Jahresrückblick 2007

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums ist eine Übersicht über die wichtigsten Projekte des letzten Jahres, die Entwicklung aller relevanten Dienste sowie die in Arbeit befindlichen Projekte.

Vorwort

Mit dem vorgelegten Bericht fasst das Universitätsrechenzentrum einige wesentliche Aspekte der weit gefächerten Arbeit im zurückliegenden Jahr zusammen. Neben einer sehr hohen Verfügbarkeit von allen URZ-Diensten konnten wichtige Innovationsschritte realisiert werden. Besonders hervorzuheben ist der Ausbau des Speicherdienstes (TUCSAN) sowie der Abschluss der Einführung der VoIP-Telefonie. Sowohl mit der Universitätsbibliothek als auch mit dem Bildungsportal Sachsen GmbH konnten kooperative Projekte aufgebaut und vertieft werden. In diesen wichtigen Bereichen ist die Integration von Diensten von besonderer Bedeutung.

Das Universitätsrechenzentrum hat weiterhin das Baugeschehen der Technischen Universität Chemnitz begleitet und unterstützt durch Ausbau von Netzinfrastruktur und Konzeption. Im Bereich Software wurden alle Lizenzangebote überarbeitet und dem aktuellen Bedarf angepasst. So steht ein umfangreiches und günstiges Angebot ausgewählter Softwarepakete allen Professuren der Technischen Universität Chemnitz zur Verfügung. Dieses Angebot wird rege in Anspruch genommen, nicht zuletzt durch Nutzung in den Computerpools.

Als wissenschaftlicher Leiter des Universitätsrechenzentrums freue ich mich, positive Ergebnisse berichten zu können und danke allen Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit, das Engagement und die sachkundige Bearbeitung dieser komplexen Aufgaben.

Prof. Dr. Wolfram Hardt

Der URZ-Beirat

Aufgaben und Ziele:

  • Im Beirat werden strategische Fragen und die Entwicklung der IT- und Kommunikations-Infrastruktur an der TU Chemnitz beraten.
  • Er ist als Beratungsgremium für das URZ und zur Entscheidungsvorbereitung für den Senat bzw. das Rektoratskollegium eingerichtet. Diese Beratungsaufgabe bezieht sich auch auf Investitionsvorhaben der TU Chemnitz, welche deren IT-Infrastruktur berühren.
  • Zusammensetzung:
    • ein Mitglied des Rektoratskollegiums, welches den Vorsitz im Beirat inne hat
    • ein Vertreter der Fakultäten gemäß § 67 Abs. 1 Satz 1. Nr. 1 oder 2 SächsHG
    • ein Vertreter der Universitätsbibliothek und der zentralen Universitätsverwaltung
    • ein Vertreter der Studenten
  • Die Mitglieder des Beirates werden vom Rektoratskollegium der TU Chemnitz auf Vorschlag der jeweiligen Fakultät, der Universitätsbibliothek, des Kanzlers bzw. des Studentenrates für die Dauer der Amtsperiode des Rektoratskollegiums bestellt.
  • Der Wissenschaftliche Leiter und der Geschäftsführer des URZ sind berechtigt, an den Sitzungen des Beirates beratend mit Antrags- und Rederecht teilzunehmen.
    (Verfahrensweise und Regelungen in § 7 der Ordnung des Universitätsrechenzentrums)

Aktuelle Mitglieder des Beirats:

Herr Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn (Vorsitz) Prorektor für Forschung
Herr Prof. Dr. Reinhard Baumann Fakultät für Maschinenbau
Herr Prof. Dr. Peter Gluchowski Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Herr Mario Haustein Fachschaft Informatik
Herr Prof. Dr. Karl Heinz Hoffmann Fakultät für Naturwissenschaften
Herr Dr. Andreas Müller Fakultät für Informatik
Herr Karl Nestler Fakultät für Elektrotechnik u. Informationstechnik
Frau Karin Schulz Zentrale Universitätsverwaltung
Herr Prof. Dr. Peter Sedlmeier Philosophische Fakultät
Herr Dr. Peter Weigand Fakultät für Mathematik
Frau Barbara Winkler Universitätsbibliothek

Beratungsschwerpunkte 2007

  • Nutzung der URZ-Speicherdienste
  • Software-Entgelte
  • Groupware-Projekt "G(oogle)Apps"
  • Nutzung von MS Vista
  • Rahmenvertrag zur Hardware-Beschaffung

Entwicklung der Voice-Over-IP-Dienste

Anfang 2007 wurden die letzten abschließenden Arbeiten im VoIP-Projekt getätigt und ein umfassender Servicevertrag unterzeichnet. Das vergangene Jahr war das erste, in welchem das neue VoIP-System produktiv lief, aus Sicht des URZ nahezu störungsfrei.

Neben der Verbesserung des Managements und folglich des Servicelevels wurden neue Dienste etabliert, z.B.:

  • weitere Ausbau der UMS-Fax-Lösung
  • Implementierung einer Konferenzlösung "Meetingplace"
  • Einführung von WLAN-Telefonen

Alle Entwicklungen und Neuerungen haben wir auf der Webseite (https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/) und in sieben Mail-Newslettern (https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/newsletter.html) publiziert.

Der innovative Managementansatz der TU Chemnitz wurde in zahlreichen Vorträgen in Deutschland publiziert. Der Ehrgeiz unseres VoIP-Teams ist Ende des Jahres mit der Nominierung zum "Cisco Innovation Award" belohnt worden: http://www.cisconetworkersawards.com/2008-Best-Unified-Communications-Project.html.

Fakten und Zahlen

  • Telefone online: 2419
  • analoge Anschlüsse: 439
  • konfigurierte Nutzerprofile: 2551
  • konfiguriere Teamprofile: 443
  • bearbeitete Aufträge und Störungsmeldungen: 1517

SAN-Infrastruktur

Im Frühjahr 2007 wurde unter dem Projekttitel TUCSAN die erste Ausbaustufe eines Storage Area Networks (SAN) abgeschlossen. Damit haben wir ein im Herbst 2005 (Antragstellung) initiiertes HBFG-Vorhaben realisiert. Die Arbeiten zur Installation und Inbetriebnahme der Hardware dauerten bis zum Februar 2007 an und fanden weitestgehend unterbrechungsfrei statt. Seitdem ist eine Reihe von Diensten auf die neue Technik umgestellt. Im Mai 2007 wurde die erste Ausbaustufe des Projektes TUCSAN im Rahmen eines Kolloquiums feierlich abgeschlossen.

Das TUCSAN wird für folgende Dienste genutzt:

  • Speicherdienste
    • Filesystem (AFS) - inklusive Datensicherung
    • Virtuelle Festplatten per iSCSI
  • FTP-Server
  • Mailboxen
  • Serverhousing
    • dedizierte AFS-Server einzelner Institute und der Zentralen Universitätsverwaltung
    • Datenbank-Server der Universitätsbibliothek (Lokalsystem)
  • Servervirtualisierung

Für den weiteren Ausbau des TUCSAN wurde 2007 ein Großgeräteantrag nach Artikel 143c GG gestellt und zum Jahresende 2007 konnte die Beschaffung der zweiten Ausbaustufe des TUCSAN erfolgen. Mit dieser Installation und Inbetriebnahme zum Jahresanfang 2008 werden sowohl die Kapazität des TUCSAN erweitert als auch wichtige Voraussetzungen geschaffen, um ein weiteres Projekt zur weitestgehenden Virtualisierung von Servern vorbereiten und umsetzen zu können.

Das folgenden Bild zeigt Struktur und Komponenten nach Abschluss der ersten Ausbaustufe.

tucsan-vorher.jpg

Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen

Unser Campusnetz war auch im Jahr 2007 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider alltäglich geworden. Sie laufen häufig automatisch ab und sind nach wie vor Folge des leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher seit langem zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden.

Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehören der Betrieb

  • von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
  • eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
  • eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte

Weitere Informationen dazu sind im Abschnitt "Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur" zu finden, Details unter Aktuelle Schutzmaßnahmen im Campusnetz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html.

Weiterhin gehören zur Vorsorge auch

Insgesamt können wir einschätzen, dass diese Maßnahmen einen hohen Grad an Sicherheit im Campusnetz gewährleisten.

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Speicherdienste, Mail- und News-Dienste) über Verletzungen des Urheberrechts, betrügerische Absichten bei der Teilnahme an Online-Handelsplattformen und das Führen von Angriffen gegen IT-Systeme im Campusnetz und IT-Einrichtungen Dritter. Wir beobachten dabei eine steigende Tendenz bei Vorfällen, die mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei verbunden sind. Wir unterstützen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen solche Ermittlungen, was oftmals erheblichen Aufwand verursacht.

Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste

Netzausbau

Auch im vergangenen Jahr erfolgte planmäßig und situationsbedingt der weitere physische Ausbau des Campusdatennetzes auf 3 Ebenen:

  • Erschließung und Integration neuer Gebäude (Thüringer Weg TW07, TW09)
  • Erweiterung und Optimierung der Netzstruktur
  • Verbesserung der Versorgungsbedingungen innerhalb von Gebäuden (siehe Kapitel WLAN und Accessbereiche)

Gebäudeerschließung

Mit der Neugestaltung des Campusteils Reichenhain wurden 2007 die Gebäude Thüringer Weg 7 und 9 (TW07, TW09) bezugsfertig übergeben und erstmalig datennetzmäßig versorgt. Damit erweiterte sich der Versorgungsbereich der IP-basierten Kommunikationsdienste um mehr als 500 Doppeldosen, was einer Erhöhung der Gesamtzahl um ca. 15% entspricht. Planungsseitig wurde bei diesen Gebäuden erstmalig auf ein "klassisches" Telefonnetz verzichtet. Alle kabelgebundenen Telefonie-Endgeräte (IP-Telefon, ab-Telefon, G3-Fax u.ä.) werden über das (Cat6)Datennetz versorgt.

Weiterhin wurden für die Planung und Baubetreuung des Physikneubaus mit ca. 700 Datendosen erhebliche Anstrengungen unternommen. In diesem Gebäude, das 2008 bezugsfertig ist, wird erstmalig am Campus eine flächendeckende WLAN-Versorgung ermöglicht.

LWL-Struktur

Im Rahmen einer kleinen Baumaßnahme, bei der die Rekonstruktion von Kabeltrassen im Mittelpunkt stand, wurde die LWL-Kopplung der Campusteile Ost und West in Reichenhain optimiert. Nach der Verlegung eines Monomode-Kabels mit 24 Fasern ist es möglich, auf den entsprechend kurzen Linklängen besonders kostengünstige Hardwarekomponenten zur Standortanbindung zu nutzen. Damit ergeben sich unabhängig von den Rahmenbedingungen des IHL-Vertrages optimale Ausbaubedingungen für GE- und 10GE-Verbindungen.

