Jahresrückblick 2005
Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums bietet eine Übersicht über die Entwicklung aller relevanten Dienste des URZ im Berichtszeitraum, mit ergänzenden statistischen Angaben.Einordnung des URZ
Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU zahlreiche Dienstleistungen im IT-Bereich für die gesamte Universität zu erbringen. Dazu gehören der Ausbau und Betrieb des Campusnetzes inklusive der Anbindungen an internationale Datennetze, der Betrieb zentraler Ressourcen (Campusnetz, umfangreiche Servertechnik, zentrale Computerpools für die Ausbildung etc.), Unterstützung bei der Administration von Mitarbeiter-PC-Arbeitsplätzen, der Nutzung von Software, Hardwarebetreuung und die fachbezogene Weiterbildung.Weiterhin gehören dazu auch Beratungsaufgaben im IT-Bereich für die anderen Bereiche/Fakultäten der Universität. Unterstützt und kontrolliert, speziell bei großen Projekten, wird das URZ dabei vom "Wissenschaftlichen Beirat des URZ", einer im Auftrag des Rektors und des Senats gebildeten Facharbeitsgruppe, an der alle Fakultäten und zentralen Struktureinheiten beteiligt sind. Dieser Beirat ist die bidirektionale Kommunikationsebene zwischen Struktureinheiten und dem URZ. Die Mitglieder werden aus den Struktureinheiten in den zur Zeit von Prof. Dr. Dötzel geleiteten Beirat berufen. Diese Arbeitsgruppe hat Einfluss auf alle Belange der TU Chemnitz, wenn IT-Ressourcen tangiert oder unmittelbar betroffen sind (HBFG-Anträge, Kapazitätsausbau/Mittelbereitstellung, koordinierende Abstimmung zum Einsatz zentraler bzw. begrenzter DV-Ressourcen). Sie erarbeitet auch Beschlussvorlagen für Senat und Rektorat. Über den Beirat können auch Forderungen/Kritiken aus den Struktureinheiten an das URZ als Dienstleister für Lehre und Forschung geltend gemacht werden.
Schwerpunkte 2005
Eine der Hauptaufgaben des URZ ist die Sicherung und der ständige Ausbau der Zugangsmöglichkeiten für alle Universitätsangehörigen zum Intra- und Internet und deren Diensten. Die Verbesserungen am Campusnetz betrafen im vergangenen Jahr neben der Erweiterung der WLAN-Kapazität durch weitere Access Points vor allem die Erhöhung der Sicherheit der Netznutzung. Hierzu wurde u.a. konfiguriert, dass der Zugang von allen Rechnern, die keine feste IP-Adresse besitzen (können), also Anschlüsse über die öffentlichen Datendosen in Hörsälen, über das Funknetz und vom privaten Rechner zu Hause nur noch mittels "Virtual Private Network" möglich ist.Ein Schwerpunkt im Intranet-Bereich war dessen Aus- und Umbau zur Vorbereitung der Umstellung auf IP-Telefonie. Im Jahr 2005 wurden die wichtigsten konzeptionellen, Vorbereitungs- und Testarbeiten für VoIP durchgeführt, wobei Mitarbeiter des URZ hierbei mit großem Engagement beteiligt waren. Umfangreiche Arbeiten gab es auch im Bereich der vom URZ administrierten Computerpools. Offensichtlich für die Nutzer ist die technische Erneuerung bzw. Aufrüstung der Computerarbeitsplätze, aber auch systemseitig wurden Aktualisierungen durchgeführt. Auch für verschiedene Dienste des URZ, wie z.B. Backup und Printservice, ist die Hardware durch neue, leistungsfähigere Technik ersetzt worden.
Das Diensteangebot wurde außerdem um folgende Dienste erweitert:
- Windows Update Service (WUSCH) - http://www.tu-chemnitz.de/urz/xp/update.html
- Projekt-WWW-Server (ProWeb) - http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/pro/
- Web-Portal zur PC-Beschaffung
Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen
Unser Campusnetz war auch im Jahr 2005 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider inzwischen alltäglich geworden und oftmals immer noch Folge eines leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden. Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehört der Betrieb- von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
- eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
- eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte
- die Maßnahmen zum Schutz vor Computer-Viren - http://www.tu-chemnitz.de/urz/viren/
- die Automatischen Schutzfilter für E-Mails - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/filter/
- Dienstangebote zur Administration von Rechnern im Campusnetz durch das URZ
- die regelmäßige Softwarepflege auf Infrastrukturkomponenten
Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur
Netzausbau
Der Netzausbau im Jahre 2005 kann in mehrere Bestandteile eingeteilt werden:- punktueller Ausbau der Etagenversorgung mit Hochgeschwindigkeitsports nach Nutzeranforderung und mit finanzieller Beteiligung der Nutzer
- Integration von WLAN-Access-Points (Eigenfinanzierung der Nutzer) in das Campusnetz
- Beginn eines grundlegenden Umbaus des Campusnetzes im Rahmen der Baumaßnahme "Errichtung einer TK-Anlage für die TU Chemnitz" (kurz VoIP-Projekt)
- Einsatz von Ethernetswitches mit Power Over Ethernet (PoE), um die Telefone über das Datennetz mit Strom zu versorgen
- Absicherung der Etagenswitches durch unterbrechungsfreie Stromversorgung (ca. 30 Minuten) und damit auch der Telefone inklusive ihrer Funktionalität
- Erhöhung der redundanten Komponenten innerhalb des Campusbackbone
- doppelte Anbindung der Etagenswitches an 2 unterschiedliche zentrale Gebietsrouter
- mehrfache Verbindungen zwischen den Gebietsroutern, die teilweise auf getrennten Trassierungen geführt sind
Weitere Hinweise
- http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/highspeedports.html
- http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/campusnetz_zwei.html
Netzdienste
Electronic Mail
Schwerpunkt der Arbeit an der E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz war der Schutz vor unerwünschten E-Mails (Spam) und vor allem vor den massiv auftretenden Viren, die sich per E-Mail verbreiteten. Seit Anfang 2004 werden alle E-Mails, die die TU erreichen und verlassen, durch einen Virenchecker geprüft. Seit 2005 prüfen wir auch intern versendete E-Mails auf Schadinhalte. Bei entdeckten Schadinhalten wird die E-Mail nicht weitergeleitet. Da in diesen E-Mails die Absende-Adresse häufig gefälscht ist, verzichten wir auf die meist irreführende Information des Absenders. Als Virenchecker kommt die OpenSource-Software Clam AntiVirus zum Einsatz. Diese Software wird ständig weiterentwickelt und besticht durch zeitnahe Aktualisierung der Viren-Datenbasis. Dadurch blieben die E-Mail-Empfänger an der TU weitgehend von den "Viren-Epidemien" verschont. Wurden von Rechnern der TU selbst E-Mail-Viren versendet, haben wir diese Rechner in das Quarantäne-Netz umgeschaltet. 2005 traten vermehrt sogenannte Phishing-Mails auf - dubiose E-Mails, durch die Benutzer auf gefälschte WWW-Seiten gelockt werden sollen, um Zugangsdaten (PIN, TAN) einzugeben. Viele dieser Nachrichten wurden durch den Virenchecker erkannt und getilgt. Zur Sensibilisierung unserer Benutzer entstanden WWW-Seiten und Artikel. Zum Schutz vor Spam setzen wir mehrere Verfahren ein, die wir ständig anpassen:- Spamschutz RBL: Ablehnen mit Hilfe von DNs-basierten Sperrlisten.
- Spamschutz Administrator: Ablehnen durch eigene Regeln:
- Senderechner, Absendeadressen, Muster im SMTP-Protokoll
- Greylisting, mit Ausnahmen für nicht-konforme SMTP-Server
- Spamschutz Textanalyse: Bewertung von E-Mail durch ein regelbasiertes Erkennungssystem auf der Basis von SpamAssassin.
* - Greylisting und neue DNS-basierten Blacklist sbl-xbl.spamhaus.org
Problematisch sind weiterhin E-Mails, die ursprünglich an E-Mail-Adressen
anderer Provider gesendet und von dort an die TU-Mailbox
weitergeleitet werden.
Hier können unsere Spamschutz-Maßnahmen nicht wirken.
Ein ernstes Problem stellen E-Mails von externen Viren-Checkern dar,
die an unsere Benutzer als vermeintliche Absender von E-Mail-Viren gesendet
werden.
Die dadurch hervorgerufene Verunsicherung unserer Benutzer schlägt
sich in anhaltend vielen Support-Anfragen nieder.
Der zentrale Mailbox-Server mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
speicherte Ende 2005 insgesamt ca. 3.850.000 E-Mails (166 GByte)
für ca. 16.700 Benutzer in etwa 54.000 Ordnern.
Die Standard-Mailboxgröße beträgt 25 MByte und kann bis 250 MByte erweitert
werden.
Als Authentisierungsmöglichkeiten zum Zugriff auf die Mailbox
steht neben der Passwort-Authentisierung auch Kerberos 5 zur Verfügung.
Anhaltend hoher Beliebtheit erfreut sich der Webmail-Zugang via
https://mail.tu-chemnitz.de/.
Auf diesem System haben wir nach aufwändigen Test- und Anpassungsarbeiten
die neue Version IMP 4 installiert.
Diese zeichnet sich durch viele neue Funktionen aus.
So bieten wir erstmalig einen Web-basierten Kalender an.
Mit der Umstellung waren sehr viele Benutzeranfragen verbunden.
Wegen der gestiegenen Ressourcen-Anforderungen auf Server-Seite haben wir
Ende 2005 einen zweiten Server für die Webmail-Funktion in Betrieb genommen.
Über das zentrale Listen-Management-System auf der Basis von Mailman
wurden Ende 2005 895 Mailing-Listen verwaltet.
Alle zentralen E-Mail-Server werden unter dem Betriebssystem Linux mit
OpenSource-Software betrieben (Exim, SpamAssassin, ClamAV, Cyrus Imapd,
Apache, IMP/Horde, Mailman).
Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/
World Wide Web
Die Absicherung der zentralen WWW-Server der TU Chemnitz stellte auch 2005 eine wichtige Aufgabe dar. Wir betreiben folgende WWW-Server:-
www.tu-chemnitz.de- zentrale WWW-Seiten der Fakultäten und Einrichtungen -
www-user.tu-chemnitz.de- persönliche WWW-Seiten von Benutzern -
cgi.tu-chemnitz.de- Suche und andere CPU-intensive Aufgaben -
wftp.tu-chemnitz.de- Zugang zum FTP-Archiv -
www.bibliothek.tu-chemnitz.deundarchiv.tu-chemnitz.de- WWW-Server der Universitätsbibliothek und Multimedia ONline ARchiv CHemnitz - 23 virtuelle Server für Institute, Professuren oder Projekte
- Intranet-Dienste des URZ: Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung, Monitoring, MoUSe
www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.
FTP-Service
Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz werden einige Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten. Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde Ende des Jahres ein neuer Server in Betrieb genommen.Weitere Netzdienste
Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:- NetNews: Über den Server
news.tu-chemnitz.destellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit. - LDAP: Für Rechner im TU-Campusnetz ist der LDAP-Server
ldap.tu-chemnitz.denutzbar. Er enthält Daten unserer Benutzer, wie Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer. - Login: Die Login-Server
login.tu-chemnitz.destellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail. - CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 3300 Benutzern in Anspruch genommen.
- TUC/URZ CA: Die Zertifizierungsstelle des URZ hat im Jahre 2005 44 Server-Zertifikate ausgestellt.
Nutzung öffentlicher Rechner
Zentrale Computerpools für die Ausbildung
Ende 2005 betreute das Universitätsrechenzentrum insgesamt 192 Computerarbeitsplätze für die Ausbildung, davon- 127 im Bereich Reichenhainer Straße
- 45 im Gebäudeteil Straße der Nationen
- 20 im Gebäudeteil Raabe-Straße
- Linux (z.Z. Scientific Linux 4.2) läuft auf allen Poolrechnern
- Windows XP kann auf insgesamt 160 Poolrechner genutzt werden
| Gebäude, Raum | Anzahl | BS-Plattform | Nutzung | verfügbar seit | 2005 neu |
|---|---|---|---|---|---|
| Rei Stra 70, B301 | 20 | Linux | uniweit nutzbar | 1993 | Rechner, TFT-Monitore |
| Rei Stra 70, B302 | 20 | Linux/WXP | uniweit nutzbar | 1993 | Rechner, TFT-Monitore |
| Rei Stra 70, B401 | 15 | Linux/WXP | uniweit nutzbar | 1997 | Rechner, TFT-Monitore |
| Rei Stra 70, B404 | 15 | Linux/WXP | uniweit nutzbar | 1997 | Rechner, TFT-Monitore |
| Rei Stra 41, 238 | 20 | Linux/WXP | Philosophie, uniweit nutzbar | 1999, 2005 | komplett neu |
| Rei Stra 41, 338 | 17 | Linux/WXP | vorrangig Philosophie | 2005 | komplett neu |
| Rei Stra 39, 138 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Wirtschaftswissenschaften | 2001 | Rechner |
| Raabe-Straße, 046 | 20 | Linux/WXP | Philosophie, uniweit nutzbar | 1999, 2005 | komplett neu |
| Stra Na, 066 | 12 | Linux/WXP | uniweit nutzbar | 1997 | Rechner, TFT-Monitore |
| Stra Na, B207 | 13 | Linux | uniweit nutzbar | 1999 | TFT-Monitore? |
| Stra Na, B203 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Informatik/MB | 2001 | TFT-Monitore? |
Tabelle: Pool-Standorte Die Ausbildungspools wurden ähnlich genutzt wie im vorausgegangenen Jahr. Die teilweise stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Zahlen wurden vor allem verursacht durch die im Rahmen der Technik-Umrüstungen sowie Neuinstallation von Betriebs- und Anwendungssoftware verbundenen Nutzungszeit-Ausfälle.
| Jahr | Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1994 | 1226 | 799 | 388 | 32 | 7 |
| 1995 | 1783 | 1284 | 428 | 67 | 4 |
| 1996 | 2512 | 1865 | 494 | 145 | 8 |
| 1997 | 3226 | 2446 | 513 | 260 | 7 |
| 1998 | 4072 | 3219 | 504 | 328 | 21 |
| 1999 | 4980 | 4070 | 556 | 347 | 7 |
| 2000 | 5380 | 4480 | 493 | 316 | 91 |
| 2001 | 7112 | 6311 | 501 | 271 | 29 |
| 2002 | 7836 | 7123 | 425 | 240 | 48 |
| 2003 | 8361 | 7624 | 477 | 201 | 59 |
| 2004 | 8809 | 8144 | 355 | 251 | 59 |
| 2005 | 8759 | 8175 | 374 | 176 | 34 |
Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools Bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Nutzungszeiten sind sowohl die lokale Nutzung als auch die entfernte Nutzung über das Netz enthalten.
| Jahr | Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1994 | 60730 | 38606 | 19785 | 1889 | 450 |
| 1995 | 93074 | 69340 | 21029 | 2474 | 231 |
| 1996 | 119369 | 89340 | 24478 | 5473 | 78 |
| 1997 | 150912 | 112894 | 29949 | 8049 | 20 |
| 1998 | 208220 | 164871 | 32020 | 11323 | 6 |
| 1999 | 187460 | 158959 | 17882 | 10547 | 72 |
| 2000 | 198534 | 157806 | 29185 | 10017 | 1524 |
| 2001 | 277884 | 241137 | 23490 | 12687 | 570 |
| 2002 | 275280 | 245758 | 20399 | 8036 | 1087 |
| 2003 | 254965 | 227815 | 18709 | 7299 | 1142 |
| 2004 | 263488 | 239954 | 16344 | 5554 | 1636 |
| 2005 | 250585 | 234736 | 8900 | 6065 | 884 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools In der Statistik werden die Sitzungszeiten zwischen explizitem An- und Abmelden (Sitzungen über login, ssh) erfasst. Bei der Nutzung über das Netz werden demzufolge nur jene Zeiten berücksichtigt, die durch das Sitzungs-Accounting des Linux-Systems registriert werden. Weit verbreitet ist aber folgende Arbeitsweise (insbesondere nachts, wenn keine Nutzer lokal angemeldet sind): Der Nutzer meldet sich über das Netz auf einem Poolrechner an, startet einen oder mehrere langlaufende (Hintergrund-)Prozesse und beendet seine Sitzung an diesem Rechner sofort wieder. Solche Prozesse werden durch das Sitzungs-Accounting nicht erfasst, so dass die daraus resultierenden Rechnernutzungszeiten in dieser und den folgenden Tabellen nicht enthalten sind. In den folgenden Übersichten wird die Poolnutzung pro Standortbereich sowie Fakultät bzw. Einrichtung betrachtet.
| Fakultät/Einrichtung | Pools RH/WRS * | Pools Stra_Na | Gesamt ** | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stud. | MA | Stud. | MA | Stud. | MA | |
| Naturwissenschaften | 237 | 23 | 221 | 12 | 326 | 30 |
| Mathematik | 223 | 8 | 98 | 3 | 236 | 8 |
| Maschinenbau | 1041 | 62 | 733 | 43 | 1087 | 85 |
| Elektro- und Informationstechnik | 320 | 41 | 85 | 11 | 327 | 44 |
| Informatik | 435 | 14 | 416 | 15 | 553 | 21 |
| Wirtschaftswissenschaften | 1783 | 21 | 452 | 3 | 1827 | 23 |
| Philosophie | 3716 | 67 | 1208 | 13 | 3804 | 75 |
| Zentrale Einrichtungen | 0 | 59 | 0 | 73 | 0 | 88 |
| Sonderstudium | 11 | 0 | 10 | 0 | 14 | 0 |
| Summe: | 7766 | 295 | 3223 | 173 | 8174 | 374 |
| Andere Einrichtungen | 141 | 28 | 65 | 9 | 176 | 34 |
| Gesamt: | 7907 | 323 | 3288 | 182 | 8350 | 408 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2005
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.
[**] die Gesamtzahl ergibt sich nicht aus der Summe der entsprechenden Zahlen, da viele Studenten und Mitarbeiter Computer an mehreren Standorten nutzen.
| Fakultät/Einrichtung | Pools RH/WRS | Pools Stra_Na | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stud. | MA | Stud. | MA | Stud. | MA | |
| Naturwissenschaften | 6748 | 284 | 3363 | 55 | 10111 | 339 |
| Mathematik | 3992 | 57 | 1149 | 174 | 5141 | 231 |
| Maschinenbau | 30476 | 642 | 11205 | 463 | 41681 | 1105 |
| Elektro- und Informationstechnik | 9020 | 725 | 602 | 301 | 9622 | 1026 |
| Informatik | 8842 | 202 | 4168 | 222 | 13011 | 423 |
| Wirtschaftswissenschaften | 46375 | 178 | 6246 | 7 | 52622 | 186 |
| Philosophie | 87233 | 551 | 14146 | 46 | 101379 | 597 |
| Zentrale Einrichtungen | 0 | 2711 | 0 | 2282 | 0 | 4992 |
| Sonderstudium | 485 | 0 | 648 | 0 | 1133 | 0 |
| Summe: | 193171 | 5350 | 41527 | 3550 | 234700 | 8899 |
| Andere Einrichtungen | 3546 | 842 | 2519 | 42 | 6065 | 884 |
| Gesamt: | 196717 | 6192 | 44046 | 3592 | 240765 | 9783 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] aller zentralen Ausbildungspools im Jahr 2005 Das Universitätsrechenzentrum bietet auch zukünftig an, fakultätsübergreifend bzw. uniweit Ausbildungspools zu installieren, zu betreiben und die Nutzer zu betreuen.
