TU Chemmnitz

Universitätsrechenzentrum

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Jahresrückblick 2004

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums bietet eine Übersicht über die Entwicklung aller relevanten Dienste des URZ im Berichtszeitraum, mit ergänzenden statistischen Angaben.

Einordnung des URZ

Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU zahlreiche Dienstleistungen im IT-Bereich für die gesamte Universität zu erbringen. Dazu gehören der Ausbau und Betrieb des Campusnetzes inklusive der Anbindungen an internationale Datennetze, der Betrieb zentraler Ressourcen (Campusnetz, umfangreiche Servertechnik, zentrale Computerpools für die Ausbildung etc.), Unterstützung bei der Administration von Mitarbeiter-PC-Arbeitsplätzen, der Nutzung von Software, Hardwarebetreuung und die fachbezogene Weiterbildung.
Weiterhin gehören dazu auch Beratungsaufgaben im IT-Bereich für die anderen Bereiche/Fakultäten der Universität.

Unterstützt und kontrolliert, speziell bei großen Projekten, wird das URZ dabei vom "Wissenschaftlichen Beirat des URZ", einer im Auftrag des Rektors und des Senats gebildeten Facharbeitsgruppe, an der alle Fakultäten und zentralen Struktureinheiten beteiligt sind. Dieser Beirat ist die bidirektionale Kommunikationsebene zwischen Struktureinheiten und dem URZ. Die Mitglieder werden aus den Struktureinheiten in den zur Zeit von Prof. Dr. Dötzel geleiteten Beirat berufen. Diese Arbeitsgruppe hat Einfluss auf alle Belange der TU Chemnitz, wenn IT-Ressourcen tangiert oder unmittelbar betroffen sind (HBFG-Anträge, Kapazitätsausbau/Mittelbereitstellung, koordinierende Abstimmung zum Einsatz zentraler bzw. begrenzter DV-Ressourcen). Sie erarbeitet auch Beschlussvorlagen für Senat und Rektorat. Über den Beirat können auch Forderungen/Kritiken aus den Struktureinheiten an das URZ als Dienstleister für Lehre und Forschung geltend gemacht werden.

Schwerpunkte 2004

Besondere Aufmerksamkeit galt im vergangenen Jahr der weiteren Erhöhung der Sicherheit im Campusnetz, da sich die Verbreitung von Viren, Würmern u.ä. Computerschädlingen deutlich erhöht hat. Die nachfolgend bzw. in den entsprechenden Abschnitten genannten Maßnahmen sowie die neue Betriebsregelung zur Sicherheit im Campusnetz (die für alle Nutzer verbindlich ist) waren Grundlage dafür, dass im Campusnetz auch weiterhin relativ störungsfrei gearbeitet werden konnte und kann.

Die meisten Sicherheitsprobleme im Campusnetz werden von selbst administrierten Arbeitsplatz-PCs oder privaten Laptops, die über WLAN oder Einwahl ins Campusnetz eingebunden werden, oder durch sorglosen Umgang mit E-Mail-Anhängen verursacht. Um die Sicherheitsrisiken durch bereits infizierte PCs zu minimieren, wurde ein Quarantäne-Netz geschaffen, in dem Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird. Aus diesem Grund entstand auch ein neuer Dienst für Windows-Nutzer, der "Installationsdienst Windows XP (WXPI)", der von TU-Angehörigen für selbst administrierte PCs und Laptops genutzt werden kann und eine sichere und für das Campusnetz sinnvolle Anfangsinstallation mit den erforderlichen Einstellungen für weitere Sicherheitsupdates durch den Nutzer bietet. Dafür ist in Zukunft der zur Zeit im Probebetrieb arbeitende Windows-Update-Server der TUC nutzbar. Außerdem wurden Sicherheitsempfehlungen für Windows-PCs erarbeitet und in einem Beitrag in den "Mitteilungen des URZ" (in Ausgabe 3/2004) und in der ersten Veranstaltung des "Nutzerforums des URZ" im September vorgestellt.

Für einen gesicherten Zugriff zum Campusnetz über WLAN oder von zu Hause aus (bei Nutzung von dfn@home bzw. uni@home bereits integriert) gibt es seit 2004 einen verschlüsselten VPN-Zugang (Virtual Private Network).
Umfangreiche Maßnahmen wurden im vergangenen Jahr auch für den Spam- und Virenschutz für E-Mails getroffen, die von den Nutzern zum großen Teil individuell eingestellt werden können. Dadurch hat sich bei sinnvollen Einstellungen und einem geeignetem Mailtool (z.B. Mozilla-Mail des empfohlenen Webbrowsers Mozilla) das Spam-Aufkommen fast auf Null reduziert.
Für die Erhöhung der Sicherheit unserer Internet-Angebote (Text und Applikationen) wurden Hinweise zum sicheren Programmieren mit PHP zusammengestellt - siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/php/secure.html.

Wie fast in jedem Jahr waren auch 2004 Updates für die unterstützten Systemplattformen (Linux und Windows), für Server- und Anwendungs-Software nötig. Die Updates für Linux (Red Hat auf Fedora Core 1) und Windows (NT auf XP) waren diesmal besonders aufwändig und mit speziellen Zusatzaufgaben - bei Linux z.B. der Umstellung auf Unicode und des gesamten Drucksystems - verbunden, die leider auch zu einigen Problemen bei der Nutzung geführt haben. Zum besseren Management entstand ein geeignetes Werkzeug (ToSCA - A Toolbox for System Configuration and Administration).
Für die Administrationsdienste wurde eine neue Nutzungsvereinbarung, das Sevice Level Agreement (SLA) (verbunden mit einem neuen Antragsformular) - erarbeitet.

Zur Verbesserung des Managements einiger Dienste gibt es seit vergangenem Jahr neue Webschnittstellen, die zum Teil auch von den Verantwortlichen (z.B. für IP-Adressen) in den Fakultäten genutzt werden können.

Zu den Aufgaben des URZ gehört seit einigen Jahren die IT-Betreuung der Universitätsbibliothek. Hier waren im letzten Jahr umfangreiche Arbeiten zur weiteren Anpassung an moderne Erfordernisse im Bibliotheksumfeld notwendig.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass wir seit September 2004 eine neue Veranstaltungsreihe, das "Nutzerforum des URZ" anbieten. Damit soll gezielter über unsere Dienste informiert, der persönliche Kontakt zu aktiven bzw. potentiellen Nutzern vertieft und die Kommunikation gefördert werden.

Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen

Wie in den Vorjahren war unser Campusnetz auch im Jahr 2004 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sog. Malware) ausgehen, sind leider inzwischen zur Routine geworden. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden.

Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehört der Betrieb

Weitere Informationen dazu sind im Abschnitt "Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur" zu finden, Details unter Aktuelle Schutzmaßnahmen im Campusnetz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html.

Weiterhin gehören zur Vorsorge u.a. auch

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Fileserverkapazitäten, Mail- und News-Dienste) über Verletzungen des Urheberrechts und das Führen von Angriffen gegen IT-Systeme im Campusnetz und IT-Einrichtungen Dritter. In einigen Fällen waren damit auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft verbunden. Insbesondere Urheberrechtsverletzungen, die typischerweise durch die Teilnahme an Filesharing-Diensten durch das illegale Kopieren von urheberrechtich geschützten Inhalten (Filme, Musik, Spiele u.a. Software) zustande kommen, haben nicht nur Folgen für die Betroffenen sondern schädigen auch den Ruf unserer Universität.

Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur

Netzausbau

Der gerätetechnische Ausbau des Campusnetzes ist im Jahre 2004 nicht mit dem erhofften Schub vorangegangen. Der 2003 mit dem Ziel der Modernisierung verabschiedete Netzentwicklungsplan ist zwar von den fachtechnischen Gremien behandelt und bestätigt worden, aber die Bewirtschaftung der Finanzmittel der ersten Jahresscheibe wurde nach 2005 verschoben. Somit konnten aus dem verfügbaren Haushaltsbudget nur die notwendigsten Anschaffungen unter den Prämissen

getätigt werden.

Da die zentrale Servertechnik einen kürzeren Austauschzyklus als die Netzwerkkomponenten aufweist und seit einiger Zeit ausschließlich mit Höchstgeschwindigkeitsanschlüssen (Gigabit Ethernet, GE) angeboten wird, musste in der Aufstellumgebung der Server adäquate Netzwerktechnik bereitgestellt werden. Für diese Betriebsumgebung wurden nichtstapelbare Switches mit 24 GE-Ports und maximal 4 Ulinks (GE, LWL) vom Typ Catalyst C2970 ausgewählt und beschafft. Mit ca. 200 verfügbaren Ports steht eine angemessene Anschaltkapazität sowohl für URZ-Server, aber auch zentral gehostete Servertechnik der Nutzer (z.B. Bibliothek, Chemie, Bildungsportal) bereit.

Die Evaluierung moderner Hardware wurde mit dem Ziel der Verdrängung der nicht mehr nachbeschaffbaren Komponenten der Produktfamilie Catalyst 500 durchgeführt. Es konnten erste positive Erfahrungen mit stapelbaren Layer3-Switches der Familie C3750 gewonnen werden, die sich u.a. durch folgende Funktionalitäten auszeichnet:

Trotz des geringen Investitionsumfanges konnten alle Nutzerwünsche erfüllt werden. Mit einer Steigerung um weitere 15% sind nunmehr z.B. ca. 700 FE-Endgeräte in den Nutzerbereichen in Betrieb. Auf diesem Bandbreitenlevel ist auch noch Anschaltreserve vorhanden, so dass die für die kommenden Monate notwendigen Bereitstellungsentgelte dem Markttrend folgend nach unten angepasst werden konnten. Auch das Angebotsspektrum von Hochgeschwindigkeitsanschlüssen konnte in Richtung dezentraler GE-Ports erweitert werden. Insbesondere bei Neubesetzungen von Professuren kommt es zunehmend zur einmaligen Sonderfinanzierung leistungsfähiger Netzkomponenten, bei deren Beschaffung und Integration das URZ aktive Unterstützung bietet. So konnte der erste GE-Arbeitsbereich in der Professur Mediennutzung aufgebaut und ein weiterer für die Professur Chemische Physik vorbereitet werden.

Weiterhin wurden die im 2. Halbjahr 2004 angelaufenen Planungsarbeiten zur Erneuerung der Telefonanlage der TUC intensiv unterstützt. Die in der Ablösetechnik vorgesehene Basistechnologie Voice over IP (VoIP) erfordert einerseits einen Bruch mit der langjährig im Telekommunikationsbereich eingesetzten TDM-Technik und andererseits die Chance zur nahtlosen Integration der Sprachkommunikation in die Reihe der datennetztechnisch gestützten IT-Anwendungen. In diesem Zusammenhang ist ein umfangreiches Redesign des Campusnetzes erforderlich, das vorbereitend zur Beschaffung von VoIP-Telefonen durchgefürt werden muss.

Der physische Umbau und geringfügige Ausbau des Leitungsnetzes fand auch im vergangenen Jahr an wenigen Rekonstruktionsstandorten statt. Zu nennen sind hier das Gebäude C im Uniteil Erfenschlag und die Halle F in Reichenhain. Ein punktueller Ausbau fand auch bei der Schaffung adäquater Arbeitsumgebungen für Computerlabors der Fakultät für Informatik statt. Für Ausbildungs- und Forschungszwecke sind z.B. die Räume 1/012C und 1/021 für die Versorgung einer großen Anzahl von Rechnern mit spezifischen Verteilerschränken aufgerüstet worden. Weiterhin ist es im Zuge der Rekonstruktion des Gebäudes A in Reichenhain zur Konzentration von ehemals 4 Verteilerschränken in 2 moderne Technikräume gekommen.

