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TU Chemnitz > URZ > Zeitung > Ausgabe 3/2005

WXPADM und WXPI

Umstellung auf neue Teiltechnologien im Administrationsdienst und Installationsdienst für Windows XP.

Vom URZ werden im Rahmen des vor zwei Jahren eingeführten Administrationsdienstes Windows XP (WXPADM) derzeit 339 PCs betreut, eingeschlossen sind 103 Rechner in Computerpools. Dieser Dienst WXPADM beinhaltet an die Belange der TU Chemnitz angepasste Technologien, wie Fileserving, Authentifizierung, Softwareverteilung, u.a.m. Im vom URZ angebotenen Installationsdienst Windows XP (WXPI) finden diese Technologien ebenfalls Anwendung. Im Rahmen von WXPI wurde auf bisher 59 PCs eine Erstinstallation durchgeführt.

In der nächsten Zeit sollen mehrere WXPADM- bzw. WXPI-Technologien ersetzt bzw. erneuert werden. Diese geplanten Änderungen werden für die Nutzer dieser PCs weitestgehend transparent realisiert, erfordern somit keine Änderungen bei der PC-Nutzung. Andererseits wird der Einsatz dieser neuen Technologien die Nutzung sowie die Administration der WXPADM- sowie Pool-PCs effektivieren.

In Vorbereitung sind folgende Änderungen:

PC-Sicherheit

Zum Zweck einer zeitnäheren sicherheitsrelevanten Aktualisierung der Windows-Installationen werden der Administrationsdienst WXPADM und der Installationsdienst WXPI auf den Dienst WUSCH (Windows Update Service im Campusnetz der TU Chemnitz) umgestellt.

Fileserving

Das Fileserving wird weiterhin auf Basis OpenAFS realisiert, jedoch muss die zur Zeit verwendete Version der OpenAFS-Klientensoftware durch eine aktuellere Version ersetzt werden. In den letzten Monaten ist die OpenAFS-Klientensoftware speziell für Windows wesentlich weiterentwickelt worden. Jedoch ist bis zum Erreichen der angekündigten Hauptversion 1.4 mit weiteren Zwischenversionen zu rechnen, aktuell ist Version 1.3.85 empfohlen.

Installation/Reinstallation

Die Installation eines PC tangiert den Nutzer nur in Ausnahmefällen, nämlich zur Wiederherstellung einer konsistenten Installation, die z.B. auf Grund von Hardware-Veränderungen notwendig wird; hier als Reinstallation bezeichnet. Es soll auf eine netzbasierende Installation umgestellt werden, bei neueren PCs als "Booten von LAN" angeboten bzw. als PXE bezeichnet. Bei älteren PCs wird dies durch eine diskettenbasierte PXE-Simulation geschehen. Dies soll einerseits die Softwareabhängigkeit (Hersteller-) beim image-basierenden Installieren beseitigen und andererseits eine einheitliche Installationsmöglichkeit sowohl für den Administrator als auch den PC-Nutzer (Reinstallation) ermöglichen.

Administration

Ein wesentlicher Vorteil der zentralen PC-Administration besteht darin, durch Konzentration von Knowhow und entsprechend automatisierten Administrationstechnologien auf effektive Weise viele PCs betreuen zu können. Auf einer solchen Basis kann die Anzahl zu administrierender PCs mit einem relativ gleichbleibenden personellen Aufwand wesentlich vergrößert werden.

cfengine/ToSCA

Das im URZ für Windows entwickelte Konfigurationssystem soll nun durch das bereits erfolgreich für Linux eingesetzte cfengine ersetzt werden. Im Zusammenhang mit ToSCA (Toolbox for System Configuration and Administration) wird dies eine effizientere Administration ermöglichen. Damit einhergehend wird die cron-Technologie verfügbar gemacht, als Basis für eine variablere Systemaktualisierung.

Software

Die bisher schon paketbasierende Softwarebereitstellung wird mittels eines im URZ entwickelten Windows Paket Managers (wpm) variabler gestaltet.

Authentifizierung

Es wird daran gearbeitet, die bisher auf Basis pgina (Windows-Schnittstelle msgina) realisierte Authentifizierung durch eine Kerberos5-basierte Technologie zu ersetzen.

Die Umstellung der vom URZ administrierten PCs wird mit den Pools im September 2005 begonnen, also vor Semesterbeginn. Die WXPADM-Arbeitsplätze werden ab Oktober diesen Jahres, nach individueller Absprache mit dem jeweiligen Nutzer, umgestellt.

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Christoph Ziegler, Juli 2005