Jahresrückblick 2005

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums bietet eine Übersicht über die Entwicklung aller relevanten Dienste des URZ im Berichtszeitraum, mit ergänzenden statistischen Angaben.

Einordnung des URZ

Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU zahlreiche Dienstleistungen im IT-Bereich für die gesamte Universität zu erbringen. Dazu gehören der Ausbau und Betrieb des Campusnetzes inklusive der Anbindungen an internationale Datennetze, der Betrieb zentraler Ressourcen (Campusnetz, umfangreiche Servertechnik, zentrale Computerpools für die Ausbildung etc.), Unterstützung bei der Administration von Mitarbeiter-PC-Arbeitsplätzen, der Nutzung von Software, Hardwarebetreuung und die fachbezogene Weiterbildung.
Weiterhin gehören dazu auch Beratungsaufgaben im IT-Bereich für die anderen Bereiche/Fakultäten der Universität.

Unterstützt und kontrolliert, speziell bei großen Projekten, wird das URZ dabei vom "Wissenschaftlichen Beirat des URZ", einer im Auftrag des Rektors und des Senats gebildeten Facharbeitsgruppe, an der alle Fakultäten und zentralen Struktureinheiten beteiligt sind. Dieser Beirat ist die bidirektionale Kommunikationsebene zwischen Struktureinheiten und dem URZ. Die Mitglieder werden aus den Struktureinheiten in den zur Zeit von Prof. Dr. Dötzel geleiteten Beirat berufen. Diese Arbeitsgruppe hat Einfluss auf alle Belange der TU Chemnitz, wenn IT-Ressourcen tangiert oder unmittelbar betroffen sind (HBFG-Anträge, Kapazitätsausbau/Mittelbereitstellung, koordinierende Abstimmung zum Einsatz zentraler bzw. begrenzter DV-Ressourcen). Sie erarbeitet auch Beschlussvorlagen für Senat und Rektorat. Über den Beirat können auch Forderungen/Kritiken aus den Struktureinheiten an das URZ als Dienstleister für Lehre und Forschung geltend gemacht werden.

Schwerpunkte 2005

Eine der Hauptaufgaben des URZ ist die Sicherung und der ständige Ausbau der Zugangsmöglichkeiten für alle Universitätsangehörigen zum Intra- und Internet und deren Diensten. Die Verbesserungen am Campusnetz betrafen im vergangenen Jahr neben der Erweiterung der WLAN-Kapazität durch weitere Access Points vor allem die Erhöhung der Sicherheit der Netznutzung. Hierzu wurde u.a. konfiguriert, dass der Zugang von allen Rechnern, die keine feste IP-Adresse besitzen (können), also Anschlüsse über die öffentlichen Datendosen in Hörsälen, über das Funknetz und vom privaten Rechner zu Hause nur noch mittels "Virtual Private Network" möglich ist.
Ein Schwerpunkt im Intranet-Bereich war dessen Aus- und Umbau zur Vorbereitung der Umstellung auf IP-Telefonie. Im Jahr 2005 wurden die wichtigsten konzeptionellen, Vorbereitungs- und Testarbeiten für VoIP durchgeführt, wobei Mitarbeiter des URZ hierbei mit großem Engagement beteiligt waren.

Umfangreiche Arbeiten gab es auch im Bereich der vom URZ administrierten Computerpools. Offensichtlich für die Nutzer ist die technische Erneuerung bzw. Aufrüstung der Computerarbeitsplätze, aber auch systemseitig wurden Aktualisierungen durchgeführt. Auch für verschiedene Dienste des URZ, wie z.B. Backup und Printservice, ist die Hardware durch neue, leistungsfähigere Technik ersetzt worden.
Das Diensteangebot wurde außerdem um folgende Dienste erweitert:

Im Rahmen der Verantwortung des URZ für die IT-Infrastruktur der Universitätsbibliothek nahm im Jahr 2005 die Umstellung auf LIBERO5 wohl den bedeutendsten Platz ein.

Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen

Unser Campusnetz war auch im Jahr 2005 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider inzwischen alltäglich geworden und oftmals immer noch Folge eines leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden.

Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehört der Betrieb

  • von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
  • eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
  • eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte
Weitere Informationen dazu sind im Abschnitt "Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur" zu finden, Details unter Aktuelle Schutzmaßnahmen im Campusnetz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html.

Weiterhin gehören zur Vorsorge u.a. auch

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Speicherdienste, Mail- und News-Dienste) über Verletzungen des Urheberrechts, betrügerische Absichten bei der Teilnahme an Online-Handelsplattformen und das Führen von Angriffen gegen IT-Systeme im Campusnetz und IT-Einrichtungen Dritter. In einigen Fällen waren damit auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei verbunden, die wir im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen unterstützen.

Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur

Netzausbau

Der Netzausbau im Jahre 2005 kann in mehrere Bestandteile eingeteilt werden:
  • punktueller Ausbau der Etagenversorgung mit Hochgeschwindigkeitsports nach Nutzeranforderung und mit finanzieller Beteiligung der Nutzer
  • Integration von WLAN-Access-Points (Eigenfinanzierung der Nutzer) in das Campusnetz
  • Beginn eines grundlegenden Umbaus des Campusnetzes im Rahmen der Baumaßnahme "Errichtung einer TK-Anlage für die TU Chemnitz" (kurz VoIP-Projekt)

Die punktuelle bedarfsnahe Erweiterung des Datennetzes durch eine Mischfinanzierung hat sich bewährt. Neben der Bereitstellung von Fastethernetports wurden im letzten Jahr auch Gigabitports im Arbeitsplatzumfeld auf diese Weise ausgebaut. Der Portpreis wird dabei der Marktentwicklung mindestens einmal im Jahr angepasst. Der steigende Bedarf im nicht drahtgebundenen Netz konnte bisher nur durch Integration von eigenfinanzierten Access-Points realisiert werden. Die wachsende Anzahl hat gezeigt, dass auch hier eine einheitliche Gerätetyporientierung notwendig ist. Das Management wird sonst schnell zu personalintensiv und skaliert nicht ausreichend für den angestrebten Gesamtausbau.

In Zusammenhang mit dem VoIP-Projekt wurden in Bezug auf das Campusnetz einige grundlegende Veränderungen angegangen. Als Hauptziel muss man dabei die Ertüchtigung des Datennetzes für Voice over IP (VoIP) sehen. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • Einsatz von Ethernetswitches mit Power Over Ethernet (PoE), um die Telefone über das Datennetz mit Strom zu versorgen
  • Absicherung der Etagenswitches durch unterbrechungsfreie Stromversorgung (ca. 30 Minuten) und damit auch der Telefone inklusive ihrer Funktionalität
  • Erhöhung der redundanten Komponenten innerhalb des Campusbackbone
    • doppelte Anbindung der Etagenswitches an 2 unterschiedliche zentrale Gebietsrouter
    • mehrfache Verbindungen zwischen den Gebietsroutern, die teilweise auf getrennten Trassierungen geführt sind

Dieser Ausbau wurde Mitte des Jahres begonnen und ist noch in vollem Gange. Zur Umsetzung dieser Ziele waren neben dem technischen Geräte- und Leitungsumbau auch strukturelle Veränderungen notwendig. Die uniweite freie Bereitstellung von Subnetzen musste aufgegeben werden. Davon war ein Großteil der Nutzer direkt betroffen.

Geplant war die Umbaumaßnahmen im Rahmen des VoIP-Projektes durch den Start des HBFG-Vorhabens "Campusnetz II" zu flankieren und dringend notwendige Ersetzungen veralteter Geräte vorzunehmen. Der Start wurde aber nach 2006 verschoben. Das musste durch erhöhte personelle Aufwendungen in Form von Umsetzen von Altgeräten an andere Standorte abgefangen werden. An vielen Stellen mussten Kompromisse eingegangen werden, die dann mit dem Start von Campusnetz II repariert werden müssen.

Weitere Hinweise

Netzdienste

Electronic Mail

Schwerpunkt der Arbeit an der E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz war der Schutz vor unerwünschten E-Mails (Spam) und vor allem vor den massiv auftretenden Viren, die sich per E-Mail verbreiteten. Seit Anfang 2004 werden alle E-Mails, die die TU erreichen und verlassen, durch einen Virenchecker geprüft. Seit 2005 prüfen wir auch intern versendete E-Mails auf Schadinhalte. Bei entdeckten Schadinhalten wird die E-Mail nicht weitergeleitet. Da in diesen E-Mails die Absende-Adresse häufig gefälscht ist, verzichten wir auf die meist irreführende Information des Absenders. Als Virenchecker kommt die OpenSource-Software Clam AntiVirus zum Einsatz. Diese Software wird ständig weiterentwickelt und besticht durch zeitnahe Aktualisierung der Viren-Datenbasis. Dadurch blieben die E-Mail-Empfänger an der TU weitgehend von den "Viren-Epidemien" verschont. Wurden von Rechnern der TU selbst E-Mail-Viren versendet, haben wir diese Rechner in das Quarantäne-Netz umgeschaltet.

2005 traten vermehrt sogenannte Phishing-Mails auf - dubiose E-Mails, durch die Benutzer auf gefälschte WWW-Seiten gelockt werden sollen, um Zugangsdaten (PIN, TAN) einzugeben. Viele dieser Nachrichten wurden durch den Virenchecker erkannt und getilgt. Zur Sensibilisierung unserer Benutzer entstanden WWW-Seiten und Artikel.

Zum Schutz vor Spam setzen wir mehrere Verfahren ein, die wir ständig anpassen:

  • Spamschutz RBL: Ablehnen mit Hilfe von DNs-basierten Sperrlisten.
  • Spamschutz Administrator: Ablehnen durch eigene Regeln:
    • Senderechner, Absendeadressen, Muster im SMTP-Protokoll
    • Greylisting, mit Ausnahmen für nicht-konforme SMTP-Server
  • Spamschutz Textanalyse: Bewertung von E-Mail durch ein regelbasiertes Erkennungssystem auf der Basis von SpamAssassin.

Diese Methoden haben den Anteil von unerwünschten Massen-Mails drastisch reduziert. Alle diese Spamschutz-Maßnahmen sind weiterhin von jedem Benutzer individuell ein- und abstellbar. Über die Mail-Protokolle sind auch Informationen zu abgewiesenen und verzögerten E-Mails einsehbar, siehe https://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/log/.

Gesendete, empfangene und abgewiesene E-Mails pro Monat

* - Greylisting und neue DNS-basierten Blacklist sbl-xbl.spamhaus.org

Problematisch sind weiterhin E-Mails, die ursprünglich an E-Mail-Adressen anderer Provider gesendet und von dort an die TU-Mailbox weitergeleitet werden. Hier können unsere Spamschutz-Maßnahmen nicht wirken. Ein ernstes Problem stellen E-Mails von externen Viren-Checkern dar, die an unsere Benutzer als vermeintliche Absender von E-Mail-Viren gesendet werden. Die dadurch hervorgerufene Verunsicherung unserer Benutzer schlägt sich in anhaltend vielen Support-Anfragen nieder.