Backbone

Anfang des vergangenen Jahres stand die Forderung nach einer Umstrukturierung des Datennetzes der Zentralen Universitätsverwaltung. Im daraus resultierenden Projekt wurde mit Hilfe der Technologie MPLS (Multiprotocol Label Switching) die Grundlage für eine skalierbare Netzwerk-Virtualisierung gelegt. Auf MPLS aufsetzende VPNs (Virtual Private Networks) ermöglichen campusweit logisch getrennte Netzwerke auf nur einem physikalischen Netzwerk.

Vorbereitend wurde die Anzahl der Routingbereiche von 8 auf 7 reduziert. Die im Backbone-Core eingesetzte Switchtechnik (Catalyst 6500) konnte durch den Kauf einer erweiterten Software-Lizenz MPLS/VPN-fähig gemacht werden. Im Herbst 2007 wurde MPLS im Campus-Backbone zwischen den 3 Hauptstandorten aktiviert und ein erstes VPN für die Zentrale Universitätsverwaltung geschaltet. Die Kopplung zwischen diesem VPN und dem globalen Campusnetz wurde über ein zentrales redundantes Firewallsystem realisiert. Die Integration der restlichen Standorte in das MPLS-Netzwerk erfordert einen Gerätetausch, da die derzeit installierte Switchtechnik kein MPLS unterstützt. Das wird im Laufe des Jahres 2008 erfolgen.

Weiterhin wurde im Februar am XWiN-Anschluss der TU Chemnitz ein Firewall Service Modul integriert. Die Bandbreite des XWiN-Anschlusses der TU Chemnitz erhöhte sich im Oktober von 2 Gbps auf 5 Gbps.

vrf.jpg

Verbesserungen im Accessbereich

Im kabelgebundenen Versorgungsbereich wurden folgende Erweiterungen durchgeführt.

Im Zuge der erstmaligen Datennetzerschließung in industrieähnlichen Umgebungen (z.B. Hallen E - H in Reichenhain) kam es zur Verlegung von LWL-Anschlüssen. Diese garantieren zwar die störungsfreie Nutzung angeschalteter Geräte, bereiten aber zunehmend Schwierigkeiten bei der Integration mehrerer Endgeräte oder der Bereitstellung unterschiedlicher Bandbreiten. Um diesen Problemen künftig aus dem Weg zu gehen und alle Nutzerwünsche kurzfristig und flexibel umsetzen zu können, wurde ein Migrationskonzept zur Verdrängung solcher Anschlüssse getestet und umgesetzt. Dabei geht es darum, dass die vorhandenen LWL-Anbindungen weiterhin genutzt werden, aber die passiven Dosen gegen geeignete Switches (Produzent WIZLAN) ausgetauscht werden, die folgende Vorzüge aufweisen:

  • Medienkonvertierung von LWL- auf TP-Kabel (RJ-45)
  • Anschlussvervielfachung auf 4 nutzbare Ports
  • Kleinspannungsversorgung (PoE) geeigneter Endgeräte (Telefone, Kameras u.s.w.) nach IEEE-Standard
  • Kaskadierbarkeit
  • gute Interoperabilität mit vorhandener Cisco-Hardware im Etagenbereich

Solche Komponenten wurden im vergangenen Jahr an 12 Einzelstandorten, insbesondere in den Hallen E, F und H in Reichenhain sowie im D-Bau Erfenschlag eingesetzt. Auf Nutzerwunsch kann dieses Umrüstungskonzept auch für weitere Dosenstandorte fortgeführt werden.

Insbesondere bei Nutzungsänderungen von Einzelräumen bedingt durch personelle Fluktuation, notwendige Umzüge und Änderung der Raumnutzungsart kommt es immer wieder zu Umbauten am bestehenden Datennetz mit der Tendenz zur Erhöhung der Portanzahl und Optimierung vorhandener Anschlüsse. Soche Umbauten sind im vergangenen Jahr 20 Mal koordiniert vom Dezernat Technik mit eine Zeitvertragsfirma ausgeführt worden.

Schließlich haben wir 2007 - nach sorgsamer administrativer Vorbereitung - erstmalig IP-basierte Videoüberwachungssysteme als neue Endgeräteklasse ins Campusdatennetz integriert. An den ausgerüsteten Standorten wird somit Vorsorge zur Vermeidung von Diebstahl und Vandalismus getrieben.

WLAN

Strukturwechsel der WLAN-Versorgung

In den Anfängen des WLAN-Ausbaus 2001 am Campus stand die Versorgung mobiler Laptops in öffentlichen Bereichen im Vordergrund. Im Zusammenhang mit dem Voip-Projekt und den erforderlichen Umstrukturierungen des Campusnetzes wurde das Funknetz erneuert und die Vorausetzungen für zukünftige flächendeckende Versorgung geschaffen. Die alten autonomen Access Points wurden durch neue LWAPP-Access Points ersetzt, die über Tunnel mit zentralen Controllern verbunden sind. Mit einem übergeordneten Managmentsystem WCS ist es möglich geworden, eine größere Anzahl Access Points mit gleichem Verwaltungsaufwand zu managen und Funknetze flexibel zu gestalten. Ende 2007 waren 105 über Controller gemanagte Access Points aktiv. Alle Hörsäle und die meisten Seminarräume, einige Laborräume und die Hallen E, F und G sind erschlossen.

Funknetze

  • camo - (alt) offenes Netz, Zugang zum Campus-Netz und zum Internet über mit IPsec verschlüsselter VPN-Verbindung
  • eduroam - (neu) gesichertes Funknetz mit WPA/WPA2, Zugang über 802.1x. Auf dem Klienten muss ein 802.1x-Supplikant installiert sein, der EAP TTLS unterstützt. Mit Authentifizierung Loginkennzeichen@tu-chemnitz.de (bzw. @Heimat-Einrichtung) bekommt der Nutzer einen vollwertigen Netzanschluss zum Campus-Netz und zum Internet. Auch Nutzer anderer Einrichtungen, die am Eduroam-Projekt teilnehmen, sind hier gleichberechtigt. Zur Authentifizierung wird ein verschlüsselter Tunnel bis zum Radius-Server der Heimateinrichtung aufgebaut, dort wird die Berechtigung entschieden. Neben EAP mit TTLS sind hier an der TU Chemnitz auch Zugänge über PEAP und LEAP möglich.
  • special - (neu) gesichertes Funknetz mit WPA/WPA2 PSK, keine Zugangsverwaltung. Jeder, der den gemeinsamen Schlüssel kennt, bekommt uneingeschränkten Zugang. Dieses Funknetz wird nach Termin- und Schlüssel-Absprache zu Tagungen, Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen eingeschaltet.

Mit dem Zugang über eduroam ist jetzt auch WLAN-Telefonie möglich. Zwischen den relativ kleinen Empfangsbereichen der Access Points ist dank der controllerbasierenden Lösung ein Wechsel ohne Verbindungsabbruch möglich. Verlässt man den Bereich der Flächenabdeckung, bucht sich das Telefon beim Wiedereintritt automatisch ein. Das WLAN-Telefon c7921 ist optimal auf die bestehenden Voip- und WLAN-Strunkturen abgestimmt. Geeignet, jedoch mit eingeschränkten Diensten sind Handys die den eduroam-Zugang nutzen können.

Ausblick

Leider sind immer noch Klienten-Familien mangels verfügbarer bzw. bezahlbarer Software von der WLAN-Nutzung ausgeschlossen. Zur Zeit laufen Tests mit Web-Authentifizierung. Man gelangt automatisch auf eine mit https verschlüsselte Web-Seite mit einem Anmeldefenster, anschließend ist man unverschlüsselt oder mit WPA-PSK hinreichend gesichert verbunden. Nach Abschluss der Tests werden die entsprechenden neuen Funknetze zu empfangen sein.

Spätestens bei der Nutzung von WLAN-Telefonie werden Lücken in der Flächenabdeckung lästig. Ungefähr die dreifache Menge an Access Points ist nötig, um nahezu alle Lücken zu schließen. Die Bibliothek hat zum Jahresende 9 weitere Access Points mitfinanziert. Nach Abschluss der Installationsarbeiten sind die Freihandbibliotheken flächendeckend erschlossen. Auch in Erfenschlag C-Bau wurde in die flächendeckende Erschließung investiert. Für den neuen Physikbau sind für 2008 45 Access Points geplant. Neben den Etagen werden auch Außenbereiche erschlossen.

Netzdienste

Electronic Mail

Im März 2007 wurde der zentrale Mailbox-Server mailbox.hrz.tu-chemnitz.de der TU Chemnitz auf eine neue Basis gestellt. Das bisherige System mit einem Server wurde durch ein skalierbares "Mailbox-Cluster" (Cyrus Murder) ersetzt. Zwei Backend-Maschinen speichern die E-Mails im SAN-Speichersystem, den Zugang vermitteln zwei redundante Frontend-Systeme. Für unsere Benutzer hat sich im Zugang nichts geändert, die Umstellung erfolgte nach kurzer Umstellungszeit transparent. Ende 2007 speicherte der zentrale Mailbox-Server für ca. 19.000 Benutzer 8,8 Mio. E-Mails in über 65.000 Ordnern. Zum Einsatz kommt die frei verfügbare Software Cyrus-imapd mit einigen Eigenentwicklungen.

Für das Webmail-System wurde ein neuer, leistungsstärkerer Server in Betrieb genommen. Eine verbesserte Version der Software Horde/IMP trug ebenfalls dazu bei, dass der Dienst trotz weiter steigender Zugriffszahlen zuverlässig zur Verfügung steht.

Der Versand von unverlangter Massenmail (Spam) an unsere Mail-Relays von Rechnern aus dem Internet hat weiterhin zugenommen und erreichte zum Jahresende dramatische Ausmaße. Bis zu 1,4 Mio. E-Mails wurden pro Tag abgelehnt, während ca. 50.000 angenommen wurden. Basis unserer Spam-Abwehr sind die individuell einstellbaren Schutzfilter, die sich nach wie vor bewähren und den Dienst E-Mail überhaupt noch aufrecht erhalten lassen. Zum besseren Schutz wurde 2007 der Algorithmus für das Greylisting verbessert. Die Regeln für SpamAssassin werden laufend angepasst.

