Software-News
Intel Compiler 9.0
Die durch das URZ zentral installierten und bereitgestellten Intel Compiler der neuen Version 9.0 für Linux unterstützen die
Architekturen IA32 und IA64 (Itanium), bieten eine herausragende Optimierung
und stellen sich dabei weitgehend kompatibel zu den Gnu-Compilern dar.
Das URZ stellt folgende Compiler bereit:
- C/C++ und Fortran Compiler
- nur auf IA64: Spezieller Assembler für Assembler-Programme der Itanium-Architektur
Verfügbarkeit
Die TU Chemnitz verfügt über mehrere Academic Licences. Jeweils zwei Nutzer können gleichzeitig ("Floating 2-pack", getrennt gezählt für C/C++ und Fortran) die Compiler für die folgenden Plattformen nutzen:- Linux x86 ("IA32"), mit glibc 2.2.4, 2.2.5, 2.2.93, 2.3.2, 2.3.3, oder 2.3.4 und Linux Kernel 2.4.X oder 2.6.X wie zum Beispiel durch folgende Distributionen repräsentiert:
- RedHat Linux 7.3, 8.0, 9.
- RedHat Enterprise Linux 2.1, 3.0, 4.0 (nicht für Fortran)
- Linux IA64 (Itanium), mit glibc 2.2.4, 2.2.5, 2.3.2, 2.3.3 oder 2.3.4 und Linux Kernel 2.4.X oder 2.6.X wie zum Beispiel durch folgende Distributionen repräsentiert:
- RedHat Linux 7.2
- RedHat Enterprise Linux AS 2.1, 3, 4
Bitte beachten Sie: Es handelt sich um eine Lizenz zur ausschließlichen Nutzung für Forschung und Lehre. Die mit diesen Compilern erzeugten Programme dürfen nicht verkauft oder kommerziell genutzt werden.
Nutzung
Zur Nutzung müssen eine Reihe von Umgebungsvariablen gesetzt werden. Bitte führen Sie entsprechend der verwendeten Shell eines der folgenden Kommandos in einer Shell aus:- Für C/C++ Compiler
BASH: source /uni/global/capp/intel-9.0/cc_setup.sh
TCSH: source /uni/global/capp/intel-9.0/cc_setup.csh
- Für Fortran Compiler
BASH: source /uni/global/capp/intel-9.0/fc_setup.sh(Sie können die Aufrufe auch in ein Shell-Script übernehmen.) Anschließend sind in der jeweiligen Shell folgende Kommandos nutzbar:
TCSH: source /uni/global/capp/intel-9.0/fc_setup.csh
| Kommando | Funktion |
|---|---|
icc, icpc | C/C++ Compiler |
ifort | Fortran Compiler |
idb | Debugger |
ias | IA64 Assembler |
iccec | Entwicklungsumgebung Eclipse 3.0 (nur für IA32 C/C++ Compiler) |
icpc verwendet immer C++ Ressourcen, auch wenn ein C Quellprogramm angegeben wird. Zum Unterschied von icc und icpc siehe Hinweise zum Aufruf bzw. Kommando man icc.
Für den C/C++ Compiler hat Intel ein Eclipse-Paket (Version 3.0.1) mitgeliefert, das für die Architektur IA32 anwendbar ist. Der Aufruf erfolgt mit Kommando iccec.
Aus Kompatibilitätsgründen gibt es noch die alten Kommandos
ecc (IA64 C/C++ Compiler), ifc und efc (IA32 und IA64 Fortran Compiler).
Dokumentationen
- Manuals zu den Kommandos in der jeweiligen Shell mittels: ==man==-Kommando
- Dokumentationen zum C/C++ Compiler
- Dokumentationen zum Fortran Compiler
- Debugger Manual
- Debugger Release Notes
- Empfehlenswert für Einsteiger: Tutorial "Enhancing Performance with the Intel Compiler"
- Weitere Dokumentationen direkt bei INTEL (html und pdf)
Vertragsbedingungen NAG-Landeslizenz
- Fortran 77 Library (FL)
- Fortran 90 Library (FN)
- C Library (CL)
- 32-Bit MS Windows
- 32-Bit Linux
jEdit
jEdit ist in Java implementiert und kann so (prinzipiell) auf allen Plattformen laufen. Unter Linux ist die Software auf den vom URZ betreuten Rechnern schon längere Zeit im Einsatz. Der Aufruf erfolgt über das jeweilige Startmenü bzw. das Kommando
jedit.
Die Installation von zusätzlichen Plugins erledigt der "Plugin-Manager" im Menü Plugins der grafischen Oberfläche.