Öffentliche Server
Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Im Gegensatz zu Poolrechnern erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Solche Rechnersysteme werden als öffentliche Server bezeichnet. Hinsichtlich des Nutzungszweckes, der Zugangsmöglichkeiten und der Ressourcenausstattung werden verschiedene Typen von öffentlichen Servern unterschieden, für die entsprechende Nutzungsrichtlinien (Policies) festgelegt sind (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/server).Systemplattform Linux-PC
Öffentliche Linux-Server werden für unterschiedliche Linux-Distributionen und verschiedene Hardware-Architekturen zur Nutzung bereitgestellt. Nachfolgende Statistiken fassen die Nutzerzahlen bzw. Nutzungszeiten aller öffentlicher Linux-Server zusammen.| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2000 | 1282 | 377 | 1220 | 336 | 62 | 41 |
| 2001 | 1545 | 389 | 1500 | 365 | 45 | 24 |
| 2002 | 2456 | 534 | 2403 | 490 | 53 | 44 |
| 2003 | 2088 | 480 | 2032 | 447 | 56 | 33 |
| 2004 | 1912 | 449 | 1867 | 407 | 45 | 42 |
| 2005 | 2361 | 489 | 2312 | 436 | 49 | 53 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2005 Die insgesamt 10 öffentlichen Linux-Server wurden von 2850 Mitarbeitern und Studenten genutzt, das bedeutet eine Steigerung um ca. 20% gegenüber dem Vorjahr.
| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2000 | 239554 | 71656 | 218850 | 64366 | 20704 | 7290 |
| 2001 | 341728 | 95695 | 330837 | 87509 | 10891 | 8186 |
| 2002 | 238306 | 112660 | 225817 | 99750 | 12489 | 12910 |
| 2003 | 291885 | 122105 | 284993 | 107607 | 6892 | 14498 |
| 2004 | 226258 | 117736 | 224671 | 112654 | 1587 | 5082 |
| 2005 | 206097 | 159466 | 204726 | 144402 | 1371 | 15064 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2005
Systemplattform Solaris-SPARC
Die Tendenz der Nutzung des öffentlichen Solaris-Servers ist weiterhin abnehmend. Hauptgrund ist offensichtlich, dass dieser Server hinsichtlich seiner Leistungsparamter kaum noch aktuellen Anforderungen genügt. Ausserdem existieren mittlerweile PC-basierte Server, die ein wesentlich besseres Kosten/Leistungsverhältnis erreichen. Hauptsächlich besteht die Existenzberechtigung des SPARC-Servers darin, einer bestimmten Nutzergruppe spezielle Anwendungssoftware nutzbar zu machen.| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2002 | 543 | 258 | 527 | 231 | 16 | 27 |
| 2003 | 633 | 235 | 616 | 213 | 17 | 22 |
| 2004 | 348 | 178 | 342 | 165 | 6 | 13 |
| 2005 | 251 | 159 | 247 | 143 | 4 | 16 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer des Solaris-Compute-Servers
| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2002 | 11641 | 60698 | 11575 | 60200 | 66 | 498 |
| 2003 | 14496 | 62276 | 14461 | 62189 | 35 | 87 |
| 2004 | 10449 | 48258 | 10423 | 48035 | 26 | 223 |
| 2005 | 3334 | 32673 | 3331 | 32637 | 3 | 36 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] des Solaris-Compute-Servers
Systemplattform HP-UX HP 9000/K460
Diese Rechnersysteme (Beschaffung 1997) sind moralisch verschlissen und werden nur noch für plattformspezifische SW-Anwendungen genutzt. Diese System werden Mitte 2006 ersatzlos außer Betrieb genommen. Die Statistiken zeigen für 2005 ein Missverhältnis zwischen steigender Nutzeranzahl und drastisch reduzierten Nutzungszeiten auf.| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2002 | 153467 | 35591 | 153459 | 31151 | 8 | 4440 |
| 2003 | 418612 | 135589 | 415582 | 128647 | 3030 | 6942 |
| 2004 | 82364 | 10718 | 82364 | 9879 | 0 | 839 |
| 2005 | 2150 | 8324 | 2150 | 8008 | 0 | 316 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] der HP-Compute-Server
| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2002 | 188 | 116 | 184 | 105 | 4 | 11 |
| 2003 | 222 | 145 | 215 | 135 | 7 | 10 |
| 2004 | 53 | 38 | 53 | 35 | 0 | 3 |
| 2005 | 106 | 67 | 103 | 57 | 3 | 10 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer der HP-Compute-Server
Druckdienst
Das stetig wachsende Druckvolumen und die wachsende Komplexität der Druckdokumente (vor allem PDF) erfordern eine Anpassung der Drucker-Ressourcen wie Geschwindigkeit und RAM. 2005 wurden planmäßig zur Sicherung dieser Anforderungen folgende neue Drucker in Betrieb genommen:- HP Color Laserjet 5550 DN (vor Nutzerservice Str. der Nationen)
- Kyocera FS9520DN (vor Nutzerservice RH70)
- 4 Kyocera FS 3830DN in Rechner-Pools des URZ
- 3 Kyocera FS 3830DN in Rechner-Pools der Philosophischen Fakultät, die vom URZ betreut werden
| Medium | gedruckte Seiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | ||
| A4 s/w | 479879 | 756240 | 952628 | 1098958 | 1495460 | 1636730 | |
| A4 Farbe | 55652 | 85663 | 117791 | 108969 | 87946 | 88159 | |
| A4 Folie | 2051 | 2325 | 1422 | 1898 | 1030 | 778 | |
| A3 Papier | 4534 | 8113 | 5364 | 7013 | 7197 | 11196 | |
| Summen: | 542116 | 852341 | 1077205 | 1216838 | 1591633 | 1736863 | |
| Standort | Seiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | |
| S1 | 6741 | 27935 | 57097 | 116816 | 143567 |
| ZB | 11957 | 13991 | 31915 | 77778 | 44989 |
| S4 | 6023 | 24277 | 50735 | 80412 | 103088 |
| S18 | 4503 | 19655 | 39794 | 69962 | 79572 |
| Summen: | 29224 | 85858 | 179541 | 344968 | 371216 |
- ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen
- S1 = Pegasus Center Reich.Str.
- S4 = Teilbibliothek Reich.Str.70
- S18 = Teilbibliothek Reich.Str.41
CD-Service
Der öffentliche Service zum Brennen eigener CDs oder DVDs wurde im letzten Jahr dahingehend erweitert, dass jetzt in allen URZ-Poolräumen ein Brennerarbeitsplatz mit einem DVD-Brenner zur Verfügung steht. Dort können die Daten unter Linux oder auch unter WindowsXP auf die Scheiben gebrannt werden. Die Versorgung der Mitarbeiter und Studenten mit Kopien der Datenträger von über das URZ bezogener Software wurde wieder durch den internen Brenn-Dienst realisiert. Die Tabelle zeigt die Jahr 2005 erbrachte Dienstleistung für die Nutzer.| Anzahl CDs | |
|---|---|
| 2002 | 560 |
| 2003 | 820 |
| 2004 | 817 |
| 2005 | 580 |
Administrationsdienste
Das URZ bietet Angehörigen der TU Chemnitz für wichtige Betriebssystemplattformen Dienste zur System- und Netzwerk-Administration (ADMIN) an. Die ADMIN-Dienste beziehen sich auf alle beim Betrieb eines Rechners anfallenden Arbeiten- Beschaffung von Standard-PCs
- Integration ins Campusnetz
- Installation der Betriebssysteme
- Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware inklusive Software-Update (Security-Patches)
- Reparatur und Umbau von PCs
Administrationsdienste Linux
Die Entwicklung im Linux-Umfeld verläuft rasant, ca. aller 6-9 Monate werden neue Distributionen bereitgestellt, die Pflege älterer Distributionen durch die Entwickler ist oft nicht mehr gesichert (Security-Patches). Distributionen mit 2.4er Kern werden schrittweise durch Distributionen mit 2.6er Kern abgelöst. Außerdem hat sich die Architektur-Vielfalt der PC-Systeme erhöht: 32-Bit-Systeme (Intel/AMD X86) werden zunehmend ergänzt durch 64 Bit-Systeme (AMD x86_64, EM64T, ia64). Die Vielfalt der Anfang 2005 durch das URZ betreuten Systemplattformen zeigt die Übersicht:| Version u. Release (Kern) | Architekturen | Einsatzgebiet URZ | Vendor Support bis | URZ Support bis |
|---|---|---|---|---|
| Red Hat 6.2 (2.2) | X86 | Desktop, Referenz | 2004 ausgelaufen | April 2005 |
| Red Hat 7.3 (2.4) | X86 | Server, Referenz | Ende 2005 (Fedora Legacy) | Ende 2005 |
| FC 1 (2.4) | X86 | Desktop, Server, Referenz | Ende 2005 (Fedora Legacy) | Ende 2005 |
| SL 3.x (2.4) | X86, ia64 | Server | mindestens Oktober 2007 | mindestens Oktober 2007 |
| SL 4.x (2.6) | X86, x86_64 | Desktop, Server | mindestens Februar 2008 | mindestens Februar 2008 |
- 2.6er Kern
- Unterstützung der Architekturen X86, x86_64, ia64
Server-Systeme mussten entweder auf SL_3 oder auf SL_4 migriert werden. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.
