Jahresrückblick 2006

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums ist eine Übersicht über die wichtigsten Projekte des letzten Jahres, die Entwicklung aller relevanten Dienste sowie die in Arbeit befindlichen Projekte.

Vorwort

Als wissenschaftlicher Leiter des Universitätsrechenzentrums freue ich mich, dieses Vorwort zu schreiben.
Das Universitätsrechenzentrum hat als zentrale Struktureinheit wichtige Aufgaben in den Bereichen der Innovation, der Bereitstellung von Basisdiensten und der Aus- und Weiterbildung. Unter meiner Leitung werden diese Aufgaben koordiniert und ausgebaut. Mit innovativen Projekten werden neue Konzeptionen in der Netzwerktechnik, Speichertechnologie und Internetdiensten evaluiert und für die Übernahme in das Standardangebot vorbereitet.

Das Standardangebot reicht von der kostengünstigen Lizenzierung von kommerziellen Softwarepaketen über E-Mail und Internetdieste zu moderner, sicherer Benutzerauthentifizierung. Auch in der Weiterbildung und Lehre werden wichtige Aufgaben übernommen. Darüber hinaus hat das Universitätsrechenzentrum 2006 mit der Einführung der Voice-over-IP-Telefonie das Großprojekt VoIP koordiniert und durchgeführt. Innovative Funktionen können so dem Anwender als zusätzliche Dienste angeboten werden.

An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeitern des Universitätsrechenzentrums für die konstruktive Zusammenarbeit, das Engagement und die sachkundige Bearbeitung dieser komplexen Aufgaben.

Prof. Dr. Wolfram Hardt

Projekt Voice-Over-IP

Ein neuer Aufgabenschwerpunkt des Universitätsrechenzentrums ist die Betreuung der Voice-Over-IP-Anlage. In einer großen Baumaßnahme wurde im Jahr 2006 die alte Telekommunikationsanlage durch eine moderne VoIP-Anlage ersetzt.

Die Ablösung der alten Anlage war zwingend erforderlich, da das Verfahren zur Anbindung an das öffentliche Telefonnetz im Jahr 2006 durch die Telekom abgekündigt wurde. Die alte Anlage hätte aber das alternative neue Verfahren nicht unterstützt.

Infrastruktur

Die Gesamtlösung ist aus Stabilitätsgründen über alle Campusstandorte verteilt. Die Lösung besteht aus folgenden Komponenten:

  • 4 Vermittlungs-Server (Callmanager 4)
  • 2 Auskunftssysteme für die zentrale Vermittlung (Netwise)
  • 1 Gebührenabrechnungsserver (Aurenz)
  • 2 SIP-Server (Asterisk)
  • 4 Gateways in das öffentliche Telefonnetz mit jeweils 60 Kanälen
  • 1 Unified Messaging Server (Ferrari)
  • 3 Notfalltelefonie-Gateways in das Telefonnetz

Endgeräte, Profile

An der neuen VoIP-Telekommunikationsanlage werden zur Zeit über 2000 Endgeräte betrieben. Das Management und die Betreuung dieser Technik ist eine weitere Herausforderung an das Rechenzentrum. Folgende Endgeräte werden betrieben:

  • 296 "Basis" (Cisco 7912)
  • 1497 "Standard" (Cisco 7940, Cisco 7941)
  • 520 "Business" (Cisco 7960, Cisco 7961)
  • 13 "Komfort" (Cisco 7970, Cisco 7971)
  • 452 analoge Anschlüsse

Die logische Konfiguration der Telefone erfolgt mit dem Anmelden am Telefon. Dabei werden sogenannte "Telefonprofile" aktiv. Insgesamt werden folgende Profile durch das Rechenzentrum betreut:

  • 1284 Einzelnutzerprofile
  • 161 Mehrbenutzerprofile
  • 166 statische und Laborprofile
  • 387 Team-Profile

Sonstiges

Störungsmeldungen, An- und Aufträge, Anfragen usw. werden mit Hilfe eines Request-Systems bearbeitet. Im Zeitraum von September 2006 bis Februar 2007 wurden insgesamt 1300 Aufträge (Tickets) bearbeitet. Die Bearbeitungszeit lag meist unter einem Arbeitstag.

Im Rahmen von studentischen Arbeiten entstanden Zusatzfunktionen wie ein persönliches Adressbuch, das auch im Intranet bearbeitet werden kann. Der Mensaspeiseplan kann auf jedem Telefon betrachtet werden und es wurde die Möglichkeit geschaffen, einfach aus dem Internetbrowser heraus Rufnummern zu wählen (click2dial).

Alle Leistungen rund um die neue Telekommunikationsanlage werden ausführlich im Web unter http://www.tu-chemnitz.de/urz/voip präsentiert.

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting

Immer mehr Dienstleistungen, die über das Internet angeboten werden, erfordern eine sichere Identifizierung des Nutzers. Dabei gilt der Einsatz von Single-Sign-On-Techniken seit längerer Zeit als erstrebenswertes Ziel. Solche Techniken vermitteln eine einzige für viele Anwendungen gültige Netzidentität. Neben dem Benutzerkomfort versprechen die Verfahren erhöhte Sicherheit. Erreicht wird diese durch ein starkes (fälschungssicheres) Authentifizierungverfahren und dem Fakt, dass jeder Benutzer nur noch ein - entsprechend sicheres - Passwort kennen muss.

Web-Trust-Center

Besonders für Web-Anwendungen erscheint der Einsatz eines Single-Sign-On-Verfahrens attraktiv. Daher konzentrierten sich die Aktivitäten im URZ zu dieser Thematik auf die Schaffung eines sogenannten Identity-Providers. Seit Herbst 2005 steht Web-Autoren zur Zugangssteuerung der Dienst "Web-Trust-Center" (WTC) zur Verfügung. Basis dieser Entwicklung ist Shibboleth - ein vom Internet2-Konsortium entwickeltes Verfahren zur verteilten Authentifizierung und Autorisierung für Webanwendungen und -diensten. Für den eigentlichen Authentifizierungsvorgang werden unsere Kerberos-Server benutzt. Wir setzen Shibboleth in der Version 1.3 ein - damit sind wir kompatibel zur Föderation DFN-AAI - http://www.dfn.de/content/dienstleistungen/dfnaai/ .

Jeder Web-Autor hat die Möglichkeit, seine Anwendungen zu schützen, indem die Anmeldung beim WTC mittels Konfigurationsdatei (.htaccess) verlangt werden kann. Mit Hilfe von Regeln kann der Zugang sehr differenziert gesteuert werden, z.B. kann der Zugriff nur Studenten oder Mitarbeitern einer bestimmten Struktureinheit oder Mitgliedern einer konkreten AFS-Gruppe gestattet werden .

Darüber hinaus erlaubt das Verfahren die Übermittlung von Attributen an die Web-Anwendung. Nach erfolgreicher Authentifizierung beim Web-Trust-Center und "bestandener" Autorisierung stellt das WTC dem WWW-Server Attribute der angemeldeten Person zur Verfügung (z.B. Name, Vorname, Mailadresse, Organisationseinheit). Diese stehen in Umgebungsvariablen, die der Web-Autor auswerten kann, z.B. um Web-Formulare mit den persönlichen Daten des Benutzers vorauszufüllen. Alle Attribute werden von MoUSe - http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2001/0014/data/mouse.html zunächst an den Verzeichnisdienst LDAP - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/directory.html übergeben. Das WTC entnimmt diese dem Verzeichnisdienst. Damit wird eine hohe Stabilität erreicht, da die LDAP-Infrastruktur drei vollständig redundante Server (Multi-Master) besitzt.

OpenSSH und Kerberos 5

Der Einsatz von SSH zum Login auf entfernten (Linux-/Unix-)Rechnern ist seit langer Zeit etabliert. SSH besitzt mehrere Varianten, um ein Single-Sign-On-Verhalten zu erreichen. Die Herausforderung unter unseren Bedingungen liegt dabei jedoch im Zusammenwirken mit AFS und der Übermittlung des AFS-Tokens beim Login an einer entfernten Maschine. Mit dem Übergang auf OpenSSH 4.3 waren dafür zahlreiche Anpassungen erforderlich. Mit der im November 2006 realisierten Installation wurden Bedingungen geschaffen, die unter Verwendung von Kerberos 5 ein echtes Single-Sign-On ermöglichen, wobei nicht nur die Identität eines Nutzer sondern auch die Identität eines Rechners gesichert wird. Dazu wurde ein Verfahren geschaffen, welches allen vom URZ betreuten Rechnern eine Kerberos-Identität (ein sogenanntes Host-Principal) zuordnet und damit die gegenseitige Authentifizierung ermöglicht. Außerdem wird am Zielrechner ein AFS-Token erstellt.

weitere Informationen: SSH im URZ der TU Chemnitz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/security/ssh/

Reorganisation Strukturnummernverzeichnis

Strukturnummern beschreiben unter anderem die Zugehörigkeit von Personen zu Organisationseinheiten innerhalb der Uni. In einigen Zusammenhängen bilden sie damit eine Grundlage für die Autorisierung.

Mit Wirkung vom 1.1.2007 wurde an der TU Chemnitz ein neues Kostenstellen- und Strukturnummernverzeichnis eingeführt. Dieses wird vom Dezernat 4 erstellt und aktualisiert.

Die vom Dezernat bereitgestellten Daten importiert das URZ-System zur Verwaltung von Benutzern und Diensten (MoUSe). Dabei wird ausgehend von den Strukturnummern automatisch die Hierarchie der TU als Baum abgebildet. Die Erkennung von Unterordnungsbeziehungen ist im Umfeld der Autorisierung und in anderen Zusammenhängen erforderlich z.B. beim Generieren von Adressen.

Leider unterstützt das neue Verzeichnis eine algorithmische Aufbereitung nicht durchgängig. An einigen Stellen ist die Systematik der Nummernvergabe nicht konsequent eingehalten, z.B. bei den "zentralen Institutseinrichtungen Physik". Dafür gibt es sicherlich plausible Gründe, aber in jedem Algorithmus ist eine Sonderbehandlung anstelle des generischen Verfahrens notwendig.

Weit größere Probleme bereitete allerdings der folgende Sachverhalt: im neuen Verzeichnis werden Kostenstellen und sogenannte Gruppen gemeinsam geführt. Die Zuordnung von Personen zu Organisationseinheiten erfolgt grundsätzlich über die Nummer der Kostenstelle. Leider ist der Gruppenname als Bezeichnung für die Organisationseinheit häufig weit besser geeignet als der Name der entsprechenden Kostenstelle. Beim Erzeugen des vollständigen (Pfad)Namens einer Organisationseinheit müssen deshalb ohne feste Systematik Gruppen- und Kostenstellenbezeichnungen aneinander gefügt werden.

Da außerdem keine durchgängige 1:1-Abbildung zwischen "alten" und "neuen" Organisationseinheiten besteht, waren erhebliche manuelle Aufwendungen bei der Umstellung erforderlich.