Der zentrale Mailbox-Server mailbox.hrz.tu-chemnitz.de speicherte Ende 2005 insgesamt ca. 3.850.000 E-Mails (166 GByte) für ca. 16.700 Benutzer in etwa 54.000 Ordnern. Die Standard-Mailboxgröße beträgt 25 MByte und kann bis 250 MByte erweitert werden. Als Authentisierungsmöglichkeiten zum Zugriff auf die Mailbox steht neben der Passwort-Authentisierung auch Kerberos 5 zur Verfügung.

Anhaltend hoher Beliebtheit erfreut sich der Webmail-Zugang via https://mail.tu-chemnitz.de/. Auf diesem System haben wir nach aufwändigen Test- und Anpassungsarbeiten die neue Version IMP 4 installiert. Diese zeichnet sich durch viele neue Funktionen aus. So bieten wir erstmalig einen Web-basierten Kalender an. Mit der Umstellung waren sehr viele Benutzeranfragen verbunden. Wegen der gestiegenen Ressourcen-Anforderungen auf Server-Seite haben wir Ende 2005 einen zweiten Server für die Webmail-Funktion in Betrieb genommen.

Über das zentrale Listen-Management-System auf der Basis von Mailman wurden Ende 2005 895 Mailing-Listen verwaltet. Alle zentralen E-Mail-Server werden unter dem Betriebssystem Linux mit OpenSource-Software betrieben (Exim, SpamAssassin, ClamAV, Cyrus Imapd, Apache, IMP/Horde, Mailman).

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Die Absicherung der zentralen WWW-Server der TU Chemnitz stellte auch 2005 eine wichtige Aufgabe dar. Wir betreiben folgende WWW-Server:

  • www.tu-chemnitz.de - zentrale WWW-Seiten der Fakultäten und Einrichtungen
  • www-user.tu-chemnitz.de - persönliche WWW-Seiten von Benutzern
  • cgi.tu-chemnitz.de - Suche und andere CPU-intensive Aufgaben
  • wftp.tu-chemnitz.de - Zugang zum FTP-Archiv
  • www.bibliothek.tu-chemnitz.de und archiv.tu-chemnitz.de - WWW-Server der Universitätsbibliothek und Multimedia ONline ARchiv CHemnitz
  • 23 virtuelle Server für Institute, Professuren oder Projekte
  • Intranet-Dienste des URZ: Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung, Monitoring, MoUSe

Alle PCs laufen mit dem Betriebssystem Linux, die Funktionalität wird durch OpenSource Software erbracht: Apache, PHP mit Erweiterungen (LDAP, MySQL, GD), Perl, MySQL. Den redundanten Netzanschluss realisiert ein Level-4-Switch.

Seit Mitte 2005 bieten wir für spezielle WWW-Server mit erhöhtem Sicherheitsbedarf den PROWeb-Dienst an. Gegenüber den zentralen WWW-Servern können wir einen erhöhten Sicherheitsstandard bieten, insbesondere was den Datenschutz betrifft. Die Verantwortung für Administration und Systempflege für einen solchen Server liegt beim URZ, der Auftraggeber ist für den Inhalt verantwortlich. Ende 2005 waren acht PROWeb-Server in Betrieb.

Zur Unterstützung von Web-Anwendungen, die Benutzer authentifizieren und autorisieren müssen, wurde 2005 ein "Web-Trust-Center" (WTC) auf der Basis von Shibboleth in Betrieb genommen. Erste WWW-Anwendungen wurden umgestellt, die damit sicherer, für den Autoren einfacher und den Benutzer komfortabler werden ("Single Sign On"). Die Benutzung für Autoren wurde dokumentiert. Unser WTC ist in sachsenweite Aktivitäten integriert. Siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/wtc.html

Darüber hinaus erbrachten wir 2005 im Umfeld der WWW-Seitenerstellung und Programmierung zahlreiche Beratungs- und Implementationsleistungen.

Als zentrale Proxy-Server für WWW und FTP fungieren drei PC-Systeme. Über den Level-4-Switch tritt dieses System nach außen als WWW-Proxy-Cache-Server www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.

WWW-Zugriffe auf zentrale WWW-Server: 1993 - 2005

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz werden einige Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten. Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde Ende des Jahres ein neuer Server in Betrieb genommen.

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

  • NetNews: Über den Server news.tu-chemnitz.de stellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit.
  • LDAP: Für Rechner im TU-Campusnetz ist der LDAP-Server ldap.tu-chemnitz.de nutzbar. Er enthält Daten unserer Benutzer, wie Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer.
  • Login: Die Login-Server login.tu-chemnitz.de stellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail.
  • CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 3300 Benutzern in Anspruch genommen.
  • TUC/URZ CA: Die Zertifizierungsstelle des URZ hat im Jahre 2005 44 Server-Zertifikate ausgestellt.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools für die Ausbildung

Ende 2005 betreute das Universitätsrechenzentrum insgesamt 192 Computerarbeitsplätze für die Ausbildung, davon

  • 127 im Bereich Reichenhainer Straße
  • 45 im Gebäudeteil Straße der Nationen
  • 20 im Gebäudeteil Raabe-Straße

Die Nutzer können in den meisten Pools alternativ zwischen zwei Anwendungs-"Welten" und dem damit verbundenen Softwarespektrum wählen:

  • Linux (z.Z. Scientific Linux 4.2) läuft auf allen Poolrechnern
  • Windows XP kann auf insgesamt 160 Poolrechner genutzt werden

Ende 2005 wurde das CIP-Projekt der Philosophischen Fakultät realisiert und damit veraltete Technik ersetzt. Diese insgesamt 40 Poolrechner der Philosophischen Fakultät können auch von StudentInnen anderer Fakultäten mitbenutzt werden. Außerdem wurde im Rahmen dieses CIP-Projektes ein Multimedia-Pool speziell für Lehraufgaben der Philosophischen Fakultät eingerichtet.

Aus zentralen Mitteln der Universität und des URZ konnte Ende des Jahres in einer Reihe von Ausbildungspools neue PC-Technik (Rechner sowie TFT-Monitore) zum Einsatz gebracht werden.

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit 2005 neu
Rei Stra 70, B301 20 Linux uniweit nutzbar 1993 Rechner, TFT-Monitore
Rei Stra 70, B302 20 Linux/WXP uniweit nutzbar 1993 Rechner, TFT-Monitore
Rei Stra 70, B401 15 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997 Rechner, TFT-Monitore
Rei Stra 70, B404 15 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997 Rechner, TFT-Monitore
Rei Stra 41, 238 20 Linux/WXP Philosophie, uniweit nutzbar 1999, 2005 komplett neu
Rei Stra 41, 338 17 Linux/WXP vorrangig Philosophie 2005 komplett neu
Rei Stra 39, 138 20 Linux/WXP vorrangig Wirtschaftswissenschaften 2001 Rechner
Raabe-Straße, 046 20 Linux/WXP Philosophie, uniweit nutzbar 1999, 2005 komplett neu
Stra Na, 066 12 Linux/WXP uniweit nutzbar 1997 Rechner, TFT-Monitore
Stra Na, B207 13 Linux uniweit nutzbar 1999 TFT-Monitore?
Stra Na, B203 20 Linux/WXP vorrangig Informatik/MB 2001 TFT-Monitore?

Tabelle: Pool-Standorte

Die Ausbildungspools wurden ähnlich genutzt wie im vorausgegangenen Jahr. Die teilweise stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Zahlen wurden vor allem verursacht durch die im Rahmen der Technik-Umrüstungen sowie Neuinstallation von Betriebs- und Anwendungssoftware verbundenen Nutzungszeit-Ausfälle.


Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59
2004 8809 8144 355 251 59
2005 8759 8175 374 176 34

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools

Bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Nutzungszeiten sind sowohl die lokale Nutzung als auch die entfernte Nutzung über das Netz enthalten.

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 60730 38606 19785 1889 450
1995 93074 69340 21029 2474 231
1996 119369 89340 24478 5473 78
1997 150912 112894 29949 8049 20
1998 208220 164871 32020 11323 6
1999 187460 158959 17882 10547 72
2000 198534 157806 29185 10017 1524
2001 277884 241137 23490 12687 570
2002 275280 245758 20399 8036 1087
2003 254965 227815 18709 7299 1142
2004 263488 239954 16344 5554 1636
2005 250585 234736 8900 6065 884


Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools

In der Statistik werden die Sitzungszeiten zwischen explizitem An- und Abmelden (Sitzungen über login, ssh) erfasst. Bei der Nutzung über das Netz werden demzufolge nur jene Zeiten berücksichtigt, die durch das Sitzungs-Accounting des Linux-Systems registriert werden. Weit verbreitet ist aber folgende Arbeitsweise (insbesondere nachts, wenn keine Nutzer lokal angemeldet sind): Der Nutzer meldet sich über das Netz auf einem Poolrechner an, startet einen oder mehrere langlaufende (Hintergrund-)Prozesse und beendet seine Sitzung an diesem Rechner sofort wieder. Solche Prozesse werden durch das Sitzungs-Accounting nicht erfasst, so dass die daraus resultierenden Rechnernutzungszeiten in dieser und den folgenden Tabellen nicht enthalten sind.

In den folgenden Übersichten wird die Poolnutzung pro Standortbereich sowie Fakultät bzw. Einrichtung betrachtet.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS * Pools Stra_Na Gesamt **
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 237 23 221 12 326 30
Mathematik 223 8 98 3 236 8
Maschinenbau 1041 62 733 43 1087 85
Elektro- und Informationstechnik 320 41 85 11 327 44
Informatik 435 14 416 15 553 21
Wirtschaftswissenschaften 1783 21 452 3 1827 23
Philosophie 3716 67 1208 13 3804 75
Zentrale Einrichtungen 0 59 0 73 0 88
Sonderstudium 11 0 10 0 14 0
Summe: 7766 295 3223 173 8174 374
Andere Einrichtungen 141 28 65 9 176 34
Gesamt: 7907 323 3288 182 8350 408

Tabelle: Anzahl der Nutzer aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2005
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.
[**] die Gesamtzahl ergibt sich nicht aus der Summe der entsprechenden Zahlen, da viele Studenten und Mitarbeiter Computer an mehreren Standorten nutzen.

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS Pools Stra_Na Gesamt
Stud. MA Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 6748 284 3363 55 10111 339
Mathematik 3992 57 1149 174 5141 231
Maschinenbau 30476 642 11205 463 41681 1105
Elektro- und Informationstechnik 9020 725 602 301 9622 1026
Informatik 8842 202 4168 222 13011 423
Wirtschaftswissenschaften 46375 178 6246 7 52622 186
Philosophie 87233 551 14146 46 101379 597
Zentrale Einrichtungen 0 2711 0 2282 0 4992
Sonderstudium 485 0 648 0 1133 0
Summe: 193171 5350 41527 3550 234700 8899
Andere Einrichtungen 3546 842 2519 42 6065 884
Gesamt: 196717 6192 44046 3592 240765 9783

Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2005

Das Universitätsrechenzentrum bietet auch zukünftig an, fakultätsübergreifend bzw. uniweit Ausbildungspools zu installieren, zu betreiben und die Nutzer zu betreuen.