Einige Zahlenbeispiele verdeutlichen die erforderlichen Aufwendungen:
- insgesamt über 1300 Systeminstallationen, davon ca. 350 Erstinstallationen für neu beschaffte Rechnersysteme
- ca. 1050 System-Upgrades auf ein höheres Release von Scientific Linux
- mehr als 3800 Kern-Updates
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html
| Einrichtung | Arbeitsplatz- rechner | Pool- rechner | Info- terms | Cluster- rechner | Server | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Philosophische Fakultät | 2 | 57 | - | - | 1 | 60 |
| Institut für Physik | 28 | 17 | - | 25 | 1 | 71 |
| Institut für Chemie | 1 | - | - | - | - | 1 |
| Informatik | 3 | - | - | - | - | 3 |
| Maschinenbau | 13 | - | 1 | - | 0 | 14 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 8 | - | - | - | - | 8 |
| Wirtschaftswissenschaften | - | 40 | - | - | - | 40 |
| SFB 393 | - | - | - | 531 | 2 | 533 |
| Zentrale Universitätsverwaltung | 3 | - | 1 | - | 2 | 6 |
| Bildungsportal Sachsen | - | - | - | - | 9 | 9 |
| Studentenwerk | - | - | 6 | - | - | 6 |
| Universitätsbibliothek/PIZ | 113 | 98 | 11 | - | 11 | 233 |
| Universitätsrechenzentrum | 56 | 135 | 2 | - | 170 | 363 |
| Rechner insgesamt | 227 | 347 | 21 | 556 | 196 | 1347 |
Die Gesamtzahl der betreuten Rechnersysteme hat sich mengenmäßig nur unwesentlich verändert (plus 2 %): ca. 80 Rechner wurden aus dem Dienst abgemeldet, ca. 110 Rechner neu in den Dienst LADM aufgenommen. Etwa 350 Rechnersysteme wurden durch neue Hardware ersetzt.
| Fakultät/Einrichtung | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Philosophische Fakultät | 46 | 50 | 49 | 45 | 43 | 60 |
| Institut für Physik | 54 | 58 | 89 | 99 | 101 | 71 |
| Institut für Chemie | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Informatik | 0 | 2 | 2 | 3 | 3 | 3 |
| Maschinenbau | 31 | 45 | 45 | 42 | 29 | 14 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 11 | 9 | 5 | 7 | 7 | 8 |
| Wirtschaftswissenschaften | 0 | 0 | 1 | 41 | 41 | 40 |
| SFB 393 | 533 | 533 | 533 | 533 | 533 | 533 |
| Zentrale Universitätsverwaltung | 1 | 1 | 1 | 3 | 4 | 6 |
| Bildungsportal Sachsen | 0 | 4 | 4 | 4 | 9 | 9 |
| Studentenwerk | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Universitätsbibliothek/PIZ | 42 | 147 | 194 | 223 | 206 | 233 |
| Universitätsrechenzentrum | 218 | 266 | 273 | 311 | 334 | 363 |
| Rechner insgesamt | 942 | 1121 | 1202 | 1317 | 1317 | 1347 |
Administrationsdienste Windows XP
Der Administrationsdienst Windows XP wurde auch 2005 rege genutzt. Der Dienst wurde in mehrfacher Hinsicht weiterentwickelt:- Die Rahmenvereinbarung der TU mit Siemens zur Beschaffung neuer PCs erforderte größere Aufwendungen zur Integration neuer und auch wechselnder Hardwarekomponenten für eine weitestgehende automatisierte Systeminstallation.
- ToSCA - für die plattformunabhängige Konfiguration und Administration von Rechnern - wurde auch für Windows XP eingeführt, einschließlich des Konfigurationssystems cfengine. Ende 2005 waren alle PCs der URZ-Pools in ToSCA integriert. Mit der Migration von PCs im Windows-XP-Administrationsdienst nach ToSCA wurde begonnen.
- Schließlich wurde ein bisher nur für Linux eingesetztes Verfahren für die netzbasierte Installation von Windows XP-Systemen weiterentwickelt und eingeführt.
| Einrichtung | 2004 | 2005 |
|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 21 | 21 |
| Informatik | 0 | 1 |
| Maschinenbau | 30 | 34 |
| Naturwissenschaften | 6 | 8 |
| Philosophische Fakultät | 106 | 149 |
| Wirtschaftswissenschaften | 2 | 1 |
| Zentrale Einrichtungen | 33 | 48 |
| Summe | 198 | 262 |
Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst
| Einrichtung | 2004 | 2005 |
|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 0 | 0 |
| Informatik | 0 | 0 |
| Maschinenbau | 0 | 0 |
| Naturwissenschaften | 0 | 0 |
| Philosophische Fakultät | 0 | 40 |
| Wirtschaftswissenschaften | 20 | 20 |
| Zentrale Einrichtungen | 82 | 82 |
| Summe | 102 | 142 |
Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools) Der Installationsdienst Windows XP wird für die Nutzer angeboten, die auf eine TU-spezifisch konfigurierte Basisinstallation zurückgreifen, jedoch die administrative Verantwortung selbst wahrnehmen wollen.
| Einrichtung | 2004 | 2005 |
|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 13 | 4 |
| Maschinenbau | 20 | 1 |
| Philosophische Fakultät | 16 | 3 |
| Wirtschaftswissenschaften | 0 | 1 |
| Zentrale Einrichtungen | 4 | 1 |
| Institut für Chemie | 1 | 3 |
| Institut für Physik | 1 | 0 |
| Summe | 55 | 13 |
Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner, die im jeweiligen Jahr diesen WXP-Installationsdienst erstmals genutzt haben.
Administrationsdienst Windows NT
Offiziell wurde dieser Dienst bereits am 31.10.04 durch das URZ beendet. Davon ausgenommen waren zwei Pools der Philosophischen Fakultät, die vom URZ mit einer speziellen Technologie weiterbetrieben werden mussten. Deren Hardware wurde im Dezember 2005 erneuert, so dass Windows XP installiert werden konnte. Dies war die Voraussetzung für die endgültige Abschaltung der Windows NT-Server im Dezember 2005. Der Administrationsdienst Windows NT ist vollständig eingestellt.WUSCH - Windows Update Service
Anfang 2005 wurde mit WUSCH ein neuer Dienst des URZ in Betrieb genommen, dessen Fokus auf der Verbesserung der Sicherheit der an der TU Chemnitz betriebenen Windows-PCs liegt. Basis war die vom Windows-Hersteller angebotene SUS-Technologie. Im Dezember wurde diese WUSCH-Basistechnologie auf WSUS umgestellt. Wesentliche Merkmale der WUSCH-Technologie sind der redundante und damit ausfallsichere Serverbetrieb mit entsprechenden Synchronisationsmechanismen sowie eine spezifische Administration der über WUSCH bereitgestellten Komponenten. Dieser Dienst wurde von 409 Klienten-PCs genutzt.Davon sind 274 Rechner strukturmäßig wie folgt zuordenbar:
| Einrichtung | Anzahl Klienten |
|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 6 |
| Informatik | 3 |
| Mathematik | 0 |
| Maschinenbau | 8 |
| Naturwissenschaften | 24 |
| Philosophische Fakultät | 88 |
| Wirtschaftswissenschaften | 0 |
| Zentrale Einrichtungen | 145 |
Server-Housing
Dieses Dienstangebot umfasst den Betrieb von Rechnersystemen (Server) von Struktureinheiten der Universität bzw. externer Einrichtungen durch das URZ. Im Rahmen des Dienstes werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche- üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
- durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performanceerwartungen erfüllen sollen
- Stufe 1: Datacenter-Aufstellung, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber
- Stufe 2: wie Stufe 1, plus Betrieb und Managment
- Stufe 3: wie Stufe 2, plus funktionelle Verantwortung für Dienste
| Einrichtung | Projekt | Ausbaustufe Server-Housing | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Univeritätsbibliothek | alle UBC-Server | S3 | - |
| SFB 393 | CLiC | S3 | - |
| Institut für Physik | Fileserving | S3 | - |
| ZUV | Fileserving | S3 | Serverstandort: ZUV |
| Hochschulen Sachsens | Bildungsportal Sachsen | S2 | * |
| HTW u.a. | Bildungsmarkt Sachsen | S2 | * |
| Hochschulen Sachsens | SaxIS | S2 | * |
| Zentrum für Fremdsprachen | Kursverwaltungssystem (KuVeS) | S2 | - |
| ZUV | WEB-HIS | S1 | zeitweise |
| Institut für Chemie | Cluster Theoretische Chemie | S1 | - |
[*] vorgesehen ist, die Server dem URZ zu übereignen
IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum
Die folgende Liste gibt einen Überblick über die wichtigsten IT-Vorhaben, die im Jahre 2005 vom URZ für die und mit der UB realisiert wurden:- Zu Ostern 2005 fand der erfolgreiche Umstieg von der Version 3.2 auf die Version 5.0 des lokalen Bibliothekssystems LIBERO statt. Dem ging eine umfangreiche Vorbereitung voraus, in deren Verlauf die Installation der Software auf den dafür vorgesehenen neuen Servern sowie die Anpassung der für LIBERO 3 entwickelten Betriebstechnologie an die Bedingungen von LIBERO 5 erfolgte. Im Rahmen der mehrtägigen System-Umstellung wurden die gesamten Daten aus LIBERO 3 exportiert, in das neue System importiert und anschließend komplett reindexiert. Weitere Informationen dazu finden sich in der Ausgabe 2/2005 der "Mitteilungen des URZ".
- Die zusätzlich zu LIBERO angebotene sachliche Suche wurde nach der Einführung von LIBERO 5 funktionell leicht erweitert und technisch auf eine andere Basis gestellt, um eine bessere Wartbarkeit im eigenen Hause zu ermöglichen.
- Im Zusammenhang mit dem LIBERO-Versionswechsel wurden die bibliotheksintern genutzten Windows-Terminal-Server von Windows 2000 auf Windows 2003 umgestellt. Sie unterliegen nun einer URZ-einheitlichen Administrationstechnologie und werden unter Verwendung weitgehend automatisierter Verfahren verwaltet. Anders als bei Windows 2000 stehen den UB-Mitarbeitern nun das Login mit AFS-Kennzeichen sowie der Zugriff auf das AFS-Dateisystem zur Verfügung.
- Es wurden WWW-Formulare entwickelt, mit denen die Benutzer Magazinbestellungen sowie Bestellungen beim Patentinformationszentrum (PIZ) aufgeben können.
- Im Jahre 2005 wurde für die UB deren eigener AFS-File-Server mit einem zugehörigen RAID-System in Betrieb genommen, der nur die Daten der UB hält, wodurch die verfügbare Datenkapazität deutlich erhöht werden konnte. Da sich die UB diesen Server nicht mit anderen Nutzern teilt, werden Zugriffsprobleme vermieden, die früher teilweise aus der von anderen Anwendern verursachten hohen Last eines AFS-File-Servers resultierten.
- Mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 erfolgte die Inbetriebnahme einer Software-Eigenentwicklung, die einen regelmäßigen maschinellen Transfer der für die UB relevanten Benutzerdaten vom Studentensekretariat ins Lokalsystem LIBERO ermöglicht. Darüber wurde in der Ausgabe 4/2005 der "Mitteilungen des URZ" berichtet.
- Nach längerer Vorbereitung und Anpassung konnte mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 das vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) entwickelte System ESEM zur Verwaltung elektronischer Semesterapparate für die Angehörigen der TU Chemnitz freigegeben werden. Auch hierüber informierte bereits die Ausgabe 4/2005 der "Mitteilungen des URZ". UB und URZ werden sich gemeinsam mit dem BSZ um die weitere Verbesserung dieses Angebots bemühen, das an einer zunehmenden Zahl von Universitätsbibliotheken zur Verfügung steht.