Weitere Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Riedel
OCRshop
Das URZ hat eine Lizenz der kommerziellen Software OCRshop XTR 5.5 erworben, die zu den leistungsfähigsten Werkzeugen der optischen Zeichenerkennung (OXR) im Linux/Unix-Bereich gehört. Die Software ist im Campusnetz für die Plattform Linux (i386_linux26) über /uni/global verfügbar und kostenfrei nutzbar.
Die folgendn Informationen zu fachlichen Details der OCRshop-Nutzung stammen von Ralf König (ehemals Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik, jetzt nicht mehr Angehöriger der TU).
Einleitung
OCR (optical character recognition), also optische Zeichenerkennung, bezeichnet die Wiederherstellung editierbarer und durchsuchbarer Texte aus digitalen Bilddaten, die meist per Scanner gewonnen werden. Zielformat sind üblicherweise Textdateien ohne physisches (Font, fett, kursiv, unterstrichen ...) oder logisches (Überschrift, Fußnote...) Markup. OCR Shop bietet aber auch, wenn auch nicht immer perfekt, die Erhaltung ersterer Merkmale in Verbindung mit den entsprechenden Ausgabeformaten (Punkt: Retain Formatting im Fenster Automatic Recognition oder Interactive Recognition).Voraussetzungen
- die Seiten sind bereits gescannt und liegen als Grafikdateien vor, am besten 300 dpi, 256 Graustufen, bei kleinen Fonts (<10 Punkt) auch 400 dpi
- Format: TIFF
(.tif), optional komprimiert (LZW, Packbits) - Seite möglichst gerade scannen
- auf guten Kontrast achten
- Helligkeit so einstellen, dass die Buchstaben untereinander nicht "verkleben", aber jeder einzelne Buchstabe noch zusammenhängend ist
- OCR Shop unterstützt in der von uns lizenzierten Version keine direkte Scannernutzung
Wenn die Dateien in anderen Grafikformaten vorliegen
Konvertieren in einer Shell unter UNIX mit z.B.:convert bild.jpg bild.tif
Das Programm convert aus dem ImageMagick-Paket
erkennt
das Grafikformat der Ein-/Ausgabedatei an der Dateiendung und wandelt
entsprechend um. Im obigen Beispiel wird die Datei bild.jpg
im JPEG-Format in eine Datei bild.tif im TIFF-Format
konvertiert, die Ausgangsdatei bleibt aber bestehen.
OCR Shop aufrufen
- Wichtig
- OCR Shop speichert alle Einstellungen, unabhängig davon, ob sie im GUI oder an der Kommandozeile gemacht wurden, in den Dateien
.ocrshop.*im aktuellen Verzeichnis ab, ohne dass man dies explizit angeben muss.
ocrshop &
Dadurch wird OCR Shop mit seiner grafischen Benutzerschnittstelle
(GUI) aufgerufen. Hier kann man alle nötigen Einstellungen vornehmen
und den OCR-Prozess starten. Alternativ kann OCR Shop auch ohne GUI
aufgerufen werden, wenn die Verarbeitungsparameter bereits bekannt
sind:
ocrshop -nogui=yes
Vor allem für größere Dokumente wird empfohlen: - OCR Shop erst mit GUI aufrufen und im GUI die nötigen Einstellungen tätigen.
- OCR Shop verlassen (OCR Shop speichert seine Einstellungen automatisch).
- OCR Shop ohne GUI aufrufen. Es beginnt dann den OCR-Prozess an Hand der vorher eingestellten Parameter. In einer Datei können die Dateinamen der zu erkennenden Bilddateien angegeben werden. Beispiel:
ocrshop -nogui=yes -imgsrc=photos.list -docname=secret
photos.list:
/user/james/firstpage.tif, /user/james/lastpage.tif, /user/q/instructions.tif
werden von OCR Shop die Dateien:
secretd001p001.txt, secretd001p002.txt, secretd001p003.txt
mit den erkannten Texten erzeugt.
Der OCR-Prozess
Es empfiehlt sich, zunächst im Hauptmenü (Options|Languages) die im Text verwendeten Sprachen auszuwählen. Sollte man die Vorlage als schwierig einschätzen (geringer Kontrast, verklebte oder zerbrochene Buchstaben), kann auch der Punkt 3D OCR in Options|Recognition Options gewählt werden. Dazu muss das Ausgangsbild aber in Graustufen vorliegen. Dann wählt man entweder Automatic oder interactive recognition. Bei Letzterem muss man bei jedem Bild den Bereich auswählen, der den Text enthält, bei automatic wird der Bereich vom ersten Bild auf die anderen übertragen. Der Rest ist eigentlich sehr intuitiv: Dateien auswählen, Dokumentennamen vergeben (OCR Shop verwendet nicht automatisch den Namen der Bilddatei) und den Erkennungsprozess starten. Des weiteren kann man hier den erkannten Text über den Punkt Document Specification|Text Format in einem gewählten Format abspeichern lassen.- Meinen Vorstellungen kam dabei "ASCII Smart" am nächsten.