Externer E-Mail-Verkehr 2000-2007

Weitere Informationen: E-Mail an der TU Chemnitz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Der stabile Betrieb der zentralen WWW-Server konnte auch 2007 gewährleistet werden. Wir betreiben für die TU Chemnitz folgende WWW-Server:
  • www.tu-chemnitz.de - zentrale WWW-Seiten der Fakultäten und Einrichtungen
  • www-user.tu-chemnitz.de - persönliche WWW-Seiten von Benutzern
  • ftp.tu-chemnitz.de - Zugang zum FTP-Archiv
  • www.bibliothek.tu-chemnitz.de und archiv.tu-chemnitz.de - WWW-Server der Universitätsbibliothek und Multimedia ONline ARchiv CHemnitz
  • 33 virtuelle Server für Institute, Professuren oder Projekte
  • 5 virtuelle Wiki-Server
  • Intranet-Dienste des URZ: Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung, Monitoring, MoUSe
  • 4 WWW-Server für das BEOLINGUS-Projekt (Wörterbuch)
  • 2 redundante WWW-Server für das Web-Trust-Center

Alle Server laufen mit dem Betriebssystem Linux, die Funktionalität wird durch OpenSource Software erbracht: Apache, Shibboleth, TWiki, PHP mit Erweiterungen (LDAP, MySQL, GD), Perl, MySQL. Die meisten WWW-Dienste werden redundant durch zwei oder mehr Server erbracht. Die Daten liegen im verteilten AFS-Dateisystem, den redundanten Netzanschluss mit Lastverteilung realisiert ein Level-4-Switch.

Das URZ betreibt für TU-Angehörige 31 sogenannte PROWeb-Server. Das sind virtuelle WWW-Server mit erhöhtem Sicherheitsstandard, die insbesondere für gesicherte Intranet-Dienste und Online-Lernplattformen genutzt werden. Über eine Bedienoberfläche können Administratoren diese PROWeb-Server steuern, wie z.B. Daten abgleichen, Berechtigungen verwalten oder Statistiken erstellen.

Für das Web-Trust-Center fanden folgende Arbeiten statt:

  • Umstellung der Identity-Provider auf Shibboleth 1.3
  • Umstellung aller Service-Provider auf Shibboleth 1.3
  • sicherer Umgang mit den Metadaten
  • Vorbereitung zur Integration in die DFN-AAI

2007 erbrachten wir im Umfeld der WWW-Seitenerstellung und Programmierung zahlreiche Beratungs- und Implementationsleistungen, z.B. die Überarbeitung der Angebots-Datenbank für Studierende.

Als neue Komponente wurde die Google-Mini-Search-Appliance eingeführt. Diese Maschine der Firma Google indiziert Dokumente unserer WWW-Server und stellt eine schnelle und intuitive Suchmöglichkeit für das Intranet zur Verfügung. Neben der Konfiguration und Überwachung der Funktionalität haben wir diesen Dienst in die WWW-Seiten im Corporate Design integriert.

Die Benutzung von Proxy-Servern für WWW und FTP ist für PCs an der TU Chemnitz nicht mehr notwendig. Für alte Installationen betreibt das URZ bis Mitte 2008 noch zwei zentrale Proxy-Server.

Auf den vom URZ administrierten Linux- und Windows-Rechnern wurde Firefox als Standard-WWW-Browser eingeführt. Dazu erfolgte die Konfigurationsanpassung, Hilfestellung beim Umstieg sowie eine Dokumentation.

WWW-Zugriffe auf zentrale WWW-Server: 1993 - 2007

Weitere Informationen: WWW an der TU Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/

Zertifizierungsstelle TUC/URZ CA

Seit 2003 betreibt das URZ der TU Chemnitz eine Zertifizierungsstelle, die Schlüssel von Servern (WWW, E-Mail etc.) der TU Chemnitz zertifiziert. Damit stellt das URZ eine wichtige organisatorische Komponente zur sicheren Kommunikation zur Verfügung.

Seit Februar 2007 wird unsere Zertifizierungsstelle vom DFN betrieben (TUC/URZ CA G3). Diese Auslagerung bietet u.a. folgende Vorteile:

  • Zertifikate im Sicherheitsniveau "Global" - sichere Betriebsumgebung der Zertifizierungsstelle.
  • Server-Zertifikate gelten 5 Jahre und werden von vielen Browsern ohne Warnung akzeptiert (Microsoft Internet Explorer, Opera - Mozilla-Browser demnächst).
  • In Zukunft sind persönliche Zertifikate für Angehörige der TU Chemnitz möglich.

Das URZ betreibt jetzt eine Registrierungsstelle (Registration Authority, RA), die die online erstellten Zertifikatanträge von Angehörigen der TU Chemnitz prüft und die Zertifizierung veranlasst. So wurden 2007 92 Server-Zertifikate und 6 Nutzer-Zertifikate ausgestellt.

Weitere Informationen: Zertifizierungsstelle des URZ der TU Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz ftp.tu-chemnitz.de werden die meisten Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 6 TByte). Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde Ende des Jahres ein neuer Server in Betrieb genommen (Dell PowerEdge 6950, 64 GByte RAM, Fiberchannel).

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

  • LDAP ist eine Basis-Technologie im Identitäts-Management, die von anderen Diensten im Netz benutzt wird, u.a. in vielen Komponenten im VoIP-System, im WWW-Umfeld und von Benutzern zur Adress-Suche im E-Mail-Programm. Das URZ betreibt drei redundante LDAP-Server (Multimaster) mit dem Fedora Directory Server (FDS). Der Datenabgleich erfolgt automatisiert mit der Benutzer-Datenbank MoUSe.

  • DNS: Das URZ gewährleistet den sicheren Betrieb von Namenservern für die Domain tu-chemnitz.de und weiteren Domains. Für eine stabilen Zugang zu DNS-Servern im Intranet wurde eine redundante Lösung über L4-Switch geschaffen - als Nameserver ist intern 134.109.133.1 zu verwenden.

  • DHCP: Das URZ betreibt Server zur dynamamischen Host-Konfiguration. Für Geräte an den Datendosen werden die IP-Adressen dieser Server an Hand der Ethernet-Adresse fest zugeordnet. Zur Verwaltung von DNS- und DHCP-Daten steht Administratoren von Rechnern ein eigenentwickelter webbasierter Zugang zur Verfügung.

  • NTP: Das URZ betreibt Server zur Zeitsynchronisation. Über ntphost1.hrz.tu-chemnitz.de und ntphost2.hrz.tu-chemnitz.de kann per Network Time Protokoll die Uhrzeit abgeglichen werden.

  • NetNews: Über den Server news.tu-chemnitz.de stellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit.

  • Login: Die Login-Server login.tu-chemnitz.de stellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail.

  • CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 5400 Benutzern in Anspruch genommen.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools

Der Betrieb zentraler Computerpools gehört zu den Basisdiensten des Universitätsrechenzentrums. Die Nutzung der entsprechenden Ressourcen dient den Zwecken der Ausbildung, Forschung und Lehre. Das Angebot des URZ, die Pools fakultätsübergreifend für die Durchführung von Lehrveranstaltungen zu nutzen, wurde auch im letzten Jahr wieder rege genutzt.

Momentan stehen auf den Pool-PCs folgende Betriebssysteme zur Auswahl:

  • Scientific Linux 5.0 auf allen Pool-PCs sowie
  • Windows Vista (WVI) auf den Pools Reichenhainer Str., Raum B301 und Str. der Nationen, Raum B207 oder
  • Windows XP (WXP) auf allen übrigen Pool-PCs

Jeder Pool-PC kann als Dual-Boot-PC mit Scientific Linux und - je nach Pool - einem der Betriebssysteme Windows XP oder Windows Vista genutzt werden. Stichwort Windows Vista: Die neueste Windows-Version von Microsoft für Desktop-Rechner steht zurzeit in zwei Pools zur Pilotnutzung bereit. Das impliziert noch einige Besonderheiten. Aktuelle Informationen zum Vista-Pilotbetrieb im URZ finden Sie in Windows Vista - Betrieb.

Ein weiterer wesentlicher Teil der Aktivitäten in 2007 war das Upgrade der installierten Linux-Systeme auf Scientific Linux 5. Dies bezog sich sowohl auf Pool- als auch auf Arbeitsplatz-PCs sowie Server.

Es gab einige Änderungen bei der Hardwareausstattung der Pool-PCs. Für die Pools Straße der Nationen, B203 und B207 wurden neue PCs beschafft. In den Pools Reichenhainer Str. 70, B401 und B404 wurde eine Kapazitätserweiterung auf je 20 PCs vorgenommen, so dass jetzt in allen URZ-Pools im Turmbau 20 Plätze vorhanden sind. Das ermöglicht unter anderem eine flexiblere Planbarkeit von Lehrveranstaltungen. Für den Pool B404 wurden 20 PCs neu beschafft. Der Pool B401 behielt seine Hardware zuzüglich fünf ehemaliger PCs des Pools B401. Anfang 2008 wird ein weiterer PC-Pool mit 20 PCs im Thüringer Weg 9, Raum K010 in die Betreuung durch das URZ aufgenommen.

Im Folgenden sind einige wesentliche Informationen zu den PC-Pools des URZ zusammengefasst:

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit letzte Erneuerung
ReiStra 70, B301 20 Linux/WVI uniweit 1993 2005
ReiStra 70, B302 20 Linux/WXP uniweit 1993 2005
ReiStra 70, B401 20 Linux/WXP uniweit 1997 2005
ReiStra 70, B404 20 Linux/WXP uniweit 1997 2007
ReiStra 41, 238 20 Linux/WXP vorrangig Philosophie 1999 2005
ReiStra 41, 338 17 Linux/WXP vorrangig Philosophie 2005 2005
ReiStra 39, 138 20 Linux/WXP vorrangig Wirtschaftswissenschaften 2001 2005
Raabe-Straße, 046 20 Linux/WXP vorrangig Philosophie 1999 2005
StraNa, 066 12 Linux/WXP uniweit 1997 2005
StraNa, B207 13 Linux/WVI uniweit 1999 2007
StraNa, 203 20 Linux/WXP vorrangig Informatik/MB 2001 2007

Tabelle: Pool-Standorte und Eckdaten (ReiStra: Campus Reichenhainer Straße, StraNa: Uniteil Straße der Nationen)

Folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nutzerzahlen der URZ-Ausbildungspools seit 1994:

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59
2004 8809 8144 355 251 59
2005 8759 8175 374 176 34
2006 9145 8436 504 169 36
2007 9812 9057 590 132 33

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen der URZ-Ausbildungspools

Man erkennt, dass sich der seit Jahren bestehende Aufwärtstrend auch im letzten Jahr fortsetzte. Allerdings war bei Nutzern anderer Hochschulen (TUC-fremde) ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Wie lange ein Nutzer an einem PC arbeitet (angemeldet ist), spiegelt sich in der für jede Anmeldung erfassten Nutzungszeit wieder. Hierzu gibt folgende Tabelle Auskunft:

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 60730 38606 19785 1889 450
1995 93074 69340 21029 2474 231
1996 119369 89340 24478 5473 78
1997 150912 112894 29949 8049 20
1998 208220 164871 32020 11323 6
1999 187460 158959 17882 10547 72
2000 198534 157806 29185 10017 1524
2001 277884 241137 23490 12687 570
2002 275280 245758 20399 8036 1087
2003 254965 227815 18709 7299 1142
2004 263488 239954 16344 5554 1636
2005 250585 234736 8900 6065 884
2006 303334 280443 15172 6581 1138
2007 225658 205828 12395 5427 2008

Tabelle: Entwicklung der Nutzungszeiten [h] der Ausbildungspools

Die Nutzungszeiten gingen im letzten Jahr (bei gleichzeitiger Erhöhung der Nutzerzahlen) etwas zurück. Es melden sich also mehr Nutzer an als in den Vorjahren, die Anmeldezeiten sind aber im Durchschnitt kürzer. Die Ursachen hierfür können nur vermutet werden. Zum Beispiel besitzen offenbar gerade Studenten zunehmend eigene Laptops oder PCs und nutzen zunehmend Zugangsmöglichkeiten wie VPN, so dass man sich im Einzelfall den Gang in einen PC-Pool des URZ spart. Unter Linux wurden weniger langlaufende Jobs beobachtet. Auf der anderen Seite zeigt gerade die große Anzahl von Anmeldungen für die Durchführung von Lehrveranstaltungen, dass der Bedarf an Pool-PCs nach wie vor vorhanden ist.