Öffentliche Server

Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Im Gegensatz zu Poolrechnern erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Solche Rechnersysteme werden als öffentliche Server bezeichnet. Hinsichtlich des Nutzungszweckes, der Zugangsmöglichkeiten und der Ressourcenausstattung werden verschiedene Typen von öffentlichen Servern unterschieden, für die entsprechende Nutzungsrichtlinien (Policies) festgelegt sind (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/server).

Systemplattform Linux-PC

Öffentliche Linux-Server werden für unterschiedliche Linux-Distributionen und verschiedene Hardware-Architekturen zur Nutzung bereitgestellt. Nachfolgende Statistiken fassen die Nutzerzahlen bzw. Nutzungszeiten aller öffentlicher Linux-Server zusammen.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2005

Die insgesamt 10 öffentlichen Linux-Server wurden von 2850 Mitarbeitern und Studenten genutzt, das bedeutet eine Steigerung um ca. 20% gegenüber dem Vorjahr.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 239554 71656 218850 64366 20704 7290
2001 341728 95695 330837 87509 10891 8186
2002 238306 112660 225817 99750 12489 12910
2003 291885 122105 284993 107607 6892 14498
2004 226258 117736 224671 112654 1587 5082
2005 206097 159466 204726 144402 1371 15064

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2005

Systemplattform Solaris-SPARC

Die Tendenz der Nutzung des öffentlichen Solaris-Servers ist weiterhin abnehmend. Hauptgrund ist offensichtlich, dass dieser Server hinsichtlich seiner Leistungsparamter kaum noch aktuellen Anforderungen genügt. Ausserdem existieren mittlerweile PC-basierte Server, die ein wesentlich besseres Kosten/Leistungsverhältnis erreichen. Hauptsächlich besteht die Existenzberechtigung des SPARC-Servers darin, einer bestimmten Nutzergruppe spezielle Anwendungssoftware nutzbar zu machen.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 543 258 527 231 16 27
2003 633 235 616 213 17 22
2004 348 178 342 165 6 13
2005 251 159 247 143 4 16

Tabelle: Anzahl der Nutzer des Solaris-Compute-Servers

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 11641 60698 11575 60200 66 498
2003 14496 62276 14461 62189 35 87
2004 10449 48258 10423 48035 26 223
2005 3334 32673 3331 32637 3 36

Tabelle: Nutzungszeiten [h] des Solaris-Compute-Servers

Systemplattform HP-UX HP 9000/K460

Diese Rechnersysteme (Beschaffung 1997) sind moralisch verschlissen und werden nur noch für plattformspezifische SW-Anwendungen genutzt. Diese System werden Mitte 2006 ersatzlos außer Betrieb genommen.

Die Statistiken zeigen für 2005 ein Missverhältnis zwischen steigender Nutzeranzahl und drastisch reduzierten Nutzungszeiten auf.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 153467 35591 153459 31151 8 4440
2003 418612 135589 415582 128647 3030 6942
2004 82364 10718 82364 9879 0 839
2005 2150 8324 2150 8008 0 316

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der HP-Compute-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2002 188 116 184 105 4 11
2003 222 145 215 135 7 10
2004 53 38 53 35 0 3
2005 106 67 103 57 3 10

Tabelle: Anzahl der Nutzer der HP-Compute-Server

Druckdienst

Das stetig wachsende Druckvolumen und die wachsende Komplexität der Druckdokumente (vor allem PDF) erfordern eine Anpassung der Drucker-Ressourcen wie Geschwindigkeit und RAM. 2005 wurden planmäßig zur Sicherung dieser Anforderungen folgende neue Drucker in Betrieb genommen:

  • HP Color Laserjet 5550 DN (vor Nutzerservice Str. der Nationen)
  • Kyocera FS9520DN (vor Nutzerservice RH70)
  • 4 Kyocera FS 3830DN in Rechner-Pools des URZ
  • 3 Kyocera FS 3830DN in Rechner-Pools der Philosophischen Fakultät, die vom URZ betreut werden

Aus der folgenden Tabelle geht die Entwicklung des Druckbedarfs seit 2000 hervor:

Medium gedruckte Seiten
2000 2001 2002 2003 2004 2005
A4 s/w 479879 756240 952628 1098958 1495460 1636730
A4 Farbe 55652 85663 117791 108969 87946 88159
A4 Folie 2051 2325 1422 1898 1030 778
A3 Papier 4534 8113 5364 7013 7197 11196
Summen: 542116 852341 1077205 1216838 1591633 1736863

Drucken ist ein kostenpflichtiger Dienst, wobei von den Nutzern die Materialkosten (Papier, Toner) zu übernehmen sind. Hinweise dazu und weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

Auch die Drucker der Universitätsbibliothek (UB) werden vom URZ administriert. Im September 2005 wurden drei neue, leistungsfähigere Drucker vom Typ Kyocera FS3830N in Betrieb genommen. Die Abrechnung der Druckkosten erfolgt für Universitätsangehörige über die Datenbank MoUSE des URZ. Kosten für andere Nutzer werden direkt von der UB berechnet.

In der UB wird ausschließlich auf A4 Papier gedruckt. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs an verschiedenen Standorten seit 2001:

Standort Seiten
2001 2002 2003 2004 2005
S1 6741 27935 57097 116816 143567
ZB 11957 13991 31915 77778 44989
S4 6023 24277 50735 80412 103088
S18 4503 19655 39794 69962 79572
Summen: 29224 85858 179541 344968 371216

  • ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen
  • S1 = Pegasus Center Reich.Str.
  • S4 = Teilbibliothek Reich.Str.70
  • S18 = Teilbibliothek Reich.Str.41

In den Zahlen der S1 sind einige Seiten für Farbdrucke enthalten, die aber vernachlässigbar sind. Weitere Informationen zum Drucken in der UB findet man unter http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/index.html

CD-Service

Der öffentliche Service zum Brennen eigener CDs oder DVDs wurde im letzten Jahr dahingehend erweitert, dass jetzt in allen URZ-Poolräumen ein Brennerarbeitsplatz mit einem DVD-Brenner zur Verfügung steht. Dort können die Daten unter Linux oder auch unter WindowsXP auf die Scheiben gebrannt werden.

Die Versorgung der Mitarbeiter und Studenten mit Kopien der Datenträger von über das URZ bezogener Software wurde wieder durch den internen Brenn-Dienst realisiert. Die Tabelle zeigt die Jahr 2005 erbrachte Dienstleistung für die Nutzer.

  Anzahl CDs
2002 560
2003 820
2004 817
2005 580

Tabelle: Anzahl der vom URZ gebrannten CDs

Weitere Informationen sind unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/cd/ zu finden.

Administrationsdienste

Das URZ bietet Angehörigen der TU Chemnitz für wichtige Betriebssystemplattformen Dienste zur System- und Netzwerk-Administration (ADMIN) an. Die ADMIN-Dienste beziehen sich auf alle beim Betrieb eines Rechners anfallenden Arbeiten

  • Beschaffung von Standard-PCs
  • Integration ins Campusnetz
  • Installation der Betriebssysteme
  • Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware inklusive Software-Update (Security-Patches)
  • Reparatur und Umbau von PCs

Grundlage für diese Dienste bilden automatisierte Verfahren zur effektiven und skalierbaren Systemadministration von Rechnersystemen. Hierzu wurde ToSCA entwickelt und für die Systemadministration von Linux-Rechnersystemen eingesetzt.

Als neuer Dienst wurde das Housing von Servern anderer Einrichtungen im Datacenter des URZ angeboten.

Administrationsdienste Linux

Die Entwicklung im Linux-Umfeld verläuft rasant, ca. aller 6-9 Monate werden neue Distributionen bereitgestellt, die Pflege älterer Distributionen durch die Entwickler ist oft nicht mehr gesichert (Security-Patches). Distributionen mit 2.4er Kern werden schrittweise durch Distributionen mit 2.6er Kern abgelöst. Außerdem hat sich die Architektur-Vielfalt der PC-Systeme erhöht: 32-Bit-Systeme (Intel/AMD X86) werden zunehmend ergänzt durch 64 Bit-Systeme (AMD x86_64, EM64T, ia64). Die Vielfalt der Anfang 2005 durch das URZ betreuten Systemplattformen zeigt die Übersicht:

Version u. Release (Kern) Architekturen Einsatzgebiet URZ Vendor Support bis URZ Support bis
Red Hat 6.2 (2.2) X86 Desktop, Referenz 2004 ausgelaufen April 2005
Red Hat 7.3 (2.4) X86 Server, Referenz Ende 2005 (Fedora Legacy) Ende 2005
FC 1 (2.4) X86 Desktop, Server, Referenz Ende 2005 (Fedora Legacy) Ende 2005
SL 3.x (2.4) X86, ia64 Server mindestens Oktober 2007 mindestens Oktober 2007
SL 4.x (2.6) X86, x86_64 Desktop, Server mindestens Februar 2008 mindestens Februar 2008

Tabelle: betreute Systemplattformen

Im Jahre 2005 war die Migration der Desktop-Rechner auf eine Distribution notwendig, deren Unterstützung durch den Vendor langfristig gegeben ist und folgenden Anforderungen genügt:

  • 2.6er Kern
  • Unterstützung der Architekturen X86, x86_64, ia64
Von den oben aufgeführten Distributionen erfüllte nur Scientific Linux 4 (SL_4) diese Anforderungen, so dass die Migration praktisch aller vom URZ betreuten Systeme auf SL_4 erfolgte.
Server-Systeme mussten entweder auf SL_3 oder auf SL_4 migriert werden. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.
Einige Zahlenbeispiele verdeutlichen die erforderlichen Aufwendungen:
  • insgesamt über 1300 Systeminstallationen, davon ca. 350 Erstinstallationen für neu beschaffte Rechnersysteme
  • ca. 1050 System-Upgrades auf ein höheres Release von Scientific Linux
  • mehr als 3800 Kern-Updates

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
Pool-
rechner
Info-
terms
Cluster-
rechner
Server Summe
Philosophische Fakultät 2 57 - - 1 60
Institut für Physik 28 17 - 25 1 71
Institut für Chemie 1 - - - - 1
Informatik 3 - - - - 3
Maschinenbau 13 - 1 - 0 14
Elektrotechnik und Informationstechnik 8 - - - - 8
Wirtschaftswissenschaften - 40 - - - 40
SFB 393 - - - 531 2 533
Zentrale Universitätsverwaltung 3 - 1 - 2 6
Bildungsportal Sachsen - - - - 9 9
Studentenwerk - - 6 - - 6
Universitätsbibliothek/PIZ 113 98 11 - 11 233
Universitätsrechenzentrum 56 135 2 - 170 363
Rechner insgesamt 227 347 21 556 196 1347