Das Campusnetz der TU Chemnitz ist über das Wissenschaftsnetz des DFN (G-Win) mit dem Internet verbunden. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anschlussbandbreiten.

1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004
0,06 0,06 2 2 34 34 34 60 60 155 155 622 622

Tabelle: Anschlussbandbreite des Internetanschlusses der TUC in Mbps

Quarantäne-Netz

Zahlreiche Endgeräte wurden im Laufe des Jahres wieder von Würmern und Viren befallen. Um die rasante Ausbreitung von Schadroutinen über das Campusnetz einzudämmen, hat sich der Einsatz eines Quarantäne-Servers bewährt. Dieser ermöglicht die Isolation infizierter Endgeräte, die mittels eines Network Intrusion Detection System (NIDS im Campusnetz) anhand von anomalem Netzwerkverkehr erkannt werden können. Hierbei werden die auffälligen Datendosenports administrativ in ein spezielles VLAN (Virtual Local Area Network), das Quarantäne-VLAN umgeschaltet. Gleichzeitig wird der zuständige Systemverantwortliche des betroffenen Rechners per E-Mail informiert. Einzige Verbindung zum Campusnetz ist der Quarantäne-Server, der Hilfe zur Selbsthilfe für Nutzer betroffener Systeme zur Verfügung stellt. Der Quarantäne-Server schränkt den Netzzugang für die betroffenen Rechner stark ein, verhindert dadurch die weitere Wurm-/Virenverbreitung und erlaubt lediglich Zugriff auf lokale Informationsseiten, Antiviren-Software und Sicherheits-Patches per WWW. Die Entlassung eines Endgerätes aus der Quarantäne erfolgt, nachdem das System bereinigt und gepatcht wurde. Auf diese Weise wurden im Laufe des Jahres ca. 250 Systeme behandelt.

Virtual Private Network (VPN)

Anfang des Jahres wurde ein VPN Concentrator 3015 im URZ in Betrieb genommen, um sichere Verbindungen über unsichere Netze zu ermöglichen. Zwei Zielgruppen werden dabei bedient:

Voraussetzung für die Nutzung ist die Installation eines VPN-Client auf dem Endgerät des Nutzers. Das URZ unterstützt die Nutzer mit der Bereitstellung vorkonfigurierter Versionen des Cisco-VPN-Client für die Betriebssysteme Windows, Linux, Solaris und Mac OS.

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WebDNS

Im Sommer erfolgte die Umstellung der Datenbasis der Dienste DNS (Domain Name System) und DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol). Die Daten, die bisher in Textdateien gespeichert waren, wurden in eine Datenbank übernommen. Zu dieser Datenbank wurde ein WWW-basiertes Managementsystem entwickelt.

Damit ist eine effektivere Pflege der Datenbestände möglich, da

Für die Mitarbeiter der Fachbereiche, die als Systemverantwortliche benannt sind, existiert eine adäquate Schnittstelle, die die Pflege von Grunddaten der Hosts zeitnah erlaubt.

Das gewählte Konzept ermöglicht die flexible Erweiterung der Funktionen des Systems. Eine angedachte Erweiterung ist z.B. die papierlose Beantragung von Anschlüssen an das TU-Campusnetz.

Netzdienste

Electronic Mail

Schwerpunkt der Arbeit an der E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz war der Schutz vor unerwünschten E-Mails (Spam) und vor allem vor den massiv auftretenden Viren, die sich per E-Mail verbreiteten. Seit Anfang 2004 werden alle E-Mails, die die TU erreichen und verlassen, durch einen Virenchecker geprüft. Bei entdeckten Schadinhalten wird die E-Mail nicht weitergeleitet. Da in diesen E-Mails die Absende-Adresse häufig gefälscht ist, verzichten wir auf die meist irreführende Information des Absenders. Als Virenchecker kommt die OpenSource-Software Clam AntiVirus zum Einsatz. Diese Software wird ständig weiterentwickelt und besticht durch zeitnahe Aktualisierung der Viren-Datenbasis. Dadurch blieben die E-Mail-Empfänger an der TU weitgehend von den "Viren-Epidemien" verschont. Wurden von Rechnern der TU selbst E-Mail-Viren versendet, haben wir diese Rechner in das Quarantäne-Netz umgeschaltet.

Als weitere Spamschutz-Maßnahme haben wir "Greylisting" eingeführt. Diese Methode hat den Anteil von unerwünschten Massen-Mails drastisch reduziert. Nach einer "Einlaufzeit" von wenigen Wochen ist auch die initiale Verzögerung des E-Mail-Austausches deutlich zurückgegangen. Für die wenigen SMTP-Server, die sich nicht an Internet-Standards halten, pflegen wir Ausnahmelisten. Weitere Maßnahmen, wie die Nutzung einer neuen DNS-basierten Blacklist (sbl-xbl.spamhaus.org) und verfeinerte Regeln für "Auffälligkeiten" im SMTP-Protokoll (HELO), trugen ebenfalls zur spürbaren Verringerung von Spam bei.

Abgewiesene E-Mails pro Tag 1 - Verschärfte Regeln für HELO
2 - Greylisting
3 - Neue DNS-basierten Blacklist sbl-xbl.spamhaus.org
4 - Verbesserte SpamAssassin-Version (Textanalyse)

Problematisch sind weiterhin E-Mails, die ursprünglich an E-Mail-Adressen anderer Provider gesendet und von dort an die TU-Mailbox weitergeleitet werden. Hier können die erfolgreichen Spamschutz-Maßnahmen nicht wirken. Ein ernstes Problem stellen E-Mails von externen Viren-Checkern dar, die an unsere Benutzer als vermeintliche Absender von E-Mail-Viren gesendet werden. Die dadurch hervorgerufene Verunsicherung unserer Benutzer schlägt sich in vielen Support-Anfragen nieder.

Alle o.g. Spamschutz-Maßnahmen sind weiterhin von jedem Benutzer individuell ein- und abstellbar. Über die Mail-Protokolle sind auch Informationen zu abgewiesenen und verzögerten E-Mails einsehbar. Siehe https://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/log/

Diese Maßnahmen finden auf den zentralen Mail-Relays mailhost.tu-chemnitz.de statt, die 2004 auf eine leistungsfähigere Server-Hardware (2 PC's AMD Athlon, 3 GB RAM) aufgerüstet wurden.

Der zentrale Mailbox-Server mailbox.hrz.tu-chemnitz.de speicherte Ende 2004 insgesamt ca. 2.800.000 E-Mails (105 GByte) für ca. 15.000 Benutzer in etwa 56.000 Ordnern. Das RAID-Plattensystem des Servers wurde Ende 2004 erneuert. Damit kann nun die Mailboxgröße bis auf 250 MByte eingestellt werden. Als weitere Authentisierungsmöglichkeit zum Zugriff auf die Mailbox wurde Kerberos 5 eingerichtet. Damit ist bei Vorhandensein eines gültigen Kerberos-Tickets ein bequemer Zugang ohne Passwort möglich.

Weiter steigender Beliebtheit erfreut sich der WebMail-Zugang via https://mail.tu-chemnitz.de/. Über das zentrale Listen-Management-System auf der Basis von Mailman wurden Ende 2004 712 Mailing-Listen verwaltet. Alle zentralen E-Mail-Server werden unter dem Betriebssystem Linux mit OpenSource-Software betrieben (Exim, SpamAssassin, ClamAV, Cyrus Imapd, Apache, IMP, Mailman).

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Die Absicherung der zentralen WWW-Server der TU Chemnitz stellte auch 2004 eine wichtige Aufgabe dar. Wir betreiben folgende WWW-Server:

Alle PCs laufen mit dem Betriebssystem Linux, die Funktionalität wird durch OpenSource Software erbracht: Apache, PHP mit Erweiterungen (LDAP, MySQL, GD), Perl, MySQL. Den redundanten Netzanschluss realisiert ein Level-4-Switch.

Nach intensiven Tests stellten wir im September 2004 die Server-Sotware auf Apache Version 2 um. Gleichzeitig änderten wir einige Parameter der Skriptsprache PHP, um die Sicherheit zu erhöhen. Zur Vorbereitung erstellten wir Unterlagen für PHP-Autoren und erbrachten zahlreiche Beratungs- und Implementationsleistungen.

Als zentrale Proxy-Server für WWW und FTP fungieren vier PC-Systeme. Über den Level-4-Switch tritt dieses System nach außen als WWW-Proxy-Cache-Server www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.

WWW-Zugriffe auf zentrale WWW-Server

FTP-Service

Für den FTP-Service wurde durch Austausch des RAID-Systems die Festplattenkapazität von 2 auf 4 TByte vergrößert. Die Bandbreitenerhöhung des GWIN-Anschlusses auf 622 Mbit/s führte zu einer deutlich intensiveren Nutzung der FTP-Server von außen. Die Freigabetermine neuer Linuxversionen sind in der nachfolgenden Grafik deutlich zu erkennen.

monstat-bytes.png

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools für die Ausbildung

Das Universitätsrechenzentrum betreute 2004 insgesamt 173 Computerarbeitsplätze für die Ausbildung. Davon befinden sich 107 im Bereich Reichenhainer Straße, 45 im Gebäudeteil Straße der Nationen und 21 im Gebäudeteil Raabe-Straße. Die insgesamt 38 Poolrechner der Philosophischen Fakultät können auch von StudentInnen anderer Fakultäten mitbenutzt werden.

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit
Rei Stra 70, B301 20 Linux uniweit nutzbar 1993, 2000 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B302 20 Linux/WXP uniweit nutzbar 1993, 2000 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B401 15 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Rei Stra 70, B404 15 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Rei Stra 41, 338 17 Linux/NT Philosophie, uniweit nutzbar 1999
Rei Stra 39, 138 20 Linux/WXP vorrangig Wirtschaftswissenschaften 2001
Raabe-Straße, 046 21 Linux/NT Philosophie, uniweit nutzbar 1999
Stra Na, 066 12 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997, 2001 Hardware-Austausch
Stra Na, B207 13 Linux uniweit nutzbar 1999, 2003 Hardware-Austausch
Stra Na, B203 20 Linux/WXP vorrangig Informatik/MB 2001, 2003 Hardware-Austausch

Tabelle: Pool-Standorte

Auf der Mehrzahl der Rechner (140 PC) kann der Nutzer alternativ zwischen zwei Anwendungs-"Welten" und dem damit verbundenen Softwarespektrum wählen: Linux bzw. Windows XP (in 2 Pools mit veralteter Hardware muss noch mit Windows NT gearbeitet werden). 33 PC laufen ausschließlich mit dem freien Betriebssystem Linux.

Die Nutzungsstatistiken für das Jahr 2004 verdeutlichen insgesamt eine kontinuierliche Forsetzung der Tendenzen in den Vorjahren. Die folgende Tabelle z.B. zeigt, dass die Poolrechner von einer unvermindert steigenden Zahl von StudentInnen für Praktika oder freies Üben genutzt werden. Wie in den Vorjahren stieg insbesondere die Anzahl der TUC-StudentInnen.


Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59
2004 8809 8144 355 251 59

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools

Bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Nutzungszeiten sind sowohl die lokale Nutzung als auch die entfernte Nutzung über das Netz enthalten.