In Verbindung mit der Reorganisation des Strukturnummernverzeichnisses und der Einführung der VoIP-Telefonie musste die Problematik der Mehrfachzuordnung von Personen zu Organisationseinheiten und Personentypen (studierende Mitarbeiter, ein Mitarbeiter kann mehreren Struktureinheiten angehören, ...) überarbeitet werden. Auf unsere seit vielen Jahren geführte Statistik zur Entwicklung der Benutzerzahlen wirkt sich dies so aus, dass nur noch die Tabellenspalte "gesamt" mit den Vorjahren vergleichbar ist. In den anderen Spalten - insbesondere bei Mitarbeitern - tritt der Effekt auf, dass eine physische Person, die mehrfach zugeordnet ist, im Sinne der Statistik mehrere URZ-Nutzer darstellt. Die Gesamtsumme wird deshalb zukünftig geringer als die Summe der einzelnen Spalten sein.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1995 2553 1663 772 118
1996 5382 3668 1330 384
1997 5074 3266 1365 443
1998 8370 6088 1601 681
1999 9467 6792 1962 713
2000 9481 7054 1920 507
2001 10943 8504 1943 496
2002 12192 9921 1754 517
2003 12945 10406 1602 937
2004 12224 10300 1468 456
2005 12177 10243 1514 420
2006 12335 10305 1864 401

Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ

Aufgeschlüsselt auf Organisationseinheiten wird das URZ von den Studenten der TU Chemnitz wie folgt genutzt:

Fakultät URZ-Nutzer
Philosophische Fakultät 4545
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 2332
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik 1468
Fakultät für Informatik 618
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 462
Fakultät für Mathematik 333
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie 278
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik 251
sonstige studentische Nutzer 18

Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät

Aufbau SAN-Infrastruktur

Ende des Jahres 2006 wurde unter dem Projekttitel TUCSAN mit dem Aufbau eines Storage Area Networks (SAN) begonnen. Damit wird ein HBFG-Vorhaben realisiert, welches im Herbst 2005 mit der Antragstellung initiiert wurde. Die Arbeiten zur Hardware-Installation erstreckten sich über den Jahreswechsel und werden voraussichtlich im Februar 2007 abgeschlossen sein. Die produktionswirksame Inbetriebnahme wird bis ins Frühjahr 2007 andauern.

In der ersten Ausbaustufe wird das TUCSAN Hardware für folgende Dienste umfassen

  • Filesystem (AFS) - inklusive Datensicherung
  • FTP-Server
  • Mailboxen
  • Serverhousing
    • dedizierte AFS-Server einzelner Institute und der Universitätsverwaltung
    • Datenbank-Server der Universitätsbibliothek (Lokalsystem)

Neben einer Verbesserung der Performance und Verfügbarkeit werden unsere Nutzer vor allem die Erhöhung von Kapazitäten bemerken. Das wird auch in einem erweiterten Dienstangebot zum Ausdruck kommen.

Zu technischen Hintergründen siehe auch Aufbau eines Storage Area Networks (SAN) - http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2006/0205/data/san/ (November 2006).

Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen

Unser Campusnetz war auch im Jahr 2006 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider alltäglich geworden. Sie laufen häufig automatisch ab und sind nach wie vor Folge des leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher seit langem zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden.

Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehören der Betrieb

  • von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
  • eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
  • eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte
Weitere Informationen dazu sind im Abschnitt "Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur" zu finden, Details unter Aktuelle Schutzmaßnahmen im Campusnetz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html.

Weiterhin gehören zur Vorsorge auch

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Speicherdienste, Mail- und News-Dienste) über Verletzungen des Urheberrechts, betrügerische Absichten bei der Teilnahme an Online-Handelsplattformen und das Führen von Angriffen gegen IT-Systeme im Campusnetz und IT-Einrichtungen Dritter. Wir beobachten dabei eine steigende Tendenz bei Vorfällen, die mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei verbunden sind. Wir unterstützen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen solche Ermittlungen, was oftmals erhebliche Aufwendungen verursacht.

Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste

Netzausbau

Der Campusnetzausbau konnte im Jahr 2006 dank der finanziellen Absicherung aus dem fünfjährigen HBFG-Projekt "Campusnetz 2" und dem zum Abschluss gebrachten VoIP-Projekt planmäßig und im gewünschten Umfang fortgeführt werden.

Die wesentlichen Impulse zum Hardware- und Strukturausbau sind vom VoIP-Projekt ausgegangen und durch die dort formulierten Hauptziele gekennzeichnet:

  • qualitätsgerechter Transport der Sprachpakete und
  • ausfallsichere Verbindung aller Endgeräte.

Dem wurde konkret Rechnung getragen durch

  • die Inbetriebnahme neuer, gebietsübergreifender Kabelverbindungen zwischen den Campusteilen 1 und 2
  • die Schaffung von Hardware-Redundanz im Backbone-Bereich (Doppelung von zentralen Routern)
  • die Schaffung von Uplink-Redundanz zur stabileren Backbone-Koppelung und Etagenversorgung
  • die USV-Stützung zentraler und dezentraler Komponenten (Switche, Server)
  • die Nachrüstung stapelbarer Switche mit QoS-gerechter Konfiguration aller Interfaces.

Backbone

Die Redundanz im Campusnetz-Backbone wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Es existieren derzeit 8 Routingbereiche. Am zentralen Backbone-Core zwischen Straße der Nationen, Reichenhainer Str.39 und Reichenhainer Str. 70 konnten die restlichen Routingbereiche mittels zusätzlicher Glasfaserstrecken vollredundant angeschlossen werden. OSPF (Open Shortest Path First) sorgt als Routingprotokoll für Umschaltzeiten von 1-4 Sekunden im Fehlerfall.

Im Backbone-Core konnte eine Bandbreitenerhöhung von 1 Gbps auf 10 Gbps vorgenommen werden.

Weiterhin wurde im vergangenen November der XWiN-Anschluss der TU Chemnitz von 1Gbps auf 2 Gbps erhöht.

bb2006.jpg

Accessbereich

Im nutzernahen Versorgungsbereich gab es im vergangenen Jahr die verschiedensten Anpassungs- und Erweiterungarbeiten.

Am umfassendsten war dabei die Knotenkonzentration an den Standorten Straße der Nationen und Carolastraße. Hierbei sind die vielfach vorhandenen "Miniaturversorgungsbereiche" aufgelöst und so umstrukturiert worden, dass die zu versorgende Portanzahl möglichst größer als 72 ist. Das sichert den effizienten Einsatz moderner Etagenswitches und der im VoIP-Projekt notwendig gewordenen USV-Komponenten. Im Zuge der mehrmonatigen Bauarbeiten ist dabei die Zahl der Verteilerschränke um mehr als 50% reduziert worden. Die dabei geschaffenen Technikräume konnten durch Nachrüstung von Kühlaggregaten aufgewertet werden, was ebenfalls zur Ausfallsicherheit des gesamten Kommunikationssystems beiträgt.

Kleinere Netzerweiterungen sind im Zuge von Rekonstruktionsarbeiten in folgenden Gebäuden ausgeführt worden:

  • Reichenhainer Straße 70, Halle E
  • Reichenhainer Straße 70, A-Bau, Keller
  • Thüringer Weg 5, Keller.

Für die am Campus vorhandenen LWL-Versorgungsbereiche wurde ein Betriebskonzept entwickelt und erprobt, das die vielfältig geäußerten Nutzerwünsche nach

  • Medienanpassung (LWL auf Kupfer, RJ-45)
  • Anschlussport-Vervielfachung (mindestens 4)
  • Kleinspannungsversorgung der Endgeräte (IP-Telefone, Access-Points, Videokameras u.ä.)
aufgreift und mit einer einheitlichen Gerätefamilie (Produzent Wizlan) flexibel umsetzbar macht. Nach sachgerechter Komponentenauswahl und Klärung des Eigenfinanzierungsanteils lassen sich nunmehr durch Beauftragung einfacher Elektroinstallationsarbeiten zeitgemäße Einsatzumgebungen mit unterschiedlicher Portanzahl und Performanz (Fast Ethernet, Gigabit Ethernet) schaffen. Erste Einsatzorte wurden im Bereich Erfenschlag (D-Bau) und Reichenhain (Halle H) erfolgreich ausgerüstet.

Netzdienste

Electronic Mail

Die E-Mail-Infrastruktur an der TU Chemnitz hat sich auch 2006 bei weiter gestiegenem E-Mail-Aufkommen bewährt.

2 redundante E-Mail-Relays

Dies sind die "Hauptpostämter", über die alle E-Mails laufen, die in die TU kommen bzw. aus der TU an Empfänger im Internet gesendet werden. An einem Arbeitstag werden hier 40- bis 140-Tausend E-Mails mit einem Datenvolumen von 3 - 10 GBytes weitergeleitet. Hier kommen auch Maßnahmen zum Schutz vor E-Mail mit unerwünschtem oder gefährlichem Inhalt zum Einsatz. Dieser Spam- und Virenschutz kann jeder Benutzer individuell einstellen. 2006 fanden Anpassungen für das Greylisting statt: E-Mails von deutschen Hoch- und Fachschulen werden generell ohne Verzögerung angenommen, dagegen müssen Sender von Rechnern ohne Namen und von Dial-Up-IP-Adressen länger warten. Seit September 2006 können E-Mails von außerhalb auch über den sogenannten Submission-Port 587 (verschlüsselt und authentisiert) gesendet werden. Das ist insbesondere für TU-Benutzer aus anderen Netzen (mit Firewall) nützlich.

  • Eingesetzte Software: Exim, SpamAssassin, Clam AntiVirus

Zentraler Mailbox-Server: mailbox.hrz.tu-chemnitz.de

Hier liegen über 6 Mio. E-Mails in über 60-Tausend Ordnern von ca. 17.000 Benutzern, die von hier mit Mailprogrammen über IMAP- bzw. POP-Protokoll (auch gesichert via SSL/TLS) ihre E-Mail abrufen. Auch das Senden aus dem TU-Netz erfolgt üblicherweise über diesen Server. An einem Wochentag treffen hier 35 bis 80 Tausend E-Mails ein, mehr als 300 Tausend POP bzw. IMAP-Zugriffe sind zu verzeichnen.

  • Eingesetzte Software: Cyrus, Exim

POP/IMAP-Zugriffe auf den zentralen Mailbox-Server: 2000 - 2006

2006 wurde eine neue Cyrus-Version installiert. Dadurch können versehentlich gelöschte E-Mails, auch des aktuellen Tages, nun wiederhergestellt werden (via Helpdesk). Gleichzeitig wurde der Speicherplatz verdoppelt, der jedem Benutzer für die Ablage seiner E-Mails zur Verfügung steht (minmal 50 MByte, bis 500 MByte erweiterbar). Für 2007 ist eine Erneuerung des zentralen Mailbox-Servers geplant, um dieses System skalierbar und leistungsfähiger zu machen.

Mailbox-Server von Fakultäten / Bereichen

Einige Fakultäten und Einrichtungen (Informatik, zentrale Verwaltung) betreiben eigene Mailbox-Server für ihre Benutzer. Nähere Informationen dazu erfahren Sie bei den Administratoren dieser Server.

WWW-Zugang zur E-Mail: https://mail.tu-chemnitz.de

Für den E-Mail-Zugriff mit einem WWW-Browser kann dieser Dienst benutzt werden (außer zentrale Verwaltung, deren Mailbox-Server sich hinter einer Firewall befindet).