Betrachtet man die Pool-Nutzung genauer hinsichtlich der Herkunft (Fakultät/Einrichtung der TUC) unserer Nutzer, ergibt sich folgendes Bild:

Fakultät/Einrichtung Pools ReiStra/WRS* Pools StraNa
Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 238 26 288 53
Mathematik 245 14 121 13
Maschinenbau 1450 120 905 68
Elektro- und Informationstechnik 304 51 73 16
Informatik 305 12 302 20
Wirtschaftswissenschaften 2131 29 517 4
Philosophie 3979 119 1115 33
Zentrale Einrichtungen 2 64 1 77
TU-fremde Einrichtungen 104 28 49 13
Gesamt 8758 463 3371 297

Tabelle: Anzahl der Nutzer der zentralen Ausbildungspools, nach Fakultäten gegliedert
[*] WRS: Wilhelm-Raabe-Straße

Hebt man die Trennung beider "Pool-Standorte" auf, ergeben sich die Nutzerzahlen der Tabelle "Entwicklung der Nutzerzahlen der URZ-Ausbildungspools".

Die folgende Übersicht zeigt die Verteilung der Nutzungszeit, bezogen auf die einzelnen Fakultäten/Einrichtungen der TUC:

Fakultät/Einrichtung Pools ReiStra/WRS Pools StraNa
Stud. MA Stud. MA
Naturwissenschaften 4796 81 6403 517
Mathematik 4313 137 1175 19
Maschinenbau 29926 909 9522 457
Elektro- und Informationstechnik 5401 1405 395 121
Informatik 5523 439 6874 309
Wirtschaftswissenschaften 39562 208 4657 13
Philosophie 75676 1226 11657 74
Zentrale Einrichtungen 21 3796 0 2569
TU-fremde Einrichtungen 3449 1539 1860 469
Gesamt 168667 9740 42543 4548

Tabelle: Verteilung der Nutzungszeiten [h] der zentralen Ausbildungspools

Öffentliche Server

Systemplattform Linux

Die öffentlichen Linux-Server des URZ (Hardware x86 32Bit und x86 64Bit) laufen unter den jeweils aktuellen Releases des RedHat-Clones "Scientific Linux". Folgende Statistiken zeigen die Nutzerzahlen und Nutzungszeiten der sieben öffentlichen Linux-Server des Rechenzentrums. Es ist weiterhin ein leichter Rückgang der Nutzerzahlen zu verzeichnen. Da wir das reine Session-Accounting auswerten, ist hier eine Ausweisung der Sitzungzeiten wenig aussagekräftig. Unsere Linux-Server werden oft zur Abarbeitung von langlaufenden Jobs mit großem Ressourcenbedarf genutzt. Diese Jobs werden meist abgearbeitet, ohne dass die Nutzer während der Laufzeit angemeldet sind.

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53
2006 2169 550 2111 491 58 59
2007 1737 513 1714 438 23 75

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server bis zum Jahr 2007

Windows-Applikations-Server

Es gab 2007 weitere Interessenten für die Nutzung des Windows-Applikationsserver-Dienstes. Derzeit sind ca. 50 Rechner für den Dienst angemeldet.

Im letzten Jahr gab es auch einige Neuerungen im Softwareangebot. So wurden im Bereich der kommerziellen Software, welche eine konkurrierende Nutzung erlaubt, das Statisktiprogramm Amos 7 und das Authoring- und Publishing-Programm Framemaker 7.2 neu aufgenommen. Durch eine neu abgeschlossene Campuslizenz für OriginPro stehen für WAPPS nun mehrere Lizenzen der aktuellen Version V8 SR1 zur Nutzung bereit. Die frei verfügbaren Softwarepakete wurden analog zu den Versionen auf den Poolrechnern aktualisiert.

Für die Verwaltung der Softwarelizenzen wurde eine verbesserte Version des für diesen Dienst selbst entwickelten Lizenzmanagers eingesetzt. Damit ist eine korrekte aber auch für den Nutzer unmerkliche Lizenzzuordnung möglich geworden. Neben der Lizenzüberwachung ist jetzt auch eine statistische Auswertung der Lizenznutzung möglich.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/wapps/

Druckdienst

Im September 2007 erfolgte die zentrale Umstellung des Druckdienstes des URZ auf die Software CUPS. Dabei wurden alle Server auf neue Technik umgestellt, alle Treiber auf den Linux- und Windows-Klienten erneuert und neue Benutzerschnittstellen (Web) für das Drucken bereitgestellt. Damit wurde die Grundlage für weitere Entwicklungen des Druckdienstes geschaffen und die Technologie der Druckerverwaltung auf Basis einer Drucker-Datenbank erweitert. Die Verwaltungs- und Accounting-Verfahren mussten entsprechend umgestellt und aktualisiert werden.

Des Weiteren gab es wesentliche Änderungen in der Nutzung der öffentlichen Drucker des URZ. In den Pools der Reichenhainer Str. 70 wurden Ende Mai die bisherigen Drucker durch zentrale Drucker abgelöst, die von einer Fremdfirma gewartet und deren Druckkosten dort abgerechnet werden. Dadurch ergaben sich geänderte Preise für Ausdrucke auf dieser Technik, 0.04 EUR pro Seite A4, die zentral festgelegt wurden. Das URZ ist verantwortlich für das Job-Management und die Abrechnung der Jobs gegenüber der Fremdfirma. Mit dem Einsatz dieser Technik wurde auch eine Reihe anderer Pool-Drucker ausgetauscht.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Standort Medium gedruckte Seiten
2003 2004 2005 2006 2007
ReiStra70 A4 Farbe 58289 43928 62766 86685 54478
ReiStra70 A3 Farbe 2318 1133 3357 3394 2828
ReiStra70 A4 120g Farbe 325 1246 1782 2303 2300
ReiStra70 A4 s/w 630849 969074 1099723 995807 958620
ReiStra70 A3 s/w 1987 2924 5052 8752 2913
ReiStra70 A4 Farbfolie 406 157 169 199 83
ReiStra70 A4 s/w-Folie 586 512 482 364 185
ReiStra39 A4 s/w 157031 148516 143600 230267 234209
Raabe-Str A4 s/w 128701 145629 154773 180589 160128
StraNa A4 Farbe 47197 42145 23215 40162 27114
StraNa A3 Farbe 2069 2118 1523 2156 1229
StraNa A4 120g Farbe 3158 627 396 654 1666
StraNa A4 s/w 182377 232241 238634 197735 161801
StraNa A3 s/w 639 1022 1264 514 166
StraNa A4 Farbfolie 248 183 71 23 38
StraNa A4 s/w-Folie 658 178 56 51 18
Summen: 1216838 1591633 1736863 1749655 1607776

Tabelle: Inanspruchnahme des Druckdienstes - URZ-Drucker (ReiStra: Reichenhainer Str., StraNa: Str. der Nationen)

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

Die Universitätsbibliothek (UB) betreibt mehrere öffentlich nutzbare Drucker, die vom URZ administriert und verwaltet werden. 2007 wurde der vorhandene Bestand um einen Farbdrucker in der Teilbibliothek Reichenhainer Str. 41 erweitert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Druckbedarfs nach Standorten und Papierarten:

Name(Standort) Fähigkeit Seiten
2003 2004 2005 2006 2007
2s1_200-color/spitzweg A4 Farbe 1484 3151 3204 4329 4843
2s18_505-color/repin A4 Farbe - - - - 17
2s1_200:1/holbein A4 s/w - 7629 113279 103709 103250
2s1_424/dix A4 s/w 55613 106036 27084 23829 27966
1zb_144:1/morisot A4 s/w 14631 22127 20884 26463 28261
1zb_335:1/gauguin A4 s/w 5177 36429 6577 6834 4638
1zb_335:2/poussin A4 s/w 12107 19222 17528 19180 19205
2s4_103:1/warhol A4 s/w 50735 80412 103088 109650 92061
2s18_404/tatlin A4 s/w 39794 69962 79572 81504 77583
Summen: 179541 344968 371216 375498 357824

Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (alle duplexfähig) und Anzahl gedruckter Seiten, in Klammern die Standorte (S1 = Pegasus-Center, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.70, S18 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.41 )

Weitere Informationen zum Drucken in der UB findet man unter http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/

Administrationsdienste

Das URZ konzentriert sich seit vielen Jahren auf die wichtigen und weitverbreiteten Betriebssystemplattformen Windows und Linux. Deren aktuelle Distributionen werden produktiv sowohl im Serverbereich als auch an Arbeitsplätzen eingesetzt. Die dafür notwendigen Administrationstechnologien sind wegen der Vielzahl zu betreuender Rechner weitestgehend automatisiert, plattformübergreifend - gelten sowohl für Windows als auch Linux - und werden ständig weiterentwickelt bzw. neuen Anforderungen angepasst. Diese Technologien sowie das angesammelte Knowhow werden in Form von ADMIN-Diensten den Angehörigen der TU Chemnitz angeboten. Im Rahmen dieser ADMIN-Dienste werden folgende Arbeiten realisiert:
  • Installation der Betriebssysteme
  • Integration ins Campusnetz
  • Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware, inklusive deren Aktualisierung
  • Service Monitoring
  • Maßnahmen zur System- und Netzwerksicherheit
  • Konfiguration von Systemdiensten
  • Beschaffung von Standard-PCs sowie deren
  • Reparatur und Umbau
  • speziell für Server: Aufstellung im Datacenter

Die Schwerpunkte bei den ADMIN-Diensten lagen 2007 für Linux bei der Migration nach SL5.0 (Scientific Linux) und für Windows bei der Propagierung und Inbetriebnahme des neuen WXPSelfADM genannten ADMIN-Dienstes.