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM (Stand: Ende 2005)

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der betreuten Rechner pro Einrichtung jeweils am Ende eines Jahres. Die Entwicklung im Verlaufe eines Jahres wird nicht ersichtlich.
Die Gesamtzahl der betreuten Rechnersysteme hat sich mengenmäßig nur unwesentlich verändert (plus 2 %): ca. 80 Rechner wurden aus dem Dienst abgemeldet, ca. 110 Rechner neu in den Dienst LADM aufgenommen. Etwa 350 Rechnersysteme wurden durch neue Hardware ersetzt.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Philosophische Fakultät 46 50 49 45 43 60
Institut für Physik 54 58 89 99 101 71
Institut für Chemie 0 0 0 0 1 1
Informatik 0 2 2 3 3 3
Maschinenbau 31 45 45 42 29 14
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7 7 8
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41 41 40
SFB 393 533 533 533 533 533 533
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3 4 6
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4 9 9
Studentenwerk 6 6 6 6 6 6
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223 206 233
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311 334 363
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317 1317 1347

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM

Administrationsdienste Windows XP

Der Administrationsdienst Windows XP wurde auch 2005 rege genutzt. Der Dienst wurde in mehrfacher Hinsicht weiterentwickelt:

  • Die Rahmenvereinbarung der TU mit Siemens zur Beschaffung neuer PCs erforderte größere Aufwendungen zur Integration neuer und auch wechselnder Hardwarekomponenten für eine weitestgehende automatisierte Systeminstallation.
  • ToSCA - für die plattformunabhängige Konfiguration und Administration von Rechnern - wurde auch für Windows XP eingeführt, einschließlich des Konfigurationssystems cfengine. Ende 2005 waren alle PCs der URZ-Pools in ToSCA integriert. Mit der Migration von PCs im Windows-XP-Administrationsdienst nach ToSCA wurde begonnen.
  • Schließlich wurde ein bisher nur für Linux eingesetztes Verfahren für die netzbasierte Installation von Windows XP-Systemen weiterentwickelt und eingeführt.

Einrichtung 2004 2005
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21
Informatik 0 1
Maschinenbau 30 34
Naturwissenschaften 6 8
Philosophische Fakultät 106 149
Wirtschaftswissenschaften 2 1
Zentrale Einrichtungen 33 48
Summe 198 262

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst


Einrichtung 2004 2005
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 0
Informatik 0 0
Maschinenbau 0 0
Naturwissenschaften 0 0
Philosophische Fakultät 0 40
Wirtschaftswissenschaften 20 20
Zentrale Einrichtungen 82 82
Summe 102 142

Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)

Der Installationsdienst Windows XP wird für die Nutzer angeboten, die auf eine TU-spezifisch konfigurierte Basisinstallation zurückgreifen, jedoch die administrative Verantwortung selbst wahrnehmen wollen.

Einrichtung 2004 2005
Elektrotechnik und Informationstechnik 13 4
Maschinenbau 20 1
Philosophische Fakultät 16 3
Wirtschaftswissenschaften 0 1
Zentrale Einrichtungen 4 1
Institut für Chemie 1 3
Institut für Physik 1 0
Summe 55 13

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner, die im jeweiligen Jahr diesen WXP-Installationsdienst erstmals genutzt haben.

Administrationsdienst Windows NT

Offiziell wurde dieser Dienst bereits am 31.10.04 durch das URZ beendet. Davon ausgenommen waren zwei Pools der Philosophischen Fakultät, die vom URZ mit einer speziellen Technologie weiterbetrieben werden mussten. Deren Hardware wurde im Dezember 2005 erneuert, so dass Windows XP installiert werden konnte. Dies war die Voraussetzung für die endgültige Abschaltung der Windows NT-Server im Dezember 2005.

Der Administrationsdienst Windows NT ist vollständig eingestellt.

WUSCH - Windows Update Service

Anfang 2005 wurde mit WUSCH ein neuer Dienst des URZ in Betrieb genommen, dessen Fokus auf der Verbesserung der Sicherheit der an der TU Chemnitz betriebenen Windows-PCs liegt. Basis war die vom Windows-Hersteller angebotene SUS-Technologie. Im Dezember wurde diese WUSCH-Basistechnologie auf WSUS umgestellt. Wesentliche Merkmale der WUSCH-Technologie sind der redundante und damit ausfallsichere Serverbetrieb mit entsprechenden Synchronisationsmechanismen sowie eine spezifische Administration der über WUSCH bereitgestellten Komponenten.

Dieser Dienst wurde von 409 Klienten-PCs genutzt.
Davon sind 274 Rechner strukturmäßig wie folgt zuordenbar:

Einrichtung Anzahl Klienten
Elektrotechnik und Informationstechnik 6
Informatik 3
Mathematik 0
Maschinenbau 8
Naturwissenschaften 24
Philosophische Fakultät 88
Wirtschaftswissenschaften 0
Zentrale Einrichtungen 145

Server-Housing

Dieses Dienstangebot umfasst den Betrieb von Rechnersystemen (Server) von Struktureinheiten der Universität bzw. externer Einrichtungen durch das URZ. Im Rahmen des Dienstes werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche
  • üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
  • durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performanceerwartungen erfüllen sollen

Die Server sind Eigentum des Auftraggebers und werden im Datacenter des URZ betrieben mit dem Ziel eines 7x24 Stunden Dauereinsatzes.

Der Dienst Server Housing schafft für den Betrieb solcher Server geeignete Umgebungsbedingungen (Klimatisierung, USV, eingeschränkter Zugang, Netzanschluss, etc.).

Der Dienst Server Housing wird in drei Ausbaustufen angeboten

  • Stufe 1: Datacenter-Aufstellung, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber
  • Stufe 2: wie Stufe 1, plus Betrieb und Managment
  • Stufe 3: wie Stufe 2, plus funktionelle Verantwortung für Dienste

Einrichtung Projekt Ausbaustufe Server-Housing Bemerkung
Univeritätsbibliothek alle UBC-Server S3 -
SFB 393 CLiC S3 -
Institut für Physik Fileserving S3 -
ZUV Fileserving S3 Serverstandort: ZUV
Hochschulen Sachsens Bildungsportal Sachsen S2 *
HTW u.a. Bildungsmarkt Sachsen S2 *
Hochschulen Sachsens SaxIS S2 *
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) S2 -
ZUV WEB-HIS S1 zeitweise
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie S1 -

Tabelle: Übersicht über Server-Housing (Stand: Ende 2005)
[*] vorgesehen ist, die Server dem URZ zu übereignen

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten IT-Vorhaben, die im Jahre 2005 vom URZ für die und mit der UB realisiert wurden:

  • Zu Ostern 2005 fand der erfolgreiche Umstieg von der Version 3.2 auf die Version 5.0 des lokalen Bibliothekssystems LIBERO statt. Dem ging eine umfangreiche Vorbereitung voraus, in deren Verlauf die Installation der Software auf den dafür vorgesehenen neuen Servern sowie die Anpassung der für LIBERO 3 entwickelten Betriebstechnologie an die Bedingungen von LIBERO 5 erfolgte. Im Rahmen der mehrtägigen System-Umstellung wurden die gesamten Daten aus LIBERO 3 exportiert, in das neue System importiert und anschließend komplett reindexiert. Weitere Informationen dazu finden sich in der Ausgabe 2/2005 der "Mitteilungen des URZ".

  • Die zusätzlich zu LIBERO angebotene sachliche Suche wurde nach der Einführung von LIBERO 5 funktionell leicht erweitert und technisch auf eine andere Basis gestellt, um eine bessere Wartbarkeit im eigenen Hause zu ermöglichen.

  • Im Zusammenhang mit dem LIBERO-Versionswechsel wurden die bibliotheksintern genutzten Windows-Terminal-Server von Windows 2000 auf Windows 2003 umgestellt. Sie unterliegen nun einer URZ-einheitlichen Administrationstechnologie und werden unter Verwendung weitgehend automatisierter Verfahren verwaltet. Anders als bei Windows 2000 stehen den UB-Mitarbeitern nun das Login mit AFS-Kennzeichen sowie der Zugriff auf das AFS-Dateisystem zur Verfügung.

  • Es wurden WWW-Formulare entwickelt, mit denen die Benutzer Magazinbestellungen sowie Bestellungen beim Patentinformationszentrum (PIZ) aufgeben können.

  • Im Jahre 2005 wurde für die UB deren eigener AFS-File-Server mit einem zugehörigen RAID-System in Betrieb genommen, der nur die Daten der UB hält, wodurch die verfügbare Datenkapazität deutlich erhöht werden konnte. Da sich die UB diesen Server nicht mit anderen Nutzern teilt, werden Zugriffsprobleme vermieden, die früher teilweise aus der von anderen Anwendern verursachten hohen Last eines AFS-File-Servers resultierten.

  • Mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 erfolgte die Inbetriebnahme einer Software-Eigenentwicklung, die einen regelmäßigen maschinellen Transfer der für die UB relevanten Benutzerdaten vom Studentensekretariat ins Lokalsystem LIBERO ermöglicht. Darüber wurde in der Ausgabe 4/2005 der "Mitteilungen des URZ" berichtet.

  • Nach längerer Vorbereitung und Anpassung konnte mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 das vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) entwickelte System ESEM zur Verwaltung elektronischer Semesterapparate für die Angehörigen der TU Chemnitz freigegeben werden. Auch hierüber informierte bereits die Ausgabe 4/2005 der "Mitteilungen des URZ". UB und URZ werden sich gemeinsam mit dem BSZ um die weitere Verbesserung dieses Angebots bemühen, das an einer zunehmenden Zahl von Universitätsbibliotheken zur Verfügung steht.

  • Durch zwei administrative Maßnahmen erfolgte eine Verbesserung der Betriebstechnologie des UB-Datenbank-Portals CHARLI, die verschiedene Stabilitätsprobleme vermeiden hilft. Einerseits wurden automatische Überwachungswerkzeuge entwickelt und aktiviert, die typische Fehlersituationen erkennen und oft auch beheben können. Andererseits verwendet CHARLI nun lokale Kopien der zentral im AFS verwalteten Konfigurationsdateien, um unabhängiger von eventuellen AFS-Störungen zu sein.

  • Für das Patentinformationszentrum wurde ein moderner Linux-Server in Betrieb genommen, der die Inhalte von CD-ROMs und DVDs bereitstellt und einen älteren Server ersetzt.

  • Die Linux-Arbeitsplätze und -Server der UB wurden einheitlich auf das Betriebssystem Scientific Linux (SL) umgestellt. Standardmäßig kommt derzeit Version 4.X zum Einsatz, auf Servern teilweise noch 3.X, sofern bestimmte benötigte Komponenten nur dort geeignet zur Verfügung stehen. Damit existiert eine stabile System-Basis, die bzgl. des Supports durch den Anbieter eine Planungssicherheit bietet.

