätsinformationen der Benutzer effektiv verwaltet und verarbeitet werden müssen. In diesem Umfeld setzen wir seit September 2000 unsere Eigenentwicklung MoUSe ein. Mit diesem Werkzeug verwalten bzw. steuern wir:

Weitere Informationen: http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2001/0014/data/mouse.html

Im Jahr 2003 wurde die gesamte Verwaltung des Chemnitzer Absolventen Netzes in MoUSe integriert. Auch bereichern einige neue Features den Leistungsumfang, z.B. die ebenfalls in dieser Ausgabe beschriebene Vorsorgemöglichkeit für vergessene Passwörter.

Aufgrund der Wichtigkeit von MoUSe für einen reibungslosen Geschäftsablauf im URZ wurde das System auf eine neue Hardwareplattform übertragen und die Technologie des Datenbankzugriffes modifiziert. Die Funktionalität von MoUSe wird von einem Linux-Server erbracht. Eine zweite identische Server-Maschine hat ebenfalls Zugriff zum RAID-System, auf dem sich die Datenbank befindet. Sie kann im Havariefall sofort das ausgefallene System ersetzen.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools für die Ausbildung

Das Universitätsrechenzentrum betreute 2003 insgesamt 173 Computerarbeitsplätze für die Ausbildung. Davon befinden sich 107 im Bereich Reichenhainer Straße, 45 im Gebäudeteil Straße der Nationen und 21 im Gebäudeteil Raabe-Straße. Die insgesamt 38 Poolrechner der Philosophischen Fakultät können auch von StudentInnen anderer Fakultäten mitbenutzt werden.

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit
Rei Stra 70, B301 20 Linux uniweit nutzbar 1993, 2000 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B302 20 Linux/(WXP) uniweit nutzbar 1993, 2000 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B401 15 Linux/NT uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B404 15 Linux/NT uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Rei Stra 41, 338 17 Linux/NT Philosophie, uniweit nutzbar 1999
Rei Stra 39, 138 20 Linux/NT vorrangig Wirtschaftswissenschaften 2001
Raabe-Straße, 046 21 Linux/NT Philosophie, uniweit nutzbar 1999
Stra Na, 066 12 Linux/NT(WXP) uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Stra Na, B207 13 Linux uniweit nutzbar 1999, 2003 Hardware-Austausch
Stra Na, B203 20 Linux/NT vorrangig Informatik/MB 2001, 2003 Hardware-Austausch

Tabelle: Pool-Standorte

Auf der Mehrzahl der Rechner (120 PC - ab September 140 PC) kann der Nutzer alternativ zwischen zwei Anwendungs-"Welten" und dem damit verbundenen Softwarespektrum wählen: Linux bzw. Windows NT (seit September 2003 in zwei Pools Windows XP im Testbetrieb). 53 PC laufen ausschließlich mit dem freien Betriebssystem Linux (ab September 33 PC). Im Jahr 2003 wurden in zwei Poolräumen die Rechnersysteme komplett ersetzt.

Die Nutzungsstatistiken für das Jahr 2003 verdeutlichen insgesamt eine kontinuierliche Forsetzung der Tendenzen in den Vorjahren. Die folgende Tabelle z.B. zeigt, dass die Poolrechner von einer unvermindert steigenden Zahl von StudentInnen für Praktika oder freies Üben genutzt werden. Wie in den Vorjahren stieg insbesondere die Anzahl der TUC-StudentInnen. Da auf den Poolrechnern, die seit September wahlweise im Testbetrieb Windows XP laufen, bislang noch keine Erfassung der Nutzungsdaten möglich ist, sind die tatsächlichen Nutzerzahlen noch höher.


Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools

Bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Nutzungszeiten sind sowohl die lokale Nutzung als auch die entfernte Nutzung über das Netz enthalten.

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 60730 38606 19785 1889 450
1995 93074 69340 21029 2474 231
1996 119369 89340 24478 5473 78
1997 150912 112894 29949 8049 20
1998 208220 164871 32020 11323 6
1999 187460 158959 17882 10547 72
2000 198534 157806 29185 10017 1524
2001 277884 241137 23490 12687 570
2002 275280 245758 20399 8036 1087
2003 254965 227815 18709 7299 1142

Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools

Wie oben erwähnt wird die Nutzung der Poolrechner unter WXP noch nicht erfasst. Deshalb entsteht auch der Eindruck, dass sich die Nutzungszeiten insgesamt im Vergleich zum Vorjahr verringert haben.

In der Statistik werden die Sitzungszeiten zwischen explizitem An- und Abmelden (Sitzungen über login, ssh) erfasst. Bei der Nutzung über das Netz werden demzufolge nur jene Zeiten berücksichtigt, die durch das Sitzungs-Accounting des Linux-Systems registriert werden. Weit verbreitet ist aber folgende Arbeitsweise (insbesondere nachts, wenn keine Nutzer lokal angemeldet sind): Der Nutzer meldet sich über das Netz auf einem Poolrechner an, startet einen oder mehrere langlaufende (Hintergrund-)Prozesse und beendet seine Sitzung an diesem Rechner sofort wieder. Solche Prozesse werden durch das Sitzungs-Accounting nicht erfasst, so dass die daraus resultierenden Rechnernutzungszeiten in dieser und den folgenden Tabellen nicht enthalten sind.