Administrationsdienste Linux

Die Enwicklung innerhalb von Linux verläuft weiterhin dynamisch. Alle Desktop- und Arbeitsplatz-Rechner wurden von "Scientific Linux 4" auf "Scientific Linux 5" migriert, die Unterstützung des Betriebssystems "Scientific Linux 3" eingestellt.

Die Betreuung der Rechnersysteme erfordert vielfältige Aufwendungen, wie einige Eckdaten verdeutlichen:

  • ca. 1020 Systeminstallationen (Neu- und Reinstallationen)
  • ca. 245 System-Upgrades auf ein höheres Release von Scientific Linux
  • auf den Plattformen SL3, SL4 und SL5 wurden 29 verschiedene Kernel-Versionen angepasst und eingespielt, das sind in der Summe ca. 6000 eingespielte Kernel-Updates
  • ca. 7730 Update-Pakete verifiziert und ggf. auf den entsprechenden Systemen verteilt

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
Pool-
rechner
Info-
terms
Cluster-
rechner
Server Summe
Philosophische Fakultät 4 77 - - 1 82
Institut für Physik 32 18 - 37 1 88
Institut für Chemie 1 - - - - 1
Informatik 10 - - - - 10
Maschinenbau 12 - - - 4 16
Elektrotechnik und Informationstechnik 10 - - - 1 11
Wirtschaftswissenschaften 1 39 - - - 40
Zentrale Universitätsverwaltung 2 - 1 - 3 6
Universitätsbibliothek/PIZ 104 128 10 - 13 255
Universitätsrechenzentrum 78 145 3 - 175 401
Bildungsportal Sachsen - - - - 4 4
Studentenwerk - - 6 - - 6
Rechner insgesamt 254 407 20 37 202 920

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM (Stand: Ende 2007)

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Gesamtzahl der Rechner durch die Außerbetriebnahme des Clusters "Clic" im Sommer 2007. Schwankungen gab es auch durch eine Aufstockung der Rechner der Pools B301, B302 um jeweils 5 Sück und einen leichten Anstieg in der Anzahl der Serversysteme infolge der Virtualisierung.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Philosophische Fakultät 46 50 49 45 43 60 79 82
Institut für Physik 54 58 89 99 101 71 87 88
Institut für Chemie 0 0 0 0 1 1 2 1
Informatik 0 2 2 3 3 3 10 10
Maschinenbau 31 45 45 42 29 14 13 16
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7 7 8 8 11
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41 41 40 39 40
SFB 393 533 533 533 533 533 533 533 0
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3 4 6 7 6
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223 206 233 239 255
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311 334 363 365 401
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4 9 9 5 4
Studentenwerk 6 6 6 6 6 6 6 6
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317 1317 1347 1393 920

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM

Administrationsdienste Windows

Die Nutzung der Administrationsdienste für Arbeitsplatz- und Pool-PCs mit dem Betriebssystem Windows hat sich weiterentwickelt, im zweiten Halbjahr stieg die Zahl dieser Arbeitsplatz-PCs an. Der neue Dienst WXPSelfADM wurde sowohl von bisherigen WXPADM-Nutzern als auch neuen Interessenten gut angenommen. Besonderes Augenmerk wurde der Konsolidierung der installierten Systeme gewidmet, um Kapazitäten für neue Dienste freisetzen zu können. Im ersten Quartal wurden alle Windows-Pools reinstalliert, unter Verwendung neu konfigurierter und mit aktuellen Softwarepaketen versehener Images.

Einrichtung 2004 2005 2006 2007
Philosophische Fakultät 106 189 173 200
Institut für Physik - - - 3
Institut für Chemie 6 8 8 14
Informatik - 1 3 3
Maschinenbau 30 34 44 60
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21 35 46
Wirtschaftswissenschaften 22 21 20 20
Zentrale Einrichtungen 115 130 147 185
Rechner insgesamt 300 404 430 531

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Windows-Administrationsdienste-Spektrum

Dienst WXPADM

Dieser Dienst wird seit mehreren Jahren als Komplettadmindienst für Windows XP angeboten und ist weiterhin gefragt. Die Anzahl der administrierten Arbeitsplatz-Rechner hat sich merklich erhöht. Ursache dafür ist der neu entwickelte Dienst WXPSelfADM, der auf dem Komplettadmindienst WXPADM aufsetzt. Zahlreiche bisher in den Dienst WXPADM integrierte PCs wurden durch neue Hardware ersetzt und ebenfalls in diesen Dienst integriert. Dies ist der Statistik nicht zu entnehmen.

Dienst WXPSelfAdmin

Der neu eingeführte Dienst WXPSelfADM erfreut sich regen Zuspruchs. Dieser Dienst basiert auf dem etablierten Dienst WXPADM. Wesentliches Merkmal sind die zwischen URZ und Dienstnutzer geteilte administrative Verantwortung. Das URZ als Dienstleister bietet wie im WXPADM die automatische Konfiguration und Wartung des PCs. Andererseits hat der Dienstnutzer die Möglichkeit, die Konfiguration an speziellen Stellen (zusätzliche Hardware, spezielle Software) anzupassen.

Admindienste für Windows Vista

Wesentliche personelle Kapazitäten des URZ wurden dem neuen Desktop-Betriebssystem von Microsoft gewidmet. Die Aktivitäten konzentrierten sich darauf, Windows Vista in das Dienstespektrum des URZ zu integrieren, als potentielle Ergänzung zu bzw. möglichen Nachfolger von Windows XP. Die Schwerpunkte lagen auf diesen Teilthemen: Installationstechnologie, Softwaretestung und -integration, Lizenztechnologie und Authentifizierung sowie Roaming Profiles.

Sichtbar werden diese Arbeiten in zwei Pools - Straße der Nationen, B207 sowie Reichenhainer Str. 70, B301. In diesen bisher ausnahmslos mit Linux betriebenen Pools wurde zusätzlich Windows Vista installiert (Dienst WVIADM), um einerseits die neuen Technologien unter Produktionsbedingungen testen zu können und andererseits den Nutzern Windows Vista für erste Erfahrungen verfügbar zu machen. Begleitet wurden diese Aktivitäten durch mehrere Vista-spezifische Kurse des URZ.

Einrichtung Arbeitsplatz-
rechner
WXPADM
Arbeits-
rechner
WXPSelfADM
Pool-
rechner
WXPADM
Pool-
rechner
WVIADM
Summe
Philosophische Fakultät 121 2 77 - 200
Institut für Physik 1 2 - - 3
Institut für Chemie 5 9 - - 14
Informatik 3 - - - 3
Maschinenbau 28 32 - - 60
Elektrotechnik und Informationstechnik 1 45 - - 46
Wirtschaftswissenschaften - - 20 - 20
Zentrale Einrichtungen 38 6 108 33 185
Rechner insgesamt 197 96 205 33 531

Tabelle: Anzahl der Rechner in einem Windows-Administrationsdienst (Stand: Ende 2007)

Dienst WUSCH

Die dem Dienst zugrundeliegende Windows-Update-Technologie wird an allen vom URZ administrierten Computern zur Aktualisierung - besonders sicherheits-relevanter Komponenten - eingesetzt, sowohl an allen Pool- und Arbeitsplatz-PCs wie auch Windows-Servern. Darüberhinaus wird WUSCH auch von weiteren PCs an der TU Chemnitz genutzt.

Die Zahl der Klienten-PCs hat sich zwischen 900 und 1000 stabilisiert (2006 waren es etwas mehr als 1000 Klienten).

Die Technologie für den Windows Update Service für die TU Chemnitz wurde weiterentwickelt:

  • Umstellung der Basistechnologie von WSUS Version 2 nach WSUS Version 3 (WSUS steht für "Windows Server Update Services" von Microsoft)
  • Hardware-Migration: WUSCH wurde von der bisher genutzten Server-Hardware auf virtuelle Server migriert.

Server Housing

Der Dienst SERVER HOUSING umfasst die Aufstellung und den Betrieb von Servern durch das URZ. Das Dienstangebot richtet sich an Struktureinheiten der Universität, die Server installieren und betreiben wollen und dabei im URZ vorhandene Infrastruktur sowie Knowhow nutzen möchten.

Im Rahmen des Dienstes werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche

  • üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
  • durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performance-Erwartungen erfüllen sollen.
Der Dienst SH schafft für den Betrieb solcher Server geeignete Betriebsbedingungen.

Der Dienst SH wird in drei Ausbaustufen (Service Level) angeboten:

  • Service Level 1: Server-Standort im Data Center, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_LOCATION
  • Service Level 2: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrationsverantwortung, Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_ADMIN
  • Service Level 3: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrations- und Dienstverantwortung: SLA SH_SERVICE

Einrichtung Projekt Service Level Einheiten
Universitätsbibliothek UBC-Server 3 20
Institut für Physik Fileserving 3 2
MB Fileserving 3 2
ETIT Fileserving 3 1
ZUV Fileserving 3 4
ZUV Schadstoff-DB 1 1
ETIT HPC-Cluster 1 1
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie 1 9
WIWI WEB-SERVER 1 1
Informatik Modellierung und Simulation 1 2
Informatik Technische Informatik 1 1
Informatik Datenverwaltungssysteme 1 2
WIWI Betriebswirtschaftslehre 1 1
WIWI,Phil Streaming 1 1
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) 2 1
BPS GmbH Bildungsportal Sachsen 2 5
Hochschulen Sachsens SaxIS *) 2 2
Rechner insgesamt     56

Tabelle: Übersicht über Server-Housing (Stand: Ende 2007)
*) 2007 beendet

Virtualisierung der Server-Infrastruktur

Das URZ stellt für die Technische Universität Chemnitz eine Vielzahl von Diensten bereit, die durch eine ständig wachsende Anzahl von Servern gestützt werden. In der Vergangenheit war es üblich, für jeden einzelnen serverbasierten Dienst einen (oder auch mehrere) reale Serversysteme nach dem Prinzip "ein Server = eine Funktion" einzusetzen. Mit der wachsenden Anzahl der Systeme im Datacenter werden die Nachteile und Schwachstellen des Einsatzes dedizierter Server sichtbar.