  • Die mit Windows XP betriebenen Arbeitsplatz-PCs des PIZ sowie des Dokumenten-Schnelllieferdienstes der UB wurden auf eine neue Administrationstechnologie mit verbesserter automatischer Software-Pflege umgestellt.

  • Im vierten Quartal 2005 wurde eine große Menge neuer Hardware beschafft und zum Einsatz gebracht, die häufig veraltete Technik ersetzte, teilweise aber auch zusätzlich zur Verfügung steht. Dazu gehören 79 TFT-Monitore, 104 PCs, 4 Flachbett-Scanner, 4 Netzwerk-Drucker, 3 Beamer und ein Laptop. Ein hoher Anteil der neuen Technik wurde in den Öffentlichkeitsbereichen der UB aufgestellt und verbessert somit die Arbeitsbedingungen für die Benutzer.
    Im Jahr 2006 wird ein auch den UB-Benutzern zur Verfügung stehender neuer Schulungsraum in der Zentralbibliothek eingerichtet, in dem 21 der im Jahr 2005 neu beschafften PC-Arbeitsplätze mit TFT-Monitor sowie ein Beamer installiert werden.
    Der UB-intern genutzte Laptop unterstützt mit Windows XP und Scientific Linux zwei Betriebssysteme und bietet damit sehr gute Möglichkeiten für Präsentationen.

  • Ende 2005 erfolgte am BSZ der Wechsel zum neuen Verbund-System OCLC PICA. Dies erforderte die Installation und Konfiguration eines neuen Klienten für die Online-Katalogisierung sowie eine Anpassung der eigenen Routinen für eine Datenübernahme aus dem Verbund-System. Anfängliche Stabilitätsprobleme mit dem Katalogisierungs-Klienten wurden durch eine enge Kooperation von URZ und BSZ behoben.

  • UB und URZ beteiligten sich aktiv an den Vorbereitungen des für 2006 vorgesehenen Live-Betriebs der Portale der sächsischen Hochschulbibliotheken, die mit der Software Elektra auf am BSZ administrierten Servern realisiert werden. Die einzelnen Bibliotheken sind selbst für die Pflege ihrer regionalen Sicht zuständig, werden dabei aber von einem für das Projekt eingestellten Mitarbeiter der SLUB Dresden zentral unterstützt.
    Das URZ installierte einen lokalen Elektra-Test-Server und entwickelte eine Software zur Authentifizierung und Autorisierung der Elektra-Benutzer gegenüber LIBERO. Die SLUB Dresden sowie die UB Chemnitz wollen gemeinsam den anderen sächsischen LIBERO-Bibliotheken einen von allen Elektra-Portalen nutzbaren zentralen Authentifizierungs- und Autorisierungs-Dienst sowie Hilfestellung bei diesbezüglichen technischen Fragen anbieten.

  • In der zweiten Hälfte 2005 wurde die Ablösung der Novell-Server, die für einige derzeit immer noch benötigte Alt-Anwendungen erforderlich waren, durch einen Windows-Server vorbereitet und Anfang Januar 2006 in einem ersten Teilschritt abgeschlossen. Die betreffenden auf DOS und dBase bzw. Clipper basierenden Anwendungen laufen in einer speziell eingerichteten Umgebung auf einem Terminal-Server unter Windows 2003 und haben somit eine moderne Hardware-und System-Basis, die dem URZ-Standard entspricht und eine einheitliche Administration gestattet.

  • Der Dokumenten- und Publikationsservice MONARCH wurde im Jahr 2005 mit den Versionen 2.5.0, 2.5.1 und 2.5.2 weiterentwickelt. Hauptentwicklungen waren die Neuimplementierungen des Archivierungsformulars sowie des automatischen Archivierens neuer Dokumente. Aufbauend auf den mehrjährigen Erfahrungen wurde ein vollständiges Redesign des Archivierungsformulars vorgenommen, mit dem Ziel einer einfacheren und eindeutigeren Nutzerführung. Wesentliche Bestandteile sind die Verwendung von XSLT sowie die Unterstützung von UTF-8.
    Mit 189 im Jahr 2005 neu archivierten Dokumenten ist gegenüber 2004 mit 159 Dokumenten wiederum ein Aufwärtstrend nachgewiesen.

Speicherdienste

Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:

  • Netz-Filesystem (AFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten
  • Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
  • Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken

Netz-Filesystem (AFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten seit dem Jahr 2000.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2000 13 3219 247.6  
2001 12 4225 352.1 31
2002 11 7205 655.0 71
2003 11 12752 1159.3 77
2004 8 12512 1564.0 -2
2005 8 12733 1591.6 2

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten

Im vergangenen Jahr wurde die Konsolidierung der für Speicherdienste eingesetzten Systeme fortgesetzt. Wir setzen als AFS-Server nunmehr ausschließlich Linux-Systeme (vorwiegend SMP-Maschinen) mit SCSI-IDE bzw. SCSI-SATA-RAID-Systemen ein.

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.

File-Typ 2003 2004 2005
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 13739 1336 571 14480 1798 843 15032 2278 1072
Projekt-Verzeichnisse 246 1690 834 327 2279 1312 382 3296 1727
Admin/ToSCA 108 641 400 108 738 465 177 1340 502
Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste

Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wie den beiden voran stehenden Tabellen zu entnehmen ist, gab es seit 2003 keine wesentlichen Änderungen an den Filesystem-Kapazitäten, da der Bedarf aber weiterhin steigt, wurde im Herbst 2005 durch das URZ ein HBFG-Antrag unter dem Titel "Speichersystem-Infrastruktur" auf den Weg gebracht. Ziel dieses Antrags ist der Aufbau eines Storage Area Networks (SAN), welches die steigenden Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Performance und Kapazitätserweiterung unserer Speicherdienste sichern soll.

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des Im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der seit 1993 angebotene Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird seit 2000 auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Anfang 2005 wurde die technische Basis komplett auf neue moderne Technik umgestellt. Dabei sind 11 ältere PC-Systeme durch vier neue, leistungsfähigere ersetzt worden. Die Sicherungskapazität der RAID-Systeme wurde von 12 auf 16 Terrabyte erweitert, von denen Ende 2005 10 TB belegt waren.

Ende 2005 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004 2005
GB GB GB GB GB GB ANZ FS
Naturwissenschaften 79.4 87.4 93.4 85 60 164 3 4
Mathematik 51.2 147.2 156.2 202 202 242 4 8
Maschinenbau(1) 163.5 328.5 186.5 251 533 521 15 28
Institut Mechatronik(1) - - 338.0 124 124 20 1 2
ET/IT 255.9 311.5 412.5 756 1041 1165 15 48
Informatik 127.5 218.5 334.0 440 601 669 8 24
Wirtschaftswiss. 125.0 205.0 475.0 142 158 168 8 12
UB(2) - - 276.4 27 47 40 1 3
URZ(2/3) 45.7 150.4 153.1 293 302 320 13 27
CSN - 3.1 3.1 18 22 68 1 6
Summe: 848.2 1451.6 2428.2 2338 3090 3377 69 162
Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): - bis 2001 wurden die Daten des Institutes für Mechatronik zu MB/VT summiert
(2): - bis 2001 wurden die Daten der Bibliothek dem URZ angerechnet
(3): - größter Bestandteil sind die Mailbox-Files für TU-Angehörige

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich voll auf seine Anwendung konzentrieren und er kann seine Datenbank gegebenenfalls auch als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten.

Der Datenbank-Service erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu notwendigen Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.

  2000 2001 2002 2003 2004 2005
Anzahl Datenbanken 28 76 191 296 385 451

Tabelle: Anzahl aktiver Datenbanken, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 10 14 24
Mathematik 1 6 7
Maschinenbau 24 25 49
Elektrotechnik und Informationstechnik 2 19 21
Informatik 11 138 149
Wirtschaftswissenschaften 12 59 71
Philosophische Fakultät 17 56 73
Universitätsbibliothek 0 0 0
Universitätsrechenzentrum 24 0 24
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 3 0 3
Sonstige 18 11 30
Summe 122 328 451

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2005 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Software-Dienste

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Das URZ hat im Berichtszeitraum ein breites Spektrum kommerzieller Anwendungssoftware angeboten. So bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec). Dadurch ist ein unlimitierter, preiswerter Bezug von Lizenzen für alle Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt Sachgebiet vergebene Lizenzen
Software+Handbücher
ges. bis
31.12.05
davon
2005
Adobe-Produkte Büro- und Grafiksoftware 1595 390
ANSYS Finite-Elemente-Berechnung 17 3
Borland-Produkte diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung 497 0
Corel-Produkte diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 918 104
LabView Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung 24 9
Macromedia diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 262 77
MAPLE mathematische Software 81 6
Mathematica mathematische Software 72 6
Microsoft-Produkte diverse Bürosoftware 7974 900
Oracle Datenbanksystem 4 0
Pro/ENGINEER CAD-System 59 3
ScanSoft-Produkte Scanner-Software 24 4
Solid Edge CAD 308 214
SPSS Statistik 281 148
Sybase Datenbanksystem 2 0
Symantec-Produkte diverse Bürosoftware 982 1
X-Win32 X-Terminalemulation für Windows 69 4
Summe: 13169 1869

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
NAG-Libraries (Landeslizenz) Bibliotheken für mathematische Algorithmen Lizenznutzung strukturintern z.T. unbegrenzt
Simplorer Simulationen in der Elektrotechnik unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2005 davon im Jahr 2005
RRZN-Handbücher 6567 715
ZIN-Handbuch 761 96
Summe: 7328 811

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (alphabetisch nach Sachgebieten angeordnet):

