Jahresrückblick 2006
Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums ist eine Übersicht über die wichtigsten Projekte des letzten Jahres, die Entwicklung aller relevanten Dienste sowie die in Arbeit befindlichen Projekte.Vorwort
Als wissenschaftlicher Leiter des Universitätsrechenzentrums freue ich mich, dieses Vorwort zu schreiben.Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale Struktureinheit wichtige Aufgaben in den Bereichen der Innovation, der Bereitstellung von Basisdiensten und der Aus- und Weiterbildung. Unter meiner Leitung werden diese Aufgaben koordiniert und ausgebaut. Mit innovativen Projekten werden neue Konzeptionen in der Netzwerktechnik, Speichertechnologie und Internetdiensten evaluiert und für die Übernahme in das Standardangebot vorbereitet. Das Standardangebot reicht von der kostengünstigen Lizenzierung von kommerziellen Softwarepaketen über E-Mail und Internetdieste zu moderner, sicherer Benutzerauthentifizierung. Auch in der Weiterbildung und Lehre werden wichtige Aufgaben übernommen. Darüber hinaus hat das Universitätsrechenzentrum 2006 mit der Einführung der Voice-over-IP-Telefonie das Großprojekt VoIP koordiniert und durchgeführt. Innovative Funktionen können so dem Anwender als zusätzliche Dienste angeboten werden. An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeitern des Universitätsrechenzentrums für die konstruktive Zusammenarbeit, das Engagement und die sachkundige Bearbeitung dieser komplexen Aufgaben. Prof. Dr. Wolfram Hardt
Projekt Voice-Over-IP
Ein neuer Aufgabenschwerpunkt des Universitätsrechenzentrums ist die Betreuung der Voice-Over-IP-Anlage. In einer großen Baumaßnahme wurde im Jahr 2006 die alte Telekommunikationsanlage durch eine moderne VoIP-Anlage ersetzt. Die Ablösung der alten Anlage war zwingend erforderlich, da das Verfahren zur Anbindung an das öffentliche Telefonnetz im Jahr 2006 durch die Telekom abgekündigt wurde. Die alte Anlage hätte aber das alternative neue Verfahren nicht unterstützt.Infrastruktur
Die Gesamtlösung ist aus Stabilitätsgründen über alle Campusstandorte verteilt. Die Lösung besteht aus folgenden Komponenten:- 4 Vermittlungs-Server (Callmanager 4)
- 2 Auskunftssysteme für die zentrale Vermittlung (Netwise)
- 1 Gebührenabrechnungsserver (Aurenz)
- 2 SIP-Server (Asterisk)
- 4 Gateways in das öffentliche Telefonnetz mit jeweils 60 Kanälen
- 1 Unified Messaging Server (Ferrari)
- 3 Notfalltelefonie-Gateways in das Telefonnetz
Endgeräte, Profile
An der neuen VoIP-Telekommunikationsanlage werden zur Zeit über 2000 Endgeräte betrieben. Das Management und die Betreuung dieser Technik ist eine weitere Herausforderung an das Rechenzentrum. Folgende Endgeräte werden betrieben:- 296 "Basis" (Cisco 7912)
- 1497 "Standard" (Cisco 7940, Cisco 7941)
- 520 "Business" (Cisco 7960, Cisco 7961)
- 13 "Komfort" (Cisco 7970, Cisco 7971)
- 452 analoge Anschlüsse
- 1284 Einzelnutzerprofile
- 161 Mehrbenutzerprofile
- 166 statische und Laborprofile
- 387 Team-Profile
Sonstiges
Störungsmeldungen, An- und Aufträge, Anfragen usw. werden mit Hilfe eines Request-Systems bearbeitet. Im Zeitraum von September 2006 bis Februar 2007 wurden insgesamt 1300 Aufträge (Tickets) bearbeitet. Die Bearbeitungszeit lag meist unter einem Arbeitstag. Im Rahmen von studentischen Arbeiten entstanden Zusatzfunktionen wie ein persönliches Adressbuch, das auch im Intranet bearbeitet werden kann. Der Mensaspeiseplan kann auf jedem Telefon betrachtet werden und es wurde die Möglichkeit geschaffen, einfach aus dem Internetbrowser heraus Rufnummern zu wählen (click2dial).
Alle Leistungen rund um die neue Telekommunikationsanlage werden ausführlich im Web unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/voip präsentiert.
Authentifizierung, Autorisierung, Accounting
Immer mehr Dienstleistungen, die über das Internet angeboten werden, erfordern eine sichere Identifizierung des Nutzers. Dabei gilt der Einsatz von Single-Sign-On-Techniken seit längerer Zeit als erstrebenswertes Ziel. Solche Techniken vermitteln eine einzige für viele Anwendungen gültige Netzidentität. Neben dem Benutzerkomfort versprechen die Verfahren erhöhte Sicherheit. Erreicht wird diese durch ein starkes (fälschungssicheres) Authentifizierungverfahren und dem Fakt, dass jeder Benutzer nur noch ein - entsprechend sicheres - Passwort kennen muss.Web-Trust-Center
Besonders für Web-Anwendungen erscheint der Einsatz eines Single-Sign-On-Verfahrens attraktiv. Daher konzentrierten sich die Aktivitäten im URZ zu dieser Thematik auf die Schaffung eines sogenannten Identity-Providers. Seit Herbst 2005 steht Web-Autoren zur Zugangssteuerung der Dienst "Web-Trust-Center" (WTC) zur Verfügung. Basis dieser Entwicklung ist Shibboleth - ein vom Internet2-Konsortium entwickeltes Verfahren zur verteilten Authentifizierung und Autorisierung für Webanwendungen und -diensten. Für den eigentlichen Authentifizierungsvorgang werden unsere Kerberos-Server benutzt. Wir setzen Shibboleth in der Version 1.3 ein - damit sind wir kompatibel zur Föderation DFN-AAI - http://www.dfn.de/content/dienstleistungen/dfnaai/ . Jeder Web-Autor hat die Möglichkeit, seine Anwendungen zu schützen, indem die Anmeldung beim WTC mittels Konfigurationsdatei (.htaccess) verlangt werden kann. Mit Hilfe von Regeln kann der Zugang sehr differenziert gesteuert werden, z.B. kann der Zugriff nur Studenten oder Mitarbeitern einer bestimmten Struktureinheit oder Mitgliedern einer konkreten AFS-Gruppe gestattet werden . Darüber hinaus erlaubt das Verfahren die Übermittlung von Attributen an die Web-Anwendung. Nach erfolgreicher Authentifizierung beim Web-Trust-Center und "bestandener" Autorisierung stellt das WTC dem WWW-Server Attribute der angemeldeten Person zur Verfügung (z.B. Name, Vorname, Mailadresse, Organisationseinheit). Diese stehen in Umgebungsvariablen, die der Web-Autor auswerten kann, z.B. um Web-Formulare mit den persönlichen Daten des Benutzers vorauszufüllen. Alle Attribute werden von MoUSe - http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2001/0014/data/mouse.html zunächst an den Verzeichnisdienst LDAP - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/directory.html übergeben. Das WTC entnimmt diese dem Verzeichnisdienst. Damit wird eine hohe Stabilität erreicht, da die LDAP-Infrastruktur drei vollständig redundante Server (Multi-Master) besitzt.OpenSSH und Kerberos 5
Der Einsatz von SSH zum Login auf entfernten (Linux-/Unix-)Rechnern ist seit langer Zeit etabliert. SSH besitzt mehrere Varianten, um ein Single-Sign-On-Verhalten zu erreichen. Die Herausforderung unter unseren Bedingungen liegt dabei jedoch im Zusammenwirken mit AFS und der Übermittlung des AFS-Tokens beim Login an einer entfernten Maschine. Mit dem Übergang auf OpenSSH 4.3 waren dafür zahlreiche Anpassungen erforderlich. Mit der im November 2006 realisierten Installation wurden Bedingungen geschaffen, die unter Verwendung von Kerberos 5 ein echtes Single-Sign-On ermöglichen, wobei nicht nur die Identität eines Nutzer sondern auch die Identität eines Rechners gesichert wird. Dazu wurde ein Verfahren geschaffen, welches allen vom URZ betreuten Rechnern eine Kerberos-Identität (ein sogenanntes Host-Principal) zuordnet und damit die gegenseitige Authentifizierung ermöglicht. Außerdem wird am Zielrechner ein AFS-Token erstellt. weitere Informationen: SSH im URZ der TU Chemnitz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/security/ssh/Reorganisation Strukturnummernverzeichnis
Strukturnummern beschreiben unter anderem die Zugehörigkeit von Personen zu Organisationseinheiten innerhalb der Uni. In einigen Zusammenhängen bilden sie damit eine Grundlage für die Autorisierung. Mit Wirkung vom 1.1.2007 wurde an der TU Chemnitz ein neues Kostenstellen- und Strukturnummernverzeichnis eingeführt. Dieses wird vom Dezernat 4 erstellt und aktualisiert. Die vom Dezernat bereitgestellten Daten importiert das URZ-System zur Verwaltung von Benutzern und Diensten (MoUSe). Dabei wird ausgehend von den Strukturnummern automatisch die Hierarchie der TU als Baum abgebildet. Die Erkennung von Unterordnungsbeziehungen ist im Umfeld der Autorisierung und in anderen Zusammenhängen erforderlich z.B. beim Generieren von Adressen. Leider unterstützt das neue Verzeichnis eine algorithmische Aufbereitung nicht durchgängig. An einigen Stellen ist die Systematik der Nummernvergabe nicht konsequent eingehalten, z.B. bei den "zentralen Institutseinrichtungen Physik". Dafür gibt es sicherlich plausible Gründe, aber in jedem Algorithmus ist eine Sonderbehandlung anstelle des generischen Verfahrens notwendig. Weit größere Probleme bereitete allerdings der folgende Sachverhalt: im neuen Verzeichnis werden Kostenstellen und sogenannte Gruppen gemeinsam geführt. Die Zuordnung von Personen zu Organisationseinheiten erfolgt grundsätzlich über die Nummer der Kostenstelle. Leider ist der Gruppenname als Bezeichnung für die Organisationseinheit häufig weit besser geeignet als der Name der entsprechenden Kostenstelle. Beim Erzeugen des vollständigen (Pfad)Namens einer Organisationseinheit müssen deshalb ohne feste Systematik Gruppen- und Kostenstellenbezeichnungen aneinander gefügt werden. Da außerdem keine durchgängige 1:1-Abbildung zwischen "alten" und "neuen" Organisationseinheiten besteht, waren erhebliche manuelle Aufwendungen bei der Umstellung erforderlich. In Verbindung mit der Reorganisation des Strukturnummernverzeichnisses und der Einführung der VoIP-Telefonie musste die Problematik der Mehrfachzuordnung von Personen zu Organisationseinheiten und Personentypen (studierende Mitarbeiter, ein Mitarbeiter kann mehreren Struktureinheiten angehören, ...) überarbeitet werden. Auf unsere seit vielen Jahren geführte Statistik zur Entwicklung der Benutzerzahlen wirkt sich dies so aus, dass nur noch die Tabellenspalte "gesamt" mit den Vorjahren vergleichbar ist. In den anderen Spalten - insbesondere bei Mitarbeitern - tritt der Effekt auf, dass eine physische Person, die mehrfach zugeordnet ist, im Sinne der Statistik mehrere URZ-Nutzer darstellt. Die Gesamtsumme wird deshalb zukünftig geringer als die Summe der einzelnen Spalten sein.| Jahr | gesamt | Studenten | Mitarbeiter | andere | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1994 | 1298 | 815 | 438 | 45 | |