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 60730 38606 19785 1889 450
1995 93074 69340 21029 2474 231
1996 119369 89340 24478 5473 78
1997 150912 112894 29949 8049 20
1998 208220 164871 32020 11323 6
1999 187460 158959 17882 10547 72
2000 198534 157806 29185 10017 1524
2001 277884 241137 23490 12687 570
2002 275280 245758 20399 8036 1087
2003 254965 227815 18709 7299 1142
2004 263488 239954 16344 5554 1636

Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools

Die Nutzungszeiten der letzten Jahre sind relativ kontinuierlich.

In der Statistik werden die Sitzungszeiten zwischen explizitem An- und Abmelden (Sitzungen über login, ssh) erfasst. Bei der Nutzung über das Netz werden demzufolge nur jene Zeiten berücksichtigt, die durch das Sitzungs-Accounting des Linux-Systems registriert werden. Weit verbreitet ist aber folgende Arbeitsweise (insbesondere nachts, wenn keine Nutzer lokal angemeldet sind): Der Nutzer meldet sich über das Netz auf einem Poolrechner an, startet einen oder mehrere langlaufende (Hintergrund-)Prozesse und beendet seine Sitzung an diesem Rechner sofort wieder. Solche Prozesse werden durch das Sitzungs-Accounting nicht erfasst, so dass die daraus resultierenden Rechnernutzungszeiten in dieser und den folgenden Tabellen nicht enthalten sind.

In den folgenden Übersichten wird die Poolnutzung pro Standortbereich sowie Fakultät bzw. Einrichtung betrachtet.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS * Pools Stra_Na Gesamt **
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 222 20 208 19 318 33
Mathematik 197 10 90 4 210 12
Maschinenbau 1012 66 747 42 1049 92
Elektro- und Informationstechnik 362 29 87 17 371 35
Informatik 507 18 561 24 676 33
Wirtschaftswissenschaften 1798 16 457 3 1844 16
Philosophie 3584 68 1053 7 3663 73
Zentrale Einrichtungen 0 47 0 55 0 61
Sonderstudium 12 0 8 0 13 0
Summe: 7694 274 3211 171 8144 355
Andere Einrichtungen 209 56 73 15 251 59
Gesamt: 7903 330 3284 186 8395 414

Tabelle: Anzahl der Nutzer aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2004
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.
[**] die Gesamtzahl ergibt sich nicht aus der Summe der entsprechenden Zahlen, da viele Studenten und Mitarbeiter Computer an beiden Standorten nutzen.

Ein Vergleich der Anzahl der Nutzer mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Poolrechner ergibt, dass sich - statistisch gesehen - im Bereich Reichenhainer Straße/Raabe-Straße ca. 64 Nutzer einen Rechner "teilen", im Bereich Straße der Nationen sind es ca. 77 Nutzer. Bemerkenswert ist, dass etwa zwei Drittel aller Nutzer aus der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften kommen. Während die Zahl der Poolnutzer aus diesen beiden Einrichtungen sowie der Fakultät für Naturwissenschaften und der Fakultät für Maschinenbau weiterhin steigen, ist die Nutzeranzahl der anderen Einrichtungen gleichbleibend oder gar rückläufig (Informatik). Vermutlich sind diese Tendenzen beeinflusst durch solche Aspekte wie die Entwicklung der Studentenzahlen, Grad der Eigenausstattung mit Poolrechnern u.a.

Im Durchschnitt werden die Poolrechner im Bereich Reichenhainer Straße intensiver genutzt als die Poolrechner im Bereich Straße der Nationen, wie die folgende Übersicht zeigt.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS Pools Stra_Na Gesamt
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 2818 191 3648 228 6466 419
Mathematik 2552 65 4401 350 6953 415
Maschinenbau 24885 954 9459 2332 34344 3286
Elektro- und Informationstechnik 6813 703 1412 801 8225 1504
Informatik 10366 431 28684 691 39050 1122
Wirtschaftswissenschaften 43845 1880 4069 11 47914 1890
Philosophie 85955 1351 9386 18 95341 1369
Zentrale Einrichtungen 0 1405 0 4935 0 6339
Sonderstudium 441 0 1220 0 1661 0
Summe: 177675 6980 62279 9366 239954 16344
Andere Einrichtungen 3905 1304 1649 332 5554 1636
Gesamt: 181580 8284 63928 9698 245508 17980

Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2004

Das Universitätsrechenzentrum bietet auch zukünftig an, fakultätsübergreifend bzw. uniweit Ausbildungspools zu installieren, zu betreiben und die Nutzer zu betreuen.

CPU-Server

Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Im Gegensatz zu Poolrechnern erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Solche Rechnersysteme werden als CPU-Server bezeichnet. CPU-Server (oder auch Compute-Server) sind Rechner mit relativ hoher Rechengeschwindigkeit und RAM-Kapazität. Sie liefern Rechenleistung und/oder ermöglichen die Nutzung spezieller Applikationen.

Systemplattform Linux-PC

Unter Linux werden z.Zt. vier CPU-Server betrieben.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 239554 71656 218850 64366 20704 7290
2001 341728 95695 330837 87509 10891 8186
2002 238306 112660 225817 99750 12489 12910
2003 291885 122105 284993 107607 6892 14498
2004 226258 117736 224671 112654 1587 5082

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der Linux-Compute-Server bis zum Jahr 2004

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42

Tabelle: Anzahl der Nutzer der Linux-Compute-Server bis zum Jahr 2004

Die Intensität der Nutzung ist im Jahr 2004 leicht zurück gegangen, wohl weil die meisten der eingesetzten Systeme in ihren Leistungsparametern nicht mehr über, sondern sogar unter denen der Poolrechner liegen.

Systemplattform Solaris-SPARC

Es gibt noch einen CPU-Server mit Solaris.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 11641 60698 11575 60200 66 498
2003 14496 62276 14461 62189 35 87
2004 10449 48258 10423 48035 26 223

Tabelle: Nutzungszeiten [h] des Solaris-Compute-Servers

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 543 258 527 231 16 27
2003 633 235 616 213 17 22
2004 348 178 342 165 6 13

Tabelle: Anzahl der Nutzer des Solaris-Compute-Servers

Systemplattform HP-UX HP 9000/K460

Die zwei HP-UX-Server sind seit Mitte 2002 für alle Uni-Angehörigen frei nutzbar. Diese Rechnersysteme genügen hinsichtlich ihrer Leistungsparamter insbesondere CPU-Leistung) mittlerweile kaum noch den aktuellen Anforderungen, so dass die Nutzung dieser Server stark zurück gegangen ist.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 153467 35591 153459 31151 8 4440
2003 418612 135589 415582 128647 3030 6942
2004 82364 10718 82364 9879 0 839

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der HP-Compute-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 188 116 184 105 4 11
2003 222 145 215 135 7 10
2004 53 38 53 35 0 3

Tabelle: Anzahl der Nutzer der HP-Compute-Server

Druckdienst

Das URZ betreibt mehrere öffentlich aufgestellte Drucker, die auf der zentralen Drucker-HOME-Page des URZ beschrieben sind. Im Jahr 2004 wurde der Farbdrucker tizian im Turmbau Reichenhainer Straße wegen technischer Probleme durch einen neuen Drucker robusti vom Typ HP Color Laserjet 5550 DN ersetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Standort Medium gedruckte Seiten
2000 2001 2002 2003 2004
ReiStra70 A4 Farbe 19314 47068 49101 58289 43928
ReiStra70 A3 Farbe 408 4009 2093 2318 1133
ReiStra70 A4 120g Farbe 0 250 1521 325 1246
ReiStra70 A4 s/w 254679 379487 494898 630849 969074
ReiStra70 A3 s/w 2 656 893 1987 2924
ReiStra70 A4 Farbfolie 74 415 485 406 157
ReiStra70 A4 s/w-Folie 492 586 350 586 512
ReiStra39 A4 s/w 25263 84027 155394 157031 148516
Raabe-Str A4 s/w 50121 125993 128701 128701 145629
StraNa A4 Farbe 35186 34080 63497 47197 42145
StraNa A3 Farbe 2461 1815 1796 2069 2118
StraNa A4 120g Farbe 1152 4265 3672 3158 627
StraNa A4 s/w 149816 166733 173635 182377 232241
StraNa A3 s/w 1663 1633 582 639 1022
StraNa A4 Farbfolie 890 890 315 248 183
StraNa A4 s/w-Folie 595 434 272 658 178
Summen: 542116 852341 1077205 1216838 1591633

Tabelle: Inanspruchnahme des Druckdienstes - URZ-Drucker

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

Seit 2001 betreibt die Universitätsbibliothek (UB) mehrere öffentlich nutzbare Drucker, die vom URZ administriert und verwaltet werden. Im November 2004 wurde ein neuer Drucker holbein vom Typ Kyocera FS3830N in Betrieb genommen. Der Vorgänger exisiert weiter unter dem Namen dix.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Name(Standort) Medium gedruckte Seiten
2001 2002 2003 2004
spitzweg (S1) A4 Farbe 356 446 1484 3151
holbein (S1) A4 - - - 7629
dix (S1) A4 6385 27489 55613 106036
morisot (ZB) A4 3228 9004 14631 22127
poussin (ZB) A4 8729 4927 12107 19222
gauguin (ZB) A4 0 60 5177 36429
warhol (S4) A4 6023 24277 50735 80412
tatlin (S18) A4 4503 19655 39794 69962
Summe: 29224 85858 179541 344968

Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker und Anzahl gedruckter Seiten, in Klammern die Standorte (S1 = Pegasus, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reich.Str.70, S18 = Teilbibliothek Reich.Str.41 )

Weitere Informationen zum Drucken in der UB findet man unter:
http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/

CD-Service

Für den öffentlichen Brennerarbeitsplatz im URZ wurde die neue grafische Oberfläche K3b zum Brennen aller Arten von CDs und DVDs installiert und für die Nutzer umfangreich dokumentiert. Bisher war das Brennen von DVDs unter Linux nur mittels Kommandozeilenbefehlen möglich. Damit wurde eine Erleichterung auch für Nutzer geschaffen, welche mit dem System nicht so vertraut sind.

Die Versorgung der Mitarbeiter und Studenten mit Kopien der Datenträger von über das URZ bezogener Software wurde weiterhin durch den internen Brenn-Dienst realisiert. Auch dieser Arbeitsplatz wurde mit einem DVD-Brenner aufgerüstet.

Im letzten Jahr ist außerdem für den internen Brenn-Dienst ein lokaler Drucker vom Typ Epson Stylus Photo R300 zum Beschriften der gebrannten Scheiben beschafft worden. Die Informationen zum Inhalt der CD, die Copyrightbestimmungen usw. werden automatisch per LateX in ein CD-Label formatiert und mittels eines Zusatztreibers unter Linux zum Drucker geschickt.

Die Tabelle zeigt, dass auch im Jahr 2004 eine umfangreiche Dienstleistung für die Nutzer erbracht wurde.

Anzahl CD
2002 560
2003 820
2004 817

Tabelle: Anzahl der vom URZ gebrannten CDs

Weitere Informationen sind unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/cd/ zu finden.

weitere E/A-Medien

In allen Poolräumen steht den Nutzern außerdem je ein Scanner zur Verfügung - http://www.tu-chemnitz.de/urz/scan/.

USB-Speichermedien sind an allen PCs unter Linux und Windows XP nutzbar - http://www.tu-chemnitz.de/urz/usb/.

Administrationsdienste

Das URZ bietet Angehörigen der TU Chemnitz für wichtige Betriebssystemplattformen Dienste zur System- und Netzwerk-Administration (ADMIN) an. Die ADMIN-Dienste beziehen sich auf alle beim Betrieb eines Rechners anfallenden Arbeiten

Schwerpunkte bei der Entwicklung der Dienste waren im Jahre 2004

Grundlage für diese Dienste bilden automatisierte Verfahren zur effektiven und skalierbaren Systemadministration von Rechnersystemen. Hierzu wurde ToSCA entwickelt und für die Systemadministration von Linux-Rechnersystemen eingesetzt. Für Windows XP und Windows 2003 wird der Einsatz von ToSCA vorbereitet.