  • Eingesetzte Software: Apache, PHP, Horde/IMP

Weitere Informationen: "E-Mail an der TU Chemnitz" - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Der stabile Betrieb der zentralen WWW-Server konnte auch 2006 gewährleistet werden. Wir betreiben für die TU Chemnitz folgende WWW-Server:

  • www.tu-chemnitz.de - zentrale WWW-Seiten der Fakultäten und Einrichtungen
  • www-user.tu-chemnitz.de - persönliche WWW-Seiten von Benutzern
  • cgi.tu-chemnitz.de - Suche und andere CPU-intensive Aufgaben
  • ftp.tu-chemnitz.de - Zugang zum FTP-Archiv
  • www.bibliothek.tu-chemnitz.de und archiv.tu-chemnitz.de - WWW-Server der Universitätsbibliothek und Multimedia ONline ARchiv CHemnitz
  • 28 virtuelle Server für Institute, Professuren oder Projekte
  • 5 virtuelle Wiki-Server
  • Intranet-Dienste des URZ: Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung, Monitoring, MoUSe
  • 4 WWW-Server für das BEOLINGUS-Projekt (Wörterbuch)
  • WWW-Server für das Web-Trust-Center

Alle PCs laufen mit dem Betriebssystem Linux, die Funktionalität wird durch OpenSource Software erbracht: Apache, Shibboleth, TWiki, PHP mit Erweiterungen (LDAP, MySQL, GD), Perl, MySQL. Die meisten WWW-Dienste werden redundant durch zwei oder mehr Server erbracht. Die Daten liegen im verteilten AFS-Dateisystem, den redundanten Netzanschluss mit Lastverteilung realisiert ein Level-4-Switch.

Das URZ betreibt für TU-Angehörige 20 sogenannte PROWeb-Server. Das sind virtuelle WWW-Server mit erhöhtem Sicherheitsstandard, die insbesondere für gesicherte Intranet-Dienste und Online-Lernplattformen genutzt werden. Die Bedienoberfläche für Administratoren von PROWeb-Servern wurde erweitert, so dass folgende Aktionen über WWW ausführbar sind:

  • Berechtigungen verwalten (Pflege von AFS-Gruppen)
  • Zugriffsstatistiken (AWstats) können erstellt und abgerufen werden
  • Daten zum PROWeb-Server, wie Laufzeit und maximaler Speicherplatz, können geändert werden.

Die meisten der o.g. WWW-Server wurden für die Benutzung des Web-Trust-Centers erweitert. Wesentliche Anwendungen wurden auf diese sichere Authentisierungsart umgestellt, die damit für den Benutzer komfortabler werden ("Single Sign On"). Zahlreiche Beratungen für WWW-Autoren wurden durchgeführt. Siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/auth/

Darüber hinaus erbrachten wir 2006 im Umfeld der WWW-Seitenerstellung und Programmierung zahlreiche Beratungs- und Implementationsleistungen. Gemeinsam mit Jochen Franz (ZUV) wurde das geänderte Corporate Design für WWW-Seiten umgesetzt und den WWW-Autoren in den Fakultäten erläutert.

Als zentrale Proxy-Server für WWW und FTP fungieren zwei PC-Systeme. Über den Level-4-Switch tritt dieses System nach außen als WWW-Proxy-Cache-Server www-cache.tu-chemnitz.de in Erscheinung.

Auf den vom URZ administrierten Linux-Rechnern wurde mit SeaMonkey die neue Version des Mozilla WWW-Browsers und E-Mail-Programmes installiert. Gleichzeitig wird Firefox in einer für unsere Nutzer angepassten Konfiguration zur Verfügung gestellt.

WWW-Zugriffe auf zentrale WWW-Server: 1993 - 2005

Weitere Informationen: WWW an der TU Chemnitz

LDAP

Mit der Einführung von Voice over IP wurde eine stabile LDAP-Infrastruktur notwendig. Im Rahmen des Projekts wurde OpenLDAP abgelöst und Fedora Directory Server (FDS) eingeführt.

Die Vorteile von FDS sind:

  • Multimaster-Fähigkeit
  • LDAP-ACLs
  • signifikant schneller als OpenLDAP
  • dynamisches Nachladen von Schemata möglich

Um die Stabilität und Robustheit zu erhöhen, wurden drei Server als Multi-Master-Setup eingesetzt. Zwei davon stehen im Standort Straße der Nationen und ein Server in der neuen Telekommunikationszentrale. Dabei wurden zusätzlich an beiden Standorten Level-4-Switche so konfiguriert, dass LDAP nahezu nicht ausfallen kann.

Parallel dazu entstand eine überarbeitete LDAP-Struktur, so dass LDAP nun auch für weitere Anwendungen nutzbar ist. Es wurde eine automatische Synchronisation zwischen MoUSe und LDAP etabliert.

Zur Zeit nutzen folgende Applikationen die LDAP-Infrastruktur:

  • VoIP-System (Cisco Callmanager)
  • UMS-System (Ferrari)
  • Groupware Open-Exchange
  • Single-Sign-On System (Shibboleth)
  • Web-Auskunft
  • Telefonbuch der einzelnen Fakultäten
  • und viele weitere

Ausgehend von LDAP werden weiterhin folgende Systeme synchronisiert:

  • Billing-System (Aurenz)
  • Auskunft/Vermitlung (Netwise)

Ein E-Mail-Programm kann den LDAP-Server als globales Adressbuch der TU Chemnitz benutzen:

  • Server: ldap.tu-chemnitz.de
  • Basis-DN: dc=tu-chemnitz,dc=de

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz ftp.tu-chemnitz.de werden einige Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 5 TByte). Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde Ende des Jahres ein neuer Server in Betrieb genommen (Dual Opteron, 32 GByte RAM, Fiberchannel).

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

  • NetNews: Über den Server news.tu-chemnitz.de stellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit.
  • Login: Die Login-Server login.tu-chemnitz.de stellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail.
  • CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 4400 Benutzern in Anspruch genommen.
  • TUC/URZ CA: Die Zertifizierungsstelle des URZ hat im Jahre 2006 44 Server-Zertifikate ausgestellt.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools

Die Bereitstellung von PC-Pools zur Nutzung durch Studenten und Mitarbeiter gehört zu den Kernaufgaben im Dienstespektrum des URZ. In erster Linie bietet das URZ seine Pools im Rahmen der Aus- und Weiterbildung für die Durchführung von Lehrveranstaltungen mit Rechner-Zugang für die Teilnehmer an. Darüber hinaus können die Pools auch frei genutzt werden.

Es kann zwischen zwei Betriebssystemen gewählt werden:

  • Linux (z.Z. Scientific Linux 4.4) auf allen Pool-PCs
  • Windows XP auf allen Pools außer Reichenhainer Str., Raum B301 und Str. der Nationen, Raum 203

Alle Arbeitsplätze sind mittlerweile mit TFT-Monitoren ausgestattet. Die letzte Erneuerung der Hardware erfolgte bei den meisten Pools in 2005. Für 2007 ist eine Ersatzbeschaffung für den Pool Stra Na, B207 geplant. Die folgende Übersicht zeigt wesentliche Fakten zu den Pools:

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit letzte Erneuerung
ReiStra 70, B301 20 Linux uniweit 1993 2005
ReiStra 70, B302 20 Linux/WXP uniweit 1993 2005
ReiStra 70, B401 15 Linux/WXP uniweit 1997 2005
ReiStra 70, B404 15 Linux/WXP uniweit 1997 2005
ReiStra 41, 238 20 Linux/WXP vorrangig Philosophie 1999 2005
ReiStra 41, 338 17 Linux/WXP vorrangig Philosophie 2005 2005
ReiStra 39, 138 20 Linux/WXP vorrangig Wirtschaftswissenschaften 2001 2005
Raabe-Straße, 046 20 Linux/WXP vorrangig Philosophie 1999 2005
StraNa, 066 12 Linux/WXP uniweit 1997 2005
StraNa, B207 13 Linux uniweit 1999 2003
StraNa, 203 20 Linux/WXP vorrangig Informatik/MB 2001 2003

Tabelle: Pool-Standorte und Eckdaten (ReiStra: Reichenhainer Str., StraNa: Str. der Nationen)

Anmerkung: Vorrangig von einer Fakultät genutzte Pools stehen dennoch uniweit zur Verfügung, sofern sie nicht durch Lehrveranstaltungen (der Fakultät) belegt sind.

Woher kommen nun die Nutzer der URZ-Pools und wieviele sind es im Einzelnen? Darauf gibt folgende Tabelle eine Antwort:

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS * Pools Stra_Na
Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 243 50 228 35
Mathematik 227 14 96 4
Maschinenbau 1308 128 767 66
Elektro- und Informationstechnik 317 44 83 14
Informatik 372 22 335 12
Wirtschaftswissenschaften 1979 34 519 5
Philosophie 3606 77 1145 16
Zentrale Einrichtungen 3 56 1 44
Andere Einrichtungen 140 29 53 15
Gesamt: 8066 429 3183 197

Tabelle: Anzahl der Nutzer der zentralen Ausbildungspools, nach Fakultäten gegliedert
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Str.

Insgesamt wurden die URZ-Pools 2006 durch 8434 Studenten und 506 Mitarbeiter der TU, sowie 169 Studenten und 36 Mitarbeiter anderer Einrichtungen genutzt, insgesamt also 8603 Studenten und 542 Mitarbeiter.

Hinsichtlich der Nutzungszeiten ergibt sich für 2006 folgendes Bild:

Fakultät/Einrichtung Pools RH/WRS Pools Stra_Na
Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 9996 471 5230 297
Mathematik 6790 229 1514 1329
Maschinenbau 38279 1574 11450 1266
Elektro- und Informationstechnik 10093 2242 774 231
Informatik 14456 1744 4535 193
Wirtschaftswissenschaften 50920 611 6021 13
Philosophie 103744 748 15764 94
Zentrale Einrichtungen 32 2646 0 1373
Summe Nutzung TUC [h]: 234310 10265 45288 4796
Andere Einrichtungen 2519 42 6065 884
Gesamt [h]: 236829 10307 51353 5680

Insgesamt wurden die Pools 2007 noch intensiver genutzt als im Vorjahr. Die folgende Tabelle gibt die Entwicklung der Nutzungszahlen seit 1994 wieder.

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59
2004 8809 8144 355 251 59
2005 8759 8175 374 176 34
2006 9145 8436 504 169 36

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen aller zentralen Ausbildungspools

Proportional zu den Nutzerzahlen wuchsen auch die Nutzungszeiten:

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 60730 38606 19785 1889 450
1995 93074 69340 21029 2474 231
1996 119369 89340 24478 5473 78
1997 150912 112894 29949 8049 20
1998 208220 164871 32020 11323 6
1999 187460 158959 17882 10547 72
2000 198534 157806 29185 10017 1524
2001 277884 241137 23490 12687 570
2002 275280 245758 20399 8036 1087
2003 254965 227815 18709 7299 1142
2004 263488 239954 16344 5554 1636
2005 250585 234736 8900 6065 884
2006 303334 280443 15172 6581 1138


Tabelle: Entwicklung der Nutzungszeiten [h] der zentralen Ausbildungspools

Die aufgeführten Zeiten umfassen lediglich jeweils den Zeitraum zwischen An- und Abmeldung eines Nutzers. Im Linux laufen jedoch auch häufig rechenintensive Hintergrundprozesse eines Nutzers, ohne dass dieser selbst angemeldet sein muss. Von daher kann davon ausgegangen werden, dass die realen Nutzungszeiten noch höher sind als dargestellt.