- Durch zwei administrative Maßnahmen erfolgte eine Verbesserung der Betriebstechnologie des UB-Datenbank-Portals CHARLI, die verschiedene Stabilitätsprobleme vermeiden hilft. Einerseits wurden automatische Überwachungswerkzeuge entwickelt und aktiviert, die typische Fehlersituationen erkennen und oft auch beheben können. Andererseits verwendet CHARLI nun lokale Kopien der zentral im AFS verwalteten Konfigurationsdateien, um unabhängiger von eventuellen AFS-Störungen zu sein.
- Für das Patentinformationszentrum wurde ein moderner Linux-Server in Betrieb genommen, der die Inhalte von CD-ROMs und DVDs bereitstellt und einen älteren Server ersetzt.
- Die Linux-Arbeitsplätze und -Server der UB wurden einheitlich auf das Betriebssystem Scientific Linux (SL) umgestellt. Standardmäßig kommt derzeit Version 4.X zum Einsatz, auf Servern teilweise noch 3.X, sofern bestimmte benötigte Komponenten nur dort geeignet zur Verfügung stehen. Damit existiert eine stabile System-Basis, die bzgl. des Supports durch den Anbieter eine Planungssicherheit bietet.
- Die mit Windows XP betriebenen Arbeitsplatz-PCs des PIZ sowie des Dokumenten-Schnelllieferdienstes der UB wurden auf eine neue Administrationstechnologie mit verbesserter automatischer Software-Pflege umgestellt.
- Im vierten Quartal 2005 wurde eine große Menge neuer Hardware beschafft und zum Einsatz gebracht, die häufig veraltete Technik ersetzte, teilweise aber auch zusätzlich zur Verfügung steht. Dazu gehören 79 TFT-Monitore, 104 PCs, 4 Flachbett-Scanner, 4 Netzwerk-Drucker, 3 Beamer und ein Laptop. Ein hoher Anteil der neuen Technik wurde in den Öffentlichkeitsbereichen der UB aufgestellt und verbessert somit die Arbeitsbedingungen für die Benutzer.
Im Jahr 2006 wird ein auch den UB-Benutzern zur Verfügung stehender neuer Schulungsraum in der Zentralbibliothek eingerichtet, in dem 21 der im Jahr 2005 neu beschafften PC-Arbeitsplätze mit TFT-Monitor sowie ein Beamer installiert werden.
Der UB-intern genutzte Laptop unterstützt mit Windows XP und Scientific Linux zwei Betriebssysteme und bietet damit sehr gute Möglichkeiten für Präsentationen.
- Ende 2005 erfolgte am BSZ der Wechsel zum neuen Verbund-System OCLC PICA. Dies erforderte die Installation und Konfiguration eines neuen Klienten für die Online-Katalogisierung sowie eine Anpassung der eigenen Routinen für eine Datenübernahme aus dem Verbund-System. Anfängliche Stabilitätsprobleme mit dem Katalogisierungs-Klienten wurden durch eine enge Kooperation von URZ und BSZ behoben.
- UB und URZ beteiligten sich aktiv an den Vorbereitungen des für 2006 vorgesehenen Live-Betriebs der Portale der sächsischen Hochschulbibliotheken, die mit der Software Elektra auf am BSZ administrierten Servern realisiert werden. Die einzelnen Bibliotheken sind selbst für die Pflege ihrer regionalen Sicht zuständig, werden dabei aber von einem für das Projekt eingestellten Mitarbeiter der SLUB Dresden zentral unterstützt.
Das URZ installierte einen lokalen Elektra-Test-Server und entwickelte eine Software zur Authentifizierung und Autorisierung der Elektra-Benutzer gegenüber LIBERO. Die SLUB Dresden sowie die UB Chemnitz wollen gemeinsam den anderen sächsischen LIBERO-Bibliotheken einen von allen Elektra-Portalen nutzbaren zentralen Authentifizierungs- und Autorisierungs-Dienst sowie Hilfestellung bei diesbezüglichen technischen Fragen anbieten.
- In der zweiten Hälfte 2005 wurde die Ablösung der Novell-Server, die für einige derzeit immer noch benötigte Alt-Anwendungen erforderlich waren, durch einen Windows-Server vorbereitet und Anfang Januar 2006 in einem ersten Teilschritt abgeschlossen. Die betreffenden auf DOS und dBase bzw. Clipper basierenden Anwendungen laufen in einer speziell eingerichteten Umgebung auf einem Terminal-Server unter Windows 2003 und haben somit eine moderne Hardware-und System-Basis, die dem URZ-Standard entspricht und eine einheitliche Administration gestattet.
- Der Dokumenten- und Publikationsservice MONARCH wurde im Jahr 2005 mit den Versionen 2.5.0, 2.5.1 und 2.5.2 weiterentwickelt. Hauptentwicklungen waren die Neuimplementierungen des Archivierungsformulars sowie des automatischen Archivierens neuer Dokumente. Aufbauend auf den mehrjährigen Erfahrungen wurde ein vollständiges Redesign des Archivierungsformulars vorgenommen, mit dem Ziel einer einfacheren und eindeutigeren Nutzerführung. Wesentliche Bestandteile sind die Verwendung von XSLT sowie die Unterstützung von UTF-8.
Mit 189 im Jahr 2005 neu archivierten Dokumenten ist gegenüber 2004 mit 159 Dokumenten wiederum ein Aufwärtstrend nachgewiesen.
Speicherdienste
Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:- Netz-Filesystem (AFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten
- Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
- Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken
Netz-Filesystem (AFS)
Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten seit dem Jahr 2000.| Server (Anzahl) | Plattenkapazität Gesamt (in GB) | ø Plattenkapazität pro Server (in GB) | Steigerung (in %) zum Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 13 | 3219 | 247.6 | |
| 2001 | 12 | 4225 | 352.1 | 31 |
| 2002 | 11 | 7205 | 655.0 | 71 |
| 2003 | 11 | 12752 | 1159.3 | 77 |
| 2004 | 8 | 12512 | 1564.0 | -2 |
| 2005 | 8 | 12733 | 1591.6 | 2 |
Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten
Im vergangenen Jahr wurde die Konsolidierung der für Speicherdienste eingesetzten Systeme fortgesetzt. Wir setzen als AFS-Server nunmehr ausschließlich Linux-Systeme (vorwiegend SMP-Maschinen) mit SCSI-IDE bzw. SCSI-SATA-RAID-Systemen ein. Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.
| File-Typ | 2003 | 2004 | 2005 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Quota | bel. | Anzahl | Quota | bel. | Anzahl | Quota | bel. | |
| HOME-Verzeichnisse | 13739 | 1336 | 571 | 14480 | 1798 | 843 | 15032 | 2278 | 1072 |
| Projekt-Verzeichnisse | 246 | 1690 | 834 | 327 | 2279 | 1312 | 382 | 3296 | 1727 |
| Admin/ToSCA | 108 | 641 | 400 | 108 | 738 | 465 | 177 | 1340 | 502 |
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte) Wie den beiden voran stehenden Tabellen zu entnehmen ist, gab es seit 2003 keine wesentlichen Änderungen an den Filesystem-Kapazitäten, da der Bedarf aber weiterhin steigt, wurde im Herbst 2005 durch das URZ ein HBFG-Antrag unter dem Titel "Speichersystem-Infrastruktur" auf den Weg gebracht. Ziel dieses Antrags ist der Aufbau eines Storage Area Networks (SAN), welches die steigenden Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Performance und Kapazitätserweiterung unserer Speicherdienste sichern soll. Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des Im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.