- "ASCII Standard" hat die Zeilen aus unbekannten Gründen noch mal jeweils in der Mitte umgebrochen.
- "ASCII Stripped" entfernt die Zeilenumbrüche innerhalb der Absätze.
Verbessern der Erkennungsleistung
OCR Shop ist bei seiner Arbeit nicht perfekt. Inbesondere bei Wörtern, die nicht in den Wörterbüchern vorkommen (Eigennamen, Firmen- und Produktbezeichnungen, Neologismen) sind Fehler (oder falsche automatische Korrekturen) nicht auszuschließen. Folgende Maßnahmen versprechen im Einzelfall Abhilfe:- Wenn die Vorlage sehr gut ist, aber das Programm falsch korrigiert (also unbekannte Wörter, die eigentlich korrekt erkannt werden müssten, auf Wörter, die im Wörterbuch vorkommen korrigiert, kann man im Punkt Options|Recognition Options|Lexical Assist dieses Verhalten ändern. Ist Lexical Assist deaktiviert, so orientiert sich OCR Shop nur noch an den gewählten Sprachen und nicht an den ausgewählten Wörterbüchern.
- Alternativ kann man die unbekannten Wörter in ein Benutzerwörterbuch übernehmen (Options|User Dictionary).
Manuelle Korrektur
Trotz aller Finessen ist ein kritisches Probelesen und die manuelle Korrektur des Ergebnistextes oft unabdingbar. Zeichen, bei denen sich das Programm unsicher war, kennzeichnet es mit einer Tilde (~). Nach solchen Zeichen sollte bei der Nachbearbeitung als erstes gesucht und die betroffenen Stellen entsprechend manuell korrigiert werden. (Unter Options|Proofing Editor Set-up kann man auch ein anderes Zeichen als "~" als reject character einstellen, falls die Tilde oft im Text vorkommt.) Es empfiehlt sich ein leistungsstarker Editor mit umfangreichen Möglichkeiten zum Suchen und Ersetzen von Text, da sich Fehler des Programmes oft wiederholen. Auch eine integrierte Rechtschreibprüfung kann nicht schaden. Jedoch sollte ihr Nutzen nicht überschätzt werden, da ja auch OCR Shop schon mit Wörterbüchern arbeitet.Vertiefung
Bei noch offen stehenden Fragen hilft hoffentlich das (englische) Benutzerhandbuch/uni/global/doc/ocrshop/ocrxtr_manual.pdf.
Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Riedel
Sammelbeschaffung Simulationssoftware
In verschiedenen Lehrstühlen der Fakultät für Maschinenbau bestand Bedarf nach Einsatz der Simulationssoftware der Firma ITI. Konkret betrifft das die Produkte ITI-SIM und SimulationX, die jeweils für unterschiedliche Teildisziplinen des Maschinenbaus relevant sind (s.u.). Das URZ hat die Interessen der Professuren gebündelt, um durch eine Sammelbeschaffung finanziell akzeptable Bedingungen zu erzielen. Außerdem übernehmen wir damit das Management der Verwaltung der Lizenzen und der zukünftigen Softwarewartung innerhalb der TU. Das erworbene Softwarepaket besteht aus folgenden Komponenten:- Simulationssoftware ITI-SIM 3.7
- Basismodul
- Bibliotheken: Mechanik, Motoren und Kupplungen, Elektrische Motoren, Übertragungselemente, Signalquellen, Lineare Signalglieder, Nichtlineare Signalglieder, Spezielle Signalglieder, Schalter, Hydraulik, Pneumatik, Thermik, Linearelastische Strukturen, Kurvengetriebe
- Optionen: Variantenrechnung, Eigenfrequenz/Schwingformen, Stationäre Analyse ITI-STAT, Ordnungsanalyse ITI-ORD,
- Makros: Gelenkwelle, Elastischer Anschlag, Starrer Anschlag
- Simulationssoftware SimulationX 1.2
- Professional Edition
- Bibliotheken: Mechanik 1D, Mechanik 3D, CAD-Import, Allgemeine Signalglieder, Signalquellen, Lineare Signalglieder, Zeitdiskrete Signalglieder, Nichtlineare Signalglieder, Spezielle Signalglieder, Schalter, Motoren, Kupplungen, Übertragungselemente, Planetengetriebe (ab Version 2.1), Elektrische Motoren, Elektronik (analog), Magnetik, Hydraulik III, Pneumatik II, Thermik
- Optionen: Gleichgewichtsberechnung, Varianten-Assistent, Lineare Systemanalyse