Bilder   Bildbearbeitung Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, IrfanView, hugin, Photoshop
Bildgenerierung Blender, Povray
Büro   Komplettpakete OpenOffice, StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office
Textverarbeitung LyX, LaTeX, xtem, kile
Tabellenkalkulation gnumeric
Präsentation MagicPoint
Wörterbücher ding, Dict
CAD   2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autocad, Autodesk Produkte, LinuxCAD, Pro/ENGINEER, Solidedge, VectorCAD 3D
ECAD EAGLE
Chemie/Physik     Gaussian, ADAMS
Dateibetrachter   Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb
Postscript-Dokumente Ghostview (gv) / gsview, kghostview, Ghostscript (gs)
PDF-Dokumente Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript (gs), Adobe Acrobat
Dateimanager     Konqueror, Nautilus, Midnight Commander
Datenbank-Software   DBMS, Klienten MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase
Desktop-Datenbank Microsoft Access
Desktop Publishing     Scribus, Framemaker
FEM   FEM-Simulation Ansys, Marc/Mentat, ABAQUS, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB
CFD-Simulation FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, ICEM CFD
Formatkonvertierung   Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, pstoedit, pstops, ps2ps, ps2pdf, FreePDF, Acrobat (Distiller)
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Grafik     Blender, CorelDraw, GIMP, IslandDraw, ImageMagick, Micrografx, Sodipodi, Photoshop, xfig
High Performance Computing   Zugang OpenPBS
Kommunikation MPIch, LAM-MPI, PVM
Compiler / Debugger Intel Compiler Suite, Portland Group Compiler Suite, TotalView Debugger
Bibliotheken NAG, BLAS / LAPACK
Internet   Webbrowser Mozilla, Opera
E-Mail Mozilla, IMP Webmail, pine
Mathematik     MuPAD, Mathematica, Maple, Matlab, Mathcad
Mathematik-Bibliotheken NAG
Multimedia   Bilder und Grafiken GIMP, Xfig, Xsane, GtKam
Audio xmms, lame, oggenc
Video mplayer, xine, MJPEG-Tools, kino
CD/DVD Brennen K3b, gcombust, NERO
OCR     kooka, Omnipage
Scannen     xsane, Omnipage
Simulation     KISSSoft, Labview, Simplorer, Trysim
Softwareentwicklung   Integrierte Entwicklungsumgebungen KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Sun Compiler, SNiFF+, Borland C++, Borland Pascal, Microsoft Visual C++, Microsoft Visual Basic, Borland C++ Builder, Borland Delphi, Borland Kylix, Free Pascal
Compiler Intel C/C++ und Fortran, PGI Cluster Developement Kit
Debugger, Sourcecode-Analyse snavigator, valgrind
Statistik     R, S-Plus, SPSS, Systat
Texteditoren   ASCII-Texte KWrite, Jedit, Microsoft Editor, vim / gvim, Emacs / XEmacs
HTML-Dokumente Quanta+
RTF-Dokumente Ted, OpenOffice, StarOffice, AbiWord, MS Office
DOC-Dokumente OpenOffice, StarOffice, AbiWord, MS Office
Visualisierung     AVS, AVS/Express, GNUPLOT, Grace, Graphviz, KHOROS, OpenDX, PV-WAVE, SigmaPlot, UNIRAS
Windows-Unix-Integration   "Unix in Windows" XWin32, cygwin
"Windows in UNIX" VMware, wine, rdesktop, vncviewer

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Die aufgeführten Anwendungen stehen dabei in unterschiedlichen Plattformen bereit, teilweise sind die Anwendungen auch plattformunabhängig.

Plattform Anzahl Softwarepakete Einzelprogramme
Linux (i386_linux26) 66 (/uni/global) 336
  697 (rpm) 4855
Windows XP 107 644

Tabelle: Anzahl der öffentlich verfügbaren Anwendungssoftware

Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen.

Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Software-Lizenzverwaltung

Die im Campusnetz bereitgestellten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird.

Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen.

In der Regel wird bei fachspezifischer Software ein Lizenzmanager mitgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche Lösungen (Vendordämonen zu FLEXlm, Variationen des ELAN-Lizenzmanagers, Eigenentwicklungen), was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Herstellerspezifische Lizenzmodelle und der Bedarf der Nutzer erfordern die Realisierung unterschiedlicher Lizenzierungsformen, wie beispielsweise

  • pro Rechner/Rechnergruppe (z.B. Poollizenz)
  • pro Nutzer/Nutzergruppe
  • als Single-Lizenz z.B. mit Personal License Password
  • als Floating-Lizenz mit zentralem Lizenzmanagement
  • als Server-Lizenz mit campusweitem Zugriff
  • Mischformen

Die Hersteller sind interessiert, die Verwaltung/Verteilung der Software dem URZ als zentrale Administrationsstelle zu überlassen und geben dafür Preisnachlässe. Beispiel ist die vom URZ verwaltete Landeslizenz von NAG (Numerical Algorithms Group) mit der für die Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen 113 Produkte bereitstehen, die über WWW verteilt werden. Besonders lohnt sich das, wenn gleichzeitig ein im URZ verfügbarer und universitätsweit nutzbarer Lizenzserver verwendet wird wie das z.B. für die ANSYS-Hochschullizenz praktiziert wird.

Bei Softwareherstellern, die zwar in der Lizenzanzahl limitierte Floatinglizenzen verkaufen, selbst aber keinen Lizenzmanager zu ihrer Software mitliefern, ist der Lizenznehmer verpflichtet, die Lizenzüberwachung selbst zu organisieren (es sei denn er kauft eine viel teurere Campuslizenz mit unbegrenzter Lizenzanzahl). Wir verwenden zur Lizenzüberwachung z.B. das Software-Asset-Management Produkt SAMwrap. Im Berichtsjahr sind dafür keine zusätzlichen Kosten entstanden. Es ist aufgrund ständiger Bedarfsanalyse gelungen, die Anzahl der Lizenzen und die Betriebssystemversion konstant zu halten, so dass keine Updategebühren bezahlt werden mussten.

Für die Lizenzüberwachung auf Windows-Terminalservern, die für den Dienst Windows-Applikationsserver (WAPPS) eingesetzt werden, wurden Untersuchungen bezüglich Eignung des vorhandenen Produkts MISS MARPLE Lizenzkontrolle Experience (ADLON Software) durchgeführt, dessen Einsatz sich jedoch unter den Bedingungen an der TUC als zu aufwändig herausstellte. Als Ersatzvarianten konnte unter Verwendung des vorhandenen SAMwrap ohne zusätzliche Kosten eine geeignete Lizenzverwaltung realisiert werden.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager gibt es im URZ:

  • einen Lizenzserver unter Linux
  • einen Lizenzserver unter Solaris
  • einen Lizenzserver unter Windows

Im vergangenen Jahr wurden die Windows NT-Lizenzserver durch W2003-Server abgelöst. Die bisher auf mehrere NT-Server verteilte Lizenzüberwachung wurde auf einen W2003-Server konzentriert und damit der administrative Aufwand verringert. Durch die Nutzung der Firewall-Funktionalität konnte die Sicherheit erhöht werden. Allerdings waren damit auch Modifikationen für den Zugriff der Klienten auf den Lizenzserver notwendig, der durch Firewall-Ausnahmen geregelt werden musste.

Der Linux-Lizenzserver wurde von Linux RedHat 7.3 auf Scientific Linux Version 3.0.5 umgestellt. Das war aus Sicherheitsgründen und wegen Auslauf der Wartung für RedHat erforderlich. Eine Umstellung auf Scientific Linux 4 war nicht möglich, da bestimmte Lizenzmanagement-Produkte nur bis zur Version 3 angeboten wurden. Als Folge des Systemupgrades mussten neben umfangreichen Funktionstests auch kostenpflichtige SW-Upgrades für Produkte, deren Lizenzmanagement nicht auf der neuen Plattform funktionierte, beschafft werden.

Unsere Bestrebungen gehen dahin, den Solaris-Lizenzserver abzulösen, die Lizenzdienste auf den Windows-Servern einzuschränken und möglichst alle Lizenzen unter Linux zu verwalten. Es gibt aber einige Softwareprodukte, die nur für Solaris bzw. Windows existieren und die Hersteller das Lizenzmanagement auch nur für diese Plattformen bereitstellen, so dass die verschiedenen Lizenzserver noch gebraucht werden.

Im letzten Jahr musste FLEXlm durch das komplexere FLEXnet für die Linux- und Windows-Lizenzserver ersetzt werden, weil durch den Übergang der FLEX-Produkte auf die Firma Macrovision der Lizenzmanger FLEXlm nicht mehr weiterentwickelt wurde. Auf dem Solaris-Lizenzserver laufen ältere Produkte, so dass eine Aktualisierung nicht erforderlich war.

In der folgenden Tabelle werden die mittels Lizenzserver überwachten Produkte, Teilprodukte und Lizenzen dargestellt, jeweils getrennt nach Rechnerplattformen (Linux, Solaris, MS Windows). Es sind nur Produkte enthalten, bei denen eine limitierte Anzahl von Lizenzen vorhanden ist. Teilprodukte gehören zu einem bestimmten Produkt, werden aber getrennt lizenziert.

  2002 2003 2004 2005
  P TP LA P TP LA P TP LA P TP LA
Linux 11 54 416 14 152 2430 15 204 2816 20 281 3635
Solaris 17 105 3565 14 53 1440 7 48 1439 7 48 1439
Windows 9 10 153 11 12 186 3 3 26 2 3 65
Summe: 37 169 4134 39 217 4056 25 255 4281 29 332 5139

Tabelle: Über Lizenzserver verwaltete Lizenzen (P = Produkte, TP = Teilprodukte, LA = Anzahl der Lizenzen)

Nicht in der Tabelle erfasst sind zahlreiche Produkte mit unbegrenzter Anzahl von Lizenzen und solche, die nicht über Lizenzserver, sondern mit anderen Technologien (z.B. Dongles, Codewörter, AFS-Filezugriff) gesteuert werden.

Jeder autorisierte Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite Lizenzserverstatus abfordern.
Spezielle Fragen zur Lizenzverwaltung bitte an Juergen.Winkler@hrz.tu-chemnitz.de

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2005 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler u. dezentraler IT-Systemen in der Universitätsbibliothek. Der schon in den vergangenen Jahren zu erkennende Trend, dass ältere PC-Systeme nicht mehr durch Hardwareaufrüstungen an das erforderliche Leistungsspektrum angepasst werden können, sondern auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses der Neukauf bevorzugt wird, hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. In Unterstützung der ab 2005 wirksamen Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" wurden entsprechende Tests und Hardwarebewertungen durchgeführt. Die Ablösung von CRT-Monitoren durch TFT-Displays hat sich in 2005 vollzogen. Das seit geraumer Zeit im Einsatz befindliche Überwachungs- u. Signalisierungkonzept für Hardware-Fehlerzustände - und erweitert auch für betriebsrelevante Klimatechnik - hat sich etabliert und wird von unterschiedlichen Interessenten mit genutzt.

Aufgabenschwerpunkte 2005

  • Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
  • Testung und Auswahl von IT-Komponenten in Vorbereitung der Rahmenvereinbarung
  • Testung und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
  • Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
  • Fortsetzung der Rekonstruktion der zentralen USV-Stromversorgung im Serverraum der URZ
  • Vorbereitung und Begleitung der Baumaßnahme "Rekonstruktion zentrale Klimaanlage des URZ" unter laufendem Betrieb
  • Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
    • Hochleistungsrechner CLiC: Wartung und Testung
    • zentrales Backup-System der TU Chemnitz
    • Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
    • mehr als 170 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
    • zentrale Drucktechnik
    • campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
    • Ausbau der WaveLan-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
    • in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen ohne vorbeugende Datensicherungsalgorithmen
    • Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
    • Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
    • Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Das Ziel der mittelfristigen Substitution der alten Systeme ist auf Grund der Finanzierungsprobleme in den Struktureinheiten in 2005 noch nicht erreicht!

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich für 2005 auf ca. 75,5 TEUR, davon reine Dienstleistung für Strukturen der TU Chemnitz 74 TEUR.

Beschaffung von Standard-PC-Technik

Ende 2004 wurde zwischen der TU Chemnitz und der Firma Siemens AG, Information and Communication Networks eine Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik und Zubehör (TFT/Monitor, Drucker) abgeschlossen. Auf dieser Basis sollen Beschaffungen schnell, unbürokratisch und vor allem wirtschaftlich vollzogen werden.