In den folgenden Übersichten wird die Poolnutzung pro Standortbereich sowie Fakultät bzw. Einrichtung betrachtet.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS * Pools Stra_Na Gesamt **
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 219 19 187 28 288 40
Mathematik 175 11 69 6 187 13
Maschinenbau 864 63 648 62 909 99
Elektro- und Informationstechnik 394 34 102 15 402 41
Informatik 558 17 547 36 720 38
Wirtschaftswissenschaften 1757 18 436 1 1807 18
Philosophie 3238 66 873 17 3297 77
Zentrale Einrichtungen 0 61 0 134 0 151
Sonderstudium 11 0 8 0 14 0
Summe: 7216 289 2870 299 7624 477
Andere Einrichtungen 157 54 83 15 201 59
Gesamt: 7373 343 2953 314 7825 536

Tabelle: Anzahl der Nutzer aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2003
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.
[**] die Gesamtzahl ergibt sich nicht aus der Summe der entsprechenden Zahlen der beiden Pools, da viele Studenten und Mitarbeiter Computer an beiden Standorten nutzen.

Ein Vergleich der Anzahl der Nutzer mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Poolrechner ergibt, dass sich - statistisch gesehen - im Bereich Reichenhainer Straße/Raabe-Straße ca. 60 Nutzer einen Rechner "teilen", im Bereich Straße der Nationen sind es ca. 72 Nutzer. Bemerkenswert ist, dass etwa zwei Drittel aller Nutzer aus der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften kommen. Während die Zahl der Poolnutzer aus diesen beiden Einrichtungen sowie der Fakultät für Naturwissenschaften und der Fakultät für Maschinenbau weiterhin steigen, ist die Nutzeranzahl der anderen Einrichtungen gleichbleibend oder gar rückläufig (Informatik). Vermutlich sind diese Tendenzen beeinflusst durch solche Aspekte wie die Entwicklung der Studentenzahlen, Grad der Eigenausstattung mit Poolrechnern u.a.

Im Durchschnitt werden die Poolrechner im Bereich Reichenhainer Straße intensiver genutzt als die Poolrechner im Bereich Straße der Nationen, wie die folgende Übersicht zeigt.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS Pools Stra_Na Gesamt
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 4768 165 2759 397 7527 562
Mathematik 6312 336 1713 27 8025 363
Maschinenbau 21830 1216 8675 1050 30505 2266
Elektro- und Informationstechnik 8833 215 1545 113 10378 328
Informatik 13593 2581 12016 1704 25609 4285
Wirtschaftswissenschaften 48527 543 4240 32 52767 576
Philosophie 82164 2237 9019 93 91183 2330
Zentrale Einrichtungen 0 1953 0 6047 0 7999
Sonderstudium 423 0 1398 0 1821 0
Summe: 186450 9246 41365 9463 227815 18709
Andere Einrichtungen 4168 757 3131 385 7299 1142
Gesamt: 190618 10003 44496 9848 235114 19851

Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2003

Das Universitätsrechenzentrum bietet auch zukünftig an, fakultätsübergreifend bzw. uniweit Ausbildungspools zu installieren, zu betreiben und die Nutzer zu betreuen.

CPU-Server

Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Im Gegensatz zu Poolrechnern erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Solche Rechnersysteme werden als CPU-Server bezeichnet. CPU-Server (oder auch Compute-Server) sind Rechner mit relativ hoher Rechengeschwindigkeit und RAM-Kapazität. Sie liefern Rechenleistung und/oder ermöglichen die Nutzung spezieller Applikationen.

Systemplattform Linux-PC

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 239554 71656 218850 64366 20704 7290
2001 341728 95695 330837 87509 10891 8186
2002 238306 112660 225817 99750 12489 12910
2003 291885 122105 284993 107607 6892 14498

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der Linux-Compute-Server bis zum Jahr 2003

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33

Tabelle: Anzahl der Nutzer der Linux-Compute-Server bis zum Jahr 2003

Die Intensität der Nutzung hat sich Jahr 2003 wieder erhöht, obwohl die meisten der eingesetzten Systeme in ihren Leistungsparametern nicht über denen der Poolrechner liegen.

