TU Chemmnitz

Universitätsrechenzentrum

TU Chemnitz > URZ > Zeitung > Ausgabe 2/2005

Umstellung des Lokalsystems der UB auf LIBERO 5

Nach einer ca. sechsmonatigen Vorbereitungsphase erfolgte über Ostern 2005 an der UB Chemnitz die Umstellung des Lokalsystems LIBERO von Version 3.2 auf Version 5.0.

Die Neuerungen von LIBERO 5 betreffen intern primär die Module Erwerbung und Zeitschriftenverwaltung, die nun mehrere Möglichkeiten bieten, die von den Bibliotheken schon länger gefordert und dringend benötigt werden. So hat z.B. erst mit LIBERO 5 die Zeitschriftenverwaltung einen Stand erreicht, der ihren sinnvollen Einsatz an größeren Bibliotheken ermöglicht.

Für den UB-Benutzer bilden sich die spürbaren Änderungen von LIBERO 5 im Web-OPAC ab:

Abschließend werden für Interessenten der Ablauf der Systemumstellung skizziert sowie einige technische Aspekte erwähnt:

Kurz nach Schließung der UB am 24.3.2005 um 19 Uhr wurde das System LIBERO 3 gestoppt. Es folgten die Entladung aller relevanten Daten des alten Systems, das Laden dieser Daten in das bereits fertig installierte und damit produktionsfähige neue LIBERO5-System sowie das Setzen einiger neuer Parameter. Dieser Prozess war am 24.3.2005 gegen 23.30 Uhr abgeschlossen. Im unmittelbaren Anschluss begann die umfangreiche Reindexierung aller Katalog-Daten, die insgesamt bis zum 30.3.2005 gegen 0.50 Uhr dauerte. Der Hauptteil dieser Aufgabe war bereits am 27.3.2005 erledigt, so dass an diesem Tage gegen 18.30 Uhr der OPAC freigegeben wurde. Die restlichen Index-Prozesse liefen dann teilweise parallel zum Live-Betrieb des Systems, der am 29.3.2005 begann.

Der Wechsel der LIBERO-Version ging auch mit einem Server-Wechsel einher. Die beiden LIBERO3-Datenbank-Server wurden durch zwei leistungsfähigere Linux-Server ersetzt. Auf den alten Maschinen lief die postrelationale Datenbank Caché 3 unter RedHat Linux 7.3. Die neuen Maschinen laufen derzeit unter Scientific Linux 3. Als Datenbank kommt Caché 5 zum Einsatz.

Die Windows-Module von LIBERO liefen bei Version 3 auf zwei Terminal-Servern unter Windows 2000. Diese Server wurden auf Windows 2003 umgestellt und besser in die allgemeine Infrastruktur integriert (Einbindung in AFS, Nutzung der zentralen Kerberos5-Datenbasis zur Benutzer-Authentifizierung).


Holger Trapp, April 2005