Innerhalb der Rahmenvereinbarung wird eine überschaubare Anzahl von Computern, Bildschirmen und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Deren Auswahl geht eine Begutachtung der Technik durch das URZ voraus.

Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Dafür wurde vom URZ ein Web-Portal mit drei Benutzerschnittstellen geschaffen:

  • Interface für alle TU-Mitarbeiter
  • Interface für Mitarbeiter der Abteilung Zentrale Beschaffung im Dezernat Haushalt und Wirtschaft
  • Interface für den Vertragspartner

Für den Zugriff auf diese Schnittstellen ist grundsätzlich eine Authentifizierung erforderlich. Neben der Wahrung des Sicherheitsaspektes dient diese dazu, dass diverse Eingabefelder der Web-Formulare (z.B. Struktureinheit, Lieferanschrift, Telefonnummer) mit den im URZ-Datenbanksysten (MoUSe) gespeicherten Benutzerdaten vorab ausgefüllt werden.

Die Schnittstelle für TU-Mitarbeiter ist ein Web-Formular, mit dem die benötigten Geräte ausgewählt werden können. Ausgehend von den Anforderungen sind Speicherausstattung, Plattenkapazität, Gewährleistung u.a. innerhalb der vertraglichen Vereinbarung individuell konfigurierbar. Per Mausklick wird der gewünschte Warenkorb zusammengestellt - der Nutzer hat dabei immer einen vollständigen Kostenüberblick. Auf diesen Warenkorb kann ein für die Kostenstelle autorisierter Mitarbeiter zugreifen und daraus einen Beschaffungsantrag erzeugen, indem Kontierungsdaten (Titel, Kapitel, Kostenstelle, ...), die Bedarfsbegründung usw. hinzugefügt werden.
Der im Webportal erzeugte Beschaffungsantrag wird intern der Vergabestelle der TU Chemnitz "per Knopfdruck" zugestellt. Jeder Beschaffungsantrag erhält eine eindeutige Identnummer. Auf diese Nummer kann sich der Antragsteller beziehen, wenn er für einen beschafften PC einen Systemadministrations-Auftrag (WXPADM, WXPI oder LADM) erteilt.

Die Schnittstelle für Mitarbeiter der Abteilung Zentrale Beschaffung bietet einen vollständigen Überblick über alle vorliegenden Beschaffungsanträge und deren aktuellen Bearbeitungsstatus.
Bei der Antragsbearbeitung entfällt die Überprüfung und Begutachtung der ausgewählten Artikel, da diese bereits im Vorfeld eingehend und umfassend erfolgte. Der Antragsbearbeiter realisiert gemäß den geltenden Vorschriften die haushaltsrechtliche Prüfung und löst den rechtsverbindlichen Auftrag aus. Dieser wird als PDF-File per E-Mail dem Vertragspartner übermittelt. Auch dafür sind nur wenige Mausklicks erforderlich.
Diese Portal-Schnittstelle enthält ergänzend einige Werkzeuge mit denen z.B. das angebotene Sortiment und die Artikelpreise erfasst bzw. bearbeitet werden können.

Mit der Schnittstelle für den Vertragspartner stellt dieser auf elektronischem Weg Lieferscheine, Seriennummern und Geräteadressen bereit. Diese Informationen werden in einer Datenbank abgelegt, auf die z.B. URZ-Mitarbeiter bei der Bearbeitung von PC-Systemadministrations-Aufträgen zugreifen können.

Besonders bei der Gestaltung des Interfaces für TU-Mitarbeiter war Einfühlungsvermögen erforderlich. Der einzelne TU-Mitarbeiter benutzt dieses Werkzeug sehr selten, muss dann allerdings sofort damit korrekt umgehen können. Deshalb entspricht das Aussehen der Schnittstelle weitgehend dem allgemeinen Beschaffungsantragsformular. Außerdem wurden mehrere Online-Hilfen angebracht.

Wir schätzen ein, dass sich das Web-Portal im vergangenen Jahr bewährt und die Rahmenvereinbarung die beabsichtigten Effekte weitgehend gebracht hat. Als Nebeneffekt wird die ungerechtfertigt hohe Typenvielfalt der PC-Hardware, die an der Universität gegenwärtig existiert und sich in vielen Situationen als Nachteil erweist, schrittweise abgebaut.

Aus- und Weiterbildung

Auch im vergangenen Jahr enthielt das Aus- und Weiterbildungsangebot des URZ für Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz sowohl Intensivkurse als auch Lehrveranstaltungen im Hauptstudium für Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Die Lehrveranstaltungen stehen - unter Beachtung der geforderten Vorkenntnisse - auch interessierten Studenten anderer Fachrichtungen und Mitarbeitern zur individuellen Weiterbildung offen (zugehörige Praktika allerdings nur bei vorhandener Platzkapazität).

Lehrveranstaltungen

2005 wurden von URZ-Mitarbeitern folgende Lehrveranstaltungen durchgeführt:

Management und Sicherheit von IT-Services
(Sommersemester) Diese Lehrveranstaltung vermittelt Kenntnisse zu aktuellen Techniken, Prinzipien und Strategien bei der Bewältigung verschiedener Aufgabenstellungen beim Erstellen, Pflegen und Betreiben von IT-Services. Einen besondereren Schwerpunkt bilden dabei Sicherheitsaspekte. Die Vorlesung widmet sich vor allem den Prinzipien und Strategien beim Management von IT-basierten Diensten und die Übung ergänzt die Inhalte durch praxisnahe Szenarien aus unterschiedlichen Systemumgebungen.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/msis/

Werkzeuge und Techniken zur Dokumentengestaltung
(Wintersemester) Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in die richtige Methodik zur Erstellung anspruchsvoller und umfangreicher (Text-)Dokumente. Besonderes Augenmerk wird auch auf online-Dokumente gelegt.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/doge/

Diese Lehrveranstaltungen sind als fakultative Spezialvorlesungen im Hauptstudium Informatik konzipiert und waren - für diesen Typ von Vorlesungen - mit 31 bzw. 18 Teilnehmern gut besucht.

Intensivkurse

Das Angebot an Intensivkursen für TU-Angehörige konzentrierte sich auch 2005 auf Kurse, die die Arbeit mit den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (diverse Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen ermöglichen bzw. effektivieren sollen. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt auf der Nutzung kostenfreier Software. In einigen Grundkursen (z.B. "Werkzeuge zur Textverarbeitung" bzw. "Werkzeuge zur Tabellenkalkulation") wird die übliche Funktionsweise von Softwareprodukten des entsprechenden Fachgebiets behandelt. Damit wird deutlich gemacht, dass beispielsweise zwischen MS Office (MS Windows) und OpenOffice (Linux und MS Windows, kostenfrei) kaum Unterschiede bezüglich der Funktionalität und Bedienung bestehen. MitarbeiterInnen und StudentInnen werden dadurch in die Lage versetzt, sich schnell in eine neue Software einarbeiten zu können.

Im Jahr 2005 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt, einige davon zwei- bzw. mehrfach (entsprechend der Nachfrage und der Kapazitäten):

  • Computernutzung an der TU Chemnitz (für neue Studenten/Nutzer)
  • Linux effektiv nutzen]
  • Web-Dokumente erstellen
  • Software-Tipps zum Anfertigen schriftlicher Arbeiten
  • Werkzeuge zur Textgestaltung
  • Einführung in LaTeX
  • LaTeX für Fortgeschrittene
  • OpenOffice für Fortgeschrittene
  • Werkzeuge zur Tabellenkalkulation
  • Einführung in Access
  • Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam)
  • Gestalten von Präsentationen
  • Paralleles Rechnen auf dem CLiC - eine Einführung

Jahr Anzahl Teilnehmer Teilnehmer pro Kurs
(Durchschnitt)
gesamt Studenten Mitarbeiter gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155 25,65 18,91 6,74
1994 31 512 342 170 16,51 11,03 5,48
1995 35 493 334 159 14,09 9,54 4,54
1996 44 594 366 228 13,50 8,31 5,18
1997 41 556 318 238 13,56 7,76 5,80
1998 64 915 609 306 14,30 9,52 4,78
1999 58 991 764 227 17,09 13,17 3,91
2000 59 1152 808 344 19,52 13,69 5,83
2001 50 1059 769 290 21,18 15,38 5,80
2002 15 341 249 92 22,73 16,60 6,13
2003 24 438 238 200 18,25 9,92 8,33
2004 21 398 341 57 18,95 16,24 2,71
2005 19 413 359 54 21,74 18,89 2,84

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Zur selbständigen Weiterbildung stehen unseren Nutzern für viele Kurse online-Kursunterlagen bzw. die Vorlesungsskripte (http://www.tu-chemnitz.de/urz/kurse/unterlagen/, http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/ ) im Campusnetz zur Verfügung, sowie die im Abschnitt "Softwareservice" erwähnten preiswerten Handbücher der Universität Hannover.

Nutzerforum des URZ

Seit September 2004 bietet das URZ eine neue Veranstaltungsreihe an, das "Nutzerforum des URZ". In dieser Veranstaltungsreihe wollen wir unsere Nutzer über aktuelle Fragen und Probleme bezüglich der Dienste des URZ direkt informieren, Fragen beantworten und mit den Nutzern diskutieren. Diese Veranstaltung findet zu einem festen Termin, jeden 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. statt.