Systemplattform Solaris-SPARC

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 11641 60698 11575 60200 66 498
2003 14496 62276 14461 62189 35 87

Tabelle: Nutzungszeiten [h] des Solaris-Compute-Servers

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 543 258 527 231 16 27
2003 633 235 616 213 17 22

Tabelle: Anzahl der Nutzer des Solaris-Compute-Servers

Systemplattform HP-UX HP 9000/K460

Die HP-UX-Server sind seit Mitte 2002 für alle Uni-Angehörigen frei nutzbar. Obwohl diese Rechnersysteme hinsichtlich ihrer Leistungsparamter (insbesondere CPU-Leistung) mittlerweile kaum noch den Anforderungen genügen, ist die Nutzung dieser Server beträchtlich angestiegen.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 153467 35591 153459 31151 8 4440
2003 418612 135589 415582 128647 3030 6942

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der HP-Compute-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 188 116 184 105 4 11
2003 222 145 215 135 7 10

Tabelle: Anzahl der Nutzer der HP-Compute-Server

Administrationsdienste

Administrationsdienste Red Hat Linux

Die meisten der betreuten Linux-Rechner werden mit der Distribution RedHat 7.3 betrieben, einige wenige noch mit RedHat 6.2. In den letzten Monaten des Jahres wurde der Einsatz von Fedora Core 1 für Pool- und Arbeitsplatzrechner vorbereitet. Die Umsetzung erfolgt dann schrittweise im Jahre 2004. Neben dem Komplett-ADMIN-Dienst von Linux-Rechnern (Kurzbezeichnung LADM) wurden weitere ADMIN-Dienste entwickelt:

ALI (Kürzel für Automatische Linux Installation) ist ein Dienst zur Installation von Linux-Rechnern und wird gegenwärtig für Linux Fedora 1 vorbereitet.

YARU bezeichnet einen Dienst zum Software-Update von Linux-Rechnersystemen, der unter Eigenverantwortung des Nutzers bzw. Betreibers eines oder mehrerer Rechner genutzt werden kann. (YARU steht für Yum based Automatic RPM Update.)

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Ende 2003 im LADM betreuten Systeme.

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
Pool-
rechner
Info-
terms
Cluster-
rechner
Server Summe
Philosophie 6 38 - - 1 45
Institut für Physik 21 15 - 60 3 99
Informatik 3 - - - - 3
Maschinenbau und Verfahrenstechnik 24 5 - 12 1 42
Elektrotechnik und Informationstechnik 7 - - - - 7
Wirtschaftswissenschaften 1 40 - - - 41
SFB 393 - - - 531 2 533
Zentrale Universitätsverwaltung - - 1 - 2 3
Bildungsportal Sachsen - - - - 4 4
Studentenwerk - - 6 - - 6
Universitätsbibliothek/PIZ 100 113 1 - 9 223
Universitätsrechenzentrum 56 135 4 4 112 311
Rechner insgesamt 218 346 12 607 134 1317

Tabelle: Anzahl der administrierten Linux-Rechner (Stand: Ende 2003)

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nutzung von LADM durch die Einrichtungen der Universität. Gegenüber dem Vorjahr hat sich inbesondere die Anzahl der Serversysteme erhöht. In den Dienst neu aufgenommen wurden u.a. zwei Linux-Pools der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003
Philosophie 46 50 49 45
Institut für Physik 54 58 89 99
Informatik 0 2 2 3
Maschinenbau und Verfahrenstechnik 31 45 45 42
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41
SFB 393 533 533 533 533
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4
Studentenwerk 6 6 6 6
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der administrierten Linux-Rechner

Administrationsdienst Windows XP

2003 wurde die Betriebsystem-Plattform Windows XP in die Dienstepalette des URZ aufgenommen. Als spezielle Form des Administrationsdienstes Windows XP stellten wir im September zwei PC-Pools auf Windows XP um.
Aus den daraus gewonnenen Erfahrungen erfolgte im Rahmen der ADMIN-Dienste des URZ der Aufbau eines WXPADM - Komplett-ADMIN-Dienst von Windows-XP-Rechnern, mit dem Ziel der Ablösung des Administrationsdienstes für Windows NT-Workstations.
Nach Beendigung einer Testphase mit vier URZ-fremden PCs aus drei Fakultäten begann im Dezember der Produktionseinsatz dieses Administrationsdienstes. Per 31.12.2003 waren 9 PCs integriert.

Fakultät Zu-/Abgänge 2003 Gesamt 2003
Elektrotechnik und Informationstechnik 1 1
Informatik 2 2
Maschinenbau 3 3
Naturwissenschaften 0 0
Philosophische 1 1
Wirtschaftswissenschaften 0 0
Zentrale Einrichtungen 2 2
Summe 9 9

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst

Fakultät Zu-/Abgänge 2003 Gesamt 2003
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 0
Informatik 0 0
Maschinenbau 0 0
Naturwissenschaften 0 0
Philosophische 0 0
Wirtschaftswissenschaften 0 0
Zentrale Einrichtungen 32 32
Summe 32 32

Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)

Administrationsdienst Windows NT

Im Mittelpunkt der Aktivitäten zum Administrationsdienst Windows NT stand 2003 vor allem die Gewährleistung der Sicherheit der PCs. Der stetig wachsenden Gefahr durch Viren und Würmer musste mit Maßnahmen zur automatischen Installation entsprechender Patches und Bugfixes auf den Systemen begegnet werden. Da der NT-Administrationsdienst seit November 2003 für neu beschaffte PCs nicht mehr angeboten wird, wurden lediglich noch kleinere Verbesserungen an der Betriebstechnologie vorgenommen.

Das Prinzip der Sammelbeschaffungen wurde fortgeführt. Ein damit verbundener Vorteil besteht in einer effektiveren Erstinstallation und somit zügiger Auslieferung an den Nutzer. Außerdem ist eine deutlich bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen als bei Einzelbeschaffungen gegeben, da diese normalerweise bereits im URZ vorrätig sind.

Anzahl und Zuwachsraten der betreuten Arbeitsplatz- und Pool-PCs sind nachfolgend aufgeführt. Der nur leichte Anstieg bei den Arbeitsplatzsystemen ist damit zu erklären, dass seit Ende 2003 neu beschaffte PCs in den Administrationsdienst Windows XP aufgenommen werden. Seit September 2003 werden zwei PC-Pools des URZ mit Windows XP betrieben. Deshalb ergibt sich ein Rückgang bei der Anzahl administrierter Pool-PCs.

Fakultät Zu-/Abgänge 2003 Gesamt 2003
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 28
Informatik 0 0
Maschinenbau 1 71
Naturwissenschaften -1 6
Philosophische 11 139
Wirtschaftswissenschaften 0 1
Zentrale Einrichtungen -2 19
Summe 9 264

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im NT-Administrationsdienst

Fakultät Zu-/Abgänge 2003 Gesamt 2003
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 0
Informatik 0 10
Maschinenbau 0 19
Naturwissenschaften 0 0
Philosophische 0 38
Wirtschaftswissenschaften 0 20
Zentrale Einrichtungen -12 45
Summe -12 132

Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im NT-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)

Speicherdienste

Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:

Netz-Filesystem (AFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz erfolgreich das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
1994 6 156 26.0  
1995 6 275 45.8 76
1996 7 416 59.4 51
1997 10 674 67.4 62
1998 9 880 97.8 31
1999 10 1426 142.6 62
2000 13 3219 247.6 126
2001 12 4225 352.1 31
2002 11 7205 655.0 71
2003 11 12752 1159.3 77

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten
Weitere Details sind einer anderen, nur online verfügbaren Aufstellung - https://wiki.tu-chemnitz.de/wiki/bin/view/Fileserving/AFSStorageCapacity zu entnehmen

Im Jahr 2003 wurde ein Großteil der Hardware ausgetauscht, die für AFS eingesetzt wird. Damit waren umfangreiche Reorganisationen der Serverstrukturen verbunden. Die meisten Fileserver sind jetzt über ein Gigabit-Ethernet in das Campusnetz integriert. Als Plattensysteme kommen ausschließlich SCSI-IDE-RAID-Systeme zum Einsatz. In diesem Zusammenhang wurde auch die Technologie MR-AFS abgelöst, die in der Vergangeheit vor allem für Projekt-Verzeichnisse und administrative Daten zum Einsatz kam.

Nachdem bereits im Jahr 2002 ein Fileserver des Instituts für Physik vollständig in die AFS-Zelle der Universität integriert worden ist, wurde 2003 der Betrieb einer Fileservice-Lösung für die Zentrale Universitätsverwaltung zunächst erprobt und Ende des Jahres in Gang gesetzt.

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung seit dem Jahr 2000:

File-Typ 2000 2001 2002 2003
Anzahl Quota belegt Anzahl Quota belegt Anzahl Quota belegt Anzahl Quota belegt
HOME-Verzeichnisse 10779 740 208 11952 835 285 13074 1080 418 13739 1336 571
Projekt-Verzeichnisse 136 473 280 165 733 418 136 1010 589 246 1690 834
FTP-Archiv 39 810 495 36 928 555 31 974 655 13 534 352
Admin 53 115 70 73 186 114 89 237 158 108 641 400
Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste

Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
belegt: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Für alle Daten im AFS wird diese Datensicherung durchgeführt. Die Inbetriebnahme neuer Technik ermöglichte die Umstellung der Sicherungsverfahren. Mit Hilfe des Systems CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html ist es nun möglich die beachtlichen Datenmengen täglich in den Nachtstunden zu sichern und im Bedarfsfall schnell zu restaurieren. Als Speichersysteme für die gesicherten Daten kommen ebenfalls RAID-Systeme zum Einsatz. Damit wurden im Laufe des Jahres 2003 sämtliche auf dem Einsatz von Magnetbandkassetten beruhenden Datensichungstechnologien abgelöst.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der seit 1993 angebotene Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird seit 2000 auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert.