Administrationsdienste Linux

In den Frühjahrs-Semesterferien ist ein Großteil der Linuxrechner (PC-Pools und Arbeitsplätze) vom RedHat 7.3 in das damals aktuelle Fedora Core 1 überführt worden. Nicht bei allen Poolrechnern konnte, auf Grund der gestiegenen Hardware-Anforderungen, dieser Schritt vollzogen werden.
Das Tempo der Entwicklung von Linux hatte sich erhöht, so dass Ende 2004 erste Untersuchungen für die Einführung der neuen Linux-Version Fedora Core 3 gemacht werden mussten.

Die Dienste ALI - http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/ali/index.html (Kürzel für Automatische Linux Installation) und Yaru - http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/yaru.html (Software-Updatedienst) wurden für Fedora Core 1 zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
Pool-
rechner
Info-
terms
Cluster-
rechner
Server Summe
Philosophie 6 36 - - 1 43
Institut für Physik 21 17 - 60 3 101
Chemie 1 - - - - 1
Informatik 3 - - - - 3
Maschinenbau und Verfahrenstechnik 15 - 1 12 1 29
Elektrotechnik und Informationstechnik 7 - - - - 7
Wirtschaftswissenschaften 1 40 - - - 41
SFB 393 - - - 531 2 533
Zentrale Universitätsverwaltung 1 - 1 - 2 4
Bildungsportal Sachsen 2 - - - 7 9
Studentenwerk - - 6 - - 6
Universitätsbibliothek/PIZ 94 88 10 - 14 206
Universitätsrechenzentrum 63 135 2 - 134 334
Rechner insgesamt 214 316 20 603 164 1317

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM (Stand: Ende 2004)

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der betreuten Rechner pro Einrichtung jeweils am Ende eines Jahres. Die Entwicklung im Verlaufe eines Jahres wird nicht ersichtlich.
Im Jahr 2004 wurden ca. 60 Rechner aus dem Dienst abgemeldet. Ebenso viele Rechner wurden neu in den Dienst LADM aufgenommen.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004
Philosophie 46 50 49 45 43
Institut für Physik 54 58 89 99 101
Institut für Chemie 0 0 0 0 1
Informatik 0 2 2 3 3
Maschinenbau und Verfahrenstechnik 31 45 45 42 29
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7 7
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41 41
SFB 393 533 533 533 533 533
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3 4
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4 9
Studentenwerk 6 6 6 6 6
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223 206
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311 334
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317 1317

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM

Administrationsdienste Windows XP

Der im Herbst 2003 eingeführte Windows XP Administrationsdienst (WXPADM) konnte 2004 zahlreichen Interessenten angeboten werden - sowohl "Neukunden" als auch Nutzern von bisher im Administrationsdienst Windows NT betriebenen PCs, deren Hardware für Windows XP geeignet ist. Ständige Verbesserungen der Betriebstechnologie erlauben uns, die weiterhin wachsende Anzahl von Aufträgen für diesen Dienst zu bewältigen.

Der Windows XP Installationdienst (WXPI) wurde Mitte des Jahres 2004 als Alternative zum Administrationsdienst Windows XP bereitgestellt. Dieser Dienst gestattet, den Rechner nach der Installation selbst zu administrieren. In der Grundinstallation sind die Authentifizierung über PGina mit servergespeichertem Nutzerprofil und das Fileserving über OpenAFS realisiert. Damit wird auch in Windows der gleiche Authentifizierungsmechanismus verwendet wie bei Linux. Durch OpenAFS wird das Homeverzeichnis im Netz bereitgestellt und die Daten können dadurch auch zentral gesichert werden.

Fakultät Zu-/Abgänge 2004 Gesamt 2004
Elektrotechnik und Informationstechnik 20 21
Informatik -2 0
Maschinenbau 27 30
Naturwissenschaften 6 6
Philosophische 105 106
Wirtschaftswissenschaften 2 2
Zentrale Einrichtungen 13 15
Summe 171 180

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst


Fakultät Zu-/Abgänge 2004 Gesamt 2004
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 0
Informatik 0 0
Maschinenbau 0 0
Naturwissenschaften 0 0
Philosophische 18 18
Wirtschaftswissenschaften 20 20
Zentrale Einrichtungen 50 82
Summe 88 120

Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)


Fakultät Zu-/Abgänge 2004 Gesamt 2004
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 11
Informatik 2 2
Maschinenbau 19 19
Naturwissenschaften 2 2
Philosophische 15 15
Wirtschaftswissenschaften 0 0
Zentrale Einrichtungen 4 4
Summe 53 53

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Installationsdienst

Administrationsdienst Windows NT

Microsoft stellte seinen Support für Windows NT Workstations per 30.06.04 ein. Von allen damit zusammenhängenden Problemen ist insbesondere die unklare zukünftige Situation betreffs der Sicherheit der PCs hervorzuheben. Das URZ reagierte dementsprechend, schrieb alle Nutzer von NT-administrierten PCs am 19.03.04 und 02.06.04 an und empfahl die zügige Umstellung NT-administrierter PCs auf Windows XP, vorzugsweise im Administrationsdienst Windows XP. Ein Großteil unserer Klientel nutzte die Gelegenheit zum Umstieg auf dieses moderne Betriebssystem, sofern die Hardware der PCs dies zuließ. Die Migration von Windows NT nach XP fand hauptsächlich in den Sommermonaten statt und war im Wesentlichen termingemäß am 31.10.04 abgeschlossen. Terminliche und sonstige Wünsche der Nutzer wurden dabei weitestgehend berücksichtigt. Mit Abschluss der Migration endete auch offiziell die Unterstützung der Systemplattform Windows NT durch das URZ für Arbeitsplatzrechner.

Zwei vom URZ betriebene Ausbildungspools in der Philosophischen Fakultät (36 PCs) konnten noch nicht mit neuer Hardware ausgestattet werden, so dass eigens für deren Weiterbetrieb unter Windows NT ein durch eine Firewall geschützes Subnetz eingerichtet und alle PCs darin aufgenommen wurden. Wer seinen Arbeitsplatz-PC bisher noch nicht migrieren konnte, erhielt ebenfalls die Möglichkeit, ihn in dieses Subnetz (befristet) aufnehmen zu lassen.

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Anfang 2004 wurden 38 moderne PCs in der UB installiert, die Ende 2003 beschafft worden waren. Sie ersetzten vielfach ältere, moralisch oder technisch verschlissene Geräte. Auch ein Teil der öffentlichen UB-Arbeitsplätze konnte bereits erneuert werden. Dieser zyklische Technik-Ersatz, der auch in 2005 gezielt fortgesetzt wird, ist notwendig, um eine Überalterung des recht umfangreichen Maschinen-Bestandes zu verhindern, dessen einmalige Komplett-Erneuerung nicht finanzierbar ist.

Im ersten Halbjahr 2004 erfolgte eine schrittweise Umstellung aller Linux-PCs der UB von RedHat 7.3 auf Fedora Core 1 (FC1). Bedingt durch die neuen Leistungsmerkmale von FC1 und das breite Anforderungsspektrum der UB-Applikationen waren hierbei eine Reihe von zuvor unbekannten Problemen zu lösen.

Besonders sind hier die Einführung des Unicode-Zeichensatzes (UTF-8) sowie der Umstieg auf das Drucksystem CUPS zu nennen, die einen relativ hohen Konfigurations-, Konvertierungs-, Programmier- und Test-Aufwand erforderten, um die bestehenden Applikationen und Daten an die neuen Bedingungen anzupassen.

Auch die konkrete Installation des DOS-Emulators, die zur Bereitstellung von derzeit immer noch benötigten DOS-/Novell-basierten bibliothekarischen Applikationen unter Linux dient, musste an FC1 angepasst werden. Mittelfristig sollen diese Alt-Anwendungen durch Libero-Funktionalitäten ersetzt werden, so dass der Bedarf an der Emulator-Lösung entfällt.

Bei der Einführung von FC1 war die UB ein wertvoller Pilot-Anwender. Auf Grund der Vielfalt der benutzten Software-Komponenten sowie des engen Kontakts zwischen UB und URZ konnten in recht kurzer Zeit einige wichtige Probleme erkannt und behoben werden. Davon haben andere Anwender der vom URZ betreuten Linux-PCs profitiert.

Die beiden PCs des Dokumentlieferdienstes der UB wurden von Windows NT auf Windows XP umgestellt. Diese Maschinen werden seither im Rahmen des ADMIN-Dienstes Windows XP unter Verwendung von einheitlichen Standard-Technologien administriert und erfüllen ihre Aufgaben stabil.

Im Vorfeld der XP-Einführung erfolgten umfangreiche Tests, die gemeinsam mit den zuständigen Kolleginnen der UB durchgeführt wurden, um zügig eine stabile und den Bedürfnissen der Anwenderinnen entsprechende Installation erstellen zu können. Im Laufe dieser Arbeiten wurden verschiedene Software-Anpassungen vorgenommen. So zeigte sich, dass die ursprünglich angedachte, RDP-basierte Fern-Nutzung dieser Maschinen nicht möglich war. Die PCs werden daher lokal verwendet.

Seit Mitte 2004 wurde die maschinelle Übernahme der für die UB relevanten Studierenden-Daten aus der Datenbank des Studentensekretariats in das UB-System Libero vorbereitet. Die erste Live-Übernahme ist für die zum Sommersemester 2005 neu immatrikulierten Studenten geplant. Dafür sind noch einige Feinabstimmungen nötig.

Durch diesen Datentransfer, der zwischen Studentensekretariat und URZ schon einige Jahre erfolgt, werden die neuen Studenten als potentielle UB-Benutzer in Libero eingetragen, bleiben allerdings bis zu ihrer tatsächlichen persönlichen Anmeldung gesperrt. Diese Anmeldung ist dann schneller und mit weniger Aufwand realisierbar, da keine umfangreichen manuellen Datenaufnahmen mehr erfolgen müssen.

Mitte 2004 wurden vier CD-Brenner an die UB-Nutzer übergeben. Neben der Bereitstellung der Software sorgte das URZ für die Erstellung einer auf die Spezifika der Bibliothek zugeschnittenen WWW-Dokumentation.

Pro Standort ist nun jeweils ein PC mit einem Brenner und ein anderer mit einem Flachbett-Scanner ausgestattet. Mit den Brennern können die Benutzer selbständig unter Verwendung eines leistungsfähigen grafischen Brenn-Programms Daten-CDs/CDRWs erstellen und so z.B. größere Recherche-Ergebnisse bequem für den Transport speichern. Die Medien müssen allerdings von den Benutzern selbst mitgebracht werden.

Seit Mai 2004 befasst sich die UB mit Tests sowie Überlegungen zur Einsatzvorbereitung von Libero 5. Diese neue, in manchen Bereichen stark erweiterte und verbesserte Version des Lokalsystems Libero soll zu Ostern 2005 die derzeitige Version Libero 3.2 ablösen. Damit geht der Wechsel der Datenbank-Version von Caché 3 zu Caché 5 einher.

Im Rahmen des Umstiegs auf Libero 5 hatte und hat das URZ mehrere Aufgaben zu lösen, die teilweise bis Ostern 2005 und ggf. auch noch danach andauern werden:

Im vierten Quartal 2004 wurde eine Reorganisation der relativ großen Menge selbst entwickelter Libero-Zusatz-Tools vorgenommen. Hauptziele waren dabei:

Bereits zuvor waren die ebenfalls selbst entwickelten Werkzeuge der Fernleihe weiter ausgebaut worden. Dadurch gelang eine deutliche Rationalisierung der dortigen Arbeiten.