Öffentliche Server

Neben den Poolrechnern stehen einige Rechnersysteme unterschiedlicher Systemplattformen für alle Angehörigen der Universität zur Nutzung bereit. Solche Rechnersysteme werden als öffentliche Server bezeichnet, dabei erfolgt der Zugriff ausschließlich entfernt über das Netz per "remote login" (ssh). Hinsichtlich des Nutzungszweckes, der Zugangsmöglichkeiten und der Ressourcenausstattung werden verschiedene Typen von öffentlichen Servern unterschieden, für die entsprechende Nutzungsrichtlinien (Policies) festgelegt sind (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/server).

Im Jahre 2006 endete die Unterstützung des URZ für zwei Systemplattformen:

  • Solaris-SPARC
  • HP-UX HP 9000/K460
Die für diese Plattformen bislang bereitgestellte Technik war moralisch verschlissen. Ein Austausch der Rechnersysteme ist auf Grund der hohen Kosten und der relativ geringen Nutzung nicht vorgesehen.

Das URZ konzentriert die personellen Kapazitäten auf die Unterstützung der Betriebssystemfamilien Windows und Linux (siehe: http://www.tu-chemnitz.de/urz/system/index.html).

Systemplattform Linux

Die öffentlichen Server, die mit dem Betriebssystem Linux laufen, unterscheiden sich in Hardware (x86 32Bit, x86 64Bit, ia64) und Distribution. Nachfolgende Statistiken zeigen die Nutzerzahlen und Nutzungszeiten aller 7 öffentlicher Linux-Server. Diese Server wurden von 2719 Mitarbeitern und Studenten genutzt, das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Dafür stiegen die Nutzungszeiten gegenüber dem Vorjahr von 365 563 auf 381 032 Stunden. Der sichtbare Rückgang durch die studentische Nutzung kann mit Beschaffungen von Servern und deren Nutzung in den Fakultäten zusammen hängen. Dahingegen ist bei den Mitarbeitern eine deutlich steigende Nutzung festzustellen.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53
2006 2169 550 2111 491 58 59

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2006

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 239554 71656 218850 64366 20704 7290
2001 341728 95695 330837 87509 10891 8186
2002 238306 112660 225817 99750 12489 12910
2003 291885 122105 284993 107607 6892 14498
2004 226258 117736 224671 112654 1587 5082
2005 206097 159466 204726 144402 1371 15064
2006 133562 247470 132814 230296 748 17174

Tabelle: Nutzungszeiten [h] der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2006

Windows-Applikations-Server

Zur Verbesserung des Angebotes an interessanten und wichtigen Windows-Anwendungen hat das URZ im Frühjahr 2006 einen Applikationsserver ("WAPPS") in Betrieb genommen und bietet die Nutzung der damit verbundenen Möglichkeiten als neuen Dienst an. Das Applikationsserver-Konzept erlaubt die plattformunabhängige Verwendung von Windows-Software im Campusnetz - ganz gleich, ob der Nutzer unter Linux oder Windows oder an einem Mac arbeitet.

Der Applikationsserver stellt neben Open-Source-Software auch kommerzielle Produkte bereit, die eine plattformübergreifende, strategische Bedeutung haben oder die aus Kosten- bzw. Bedarfsgründen nur in geringen Stückzahlen an der Universität beschafft werden können. Aus lizenzrechtlicher Sicht ordnet sich die installierte Software in 3 Kategorien ein:

  • Open-Source-Software: deren Nutzung ist unbegrenzt.
  • Kommerzielle Produkte mit begrenzter Lizenzanzahl, bei denen eine Nutzung als "concurrent use" erlaubt ist: die Anzahl der gleichzeitigen Aufrufe ist beschränkt.
  • Kommerzielle Produkte, für deren Nutzung eine eigene Lizenz auf dem lokalen Arbeitsplatz notwendig ist: die Lizenzbestimmungen dieser Software erlauben kein "concurrent use".
Die Software der ersten beiden Kategorien kann von allen Teilnehmern kostenfrei genutzt werden, für die Nutzung von Software aus der dritten Kategorie ist eine Lizenz dieser Software auf dem lokalen Arbeitsplatz des Nutzers Voraussetzung.

Die Berechtigung zur Nutzung des Applikationsservers kann für Mitarbeiter-Arbeitsplatzrechner vereinbart werden. Es ist lediglich ein einmaliger geringfügiger Betrag für den Erwerb der von Microsoft geforderten Zugriffslizenzen für einen solchen Server erforderlich (es sei denn, diese Lizenzen sind schon vorhanden).

Für den Zugang zum Applikationsserver wurde ein eigenes Webportal implementiert, welches vor der Verbindungsherstellung die prinzipielle Nutzungsberechtigung prüft und die Zugriffsrechte zur entsprechenden Anwendungssoftware steuert. Die Einhaltung der Lizenzbedingungen für die Software der Kategorie 2 wird durch eine im Rahmen eines Hiwi-Projekts entwickelte Lizenzverwaltungssoftware garantiert.

Gegenwärtig sind 43 Arbeitsplätze zur Nutzung von WAPPS berechtigt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/wapps/

Druckdienst

2006 gab es keine Veränderungen des Druckerbestandes. Es gab eine Reihe technischer Probleme mit Druckern des Typs Kyocera FS3830N, die mit dem Anbieter und dem Hersteller intensiv verifiziert wurden und dazu führten, dass Anfang 2007 ein Austausch dieser Modelle in den Pool-Räumen erfolgt.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Standort Medium gedruckte Seiten
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
ReiStra70 A4 Farbe 19314 47068 49101 58289 43928 62766 86685
ReiStra70 A3 Farbe 408 4009 2093 2318 1133 3357 3394
ReiStra70 A4 120g Farbe 0 250 1521 325 1246 1782 2303
ReiStra70 A4 s/w 254679 379487 494898 630849 969074 1099723 995807
ReiStra70 A3 s/w 2 656 893 1987 2924 5052 8752
ReiStra70 A4 Farbfolie 74 415 485 406 157 169 199
ReiStra70 A4 s/w-Folie 492 586 350 586 512 482 364
ReiStra39 A4 s/w 25263 84027 155394 157031 148516 143600 230267
Raabe-Str A4 s/w 50121 125993 128701 128701 145629 154773 180589
StraNa A4 Farbe 35186 34080 63497 47197 42145 23215 40162
StraNa A3 Farbe 2461 1815 1796 2069 2118 1523 2156
StraNa A4 120g Farbe 1152 4265 3672 3158 627 396 654
StraNa A4 s/w 149816 166733 173635 182377 232241 238634 197735
StraNa A3 s/w 1663 1633 582 639 1022 1264 514
StraNa A4 Farbfolie 890 890 315 248 183 71 23
StraNa A4 s/w-Folie 595 434 272 658 178 56 51
Summen: 542116 852341 1077205 1216838 1591633 1736863 1749655

Tabelle: Inanspruchnahme des Druckdienstes - URZ-Drucker (ReiStra: Reichenhainer Str., StraNa: Str. der Nationen)

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

Die Universitätsbibliothek (UB) betreibt mehrere öffentlich nutzbare Drucker, die vom URZ administriert und verwaltet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Name(Standort) Fähigkeit Seiten
2001 2002 2003 2004 2005 2006
spitzweg (S1) A4 Farbe 356 446 1484 3151 3204 4329
holbein (S1) A4 s/w - - - 7629 113279 103709
dix (S1) A4 s/w 6385 27489 55613 106036 27084 23829
morisot (ZB) A4 s/w 3228 9004 14631 22127 20884 26463
poussin (ZB) A4 s/w 8729 4927 12107 19222 17528 19180
gauguin (ZB) A4 s/w 0 60 5177 36429 6577 6834
warhol (S4) A4 s/w 6023 24277 50735 80412 103088 109650
tatlin (S18) A4 s/w 4503 19655 39794 69962 79572 81504
Summen: 29224 85858 179541 344968 371216 375498

Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (alle duplexfähig) und Anzahl gedruckter Seiten, in Klammern die Standorte (S1 = Pegasus-Center, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.70, S18 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.41 )

Weitere Informationen zum Drucken in der UB findet man unter http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/index.html

Administrationsdienste

Das URZ konzentriert sich seit vielen Jahren auf die wichtigen und weitverbreiteten Betriebssystemplattformen Windows und Linux. Deren aktuelle Distributionen werden produktiv sowohl im Serverbereich als auch an Arbeitsplätzen eingesetzt. Die dafür notwendigen Administrationstechnologien sind wegen der Vielzahl zu betreuender Rechner weitestgehend automatisiert und werden ständig weiterentwickelt bzw. neuen Anforderungen angepasst. Diese Technologien sowie das angesammelte Knowhow werden in Form von ADMIN-Diensten den Angehörigen der TU Chemnitz angeboten. Im Rahmen dieser ADMIN-Dienste werden folgende Arbeiten realisiert:
  • Installation der Betriebssysteme
  • Integration ins Campusnetz
  • Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware, inklusive deren Aktualisierung
und zusätzlich auch
  • Beschaffung von Standard-PCs sowie deren
  • Reparatur und Umbau
  • speziell für Server: Aufstellung im Datacenter

Die Schwerpunkte bei den ADMIN-Diensten lagen 2006 für Linux bei der Migration nach SL4.4 (Scientific Linux) und für Windows einmal bei der vollständigen Migration nach ToSCA/cfengine und weiterhin beim Aufbau eines neuen WXPSelfAdmin genannten ADMIN-Dienstes. (Im Zusammenhang mit WXPSelfAdmin wurde der Installationsdienst Windows XP (WXPI) zum 31.12.2006 eingestellt.)

Ein weiterer Schwerpunkt war der Ausbau eines Dienstes "Server Housing" und dessen verstärkte Propagierung.

Administrationsdienste Linux

Die Entwicklung im Linux-Umfeld verläuft rasant, ca. aller 6-9 Monate werden neue Distributionen bereitgestellt, die Pflege älterer Distributionen durch die Entwickler ist oft nicht mehr gesichert (Security-Patches). Die Betreuung folgender Distributionen wurde im Verlaufe des Jahres eingestellt:
  • RedHat 7.3
  • Fedore Core 1

Version u. Release (Kern) Architekturen Einsatzgebiet URZ Vendor Support bis URZ Support bis
SL 3.x (2.4) X86, ia64 Server mindestens Oktober 2007 mindestens Oktober 2007
SL 4.x (2.6) X86, x86_64 Desktop, Server mindestens Februar 2008 mindestens Februar 2008

Tabelle: betreute Systemplattformen

Bewegung im Linux gab es im Jahr 2006 nur innerhalb der Distribution SL_4. Sämtliche Rechner wurden im Abstand weniger Monate von SL_4.2 über SL_4.3 auf SL_4.4 aktualisiert. Eine Reihe von Serversystemen wurde auf die 64Bit-Plattform von SL_4 migriert.

Die Betreuung der Rechnersysteme erfordert vielfältige Aufwendungen, wie einige Eckdaten verdeutlichen:

  • ca. 650 Systeminstallationen (Neu- und Reinstallationen)
  • ca. 2040 System-Upgrades auf ein höheres Release von Scientific Linux
  • ca. 3400 Kern-Updates

Perspektivisch zeichnet sich am Horizont ein Wechsel auf SL_5 ab.