Im Herbst stellte das URZ einen Antrag für Großgeräte für die Forschung und Ausbildung/Lehre. Die beantragten Mittel sollen eingesetzt werden, um eine virtuelle Serverinfrastruktur im Datacenter des Universitätsrechenzentrums aufzubauen. Das URZ verfolgt dabei folgende wesentliche Ziele:

  • Konsolidierung der Serverinfrastruktur
  • bessere Nutzung der verfügbaren HW-Ressourcen
  • Senkung der Betriebskosten (HW, Energie, ...)
  • Erhöhung der Dienste-Verfügbarkeit durch Virtualisierung und Redundanz
  • zeit- und kapazitätsmäßige Zuweisung der Ressourcen an virtuelle Server (Provisioning)
  • einfache Migration von Diensten
  • Skalierbarkeit hinsichtlich Durchsatz und Kapazitätserweiterungen
  • Erhöhung der Flexibilität (z.B: bei der Dienste-Entwicklung und -Testung)
  • Erweiterung des Dienste-Spektrums: VIRTUELLES SERVER HOSTING

Die bisherigen Aktivitäten konzentrierten sich darauf, eine geeignete HW- und SW-Basis für Experimente und Untersuchungen der Virtualisierungslösungen VMWareESX und XEN zu schaffen. Mittlerweile wurden ca. 20 Systeme virtualisiert, die überwiegend für die Entwicklung von Diensten eingesetzt werden. Auch einige Dienste selbst sind bereits teilweise oder vollständig virtualisiert:

  • Lizenzserver
  • SW-Update
  • DACS-Server

Der neu aufzubauende Dienst VIRTUELLES SERVER HOSTING (VSH) befindet sich in einer Pilotphase, siehe Dienstangebot: VIRTUELLES SERVER HOSTING (VSH) - http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2007/0208/data/server/index.html

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Lokalsystem Libero

Im Bereich des Lokalsystems Libero erfolgte mit dem Jahreswechsel 2006/2007 der Umstieg von Libero 5.0 auf 5.1 und Anfang Februar 2007 der Umstieg auf die derzeit genutzte Version 5.1sp1. Neben diversen anderen Verbesserungen bieten diese Systeme das automatische Starten des Mahnlaufs sowie eine Web-basierte Gebührenschnittstelle, die wir beide produktiv nutzen. Durch die Gebührenschnittstelle werden nun die anfallenden Druckkosten für Fremdnutzer sofort online in deren Libero-Konten eingetragen.

Anfang Juni 2007 nahm die UB eine neue, deutlich leistungsstärkere Server-Generation für Libero sowie damit gleichzeitig eine Shadowing-Lösung für die Libero-Datenbank in Betrieb. Hierbei werden automatisch alle Änderungen an der Primär-Datenbank auf einen separaten Server gespiegelt, so dass man bei einem kompletten Ausfall des Primär-Systems ein datenmäßig nahezu oder vollständig aktuelles System zur Verfügung hat, auf das man bei Bedarf ohne oder mit nur minimalem Datenverlust, wenn auch nicht ohne Downtime, umschalten kann.

Der Shadow gestattet das Erstellen von Offline-Backups, die die Verfügbarkeit des Primär-Systems nicht tangieren. Zusätzlich zum Shadow sichern wir unser Primär-System durch ein unabhängiges Online-Backup. Durch diese neuen Backup-Strategien steht das System (abgesehen von einer kurzen Unterbrechung durch ein einmal wöchentlich stattfindendes planmäßiges Booten) ununterbrochen zur Verfügung.

Während der Betriebsruhe Ende des Jahres wurde der komplette Libero-Katalog durch das Einspiel eines Gesamtabzugs aktualisiert, der uns vom BSZ aus der Verbund-Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) zur Verfügung gestellt wurde. Neben der inhaltlichen Aktualisierung erfolgte dabei eine Beseitung einiger festgestellter Datenfehler, ein Neuaufbau aller Indexe sowie eine Komprimierung der Datenbank, die deren Größe spürbar reduziert und die Performanz verschiedener Routine-Aktionen deutlich erhöht.

Gleichzeitig realisierte die UB Chemnitz auf sehr elegante Weise und rein auf der Basis verfügbarer sowie für diesen Zweck selbst implementierter Programme als eine der ersten Libero-Bibliotheken den relativ aufwändigen "Identnummerntausch", bei dem die Datensatz-Nummern des Lokal- und des Verbund-Systems angeglichen wurden. Seit Ende 2005, als der SWB auf ein neues Verbund-System migriert war, mussten beim wöchentlichen Datenimport aus der Verbund-Datenbank die meisten 9-stelligen Datensatz-Nummern des Verbundes auf die alten, aus dem früheren Verbund-System stammenden 8-stelligen Nummern umgerechnet werden, die im Lokal-System noch dominierten. Dieser Schritt entfällt nun, weil auch unser Libero jetzt mit rein 9-stelligen Nummern agiert.

Ebenfalls Ende 2007 wurde der Einsatz der speziellen Libero-Fernleihkomponente für den Bereich der nehmenden Fernleihe (also Bestellung von Medien bei anderen Bibliotheken) vorbereitet, die seit dem 4.1.2008 aktiv ist. Damit wurde intern die seit knapp 5 Jahren genutzte, selbst entwickelte Interims-Lösung außer Betrieb genommen. Die neue Software bietet dem Benutzer in seinem OPAC-Konto eine bessere Information über den Bearbeitungsstand seiner Fernleih-Bestellungen und effektiviert auch die UB-internen Verwaltungsarbeiten weiter.

Für den Benutzer ändert sich bei der Bestellung wenig. Sie erfolgt wie gehabt über die Benutzerdienste des OPACs. Lediglich das Formular ist etwas anders gestaltet. Die ursprünglich geplante weitergehende Lösung, bei der man ausgehend von einer Recherche im Fernleih-Portal des BSZ aus einer Treffermenge automatisch eine Fernleih-Bestellung auslösen kann, so dass die bibliographischen Daten maschinell ins Bestell-Formular kopiert werden, wurde in Tests als derzeit noch nicht praktikabel eingestuft und daher zunächst nicht weiter verfolgt.

Von den Libero-Bibliotheken Sachsens wurden in 2006 verschiedene funktionelle Erweiterungen des Systems Libero beauftragt( und auch bezahlt). Eine erste Version der Software (eine Beta-Release der künftigen Version 5.3), die diese Forderungen umsetzen soll, wurde uns vom Hersteller Anfang Dezember zur Verfügung gestellt. Bis Ende Januar 2008 wird diese Version verteilt von den sächsischen wissenschaftlichen Bibliotheken getestet. Chemnitz ist dabei für die Bereiche Ausleihe, Fernleihe und Shibboleth verantwortlich. In Abhängigkeit von den Testergebnissen wird über die Einführung der neuen Version an der UBC entschieden.

Unabhängig davon arbeiten wir daran, in absehbarer Zeit auch Libero-Fremdnutzer via Shibboleth bedienen zu können, speziell im Umfeld des Datenbank-Dienstes CHARLI. Sobald die Shibboleth-fähige Version der dort genutzten Portal-Software IBplus verfügbar ist, werden wir deren Einsatz vorbereiten.

Im August wurden in unseren Libero-OPAC umfangreiche Datenlieferungen der Zeitschriftendatenbank (ZDB) zu den bei uns verfügbaren Nationallizenzen eingespielt. Die vierteljährlich erscheinenden Updates wurden und werden zeitnah importiert.

Da Libero derzeit keine Software-Komponente für die Verwaltung von Geschenk- und Tausch-Literatur bietet und voraussichtlich in absehbarer Zeit auch nicht enthalten wird, wurde in 2007 eine Diplomarbeit zur Entwicklung einer Web-basierten Software-Lösung für diesen Themenkreis ausgeschrieben, die derzeit von einem Informatik-Studenten bearbeitet wird. Diese in Python mittels des Frameworks "TurboGears" implementierte Lösung soll nach Fertigstellung die bisherige Alt-Software auf der Basis von Clipper ablösen.

Universitätsbibliographie der TU Chemnitz

Ausgehend von der auf OPUS basierenden Jahresbibliographie der SULB Saarbrücken wurde eine an die Bedingungen unserer Universität angepasste Implementierung der Universitätsbibliographie vorgenommen, die Ende Dezember in den Live-Betrieb ging. Anfang 2008 sind in Abstimmung mit der Universitätsleitung dafür noch diverse Analyse-Routinen zu entwickeln. Außerdem sind nach ersten Erfahrungen weitere Anpassungen der Software an die Erfordernisse der Chemnitzer Wissenschaftler notwendig, die sich bei der Benutzung des Systems herauskristallisieren.

MONARCH, Open Access und Electronic Publishing

Der ursprünglich für 2007 angedachte Wechsel der Software-Basis des Archiv-Dienstes MONARCH auf das System OPUS wurde nicht vollzogen, da die dazu als erforderlich betrachteten funktionellen Erweiterungen von den OPUS-Entwicklern noch nicht zur Verfügung gestellt wurden. Ob die in Kürze erwartete Version OPUS 3.2 als Basis dienen kann, muss nach deren Erscheinen untersucht werden, um daraus dann das weitere Vorgehen bei der Migration abzuleiten. Evtl. ist auch ein Warten auf die Version 4 nötig, die u.a. im Bereich des Datenmodells eine neue Qualität verspricht.

Ungeachtet dessen wurden verschiedene Vorarbeiten realisiert, um die Migration zu OPUS weiter voranzutreiben. Dazu zählen:

  • die Implementierung eines Konverters, der die Metadaten von MONARCH auf OPUS abbildet,
  • die Aktualisierung unserer OPUS-Testinstallation von Version 3.0 auf 3.1 sowie
  • die Bereitstellung der Anbindung des internen Katalogisierungs-Klienten der UB an unsere OPUS-Instanz, so dass OPUS-Sätze effektiver in die Verbund-Datenbank eingebracht und nach deren dortiger Ergänzung maschinell nach OPUS zurücktransferiert werden können.

Im Bereich Open Access und Electronic Publishing gab es u.a. folgende Aktivitäten der UB, die das URZ technisch unterstützte:

Elektronische Semesterapparate

Im März wurde eine neue ESEM-Version freigeschaltet, in die auch einige eigene Software-Anpassungen eingeflossen sind. Die mittlerweile existierende Neu-Implementierung ESEM 2.0, die neben einem veränderten Layout auch funktionielle Verbesserungen (u.a. persistente URLs sowie die Authentifizierung über Kurs-Passwörter) mitbringt, soll bei uns Anfang 2008 untersucht und dann schnellstmöglich zum Einsatz gebracht werden.

Bibliotheksportal Sachsen

Im Mai erfolgte der offizielle Start des Bibliotheksportals Sachsen. Das von uns betreute Regionalportal Chemnitz wurde mit einer Verfügbarkeitsrecherche sowie einer automatischen Anbindung an das Fernleih-Bestell-Formular des Libero-OPACs ausgestattet. Nach der für Anfang Januar 2008 vorgesehenen Portal-Konsolidierung in Sachsen werden wir den separaten Betrieb des Chemnitzer Regionalportals einstellen und statt dessen unsere digitalen Dienstleistungen über die zentrale sächsische Portal-Instanz an der SLUB Dresden anbieten.