| Server (Anzahl) | Plattenkapazität für redundante Speicherung (in GB) | Plattenkapazität für Dumps (in GB) | |
|---|---|---|---|
| 2003 | 4 | 7842 | 7922 |
| 2004 | 5 | 10701 | 9902 |
| 2005 | 6 | 12056 | 14744 |
Datensicherung
Der seit 1993 angebotene Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird seit 2000 auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Anfang 2005 wurde die technische Basis komplett auf neue moderne Technik umgestellt. Dabei sind 11 ältere PC-Systeme durch vier neue, leistungsfähigere ersetzt worden. Die Sicherungskapazität der RAID-Systeme wurde von 12 auf 16 Terrabyte erweitert, von denen Ende 2005 10 TB belegt waren. Ende 2005 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:| Fakultät/Einrichtung | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GB | GB | GB | GB | GB | GB | ANZ | FS | |
| Naturwissenschaften | 79.4 | 87.4 | 93.4 | 85 | 60 | 164 | 3 | 4 |
| Mathematik | 51.2 | 147.2 | 156.2 | 202 | 202 | 242 | 4 | 8 |
| Maschinenbau(1) | 163.5 | 328.5 | 186.5 | 251 | 533 | 521 | 15 | 28 |
| Institut Mechatronik(1) | - | - | 338.0 | 124 | 124 | 20 | 1 | 2 |
| ET/IT | 255.9 | 311.5 | 412.5 | 756 | 1041 | 1165 | 15 | 48 |
| Informatik | 127.5 | 218.5 | 334.0 | 440 | 601 | 669 | 8 | 24 |
| Wirtschaftswiss. | 125.0 | 205.0 | 475.0 | 142 | 158 | 168 | 8 | 12 |
| UB(2) | - | - | 276.4 | 27 | 47 | 40 | 1 | 3 |
| URZ(2/3) | 45.7 | 150.4 | 153.1 | 293 | 302 | 320 | 13 | 27 |
| CSN | - | 3.1 | 3.1 | 18 | 22 | 68 | 1 | 6 |
| Summe: | 848.2 | 1451.6 | 2428.2 | 2338 | 3090 | 3377 | 69 | 162 |
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): - bis 2001 wurden die Daten des Institutes für Mechatronik zu MB/VT summiert
(2): - bis 2001 wurden die Daten der Bibliothek dem URZ angerechnet
(3): - größter Bestandteil sind die Mailbox-Files für TU-Angehörige Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html
Datenbank-Service
Das URZ betreibt einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich voll auf seine Anwendung konzentrieren und er kann seine Datenbank gegebenenfalls auch als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten. Der Datenbank-Service erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu notwendigen Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Datenbanken | 28 | 76 | 191 | 296 | 385 | 451 |
| Fakultät/Einrichtung | Angefordert durch Mitarbeiter | Angefordert durch Studenten | gesamt |
|---|---|---|---|
| Naturwissenschaften | 10 | 14 | 24 |
| Mathematik | 1 | 6 | 7 |
| Maschinenbau | 24 | 25 | 49 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 2 | 19 | 21 |
| Informatik | 11 | 138 | 149 |
| Wirtschaftswissenschaften | 12 | 59 | 71 |
| Philosophische Fakultät | 17 | 56 | 73 |
| Universitätsbibliothek | 0 | 0 | 0 |
| Universitätsrechenzentrum | 24 | 0 | 24 |
| Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung | 3 | 0 | 3 |
| Sonstige | 18 | 11 | 30 |
| Summe | 122 | 328 | 451 |
Software-Dienste
Campuslizenzen und Rahmenverträge
Das URZ hat im Berichtszeitraum ein breites Spektrum kommerzieller Anwendungssoftware angeboten. So bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec). Dadurch ist ein unlimitierter, preiswerter Bezug von Lizenzen für alle Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile. Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.| Hersteller/Produkt | Sachgebiet | vergebene Lizenzen Software+Handbücher | |
|---|---|---|---|
| ges. bis 31.12.05 | davon 2005 | ||
| Adobe-Produkte | Büro- und Grafiksoftware | 1595 | 390 |
| ANSYS | Finite-Elemente-Berechnung | 17 | 3 |
| Borland-Produkte | diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung | 497 | 0 |
| Corel-Produkte | diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik | 918 | 104 |
| LabView | Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung | 24 | 9 |
| Macromedia | diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik | 262 | 77 |
| MAPLE | mathematische Software | 81 | 6 |
| Mathematica | mathematische Software | 72 | 6 |
| Microsoft-Produkte | diverse Bürosoftware | 7974 | 900 |
| Oracle | Datenbanksystem | 4 | 0 |
| Pro/ENGINEER | CAD-System | 59 | 3 |
| ScanSoft-Produkte | Scanner-Software | 24 | 4 |
| Solid Edge | CAD | 308 | 214 |
| SPSS | Statistik | 281 | 148 |
| Sybase | Datenbanksystem | 2 | 0 |
| Symantec-Produkte | diverse Bürosoftware | 982 | 1 |
| X-Win32 | X-Terminalemulation für Windows | 69 | 4 |
| Summe: | 13169 | 1869 | |
| Hersteller/Produkt | Sachgebiet | Bemerkung |
|---|---|---|
| AutoCAD, Autodesk-Produkte | Konstruktion | Lizenzerwerb direkt über Firma BCS |
| Form und Lage True Type Zeichensatz | spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen | unbegrenzt nutzbar |
| Micrografx-Produkte | Grafik | unbegrenzt nutzbar |
| NAG-Libraries (Landeslizenz) | Bibliotheken für mathematische Algorithmen | Lizenznutzung strukturintern z.T. unbegrenzt |
| Simplorer | Simulationen in der Elektrotechnik | unbegrenzt nutzbar |
| Sophos Antivir | Virenkontrolle und -beseitigung | unbegrenzt nutzbar |
| Vector CAD 3D | 3D-CAD-System | unbegrenzt nutzbar |
Handbücher
Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben). Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können. Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.| verkaufte Bücher | ||
|---|---|---|
| bis 31.12.2005 | davon im Jahr 2005 | |
| RRZN-Handbücher | 6567 | 715 |
| ZIN-Handbuch | 761 | 96 |
| Summe: | 7328 | 811 |
Software auf öffentlichen Rechnern
Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (alphabetisch nach Sachgebieten angeordnet):| Bilder | Bildbearbeitung | Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, IrfanView, hugin, Photoshop |
| Bildgenerierung | Blender, Povray | |
| Büro | Komplettpakete | OpenOffice, StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office |
| Textverarbeitung | LyX, LaTeX, xtem, kile | |
| Tabellenkalkulation | gnumeric | |
| Präsentation | MagicPoint | |
| Wörterbücher | ding, Dict | |
| CAD | 2D CAD Systeme | Qcad |
| 3D CAD Systeme | Autocad, Autodesk Produkte, LinuxCAD, Pro/ENGINEER, Solidedge, VectorCAD 3D | |
| ECAD | EAGLE | |
| Chemie/Physik | Gaussian, ADAMS | |
| Dateibetrachter | Bilder | ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb |
| Postscript-Dokumente | Ghostview (gv) / gsview, kghostview, Ghostscript (gs) | |
| PDF-Dokumente | Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript (gs), Adobe Acrobat | |
| Dateimanager | Konqueror, Nautilus, Midnight Commander | |
| Datenbank-Software | DBMS, Klienten | MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase |
| Desktop-Datenbank | Microsoft Access | |
| Desktop Publishing | Scribus, Framemaker | |
| FEM | FEM-Simulation | Ansys, Marc/Mentat, ABAQUS, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB |
| CFD-Simulation | FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, ICEM CFD | |
| Formatkonvertierung | Textdokumente | LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, pstoedit, pstops, ps2ps, ps2pdf, FreePDF, Acrobat (Distiller) |
| Bilder | ImageMagick, jpegtran, IrfanView | |
| Audio/Video | mencoder, lav-tools | |
| Grafik | Blender, CorelDraw, GIMP, IslandDraw, ImageMagick, Micrografx, Sodipodi, Photoshop, xfig | |
| High Performance Computing | Zugang | OpenPBS |
| Kommunikation | MPIch, LAM-MPI, PVM | |
| Compiler / Debugger | Intel Compiler Suite, Portland Group Compiler Suite, TotalView Debugger | |
| Bibliotheken | NAG, BLAS / LAPACK | |
| Internet | Webbrowser | Mozilla, Opera |
| Mozilla, IMP Webmail, pine | ||
| Mathematik | MuPAD, Mathematica, Maple, Matlab, Mathcad | |
| Mathematik-Bibliotheken | NAG | |
| Multimedia | Bilder und Grafiken | GIMP, Xfig, Xsane, GtKam |
| Audio | xmms, lame, oggenc | |
| Video | mplayer, xine, MJPEG-Tools, kino | |
| CD/DVD Brennen | K3b, gcombust, NERO | |
| OCR | kooka, Omnipage | |
| Scannen | xsane, Omnipage | |
| Simulation | KISSSoft, Labview, Simplorer, Trysim | |
| Softwareentwicklung | Integrierte Entwicklungsumgebungen | KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Sun Compiler, SNiFF+, Borland C++, Borland Pascal, Microsoft Visual C++, Microsoft Visual Basic, Borland C++ Builder, Borland Delphi, Borland Kylix, Free Pascal |
| Compiler | Intel C/C++ und Fortran, PGI Cluster Developement Kit | |
| Debugger, Sourcecode-Analyse | snavigator, valgrind | |
| Statistik | R, S-Plus, SPSS, Systat | |
| Texteditoren | ASCII-Texte | KWrite, Jedit, Microsoft Editor, vim / gvim, Emacs / XEmacs |
| HTML-Dokumente | Quanta+ | |
| RTF-Dokumente | Ted, OpenOffice, StarOffice, AbiWord, MS Office | |
| DOC-Dokumente | OpenOffice, StarOffice, AbiWord, MS Office | |
| Visualisierung | AVS, AVS/Express, GNUPLOT, Grace, Graphviz, KHOROS, OpenDX, PV-WAVE, SigmaPlot, UNIRAS | |
| Windows-Unix-Integration | "Unix in Windows" | XWin32, cygwin |
| "Windows in UNIX" | VMware, wine, rdesktop, vncviewer |
| Plattform | Anzahl Softwarepakete | Einzelprogramme |
|---|---|---|
Linux (i386_linux26) | 66 (/uni/global) | 336 |
| 697 (rpm) | 4855 | |
| Windows XP | 107 | 644 |
Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software
Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen. Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt. Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/Software-Lizenzverwaltung
Die im Campusnetz bereitgestellten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird. Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen. In der Regel wird bei fachspezifischer Software ein Lizenzmanager mitgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche Lösungen (Vendordämonen zu FLEXlm, Variationen des ELAN-Lizenzmanagers, Eigenentwicklungen), was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Herstellerspezifische Lizenzmodelle und der Bedarf der Nutzer erfordern die Realisierung unterschiedlicher Lizenzierungsformen, wie beispielsweise- pro Rechner/Rechnergruppe (z.B. Poollizenz)
- pro Nutzer/Nutzergruppe
- als Single-Lizenz z.B. mit Personal License Password
- als Floating-Lizenz mit zentralem Lizenzmanagement
- als Server-Lizenz mit campusweitem Zugriff
- Mischformen
- einen Lizenzserver unter Linux
- einen Lizenzserver unter Solaris
- einen Lizenzserver unter Windows
| 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| P | TP | LA | P | TP | LA | P | TP | LA | P | TP | LA | |
| Linux | 11 | 54 | 416 | 14 | 152 | 2430 | 15 | 204 | 2816 | 20 | 281 | 3635 |
| Solaris | 17 | 105 | 3565 | 14 | 53 | 1440 | 7 | 48 | 1439 | 7 | 48 | 1439 |
| Windows | 9 | 10 | 153 | 11 | 12 | 186 | 3 | 3 | 26 | 2 | 3 | 65 |
| Summe: | 37 | 169 | 4134 | 39 | 217 | 4056 | 25 | 255 | 4281 | 29 | 332 | 5139 |
Spezielle Fragen zur Lizenzverwaltung bitte an Juergen.Winkler@hrz.tu-chemnitz.de
Hardware-Dienste
Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2005 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler u. dezentraler IT-Systemen in der Universitätsbibliothek. Der schon in den vergangenen Jahren zu erkennende Trend, dass ältere PC-Systeme nicht mehr durch Hardwareaufrüstungen an das erforderliche Leistungsspektrum angepasst werden können, sondern auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses der Neukauf bevorzugt wird, hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. In Unterstützung der ab 2005 wirksamen Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" wurden entsprechende Tests und Hardwarebewertungen durchgeführt. Die Ablösung von CRT-Monitoren durch TFT-Displays hat sich in 2005 vollzogen. Das seit geraumer Zeit im Einsatz befindliche Überwachungs- u. Signalisierungkonzept für Hardware-Fehlerzustände - und erweitert auch für betriebsrelevante Klimatechnik - hat sich etabliert und wird von unterschiedlichen Interessenten mit genutzt.Aufgabenschwerpunkte 2005
- Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
- Testung und Auswahl von IT-Komponenten in Vorbereitung der Rahmenvereinbarung
- Testung und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
- Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
- Fortsetzung der Rekonstruktion der zentralen USV-Stromversorgung im Serverraum der URZ
- Vorbereitung und Begleitung der Baumaßnahme "Rekonstruktion zentrale Klimaanlage des URZ" unter laufendem Betrieb
- Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
- Hochleistungsrechner CLiC: Wartung und Testung
- zentrales Backup-System der TU Chemnitz
- Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
- mehr als 170 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
- zentrale Drucktechnik
- campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
- Ausbau der WaveLan-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
- in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen ohne vorbeugende Datensicherungsalgorithmen
- Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
- Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
- Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Das Ziel der mittelfristigen Substitution der alten Systeme ist auf Grund der Finanzierungsprobleme in den Struktureinheiten in 2005 noch nicht erreicht!