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
Pool-
rechner
Info-
terms
Cluster-
rechner
Server Summe
Philosophische Fakultät 4 73 - - 2 79
Institut für Physik 30 18 - 37 2 87
Institut für Chemie 2 - - - - 2
Informatik 10 - - - - 10
Maschinenbau 11 - - - 2 13
Elektrotechnik und Informationstechnik 7 - - - 1 8
Wirtschaftswissenschaften - 39 - - - 39
SFB 393 - - - 531 2 533
Zentrale Universitätsverwaltung 2 - 1 - 4 7
Bildungsportal Sachsen - - - - 5 5
Studentenwerk - - 6 - - 6
Universitätsbibliothek/PIZ 101 113 10 - 15 239
Universitätsrechenzentrum 66 135 2 - 162 365
Rechner insgesamt 233 378 19 568 195 1393

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM (Stand: Ende 2006)

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Gesamtzahl der vom URZ administrierten Rechner. Neue Systeme wurden insbesondere im Schulungsraum der Bibliothek, im Pool des Zentrums für Fremdsprachen sowie im Institut für Physik (Cluster-Rechner) in die Dienste integriert. Die Anzahl der betreuten Rechner stieg zum Vorjahr um 3%.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Philosophische Fakultät 46 50 49 45 43 60 79
Institut für Physik 54 58 89 99 101 71 87
Institut für Chemie 0 0 0 0 1 1 2
Informatik 0 2 2 3 3 3 10
Maschinenbau 31 45 45 42 29 14 13
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7 7 8 8
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41 41 40 39
SFB 393 533 533 533 533 533 533 533
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3 4 6 7
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4 9 9 5
Studentenwerk 6 6 6 6 6 6 6
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223 206 233 239
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311 334 363 365
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317 1317 1347 1393

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM

Administrationsdienste Windows

Dienst WXPADM

Größtenteils im ersten Quartal 2006 wurden die im Rahmen des ADMIN-Dienstes WXPADM betriebenen Arbeitsplatzrechner nach ToSCA/cfengine migriert. Bis zu dieser Umstellung wurden die PCs zwar ebenfalls weitestgehend automatisch aktualisiert, jedoch parallel und unabhängig von der für Linux-PCs im URZ eingesetzten Technologie. ToSCA/cfengine erlaubt es nun, sowohl Windows- als auch Linux-Installationen mit den gleichen Mitteln zu konfigurieren und zu aktualisieren. Diese Aktivitäten mussten direkt am PC durchgeführt werden, da die notwendige Neuinstallation mit einer (für die URZ-Windows-Technologie neuen) netzbasierten Technologie durchgeführt wurde und als Voraussetzung eine Modifikation an den Hardware-Einstellungen vorgenommen werden musste.

Der Administrationsdienst Windows XP (WXPADM) war auch im Jahr 2006 stark genutzt. Durch die Umstellung auf ToSCA/cfengine wurde der Administrationsaufwand für die Vielzahl der PCs spürbar verringert. Andererseits ist jedoch zu konstatieren, dass der Aufwand für die hardware-spezifische Windows-Konfiguration wesentlich gestiegen ist. Ursache ist die mittels der Rahmenvereinbarung der TU mit Siemens beschaffte Hardware. Der häufige Wechsel der Standard-PCs und vor allem der darin enthaltenen Hardware-Komponenten erfordert steigende Aufwendungen zur Anpassung.

Einrichtung 2004 2005 2006
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21 35
Informatik 0 1 3
Maschinenbau 30 34 44
Naturwissenschaften 6 8 8
Philosophische Fakultät 106 149 114
Wirtschaftswissenschaften 2 1 0
Zentrale Einrichtungen 33 48 49
Summe 198 262 253

Tabelle: Anzahl der Arbeitsplatz-Rechner im WXP-Administrationsdienst (ohne Pools)


Einrichtung 2004 2005 2006
Elektrotechnik und Informationstechnik 0 0 0
Informatik 0 0 0
Maschinenbau 0 0 0
Naturwissenschaften 0 0 0
Philosophische Fakultät 0 40 57
Wirtschaftswissenschaften 20 20 20
Zentrale Einrichtungen 82 82 98
Summe 102 142 175

Tabelle: Anzahl der Pool-Rechner im WXP-Administrationsdienst (öffentliche und fakultätseigene Computerpools)

Dienst WXPSelfAdmin

Der im Aufbau befindliche Dienst WXPSelfAdmin ist einerseits die Konsequenz für die niedrige Zahl der WXPI-Anwendungen bei relativ hohem Aufwand und andererseits die Einschränkungen seitens WXPADM für weitere potenzielle Interessenten an Diensten des URZ. In den letzten Wochen des Jahres 2006 wurden 12 Testinstallationen für Arbeitsplätze in diesen Einrichtungen realisiert:
Elektrotechnik und Informationstechnik (4), Maschinenbau (6), Naturwissenschaften (1), Zentrale Einrichtungen (1)

Dienst WUSCH

Die Technologie für den Windows Update Service für die TU Chemnitz wurde 2006 weiter qualifiziert. Dazu gehörte auch die Migration auf die WSUS-Technologie vom Hersteller sowie die Integration neuer Kategorien. Speziell die Technologie für das Handling von jährlich ca. 500 Aktualisierungen wurde vervollkommnet.

Ende 2006 wurden mehr als 1000 Klienten-PCs registriert, darin eingeschlossen die 440 ADMIN-Dienst-PCs. Davon sind 468 Rechner strukturmäßig wie folgt zuordenbar:

Einrichtung Anzahl Klienten 2005 Anzahl Klienten 2006
Elektrotechnik und Informationstechnik 6 32
Informatik 3 4
Mathematik 0 0
Maschinenbau 8 61
Naturwissenschaften 24 15
Philosophische Fakultät 88 193
Wirtschaftswissenschaften 0 1
Zentrale Einrichtungen 145 162

Server Housing

Der Dienst SERVER HOUSING umfasst die Aufstellung und den Betrieb von Servern durch das URZ. Das Dienstangebot richtet sich an Struktureinheiten der Universität, die Server installieren und betreiben möchten und dabei im URZ vorhandene Infrastruktur sowie Knowhow nutzen möchten.

Im Rahmen des Dienstes werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche

  • üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
  • durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performance-Erwartungen erfüllen sollen.
Der Dienst SH schafft für den Betrieb solcher Server geeignete Betriebsbedingungen.

Der Dienst SH wird in drei Ausbaustufen (Service Level) angeboten:

  • Service Level 1: Server-Standort im Data Center, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_LOCATION
  • Service Level 2: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrationsverantwortung, Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_ADMIN
  • Service Level 3: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrations- und Dienstverantwortung: SLA SH_SERVICE

Einrichtung Projekt Service Level Bemerkung
Universitätsbibliothek alle UBC-Server (20) 3 -
SFB 393 CLiC 3 530 Systeme
Institut für Physik Fileserving 3 ankaios
ZUV Fileserving 3 wally2{s,p}
ZUV Schadstoff-DB 1 claksdb
BPS GmbH Bildungsportal Sachsen 2 5 Server
HTW u.a. Bildungsmarkt Sachsen 2 clara, richard
Hochschulen Sachsens SaxIS 2 saxis{1,2}
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) 2 kuves, sprache
WIWI Web-Server 1 bwl6urz
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie 1 prophet, node01-node08
MB Fileserving 3 morris
ETIT Fileserving 3 pike
ZUV Fileserving 3 aho, weinberger
Institut für Physik Fileserving 3 korn
Informatik Modellierung und Simulation 1 blade-1-{1,2}
Informatik Technische Informatik 1 ce1
ETIT HPC-Cluster 1 hpc.etit

Tabelle: Übersicht über Server-Housing (Stand: Ende 2006)

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Lokalsystem LIBERO

Im Jahr 2006 wurde bei LIBERO, dem zentralen lokalen Bibliotheks-Management-System der UB Chemnitz, der Umstieg von Version 5.0 auf 5.1 vorbereitet und im Zeitraum vom 23.12. bis 27.12.2006 realisiert.
Die Version 5.1 ist ein notwendiger Ausgangspunkt für bereits realisierte oder geplante Entwicklungen, z.B. die automatische Verbuchung externer Gebühren (speziell Druckgebühren) in den LIBERO-Benutzerkonten sowie die integrierte Online-Fernleihe, die vor allem im Zusammenhang mit dem Bibliotheksportal Sachsen von Interesse ist.

Mit Version 5.1 beginnt die UB, Zeitschriften-Zugänge und Fortsetzungen in LIBERO zu verwalten, was eine Ablösung der bisher hierfür genutzten Alt-Applikationen ermöglicht und dem Gedanken eines integrierten Bibliotheks-Management-Systems weiter Rechnung trägt, so dass dann nur noch die Tausch- und Geschenk-Verwaltung nicht von LIBERO abgedeckt wird.

2006 wurde auch mit den Einsatz-Vorbereitungen für den Umstieg auf neue, deutlich leistungsfähigere Lokalsystem-Server begonnen. Nähere Informationen dazu im Beitrag Projekte für die UB im Jahr 2007.

Unser Partner, das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), hat Ende 2005 seinen Produktions-Betrieb auf das neue Verbund-System PICA umgestellt. Daraus resultierte die Notwendigkeit von lokalen Software-Anpassungen in den Teilnehmer-Bibliotheken, so auch auf den Systemen der UB Chemnitz, um eine Online-Katalogisierung in PICA zu ermöglichen. Diese Software-Pflege wurde vom URZ termingerecht vorgenommen. Außerdem erfolgte eine komplette Automatisierung der einmal pro Woche stattfindenden Übernahme von aktualisierten Katalog-Daten aus der Verbund- in die Lokalsystem-Datenbank, so dass die vorher nötigen manuellen Aktionen der Administratoren entfallen.

ESEM - Elektronische Semesterapparate

Vor Beginn des Wintersemesters 2006/2007 wurde eine neue Version der ESEM-Software bereitgestellt. Sie enthielt neben Verbesserungen, die vom ESEM-Autor stammen, auch kleinere lokale Anpassungen der Funktionalität sowie des Layouts. Zu den erweiterten Funktionalitäten gehören die sofortige alphabetische Einsortierung neuer Dozenten sowie eine höhere Toleranz bzgl. der Schreibweise der UB-Benutzernummer beim ESEM-Login. So können die evtl. in Benutzernummern enthaltenen Buchstaben wahlweise groß oder klein geschrieben werden. Außerdem ignoriert ESEM alle Leerzeichen in der Benutzernummer. Damit wurde auf mehrfach festgestellte Login-Probleme reagiert.

Um den Bekanntheitsgrad von ESEM zu erhöhen, haben UB und URZ diesen Dienst in 2006 gemeinsam auf zwei URZ-Nutzerforen vorgestellt, deren Effekt deutlich spürbar war. Außerdem beteiligten sich beide Einrichtungen im Februar 2006 am ESEM-Workshop in Konstanz, um mit dem Entwickler die Verbesserungswünsche zu diskutieren, die in die für 2007 erwartete neue Version einfließen sollen.

Bibliotheksportal Sachsen - Region Chemnitz

Das URZ unterstützte die UB beim Aufbau und der technischen Pflege der Sicht der Region Chemnitz des Bibliotheksportals Sachsen. Der Portal-Server wird vom BSZ in Konstanz betrieben, inhaltlich aber von UB und URZ aus der Ferne administriert. Die Portal-Administratoren der einzelnen Häuser wurden durch einen an der SLUB Dresden tätigen Projekt-Mitarbeiter unterstützt, der sich schwerpunktmäßig mit dem Portal-System auf Basis der Software "Elektra" beschäftigte und zentrale Lösungen für Sachsen schuf. So realisierte er im Dezember 2006 den Umstieg aller Regionalportale von Elektra 4.0 auf die Version 4.5.

Zur Erhöhung des technischen Know-Hows nahm ein URZ-Vertreter am Treffen der Elektra-Portal-Anwender sowie an zwei technischen Schulungen teil, bei denen erfahrene Elektra-Administratoren und -Programmierer ihr Wissen an die Neueinsteiger weitergaben. Um das Portal einem größeren Nutzerkreis an der TU Chemnitz vorzustellen, haben UB und URZ dazu in 2006 ein gemeinsames URZ-Nutzerforum durchgeführt.

Weitere Informationen dazu im Beitrag Projekte für die UB im Jahr 2007.

CHARLI - CHEMNITZER DATENBANK-INFOSERVER ONLINE

Das Datenbankangebot konnte im letzten Jahr um ca. 20 interessante Angebote erweitert werden. Dies betraf die Windows- als auch die Online-Datenbanken, sowohl im technisch-naturwissenschaftlichen als auch im philosphischen und wirtschaftlichen Bereich. Eine Aktualisierung erfolgte außerdem dadurch, dass überalterte Datenbanken durch Nachfolgeausgaben bzw. ständig aktuelle Online-Versionen ersetzt wurden.

Eine verbesserte Anleitung für die Recherchen in den Datenbanken konnte durch das Einbinden der Tutorials von Art & Data Communications erreicht werden, welche zur Zeit für insgesamt 41 Datenbanken zur Verfügung stehen.

Aufbauend auf Planungen aus dem Jahr 2006 werden in 2007 die technisch verschlissenen Windows-Server von CHARLI durch neue, leistungsstarke Computer ersetzt. Dabei erfolgt ein Umstieg von Windows 2000 auf Windows 2003.

Dokumenten- und Publikationsservice MONARCH

Erstmals in der 12-jährigen MONARCH-Geschichte wurden in einem Jahr mehr als 200 Dokumente eingestellt.

In 2006 wurde MONARCH mit den Versionen 2.5.3 und 2.5.4 weiterentwickelt, die u.a. folgende Veränderungen beinhalten:

  • Umstellung der lokalen Schlagwortnormdatei auf ein Internet-basiertes Angebot des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes, dem die TU Chemnitz angehört,
  • Qualifizierung der Dokumenten-Fachklassifikation mittels DDC-Sachgruppen (Dewey Decimal Classification) der Deutschen Nationalbibliografie,
  • Vorbereitung eines qualifizierten Rechte-Managements (Open Access, Lizenzangebote),
  • Anpassung der Schnittstelle zur Dokumentenübergabe an die Deutsche Nationalbibliothek.

Mit der Version 2.5.4 wird die Weiterentwicklung von MONARCH eingestellt.

In Abstimmung mit dem URZ wurde in der UB Ende 2006 entschieden, in 2007 die bisher genutzte MONARCH-Software, die unter Leitung des URZ durch verschiedene studentische Entwickler an der TU Chemnitz geschaffen und aktiv weiterentwickelt wurde, durch die Software OPUS zu ersetzen. Während MONARCH lediglich an der TU Chemnitz im Einsatz ist, wird OPUS an zahlreichen deutschen Bibliotheken verwendet und mittlerweile durch ein Entwickler-Team unter Steuerung des BSZ gepflegt.

Durch den Umstieg auf OPUS soll der für UB und URZ nicht unbeträchtliche Entwicklungsaufwand, speziell die Entwicklung und Anpassung von Schnittstellen zu anderen nationalen und internationalen Projekten, deutlich reduziert werden. Der größere Anwenderkreis bei OPUS bietet die Chance, künftig Zusatzlösungen anderer Einrichtungen zu übernehmen. Um die Entscheidung für OPUS sachlich untermauern zu können, wurde im zweiten Halbjahr 2006 eine OPUS-Test-Installation aufgebaut, an unsere Vorstellungen angepasst und evaluiert. In 2007 wird im Rahmen eines Projekts die Migration der existierenden MONARCH-Metadaten nach OPUS geplant und realisiert.

Bei den wissenschaftlichen Bibliotheken Sachsens ist generell ein Trend zu OPUS erkennbar. Speziell die SLUB Dresden plant ebenfalls den Wechsel zu OPUS. Das eröffnet die Chance, sächsische Entwicklungsanforderungen zu bündeln und ggf. durch gemeinsame sächsische Entwicklungs-Kapazitäten in eine neue Version des OPUS-Systems einfließen zu lassen.

Patentinformationszentrum (PIZ)

Die technische Ausstattung der internen und öffentlichen Computer-Arbeitsplätze des PIZ wurde in 2006 weiter verbessert. So wurden ältere Rechner durch moderne Maschinen ersetzt und weitere Zweit-TFT-Monitore aufgestellt, die sich in Patentrecherchen vielfach bewährt haben.

Sonstiges

Auch in 2006 erfolgte wieder eine planmäßige Erneuerung des PC-Bestands, um den Benutzern und Mitarbeitern der UB moderne Arbeitsplätze bereitstellen zu können und eine Überalterung der Technik zu vermeiden. So wurden mittlerweile alle Mitarbeiter-PCs mit einem TFT-Bildschirm ausgerüstet. Die Auskunfts-Plätze der UB erhielten jeweils einen zusätzlichen TFT-Monitor, so dass Benutzer die für sie vom Auskunftspersonal durchgeführten Recherchen live mitverfolgen können. An jedem Standort der UB wurde ein neuer Flachbett-Scanner aufgestellt, um den Bedarf besser abzudecken.

Die Zentralbibliothek verfügt nun über einen modernen Schulungsraum mit 21 PCs (für 20 Teilnehmer und einen Referenten) sowie einem fest installierten Beamer, der im Rahmen einer kontrollierten Nutzung den Benutzern für Schulungen und andere Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Da sich leider in der Vergangenheit Fälle von Diebstahl und Vandalismus in der UB häuften, von denen auch die neue Technik betroffen war, werden 2007 im Schulungsraum der Zentralbibliothek sowie im Pegasus-Center die genehmigten Video-Überwachungskameras installiert. Dafür notwendige Planungsarbeiten wurden im Jahr 2006 von UB und URZ geleistet.

Speicherdienste

Die sichere und zuverlässige Speicherung von Daten gehört zu den zentralen Aufgaben des URZ. Es werden dazu die folgenden Dienste angeboten:

  • Netz-Filesystem (AFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten
  • Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
  • Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken

Netz-Filesystem (AFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten seit dem Jahr 2002.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2002 11 7205 655.0  
2003 11 12752 1159.3 77
2004 8 12512 1564.0 -2
2005 8 12733 1591.6 2
2006 8 12762 1595.2 0

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.

File-Typ 2004 2005 2006
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 14480 1798 843 15032 2278 1072 15176 3387 1414
Projekt-Verzeichnisse 327 2279 1312 382 3296 1727 467 4578 2445
Admin/ToSCA 108 738 465 177 1340 502 227 1904 812

Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wie den beiden voran stehenden Tabellen zu entnehmen ist, gab es in den letzten Jahren keine wesentlichen Änderungen an den Filesystem-Kapazitäten. Da der Bedarf aber weiterhin steigt und die eingesetzte Technik zunehmend verschleißt, wurde mit dem Aufbau einer SAN-Infrastruktur begonnen, deren Kapazitäten im Laufe des Jahres 2007 zum Einsatz kommen werden.

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744
2006 6 12056 14744

Die hierfür ebenfalls weitestgehend erschöpften Kapazitäten werden 2007 durch SAN-Technologie ersetzt und erweitert.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Ende 2006 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:

Fakultät 2002 2003 2004 2005 2006
GB GB GB GB GB ANZ FS
Naturwissenschaften 93 85 60 64 100 1 1
Mathematik 156 202 202 242 400 4 8
MB 186 251 533 521 618 13 23
Elektrotechnik und Informationstechnik 412 756 1041 1165 1460 14 56
Informatik 334 440 601 669 826 8 23
Wirtschaftswissenschaften 475 142 158 168 236 9 20
Universitätsbibliothek 27 27 47 40 40 1 3
URZ(1) 153 293 302 320 1049 19 43
CSN 3 18 22 68 68 1 6
Summe: 1839 2214 2966 3257 4797 70 183

Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
(1): größter Bestandteil sind die Mailbox-Dateien der TU-Nutzer

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu ein Web-Interface (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich voll auf seine Anwendung konzentrieren und er kann seine Datenbank gegebenenfalls auch als Projektschnittstelle einem beliebig großen Nutzerkreis (auch außerhalb der TU Chemnitz) anbieten.

Der Datenbank-Service erfreut sich stetig zunehmender Beliebtheit, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu notwendigen Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.

  2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Anzahl Datenbanken 28 76 191 296 385 451 514

Tabelle: Anzahl aktiver Datenbanken, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 18 10 28
Mathematik 2 12 14
Maschinenbau 34 24 58
Elektrotechnik und Informationstechnik 27 22 49
Informatik 14 122 136
Wirtschaftswissenschaften 35 64 99
Philosophische Fakultät 22 60 82
Universitätsrechenzentrum 22 0 22
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 10 0 10
Sonstige 10 6 16
Summe 194 320 514

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2006 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Software-Dienste

Allgemeines

Das URZ ist auch dafür zuständig, Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit zu stellen. Das betrifft sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind. Die Aktivitäten des URZ sind darauf gerichtet
  • bezüglich Aufwand und Kosten effiziente Möglichkeiten zum Bezug von kommerziellen Produkten zu schaffen,
  • entsprechend Lizenzen zu verteilen und zu verwalten,
  • die Software auf den öffentlichen Poolrechnern und den administrierten Arbeitsplätzen zu installieren und zu konfigurieren,
  • die Nutzer bei der Installation und Nutzung von Software zu unterstützen und zu beraten.

