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TU Chemnitz > URZ > Zeitung > Ausgabe 3/2004

CD-Service der Universitätsbibliothek

Ende Juni 2004 wurde der schon länger geplante CD-Service der UB Chemnitz offiziell an die Nutzer übergeben. Die technische Realisierung erfolgte durch das URZ. Damit besteht an jedem der vier UB-Standorte (Zentral- und drei Teilbibliotheken) die Möglichkeit, Daten-CDs zu erstellen, d.h. zu brennen.

Die Medien (Rohlinge) sind durch die Nutzer mitzubringen, da die UB keine Medien verkauft. Es wird auf den Einsatz von wiederbeschreibbaren CD-RWs orientiert, weil sich diese sehr gut als preiswertes Transport-Medium eignen.

Eine kommerzielle Nutzung des CD-Dienstes der UB Chemnitz ist untersagt. Die Nutzer des Dienstes haben selbst sicherzustellen, dass mit dem Kopieren von Software und anderen Daten alle Lizenzbestimmungen und Urheberrechte eingehalten werden. Für die ordnungsgemäße Verwendbarkeit der erzeugten CDs/CD-RWs sind sie ebenfalls selbst verantwortlich. Die UB übernimmt keine Haftung für auftretende Schäden und Folgeschäden, die durch die Nutzung des CD-Dienstes entstehen könnten.

Pro Standort ist jeweils ein öffentlicher PC mit einem CD-Brenner ausgestattet. Die Brenner wurden bewusst nicht in jenen PCs installiert, an die Flachbett-Scanner angeschlossen sind, um die Verfügbarkeit dieser nur an speziellen Rechnern bereitgestellten Ressourcen zu erhöhen, da nicht jeder Nutzer zugleich scannen und brennen möchte.

Weil Fremdnutzer nur lokale Homeverzeichnisse besitzen, wurde eine Möglichkeit des Datentransfers zum Brenner-PC geschaffen. Es ist also z.B. möglich, dass ein Fremdnutzer zunächst an einem PC ohne Brenner arbeitet, dort Daten (z.B. Scan-Ergebnisse) in sein Homeverzeichnis speichert, anschließend zum Brenner-PC wechselt, seine Daten vom zuvor genutzten anderen Rechner per Netz auf den Brenner-PC überträgt und dort auf seine CD-RW ausgibt.

Dieser Datentransfer erfolgt verschlüsselt unter Verwendung der Secure Shell, standardmäßig unter Einsatz des Kommandos scp. Die konkrete Handhabung dieser Kommandos ist in einer Dokumentation erläutert. Uni-Angehörige benötigen diesen Datentransfer in der Regel nicht, da ihr AFS-Homeverzeichnis an jedem öffentlichen PC der UB zur Verfügung steht.

Da das Brennen durch die Nutzer selbst erfolgt, war es wichtig, ein komfortables (grafisches) und leistungsfähiges Brenn-Programm bereitzustellen. Wir haben uns nach einigen Recherchen für den Einsatz von K3b entschieden, das nach ersten Erfahrungen den Nutzern keine Schwierigkeiten bereitet. Um die Abläufe gut zu unterstützen, wurde eine speziell für die UB konzipierte Dokumentation erstellt, die den Nutzern helfen soll, schnell zum gewünschten Ziel zu gelangen.

Mit dem CD-Dienst wurde das Angebot an Möglichkeiten, Recherche-Ergebnisse und andere Daten auf einen Datenträger auszugeben und darauf mitzunehmen, erweitert. Schon länger unterstützte Datenträger sind Disketten und USB-Geräte (primär Sticks, ggf. Festplatten).

Daneben existiert die Möglichkeit des Online-Transfers von Daten. Da die öffentlichen PCs über eine volle Internet-Verbindung verfügen, kann man seine Daten z.B. via WWW, SSH, FTP und E-Mail auf andere Systeme übertragen, wobei Fremdnutzer (Nicht-Angehörige der Universität) einen externen Mail-Provider benötigen.

Durch das Angebot an freischaltbaren Datendosen und WLAN-Zugängen haben Uni-Angehörige die Möglichkeit, private PCs (primär Laptops) in den öffentlichen Räumen der UB ans Internet anzubinden. In Kürze wird das WLAN-Angebot erweitert, so dass es dann auch in den Teilbibliotheken Geisteswissenschaften und Mathematik sowie Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und somit an allen UB-Standorten zur Verfügung steht.

Des Weiteren besteht schon seit 2001 die Möglichkeit, Dokumente auf Druckern der UB auszudrucken, wobei dieser Dienst kostenpflichtig ist. Im Gegensatz dazu sind die o.g. elektronischen Datentransfer-Möglichkeiten kostenfrei nutzbar.


Holger Trapp, Juli 2004