Beschaffung von Standard-PC-Technik
Ende 2004 wurde zwischen der TU Chemnitz und der Firma Siemens AG, Information and Communication Networks eine Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik und Zubehör (TFT/Monitor, Drucker) abgeschlossen. Auf dieser Basis sollen Beschaffungen schnell, unbürokratisch und vor allem wirtschaftlich vollzogen werden. Innerhalb der Rahmenvereinbarung wird eine überschaubare Anzahl von Computern, Bildschirmen und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Deren Auswahl geht eine Begutachtung der Technik durch das URZ voraus. Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Dafür wurde vom URZ ein Web-Portal mit drei Benutzerschnittstellen geschaffen:- Interface für alle TU-Mitarbeiter
- Interface für Mitarbeiter der Abteilung Zentrale Beschaffung im Dezernat Haushalt und Wirtschaft
- Interface für den Vertragspartner
Der im Webportal erzeugte Beschaffungsantrag wird intern der Vergabestelle der TU Chemnitz "per Knopfdruck" zugestellt. Jeder Beschaffungsantrag erhält eine eindeutige Identnummer. Auf diese Nummer kann sich der Antragsteller beziehen, wenn er für einen beschafften PC einen Systemadministrations-Auftrag (WXPADM, WXPI oder LADM) erteilt. Die Schnittstelle für Mitarbeiter der Abteilung Zentrale Beschaffung bietet einen vollständigen Überblick über alle vorliegenden Beschaffungsanträge und deren aktuellen Bearbeitungsstatus.
Bei der Antragsbearbeitung entfällt die Überprüfung und Begutachtung der ausgewählten Artikel, da diese bereits im Vorfeld eingehend und umfassend erfolgte. Der Antragsbearbeiter realisiert gemäß den geltenden Vorschriften die haushaltsrechtliche Prüfung und löst den rechtsverbindlichen Auftrag aus. Dieser wird als PDF-File per E-Mail dem Vertragspartner übermittelt. Auch dafür sind nur wenige Mausklicks erforderlich.
Diese Portal-Schnittstelle enthält ergänzend einige Werkzeuge mit denen z.B. das angebotene Sortiment und die Artikelpreise erfasst bzw. bearbeitet werden können. Mit der Schnittstelle für den Vertragspartner stellt dieser auf elektronischem Weg Lieferscheine, Seriennummern und Geräteadressen bereit. Diese Informationen werden in einer Datenbank abgelegt, auf die z.B. URZ-Mitarbeiter bei der Bearbeitung von PC-Systemadministrations-Aufträgen zugreifen können. Besonders bei der Gestaltung des Interfaces für TU-Mitarbeiter war Einfühlungsvermögen erforderlich. Der einzelne TU-Mitarbeiter benutzt dieses Werkzeug sehr selten, muss dann allerdings sofort damit korrekt umgehen können. Deshalb entspricht das Aussehen der Schnittstelle weitgehend dem allgemeinen Beschaffungsantragsformular. Außerdem wurden mehrere Online-Hilfen angebracht. Wir schätzen ein, dass sich das Web-Portal im vergangenen Jahr bewährt und die Rahmenvereinbarung die beabsichtigten Effekte weitgehend gebracht hat. Als Nebeneffekt wird die ungerechtfertigt hohe Typenvielfalt der PC-Hardware, die an der Universität gegenwärtig existiert und sich in vielen Situationen als Nachteil erweist, schrittweise abgebaut.
Aus- und Weiterbildung
Auch im vergangenen Jahr enthielt das Aus- und Weiterbildungsangebot des URZ für Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz sowohl Intensivkurse als auch Lehrveranstaltungen im Hauptstudium für Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Die Lehrveranstaltungen stehen - unter Beachtung der geforderten Vorkenntnisse - auch interessierten Studenten anderer Fachrichtungen und Mitarbeitern zur individuellen Weiterbildung offen (zugehörige Praktika allerdings nur bei vorhandener Platzkapazität).Lehrveranstaltungen
2005 wurden von URZ-Mitarbeitern folgende Lehrveranstaltungen durchgeführt: Management und Sicherheit von IT-Services(Sommersemester) Diese Lehrveranstaltung vermittelt Kenntnisse zu aktuellen Techniken, Prinzipien und Strategien bei der Bewältigung verschiedener Aufgabenstellungen beim Erstellen, Pflegen und Betreiben von IT-Services. Einen besondereren Schwerpunkt bilden dabei Sicherheitsaspekte. Die Vorlesung widmet sich vor allem den Prinzipien und Strategien beim Management von IT-basierten Diensten und die Übung ergänzt die Inhalte durch praxisnahe Szenarien aus unterschiedlichen Systemumgebungen.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/msis/ Werkzeuge und Techniken zur Dokumentengestaltung
(Wintersemester) Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in die richtige Methodik zur Erstellung anspruchsvoller und umfangreicher (Text-)Dokumente. Besonderes Augenmerk wird auch auf online-Dokumente gelegt.
http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/doge/ Diese Lehrveranstaltungen sind als fakultative Spezialvorlesungen im Hauptstudium Informatik konzipiert und waren - für diesen Typ von Vorlesungen - mit 31 bzw. 18 Teilnehmern gut besucht.
Intensivkurse
Das Angebot an Intensivkursen für TU-Angehörige konzentrierte sich auch 2005 auf Kurse, die die Arbeit mit den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (diverse Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen ermöglichen bzw. effektivieren sollen. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt auf der Nutzung kostenfreier Software. In einigen Grundkursen (z.B. "Werkzeuge zur Textverarbeitung" bzw. "Werkzeuge zur Tabellenkalkulation") wird die übliche Funktionsweise von Softwareprodukten des entsprechenden Fachgebiets behandelt. Damit wird deutlich gemacht, dass beispielsweise zwischen MS Office (MS Windows) und OpenOffice (Linux und MS Windows, kostenfrei) kaum Unterschiede bezüglich der Funktionalität und Bedienung bestehen. MitarbeiterInnen und StudentInnen werden dadurch in die Lage versetzt, sich schnell in eine neue Software einarbeiten zu können. Im Jahr 2005 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt, einige davon zwei- bzw. mehrfach (entsprechend der Nachfrage und der Kapazitäten):- Computernutzung an der TU Chemnitz (für neue Studenten/Nutzer)
- Linux effektiv nutzen]
- Web-Dokumente erstellen
- Software-Tipps zum Anfertigen schriftlicher Arbeiten
- Werkzeuge zur Textgestaltung
- Einführung in LaTeX
- LaTeX für Fortgeschrittene
- OpenOffice für Fortgeschrittene
- Werkzeuge zur Tabellenkalkulation
- Einführung in Access
- Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam)
- Gestalten von Präsentationen
- Paralleles Rechnen auf dem CLiC - eine Einführung
| Jahr | Anzahl | Teilnehmer | Teilnehmer pro Kurs (Durchschnitt) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gesamt | Studenten | Mitarbeiter | gesamt | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1993 | 23 | 590 | 435 | 155 | 25,65 | 18,91 | 6,74 |
| 1994 | 31 | 512 | 342 | 170 | 16,51 | 11,03 | 5,48 |
| 1995 | 35 | 493 | 334 | 159 | 14,09 | 9,54 | 4,54 |
| 1996 | 44 | 594 | 366 | 228 | 13,50 | 8,31 | 5,18 |
| 1997 | 41 | 556 | 318 | 238 | 13,56 | 7,76 | 5,80 |
| 1998 | 64 | 915 | 609 | 306 | 14,30 | 9,52 | 4,78 |
| 1999 | 58 | 991 | 764 | 227 | 17,09 | 13,17 | 3,91 |
| 2000 | 59 | 1152 | 808 | 344 | 19,52 | 13,69 | 5,83 |
| 2001 | 50 | 1059 | 769 | 290 | 21,18 | 15,38 | 5,80 |
| 2002 | 15 | 341 | 249 | 92 | 22,73 | 16,60 | 6,13 |
| 2003 | 24 | 438 | 238 | 200 | 18,25 | 9,92 | 8,33 |
| 2004 | 21 | 398 | 341 | 57 | 18,95 | 16,24 | 2,71 |
| 2005 | 19 | 413 | 359 | 54 | 21,74 | 18,89 | 2,84 |
Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse Zur selbständigen Weiterbildung stehen unseren Nutzern für viele Kurse online-Kursunterlagen bzw. die Vorlesungsskripte (http://www.tu-chemnitz.de/urz/kurse/unterlagen/, http://www.tu-chemnitz.de/urz/lehre/ ) im Campusnetz zur Verfügung, sowie die im Abschnitt "Softwareservice" erwähnten preiswerten Handbücher der Universität Hannover.