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Es bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) zum effektiven Lizenzerwerb. Dadurch ist ein unlimitierter, kostengünstiger Bezug von Softwarelizenzen für alle üblichen Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt Sachgebiet vergebene Lizenzen
Software+Handbücher
ges. bis
31.12.06
davon
2006
Adobe-Produkte Büro- und Grafiksoftware 2059 215
ANSYS Finite-Elemente-Berechnung 17 0
Borland-Produkte diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung 501 3
Corel-Produkte diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 1075 160
Docolog Plagiat-Suchmaschine 3 2
Endnote Literaturverwaltung 18 13
ITI-Produkte CAD 42 39
LabView Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung 26 4
MAPLE mathematische Software 156 15
Mathematica mathematische Software 75 6
Microsoft-Produkte diverse Bürosoftware 8609 675
NAG-Bibliotheken Programmierungstechnik 25 0
Nuance-Produkte Scanner-Software 29 5
Oracle Datenbanksystem 5 1
Pro/ENGINEER CAD-System 61 3
Solid Edge CAD 429 122
SPSS Statistik 300 26
Symantec-Produkte diverse Bürosoftware 984 2
Summe: 14414 1291

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
IBM Scholar Programmierungstechnik unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar
VMware Betriebssystem-Emulation Lizenzerwerb direkt über Firma SHE

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2006 davon im Jahr 2006
RRZN-Handbücher 7164 605
ZIN-Handbuch 848 87
Summe: 8012 692

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):

Officeprogramme Komplettpakete OpenOffice.org/StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office
Textverarbeitung LyX, LaTeX, xtem, kile
Desktop-Publishing scribus, Framemaker
Wörterbücher ding, Deutsch <-> Englisch Wörterbuch (dict)
Online-Übersetzung LEO
Literaturverwaltung Endnote, Referenzmanager
Plagiat-Suche Docolog
Bilder Bildbearbeitung Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, IrfanView, hugin, Macromedia Studio
Bildgenerierung Blender, Povray
Datenbank Datenbank-Klienten-Software MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase, knoda
Desktop-Datenbank Microsoft Access
Grafik Grafik Blender, CorelDraw, GIMP, Inkscape, ImageMagick, Micrografx, Sodipodi, xfig
Visualisierung   GNUPLOT, Grace, Graphviz, KHOROS, OpenDX, PV-WAVE
Multimedia Bilder und Grafiken Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), GIMP, Macromedia Studio, Xfig, Xsane, GtKam
Audio Adobe Video Collection, Quicktime Player, RealPlayer, Audacity, xmms, lame, oggenc
Video Adobe Video Collection, Maxon Cinema, xmms, mplayer, xine, MJPEG-Tools
CD/DVD Brennen K3b für CDs, K3b für DVDs, gcombust, WinXP-eigene Brennfunktionen für CDs, NERO
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autocad, Autodesk Produkte, CATIA, LinuxCAD, Pro/ENGINEER, Solidedge, VectorCAD 3D
ECAD EAGLE
Chemie/Physik Allgemein Gaussian
FEM/CFD FEM-Simulation Ansys, Marc/Mentat, ABAQUS, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB
CFD-Simulation FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, ICEM CFD
High Performance Comp. Zugang PBS
Kommunikation MPIch, LAM-MPI, PVM
Bibliotheken NAG, BLAS / LAPACK
Mathematik Mathematik - Software MuPAD, Mathematica, Maple, Matlab, Mathcad, octave, octave-forge
Mathematik - Bibliotheken NAG
Simulation Simulationsprogramme KISSSoft, Labview, Simplorer, Trysim, ITI-SIM, SimulationX
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen Active-Perl, Active-Pyton, Active-Tcl, KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Borland Kylix, Free Pascal
Compiler Intel C/C++ und Fortran Compiler, PGI Cluster Developement Kit
Statistik Statistikprogramme AMOS, Bayes, E-Prime, MAXqdata2, MAXdictio, R, S-Plus, Sigmaplot, SPSS, StarLogo, Systat, Tlearn
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb
Postscript-Dokumente Ghostview, kghostview, Ghostscript
PDF-Dokumente Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript, Adobe Acrobat
Dateimanager Dateimanager KDE: Konqueror, Gnome: Nautilus, Text: Midnight Commander, Explorer, FreeCommander
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, pstoedit, pstops, ps2ps, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Scannen/OCR Scannen xsane, Omnipage
OCR OCRshop
Texteditoren allgemeine, unformatierte Texte KWrite, Jedit, nedit, Microsoft Editor, vim/gvim
HTML-Dokumente Quanta+, Bluefish
RTF-Dokumente OpenOffice.org/StarOffice, Ted, AbiWord, Microsoft Office
DOC-Dokumente OpenOffice.org/StarOffice, AbiWord, Microsoft Office
Virenschutz Antivirensoftware Sophos Anti-Virus
Windows-Unix-Integration Unix in Windows XWin32, cygwin
Windows in Unix VMware, wine, rdesktop, vncviewer

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Die aufgeführten Anwendungen stehen dabei in unterschiedlichen Plattformen bereit, teilweise sind die Anwendungen auch plattformunabhängig.

Plattform Anzahl Softwarepakete Einzelprogramme
Linux (i386_linux26) 69 (/uni/global) 339
  1806 (rpm) 5091
Windows XP 247 890

Tabelle: Anzahl der öffentlich verfügbaren Anwendungssoftware

Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen.

Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Software-Lizenzverwaltung

Die auf Rechnern im Campusnetz installierten Softwareprodukte unterliegen lizenzrechtlichen Bestimmungen, deren Einhaltung vom URZ als Verwalter der Lizenzen ständig überwacht werden muss. Es ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass keine unberechtigten Zugriffe erfolgen und die maximal nutzbare Lizenzanzahl eines Softwareproduktes nicht überschritten wird.

Gleichzeitig dient die Lizenzverwaltung als Statistik zur Ermittlung des realen Lizenzbedarfs, der eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten darstellt. Begründet durch die teilweise stark gestiegenen Softwarepreise muss die Anzahl der Lizenzen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Dabei wird versucht, den Wünschen der Nutzer in den Fakultäten und Bereichen weitestgehend zu entsprechen.

Oftmals wird fachspezifische Software mit einem Lizenzmanager ausgeliefert. Da es bezüglich des Lizenzmanagements keine Standardisierung gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche, teilweise proprietäre Produkte und Lösungen, was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Herstellerspezifische Lizenzmodelle und der Bedarf der Nutzer erfordern die Realisierung unterschiedlicher Lizenzierungsformen, wie beispielsweise

  • pro Rechner/Rechnergruppe (z.B. Poollizenz)
  • pro Nutzer/Nutzergruppe
  • als Single-Lizenz z.B. mit Personal License Password
  • als Floating-Lizenz mit zentralem Lizenzmanagement
  • als Server-Lizenz mit campusweitem Zugriff
  • Mischformen

Für die Lizenzüberwachung auf Windows-Terminalservern, die für den Dienst Windows-Applikationsserver (WAPPS) eingesetzt werden, wurden Untersuchungen bezüglich Eignung des vorhandenen Produkts MISS MARPLE Lizenzkontrolle Experience (ADLON Software) durchgeführt, dessen Einsatz sich jedoch unter den Bedingungen an der TUC als zu aufwändig herausstellte. Als Ersatzvarianten konnte unter Verwendung des vorhandenen SAMwrap ohne zusätzliche Kosten eine geeignete Lizenzverwaltung realisiert werden.

Erheblichen Anpassungs- und Einarbeitungsaufwand erforderte der Lizenzmanager LUM von IBM für die Software CATIA.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager betreibt das URZ im Jahr 2006:

  • einen Lizenzserver unter Linux
  • einen Lizenzserver unter Windows
  • einen Lizenzserver unter Solaris (bis 09/06)
Dabei sind alle Server durch einen Ersatzrechner, der im standby-Modus läuft, abgesichert. Die wenigen unter Solaris betriebenen bzw. lizenzverwalteten Anwendungen konnten im Laufe des Jahres 2006 auf andere Plattformen migriert oder ganz deinstalliert werden. Dadurch war es möglich, den Solaris-Lizenzserver außer Betrieb zu nehmen.

Produkt Linux Windows Solaris Lizenzmanager
ABAQUS x x   FlexNet
Ansys x x   FlexNet
AutoCAD/Inventor   x   FlexNet
AVL Excite       FlexNet
CATIA   x   LUM
CFX x x   FlexNet
EKOPath Compilersuite x     PathScale
FEMLAB COMSOL x x   FlexNet
Fidap x     FlexNet
Fieldview x     FlexNet
Fluent x     FlexNet
Intel Compiler Suite   x   FlexNet
ISE-TCAD x     FlexNet
Island-Software     x SAMwrap
ITI-SIM   x   SentinelLm
Maple x x   Flexnet
Mathcad   x   FlexNet
Mathematica x x   mathlm
Matlab   x   FlexNet
OCRSHOP-XTR x     vvFloater
Origin   x   FlexNet
PGI Compiler Suite x     FlexNet
Polylow x     FlexNet
ProEngineer x x   FlexNet
PV-WAVE x     FlexNet
S-PLUS x     FlexNet
Sigmaplot   x   ElanLm
SimX_Professional   x   SentinelLm
SYSTAT   x   SentinelLm
WAPPS-Software   x   SAMwrap

Tabelle: Produkte der über einen Lizenzserver zentral verwalteten Lizenzen

Nicht in der Tabelle erfasst sind zahlreiche Produkte mit unbegrenzter Anzahl von Lizenzen und solche, die nicht über Lizenzserver, sondern mit anderen Technologien (z.B. Einzelplatzlizenzen, Dongles, Codewörter, AFS-Filezugriff) gesteuert werden.

Jeder Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite Lizenzserverstatus abfordern.

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2006 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler und dezentraler IT-Systeme in der Universitätsbibliothek. Mit dem Abschluss der großen Klimarekonstruktionsmaßnahme und dem weiteren Umbau der USV-Stromversorgung für die IT-Technik im zentralen Serverraum des URZ haben sich die Betriebsbedingungen deutlich verbessert. Aufwendungen für Hardwareaufrüstungen älterer PC-Systeme spielen eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die seit 2005 im Angebot stehende Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" wurde im großen Umfang genutzt. Kritisch muss eingeschätzt werden, dass die praktische Umsetzung der Lieferfähigkeit und Produktkontinuität nicht die Erwartungen erfüllt hat. Die Evaluierung der im Portal angebotenen PC-Technik gestaltet sich aufwändig und wird vom Hersteller noch nicht in der erforderlichen Weise vorbereitet bzw. unterstützt (termin- und inhaltlich). Im Zusammenhang mit der Ablösung des alten Parallelrechnerclusters durch das neue System "CHIC" wurde von Seiten des URZ die Baumaßnahme intensiv begleitet und die erforderlichen Voraussetzungen (Infrastruktur) für den Betrieb dem verantwortlichen Betreiber "Professur Rechnerarchitektur" zur Verfügung gestellt. Im Zusammenhang mit dem Abschluss dieser Baumaßnahme steht nun auch die aus sicherheitsrelevanter Sicht dringend benötigte erweiterte Installationskapazitä für "lokal abgesetzte" Technik zur Verfügung.

Aufgabenschwerpunkte 2006

  • Einführung und Übernahme der Betriebsverantwortung für die neue Kommunikationsplattform VoIP
  • Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
  • Evaluierung von IT-Komponenten in Vorbereitung der Bereitstellung innerhalb der Rahmenvereinbarung
  • Testung und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
  • Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
  • Fortsetzung der Rekonstruktion der zentralen USV-Stromversorgung im Serverraum der URZ
  • Abschluss der Baumaßnahme "Rekonstruktion zentrale Klimaanlage des URZ" unter laufendem Betrieb
  • Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
    • Hochleistungsrechner CLiC: Wartung und Testung
    • zentrales Backup-System der TU Chemnitz
    • Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
    • mehr als 170 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
    • zentrale Drucktechnik
  • campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
  • Ausbau der W-LAN-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
  • in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme und Notebooks in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen
  • Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
  • Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
  • Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Das Ziel der vollständigen Substitution der alten Systeme ist auf Grund der Finanzierungsprobleme in den Struktureinheiten auch in 2006 noch nicht erreicht!