Ende 2003 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:

Fakultät 2000 2001 2002 2003
GB ANZ FS GB ANZ FS GB ANZ FS GB ANZ FS
Naturwissenschaften 79.4 6 16 87.4 7 18 93.4 7 19 85 6 15
Mathematik 51.2 2 7 147.2 3 12 156.2 3 9 202 3 9
MB/VT(1) 163.5 10 19 328.5 11 24 186.5 12 21 251 13 28
Institut Mechatronik(1) - - - - - - 338.0 2 6 124 2 6
ET/IT 255.9 11 52 311.5 14 57 412.5 18 65 756 19 70
Informatik 127.5 8 20 218.5 10 28 334.0 12 33 440 13 43
Wirtschaftswiss. 125.0 4 11 205.0 5 14 475.0 6 20 142 8 23
UB(2) - - - - - - 276.4 2 6 27 2 4
URZ(2/3) 45.7 11 21 150.4 20 39 153.1 16 41 293 23 48
CSN - - - 3.1 1 5 3.1 1 5 18 1 7
Summe: 848.2 52 146 1451.6 71 197 2428.2 79 225 2338 90 253
Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
BK: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): - bis 2001 wurden die Daten des Institutes für Mechatronik zu MB/VT summiert
(2): - bis 2001 wurden die Daten der Bibliothek dem URZ angerechnet
(3): - größter Bestandteil sind die Mailbox-Files für TU-Angehörige

Insgesamt werden reichlich 1 Terrabyte Nutzerdaten auf 10 Amanda-Backup-Server gesichert. Von den 10 Terrabyte verfügbaren Backup-Speichers sind 4 Terrabyte real mit gesicherten Daten belegt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt einen zentralen Datenbankserver auf der Basis der freien Software MySQL. Jeder Interessent innerhalb der TU (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er hat darüber hinaus den Vorteil, seine Datenbank als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten zu können.

  2000 2001 2002 2003
Anzahl Datenbanken 28 76 191 296

Tabelle: Anzahl aktiver Datenbanken, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 6 5 11
Mathematik 2 3 5
Maschinenbau 10 18 28
Elektrotechnik/Informationstechnik 3 5 8
Informatik 10 102 112
Wirtschaftswissenschaften 10 40 50
Philosophische Fakultät 5 59 64
Uni-Bibliothek 0 0 0
URZ 12 0 12
Uni-Leitung / Zentrale Verwaltung 4 0 4
Sonstige 0 2 2
Summe 62 234 296

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2003 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden sowohl innerhalb von Forschungsprojekten und Verwaltungsaufgaben als auch von Studenten zur Realisierung ausbildungsbezogener Aufgabenstellungen genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Software-Service

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Das URZ hat im Berichtszeitraum ein breites Spektrum kommerzieller Anwendungssoftware angeboten. So bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec). Dadurch ist ein unlimitierter, preiswerter Bezug von gewünschten Lizenzen möglich. Außerdem verfügen wir über eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligen uns an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der TU mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche (vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge) zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und notwendiger Aspekte der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt Sachgebiet vergebene Lizenzen
ges. bis
31.12.03
davon
2003
Adobe-Produkte Büro- und Grafiksoftware 894 153
ANSYS Finite-Elemente-Berechnung 10 0
Bertelsmann-Produkte Rechtschreibeprüfung 7 0
Borland-Produkte diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung 452 9
Corel-Produkte diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 532 82
LabView Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung 12 3
Macromedia diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 174 37
MAPLE mathematische Software 54 0
Mathematica mathematische Software 74 3
Microsoft-Produkte diverse Bürosoftware 6481 744
NAG-Libraries Bibliotheken für mathematische Algorithmen 963 20
Oracle Datenbanksystem 10 2
Pro/ENGINEER CAD-System 26 0
ScanSoft-Produkte Scanner-Software 11 1
SPSS Statistik 142 4
Sybase Datenbanksystem 2 0
Symantec-Produkte diverse Bürosoftware 732 51
VMware PC-Emulator 56 3
X-Win32 X-Terminalemulation für Windows 62 3
Summe: 10694 1115

Tabelle: Anzahl der vergebenen Softwarelizenzen

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
Eiffel Softwareentwicklung unbegrenzt nutzbar
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Simplorer Simulationen in der Elektrotechnik unbegrenzt nutzbar
SNiFF+ Softwareentwicklung unbegrenzt nutzbar
SolidEdge 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich.

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2003 davon im Jahr 2003
RRZN-Handbücher 3387 731
ZIN-Handbuch 553 178
Summe: 3940 909

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (kommerziellen und freien) Softwareprodukte, die auf zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können und die zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen. Dazu gehören:

Produkt Sachgebiet
AbiWord Textverarbeitung
Acrobat (Reader) PDF-Builder, PDF-Viewer
AutoCAD CAD/CAM
AVS Visualisierung
Blender Bildgenerierung
BlueFish HTML-Editor
Borland C++, Delphi, Pascal Softwareentwicklung
ChemDraw Chemie-Software
CorelDraw Grafik
cygwin UNIX-Tools unter Windows
daVinci Visualisierung
ding Wörterbuch
Doxygen Softwareentwicklung
EAGLE Leiterplatten-Layout
Eiffel/S objektorientierte Softwareentwicklung
Fidap Strömungsmechanik
Framemaker Desktop Publishing
Free Pascal Compiler
Gaussian Quantenchemie
Genius CAD/CAM
Ghostscript/Ghostview Postscript-Interpreter
GIMP Bildbearbeitung
GnomeOffice Bürosoftware
Gnumeric Tabellenkalkulation
GNUPLOT Visualisierung
Grace Plot-Tool
HTML2PS Dokumentkonvertierung
ImageMagick Bildbearbeitung, -konvertierung
IMSL-Bibliotheken mathematische Programmierbibliotheken
IslandOffice Büro- und Grafiksoftware
Java Programmiersprache
Kile Textverarbeitung
KOffice Bürosoftware
Kylix Softwareentwicklung
LabView Messdatenverarbeitung
LaTeX Textsatz
LConML XML-Applikation
LinuxCAD CAD
LyX Textverarbeitung
MagicPoint Präsentationstool
Maple mathematische Software
MATHCAD mathematische Software
Mathematica mathematische Software
MATLAB mathematische Software
MesaGL 3D-Grafikbibliothek
MoldFlow Strömungsmechanik
Mozilla WWW-Client (Browser, Mail, News)
MPI Kommunikationsbibliothek
MuPAD Computeralgebra
MySQL Datenbanksystem
NAG-Bibliothek mathematische Software
Netscape WWW-Client (Browser, Mail, News)
OCRshop Texterkennung
Omnipage Texterkennung
OpenDX Visualisierung
OpenOffice Bürosoftware
Opera Webbrowser
Oracle Datenbanksystem
Orthograf Rechtschreibekontrolle
Pagemaker Textverarbeitung
PaintShop Bildbearbeitung
PhotoPaint Bildbearbeitung
PGI Compiler
Polyflow Strömungsmechanik
Postgres Datenbanksystem
Postscript-Tools Formatkonvertierung
Povray Ray tracing
Pro/Engineer CAD/CAM
PVM Kommunikationsbibliothek
PV-WAVE visuelle Datenanalyse
Qcad CAD
SigmaPlot Datenanalyse und -visualisierung
Simplorer Simulation
SNiFF+ Softwareentwicklung
SolidEdge CAD
S-PLUS Statistik
SPSS Statistik
StarOffice Office-Paket
Sun Workshop Softwareentwicklung, Compiler
Sybase Datenbanksystem
Symbolbibliotheken Symbolsammlungen DIN
SYSTAT Statistik
Ted RTF-Editor
TeX Satzsystem
UNIRAS Visualisierung
VisualWorks Softwareentwicklung
VMware Windows-Emulation
WordPerfect Textverarbeitung
Xess Tabellenkalkulation
Xfig Grafik
xv Bildbetrachter

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Plattform Anzahl (zusätzlicher)
Softwarepakete
Bemerkungen
Linux (i386_linux22) 410 /uni/global- und rpm-Pakete
Linux (i386_linux24) 1 569 /uni/global- und rpm-Pakete
HP-UX (hp_ux11i) 28 /uni/global-Pakete
Solaris (sun4x_57) 23 /uni/global-Pakete
Windows NT 117  
Windows XP 84  
Summe: 663  

Tabelle: Anzahl der öffentlich verfügbaren Anwendungssoftware

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/system/global/

Unterstützung bei der Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanten Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen. Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch geeignete Software von Nutzern durch die Mitarbeiter des URZ zentral installiert.

Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Software-Lizenzverwaltung

Die im Campusnetz bereitgestellten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird.

Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen.

In der Regel wird bei fachspezifischer Software ein Lizenzmanager mitgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements leider keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche Lösungen, was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet.

Bei Softwareherstellern, die zwar Floatinglizenzen verkaufen, selbst aber keinen Lizenzmanager zu ihrer Software mitliefern, ist der Lizenznehmer verpflichtet, die Lizenzüberwachung selbst zu organisieren. Wir verwenden dazu z.B. das Software-Asset-Management Produkt SAMwrap. Dafür fallen zusätzliche Kosten an, die bei der Entscheidung für eine Anwendung mit zu kalkulieren sind.

Im Jahr 2003 ist es gelungen, diese Kosten durch geeignete Maßnahmen gering zu halten. Zum Beispiel waren keine zusätzlichen Gebühren für SAMwrap notwendig (Optimierung der Lizenzanzahl, Einschränkung der Betriebssystemversionen). Für Produkte, die unter MS Windows lizenziert sind, wurden geeignete Lösungen des Microsoft-Systemmanagements genutzt.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager gibt es im URZ derzeit:

Im letzten Jahr konnte die Ausfallsicherheit bei den Linux/Unix-Lizenzservern wesentlich verbessert werden. Einige kommerzielle Lizenzmanager bieten dafür zwar Verfahren an, die aber sehr individuell sind und somit für eine einheitliche Lösung nicht in Frage kommen.

Zur Zeit stehen für die Lizenzserver vorkonfigurierte Ersatzrechner bereit, die im Havariefall den Dienst übernehmen können. Aus Gründen der Flexibilität erhielten die Server die Aliasnamen licserver (für Linux) und licsunserver (für Solaris).
Außerdem wurde der bisherige Solaris-Lizenzserver mit dem nicht mehr dem Sicherheitsstandard entsprechenden Betriebssystem Solaris 2.5 durch neuere Technik mit Solaris 2.9 ersetzt. Es waren dafür umfangreiche Anpassungsarbeiten notwendig.
Weitere Technologien wie Server Cluster (Kimberlite,...) werden derzeit bezüglich Anwendbarkeit geprüft.

In der folgenden Tabelle werden die mittels Lizenzserver überwachten Produkte, Teilprodukte und Lizenzen dargestellt, jeweils getrennt nach Rechnerplattformen (Linux, Solaris, MS Windows). Es sind nur Produkte enthalten, bei denen eine limitierte Anzahl von Lizenzen vorhanden ist. Teilprodukte gehören zu einem bestimmten Produkt, werden aber getrennt lizenziert.

  2001 2002 2003
  Produkte Teil-
produkte
Lizenzen Produkte Teil-
produkte
Lizenzen Produkte Teil-
produkte
Lizenzen
Linux 9 44 161 11 54 416 14 152 2430
Solaris 31 116 3597 17 105 3565 14 53 1440
Windows 7 7 60 9 10 153 11 12 186
Summe: 47 167 3818 37 169 4134 39 217 4056

Tabelle: Über Lizenzserver verwaltete Lizenzen

Nicht in der Tabelle erfasst sind 31 Produkte mit unbeschränkter Anzahl von Lizenzen und 73 Produkte mit 849 Lizenzen, die nicht über Lizenzserver, sondern mit anderen Technologien (z.B. Dongles, Codewörter, Systemmanagement, Filezugriff) gesteuert werden.

Unsere Bestrebungen gehen dahin, den Solaris-Lizenzserver abzulösen, die Lizenzdienste auf den NT-Servern einzuschränken und möglichst alle Lizenzen unter Linux zu verwalten. Diesbezüglich sind wir im Jahr 2003 ein gutes Stück voran gekommen. Für viele Produkte werden aber seitens der Hersteller immer noch keine Linux-Lizenzmanager bereit gestellt, so dass dieser Prozess noch einige Zeit beanspruchen wird.

Jeder autorisierte Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über eine spezielle Webseite abfordern.
Im Jahre 2003 erfolgten 1203 Zugriffe auf diese Webseite.

Hardware-Service

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentriert sich auch in 2003 auf die Betreuung bzw. den Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler und dezentraler (mit deutlich größeren Zeitaufwendungen) IT-Systeme in der Universitätsbibliothek. Bezüglich der Anforderungen aus den einzelnem Struktureinheiten zur Unterstützung im Havariefall setzt sich der Trend fort, dass deutlich wenigere (vorhandene) PC-Systeme durch Hardwareaufrüstungen den gestiegenen Anforderungen angepasst werden, sondern in gezielten Fällen der Neukauf wegen des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses vorgezogen wird. Auf Grund der regen Nachfragen aus den Struktureinheiten zur Nutzung der erstmals in 2002 realisierten Möglichkeit der (durch das URZ fachlich begleiteten) "Sammelbeschaffung" wurde auch 2003 diese Möglichkeit organisiert und rege genutzt. Insgesamt wurden auf diesem Weg 183 PC-Systeme beschafft, hardwaretechnisch geprüft und bei mehr als 70% auch die systemtechnische Betreuung (Linux/Windows XP) übernommen. Die Systeme sind bezüglich Hardwareausstattung vergleichbar und bieten damit zukünftig optimale Betreuungsmöglichkeiten. Erwähnenswert ist, dass bei dieser Beschaffungsaktion von den insgesamt 84 beschafften Displays mehr als 80 % als TFT realisiert wurden.

Unter Bezug auf die Ankündigungen aus dem Vorjahr auf Prüfung der Möglichkeiten zur Überwachung und Signalisierung von Hardware-Fehlerzuständen ist zum jetzigen Zeitpunkt eine erste Bewertung möglich. Für bestimmte Hardwarefunktionalitäten (z.B. HDD, Lüfter, Temperatur - allgemein,.....) sind durchaus prophylaktische Service-Einsätze, die auf Grund der Signalisierung eingeleitet wurden, sinnvoll um dem realen Ausfall des PC-Systems zuvor zu kommen.

Aufgabenschwerpunkte

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich für 2003 auf ca. 91,3 TEUR, davon reine Dienstleistung für Strukturen der TU Chemnitz 65,8 TEUR.

Druckdienst

Das URZ betreibt mehrere öffentlich aufgestellte Drucker, die auf der zentralen Drucker-HOME-Page des URZ beschrieben sind. Im Jahr 2003 wurden 4 ältere Modelle der Pool-Drucker vom Typ HP Laserjet 5M durch aktuelle, leistungsfähige Drucker vom Typ HP Laserjet 4300 ersetzt. Ein Farblaserdrucker vom Typ Brother BRHL4000CN wurde zu Ersatzzwecken bereitgestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Standort Medium gedruckte Seiten
1999 2000 2001 2002 2003
ReiStra70 A4 Farbe 19030 19314 47068 49101 58289
ReiStra70 A3 Farbe 0 408 4009 2093 2318
ReiStra70 A4 120g Farbe 0 0 250 1521 325
ReiStra70 A4 s/w 322879 254679 379487 494898 630849
ReiStra70 A3 s/w 0 2 656 893 1987
ReiStra70 A4 Farbfolie 0 74 415 485 406
ReiStra70 A4 s/w-Folie 367 492 586 350 586
ReiStra39 A4 s/w 0 25263 84027 155394 157031
Raabe-Str A4 s/w 0 50121 125993 128701 128701
StraNa A4 Farbe 10160 35186 34080 63497 47197
StraNa A3 Farbe 95 2461 1815 1796 2069
StraNa A4 120g Farbe 0 1152 4265 3672 3158
StraNa A4 s/w 137629 149816 166733 173635 182377
StraNa A3 s/w 1434 1663 1633 582 639
StraNa A4 Farbfolie 0 890 890 315 248
StraNa A4 Termofolie 301 167 67 168 0
StraNa A4 s/w-Folie 462 595 434 272 658
Summen: 492357 542283 852408 1077373 1216838

Tabelle: Inanspruchnahme des Druckdienstes - URZ-Drucker

Eine detailliertere Aufstellung nach Druckern gibt es nur online unter Drucker Statistik.

Seit 2001 betreibt die Universitätsbibliothek (UB) mehrere öffentlich nutzbare Drucker, die vom URZ administriert und verwaltet werden:

Standort Typ Fähigkeit Name Seiten
2001 2002 2003
Pegasus (S1) HPCLJ4550 Farbe A4 spitzweg 356 446 1484
Pegasus (S1) HPLJ4050 A4 holbein 6385 27489 55613
Pegasus (FIZ) BRHL1270N A4 richter 174 7323 10560
StraNa (ZB) HPLJ4050 A4 morisot 3228 9004 14631
StraNa (ZB) HPLJ4050 A4 poussin 8729 4927 12107
StraNa (ZB) HPLJ4050 A4 gauguin 0 60 5177
ReiStra70 (S4) HPLJ4050 A4 warhol 6023 24277 50735
ReiStra41 (S18) HPLJ4050 A4 tatlin 4503 19655 39794
Erfenschlag (S12) BRHL1270N A4 giotto 1327 854 1574
Summe: 30725 94035 191675

Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (alle duplexfähig) und Anzahl gedruckter Seiten

HPCL: HP Color Laserjet
HPL: HP Laserjet
BRHL: Brother Laserjet

Alle aufgeführten Drucker werden über Print-Spooler (Linux-Server) bedient, die neben der Verwaltung der Druckaufträge die Abrechnung der Druckkosten über eine zentrale Datenbank online realisieren. Nutzer mit URZ-Account besitzen ein eigenes Nutzerkonto mit einem Kredit von maximal 5 EUR, der spätestens bei Verlassen der Einrichtung beglichen werden muss. Informationen zum Nutzerkonto sind im Web über die Drucker-HOME-Page des URZ (siehe unten) im Punkt Kontoabfrage unter Angabe des Loginkennzeichens und des Passwortes zu erhalten.

Im Jahr 2003 ist die Nutzung des Druckdienstes des URZ gemessen an den verbrauchten Ressourcen im Vergleich zum Vorjahr um 12% angestiegen. Für die 2003 gedruckten Seiten wurden den Nutzern 42.976,99 EUR in Rechnung gestellt.

Druckaufträge von Nutzern, die sich auf Rechnern der UB mit UB-Nutzernummer anmelden, werden direkt über die Datenbank der UB abgerechnet und entrichten die Gebühren direkt in der UB. Informationen dazu sind auf der Drucker-HOME-Page der UB zu finden.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

CD-Service

Nach umfangreichen Tests unter Linux konnte Anfang 2003 im URZ ein neuer öffentlicher Dienst "DVD-Brenner" für alle Nutzer angeboten werden. Die Hardware vom Typ "Sony DRU-500AX" befindet sich in der Straße der Nationen, Raum 207. Es wird ausschließlich freie Software eingesetzt, mit der jetzt neben allen Arten von einmal beschreibbaren Medien auch wiederbeschreibbare DVD- und CD-Rohlinge gebrannt werden können. Dieser zusätzliche Brenner-Arbeitsplatz ist für die eigenständige Bedienung konzipiert, die notwendigen Rohlinge können über den Nutzerservice des URZ bezogen werden.

Weitere Informationen sind unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/cd/dvd.html zu finden.

Bereits Anfang 2002 musste der frühere Dienst "CDROM-Erstellung im Batchbetrieb" aufgrund technischer Probleme endgültig eingestellt werden. Eine Reparatur oder grundlegende Erneuerung des Brennersystems in seiner ursprünglichen Form war aus finanzieller Sicht nicht mehr vertretbar. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Brennern am Arbeitsplatz haben sich zudem die Bedürfnisse der Nutzer verändert. An einem neu eingerichteten URZ-internen Brenner-Arbeitsplatz werden seitdem Softwaresicherungskopien für berechtigte Nutzer (Erwerb betreffender Softwarelizenzen) und dienstliche Aufträge für URZ-Mitarbeiter gebrannt.

Anzahl CD
2002 560
2003 820

Tabelle: Anzahl der gebrannten CD



Autorenkollektiv des URZ, Januar 2004