Nutzerforum des URZ
Seit September 2004 bietet das URZ eine neue Veranstaltungsreihe an, das "Nutzerforum des URZ". In dieser Veranstaltungsreihe wollen wir unsere Nutzer über aktuelle Fragen und Probleme bezüglich der Dienste des URZ direkt informieren, Fragen beantworten und mit den Nutzern diskutieren. Diese Veranstaltung findet zu einem festen Termin, jeden 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. statt. Die Erfahrungen zeigen, dass es sinnvoll ist, gezielt Nutzergruppen über speziellen Einsatzmöglichkeiten des Diensteangebots zu informieren. Im Jahr 2005 wurden folgende Themen behandelt:- "Verwalten von Mailing-Listen" - Gruppenkommunikation im Intranet
- "Sicherheit für Windows-PCs: Patch-Verwaltung"
- "Linux im Campus der TUC: Was gibt es Neues?"
- "Netzumgestaltung im Rahmen von VoIP und Campusnetz II"
- "Rahmenvereinbarung zum Einkauf von Standard-PC-Technik"
- "Sicherheit von WWW-Anwendungen"
- "Tipps zur Bereitstellung von Lehrmaterialien im Campusnetz"
- "Scientific Linux 4 in den zentralen Computerpools"
- "Konzept eines Windows-Applikationsservers im URZ"
- "Sicher ins Campusnetz mittels VPN-Zugang"
Bei dieser Veranstaltung zeigt sich besonders nachteilig, dass es keine Möglichkeit gibt, allen Interessenten die Teilnahme zu ermöglichen (Verhinderung durch Lehrveranstaltungen, Praktika ...).
http://www.tu-chemnitz.de/urz/forum/
Zertifikat Internet-Nutzung
Das Weiterbildungsangebot "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurde auch im Jahr 2005 vom URZ unterstützt. Von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ wurden 2005 an 18 Terminen 1569 Prüfungen bearbeitet. Das durch Ablegen einer Prüfung erreichbare Zertifikat ist für neue Studenten Voraussetzung für einen CSN-Anschluss und für die weltweite Veröffentlichung eigener Webseiten unter der Adresse tu-chemnitz.de sowie für weitere Dienste im Campusnetz: zur Nutzung des campusweiten Funknetzes, des Virtual Private Network (VPN) Dienstes, zur automatischen Freischaltung von Datendosen in öffentlichen Räumen der TU und für die externe Einwahl über uni@home bzw. dfn@home.http://www.tu-chemnitz.de/urz/ZIN/
Chemnitzer Linux-Tage
Die "Chemnitzer Linux-Tage" sind ein öffentliches Informations- und Weiterbildungsangebot, das gemeinsam von der Chemnitzer Linux User Group, dem IN Chemnitz e.V. und dem URZ seit 1999 durchgeführt wird. Es ist die größte nichtkommerzielle Veranstaltung dieser Art in Ostdeutschland, an der sich auch namhafte Referenten aus Deutschland und der ganzen Welt beteiligen. MitarbeiterInnen des URZ waren auch zu den Chemnitzer Linux-Tagen 2005 umfassend in die Organisation und Durchführung involviert, beteiligen sich mit Vorträgen, Workshops, Demonstrationen, fachlicher Betreuung und organisatorischer Absicherung der Veranstaltung.http://chemnitzer.linux-tage.de/
andere Weiterbildungsangebote
Im Jahr 2005 konnten wir auf das 15-jährige Bestehen unserer Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen" zurück blicken. In den neun Veranstaltungen des Jahres 2005 wurden in Vorträgen wieder interessante, zum Teil zukunftsweisende Themen vorgestellt und zwanglos diskutiert (Themen 2005). Die ungebrochen gute Ressonanz auf diese Veranstaltung, die bei interessanten Themen die Kapazitätsgrenzen des Veranstaltungsortes - das "Alte Heizhaus" im Universitätsteil Straße der Nationen - erreicht, freut uns als Veranstalter natürlich sehr.Dieses Informationsangebot steht auch Firmen und Interessenten aus der Region zur Verfügung und wird gern genutzt. Für Studenten (zu Semesterbeginn) und Schüler (zu den Tagen der offenen Tür) wurden Informationsveranstaltungen durchgeführt. Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/
High Performance Computing
Das URZ bietet traditionell Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld. Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Im Jahr 2005 war dabei weiterhin das unter Linux betriebene Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) die einzige verfügbare Rechenressource:- 528 Rechenknoten (Standard-PC)
- 800 MHz-Prozessor
- 512 MB RAM
- 2 Fast-Ethernet-Schnittstellen
- 2 Server
- Simulation elektronischer Bauelemente auf atomarer Ebene
- Molekulardynamische Simulationen zur Dynamik von Flüssigkeiten an Oberflächen
- Portierung eines parallelen Objektservers (OPA) als Data Repository eines CASE-Werkzeuges
- Portierung des parallelen Servers OPAS nach AspectC++
- Simulation strömungsinduzierter Mechanismen bei der Ausbildung der Molekülorientierung in spritzgegossenen Kunststoffbauteilen
- Untersuchungen zur Kombination von Task- und Datenparallelität im wissenschaftlichen Rechnen an ausgewählten Modellen
- MPI-Praktikum im Hauptstudium Diplominformatik
- Optimierung und Einsatz des Neurosimulators FAUN
- Entwicklung parallel auszuführender Testskripts für Programme und Ausführung
- Evaluation von CoC-Testsoftware
- Multivariate, nicht lineare Analyse und Prognose von ökonomischen Zeitreihen mittels genetisch optimierter neuronaler Netze
- Rechnungen mit Gaussian zur numerischen Untermauerung der gemessenen Raster-Tunnel-Mikroskop-Bilder
- Erstellung eines hierarchischen Simulationssystems zur Umverteilung beweglicher Ressourcen unter Nutzung von Parallelrechentechnik
- Verteiltes Rendering dynamischer virtueller Welten
- Finite-Volumen-Methode zu Lösung der dreidimensionalen Navier-Stokes-Gleichungen für inkompressible Medien
- Berechnung von Struktur und Eigenschaften oligomerer Organosilanen und Metall-Silylen-Komplexen
- numerische Strömungsmechanik
| Jahr | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aktive Projekte | 3 | 24 | 36 | 32 | 30 | 27 |
| aktive Nutzer | 15 | 70 | 89 | 78 | 68 | 66 |
| Jobs | 665 | 7751 | 6965 | 7206 | 16879 | 14647 |
| mittlere Jobgröße (Knoten) | 56 | 34 | 39 | 12 | 16 | 19 |
| Jobs Walltime (Tage) | 3820 | 64668 | 90259 | 73687 | 83418 | 89308 |
|
| Grafik 1: Anzahl der gelaufenen Jobs |
|
| Grafik 2: Durchschnittliche Knotenanzahl |
|
| Grafik 3: Ressourcennutzung insgesamt (Knoten * Laufzeit) |
Authentifizierung, Autorisierung, Accounting
Das wichtigste Werkzeug in diesem Umfeld ist seit Herbst 2000 unsere Eigenentwicklung MoUSe (siehe Beschreibung). Im letzten Jahresrückblick berichteten wir, dass 2004 die Voraussetzungen für künftige Single-Sign-On-Lösungen geschaffen wurden. Auf dieser Basis entstand 2005 der Dienst "Web-Trust-Center", zu dem in dieser Ausgabe ein separater Beitrag enthalten ist: "Kontrollierter Zugang zu WWW-Dokumenten über das Web-Trust-Center", in dem Sie ergänzende Informationen zu diesem Thema finden. Wesentlicher Bestandteil von MoUSe ist die Verwaltung der Personendaten unserer Nutzer. Seit September 2005 führen wir mit dem Dezernat Personal für TU-Mitarbeiter den Abgleich der wichtigsten Attribute des Datenbestandes durch. Die ständige Aktualität dieser Daten (Name, Vorname, Befristung, Zuordnung zu Struktureinheit(en)) ist z.B. eine wichtige Voraussetzung für das Projekt "Voice over IP".Unser Studentendatenbestand wird bereits seit 2002 mit dem Dezernat Akademische und studentische Angelegenheiten synchronisiert. Seit letztem Semester gleichen wir pro Datensatz etwa 20 Attribute an. Die Universitätsbibliothek wurde in den Datenaustausch einbezogen. MoUSe bereitet die Daten für den Import ins Lokalsystem (LIBERO) auf. Die allgemeingültigen Attribute der drei umfassendsten Studentendatenbestände (Verwaltung / Bibliothek / URZ) sind damit abgeglichen. Die mehrfache Datenerfassung an verschiedenen Orten der Universität ist nicht mehr notwendig - widersprüchliche Identitätsangaben sind ausgeschlossen - Studenten müssen Veränderungen ihrer Personendaten nur noch an einer Stelle registrieren lassen. Neben den MoUSe-Hauptaufgaben (Loginkennzeichen, Mailadressen, Zugangssystem, kostenpflichtige Dienste, Softwareausleihen, URZ-Weiterbildungskurse, ...) greifen inzwischen mehrere Web-Lösungen des URZ auf den Personendatenbestand von MoUSe zurück. Dies ist beispielsweise bei der Erteilung und Verwaltung von PC-Administrationaufträgen der Fall und trifft auch auf die an anderer Stelle dieser Ausgabe beschriebene Portallösung zur Beschaffung von Standard-PC-Technik zu. Selbstverständlich beruhen viele der in diesem Jahresrückblick veröffentlichten Statistiken auf dem Datenbestand von MoUse.
| Jahr | gesamt | Studenten | Mitarbeiter | andere | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1994 | 1298 | 815 | 438 | 45 | |
| 1995 | 2553 | 1663 | 772 | 118 | |
| 1996 | 5382 | 3668 | 1330 | 384 | |
| 1997 | 5074 | 3266 | 1365 | 443 | |
| 1998 | 8370 | 6088 | 1601 | 681 | |
| 1999 | 9467 | 6792 | 1962 | 713 | |
| 2000 | 9481 | 7054 | 1920 | 507 | |
| 2001 | 10943 | 8504 | 1943 | 496 | |
| 2002 | 12192 | 9921 | 1754 | 517 | |
| 2003 | 12945 | 10406 | 1602 | 937 | |
| 2004 | 12224 | 10300 | 1468 | 456 | |
| 2005 | 12177 | 10243 | 1514 | 420 | |
Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ