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich hat sich in 2006 erhöht und beläuft sich auf mehr als 80 TEUR.

Beschaffung von Standard-PC-Technik

In 2005 beginnend, wurde zwischen der TU Chemnitz und der Firma Siemens AG, Information and Communication Networks eine Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik und Zubehör (TFT/Monitor, Drucker) abgeschlossen. Auf dieser Basis sollen Beschaffungen schnell, unbürokratisch und vor allem wirtschaftlich vollzogen werden. Die Vorbereitungen für den durch die Laufzeit von zwei Jahren begründeten Anschlussvertrag ab 2007 wurden durch Hardwaretests und Bewertungen unterstützt.

Innerhalb der Rahmenvereinbarung wird eine überschaubare Anzahl von Computern, Bildschirmen und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Deren Auswahl geht eine Begutachtung der Technik durch das URZ voraus. Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Dafür wurde das vom URZ geschaffene Web-Portal betreut und weiterentwickelt. Die unter anderem für den Zugriff erforderliche Authentifizierung wird über das im URZ betriebene Datenbanksysten (MoUSe) gesteuert. Dieses System wurde in Vorbereitung der Umstellung des Strukturnummernsystems der TU Chemnitz zum Januar 2007 angepasst und erweitert.

Aus- und Weiterbildung

Auch im Berichtsjahr 2006 hat das Universitätsrechenzentrum für Mitarbeiter und Studenten der TU Chemnitz ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich angeboten.

Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools"

Neu im Bereich der Fortbildung für alle TU-Angehörigen ist seit März 2006 der Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools". Im Mittelpunkt dieses Angebots stehen Werkzeuge zum sicheren und zuverlässigen Betrieb von Rechnersystemen (insbesondere Notebooks) sowie zum konsistenten Software-Management in den Betriebssystem-Familien Linux und Windows. Einer der Themenschwerpunkte des Weiterbildungszyklus Software-Tools konzentriert sich deshalb auf die Nutzung und den Betrieb von mobilen Rechnersystemen, denn diese finden zunehmend Verbreitung und werden vielseitig genutzt: z.B. bei Lehrveranstaltungen, anstelle des klassischen Arbeitsplatz-PCs, auf Dienstreisen und natürlich auch zu Hause. Die technischen Voraussetzungen für den Zugang zum Internet bzw. zum Campus-Netz sowie die Randbedingungen für die Nutzung des mobilen Gerätes können dabei ständig wechseln. Deshalb werden in loser Folge aktuelle Fragestellungen diskutiert und Lösungsansätze aufgezeigt.
Außerdem werden in dieser Reihe Software-Werkzeuge aus dem klassischen UNIX-Umfeld vorgestellt, die meist auch unter Windows zur Verfügung stehen. Diese sind dafür geeignet, sich ständig wiederholende Aktionen wenigstens teilweise zu automatisieren, so dass diese Aktionen zeiteffektiv und konsistent durchgeführt werden können.

Der Begriff Software-Tool im Titel soll also in einem weitergehenden Sinne verstanden werden. Themengebiete des WB-Zyklus sind Script-Programmierung, Softwareentwicklung und Software-Management, Textmanipulation einschließlich effektiver Suchmechanismen, effektive Nutzung von (mobilen) Linux- und Windows-Systemen, System- und Netzwerkadministration, Security-Management. Die Kurse finden zu einem festen Termin (Mittwoch Nachmittag, 13:45 -15:15 Uhr) im Campusbereich Reichenhainer Straße statt. Dieser Rhythmus wurde in der Annahme gewählt, dass die potentiellen Teilnehmer damit langfristig planen und diesen Termin entsprechend reservieren können. Kann ein Thema in diesem Zeitrahmen nicht behandelt werden, finden in den Folgewochen ein bis maximal zwei Fortsetzungen statt. Wenn die Teilnahme nicht durchgängig möglich ist, besteht die Möglichkeit, in der Zwischenzeit eventuelle Lücken im Selbststudium zu schließen (Kursunterlagen). Wir bieten die Kurse durchgehend an, d.h. auch in der Semesterpause. Kurse, die während der Vorlesungen stattfinden, werden bei Wiederholung in die vorlesungsfreie Zeit gelegt und umgekehrt. Das soll für Studenten die Chancen für die Teilnahme erhöhen. Einige Veranstaltungen finden direkt am Computer (Poolraum) statt und sind damit auf eine bestimmte Teilnehmerzahl beschränkt.

Im Zeitraum März bis Dezember 2006 wurden in diesem Zyklus 19 Veranstaltungen durchgeführt, die zum großen Teil sehr gut besucht waren.

Intensivkurse

Im Spektrum der Intensivkurse wurde der semesterweise angebotene und immer gut besuchte Kurs zur Erstellung von Web-Dokumenten vollständig überarbeitet, erweitert und aktuellen Entwicklungen angepasst. In einem Modulkonzept werden unterschiedliche Bereiche der Web-Dokumentengestaltung abgeschlossen behandelt (Module dadurch auch einzeln belegbar), u.a. auch in einem Modul die Erstellung von Web-Dokumenten im Corporate Design der TU Chemnitz.

Bei den anderen Intensivkursen wurden Themen behandelt, die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind. Der Schwerpunkt lag wieder auf der Nutzung kostenfreier Software.

Im Jahr 2006 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt, einige davon zwei- bzw. mehrfach (entsprechend der Nachfrage und der Kapazitäten):

  • Computernutzung an der TU Chemnitz (für neue Studenten/Nutzer)
  • Linux effektiv nutzen]
  • Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam)
  • Web-Dokumente erstellen
  • Software-Tipps zum Anfertigen schriftlicher Arbeiten
  • Einführung in LaTeX
  • OpenOffice für Fortgeschrittene
  • Werkzeuge zur Tabellenkalkulation
  • Einführung in Office-Datenbanken
  • Einführung in Access
  • Gestalten von Präsentationen
  • GIMP - Bildbearbeitung unter Linux

Jahr Anzahl Teilnehmer Teilnehmer pro Kurs
(Durchschnitt)
gesamt Studenten Mitarbeiter gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155 25,65 18,91 6,74
1994 31 512 342 170 16,51 11,03 5,48
1995 35 493 334 159 14,09 9,54 4,54
1996 44 594 366 228 13,50 8,31 5,18
1997 41 556 318 238 13,56 7,76 5,80
1998 64 915 609 306 14,30 9,52 4,78
1999 58 991 764 227 17,09 13,17 3,91
2000 59 1152 808 344 19,52 13,69 5,83
2001 50 1059 769 290 21,18 15,38 5,80
2002 15 341 249 92 22,73 16,60 6,13
2003 24 438 238 200 18,25 9,92 8,33
2004 21 398 341 57 18,95 16,24 2,71
2005 19 413 359 54 21,74 18,89 2,84
2006 24 578 506 72 24,08 21,08 3,00

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Erfreulich ist, dass dieses Angebot von Studenten noch intensiver genutzt wurde als in den Vorjahren.
Der Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools" wurde dagegen von Mitarbeitern deutlich stärker genutzt.
Außerdem hat das URZ die Nutzerschulungen zur Einführung der Internet-Telefonie im April/Mai 2006 mit hohem Aufwand organisatorisch und technisch abgesichert.

Andere Weiterbildungsangebote

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nutzerforum des URZ", die seit September 2004 an jedem 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. stattfindet, wurden im Jahr 2006 nicht nur neue Diensteangebote des URZ und der UB vorgestellt und diskutiert, sondern auch Themen angeboten, die zum Bereich der Fortbildung zählen, z.B. "Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0".

Im Rahmen des Weiterbildungsangebotes "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurden im Berichtszeitraum von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ an 17 Terminen 1399 Prüfungen abgenommen und ausgewertet.

In der Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen " wurden auch im Jahr 2006 neun Veranstaltungen durchgeführt, die Interessenten der Uni und der Region über neue Tendenzen im IT-Bereich informierten.

High Performance Computing

Das URZ bietet seit langem Compute-Ressourcen an, die über die Leistungsfähigkeit moderner Arbeitsplatzcomputer hinausgehen. Denn trotz ständig steigender Performance aktueller PCs und Workstations geht der Bedarf an Hochleistungskapazität insbesondere in der Forschung keineswegs zurück. Eher werden durch die allgemein wachsende Leistungsfähigkeit der Rechner immer größere Bedürfnisse geweckt, zum Teil geraten komplizierte Probleme in der Forschung dadurch überhaupt erst ins Blickfeld.

Traditionell liegt der Schwerpunkt der Supercomputing-Nutzung an der TU Chemnitz im massiv-parallelen Bereich, konkret im Rechnen auf großen Clustern (> 100 Knoten). Im Jahr 2006 war dabei weiterhin das unter Linux betriebene Chemnitzer Linux Cluster (CLiC) die einzige universitätsweit verfügbare Rechenressource:

  • 528 Rechenknoten (Standard-PC)
    • 800 MHz-Prozessor
    • 512 MB RAM
    • 2 Fast-Ethernet-Schnittstellen
  • 2 Server

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2000 wurde das Cluster durch die Wissenschaftler der TU Chemnitz und anderer Bildungseinrichtungen intensiv verwendet. Aufgrund des Alters der Technik und des damit verbundenen moralischen und physischen Verschleißes hat das Cluster jedoch deutlich an Attraktivität verloren. Hardwareausfälle und -instabilitäten haben weiterhin dazu beigetragen, dass die Anzahl der aktiven Nutzer und Projekte merklich gesunken ist. Das Cluster ist bereits jetzt per 30. Juni 2007 abgekündigt. Das zum Anfang des Jahres 2007 in Betrieb genommene neue Linux-Cluster CHiC, das unter der Regie der Fakultät für Informatik betrieben wird, ermöglicht die endgültige Abschaltung von CLiC zur Jahresmitte.

Jahr 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
aktive Projekte 3 24 36 32 30 27 19
aktive Nutzer 15 70 89 78 68 66 47
Jobanzahl 675 7860 9261 7373 16963 14647 5232
Gesamtlaufzeit über alle Jobs (Knoten-Tage) 7441 112779 133451 100895 131939 119886 94199

Die Grafiken veranschaulichen die monatsbezogene Auslastung des Clusters über seine gesamte Nutzungszeit seit 1. November 2000.

Anzahl der gelaufenen Jobs
Grafik 1: Anzahl der gelaufenen Jobs
Gesamtressourcennutzung
Grafik 2: Ressourcennutzung insgesamt (Knoten * Laufzeit)

Die Berechnung der "Gesamtauslastung" ist schwierig, da ein Cluster naturgemäß wegen seiner dedizierten Ressourcennutzung nur in Ausnahmefällen voll belegt sein kann. Das liegt vor allem daran, dass zum Starten eines Jobs immer mindestens die gewünschte Anzahl Knoten exklusiv zur Verfügung stehen muss und somit Jobs u.U. warten obwohl Knoten frei sind. Damit erscheint das Cluster aus Nutzersicht als ausgelastet, während tatsächlich noch einige (oder viele) Knoten unbenutzt sind.

Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de/urz/clic


Autorenkollektiv des URZ, Februar 2007