Die für das Portal geschaffene Fernleih-Anbindung wurde in angepasster Form auch für den von der UB genutzten Link-Resolver "LinkSource" bereitgestellt.

Software-Updates und Hardware-Investitionen

Mitte des Jahres erfolgte die Umstellung der internen und öffentlichen PCs der UB mit Ausnahme der reinen Katalog-Recherche-PCs von Scientific Linux 4 (SL 4) auf SL 5, bei den Servern von SL 3 auf SL 4 bzw. SL 5.

Auf dem Gebiet der Hardware wurden in der UB sowie im Patentinformationszentrum (PIZ) mehrere veraltete Server- und Desktop-Systeme durch moderne Technik ersetzt. Ein Großteil davon steht den Benutzern in den Öffentlichkeitsbereichen zur Verfügung. In der Öffentlichkeitsbereichen der UB im Pegasus-Center sowie im PIZ erfolgte die Installation von Kameras für eine Video-Überwachung. Im Pegasus-Center wurde der existierende Farbdrucker durch ein modernes Modell ersetzt und in der TB Teilbibliothek Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ein typgleicher Farbdrucker neu aufgestellt.

Im zweiten Halbjahr liefen die Vorbereitungen für den Test eines Selbstverbuchungs-Automaten, der von Mitte Januar bis Ende Februar 2008 stattfinden wird. Bei dessen positivem Ausgang wird die UB diese Selbstverbuchungs-Technik 2008 produktiv zum Einsatz bringen.

Ende Oktober wurde die Linux-Firewall, die das UB-interne Server-Netz schützte, funktionell durch ein Firewall-Service-Modul von CISCO ersetzt, das mittlerweile redundant ausgebildet ist, so dass der Durchsatz deutlich erhöht und die Ausfallquote stark reduziert werden konnte.

Künftig wird auch im Bereich der UB-IT verstärkt auf die Virtualisierug der Server-Infrasruktur orientiert. Vorreiter sind hier die Windows-Datenbank-Server des Portals CHARLI. Sie migrierten von physischen Servern mit Windows 2000 auf virtuelle Server mit Windows 2003.

Speicherdienste

Das sichere Speichern und die zuverlässige Verfügbarkeit von Daten ist für die meisten Vorhaben in Lehre und Forschung von essentieller Bedeutung. Das URZ betreibt dafür Dienste auf der Basis einer redundant ausgelegten Infrastruktur und automatischer Managementverfahren mit Server- und Speichersystemen im Storage Area Network (TUCSAN).

Im Jahr 2007 sind die Organisationsformen der bisher angebotenen Speicherdienste an die neuen Möglichkeiten des TUCSAN angepasst worden. So beschreiten wir mit der Unterscheidung von Grund- und zusätzlichem Bedarf an Speicherkapazität Neuland hinsichtlich der Abrechnungs- und Bereitstellungsverfahren.

Die Inanspruchnahme von Speicherressourcen ist nun für alle Mitarbeiter über den Link "Nutzung der Speicherdienste ..." in
Management of User and Services: Persönliche Daten - https://mouse.hrz.tu-chemnitz.de/user/index.php3?startfolder=Ressourcen einsehbar.

Angebotene Dienste und Technologien:

  • Netz-Filesystem (OpenAFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten
    • HOME-Verzeichnisse für alle Nutzer des URZ
    • Projekt-Verzeichnisse
  • Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
  • Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken
  • Virtuelle Festplatten: direkt per iSCSI verfügbare Festplattenkapazität im TUCSAN

Weitere Informationen und Details sind zu finden unter Speicherdienste - http://www.tu-chemnitz.de/urz/storage/ .

Netz-Filesystem (OpenAFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten seit dem Jahr 2003.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2003 11 12752 1159.3  
2004 8 12512 1564.0 -2
2005 8 12733 1591.6 2
2006 8 12762 1595.2 0
2007 15 45227 3015.1 254

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung in den letzten drei Jahren.

File-Typ 2005 2006 2007
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 15032 2278 1072 15176 3387 1414 15798 6921 2064
Projekt-Verzeichnisse 382 3296 1727 467 4578 2445 527 15498 6358
Admin/ToSCA 177 1340 502 227 1904 812 236 2215 964

Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wie den beiden voran stehenden Tabellen zu entnehmen ist, gab es im letzten Jahr bedingt durch den Aufbau des TUCSAN große Zuwächse bei der Kapazität. Der Anstieg bei den benutzten Ressourcen zeigt, dass dafür auch eine entsprechenden Nachfrage existiert.

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744
2006 6 12056 14744
2007 8 38329 38706

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Im Jahr 2007 wurden drei neue AMANDA-Server mit insgesamt 22 Terrabyte Sicherungskapazität zusätzlich für die Datensicherung der nicht vom URZ administrierten Server bereitgestellt. Ende 2007 wurde dieser Dienst wie folgt genutzt:

Fakultät 2003 2004 2005 2006 2007
GB GB GB GB GB ANZ FS DUMP
Naturwissenschaften 85 60 64 100 195 3 3 1394
Mathematik 202 202 242 400 585 5 9 1871
MB 251 533 521 618 717 9 13 2952
Elektrotechnik und Informationstechnik 756 1041 1165 1460 1679 13 54 5302
Informatik 440 601 669 826 592 8 23 2411
Wirtschaftswissenschaften 142 158 168 156 201 9 20 1304
Universitätsbibliothek 27 47 40 40 39 1 3 137
URZ 293 302 320 334 291 16 29 1050
CSN 18 22 68 68 66 1 6 226
Summe: 2214 2966 3257 4002 4365 65 160 16647

Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
DUMP: real auf den Backup-Servern belegter Platz der Datensicherungen (GB)

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt zentrale Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu eine Datenbank-Applikation in Form eines Web-Interfaces (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Datensicherheit, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich damit voll auf seine Anwendung konzentrieren.

Der Datenbank-Service erfreut sich regen und stetig zunehmenden Zuspruchs, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu gehörenden Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.

  2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Anzahl Datenbanken 28 76 191 296 385 451 514 591
Belegter Speicherplatz [GB]             6,9 8,3

Tabelle: Anzahl aktiver Datenbanken, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 18 15 33
Mathematik 3 13 16
Maschinenbau 58 31 89
Elektrotechnik und Informationstechnik 27 24 51
Informatik 11 110 121
Wirtschaftswissenschaften 48 63 111
Philosophische Fakultät 34 67 101
Universitätsbibliothek 1 0 1
Universitätsrechenzentrum 29 0 29
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 9 0 9
Sonstige 19 11 30
Summe 257 334 591

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2007 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting

Web-Trust-Center

Die Vorzüge von Single-Sign-On-Techniken werden von vielen Benutzern geschätzt. Dementsprechend setzen zunehmend mehr Web-Autoren für ihren Internetauftritt den Dienst "Web-Trust-Center" (WTC) als Zugangssteuerung ein. Die stabile Bereitstellung des WTC-Dienstes war dafür Grundvoraussetzung. Technische Informationen zu diesem Dienst sind im Abschnitt "Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste" dieses Berichtes zu finden.

Im organisatorischen Bereich ergaben sich einige Probleme, die gegenwärtig noch nicht völlig abgestellt sind. So haben Web-Autoren mitunter eine andere Auffassung vom Status des "TU-Mitarbeiters" als das dafür zuständige Dezernat Personal. Es kam mehrfach vor, dass Mitarbeitern von An-Instituten, emeritierten Professoren, Gastwissenschaftlern, Hilfsassistenten, etc.. nach Umstellung auf WTC-Autorisierung der Zugang zu bisher erreichbaren Web-Dokumenten verwehrt war. Schwierigkeiten ergaben sich auch, weil Studenten bisher genau einer Fakultät zugeordnet wurden. Bei Studenten, die gleichzeitig in mehreren Studiengängen aus unterschiedlichen Fakultäten eingeschrieben sind, führte diese Einschränkung zwangsläufig zur Verärgerung, da die Zugangsbefugnisse auf eine Fakultät beschränkt blieben. Dabei ist unser System zur Verwaltung von Benutzern und Diensten MoUSe so konzipiert, dass 1:n-Zuordnungen von Personen zu Einrichtungen, Organisationseinheiten, Personentypen, u.a. jederzeit möglich sind. In Abstimmung mit dem Dezernat Akademische und studentische Angelegenheiten wurde dieses Problem inzwischen gelöst.

Verwaltung der Benutzerdaten und des Zugangs zu Diensten

Im letzten Jahr wurde die Funktionalität von MoUSe um einige wesentliche Dinge erweitert:

  • Schnittstelle zur Voice-Over-IP-Anlage
  • Management von Speicherressourcen mit Interfaces für den Administrator und die Benutzer

Die zuerst genannte Schnittstelle gewährleistet den grundsätzlichen Zugang zum Dienst und bietet dem Benutzer angenehmen Bedienkomfort (Belegung der Kurzwahltasten, PIN, Anrufumleitung ...).

Das Management der Speicherressourcen ist Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Speicherdienste des URZ. Die verfügbaren Kapazitäten sollen verantwortungsbewusst eingesetzt und bedarfsgerecht erweitert werden. Alle Speicherressourcen wurden deshalb einer Kostenstelle sowie einem oder mehreren Benutzern für einen befristeten Zeitraum zugeordnet. Auf dieser Basis konnte der Grundbedarf an Speicherkapazität, welcher vom URZ abzusichern ist, ermittelt und dargestellt werden. Für vereinzelt auftretende, deutlich über den Grundbedarf hinaus gehende Anforderungen, ist zukünftig ein Modell mit Kostenbeteiligung vorgesehen. Gegenwärtig kann jeder Benutzer den von ihm selbst und den durch Mitglieder seiner Kostenstelle tatsächlich benötigten Speicherbedarf einsehen und einige zur Verwaltung der Ressourcen benötigte Attribute per MoUSe-Interface belegen.

Neben der Erweiterung von MoUSe um neue Funktionalitäten sind aufgrund veränderter Rahmenbedingungen mitunter Modifikationen an bereits bestehenden Lösungen erforderlich. Insbesondere in derartigen Situationen erweist es sich als sehr vorteilhaft, dass MoUSe eine Eigenentwicklung ist.