Die im Jahre 2003 erstellte sächsische Fernleih-Spezifikation, die unsere Anforderungen zur Schaffung eines Libero-Fernleihmoduls enthielt, wurde vom Hersteller im Jahre 2004 bearbeitet und mündete in einer modifizierten englischen Spezifikation, die die Grundlage für die Implementierung bilden soll. Eine erste Test-Version der Software wird für März/April 2005 erwartet.

Die englische Fernleih-Spezifikation wurde von Kollegen der SLUB Dresden sowie von Kollegen der UB und des URZ der TU Chemnitz intensiv studiert und mit einer Reihe von Kommentaren versehen, die an den Hersteller übergeben wurden und in die Realisierung des Moduls einfließen sollen. Außerdem haben wir unseren Wunsch und unsere Bereitschaft bekundet, als Tester zu fungieren, um frühzeitig Erfahrungen mit dieser neuen Software sammeln zu können.

In der zweiten Hälfte 2004 erfolgte auch eine Überarbeitung und Weiterentwicklung der selbst entwickelten Software zur Authentifizierung von Fremdnutzern gegenüber Libero an den öffentlichen Arbeitsplätzen der UB sowie beim Datenbank-Dienst CHARLI. Die Lösung ist nun Web-fähig. Ihr Prinzip kann ggf. im Rahmen des zu schaffenden sächsischen Bibliotheks-Portals zum Einsatz kommen.

Eine wichtige Neuerung für Fremdnutzer besteht darin, dass an den öffentlichen PCs nur maximal eine Anmeldung pro Kennzeichen zur gleichen Zeit möglich ist. Dies war ein Wunsch der UB, um einer missbräuchlichen Verwendung von Kennzeichen entgegenzuwirken. Außerdem wird nun die Realisierung von Tagessperren unterstützt, d.h., das Kennzeichen eines Benutzers kann von den UB-Mitarbeitern für den aktuellen Tag gesperrt werden, ohne ihn in Libero komplett sperren zu müssen.

Zusätzlich wurde ein Werkzeug entwickelt und bereitgestellt, das es den UB-Mitarbeitern ermöglicht, Nutzersitzungen selbständig ohne Hilfe eines Administrators zu beenden. Dies ermöglicht z.B. das Entsperren blockierter Rechner.

Im vierten Quartal 2004 wurden der UB relativ umfangreiche HWP-Mittel zur Verfügung gestellt. Ein Teil davon wurde für Investitionen in die nachhaltige Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur verwendet. Wir entschieden uns dafür, einen AFS-File-Server sowie ein zugehöriges RAID-System zu beschaffen. Diese Technik soll im 2. Quartal 2005 in die Produktion gehen. Wie oben erläutert, wird das RAID-System bis dahin für Libero benötigt.

Mit dem eigenen File-Server besteht die Möglichkeit, alle Home- und Dienst-Verzeichnisse der UB auf diesem separaten Server zu halten. Dadurch verfügt die UB über deutlich mehr Speicherkapazität, die z.B. für die geplante Einführung elektronischer Semesterapparate benötigt wird. Außerdem werden die teilweise aufgetretenen Beeinträchtigungen der Datenverfügbarkeit vermieden, die daraus resultierten, dass andere Anwender die File-Server, auf denen UB-Daten lagen, sehr stark beanspruchten und somit deren Leistung merklich reduzierten.

URZ und UB haben gemeinsam an den Beratungen zur Erstellung einer Feinkonzeption zur Einführung einer neuen TUC Card (Uni-Chipkarte) teilgenommen und mehrere Beiträge zur Präzisierung und Verbesserung der Spezifikation geleistet. Das URZ nahm hierbei auch seine Verantwortung für die IT-Belange der UB wahr. Im Zusammenhang mit der neuen Chipkarte wurde zwischen zentraler Verwaltung und UB/URZ ein Modus der Generierung von Libero-Benutzerkennungen (die künftig durch die Verwaltung erfolgt) sowie des maschinellen Transfers dieser Kennungen und weiterer Benutzerdaten in das Libero-System vereinbart.

Im Vorfeld der geplanten Einführung von Selbstverbuchungstechnik wurde eine Software für den Barcode-Etiketten-Druck entwickelt, die die noch fehlenden Etiketten für bestimmte Gruppen der Aufstellungssystematik erstellt.

Im Frühjahr 2004 nahm die sächsische Fachgruppe LIBERO ihr Arbeit auf. Das Ziel dieser Fachgruppe, an der alle wissenschaftlichen Bibliotheken Sachsens teilnehmen, besteht darin, absgestimmte sächsische Entwicklungswünsche für Libero zu spezifizieren und an den Hersteller/Anbieter zu übergeben.

Die Fachgruppe umfasst mehrere Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppe Ausleihe wird von einer Mitarbeiterin der UB Chemnitz geleitet. Ein URZ-Vertreter ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die sich mit den IT-Aspekten beschäftigt. UB/URZ haben mehrere Spezifikationen erstellt und sich aktiv an den Beratungen der Fachgruppe beteiligt.

Im Libero-Umfeld wurden drei neue Web-Angebote erstellt:

Die UB plant für 2005 das Angebot der Verwaltung elektronischer Semesterapparate. Dafür soll die auf Java Server Pages (JSP) basierende ESEM-Software des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg zum Einsatz kommen. Im Jahre 2004 wurden dazu schon mehrere Tests durchgeführt, in denen das prinzipielle Betriebskonzept erarbeitet werden konnte. Zur Zeit fehlt in ESEM noch die Authentifizierung gegenüber Libero. Diese Komponente will das BSZ noch implementieren und an uns übergeben.

Das oben bereits erwähnte sächsischen Bibliotheks-Portal, das 2005 bereitstehen soll und für das seit Mitte 2004 ein Test-Server existiert, verfügt derzeit über keine Möglichkeit der Authentifizierung gegenüber Libero. Diese wird aber für einen echten Einsatz benötigt. Das URZ hat einen Prototyp für eine Authentifizierungs-Lösung implementiert und möchte diese zusammen mit der SLUB Dresden im ersten Quartal 2005 testen.

CHARLI - Chemnitzer Datenbank-Infoserver Online

Auch im Jahre 2004 konnte ein umfangreiches, vielseitiges Angebot an Fachdatenbanken der UB Chemnitz mittels des vom URZ gewarteten Portals CHARLI einem breiten Nutzerkreis bereitgestellt werden. Die Anzahl der integrierten Fachdatenbanken hat sich weiter leicht erhöht. So konnten Ende des Jahres neue interessante Informationsquellen vor allem für die Fachgebiete Philosophie, Medienkommunikation, Sprach-und Literaturwissenschaften, aber auch auf den Gebieten des Rechtes und der Naturwissenschaften eingebunden werden.

Die Neuanschaffungen können unter http://charli.bibliothek.tu-chemnitz.de/news/newdb.php ständig verfolgt werden.

2001 2002 2003 2004
Anzahl aller Datenbanken 176 190 207 220

Tabelle: Enwicklung des Datenbankangebotes (2003: inkl. Testzugänge)

Die folgende Tabelle zeigt, in welchem Umfang dieser Dienst von den Mitarbeitern, Studenten und auch externen Bibliotheksnutzern in Anspruch genommen wird.

Bei der Neubeschaffung von Datenbanken oder deren Aktualisierung wird durch die UB vorrangig auf finanziell gleichwertige Online-Angebote der Hersteller orientiert. Die Nutzungsstatistiken für die integrierten Online-Datenbanken sind in der nachfolgenden Tabelle nicht enthalten. Die Zahlen demonstrieren die Recherchen in den Windows-Datenbanken (CDROM-Datenbanken), welche auf den eigenen Windows-2000-Applikationsservern durch das URZ installiert und gewartet werden.

2001 2002 2003 2004
Anzahl CDROM-Recherchen 3804 10206 19786 18590
durchschnittliche Nutzungsdauer in min 11 12 12 12

Tabelle: Entwicklung der Nutzung der CDROM-Datenbanken unter CHARLI (2001: ab 20.6.)

Der besondere Vorteil für die Nutzer besteht u.a. darin, dass die Recherchen auch vom eigenen Arbeitsplatz aus möglich sind und unter bestimmten Voraussetzungen sogar von zu Hause aus recherchiert werden kann. Dies soll die folgende Übersicht verdeutlichen. Dabei muss wiederum bemerkt werden, dass hier nur die Nutzung der CDROM-Datenbanken dargestellt ist. Für bestimmte Fachgebiete, wie z.B. die Wirtschaftswissenschaften oder die philosophischen Disziplinen, stehen vorwiegend Online-Datenbanken zur Verfügung, welche aber ebenfalls sehr intensiv genutzt werden.

Fakultät/Einrichtung Anzahl CDROM-Recherchen
Bibliothek 6711
Maschinenbau 3463
Chemie 2243
Rechenzentrum* 3623
Chemnitzer Studentennetz 1413
Externe Einwahl 710
sonstige 427
Summe 18590

Tabelle: Nutzung der CDROM-Datenbanken durch die Fakultäten (URZ*: Nutzung in den zentralen Computerpools)

Im letzten Jahr wurde mit der systematischen Erneuerung einiger Hardwarekomponenten des Systems CHARLI begonnen. Das Gesamtsystem bestand bislang aus zwei Linux-IBplus-Servern, einem Linux-Samba-Server mit angeschlossenem RAID-System und zwei parallel arbeitenden Windows-Applikationsservern.

Bei der 2004 durchgeführten Aktualisierung wurden die beiden Linux-IBplus-Server jeweils durch neue, leistungsstärkere Hardware ersetzt. Als Betriebssystem kommt Fedora Core 1 zum Einsatz.

Des Weiteren wurde die Technologie der Datenbereitstellung für die Windows-Datenbanken dahingehend geändert, dass der separate Samba-Server mit dem angeschlossenen RAID-System nicht mehr erforderlich ist. Neben dem Freiwerden dieser Hardware-Ressourcen konnte damit auch die Ausfallsicherheit des Gesamtsystems erhöht werden.

Die neuen IBplus-Server sind jeweils mit einer 250 GB großen Platte bestückt, welche jetzt alle erforderlichen Daten für die Windows-Datenbanken halten und wiederum per Samba den Windows-2000-Servern bereitstellen. Dabei ist ein IBplus-Server als Master tätig, der zweite Server tritt automatisch bei Ausfall oder einer geplanten Wartung des Masters in Aktion. Die Daten zwischen den Servern werden nachts per Cron-Job synchronisiert. Des weiteren werden vom Master-Server bestimmte Datenbereiche zusätzlich mittels des AMANDA-Backupdienstes gesichert.

Mit dem Umstieg auf Fedora Core 1 wurde das Drucksystem auf CUPS umgestellt. In diesem Zusammenhang erfolgt nun das Drucken aus den Windows-Recherchen an den Windows-2000-Applikationsservern per IPP-Protokoll auf virtuelle Drucker, welche die Daten an die Linux-IBplus-Server weiterreichen, die hierbei als CUPS-Server fungieren.