Die Erfahrungen zeigen, dass es sinnvoll ist, gezielt Nutzergruppen über speziellen Einsatzmöglichkeiten des Diensteangebots zu informieren. Im Jahr 2005 wurden folgende Themen behandelt:

  • "Verwalten von Mailing-Listen" - Gruppenkommunikation im Intranet
  • "Sicherheit für Windows-PCs: Patch-Verwaltung"
  • "Linux im Campus der TUC: Was gibt es Neues?"
  • "Netzumgestaltung im Rahmen von VoIP und Campusnetz II"
  • "Rahmenvereinbarung zum Einkauf von Standard-PC-Technik"
  • "Sicherheit von WWW-Anwendungen"
  • "Tipps zur Bereitstellung von Lehrmaterialien im Campusnetz"
  • "Scientific Linux 4 in den zentralen Computerpools"
  • "Konzept eines Windows-Applikationsservers im URZ"
  • "Sicher ins Campusnetz mittels VPN-Zugang"

Bei einigen Themen haben wir Probleme angesprochen, die auf breites Interesse gestoßen sind. Wünschenswert wäre es, wenn auch von Seiten der Nutzer Vorschläge oder Wünsche für Themen kommen würden, die in dieser Veranstaltung diskutiert oder erläutert werden sollen.
Bei dieser Veranstaltung zeigt sich besonders nachteilig, dass es keine Möglichkeit gibt, allen Interessenten die Teilnahme zu ermöglichen (Verhinderung durch Lehrveranstaltungen, Praktika ...).
http://www.tu-chemnitz.de/urz/forum/

Zertifikat Internet-Nutzung

Das Weiterbildungsangebot "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurde auch im Jahr 2005 vom URZ unterstützt. Von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ wurden 2005 an 18 Terminen 1569 Prüfungen bearbeitet. Das durch Ablegen einer Prüfung erreichbare Zertifikat ist für neue Studenten Voraussetzung für einen CSN-Anschluss und für die weltweite Veröffentlichung eigener Webseiten unter der Adresse tu-chemnitz.de sowie für weitere Dienste im Campusnetz: zur Nutzung des campusweiten Funknetzes, des Virtual Private Network (VPN) Dienstes, zur automatischen Freischaltung von Datendosen in öffentlichen Räumen der TU und für die externe Einwahl über uni@home bzw. dfn@home.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/ZIN/

Chemnitzer Linux-Tage

Die "Chemnitzer Linux-Tage" sind ein öffentliches Informations- und Weiterbildungsangebot, das gemeinsam von der Chemnitzer Linux User Group, dem IN Chemnitz e.V. und dem URZ seit 1999 durchgeführt wird. Es ist die größte nichtkommerzielle Veranstaltung dieser Art in Ostdeutschland, an der sich auch namhafte Referenten aus Deutschland und der ganzen Welt beteiligen. MitarbeiterInnen des URZ waren auch zu den Chemnitzer Linux-Tagen 2005 umfassend in die Organisation und Durchführung involviert, beteiligen sich mit Vorträgen, Workshops, Demonstrationen, fachlicher Betreuung und organisatorischer Absicherung der Veranstaltung.
http://chemnitzer.linux-tage.de/

andere Weiterbildungsangebote

Im Jahr 2005 konnten wir auf das 15-jährige Bestehen unserer Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen" zurück blicken. In den neun Veranstaltungen des Jahres 2005 wurden in Vorträgen wieder interessante, zum Teil zukunftsweisende Themen vorgestellt und zwanglos diskutiert (Themen 2005). Die ungebrochen gute Ressonanz auf diese Veranstaltung, die bei interessanten Themen die Kapazitätsgrenzen des Veranstaltungsortes - das "Alte Heizhaus" im Universitätsteil Straße der Nationen - erreicht, freut uns als Veranstalter natürlich sehr.
Dieses Informationsangebot steht auch Firmen und Interessenten aus der Region zur Verfügung und wird gern genutzt.

Für Studenten (zu Semesterbeginn) und Schüler (zu den Tagen der offenen Tür) wurden Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/

High Performance Computing

Das URZ bietet traditionell Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld.

Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Im Jahr 2005 war dabei weiterhin das unter Linux betriebene Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) die einzige verfügbare Rechenressource:

  • 528 Rechenknoten (Standard-PC)
    • 800 MHz-Prozessor
    • 512 MB RAM
    • 2 Fast-Ethernet-Schnittstellen
  • 2 Server

Seit seiner Inbetriebnahme wurde das Cluster durch die Wissenschaftler der TU Chemnitz und anderer Bildungseinrichtungen intensiv verwendet.

Gegenwärtig werden durch die Nutzer Projekte und Aufgabenstellungen aus folgenden Gebieten bearbeitet:

  • Simulation elektronischer Bauelemente auf atomarer Ebene
  • Molekulardynamische Simulationen zur Dynamik von Flüssigkeiten an Oberflächen
  • Portierung eines parallelen Objektservers (OPA) als Data Repository eines CASE-Werkzeuges
  • Portierung des parallelen Servers OPAS nach AspectC++
  • Simulation strömungsinduzierter Mechanismen bei der Ausbildung der Molekülorientierung in spritzgegossenen Kunststoffbauteilen
  • Untersuchungen zur Kombination von Task- und Datenparallelität im wissenschaftlichen Rechnen an ausgewählten Modellen
  • MPI-Praktikum im Hauptstudium Diplominformatik
  • Optimierung und Einsatz des Neurosimulators FAUN
  • Entwicklung parallel auszuführender Testskripts für Programme und Ausführung
  • Evaluation von CoC-Testsoftware
  • Multivariate, nicht lineare Analyse und Prognose von ökonomischen Zeitreihen mittels genetisch optimierter neuronaler Netze
  • Rechnungen mit Gaussian zur numerischen Untermauerung der gemessenen Raster-Tunnel-Mikroskop-Bilder
  • Erstellung eines hierarchischen Simulationssystems zur Umverteilung beweglicher Ressourcen unter Nutzung von Parallelrechentechnik
  • Verteiltes Rendering dynamischer virtueller Welten
  • Finite-Volumen-Methode zu Lösung der dreidimensionalen Navier-Stokes-Gleichungen für inkompressible Medien
  • Berechnung von Struktur und Eigenschaften oligomerer Organosilanen und Metall-Silylen-Komplexen
  • numerische Strömungsmechanik

Das Cluster wird dabei nicht nur durch Wissenschaftler der TU Chemnitz sondern auch durch Wissenschaftler anderer Hochschulen und in zunehmendem Maße auch durch Studenten genutzt. Neben dem o.g. MPI-Praktikum für Informatik-Studenten betrifft dies auch Studien- und Diplomarbeiten aus der Informatik, dem Maschinenbau und dem Bereich der Naturwissenschaften.

Die Nutzung des Clusters CLiC ist im Jahr 2005 gegenüber dem Vorjahr insgesamt gestiegen, was insbesondere die Grafik 3 illustriert. Trotz etwas verringerter Nutzerzahlen ist offensichtlich der Ressourcenbedarf pro Job angestiegen.

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005
aktive Projekte 3 24 36 32 30 27
aktive Nutzer 15 70 89 78 68 66
Jobs 665 7751 6965 7206 16879 14647
mittlere Jobgröße (Knoten) 56 34 39 12 16 19
Jobs Walltime (Tage) 3820 64668 90259 73687 83418 89308

Die Grafiken veranschaulichen die monatsbezogene Auslastung des Clusters über seine gesamte Nutzungszeit seit 1. November 2000.

Anzahl der gelaufenen Jobs
Grafik 1: Anzahl der gelaufenen Jobs
Durchschnittliche Knotenanzahl
Grafik 2: Durchschnittliche Knotenanzahl
Gesamtressourcennutzung
Grafik 3: Ressourcennutzung insgesamt (Knoten * Laufzeit)

Die Berechnung eines "Gesamtauslastungskoeffizienten" liefert kein sinnvolles Ergebnis, da ein Cluster naturgemäß wegen seiner dedizierten Ressourcennutzung nur in Ausnahmefällen voll belegt sein kann. Das liegt vor allem daran, dass zum Starten eines Jobs immer mindestens die gewünschte Anzahl Knoten exklusiv zur Verfügung stehen müssen und somit Jobs u.U. warten obwohl Knoten frei sind. Damit erscheint das Cluster aus Nutzersicht als ausgelastet, während tatsächlich noch einige (oder viele) Knoten unbenutzt sind. Insofern ist die Angabe aussagekräftiger, dass im Durchschnitt 10 bis 20 Nutzer gleichzeitig das Cluster in Form disjunkter Teilbereiche nutzen konnten. Oft bildete sich jedoch eine Warteschlange von Jobs, die nicht sofort bedient werden konnten.

Dieser Auslastungsgrad ist umso bemerkenswerter, weil aufgrund des Alters das System mittlerweile einen erheblichen moralischen Verschleiß aufweist. Für manche Einsatzgebiete ist die vorhandene Technik nicht attraktiv (=schnell) genug, wissenschaftliche Experimente auf veralterten Systemen sind fachlich nicht reputativ. Neben dem moralischen spielt auch der physische Verschleiß eine zunehmende Rolle. Im Jahr 2005 mussten wir ca. 50 Rechnenknoten dauerhaft still legen; ein kostenintensiver Austausch von defekten Komponenten war nicht vertretbar. Mit diesem Prozess muss in der Folgezeit noch verstärkt gerechnet werden.

Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de/urz/clic

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting

Das wichtigste Werkzeug in diesem Umfeld ist seit Herbst 2000 unsere Eigenentwicklung MoUSe (siehe Beschreibung).

Im letzten Jahresrückblick berichteten wir, dass 2004 die Voraussetzungen für künftige Single-Sign-On-Lösungen geschaffen wurden. Auf dieser Basis entstand 2005 der Dienst "Web-Trust-Center", zu dem in dieser Ausgabe ein separater Beitrag enthalten ist: "Kontrollierter Zugang zu WWW-Dokumenten über das Web-Trust-Center", in dem Sie ergänzende Informationen zu diesem Thema finden.

Wesentlicher Bestandteil von MoUSe ist die Verwaltung der Personendaten unserer Nutzer. Seit September 2005 führen wir mit dem Dezernat Personal für TU-Mitarbeiter den Abgleich der wichtigsten Attribute des Datenbestandes durch. Die ständige Aktualität dieser Daten (Name, Vorname, Befristung, Zuordnung zu Struktureinheit(en)) ist z.B. eine wichtige Voraussetzung für das Projekt "Voice over IP".
Unser Studentendatenbestand wird bereits seit 2002 mit dem Dezernat Akademische und studentische Angelegenheiten synchronisiert. Seit letztem Semester gleichen wir pro Datensatz etwa 20 Attribute an. Die Universitätsbibliothek wurde in den Datenaustausch einbezogen. MoUSe bereitet die Daten für den Import ins Lokalsystem (LIBERO) auf. Die allgemeingültigen Attribute der drei umfassendsten Studentendatenbestände (Verwaltung / Bibliothek / URZ) sind damit abgeglichen. Die mehrfache Datenerfassung an verschiedenen Orten der Universität ist nicht mehr notwendig - widersprüchliche Identitätsangaben sind ausgeschlossen - Studenten müssen Veränderungen ihrer Personendaten nur noch an einer Stelle registrieren lassen.

Neben den MoUSe-Hauptaufgaben (Loginkennzeichen, Mailadressen, Zugangssystem, kostenpflichtige Dienste, Softwareausleihen, URZ-Weiterbildungskurse, ...) greifen inzwischen mehrere Web-Lösungen des URZ auf den Personendatenbestand von MoUSe zurück. Dies ist beispielsweise bei der Erteilung und Verwaltung von PC-Administrationaufträgen der Fall und trifft auch auf die an anderer Stelle dieser Ausgabe beschriebene Portallösung zur Beschaffung von Standard-PC-Technik zu.

Selbstverständlich beruhen viele der in diesem Jahresrückblick veröffentlichten Statistiken auf dem Datenbestand von MoUse.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1995 2553 1663 772 118
1996 5382 3668 1330 384
1997 5074 3266 1365 443
1998 8370 6088 1601 681
1999 9467 6792 1962 713
2000 9481 7054 1920 507
2001 10943 8504 1943 496
2002 12192 9921 1754 517
2003 12945 10406 1602 937
2004 12224 10300 1468 456
2005 12177 10243 1514 420

Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ


Autorenkollektiv des URZ, Februar 2006