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Datenbank-Service

Der bekannte und rege genutzte Datenbank-Service des URZ wurde grundlegend erneuert: neue Hardware mit neuem Betriebsystem und -konzept.

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Das URZ betreibt seit 5 Jahren einen zentralen Datenbank-Service: jeder interessierte Nutzer (Student oder Mitarbeiter) kann per Web-Formular eine MySQL-Datenbank anlegen und muss sich dann "nur" um die Entwicklung einer geeigneten Applikation kümmern. Der Betrieb und das Management des Datenbankservers (und die Verantwortung dafür) obliegt ausschließlich dem Universitätsrechenzentrum. Dieses Angebot an unsere Nutzer erfreut sich ständig steigender Akzeptanz: per 31. Dezember 2004 hatten wir 385 Datenbanken mit einem Datenvolumen von etwa 4 GB gehostet.
Im Laufe der Zeit wurden immer mal wieder notwendige Hard- und Softwareupdates vorgenommen, Ende letzten Jahres war aber eine größere Rundum-Erneuerung des Gesamtsystems notwendig, damit auch in den nächsten Jahren ein attraktiver Dienst angeboten werden kann. Dieses Update wurde langfristig und sorgfältig vorbereitet, der Umstiegsvorgang mehrfach erprobt und schließlich - in Absprache mit den betroffenen Datenbanknutzern - auf den 03. Januar 2005 festgelegt. Der Termin wurde so gewählt, dass die notwendige kurzzeitige Unterbrechung der Verfügbarkeit des Datenbankservers in den allgemeinen Jahresanlauf fiel, wo in der Regel noch wenig realer Nutzerbetrieb herrscht.

Der Umstieg auf das neue System ist mittlerweile - erfolgreich - vollzogen und dieses besteht jetzt aus folgenden Komponenten:

Das Besondere an dem neuen System ist, dass es zwei identische Rechner mit der genannten Ausstattung gibt: die beiden sind über den MySQL-eigenen Replikationsmechanismus miteinander verbunden. Ein Rechner stellt den "Master-Server" dar (das ist der, mit dem alle Datenbanknutzer als mysql.hrz.tu-chemnitz.de kommunizieren). Dieser schickt alle Änderungen an den Datenbanken automatisch an seinen "Slave", der damit immer eine aktuelle Kopie aller Daten besitzt. Sollte der Master-Server einmal ausfallen, kann relativ schnell auf den Slave-Server umgeschaltet werden, ohne dass das Rückstellen von Daten notwendig ist. Wir versprechen uns von diesem Konzept eine deutlich höhere Ausfallsicherheit. Zusätzlich zu diesem Replizieren wird der komplette Datenbestand des Slave-Servers einmal pro Tag (besser: pro Nacht) auf ein externes Medium gesichert.

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Den größten Mehrwert für die Nutzer sehe ich neben der Ausfallsicherheit in der Verfügbarkeit des Serverversion 4. Somit können alle funktionellen Erweiterungen von MySQL 4 (wie z.B. Transaktionen, Verwendung von UTF-8 zur Kodierung von Daten) nun auch in den Applikationen benutzt werden. Allerdings haben wir in den letzten Tagen gelernt, dass auch einige Fallstricke mit dieser neuen Version verbunden sind und einige Nutzer werden möglicherweise ihre Applikationen noch entsprechend anpassen müssen. So unterscheidet MySQL 4 mehr als die Vorgängerversion die Groß- und Kleinschreibung bei bestimmten Funktions- und Spaltennamen. Außerdem sind schon Probleme aufgetreten, wenn beim früheren Anlegen einer Datenbank (und damit mit einer anderen Kodierung) Umlaute in Datenbank- oder Spaltenbezeichnung verwendet wurden. Auch die Verwaltung von Zugriffsrechten auf Daten unterscheidet sich deutlich, hier sind jetzt viel mehr Einstellungsmöglichkeiten vorgesehen.

Insgesamt muss man aber feststellen, dass der Umstieg auf das neue System ein Erfolg war, der Server läuft stabil und die Nutzer können problemlos mit "ihren" Datenbanken arbeiten.

Informationen zum Datenbank-Service können den Webseiten http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/ entnommen werden, spezielle Anfragen sind an die E-Mail-Adresse hilfe@hrz.tu-chemnitz.de zu richten.
Auf der genannten Webseite sind auch Links zu weiteren Informationsquellen aufgeführt.


Wolfgang Riedel, Januar 2005