Betroffen von der Umstellung des Gesamtsystems war auch die Bereitstellung der DIN- und VDI-Volltexte für die Fachdatenbank Perinorm für die z.Z. neun externen Einrichtungen, welche an der Sammelbestellung der sächsischen Bibliotheken beteiligt sind. Hier wurde eine solche Lösung gefunden, bei der die betroffenen externen Bibliotheken keine Umkonfiguration an ihren (Firewall-)Systemen vornehmen mussten. Diese Dokumente liegen jetzt ebenfalls auf den Linux-IBplus-Servern und werden weiter per Samba an die externen Windows-Server ausgereicht. Mittels eines eingerichteten IP-Aliases behält der neue Samba-Server die ursprüngliche IP-Adresse.

Der Zugriff auf die von uns bereitgestellten Volltexte hat sich im letzten Jahr lebhaft entwickelt, wie aus der Tabelle entnommen werden kann. Die Volltexte für die DIN- und VDI-Normen stellen für die Wissenschaftler besonders der technischen Einrichtungen, aber auch für viele sonstige Bibliotheksnutzer eine wesentliche Arbeitsgrundlage dar.

2003 2004
externe Zugriffe 16430 66090
interne Zugriffe 5740 14125

Tabelle: Zugriffe auf die DIN- und VDI-Volltexte

Weitere Informationen: http://charli.bibliothek.tu-chemnitz.de/

Patentinformationszentrum (PIZ)

Mitte 2004 wurde die PIZ-Servertechnik aus den Räumen des PIZ in den URZ-Serverraum umgesetzt. Dadurch wird eine sichere Überwachung der Server sowie insbesondere der RAID-Systeme ermöglicht. Die Reaktionszeiten bei Ausfällen und kritischen Situationen können damit deutlich verkürzt werden.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2004 ging die Zuständigkeit für das PIZ innerhalb des URZ von der Gruppe Anwendungen auf die Gruppe System über. Durch eine sehr gut vorbereitete Übergabe waren die neuen Administratoren schnell in der Lage, die Betreuung zu übernehmen und die bereits gemeinsam geplante und begonnene Umstellung der Arbeitsplätze von Windows NT auf XP weiterzuführen und im Januar 2005 abzuschließen.

Die PCs werden nun im Rahmen des ADMIN-Dienstes Windows XP nach einheitlicher Technologie verwaltet. Dies hat den Vorteil, dass bei auftretenden Problemen im allgemeinen schneller und gezielter geholfen werden kann und der Betreuungsaufwand deutlich reduziert wird.

Der System-Umstellung gingen umfangreiche Tests sowie Arbeiten zur Bereitstellung von MSI-Paketen für 13 Windows-Anwendungen voraus, die im PIZ benötigt werden. Diese Umstellung wurde schrittweise realisiert. Zunächst stellte das URZ eine Prototyp-Maschine in einem Mitarbeiter-Raum des PIZ auf. Die Ergebnisse der von den PIZ-Mitarbeitern durchgeführten Tests führten zur Behebung verschiedener Mängel.

Ausgehend von diesem erreichten Stand wurde eine zweite Maschine umgestellt, diesmal im Öffentlichkeitsbereich. Auch hier wurden noch einige Mängel gefunden und kurzfristig behoben. Die Umstellung der restlichen Maschinen erfolgte dann in zwei Etappen, zwischen denen nur wenige Tage lagen. Auf diese Weise blieb das PIZ immer arbeitsfähig. Den Nutzern konnte eine weitgehend ausgereifte und moderne Arbeitsumgebung angeboten werden.

Mit dem Einsatz von Windows XP haben die PIZ-Benutzer nun die Möglichkeit, die in die PCs eingebauten CD-Brenner zu verwenden. Es soll dabei kein spezielles, meist kostenpflichtiges Brenn-Programm zum Einsatz kommen. Vielmehr wird auf die Nutzung der von Windows XP bereitgestellten Brenn-Funktionalität orientiert.

Auch in 2004 hat das PIZ neue Technik erworben, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern:

Das PIZ war Ausrichter zweier Weiterbildungsveranstaltungen, die vom Europäischen Patentamt und vom Deutschen Patent- und Markenamt im Januar und im November 2004 durchgeführt wurden. Das URZ leistete hierbei technische Unterstützung, wobei die Rechner-Bereitstellung über Fremdfirmen abgesichert wurde.

Weitere Informationen: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/piz/

MONARCH

Anfang 2004 wurde der Dokumenten- und Publikationsserver MONARCH DINI-zertifiziert (siehe Artikel MONARCH-Zertifizierung). Das gemeinsam von UB und URZ betreute Projekt wurde im Jahr 2004 mit der Version 2.4 weiterentwickelt, in den Etappen 2.4.0, 2.4.1, 2.4.2 sowie 2.4.3. Hauptinhalt der Weiterentwicklung war die vollständige Umstellung auf XML, sowohl in den Metadaten als auch in der Visualisierung (mittels XSLT). Basis war die Orientierung auf wohlgeformtes Dublin Core XML.

Sichtbarste Veränderung in MONARCH ist das neue, den aktuellen Anforderungen unserer Einrichtung Rechnung tragende Layout. Bezüglich der Integration in andere Nachweis- bzw. Recherchesysteme wurden wegen unterschiedlicher Metadaten die Bearbeitungsschnittstellen für UB-Mitarbeiter neu implementiert sowie die Übertragungstechnologie zu SWB und DDB verbessert.

2004 fanden 158 neue Dokumente Aufnahme in MONARCH.

Speicherdienste

Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:

Netz-Filesystem (AFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
1994 6 156 26.0  
1995 6 275 45.8 76
1996 7 416 59.4 51
1997 10 674 67.4 62
1998 9 880 97.8 31
1999 10 1426 142.6 62
2000 13 3219 247.6 126
2001 12 4225 352.1 31
2002 11 7205 655.0 71
2003 11 12752 1159.3 77
2004 11 12512 1137.5 -2

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten
Weitere Details sind einer anderen, nur online verfügbaren Aufstellung - https://wiki.tu-chemnitz.de/wiki/bin/view/Fileserving/AFSStorageCapacity zu entnehmen

Im vergangenen Jahr wurde die Konsolidierung der für Speicherdienste eingesetzten Plattformen fortgesetzt. Wir setzen als AFS-Server nunmehr ausschließlich Linux-Systeme mit SCSI-IDE-RAID-Systemen ein. Leider gab es im Verlauf des Jahres mehrfache Ausfälle einzelner RAID-Systeme, die auch zu kurzzeitigen Unterbrechungen der Verfügbarkeit geführt haben.

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.

File-Typ 2002 2003 2004
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 13074 1080 418 13739 1336 571 14480 1798 843
Projekt-Verzeichnisse 136 1010 589 246 1690 834 327 2279 1312
FTP-Archiv 31 974 655 13 534 352 6 29 12
Admin 89 237 158 108 641 400 108 738 465
Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste

Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespreicherten Daten. Mit Hilfe des Im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der seit 1993 angebotene Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird seit 2000 auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert.

Ende 2004 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:

Fakultät 2000 2001 2002 2003 2004
GB GB GB GB GB KL FS
Naturwissenschaften 79.4 87.4 93.4 85 60 4 7
Mathematik 51.2 147.2 156.2 202 202 4 8
MB/VT(1) 163.5 328.5 186.5 251 532.8 15 29
Institut Mechatronik(1) - - 338.0 124 124 1 3
ET/IT 255.9 311.5 412.5 756 1041 13 48
Informatik 127.5 218.5 334.0 440 601 10 25
Wirtschaftswiss. 125.0 205.0 475.0 142 157.8 6 8
UB(2) - - 276.4 27 47 3 7
URZ(2/3) 45.7 150.4 153.1 293 1565 20 42
CSN - 3.1 3.1 18 22.1 1 6
Summe: 848.2 1451.6 2428.2 2338 4352.7 77 183
Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
KL: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): - bis 2001 wurden die Daten des Institutes für Mechatronik zu MB/VT summiert
(2): - bis 2001 wurden die Daten der Bibliothek dem URZ angerechnet
(3): - größter Bestandteil sind die Mailbox-Files für TU-Angehörige

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt seit einigen Jahren einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Interessent innerhalb der TU (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich voll auf seine Anwendung konzentrieren und er kann seine Datenbank gegebenenfalls auch als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten.

Der Datenbank-Service erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu notwendigen Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.

  2000 2001 2002 2003 2004
Anzahl Datenbanken 28 76 191 296 385

Tabelle: Anzahl aktiver Datenbanken, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 7 7 14
Mathematik 1 9 10
Maschinenbau 17 15 32
Elektrotechnik/Informationstechnik 1 11 12
Informatik 14 137 151
Wirtschaftswissenschaften 11 51 62
Philosophische Fakultät 16 59 75
Uni-Bibliothek 0 0 0
URZ 19 0 19
Uni-Leitung / Zentrale Verwaltung 3 4 7
Sonstige 2 0 2
Summe 91 293 384

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2004 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Software-Dienste

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Das URZ hat im Berichtszeitraum ein breites Spektrum kommerzieller Anwendungssoftware angeboten. So bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec). Dadurch ist ein unlimitierter, preiswerter Bezug von Lizenzen für alle Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verfügen wir über eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligen uns an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der TU mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche (vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge) zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt Sachgebiet vergebene Lizenzen
ges. bis
31.12.04
davon
2004
Adobe-Produkte Büro- und Grafiksoftware 1162 181
ANSYS Finite-Elemente-Berechnung 15 5
Borland-Produkte diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung 425 2
Corel-Produkte diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 815 123
LabView Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung 23 12
Macromedia diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 185 8
MAPLE mathematische Software 78 17
Mathematica mathematische Software 52 2
Microsoft-Produkte diverse Bürosoftware 6588 703
NAG-Libraries (Landeslizenz) Bibliotheken für mathematische Algorithmen 980 17
Oracle Datenbanksystem 5 1
Pro/ENGINEER CAD-System 57 0
ScanSoft-Produkte Scanner-Software 13 5
SPSS Statistik 212 28
Sybase Datenbanksystem 2 0
Symantec-Produkte diverse Bürosoftware 980 409
VMware PC-Emulator 41 1
X-Win32 X-Terminalemulation für Windows 65 3
Summe: 11698 1517

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Simplorer Simulationen in der Elektrotechnik unbegrenzt nutzbar
SolidEdge 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich.