| 1995 | 2553 | 1663 | 772 | 118 | |
| 1996 | 5382 | 3668 | 1330 | 384 | |
| 1997 | 5074 | 3266 | 1365 | 443 | |
| 1998 | 8370 | 6088 | 1601 | 681 | |
| 1999 | 9467 | 6792 | 1962 | 713 | |
| 2000 | 9481 | 7054 | 1920 | 507 | |
| 2001 | 10943 | 8504 | 1943 | 496 | |
| 2002 | 12192 | 9921 | 1754 | 517 | |
| 2003 | 12945 | 10406 | 1602 | 937 | |
| 2004 | 12224 | 10300 | 1468 | 456 | |
| 2005 | 12177 | 10243 | 1514 | 420 | |
| 2006 | 12335 | 10305 | 1864 | 401 | |
Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ Aufgeschlüsselt auf Organisationseinheiten wird das URZ von den Studenten der TU Chemnitz wie folgt genutzt:
| Fakultät | URZ-Nutzer | |
|---|---|---|
| Philosophische Fakultät | 4545 | |
| Fakultät für Wirtschaftswissenschaften | 2332 | |
| Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik | 1468 | |
| Fakultät für Informatik | 618 | |
| Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik | 462 | |
| Fakultät für Mathematik | 333 | |
| Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie | 278 | |
| Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik | 251 | |
| sonstige studentische Nutzer | 18 | |
Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät
Aufbau SAN-Infrastruktur
Ende des Jahres 2006 wurde unter dem Projekttitel TUCSAN mit dem Aufbau eines Storage Area Networks (SAN) begonnen. Damit wird ein HBFG-Vorhaben realisiert, welches im Herbst 2005 mit der Antragstellung initiiert wurde. Die Arbeiten zur Hardware-Installation erstreckten sich über den Jahreswechsel und werden voraussichtlich im Februar 2007 abgeschlossen sein. Die produktionswirksame Inbetriebnahme wird bis ins Frühjahr 2007 andauern. In der ersten Ausbaustufe wird das TUCSAN Hardware für folgende Dienste umfassen- Filesystem (AFS) - inklusive Datensicherung
- FTP-Server
- Mailboxen
- Serverhousing
- dedizierte AFS-Server einzelner Institute und der Universitätsverwaltung
- Datenbank-Server der Universitätsbibliothek (Lokalsystem)
Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen
Unser Campusnetz war auch im Jahr 2006 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider alltäglich geworden. Sie laufen häufig automatisch ab und sind nach wie vor Folge des leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher seit langem zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden. Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehören der Betrieb- von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
- eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
- eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte
- die Maßnahmen zum Schutz vor Computer-Viren - http://www.tu-chemnitz.de/urz/viren/
- die Automatischen Schutzfilter für E-Mails - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/filter/
- Dienstangebote zur Administration von Rechnern im Campusnetz durch das URZ
- die regelmäßige Softwarepflege auf Infrastrukturkomponenten
Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste
Netzausbau
Der Campusnetzausbau konnte im Jahr 2006 dank der finanziellen Absicherung aus dem fünfjährigen HBFG-Projekt "Campusnetz 2" und dem zum Abschluss gebrachten VoIP-Projekt planmäßig und im gewünschten Umfang fortgeführt werden. Die wesentlichen Impulse zum Hardware- und Strukturausbau sind vom VoIP-Projekt ausgegangen und durch die dort formulierten Hauptziele gekennzeichnet:- qualitätsgerechter Transport der Sprachpakete und
- ausfallsichere Verbindung aller Endgeräte.
- die Inbetriebnahme neuer, gebietsübergreifender Kabelverbindungen zwischen den Campusteilen 1 und 2
- die Schaffung von Hardware-Redundanz im Backbone-Bereich (Doppelung von zentralen Routern)
- die Schaffung von Uplink-Redundanz zur stabileren Backbone-Koppelung und Etagenversorgung
- die USV-Stützung zentraler und dezentraler Komponenten (Switche, Server)
- die Nachrüstung stapelbarer Switche mit QoS-gerechter Konfiguration aller Interfaces.
Backbone
Die Redundanz im Campusnetz-Backbone wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Es existieren derzeit 8 Routingbereiche. Am zentralen Backbone-Core zwischen Straße der Nationen, Reichenhainer Str.39 und Reichenhainer Str. 70 konnten die restlichen Routingbereiche mittels zusätzlicher Glasfaserstrecken vollredundant angeschlossen werden. OSPF (Open Shortest Path First) sorgt als Routingprotokoll für Umschaltzeiten von 1-4 Sekunden im Fehlerfall. Im Backbone-Core konnte eine Bandbreitenerhöhung von 1 Gbps auf 10 Gbps vorgenommen werden. Weiterhin wurde im vergangenen November der XWiN-Anschluss der TU Chemnitz von 1Gbps auf 2 Gbps erhöht.
Accessbereich
Im nutzernahen Versorgungsbereich gab es im vergangenen Jahr die verschiedensten Anpassungs- und Erweiterungarbeiten. Am umfassendsten war dabei die Knotenkonzentration an den Standorten Straße der Nationen und Carolastraße. Hierbei sind die vielfach vorhandenen "Miniaturversorgungsbereiche" aufgelöst und so umstrukturiert worden, dass die zu versorgende Portanzahl möglichst größer als 72 ist. Das sichert den effizienten Einsatz moderner Etagenswitches und der im VoIP-Projekt notwendig gewordenen USV-Komponenten. Im Zuge der mehrmonatigen Bauarbeiten ist dabei die Zahl der Verteilerschränke um mehr als 50% reduziert worden. Die dabei geschaffenen Technikräume konnten durch Nachrüstung von Kühlaggregaten aufgewertet werden, was ebenfalls zur Ausfallsicherheit des gesamten Kommunikationssystems beiträgt. Kleinere Netzerweiterungen sind im Zuge von Rekonstruktionsarbeiten in folgenden Gebäuden ausgeführt worden:- Reichenhainer Straße 70, Halle E
- Reichenhainer Straße 70, A-Bau, Keller
- Thüringer Weg 5, Keller.
- Medienanpassung (LWL auf Kupfer, RJ-45)
- Anschlussport-Vervielfachung (mindestens 4)
- Kleinspannungsversorgung der Endgeräte (IP-Telefone, Access-Points, Videokameras u.ä.)
Netzdienste
Electronic Mail
Die E-Mail-Infrastruktur an der TU Chemnitz hat sich auch 2006 bei weiter gestiegenem E-Mail-Aufkommen bewährt. 2 redundante E-Mail-Relays Dies sind die "Hauptpostämter", über die alle E-Mails laufen, die in die TU kommen bzw. aus der TU an Empfänger im Internet gesendet werden. An einem Arbeitstag werden hier 40- bis 140-Tausend E-Mails mit einem Datenvolumen von 3 - 10 GBytes weitergeleitet. Hier kommen auch Maßnahmen zum Schutz vor E-Mail mit unerwünschtem oder gefährlichem Inhalt zum Einsatz. Dieser Spam- und Virenschutz kann jeder Benutzer individuell einstellen. 2006 fanden Anpassungen für das Greylisting statt: E-Mails von deutschen Hoch- und Fachschulen werden generell ohne Verzögerung angenommen, dagegen müssen Sender von Rechnern ohne Namen und von Dial-Up-IP-Adressen länger warten. Seit September 2006 können E-Mails von außerhalb auch über den sogenannten Submission-Port 587 (verschlüsselt und authentisiert) gesendet werden. Das ist insbesondere für TU-Benutzer aus anderen Netzen (mit Firewall) nützlich.- Eingesetzte Software: Exim, SpamAssassin, Clam AntiVirus
- Eingesetzte Software: Cyrus, Exim
2006 wurde eine neue Cyrus-Version installiert. Dadurch können versehentlich gelöschte E-Mails, auch des aktuellen Tages, nun wiederhergestellt werden (via Helpdesk).
Gleichzeitig wurde der Speicherplatz verdoppelt, der jedem Benutzer für die Ablage seiner E-Mails zur Verfügung steht (minmal 50 MByte, bis 500 MByte erweiterbar).
Für 2007 ist eine Erneuerung des zentralen Mailbox-Servers geplant, um dieses System skalierbar und leistungsfähiger zu machen.
Mailbox-Server von Fakultäten / Bereichen
Einige Fakultäten und Einrichtungen (Informatik, zentrale Verwaltung) betreiben eigene Mailbox-Server für
ihre Benutzer. Nähere Informationen dazu erfahren Sie bei den Administratoren dieser Server.
WWW-Zugang zur E-Mail: https://mail.tu-chemnitz.de
Für den E-Mail-Zugriff mit einem WWW-Browser kann dieser Dienst benutzt werden (außer zentrale Verwaltung, deren Mailbox-Server sich hinter einer Firewall befindet).
- Eingesetzte Software: Apache, PHP, Horde/IMP
World Wide Web
Der stabile Betrieb der zentralen WWW-Server konnte auch 2006 gewährleistet werden. Wir betreiben für die TU Chemnitz folgende WWW-Server:-
www.tu-chemnitz.de- zentrale WWW-Seiten der Fakultäten und Einrichtungen -
www-user.tu-chemnitz.de- persönliche WWW-Seiten von Benutzern -
cgi.tu-chemnitz.de- Suche und andere CPU-intensive Aufgaben -
ftp.tu-chemnitz.de- Zugang zum FTP-Archiv -
www.bibliothek.tu-chemnitz.deundarchiv.tu-chemnitz.de- WWW-Server der Universitätsbibliothek und Multimedia ONline ARchiv CHemnitz - 28 virtuelle Server für Institute, Professuren oder Projekte
- 5 virtuelle Wiki-Server
- Intranet-Dienste des URZ: Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung, Monitoring, MoUSe
- 4 WWW-Server für das BEOLINGUS-Projekt (Wörterbuch)
- WWW-Server für das Web-Trust-Center
- Berechtigungen verwalten (Pflege von AFS-Gruppen)
- Zugriffsstatistiken (AWstats) können erstellt und abgerufen werden
- Daten zum PROWeb-Server, wie Laufzeit und maximaler Speicherplatz, können geändert werden.
www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.
Auf den vom URZ administrierten Linux-Rechnern wurde mit SeaMonkey die neue Version
des Mozilla WWW-Browsers und E-Mail-Programmes installiert.
Gleichzeitig wird Firefox in einer für unsere Nutzer angepassten Konfiguration zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen: WWW an der TU Chemnitz
LDAP
Mit der Einführung von Voice over IP wurde eine stabile LDAP-Infrastruktur notwendig. Im Rahmen des Projekts wurde OpenLDAP abgelöst und Fedora Directory Server (FDS) eingeführt. Die Vorteile von FDS sind:- Multimaster-Fähigkeit
- LDAP-ACLs
- signifikant schneller als OpenLDAP
- dynamisches Nachladen von Schemata möglich
- VoIP-System (Cisco Callmanager)
- UMS-System (Ferrari)
- Groupware Open-Exchange
- Single-Sign-On System (Shibboleth)
- Web-Auskunft
- Telefonbuch der einzelnen Fakultäten
- und viele weitere
- Billing-System (Aurenz)
- Auskunft/Vermitlung (Netwise)
- Server:
ldap.tu-chemnitz.de - Basis-DN: dc=tu-chemnitz,dc=de
FTP-Service
Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitzftp.tu-chemnitz.de werden einige Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 5 TByte).
Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde Ende des Jahres ein neuer Server in Betrieb genommen (Dual Opteron, 32 GByte RAM, Fiberchannel).
Weitere Netzdienste
Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:- NetNews: Über den Server
news.tu-chemnitz.destellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit. - Login: Die Login-Server
login.tu-chemnitz.destellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail. - CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 4400 Benutzern in Anspruch genommen.
- TUC/URZ CA: Die Zertifizierungsstelle des URZ hat im Jahre 2006 44 Server-Zertifikate ausgestellt.
Nutzung öffentlicher Rechner
Zentrale Computerpools
Die Bereitstellung von PC-Pools zur Nutzung durch Studenten und Mitarbeiter gehört zu den Kernaufgaben im Dienstespektrum des URZ. In erster Linie bietet das URZ seine Pools im Rahmen der Aus- und Weiterbildung für die Durchführung von Lehrveranstaltungen mit Rechner-Zugang für die Teilnehmer an. Darüber hinaus können die Pools auch frei genutzt werden. Es kann zwischen zwei Betriebssystemen gewählt werden:- Linux (z.Z. Scientific Linux 4.4) auf allen Pool-PCs
- Windows XP auf allen Pools außer Reichenhainer Str., Raum B301 und Str. der Nationen, Raum 203
| Gebäude, Raum | Anzahl | BS-Plattform | Nutzung | verfügbar seit | letzte Erneuerung |
|---|---|---|---|---|---|
| ReiStra 70, B301 | 20 | Linux | uniweit | 1993 | 2005 |
| ReiStra 70, B302 | 20 | Linux/WXP | uniweit | 1993 | 2005 |
| ReiStra 70, B401 | 15 | Linux/WXP | uniweit | 1997 | 2005 |
| ReiStra 70, B404 | 15 | Linux/WXP | uniweit | 1997 | 2005 |
| ReiStra 41, 238 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Philosophie | 1999 | 2005 |
| ReiStra 41, 338 | 17 | Linux/WXP | vorrangig Philosophie | 2005 | 2005 |
| ReiStra 39, 138 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Wirtschaftswissenschaften | 2001 | 2005 |
| Raabe-Straße, 046 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Philosophie | 1999 | 2005 |
| StraNa, 066 | 12 | Linux/WXP | uniweit | 1997 | 2005 |
| StraNa, B207 | 13 | Linux | uniweit | 1999 | 2003 |
| StraNa, 203 | 20 | Linux/WXP | vorrangig Informatik/MB | 2001 | 2003 |
Tabelle: Pool-Standorte und Eckdaten (ReiStra: Reichenhainer Str., StraNa: Str. der Nationen) Anmerkung: Vorrangig von einer Fakultät genutzte Pools stehen dennoch uniweit zur Verfügung, sofern sie nicht durch Lehrveranstaltungen (der Fakultät) belegt sind. Woher kommen nun die Nutzer der URZ-Pools und wieviele sind es im Einzelnen? Darauf gibt folgende Tabelle eine Antwort:
| Fakultät/Einrichtung | Pools RH/WRS * | Pools Stra_Na | ||
|---|---|---|---|---|
| Stud. | MA | Stud. | MA | |
| Naturwissenschaften | 243 | 50 | 228 | 35 |
| Mathematik | 227 | 14 | 96 | 4 |
| Maschinenbau | 1308 | 128 | 767 | 66 |
| Elektro- und Informationstechnik | 317 | 44 | 83 | 14 |
| Informatik | 372 | 22 | 335 | 12 |
| Wirtschaftswissenschaften | 1979 | 34 | 519 | 5 |
| Philosophie | 3606 | 77 | 1145 | 16 |
| Zentrale Einrichtungen | 3 | 56 | 1 | 44 |
| Andere Einrichtungen | 140 | 29 | 53 | 15 |
| Gesamt: | 8066 | 429 | 3183 | 197 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer der zentralen Ausbildungspools, nach Fakultäten gegliedert
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.
Insgesamt wurden die URZ-Pools 2006 durch 8434 Studenten und 506 Mitarbeiter der TU, sowie 169 Studenten und 36 Mitarbeiter anderer Einrichtungen genutzt, insgesamt also 8603 Studenten und 542 Mitarbeiter. Hinsichtlich der Nutzungszeiten ergibt sich für 2006 folgendes Bild:
| Fakultät/Einrichtung | Pools RH/WRS | Pools Stra_Na | ||
|---|---|---|---|---|
| Stud. | MA | Stud. | MA | |
| Naturwissenschaften | 9996 | 471 | 5230 | 297 |
| Mathematik | 6790 | 229 | 1514 | 1329 |
| Maschinenbau | 38279 | 1574 | 11450 | 1266 |
| Elektro- und Informationstechnik | 10093 | 2242 | 774 | 231 |
| Informatik | 14456 | 1744 | 4535 | 193 |
| Wirtschaftswissenschaften | 50920 | 611 | 6021 | 13 |
| Philosophie | 103744 | 748 | 15764 | 94 |
| Zentrale Einrichtungen | 32 | 2646 | 0 | 1373 |
| Summe Nutzung TUC [h]: | 234310 | 10265 | 45288 | 4796 |
| Andere Einrichtungen | 2519 | 42 | 6065 | 884 |
| Gesamt [h]: | 236829 | 10307 | 51353 | 5680 |
| Jahr | Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1994 | 1226 | 799 | 388 | 32 | 7 |
| 1995 | 1783 | 1284 | 428 | 67 | 4 |
| 1996 | 2512 | 1865 | 494 | 145 | 8 |
| 1997 | 3226 | 2446 | 513 | 260 | 7 |
| 1998 | 4072 | 3219 | 504 | 328 | 21 |
| 1999 | 4980 | 4070 | 556 | 347 | 7 |
| 2000 | 5380 | 4480 | 493 | 316 | 91 |
| 2001 | 7112 | 6311 | 501 | 271 | 29 |
| 2002 | 7836 | 7123 | 425 | 240 | 48 |
| 2003 | 8361 | 7624 | 477 | 201 | 59 |
| 2004 | 8809 | 8144 | 355 | 251 | 59 |
| 2005 | 8759 | 8175 | 374 | 176 | 34 |
| 2006 | 9145 | 8436 | 504 | 169 | 36 |
Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools Proportional zu den Nutzerzahlen wuchsen auch die Nutzungszeiten:
| Jahr | Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1994 | 60730 | 38606 | 19785 | 1889 | 450 |
| 1995 | 93074 | 69340 | 21029 | 2474 | 231 |
| 1996 | 119369 | 89340 | 24478 | 5473 | 78 |
| 1997 | 150912 | 112894 | 29949 | 8049 | 20 |
| 1998 | 208220 | 164871 | 32020 | 11323 | 6 |
| 1999 | 187460 | 158959 | 17882 | 10547 | 72 |
| 2000 | 198534 | 157806 | 29185 | 10017 | 1524 |
| 2001 | 277884 | 241137 | 23490 | 12687 | 570 |
| 2002 | 275280 | 245758 | 20399 | 8036 | 1087 |
| 2003 | 254965 | 227815 | 18709 | 7299 | 1142 |
| 2004 | 263488 | 239954 | 16344 | 5554 | 1636 |
| 2005 | 250585 | 234736 | 8900 | 6065 | 884 |
| 2006 | 303334 | 280443 | 15172 | 6581 | 1138 |
Tabelle: Entwicklung der Nutzungszeiten [h] der zentralen Ausbildungspools Die aufgeführten Zeiten umfassen lediglich jeweils den Zeitraum zwischen An- und Abmeldung eines Nutzers. Im Linux laufen jedoch auch häufig rechenintensive Hintergrundprozesse eines Nutzers, ohne dass dieser selbst angemeldet sein muss. Von daher kann davon ausgegangen werden, dass die realen Nutzungszeiten noch höher sind als dargestellt.
Öffentliche Server
Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Solche Rechnersysteme werden als öffentliche Server bezeichnet, dabei erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Hinsichtlich des Nutzungszweckes, der Zugangsmöglichkeiten und der Ressourcenausstattung werden verschiedene Typen von öffentlichen Servern unterschieden, für die entsprechende Nutzungsrichtlinien (Policies) festgelegt sind (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/server). Im Jahre 2006 endete die Unterstützung des URZ für zwei Systemplattformen:- Solaris-SPARC
- HP-UX HP 9000/K460
Systemplattform Linux
Die öffentlichen Server, die mit dem Betriebssystem Linux laufen, unterscheiden sich in Hardware (x86 32Bit, x86 64Bit, ia64) und Distribution. Nachfolgende Statistiken zeigen die Nutzerzahlen und Nutzungszeiten aller 7 öffentlicher Linux-Server. Diese Server wurden von 2719 Mitarbeitern und Studenten genutzt, das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Dafür stiegen die Nutzungszeiten gegenüber dem Vorjahr von 365 563 auf 381 032 Stunden. Der sichtbare Rückgang durch die studentische Nutzung kann mit Beschaffungen von Servern und deren Nutzung in den Fakultäten zusammen hängen. Dahingegen ist bei den Mitarbeitern eine deutlich steigende Nutzung festzustellen.| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2000 | 1282 | 377 | 1220 | 336 | 62 | 41 |
| 2001 | 1545 | 389 | 1500 | 365 | 45 | 24 |
| 2002 | 2456 | 534 | 2403 | 490 | 53 | 44 |
| 2003 | 2088 | 480 | 2032 | 447 | 56 | 33 |
| 2004 | 1912 | 449 | 1867 | 407 | 45 | 42 |
| 2005 | 2361 | 489 | 2312 | 436 | 49 | 53 |
| 2006 | 2169 | 550 | 2111 | 491 | 58 | 59 |
Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2006
| Gesamt | TU Chemnitz | andere Hochschulen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter | Studenten | Mitarbeiter |
| 2000 | 239554 | 71656 | 218850 | 64366 | 20704 | 7290 |
| 2001 | 341728 | 95695 | 330837 | 87509 | 10891 | 8186 |
| 2002 | 238306 | 112660 | 225817 | 99750 | 12489 | 12910 |
| 2003 | 291885 | 122105 | 284993 | 107607 | 6892 | 14498 |
| 2004 | 226258 | 117736 | 224671 | 112654 | 1587 | 5082 |
| 2005 | 206097 | 159466 | 204726 | 144402 | 1371 | 15064 |
| 2006 | 133562 | 247470 | 132814 | 230296 | 748 | 17174 |
Tabelle: Nutzungszeiten [h] der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2006
Windows-Applikations-Server
Zur Verbesserung des Angebotes an interessanten und wichtigen Windows-Anwendungen hat das URZ im Frühjahr 2006 einen Applikationsserver ("WAPPS") in Betrieb genommen und bietet die Nutzung der damit verbundenen Möglichkeiten als neuen Dienst an. Das Applikationsserver-Konzept erlaubt die plattformunabhängige Verwendung von Windows-Software im Campusnetz - ganz gleich, ob der Nutzer unter Linux oder Windows oder an einem Mac arbeitet. Der Applikationsserver stellt neben Open-Source-Software auch kommerzielle Produkte bereit, die eine plattformübergreifende, strategische Bedeutung haben oder die aus Kosten- bzw. Bedarfsgründen nur in geringen Stückzahlen an der Universität beschafft werden können. Aus lizenzrechtlicher Sicht ordnet sich die installierte Software in 3 Kategorien ein:- Open-Source-Software: deren Nutzung ist unbegrenzt.
- Kommerzielle Produkte mit begrenzter Lizenzanzahl, bei denen eine Nutzung als "concurrent use" erlaubt ist: die Anzahl der gleichzeitigen Aufrufe ist beschränkt.
- Kommerzielle Produkte, für deren Nutzung eine eigene Lizenz auf dem lokalen Arbeitsplatz notwendig ist: die Lizenzbestimmungen dieser Software erlauben kein "concurrent use".
Druckdienst
2006 gab es keine Veränderungen des Druckerbestandes. Es gab eine Reihe technischer Probleme mit Druckern des Typs Kyocera FS3830N, die mit dem Anbieter und dem Hersteller intensiv verifiziert wurden und dazu führten, dass Anfang 2007 ein Austausch dieser Modelle in den Pool-Räumen erfolgt. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:| Standort | Medium | gedruckte Seiten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | |||
| ReiStra70 | A4 Farbe | 19314 | 47068 | 49101 | 58289 | 43928 | 62766 | 86685 | |
| ReiStra70 | A3 Farbe | 408 | 4009 | 2093 | 2318 | 1133 | 3357 | 3394 | |
| ReiStra70 | A4 120g Farbe | 0 | 250 | 1521 | 325 | 1246 | 1782 | 2303 | |
| ReiStra70 | A4 s/w | 254679 | 379487 | 494898 | 630849 | 969074 | 1099723 | 995807 | |
| ReiStra70 | A3 s/w | 2 | 656 | 893 | 1987 | 2924 | 5052 | 8752 | |
| ReiStra70 | A4 Farbfolie | 74 | 415 | 485 | 406 | 157 | 169 | 199 | |
| ReiStra70 | A4 s/w-Folie | 492 | 586 | 350 | 586 | 512 | 482 | 364 | |
| ReiStra39 | A4 s/w | 25263 | 84027 | 155394 | 157031 | 148516 | 143600 | 230267 | |
| Raabe-Str | A4 s/w | 50121 | 125993 | 128701 | 128701 | 145629 | 154773 | 180589 | |
| StraNa | A4 Farbe | 35186 | 34080 | 63497 | 47197 | 42145 | 23215 | 40162 | |
| StraNa | A3 Farbe | 2461 | 1815 | 1796 | 2069 | 2118 | 1523 | 2156 | |
| StraNa | A4 120g Farbe | 1152 | 4265 | 3672 | 3158 | 627 | 396 | 654 | |
| StraNa | A4 s/w | 149816 | 166733 | 173635 | 182377 | 232241 | 238634 | 197735 | |
| StraNa | A3 s/w | 1663 | 1633 | 582 | 639 | 1022 | 1264 | 514 | |
| StraNa | A4 Farbfolie | 890 | 890 | 315 | 248 | 183 | 71 | 23 | |
| StraNa | A4 s/w-Folie | 595 | 434 | 272 | 658 | 178 | 56 | 51 | |
| Summen: | 542116 | 852341 | 1077205 | 1216838 | 1591633 | 1736863 | 1749655 | ||
Tabelle: Inanspruchnahme des Druckdienstes - URZ-Drucker (ReiStra: Reichenhainer Str., StraNa: Str. der Nationen) Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/ Die Universitätsbibliothek (UB) betreibt mehrere öffentlich nutzbare Drucker, die vom URZ administriert und verwaltet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:
| Name(Standort) | Fähigkeit | Seiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | ||
| spitzweg (S1) | A4 Farbe | 356 | 446 | 1484 | 3151 | 3204 | 4329 |
| holbein (S1) | A4 s/w | - | - | - | 7629 | 113279 | 103709 |
| dix (S1) | A4 s/w | 6385 | 27489 | 55613 | 106036 | 27084 | 23829 |
| morisot (ZB) | A4 s/w | 3228 | 9004 | 14631 | 22127 | 20884 | 26463 |
| poussin (ZB) | A4 s/w | 8729 | 4927 | 12107 | 19222 | 17528 | 19180 |
| gauguin (ZB) | A4 s/w | 0 | 60 | 5177 | 36429 | 6577 | 6834 |
| warhol (S4) | A4 s/w | 6023 | 24277 | 50735 | 80412 | 103088 | 109650 |
| tatlin (S18) | A4 s/w | 4503 | 19655 | 39794 | 69962 | 79572 | 81504 |
| Summen: | 29224 | 85858 | 179541 | 344968 | 371216 | 375498 | |
Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (alle duplexfähig) und Anzahl gedruckter Seiten, in Klammern die Standorte (S1 = Pegasus-Center, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.70, S18 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.41 ) Weitere Informationen zum Drucken in der UB findet man unter http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/index.html
Administrationsdienste
Das URZ konzentriert sich seit vielen Jahren auf die wichtigen und weitverbreiteten Betriebssystemplattformen Windows und Linux. Deren aktuelle Distributionen werden produktiv sowohl im Serverbereich als auch an Arbeitsplätzen eingesetzt. Die dafür notwendigen Administrationstechnologien sind wegen der Vielzahl zu betreuender Rechner weitestgehend automatisiert und werden ständig weiterentwickelt bzw. neuen Anforderungen angepasst. Diese Technologien sowie das angesammelte Knowhow werden in Form von ADMIN-Diensten den Angehörigen der TU Chemnitz angeboten. Im Rahmen dieser ADMIN-Dienste werden folgende Arbeiten realisiert:- Installation der Betriebssysteme
- Integration ins Campusnetz
- Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware, inklusive deren Aktualisierung
- Beschaffung von Standard-PCs sowie deren
- Reparatur und Umbau
- speziell für Server: Aufstellung im Datacenter
Administrationsdienste Linux
Die Entwicklung im Linux-Umfeld verläuft rasant, ca. aller 6-9 Monate werden neue Distributionen bereitgestellt, die Pflege älterer Distributionen durch die Entwickler ist oft nicht mehr gesichert (Security-Patches). Die Betreuung folgender Distributionen wurde im Verlaufe des Jahres eingestellt:- RedHat 7.3
- Fedore Core 1
| Version u. Release (Kern) | Architekturen | Einsatzgebiet URZ | Vendor Support bis | URZ Support bis |
|---|---|---|---|---|
| SL 3.x (2.4) | X86, ia64 | Server | mindestens Oktober 2007 | mindestens Oktober 2007 |
| SL 4.x (2.6) | X86, x86_64 | Desktop, Server | mindestens Februar 2008 | mindestens Februar 2008 |
- ca. 650 Systeminstallationen (Neu- und Reinstallationen)
- ca. 2040 System-Upgrades auf ein höheres Release von Scientific Linux
- ca. 3400 Kern-Updates
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html
| Einrichtung | Arbeitsplatz- rechner | Pool- rechner | Info- terms | Cluster- rechner | Server | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Philosophische Fakultät | 4 | 73 | - | - | 2 | 79 |
| Institut für Physik | 30 | 18 | - | 37 | 2 | 87 |
| Institut für Chemie | 2 | - | - | - | - | 2 |
| Informatik | 10 | - | - | - | - | 10 |
| Maschinenbau | 11 | - | - | - | 2 | 13 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 7 | - | - | - | 1 | 8 |
| Wirtschaftswissenschaften | - | 39 | - | - | - | 39 |
| SFB 393 | - | - | - | 531 | 2 | 533 |
| Zentrale Universitätsverwaltung | 2 | - | 1 | - | 4 | 7 |
| Bildungsportal Sachsen | - | - | - | - | 5 | 5 |
| Studentenwerk | - | - | 6 | - | - | 6 |
| Universitätsbibliothek/PIZ | 101 | 113 | 10 | - | 15 | 239 |
| Universitätsrechenzentrum | 66 | 135 | 2 | - | 162 | 365 |
| Rechner insgesamt | 233 | 378 | 19 | 568 | 195 | 1393 |
| Fakultät/Einrichtung | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Philosophische Fakultät | 46 | 50 | 49 | 45 | 43 | 60 | 79 |
| Institut für Physik | 54 | 58 | 89 | 99 | 101 | 71 | 87 |
| Institut für Chemie | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 2 |
| Informatik | 0 | 2 | 2 | 3 | 3 | 3 | 10 |
| Maschinenbau | 31 | 45 | 45 | 42 | 29 | 14 | 13 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 11 | 9 | 5 | 7 | 7 | 8 | 8 |
| Wirtschaftswissenschaften | 0 | 0 | 1 | 41 | 41 | 40 | 39 |
| SFB 393 | 533 | 533 | 533 | 533 | 533 | 533 | 533 |
| Zentrale Universitätsverwaltung | 1 | 1 | 1 | 3 | 4 | 6 | 7 |
| Bildungsportal Sachsen | 0 | 4 | 4 | 4 | 9 | 9 | 5 |
| Studentenwerk | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Universitätsbibliothek/PIZ | 42 | 147 | 194 | 223 | 206 | 233 | 239 |
| Universitätsrechenzentrum | 218 | 266 | 273 | 311 | 334 | 363 | 365 |
| Rechner insgesamt | 942 | 1121 | 1202 | 1317 | 1317 | 1347 | 1393 |
Administrationsdienste Windows
Dienst WXPADM
Größtenteils im ersten Quartal 2006 wurden die im Rahmen des ADMIN-Dienstes WXPADM betriebenen Arbeitsplatzrechner nach ToSCA/cfengine migriert. Bis zu dieser Umstellung wurden die PCs zwar ebenfalls weitestgehend automatisch aktualisiert, jedoch parallel und unabhängig von der für Linux-PCs im URZ eingesetzten Technologie. ToSCA/cfengine erlaubt es nun, sowohl Windows- als auch Linux-Installationen mit den gleichen Mitteln zu konfigurieren und zu aktualisieren. Diese Aktivitäten mussten direkt am PC durchgeführt werden, da die notwendige Neuinstallation mit einer (für die URZ-Windows-Technologie neuen) netzbasierten Technologie durchgeführt wurde und als Voraussetzung eine Modifikation an den Hardware-Einstellungen vorgenommen werden musste. Der Administrationsdienst Windows XP (WXPADM) war auch im Jahr 2006 stark genutzt. Durch die Umstellung auf ToSCA/cfengine wurde der Administrationsaufwand für die Vielzahl der PCs spürbar verringert. Andererseits ist jedoch zu konstatieren, dass der Aufwand für die hardware-spezifische Windows-Konfiguration wesentlich gestiegen ist. Ursache ist die mittels der Rahmenvereinbarung der TU mit Siemens beschaffte Hardware. Der häufige Wechsel der Standard-PCs und vor allem der darin enthaltenen Hardware-Komponenten erfordert steigende Aufwendungen zur Anpassung.| Einrichtung | 2004 | 2005 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 21 | 21 | 35 |
| Informatik | 0 | 1 | 3 |
| Maschinenbau | 30 | 34 | 44 |
| Naturwissenschaften | 6 | 8 | 8 |
| Philosophische Fakultät | 106 | 149 | 114 |
| Wirtschaftswissenschaften | 2 | 1 | 0 |
| Zentrale Einrichtungen | 33 | 48 | 49 |
| Summe | 198 | 262 | 253 |
Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst (ohne Pools)
| Einrichtung | 2004 | 2005 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 0 | 0 | 0 |
| Informatik | 0 | 0 | 0 |
| Maschinenbau | 0 | 0 | 0 |
| Naturwissenschaften | 0 | 0 | 0 |
| Philosophische Fakultät | 0 | 40 | 57 |
| Wirtschaftswissenschaften | 20 | 20 | 20 |
| Zentrale Einrichtungen | 82 | 82 | 98 |
| Summe | 102 | 142 | 175 |
Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)
Dienst WXPSelfAdmin
Der im Aufbau befindliche Dienst WXPSelfAdmin ist einerseits die Konsequenz für die niedrige Zahl der WXPI-Anwendungen bei relativ hohem Aufwand und andererseits die Einschränkungen seitens WXPADM für weitere potenzielle Interessenten an Diensten des URZ. In den letzten Wochen des Jahres 2006 wurden 12 Testinstallationen für Arbeitsplätze in diesen Einrichtungen realisiert:Elektrotechnik und Informationstechnik (4), Maschinenbau (6), Naturwissenschaften (1), Zentrale Einrichtungen (1)
Dienst WUSCH
Die Technologie für den Windows Update Service für die TU Chemnitz wurde 2006 weiter qualifiziert. Dazu gehörte auch die Migration auf die WSUS-Technologie vom Hersteller sowie die Integration neuer Kategorien. Speziell die Technologie für das Handling von jährlich ca. 500 Aktualisierungen wurde vervollkommnet. Ende 2006 wurden mehr als 1000 Klienten-PCs registriert, darin eingeschlossen die 440 ADMIN-Dienst-PCs. Davon sind 468 Rechner strukturmäßig wie folgt zuordenbar:| Einrichtung | Anzahl Klienten 2005 | Anzahl Klienten 2006 |
|---|---|---|
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 6 | 32 |
| Informatik | 3 | 4 |
| Mathematik | 0 | 0 |
| Maschinenbau | 8 | 61 |
| Naturwissenschaften | 24 | 15 |
| Philosophische Fakultät | 88 | 193 |
| Wirtschaftswissenschaften | 0 | 1 |
| Zentrale Einrichtungen | 145 | 162 |
Server Housing
Der Dienst SERVER HOUSING umfasst die Aufstellung und den Betrieb von Servern durch das URZ. Das Dienstangebot richtet sich an Struktureinheiten der Universität, die Server installieren und betreiben möchten und dabei im URZ vorhandene Infrastruktur sowie Knowhow nutzen möchten. Im Rahmen des Dienstes werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche- üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
- durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performance-Erwartungen erfüllen sollen.
- Service Level 1: Server-Standort im Data Center, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_LOCATION
- Service Level 2: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrationsverantwortung, Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_ADMIN
- Service Level 3: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrations- und Dienstverantwortung: SLA SH_SERVICE
| Einrichtung | Projekt | Service Level | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Universitätsbibliothek | alle UBC-Server (20) | 3 | - |
| SFB 393 | CLiC | 3 | 530 Systeme |
| Institut für Physik | Fileserving | 3 | ankaios |
| ZUV | Fileserving | 3 | wally2{s,p} |
| ZUV | Schadstoff-DB | 1 | claksdb |
| BPS GmbH | Bildungsportal Sachsen | 2 | 5 Server |
| HTW u.a. | Bildungsmarkt Sachsen | 2 | clara, richard |
| Hochschulen Sachsens | SaxIS | 2 | saxis{1,2} |
| Zentrum für Fremdsprachen | Kursverwaltungssystem (KuVeS) | 2 | kuves, sprache |
| WIWI | Web-Server | 1 | bwl6urz |
| Institut für Chemie | Cluster Theoretische Chemie | 1 | prophet, node01-node08 |
| MB | Fileserving | 3 | morris |
| ETIT | Fileserving | 3 | pike |
| ZUV | Fileserving | 3 | aho, weinberger |
| Institut für Physik | Fileserving | 3 | korn |
| Informatik | Modellierung und Simulation | 1 | blade-1-{1,2} |
| Informatik | Technische Informatik | 1 | ce1 |
| ETIT | HPC-Cluster | 1 | hpc.etit |
IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum
Lokalsystem LIBERO
Im Jahr 2006 wurde bei LIBERO, dem zentralen lokalen Bibliotheks-Management-System der UB Chemnitz, der Umstieg von Version 5.0 auf 5.1 vorbereitet und im Zeitraum vom 23.12. bis 27.12.2006 realisiert.Die Version 5.1 ist ein notwendiger Ausgangspunkt für bereits realisierte oder geplante Entwicklungen, z.B. die automatische Verbuchung externer Gebühren (speziell Druckgebühren) in den LIBERO-Benutzerkonten sowie die integrierte Online-Fernleihe, die vor allem im Zusammenhang mit dem Bibliotheksportal Sachsen von Interesse ist. Mit Version 5.1 beginnt die UB, Zeitschriften-Zugänge und Fortsetzungen in LIBERO zu verwalten, was eine Ablösung der bisher hierfür genutzten Alt-Applikationen ermöglicht und dem Gedanken eines integrierten Bibliotheks-Management-Systems weiter Rechnung trägt, so dass dann nur noch die Tausch- und Geschenk-Verwaltung nicht von LIBERO abgedeckt wird. 2006 wurde auch mit den Einsatz-Vorbereitungen für den Umstieg auf neue, deutlich leistungsfähigere Lokalsystem-Server begonnen. Nähere Informationen dazu im Beitrag Projekte für die UB im Jahr 2007. Unser Partner, das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), hat Ende 2005 seinen Produktions-Betrieb auf das neue Verbund-System PICA umgestellt. Daraus resultierte die Notwendigkeit von lokalen Software-Anpassungen in den Teilnehmer-Bibliotheken, so auch auf den Systemen der UB Chemnitz, um eine Online-Katalogisierung in PICA zu ermöglichen. Diese Software-Pflege wurde vom URZ termingerecht vorgenommen. Außerdem erfolgte eine komplette Automatisierung der einmal pro Woche stattfindenden Übernahme von aktualisierten Katalog-Daten aus der Verbund- in die Lokalsystem-Datenbank, so dass die vorher nötigen manuellen Aktionen der Administratoren entfallen.
ESEM - Elektronische Semesterapparate
Vor Beginn des Wintersemesters 2006/2007 wurde eine neue Version der ESEM-Software bereitgestellt. Sie enthielt neben Verbesserungen, die vom ESEM-Autor stammen, auch kleinere lokale Anpassungen der Funktionalität sowie des Layouts. Zu den erweiterten Funktionalitäten gehören die sofortige alphabetische Einsortierung neuer Dozenten sowie eine höhere Toleranz bzgl. der Schreibweise der UB-Benutzernummer beim ESEM-Login. So können die evtl. in Benutzernummern enthaltenen Buchstaben wahlweise groß oder klein geschrieben werden. Außerdem ignoriert ESEM alle Leerzeichen in der Benutzernummer. Damit wurde auf mehrfach festgestellte Login-Probleme reagiert. Um den Bekanntheitsgrad von ESEM zu erhöhen, haben UB und URZ diesen Dienst in 2006 gemeinsam auf zwei URZ-Nutzerforen vorgestellt, deren Effekt deutlich spürbar war. Außerdem beteiligten sich beide Einrichtungen im Februar 2006 am ESEM-Workshop in Konstanz, um mit dem Entwickler die Verbesserungswünsche zu diskutieren, die in die für 2007 erwartete neue Version einfließen sollen.Bibliotheksportal Sachsen - Region Chemnitz
Das URZ unterstützte die UB beim Aufbau und der technischen Pflege der Sicht der Region Chemnitz des Bibliotheksportals Sachsen. Der Portal-Server wird vom BSZ in Konstanz betrieben, inhaltlich aber von UB und URZ aus der Ferne administriert. Die Portal-Administratoren der einzelnen Häuser wurden durch einen an der SLUB Dresden tätigen Projekt-Mitarbeiter unterstützt, der sich schwerpunktmäßig mit dem Portal-System auf Basis der Software "Elektra" beschäftigte und zentrale Lösungen für Sachsen schuf. So realisierte er im Dezember 2006 den Umstieg aller Regionalportale von Elektra 4.0 auf die Version 4.5. Zur Erhöhung des technischen Know-Hows nahm ein URZ-Vertreter am Treffen der Elektra-Portal-Anwender sowie an zwei technischen Schulungen teil, bei denen erfahrene Elektra-Administratoren und -Programmierer ihr Wissen an die Neueinsteiger weitergaben. Um das Portal einem größeren Nutzerkreis an der TU Chemnitz vorzustellen, haben UB und URZ dazu in 2006 ein gemeinsames URZ-Nutzerforum durchgeführt. Weitere Informationen dazu im Beitrag Projekte für die UB im Jahr 2007.CHARLI - CHEMNITZER DATENBANK-INFOSERVER ONLINE
Das Datenbankangebot konnte im letzten Jahr um ca. 20 interessante Angebote erweitert werden. Dies betraf die Windows- als auch die Online-Datenbanken, sowohl im technisch-naturwissenschaftlichen als auch im philosphischen und wirtschaftlichen Bereich. Eine Aktualisierung erfolgte außerdem dadurch, dass überalterte Datenbanken durch Nachfolgeausgaben bzw. ständig aktuelle Online-Versionen ersetzt wurden. Eine verbesserte Anleitung für die Recherchen in den Datenbanken konnte durch das Einbinden der Tutorials von Art & Data Communications erreicht werden, welche zur Zeit für insgesamt 41 Datenbanken zur Verfügung stehen. Aufbauend auf Planungen aus dem Jahr 2006 werden in 2007 die technisch verschlissenen Windows-Server von CHARLI durch neue, leistungsstarke Computer ersetzt. Dabei erfolgt ein Umstieg von Windows 2000 auf Windows 2003.Dokumenten- und Publikationsservice MONARCH
Erstmals in der 12-jährigen MONARCH-Geschichte wurden in einem Jahr mehr als 200 Dokumente eingestellt. In 2006 wurde MONARCH mit den Versionen 2.5.3 und 2.5.4 weiterentwickelt, die u.a. folgende Veränderungen beinhalten:- Umstellung der lokalen Schlagwortnormdatei auf ein Internet-basiertes Angebot des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes, dem die TU Chemnitz angehört,
- Qualifizierung der Dokumenten-Fachklassifikation mittels DDC-Sachgruppen (Dewey Decimal Classification) der Deutschen Nationalbibliografie,
- Vorbereitung eines qualifizierten Rechte-Managements (Open Access, Lizenzangebote),
- Anpassung der Schnittstelle zur Dokumentenübergabe an die Deutsche Nationalbibliothek.
Patentinformationszentrum (PIZ)
Die technische Ausstattung der internen und öffentlichen Computer-Arbeitsplätze des PIZ wurde in 2006 weiter verbessert. So wurden ältere Rechner durch moderne Maschinen ersetzt und weitere Zweit-TFT-Monitore aufgestellt, die sich in Patentrecherchen vielfach bewährt haben.Sonstiges
Auch in 2006 erfolgte wieder eine planmäßige Erneuerung des PC-Bestands, um den Benutzern und Mitarbeitern der UB moderne Arbeitsplätze bereitstellen zu können und eine Überalterung der Technik zu vermeiden. So wurden mittlerweile alle Mitarbeiter-PCs mit einem TFT-Bildschirm ausgerüstet. Die Auskunfts-Plätze der UB erhielten jeweils einen zusätzlichen TFT-Monitor, so dass Benutzer die für sie vom Auskunftspersonal durchgeführten Recherchen live mitverfolgen können. An jedem Standort der UB wurde ein neuer Flachbett-Scanner aufgestellt, um den Bedarf besser abzudecken. Die Zentralbibliothek verfügt nun über einen modernen Schulungsraum mit 21 PCs (für 20 Teilnehmer und einen Referenten) sowie einem fest installierten Beamer, der im Rahmen einer kontrollierten Nutzung den Benutzern für Schulungen und andere Veranstaltungen zur Verfügung steht. Da sich leider in der Vergangenheit Fälle von Diebstahl und Vandalismus in der UB häuften, von denen auch die neue Technik betroffen war, werden 2007 im Schulungsraum der Zentralbibliothek sowie im Pegasus-Center die genehmigten Video-Überwachungskameras installiert. Dafür notwendige Planungsarbeiten wurden im Jahr 2006 von UB und URZ geleistet.Speicherdienste
Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:- Netz-Filesystem (AFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten
- Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
- Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken
Netz-Filesystem (AFS)
Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten seit dem Jahr 2002.| Server (Anzahl) | Plattenkapazität Gesamt (in GB) | ø Plattenkapazität pro Server (in GB) | Steigerung (in %) zum Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| 2002 | 11 | 7205 | 655.0 | |
| 2003 | 11 | 12752 | 1159.3 | 77 |
| 2004 | 8 | 12512 | 1564.0 | -2 |
| 2005 | 8 | 12733 | 1591.6 | 2 |
| 2006 | 8 | 12762 | 1595.2 | 0 |
Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten
Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.
| File-Typ | 2004 | 2005 | 2006 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Quota | bel. | Anzahl | Quota | bel. | Anzahl | Quota | bel. | |
| HOME-Verzeichnisse | 14480 | 1798 | 843 | 15032 | 2278 | 1072 | 15176 | 3387 | 1414 |
| Projekt-Verzeichnisse | 327 | 2279 | 1312 | 382 | 3296 | 1727 | 467 | 4578 | 2445 |
| Admin/ToSCA | 108 | 738 | 465 | 177 | 1340 | 502 | 227 | 1904 | 812 |
Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte) Wie den beiden voran stehenden Tabellen zu entnehmen ist, gab es in den letzten Jahren keine wesentlichen Änderungen an den Filesystem-Kapazitäten. Da der Bedarf aber weiterhin steigt und die eingesetzte Technik zunehmend verschleißt, wurde mit dem Aufbau einer SAN-Infrastruktur begonnen, deren Kapazitäten im Laufe des Jahres 2007 zum Einsatz kommen werden. Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.
| Server (Anzahl) | Plattenkapazität für redundante Speicherung (in GB) | Plattenkapazität für Dumps (in GB) | |
|---|---|---|---|
| 2003 | 4 | 7842 | 7922 |
| 2004 | 5 | 10701 | 9902 |
| 2005 | 6 | 12056 | 14744 |
| 2006 | 6 | 12056 | 14744 |
Datensicherung
Der Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Ende 2006 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:| Fakultät | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GB | GB | GB | GB | GB | ANZ | FS | |
| Naturwissenschaften | 93 | 85 | 60 | 64 | 100 | 1 | 1 |
| Mathematik | 156 | 202 | 202 | 242 | 400 | 4 | 8 |
| MB | 186 | 251 | 533 | 521 | 618 | 13 | 23 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 412 | 756 | 1041 | 1165 | 1460 | 14 | 56 |
| Informatik | 334 | 440 | 601 | 669 | 826 | 8 | 23 |
| Wirtschaftswissenschaften | 475 | 142 | 158 | 168 | 236 | 9 | 20 |
| Universitätsbibliothek | 27 | 27 | 47 | 40 | 40 | 1 | 3 |
| URZ(1) | 153 | 293 | 302 | 320 | 1049 | 19 | 43 |
| CSN | 3 | 18 | 22 | 68 | 68 | 1 | 6 |
| Summe: | 1839 | 2214 | 2966 | 3257 | 4797 | 70 | 183 |
Tabelle: Nutzung des Backupdienstes GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): größter Bestandteil sind die Mailbox-Dateien der TU-Nutzer Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html
Datenbank-Service
Das URZ betreibt einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich voll auf seine Anwendung konzentrieren und er kann seine Datenbank gegebenenfalls auch als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten. Der Datenbank-Service erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu notwendigen Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Datenbanken | 28 | 76 | 191 | 296 | 385 | 451 | 514 |
| Fakultät/Einrichtung | Angefordert durch Mitarbeiter | Angefordert durch Studenten | gesamt |
|---|---|---|---|
| Naturwissenschaften | 18 | 10 | 28 |
| Mathematik | 2 | 12 | 14 |
| Maschinenbau | 34 | 24 | 58 |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | 27 | 22 | 49 |
| Informatik | 14 | 122 | 136 |
| Wirtschaftswissenschaften | 35 | 64 | 99 |
| Philosophische Fakultät | 22 | 60 | 82 |
| Universitätsrechenzentrum | 22 | 0 | 22 |
| Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung | 10 | 0 | 10 |
| Sonstige | 10 | 6 | 16 |
| Summe | 194 | 320 | 514 |
Software-Dienste
Allgemeines
Das URZ ist auch dafür zuständig, Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit zu stellen. Das betrifft sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind. Die Aktivitäten des URZ sind darauf gerichtet- bezüglich Aufwand und Kosten effiziente Möglichkeiten zum Bezug von kommerziellen Produkten zu schaffen,
- entsprechend Lizenzen zu verteilen und zu verwalten,
- die Software auf den öffentlichen Poolrechnern und den administrierten Arbeitsplätzen zu installieren und zu konfigurieren,
- die Nutzer bei der Installation und Nutzung von Software zu unterstützen und zu beraten.
Campuslizenzen und Rahmenverträge
Es bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) zum effektiven Lizenzerwerb. Dadurch ist ein unlimitierter, kostengünstiger Bezug von Softwarelizenzen für alle üblichen Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile. Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.| Hersteller/Produkt | Sachgebiet | vergebene Lizenzen Software+Handbücher | |
|---|---|---|---|
| ges. bis 31.12.06 | davon 2006 | ||
| Adobe-Produkte | Büro- und Grafiksoftware | 2059 | 215 |
| ANSYS | Finite-Elemente-Berechnung | 17 | 0 |
| Borland-Produkte | diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung | 501 | 3 |
| Corel-Produkte | diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik | 1075 | 160 |
| Docolog | Plagiat-Suchmaschine | 3 | 2 |
| Endnote | Literaturverwaltung | 18 | 13 |
| ITI-Produkte | CAD | 42 | 39 |
| LabView | Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung | 26 | 4 |
| MAPLE | mathematische Software | 156 | 15 |
| Mathematica | mathematische Software | 75 | 6 |
| Microsoft-Produkte | diverse Bürosoftware | 8609 | 675 |
| NAG-Bibliotheken | Programmierungstechnik | 25 | 0 |
| Nuance-Produkte | Scanner-Software | 29 | 5 |
| Oracle | Datenbanksystem | 5 | 1 |
| Pro/ENGINEER | CAD-System | 61 | 3 |
| Solid Edge | CAD | 429 | 122 |
| SPSS | Statistik | 300 | 26 |
| Symantec-Produkte | diverse Bürosoftware | 984 | 2 |
| Summe: | 14414 | 1291 | |
| Hersteller/Produkt | Sachgebiet | Bemerkung |
|---|---|---|
| AutoCAD, Autodesk-Produkte | Konstruktion | Lizenzerwerb direkt über Firma BCS |
| Form und Lage True Type Zeichensatz | spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen | unbegrenzt nutzbar |
| IBM Scholar | Programmierungstechnik | unbegrenzt nutzbar |
| Micrografx-Produkte | Grafik | unbegrenzt nutzbar |
| Sophos Antivir | Virenkontrolle und -beseitigung | unbegrenzt nutzbar |
| Vector CAD 3D | 3D-CAD-System | unbegrenzt nutzbar |
| VMware | Betriebssystem-Emulation | Lizenzerwerb direkt über Firma SHE |
Handbücher
Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben). Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können. Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.| verkaufte Bücher | ||
|---|---|---|
| bis 31.12.2006 | davon im Jahr 2006 | |
| RRZN-Handbücher | 7164 | 605 |
| ZIN-Handbuch | 848 | 87 |
| Summe: | 8012 | 692 |
Software auf öffentlichen Rechnern
Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):| Officeprogramme | Komplettpakete | OpenOffice.org/StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office |
| Textverarbeitung | LyX, LaTeX, xtem, kile | |
| Desktop-Publishing | scribus, Framemaker | |
| Wörterbücher | ding, Deutsch <-> Englisch Wörterbuch (dict) | |
| Online-Übersetzung | LEO | |
| Literaturverwaltung | Endnote, Referenzmanager | |
| Plagiat-Suche | Docolog | |
| Bilder | Bildbearbeitung | Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, IrfanView, hugin, Macromedia Studio |
| Bildgenerierung | Blender, Povray | |
| Datenbank | Datenbank-Klienten-Software | MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase, knoda |
| Desktop-Datenbank | Microsoft Access | |
| Grafik | Grafik | Blender, CorelDraw, GIMP, Inkscape, ImageMagick, Micrografx, Sodipodi, xfig |
| Visualisierung | GNUPLOT, Grace, Graphviz, KHOROS, OpenDX, PV-WAVE | |
| Multimedia | Bilder und Grafiken | Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), GIMP, Macromedia Studio, Xfig, Xsane, GtKam |
| Audio | Adobe Video Collection, Quicktime Player, RealPlayer, Audacity, xmms, lame, oggenc | |
| Video | Adobe Video Collection, Maxon Cinema, xmms, mplayer, xine, MJPEG-Tools | |
| CD/DVD Brennen | K3b für CDs, K3b für DVDs, gcombust, WinXP-eigene Brennfunktionen für CDs, NERO | |
| CAD | 2D CAD Systeme | Qcad |
| 3D CAD Systeme | Autocad, Autodesk Produkte, CATIA, LinuxCAD, Pro/ENGINEER, Solidedge, VectorCAD 3D | |
| ECAD | EAGLE | |
| Chemie/Physik | Allgemein | Gaussian |
| FEM/CFD | FEM-Simulation | Ansys, Marc/Mentat, ABAQUS, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB |
| CFD-Simulation | FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, ICEM CFD | |
| High Performance Comp. | Zugang | PBS |
| Kommunikation | MPIch, LAM-MPI, PVM | |
| Bibliotheken | NAG, BLAS / LAPACK | |
| Mathematik | Mathematik - Software | MuPAD, Mathematica, Maple, Matlab, Mathcad, octave, octave-forge |
| Mathematik - Bibliotheken | NAG | |
| Simulation | Simulationsprogramme | KISSSoft, Labview, Simplorer, Trysim, ITI-SIM, SimulationX |
| Softwareentwicklung | Integrierte Entwicklungsumgebungen | Active-Perl, Active-Pyton, Active-Tcl, KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Borland Kylix, Free Pascal |
| Compiler | Intel C/C++ und Fortran Compiler, PGI Cluster Developement Kit | |
| Statistik | Statistikprogramme | AMOS, Bayes, E-Prime, MAXqdata2, MAXdictio, R, S-Plus, Sigmaplot, SPSS, StarLogo, Systat, Tlearn |
| Dateibetrachter | Bilder | ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb |
| Postscript-Dokumente | Ghostview, kghostview, Ghostscript | |
| PDF-Dokumente | Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript, Adobe Acrobat | |
| Dateimanager | Dateimanager | KDE: Konqueror, Gnome: Nautilus, Text: Midnight Commander, Explorer, FreeCommander |
| Formatkonvertierung | Textdokumente | LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, pstoedit, pstops, ps2ps, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat |
| Bilder | ImageMagick, jpegtran, IrfanView | |
| Audio/Video | mencoder, lav-tools | |
| Scannen/OCR | Scannen | xsane, Omnipage |
| OCR | OCRshop | |
| Texteditoren | allgemeine, unformatierte Texte | KWrite, Jedit, nedit, Microsoft Editor, vim/gvim |
| HTML-Dokumente | Quanta+, Bluefish | |
| RTF-Dokumente | OpenOffice.org/StarOffice, Ted, AbiWord, Microsoft Office | |
| DOC-Dokumente | OpenOffice.org/StarOffice, AbiWord, Microsoft Office | |
| Virenschutz | Antivirensoftware | Sophos Anti-Virus |
| Windows-Unix-Integration | Unix in Windows | XWin32, cygwin |
| Windows in Unix | VMware, wine, rdesktop, vncviewer |
| Plattform | Anzahl Softwarepakete | Einzelprogramme |
|---|---|---|
Linux (i386_linux26) | 69 (/uni/global) | 339 |
| 1806 (rpm) | 5091 | |
| Windows XP | 247 | 890 |
Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software
Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen. Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt. Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/Software-Lizenzverwaltung
Die auf Rechnern im Campusnetz installierten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird. Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen. Oftmals wird fachspezifische Software mit einem Lizenzmanager ausgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche, teilweise proprietäre Produkte und Lösungen, was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Herstellerspezifische Lizenzmodelle und der Bedarf der Nutzer erfordern die Realisierung unterschiedlicher Lizenzierungsformen, wie beispielsweise- pro Rechner/Rechnergruppe (z.B. Poollizenz)
- pro Nutzer/Nutzergruppe
- als Single-Lizenz z.B. mit Personal License Password
- als Floating-Lizenz mit zentralem Lizenzmanagement
- als Server-Lizenz mit campusweitem Zugriff
- Mischformen
- einen Lizenzserver unter Linux
- einen Lizenzserver unter Windows
- einen Lizenzserver unter Solaris (bis 09/06)
| Produkt | Linux | Windows | Solaris | Lizenzmanager |
|---|---|---|---|---|
| ABAQUS | x | x | FlexNet | |
| Ansys | x | x | FlexNet | |
| AutoCAD/Inventor | x | FlexNet | ||
| AVL Excite | FlexNet | |||
| CATIA | x | LUM | ||
| CFX | x | x | FlexNet | |
| EKOPath Compilersuite | x | PathScale | ||
| FEMLAB COMSOL | x | x | FlexNet | |
| Fidap | x | FlexNet | ||
| Fieldview | x | FlexNet | ||
| Fluent | x | FlexNet | ||
| Intel Compiler Suite | x | FlexNet | ||
| ISE-TCAD | x | FlexNet | ||
| Island-Software | x | SAMwrap | ||
| ITI-SIM | x | SentinelLm | ||
| Maple | x | x | Flexnet | |
| Mathcad | x | FlexNet | ||
| Mathematica | x | x | mathlm | |
| Matlab | x | FlexNet | ||
| OCRSHOP-XTR | x | vvFloater | ||
| Origin | x | FlexNet | ||
| PGI Compiler Suite | x | FlexNet | ||
| Polylow | x | FlexNet | ||
| ProEngineer | x | x | FlexNet | |
| PV-WAVE | x | FlexNet | ||
| S-PLUS | x | FlexNet | ||
| Sigmaplot | x | ElanLm | ||
| SimX_Professional | x | SentinelLm | ||
| SYSTAT | x | SentinelLm | ||
| WAPPS-Software | x | SAMwrap |
Hardware-Dienste
Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2006 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler und dezentraler IT-Systeme in der Universitätsbibliothek. Mit dem Abschluss der großen Klimarekonstruktionsmaßnahme und dem weiteren Umbau der USV-Stromversorgung für die IT-Technik im zentralen Serverraum des URZ haben sich die Betriebsbedingungen deutlich verbessert. Aufwendungen für Hardwareaufrüstungen älterer PC-Systeme spielen eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die seit 2005 im Angebot stehende Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" wurde im großen Umfang genutzt. Kritisch muss eingeschätzt werden, dass die praktische Umsetzung der Lieferfähigkeit und Produktkontinuität nicht die Erwartungen erfüllt hat. Die Evaluierung der im Portal angebotenen PC-Technik gestaltet sich aufwändig und wird vom Hersteller noch nicht in der erforderlichen Weise vorbereitet bzw. unterstützt (termin- und inhaltlich). Im Zusammenhang mit der Ablösung des alten Parallelrechnerclusters durch das neue System "CHIC" wurde von Seiten des URZ die Baumaßnahme intensiv begleitet und die erforderlichen Voraussetzungen (Infrastruktur) für den Betrieb dem verantwortlichen Betreiber "Professur Rechnerarchitektur" zur Verfügung gestellt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss dieser Baumaßnahme steht nun auch die aus sicherheitsrelevanter Sicht dringend benötigte erweiterte Installationskapazitä für "lokal abgesetzte" Technik zur Verfügung.Aufgabenschwerpunkte 2006
- Einführung und Übernahme der Betriebsverantwortung für die neue Kommunikationsplattform VoIP
- Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
- Evaluierung von IT-Komponenten in Vorbereitung der Bereitstellung innerhalb der Rahmenvereinbarung
- Testung und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
- Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
- Fortsetzung der Rekonstruktion der zentralen USV-Stromversorgung im Serverraum der URZ
- Abschluss der Baumaßnahme "Rekonstruktion zentrale Klimaanlage des URZ" unter laufendem Betrieb
- Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
- Hochleistungsrechner CLiC: Wartung und Testung
- zentrales Backup-System der TU Chemnitz
- Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
- mehr als 170 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
- zentrale Drucktechnik
- campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
- Ausbau der W-LAN-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
- in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme und Notebooks in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen
- Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
- Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
- Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Das Ziel der vollständigen Substitution der alten Systeme ist auf Grund der Finanzierungsprobleme in den Struktureinheiten auch in 2006 noch nicht erreicht!
Beschaffung von Standard-PC-Technik
In 2005 beginnend, wurde zwischen der TU Chemnitz und der Firma Siemens AG, Information and Communication Networks eine Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik und Zubehör (TFT/Monitor, Drucker) abgeschlossen. Auf dieser Basis sollen Beschaffungen schnell, unbürokratisch und vor allem wirtschaftlich vollzogen werden. Die Vorbereitungen für den durch die Laufzeit von zwei Jahren begründeten Anschlussvertrag ab 2007 wurden durch Hardwaretests und Bewertungen unterstützt. Innerhalb der Rahmenvereinbarung wird eine überschaubare Anzahl von Computern, Bildschirmen und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Deren Auswahl geht eine Begutachtung der Technik durch das URZ voraus. Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Dafür wurde das vom URZ geschaffene Web-Portal betreut und weiterentwickelt. Die unter anderem für den Zugriff erforderliche Authentifizierung wird über das im URZ betriebene Datenbanksysten (MoUSe) gesteuert. Dieses System wurde in Vorbereitung der Umstellung des Strukturnummernsystems der TU Chemnitz zum Januar 2007 angepasst und erweitert.Aus- und Weiterbildung
Auch im Berichtsjahr 2006 hat das Universitätsrechenzentrum für Mitarbeiter und Studenten der TU Chemnitz ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich angeboten.Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools"
Neu im Bereich der Fortbildung für alle TU-Angehörigen ist seit März 2006 der Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools". Im Mittelpunkt dieses Angebots stehen Werkzeuge zum sicheren und zuverlässigen Betrieb von Rechnersystemen (insbesondere Notebooks) sowie zum konsistenten Software-Management in den Betriebssystem-Familien Linux und Windows. Einer der Themenschwerpunkte des Weiterbildungszyklus Software-Tools konzentriert sich deshalb auf die Nutzung und den Betrieb von mobilen Rechnersystemen, denn diese finden zunehmend Verbreitung und werden vielseitig genutzt: z.B. bei Lehrveranstaltungen, anstelle des klassischen Arbeitsplatz-PCs, auf Dienstreisen und natürlich auch zu Hause. Die technischen Voraussetzungen für den Zugang zum Internet bzw. zum Campus-Netz sowie die Randbedingungen für die Nutzung des mobilen Gerätes können dabei ständig wechseln. Deshalb werden in loser Folge aktuelle Fragestellungen diskutiert und Lösungsansätze aufgezeigt.Außerdem werden in dieser Reihe Software-Werkzeuge aus dem klassischen UNIX-Umfeld vorgestellt, die meist auch unter Windows zur Verfügung stehen. Diese sind dafür geeignet, sich ständig wiederholende Aktionen wenigstens teilweise zu automatisieren, so dass diese Aktionen zeiteffektiv und konsistent durchgeführt werden können. Der Begriff Software-Tool im Titel soll also in einem weitergehenden Sinne verstanden werden. Themengebiete des WB-Zyklus sind Script-Programmierung, Softwareentwicklung und Software-Management, Textmanipulation einschließlich effektiver Suchmechanismen, effektive Nutzung von (mobilen) Linux- und Windows-Systemen, System- und Netzwerkadministration, Security-Management. Die Kurse finden zu einem festen Termin (Mittwoch Nachmittag, 13:45 -15:15 Uhr) im Campusbereich Reichenhainer Straße statt. Dieser Rhythmus wurde in der Annahme gewählt, dass die potentiellen Teilnehmer damit langfristig planen und diesen Termin entsprechend reservieren können. Kann ein Thema in diesem Zeitrahmen nicht behandelt werden, finden in den Folgewochen ein bis maximal zwei Fortsetzungen statt. Wenn die Teilnahme nicht durchgängig möglich ist, besteht die Möglichkeit, in der Zwischenzeit eventuelle Lücken im Selbststudium zu schließen (Kursunterlagen). Wir bieten die Kurse durchgehend an, d.h. auch in der Semesterpause. Kurse, die während der Vorlesungen stattfinden, werden bei Wiederholung in die vorlesungsfreie Zeit gelegt und umgekehrt. Das soll für Studenten die Chancen für die Teilnahme erhöhen. Einige Veranstaltungen finden direkt am Computer (Poolraum) statt und sind damit auf eine bestimmte Teilnehmerzahl beschränkt. Im Zeitraum März bis Dezember 2006 wurden in diesem Zyklus 19 Veranstaltungen durchgeführt, die zum großen Teil sehr gut besucht waren.
Intensivkurse
Im Spektrum der Intensivkurse wurde der semesterweise angebotene und immer gut besuchte Kurs zur Erstellung von Web-Dokumenten vollständig überarbeitet, erweitert und aktuellen Entwicklungen angepasst. In einem Modulkonzept werden unterschiedliche Bereiche der Web-Dokumentengestaltung abgeschlossen behandelt (Module dadurch auch einzeln belegbar), u.a. auch in einem Modul die Erstellung von Web-Dokumenten im Corporate Design der TU Chemnitz. Bei den anderen Intensivkursen wurden Themen behandelt, die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind. Der Schwerpunkt lag wieder auf der Nutzung kostenfreier Software. Im Jahr 2006 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt, einige davon zwei- bzw. mehrfach (entsprechend der Nachfrage und der Kapazitäten):- Computernutzung an der TU Chemnitz (für neue Studenten/Nutzer)
- Linux effektiv nutzen]
- Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam)
- Web-Dokumente erstellen
- Software-Tipps zum Anfertigen schriftlicher Arbeiten
- Einführung in LaTeX
- OpenOffice für Fortgeschrittene
- Werkzeuge zur Tabellenkalkulation
- Einführung in Office-Datenbanken
- Einführung in Access
- Gestalten von Präsentationen
- GIMP - Bildbearbeitung unter Linux
| Jahr | Anzahl | Teilnehmer | Teilnehmer pro Kurs (Durchschnitt) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gesamt | Studenten | Mitarbeiter | gesamt | Studenten | Mitarbeiter | ||
| 1993 | 23 | 590 | 435 | 155 | 25,65 | 18,91 | 6,74 |
| 1994 | 31 | 512 | 342 | 170 | 16,51 | 11,03 | 5,48 |
| 1995 | 35 | 493 | 334 | 159 | 14,09 | 9,54 | 4,54 |
| 1996 | 44 | 594 | 366 | 228 | 13,50 | 8,31 | 5,18 |
| 1997 | 41 | 556 | 318 | 238 | 13,56 | 7,76 | 5,80 |
| 1998 | 64 | 915 | 609 | 306 | 14,30 | 9,52 | 4,78 |
| 1999 | 58 | 991 | 764 | 227 | 17,09 | 13,17 | 3,91 |
| 2000 | 59 | 1152 | 808 | 344 | 19,52 | 13,69 | 5,83 |
| 2001 | 50 | 1059 | 769 | 290 | 21,18 | 15,38 | 5,80 |
| 2002 | 15 | 341 | 249 | 92 | 22,73 | 16,60 | 6,13 |
| 2003 | 24 | 438 | 238 | 200 | 18,25 | 9,92 | 8,33 |
| 2004 | 21 | 398 | 341 | 57 | 18,95 | 16,24 | 2,71 |
| 2005 | 19 | 413 | 359 | 54 | 21,74 | 18,89 | 2,84 |
| 2006 | 24 | 578 | 506 | 72 | 24,08 | 21,08 | 3,00 |
Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse Erfreulich ist, dass dieses Angebot von Studenten noch intensiver genutzt wurde als in den Vorjahren.
Der Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools" wurde dagegen von Mitarbeitern deutlich stärker genutzt.
Außerdem hat das URZ die Nutzerschulungen zur Einführung der Internet-Telefonie im April/Mai 2006 mit hohem Aufwand organisatorisch und technisch abgesichert.
Andere Weiterbildungsangebote
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nutzerforum des URZ", die seit September 2004 an jedem 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. stattfindet, wurden im Jahr 2006 nicht nur neue Diensteangebote des URZ und der UB vorgestellt und diskutiert, sondern auch Themen angeboten, die zum Bereich der Fortbildung zählen, z.B. "Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0". Im Rahmen des Weiterbildungsangebotes "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurden im Berichtszeitraum von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ an 17 Terminen 1399 Prüfungen abgenommen und ausgewertet. In der Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen " wurden auch im Jahr 2006 neun Veranstaltungen durchgeführt, die Interessenten der Uni und der Region über neue Tendenzen im IT-Bereich informierten.High Performance Computing
Das URZ bietet seit langem Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld. Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Im Jahr 2006 war dabei weiterhin das unter Linux betriebene Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) die einzige universitätsweit verfügbare Rechenressource:- 528 Rechenknoten (Standard-PC)
- 800 MHz-Prozessor
- 512 MB RAM
- 2 Fast-Ethernet-Schnittstellen
- 2 Server
| Jahr | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| aktive Projekte | 3 | 24 | 36 | 32 | 30 | 27 | 19 |
| aktive Nutzer | 15 | 70 | 89 | 78 | 68 | 66 | 47 |
| Jobanzahl | 675 | 7860 | 9261 | 7373 | 16963 | 14647 | 5232 |
| Gesamtlaufzeit über alle Jobs (Knoten-Tage) | 7441 | 112779 | 133451 | 100895 | 131939 | 119886 | 94199 |
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| Grafik 1: Anzahl der gelaufenen Jobs |
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| Grafik 2: Ressourcennutzung insgesamt (Knoten * Laufzeit) |


