Neue Infrastruktur für Ihre E-Mails
Der Artikel beschreibt die erfolgten Änderungen im E-Mail-System der TU Chemnitz.
Electronic Mail ist heutzutage ein fester Bestandteil der Kommunikationsinfrastruktur für die TU-Angehörigen.
Deshalb ist der zuverlässige Betrieb der Systeme für E-Mail ein wichtiges Anliegen des URZ.
Um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden, haben wir im März zwei Komponenten
im E-Mail-System erneuert: den zentralen Mailbox-Server und den Webmail-Server.
Skalierbarer Mailbox-Server
Zweifellos ist der zentrale Mailbox-Server der TU Chemnitz
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
die wichtigste Komponente:
Für über 15.000 Benutzer sind hier fast 7 Millionen E-Mails in 80.000 Ordnern gespeichert.
An einem Arbeitstag werden bis zu 80.000 E-Mails zugestellt und über 10.000 versendet.
Über 300.000 Zugriffe via POP oder IMAP beantwortet der Server an einem Arbeitstag, Tendenz steigend.
Bisher hat diese Aufgabe ein Server mit einem RAID-Festplattensystem gemeistert.
Dass dieser in Spitzenzeiten ziemlich beschäftigt war, haben die Benutzer durch Verzögerungen bemerkt.
Steigende Anforderungen verteilt man am besten auf mehrere Schultern.
Deshalb haben wir ein verteiltes Mailbox-Cluster in Betrieb genommen.
Zwei Backend-Server verwalten jetzt die E-Mails, die im neuen TUCSAN-Speichersystem untergebracht sind.
Den Zugang vermittelt ein Frontend-Server, der die Authentisierung der Benutzerzugriffe
vornimmt und dann - je nach abgefragter Mailbox - zum jeweiligen Backend-Server durchschaltet.
Die Zuordnung von Mail-Ordnern zu den Backend-Servern verwaltet ein sogenannter MUPDATE-Server.
Die Annahme gesendeter E-Mails und die Mail-Zustellung erfolgt über den Frontend-Server.
Das System ist skalierbar, d.h. es können jederzeit weitere Server hinzugefügt werden, wenn dies erforderlich ist.
So wollen wir demnächst einen weiteren Frontend-Server in Betrieb nehmen, um die Sicherheit vor Ausfällen zu erhöhen.
Der Zugang für die Benutzer hat sich nicht verändert - der Mailbox-Server ist weiterhin unter
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de
erreichbar, im Mail-Programm muss nichts geändert werden.
Alle Server unseres "Cyrus-Murder-Clusters" werden weiterhin unter dem Betriebsystem Linux mit der Cyrus-IMAPD-Software der
Carnegie Mellon University betrieben.
Als SMTP-Server benutzen wir nach wie vor Exim, was als freie Software an der University of Cambridge entwickelt wird.
Natürlich haben verteilte Systeme auch Tücken, insbesondere was das Management und die angepasste Konfiguration betrifft.
Wir hoffen, dass die "Kinderkrankheiten" überwunden sind und dass das System für weiter wachsende Ansprüche gerüstet ist.
Ich denke, die erfreulich reduzierten Zugriffszeiten sind spürbar.
In Zukunft können wir auch größere Mailboxen einrichten, was insbesondere für mobile Benutzer einen echten Gewinn bringen wird.
Neuer Webmail-Server
Weiterhin großer Beliebtheit erfreut sich Webmail:
die WWW-Adresse
https://mail.tu-chemnitz.de bietet in jedem Browser unkomplizierten Zugang zur
E-Mail, zu Adressbüchern und einem Kalender.
Um die 10.000 Benutzer verwenden diesen Dienst jeden Monat, täglich verzeichnet der Webmail-Server etwa 2 Millionen Anfragen.
Das System haben wir komplett erneuert: Auf stärkerer Hardware (2 Dual-Core AMD Opteron-Prozessoren, 8 GB RAM)
läuft eine neue Version der Webmail-Software IMP/Horde.
Dies hat zu deutlich kürzeren Reaktionszeiten geführt.
Für die professionelle Arbeit mit E-Mail am Arbeitsplatz empfehlen wir weiterhin die Verwendung eines
E-Mail-Programms (wir unterstützen Mozilla SeaMonkey, Thunderbird), das unbedingt mit dem Protokoll IMAP arbeiten sollte.
Dann bleiben Ihre E-Mails, die Sie nicht explizit löschen, auf dem Mailbox-Server und sind auch
von anderer Stelle via Webmail verfügbar.
Das funktioniert auch mit Ordnern und Gruppen-Mailboxen.
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/