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2004 davon im Jahr 2004
RRZN-Handbücher 5880 739
ZIN-Handbuch 665 113
Summe: 6545 852

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (alphabetisch nach Sachgebieten angeordnet):

Bilder Bildbearbeitung Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, KHOROS, Paint Shop Pro, Photoshop
Bildgenerierung Blender, Povray
Büro Komplettpakete OpenOffice, StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office, WordPerfect Office
Textverarbeitung LyX, LaTeX, xtem, kile
Tabellenkalkulation gnumeric
Präsentation MagicPoint
Wörterbücher ding, Langenscheids TWB, T1
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autocad, Genius, Autodesk Produkte, LinuxCAD, Pro/ENGINEER, Pro/Desktop, Solidedge, VectorCAD 3D
ECAD EAGLE
Chemie/Physik   Gaussian, ADAMS
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb
Postscript-Dokumente Ghostview (gv) / gsview, kghostview, Ghostscript (gs)
PDF-Dokumente Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript (gs), Adobe Acrobat
Dateimanager   Konqueror, Nautilus, Midnight Commander , Norton Commander
Datenbank-Software DBMS, Klienten MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase
Desktop-Datenbank Microsoft Access
Desktop Publishing   Pagemaker
Multimedia Bilder und Grafiken GIMP, Xfig, Xsane, GtKam
Audio xmms, lame, oggenc
Video mplayer, xine, MJPEG-Tools, kino
CD/DVD Brennen K3b, gcombust, NERO
FEM   Ansys, FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, Marc/Mentat
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, LConML, FreePDF, Acrobat Distiller
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Grafik   Blender, CorelDraw, GIMP, Grace, IslandDraw, ImageMagick, IMSL, Micrografx, Paint Shop Pro, Photoshop, xfig
HPC (Supercomputing) Zugang OpenPBS
Kommunikation MPIch, LAM-MPI, PVM
Compiler / Debugger Intel Compiler Suite, Portland Group Compiler Suite, TotalView Debugger
Bibliotheken NAG, BLAS / LAPACK
Internet Webbrowser Mozilla, Opera
E-Mail Mozilla, IMP Webmail, pine
Mathematik   Mathematica, Maple, Matlab
Mathematik-Bibliotheken NAG, IMSL
OCR   OCRshop, Omnipage
Scannen   xsane
Simulation   Atlasti, Dierke GIS, KISSSoft, Modelmaker, Projectmanagement, Trysim
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Sun Compiler, SNiFF+, Borland C++, Borland Pascal, Microsoft Visual C++, Microsoft Visual Basic, Borland C++ Builder, Borland Delphi, Borland Kylix, Free Pascal
Objektorientierte Programmierung Eiffel/S, case, objectIF
Compiler Intel C/C++ und Fortran Compiler, PGI Cluster Developement Kit
Debugger, Sourcecode-Analyse snavigator, valgrind
Statistik   AMOS, Dierke GIS, Axum, HLM, LISREL, S-Plus, SPSS, Systat
Texteditoren ASCII-Texte KWrite, Microsoft Editor, vim / gvim, Emacs / XEmacs
HTML-Dokumente Bluefish, HotMetal, Homesite
RTF-Dokumente Ted, AbiWord
DOC-Dokumente OpenOffice, StarOffice, AbiWord
Visualisierung   AVS, AVS/Express, GNUPLOT, KHOROS, OpenDX, PV-WAVE, SigmaPlot, UNIRAS
Windows-Unix-Integration Unix-Emulation XWin32, cygwin
Windows-Emulation VMware, wine
Terminalserver rdesktop vncviewer

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Die aufgeführten Anwendungen stehen dabei in unterschiedlichen Plattformen bereit, teilweise sind die Anwendungen auch plattformunabhängig.

Plattform Anzahl Softwarepakete
Linux (i386_linux24) 89 /uni/global-Pakete mit 451 Einzelprogrammen
1 627 rpm-Pakete mit 4 694 Einzelprogrammen
Windows XP 107

Tabelle: Anzahl der öffentlich verfügbaren Anwendungssoftware

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/system/global/

Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanten Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen.

Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Software-Lizenzverwaltung

Die im Campusnetz bereitgestellten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird.

Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen.

In der Regel wird bei fachspezifischer Software ein Lizenzmanager mitgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche Lösungen (Vendordämonen zu FLEXlm, Variationen des ELAN-Lizenzmanagers, Eigenentwicklungen), was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Herstellerspezifische Lizenzmodelle und der Bedarf der Nutzer erfordern die Realisierung unterschiedlicher Lizenzierungsformen, wie beispielsweise

Die Hersteller sind interessiert, die Verwaltung/Verteilung der Software dem URZ als zentrale Administrationsstelle zu überlassen und geben dafür Preisnachlässe. Besonders lohnt sich das, wenn gleichzeitig ein im URZ verfügbarer und universitätsweit nutzbarer Lizenzserver verwendet wird. So konnten im Jahr 2004 für das Produkt ANSYS die dezentral in den Bereichen verwalteten Lizenzserver abgeschafft und alle Lizenzen auf dem URZ-Lizenzserver gebündelt werden. Dadurch wurde eine Preisminderung für die TU Chemnitz von ca. 22% erreicht.

Bei Softwareherstellern, die zwar in der Lizenzanzahl limitierte Floatinglizenzen verkaufen, selbst aber keinen Lizenzmanager zu ihrer Software mitliefern, ist der Lizenznehmer verpflichtet, die Lizenzüberwachung selbst zu organisieren (es sei denn er kauft eine viel teurere Campuslizenz mit unbegrenzter Lizenzanzahl). Wir verwenden zur Lizenzüberwachung z.B. das Software-Asset-Management Produkt SAMwrap. Im Berichtsjahr sind dafür keine zusätzlichen Kosten entstanden. Es ist gelungen, die Anzahl der Lizenzen und die Betriebssystemversion konstant zu halten, so dass keine Updategebühren bezahlt werden mussten.

2004 erfolgte die Ablösung des Windows-Betriebssystem NT durch Windows XP (WXP). Die unter NT vom URZ zu realisierende aufwändige Lizenzüberwachung von Produkten ohne Lizenzmanager wurde durch eine bedarfsgerechte und rechnerbezogene Beschaffung/Installation unter WXP ersetzt. Eine Softwarelizenz ist jetzt nur lokal pro Rechner verfügbar und der Aufwand durch die frühere campusweite Lizenzkontrolle entfällt.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager gibt es im URZ:

Im letzten Jahr konnte die Ausfallsicherheit bei den Linux/Unix-Lizenzservern weiter verbessert werden. Einige kommerzielle Lizenzmanager bieten dafür Redundanz-Verfahren an, die aber individuell sind und somit für eine einheitliche Lösung für alle Lizenzierungsverfahren nicht in Frage kommen.

In der folgenden Tabelle werden die mittels Lizenzserver überwachten Produkte, Teilprodukte und Lizenzen dargestellt, jeweils getrennt nach Rechnerplattformen (Linux, Solaris, MS Windows). Es sind nur Produkte enthalten, bei denen eine limitierte Anzahl von Lizenzen vorhanden ist. Teilprodukte gehören zu einem bestimmten Produkt, werden aber getrennt lizenziert.

  2002 2003 2004
  P TP LA P TP LA P TP LA
Linux 11 54 416 14 152 2430 15 204 2816
Solaris 17 105 3565 14 53 1440 7 48 1439
Windows 9 10 153 11 12 186 3 3 26
Summe: 37 169 4134 39 217 4056 25 255 4281

Tabelle: Über Lizenzserver verwaltete Lizenzen (P = Produkte, TP = Teilprodukte, LA = Anzahl der Lizenzen)

Nicht in der Tabelle erfasst sind zahlreiche Produkte mit unbegrenzter Anzahl von Lizenzen und solche, die nicht über Lizenzserver, sondern mit anderen Technologien (z.B. Dongles, Codewörter, AFS-Filezugriff) gesteuert werden.

Unsere Bestrebungen gehen dahin, den Solaris-Lizenzserver abzulösen, die Lizenzdienste auf den Windows-Servern einzuschränken und möglichst alle Lizenzen unter Linux zu verwalten. Diesbezüglich sind wir auch im Jahr 2004 ein gutes Stück voran gekommen. Für viele Produkte werden aber seitens der Hersteller keine Linux-Lizenzmanager bereit gestellt, so dass dieser Prozess noch einige Zeit beanspruchen wird.

Jeder autorisierte Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite Lizenzserverstatus abfordern.
Spezielle Fragen zur Lizenzverwaltung bitte an Juergen.Winkler@hrz.tu-chemnitz.de

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich auch in 2004 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler u. dezentraler IT-Systemen in der Universitätsbibliothek. Der schon in den vergangenen Jahren zu erkennende Trend, dass ältere PC-Systeme nicht mehr durch Hardwareaufrüstungen an das erforderliche Leistungsspektrum angepasst werden können, sondern auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses der Neukauf bevorzugt wird, hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. In Vorbereitung der ab 2005 geplanten Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" wurde in 2004 letztmalig eine Sammelbeschaffung für diese Technik organisiert und inhaltlich begleitet. Bei Einsatz/Akzeptanz von TFT-Displays wurde in 2004 der Durchbruch erreicht, begründet durch das deutlich günstigere Preis-/Leistungsverhältnis werden bei Neubeschaffungen nahezu 100%-ig TFT's ausgewählt. Das seit geraumer Zeit im Einsatz befindliche Überwachungs- u. Signalisierungkonzept für Hardware-Fehlerzustände hat sich etabliert und wird von interessierten Administratoren in unterschiedlichen Struktureinheiten mit genutzt.

Aufgabenschwerpunkte 2004

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich für 2004 auf ca. 73,8 TEUR, davon reine Dienstleistung für Strukturen der TU Chemnitz 65,7 TEUR.

Aus- und Weiterbildung

Zum Aus- und Weiterbildungsangebot des URZ für Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz gehörten auch 2004 neben den bekannten Intensivkursen wieder Lehrveranstaltungen im Hauptstudium Informatik für Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Die Lehrveranstaltungen stehen - unter Beachtung der geforderten Vorkenntnisse - auch interessierten Studenten anderer Fachrichtungen und Mitarbeitern zur individuellen Weiterbildung offen (zugehörige Praktika allerdings nur bei vorhandener Platzkapazität).

Lehrveranstaltungen

2004 wurden von URZ-Mitarbeitern folgende Lehrveranstaltungen durchgeführt:

Prinzipien der Systemadministration
(Sommersemester) Diese Lehrveranstaltung vermittelt Kenntnisse zu aktuellen Techniken, Prinzipien und Strategien bei der Bewältigung verschiedener Administrationstätigkeiten. Die Vorlesung widmet sich vor allem den Prinzipien der Systemadministration, die Übung untersetzt die Inhalte durch praxisnahe Szenarien aus unterschiedlichen Systemumgebungen.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/psa/

Diese Lehrveranstaltung ist als fakultative Spezialvorlesungen im Hauptstudium Informatik konzipiert und war mit ca. 25 Teilnehmern sehr gut besucht.

Die Lehrveranstaltung "Werkzeuge und Techniken für digitale Publikationen und Präsentationen" (Wintersemester) wird nur noch aller zwei Jahre angeboten; die Lehrveranstaltung "Multimedia-Netz-Praxis" konnte aus personellen Gründen im Wintersemester 2004/2005 nicht angeboten werden.

Intensivkurse

Das Angebot an Intensivkursen für TU-Angehörige konzentrierte sich auch 2004 auf Kurse, die die Arbeit mit den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (diverse Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen ermöglichen bzw. effektivieren sollen. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt auf der Nutzung kostenfreier Software. In den entsprechenden Kursen (z.B. "Werkzeuge zur Textverarbeitung" bzw. "Werkzeuge zur Tabellenkalkulation") wird die übliche Funktionsweise von Softwareprodukten des entsprechenden Fachgebiets behandelt. Damit wird deutlich gemacht, dass beispielsweise zwischen MS Office (MS Windows) und OpenOffice (Linux und MS Windows, kostenfrei) kaum Unterschiede bezüglich der Funktionalität und Bedienung bestehen. MitarbeiterInnen und StudentInnen werden dadurch in die Lage versetzt, sich schnell in eine neue Software einarbeiten zu können.

Aus aktuellen Anlässen wurden neue Kurse angeboten, z.B. "Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam)". Die Notwendigkeit dazu resultierte aus dem stark ansteigenden Spam-Anteil an E-Mails und den sich häufenden Anfragen der Nutzer zu diesem Thema. Leider war die Beteiligung nicht so groß wie man eigentlich erwarten konnte. Ein Grund dafür kann auch sein, dass die Intensivkurse i.allg. nur neben den laufenden Semesterveranstaltungen angeboten werden können. Deshalb werden einige besonders für Studenten interessante Kurse in der Semesterpause durchgeführt. Das ist aber nur eingeschränkt möglich und sinnvoll.

Im Jahr 2004 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt:

Jahr Anzahl Teilnehmer Teilnehmer pro Kurs
(Durchschnitt)
gesamt Studenten Mitarbeiter gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155 25,65 18,91 6,74
1994 31 512 342 170 16,51 11,03 5,48
1995 35 493 334 159 14,09 9,54 4,54
1996 44 594 366 228 13,50 8,31 5,18
1997 41 556 318 238 13,56 7,76 5,80
1998 64 915 609 306 14,30 9,52 4,78
1999 58 991 764 227 17,09 13,17 3,91
2000 59 1152 808 344 19,52 13,69 5,83
2001 50 1059 769 290 21,18 15,38 5,80
2002 15 341 249 92 22,73 16,60 6,13
2003 24 438 238 200 18,25 9,92 8,33
2004 21 398 341 57 18,95 16,24 2,71

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Zur selbständigen Weiterbildung stehen unseren Nutzern für viele Kurse online-Kursunterlagen bzw. die Vorlesungsskripte (http://www.tu-chemnitz.de/urz/kurse/unterlagen/, http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/ ) im Campusnetz zur Verfügung, sowie die im Abschnitt "Softwareservice" erwähnten preiswerten Handbücher der Uni Hannover.

Nutzerforum des URZ

Seit September 2004 bietet das URZ eine neue Veranstaltungsreihe an, das "Nutzerforum des URZ". In dieser Veranstaltungsreihe wollen wir unsere Nutzer über aktuelle Fragen und Probleme bezüglich der Dienste des URZ direkt informieren, Fragen beantworten und mit den Nutzern diskutieren. Diese Veranstaltung findet zu einem festen Termin, jeden 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. statt.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es auch sinnvoll ist, gezielt Nutzergruppen über speziellen Einsatzmöglichkeiten des Diensteangebots zu informieren. Seit September 2004 wurden folgende Themen behandelt:

Die Teilnehmerzahlen entsprachen bei einigen Themen noch nicht unseren Erwartungen, obwohl die große Anzahl an Anfragen an unseren Helpdesk, den Nutzerservice oder auch direkt an die Themenverantwortlichen zeigen, dass der Bedarf an Information und Unterstützung groß ist. Die Reaktion der teilnehmenden Nutzer war positiv.
Bei dieser Veranstaltung zeigt sich besonders nachteilig, dass es keine Möglichkeit gibt, allen Interessenten die Teilnahme zu ermöglichen (Verhinderung durch Lehrveranstaltungen, Praktika ...).

Zertifikat Internet-Nutzung

Das Weiterbildungsangebot "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurde auch im Jahr 2004 vom URZ unterstützt (von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ wurden 2004 an 17 Terminen 1392 Prüfungen bearbeitet). Das durch Ablegen einer Prüfung erreichbare Zertifikat ist für neue Studenten Voraussetzung für einen CSN-Anschluss und für die weltweite Veröffentlichung eigener Webseiten unter der Adresse tu-chemnitz.de sowie seit dem Wintersemester 2004/2005 für weitere Dienste im Campusnetz: zur Nutzung des campusweiten Funknetzes, des Virtual Private Network (VPN) Dienstes, zur automatischen Freischaltung von Datendosen in öffentlichen Räumen der TU und für die externe Einwahl über uni@home bzw. dfn@home.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/ZIN/

Chemnitzer Linux-Tage

Die "Chemnitzer Linux-Tage" sind ein öffentliches Informations- und Weiterbildungsangebot, das gemeinsam von der Chemnitzer Linux User Group, dem IN Chemnitz e.V. und dem URZ seit 1999 durchgeführt wird. Es ist die größte nichtkommerzielle Veranstaltung dieser Art in Ostdeutschland, an der sich auch namhafte Referenten aus Deutschland und der ganzen Welt beteiligen. MitarbeiterInnen des URZ waren auch zu den Chemnitzer Linux-Tagen 2004 umfassend in die Organisation und Durchführung involviert, beteiligen sich mit Vorträgen, Workshops, Demonstrationen, fachlicher Betreuung und organisatorischer Absicherung der Veranstaltung.
http://chemnitzer.linux-tage.de/

andere Weiterbildungsangebote

In unserer langjährigen Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen" zur Information über aktuelle Themen der Informatik konnten in neun Veranstaltungen wieder interessante, zum Teil zukunftsweisende Themen in Vorträgen vorgestellt und zwanglos diskutiert werden. Dieses Informationsangebot steht auch Firmen und Interessenten aus der Region zur Verfügung und wird gern genutzt (Themen 2004).

Für Studenten (zu Semesterbeginn) und Schüler (zu den Tagen der offenen Tür) wurden Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/

High Performance Computing

Das URZ bietet traditionell Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld.

Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Das im Jahr 2000 beschaffte Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) besteht aus 528 Rechenknoten (handelsübliche PC mit 800 MHz Prozessoren und 512 MB RAM) und zwei Servern, welche durch zwei Fast-Ethernet-Netzwerke miteinander verbunden sind. Alle Knoten arbeiten mit dem freien Betriebssystem Linux.

Seit seiner Inbetriebnahme wurde das Cluster durch die Wissenschaftler der TU Chemnitz und anderer Bildungseinrichtungen intensiv verwendet; die Nutzung im Jahr 2004 ist mit 68 aktiven Nutzern in 30 Projekten etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. Es wurde jedoch mehr als die doppelte Menge von Jobs abgeschickt, wobei die Gesamt-Joblaufzeit und der Knotenbedarf nur moderat gestiegen sind. Damit betätigt sich der Trend von 2003, dass das durchschnittliche Jobprofil in Richtung kleinerer Aufgaben tendiert.
Die Nutzung des Clusters insgesamt kann als zufriedenstellend eingeschätzt werden. Das ist umso erstaunlicher, weil aufgrund des Alters das System einen moralischen Verschleiß aufweist, so dass das Clusters doch für manche Einsatzgebiete nicht attraktiv genug ist und einige Nutzer deshalb schon auf modernere Technik ausweichen. Die Berechnung eines "Gesamtauslastungskoeffizienten" liefert kein sinnvolles Ergebnis, da ein Cluster naturgemäß wegen seiner geteilten Ressourcennutzung nur in Ausnahmefällen voll belegt sein kann. Das liegt zum einen daran, dass zum Starten eines Jobs immer mindestens die gewünschte Anzahl Knoten exklusiv zur Verfügung stehen müssen und somit Jobs u.U. warten obwohl Knoten frei sind. Damit erscheint das Cluster aus Nutzersicht als ausgelastet, während tatsächlich noch einige (oder viele) Knoten unbenutzt sind. Insofern ist die Angabe aussagekräftiger, dass im Durchschnitt 10 bis 15 Nutzer gleichzeitig und im Prinzip ohne Wartezeiten das Cluster in Form disjunkter Teilbereiche nutzen konnten. Rechnungen mit mehr als 200 Knoten sind aber zumindest in der Vorlesungszeit meist mit Wartezeiten verbunden.

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004
aktive Projekte 3 24 36 32 30
aktive Nutzer 15 70 89 78 68
Jobs 665 7751 6965 7206 16879
mittlere Jobgröße (Knoten) 56 34 39 12 16
Jobs Walltime (Tage) 3820 64668 90259 73687 83418

Die nachfolgenden Grafiken veranschaulichen die monatsbezogene Auslastung des Clusters über seine gesamte Nutzungszeit seit 1. November 2000.

Anzahl der gelaufenen Jobs Durchschnittliche Knotenanzahl
Anzahl der gelaufenen Jobs Durchschnittliche Knotenanzahl
Gesamtressourcennutzung
Ressourcennutzung insgesamt (Knoten * Laufzeit)

Gegenwärtig werden durch die Clusternutzer Projekte und Aufgabenstellungen aus folgenden Gebieten bearbeitet:

Das Cluster wird dabei nicht nur durch Wissenschaftler der TU Chemnitz sondern auch durch Wissenschaftler anderer Hochschulen und in zunehmendem Maße auch durch Studenten genutzt. Neben dem o.g. MPI-Praktikum für Informatik-Studenten betrifft dies auch Studien- und Diplomarbeiten aus der Informatik, dem Maschinenbau und dem Bereich der Naturwissenschaften.

Neben dem moralischen spielt auch der physische Verschleiß eine zunehmende Rolle. In den Jahren 2001-03 haben wir anfallende Reparaturen (vor allem Wechselplatten) auf der Basis der Gewährleistung und durch Nutzung von URZ-internen Reserven durchführen können. Mittlerweile ist das nicht mehr möglich, ein weiterer kostenintensiver Austausch von defekten Komponenten halten wir nicht für gerechtfertigt. Wir sahen uns somit gegen Ende des Jahres 2004 gezwungen, die ersten 3 Rechenknoten still zu legen und auszuschlachten, um die noch funktionsfähigen Teile für Reparaturen bei anderen Knoten einsetzen zu können.

Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de/urz/clic

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting

Das wichtigste Werkzeug in diesem Umfeld ist seit Herbst 2000 unsere Eigenentwicklung MoUSe, über die bereits mehrfach im Jahresrückblick berichtet wurde (siehe Beschreibung). Wir handhaben damit verschiedene URZ-Geschäftsabläufe (Türzugang, bargeldlose Zahlung kostenpflichtiger Dienste, E-Mailzustellung und -Empfang, Weiterbildungsangebote ...). Im vergangenen Jahr wurde die Verwaltung von Software-Produkten integriert. Schwerpunktaufgabe von MoUSe ist und bleibt aber das Management der Personendaten unserer Nutzer sowie die Bereitstellung der Accounts, mit denen diese in verschiedenen Systemumgebungen arbeiten können. In MoUSe wurden verschiedene Konventionen implementiert, die sich aus den Ordnungen des URZ ergeben bzw. die aus systemtechnischer Sicht plausibel sind. Dazu geören z.B.

In der MoUSe-Datenbank sind die 'Eckdaten' der Accounts (z.B. Loginkennzeichen, UID, Verfallsdatum, ...) gespeichert. Die Aktualisierung dieser Daten erfolgt automatisch, ausgehend vom Datenbestand des HIS-Systems, das im Dezernat Akademische und studentische Angelegenheiten eingesetzt wird. Dies ist die Vorausetzung dafür, dass z.B. bei Exmatrikulation eines Studierenden die Berechtigung zur Nutzung von Diensten zeitnah automatisch entzogen werden kann.

Passwörter werden nicht im Datenbestand vom MoUSe abgelegt. Jeder Personendatensatz enthält Bestandteile, welche die Account-Bereitstellung (Details) und das Neusetzen von Passwörtern (weitere Informationen) per Selbstbedienungsinterface erlauben. Für die täglichen Authentifizierungvorgänge hat MoUSe keine Bedeutung. Die Aktionen zum Erzeugen, Verlängern, Sperren und Löschen der Accounts werden von MoUSe initiiert und auf den Zielsystemen umgesetzt. Seit August 2004 setzen wir als zentrales Authentifizierungssystem eine Kerberos V - Installtion (Heimdal) ein. Damit wurde eine Basis für künftigte Single-Sign-On-Lösungen geschaffen, die schrittweise eingeführt werden.

MoUSe bildet selbstverständlich auch die Grundlage für eine Vielzahl von statistischen Auswertungen zu Ressourcenbenutzung und -verbrauch, die in diesem Jahresrückblick zu finden sind.
Die Entwicklung der Benutzerzahlen zeigt nachfolgende Tabelle.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1995 2553 1663 772 118
1996 5382 3668 1330 384
1997 5074 3266 1365 443
1998 8370 6088 1601 681
1999 9467 6792 1962 713
2000 9481 7054 1920 507
2001 10943 8504 1943 496
2002 12192 9921 1754 517
2003 12945 10406 1602 937
2004 12224 10300 1468 456


Autorenkollektiv des URZ, Januar 2005