Bekanntlich arbeitet das URZ mit dem Studentenwerk zusammen, damit kostenpflichtige URZ-Dienste bargeldlos bezahlt werden können. Die Umstellung der Kassensysteme des Studentenwerks erforderte im Mai 2007 Veränderungen am MoUSe-System und an den Arbeitsplätzen im URZ-Nutzerservice. Zwischen dem MoUSe-Server und dem Datenbank-Server des Studentenwerks wurde eine Direktverbindung hergestellt. Alle am elektronischen Kassensystem des URZ-Nutzerservice getätigten Buchungen stehen dadurch "in Echtzeit" im Studentenwerk und in der MoUSe-Datenbank bereit. Tagesabschluss-Arbeiten zur Synchronisation sind nicht mehr nötig. Die Fehlerquelle "Mensch" wird damit umgangen.

Im Umfeld von MoUSe entstanden in den letzten Jahren mehrere Werkzeuge, die ebenfalls mit LAMP-Software erstellt wurden. Sie werden bei folgenden Geschäftsabläufen des URZ eingesetzt:

  • Beschaffung von Standard-PC-Technik mit Schnittstellen für
    • den Nutzer,
    • das URZ,
    • die Abteilung "Zentrale Beschaffung" und
    • den Vertragspartner der entsprechenden Rahmenvereinbahrung (weitere Infomationen)
  • Erteilung und Bearbeitung von PC-Administrations-Aufträgen
  • Verwaltung von Verbrauchsmaterial

Im Jahr 2007 wurde die Portallösung für Standard-Beschaffungen um eine Komponente zur Bearbeitung von Reklamationen erweitert. Außerdem entstand ein Tool, mit dem URZ-Benutzer Informationen über Leistungsvermögen, Standort u.s.w. von öffentlich verfügbaren Druckern abrufen können.

Accounting

Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die Zahl der URZ-Benutzer bis zum Jahr 2003 stetig anstieg. Seitdem wird dieses hohe Niveau gehalten.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1997 5074 3266 1365 443
1999 9467 6792 1962 713
2001 10943 8504 1943 496
2003 12945 10406 1602 937
2005 12177 10243 1514 420
2006 12335 10305 1864 401
2007 12763 10675 1915 335

Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ

(Bzgl. der Spalte "Mitarbeiter" ist zu beachten, dass Personen, die mehreren Struktureinheiten zugeordnet sind, im Sinne dieser Statistik seit 2006 mehrere Benutzer darstellen.)

Aufgeschlüsselt auf Organisationseinheiten wird das URZ von den Studenten der TU Chemnitz wie folgt genutzt:

Fakultät URZ-Nutzer
Philosophische Fakultät 4863
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 2381
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik 1560
Fakultät für Informatik 544
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 415
Fakultät für Mathematik 371
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie 290
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik 251

Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät

Software-Dienste

Allgemeines

Das URZ ist auch dafür zuständig, Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit zu stellen. Das betrifft sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind. Die Aktivitäten des URZ sind darauf gerichtet
  • Softwareprodukte zu erschließen, zu evaluieren und zu vergleichen
  • bezüglich Aufwand und Kosten effiziente Möglichkeiten zum Bezug von Produkten zu schaffen,
  • entsprechende Lizenzen zu verteilen und zu verwalten,
  • die Software auf den öffentlichen Poolrechnern und den administrierten Arbeitsplätzen zu installieren und zu konfigurieren,
  • die Nutzer bei der Installation und Nutzung von Software zu unterstützen und zu beraten.

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Es bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) zum effektiven Lizenzerwerb. Dadurch ist ein unlimitierter, kostengünstiger Bezug von Softwarelizenzen für alle üblichen Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt Sachgebiet vergebene Lizenzen
Software+Handbücher
ges. bis
31.12.07
davon
2007
Adept-Scientific-Produkte Literaturverwaltung 31 13
Adobe-Produkte Büro- und Grafiksoftware 2345 285
ANSYS Finite-Elemente-Berechnung 18 1
Borland-Produkte diverse Software, insbesondere Softwareentwicklung 503 2
Corel-Produkte diverse Bürosoftware, insbesondere Grafik 1154 78
Docolog Plagiat-Suchmaschine 8 6
ITI-Produkte CAD 43 1
LabView Messdatenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung 29 4
MAPLE mathematische Software 89 15
Mathematica mathematische Software 76 4
Microsoft-Produkte diverse Bürosoftware 9502 893
NAG-Bibliotheken Programmierungstechnik 25 0
Nuance-Produkte Scanner-Software 36 7
Oracle Datenbanksystem 4 0
Pro/ENGINEER CAD-System 62 2
Solid Edge CAD 451 21
SPSS Statistik 375 171
Symantec-Produkte diverse Bürosoftware 988 4
Summe: 15739 1507

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
EdgeCAM CAD/CAM unbegrenzt nutzbar
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
IBM Scholar Programmierungstechnik unbegrenzt nutzbar
jBEAM Simulation unbegrenzt nutzbar
LEO Online-Übersetzung unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar
VMware Betriebssystem-Emulation Lizenzerwerb direkt über Firma SHE

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2007 davon im Jahr 2007
RRZN-Handbücher 7670 480
ZIN-Handbuch 903 55
Summe: 8573 535

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):

Officeprogramme Komplettpakete OpenOffice.org/StarOffice, Koffice, GnomeOffice, Microsoft Office
Textverarbeitung LyX, LaTeX, xtem, kile
Wörterbücher ding, Deutsch <-> Englisch Wörterbuch, LEO
Literaturverwaltung Endnote, Referenzmanager
Plagiat-Suche Docolog
Desktop-Publishing scribus, Framemaker
Bilder Bildbearbeitung Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), Corel Photo-Paint, GIMP, ImageMagick, IrfanView, hugin
Bildgenerierung Blender, Povray
Datenbank Datenbank-Klienten-Software MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase, knoda
Desktop-Datenbank Microsoft Access
Grafik Grafik Blender, CorelDraw, GIMP, Inkscape, ImageMagick, Micrografx, Sodipodi, xfig
Multimedia Bilder und Grafiken Adobe Creative Suite (u.a. Photoshop), GIMP, Macromedia Studio, Xfig, Xsane, GtKam
Audio Adobe Audition, Quicktime Player, RealPlayer, Audacity, xmms, lame, oggenc
Video Adobe Premiere, xmms, Maxon Cinema, mplayer, xine, MJPEG-Tools
CD/DVD-Brennen K3b, Nero
Visualisierung   GNUPLOT, Grace, Graphviz, KHOROS, OpenDX
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autocad, Autodesk Produkte, CATIA, Pro/ENGINEER, Solidedge, LinuxCAD, VectorCAD 3D, Cadenas Partsolutions
ECAD EAGLE
CAM EdgeCAM
Chemie/Physik Allgemein Gaussian
FEM/CFD FEM-Simulation Ansys, Marc/Mentat, ABAQUS, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB, ESAcomp
CFD-Simulation FLUENT, FIELDVIEW, FIDAP, GAMBIT, Polyflow, CFX, ICEM CFD
Mathematik Mathematik - Software MuPAD, Mathematica, Maple, Matlab, Mathcad, octave, octave-forge
Mathematik - Bibliotheken NAG
Simulation Simulationsprogramme ITI-SIM, SimulationX, KISSSoft, Labview, Simplorer, Trysim, jBEAM
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen Active-Perl, Active-Pyton, Active-Tcl, KDevelop, Eclipse, Microsoft Visual Studio .NET, Borland Kylix, Free Pascal
Compiler Intel C/C++ und Fortran Compiler, PGI Cluster Developement Kit
Statistik Statistikprogramme AMOS, Bayes, E-Prime, MAXqdata2, MAXdictio, R, S-Plus, Sigmaplot, SPSS, StarLogo, Systat, Tlearn
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gThumb
Postscript-Dokumente Ghostview, kghostview, Ghostscript
PDF-Dokumente Acrobat Reader, Xpdf, Ghostscript, Adobe Acrobat
Dateimanager Dateimanager KDE: Konqueror, Gnome: Nautilus, Text: Midnight Commander, Explorer, FreeCommander
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, pstoedit, pstops, ps2ps, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Scannen/OCR Scannen xsane, Omnipage
OCR kooka, ocrad, OCRshop, Omnipage
Texteditoren allgemeine, unformatierte Texte KWrite, Jedit, nedit, Microsoft Editor, vim/gvim, emacs/xemacs
HTML-Dokumente KompoZer, Bluefish, Quanta+
RTF-Dokumente OpenOffice.org/StarOffice, Ted, AbiWord, Microsoft Office
DOC-Dokumente OpenOffice.org/StarOffice, AbiWord, Microsoft Office
Virenschutz Antivirensoftware Sophos Anti-Virus
Windows-Unix-Integration Unix in Windows cygwin
Windows in Unix VMware, wine, rdesktop, vncviewer

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Die aufgeführten Anwendungen stehen dabei in unterschiedlichen Plattformen bereit, teilweise sind die Anwendungen auch plattformunabhängig.

Plattform Anzahl Softwarepakete Einzelprogramme
Linux (i386_linux26) 69 (/uni/global) 386
2343 (rpm) 5194
Windows XP 282 1119

Tabelle: Anzahl der öffentlich verfügbaren Anwendungssoftware

Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen.

Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Software-Lizenzverwaltung

Viele kommerziellen Softwareprodukte können mit einem Lizenzmanager betrieben werden, was eine parallele Nutzung einer limitierten Anzahl von Lizenzen ("shared" oder "floating") ermöglicht. Diese Lizenzmanager werden zentral auf Lizenzservern betrieben.
Leider ist das Lizenzmanagement wenig standardisiert, so dass zahlreiche unterschiedliche, teilweise proprietäre Produkte und Lösungen existieren, was großen Aufwand bei Installation, Betrieb, Wartung und Protokollierung bedeutet. Problematisch ist das vor allem dann, wenn der Softwarehersteller eine parallele Nutzung seiner Lizenzen erlaubt, aber selbst keinen Lizenzmanager anbietet. Wir haben deshalb zur Lizenzüberwachung auf unseren Windows-Terminalservern, die für den Dienst Windows-Applikationsserver (WAPPS) eingesetzt werden, (in einer studentischen Arbeit) die eigene Lösung WappsLm entwickelt und betreiben diese jetzt erfolgreich.

Die Ermittlung des realen Lizenzbedarfs aufgrund der bisherigen Nutzung ist eine Basis für die laufende Optimierung des Softwarebestandes und damit auch des finanziellen Aufwandes für Neuanschaffungen, Updates und Wartungskosten. Zur Unterstützung wurde ein Komplex von erweiterbaren und anpassbaren Softwaretools "Licensereporting" entwickelt, die, soweit die Loggingmechnismen der Lizenzmanager dies erlauben, die Nutzungsdaten anonymisiert in einer Datenbank sammeln und mit dieser als Basis unterschiedliche statistische Auswertungen ermöglichen.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager betrieb das URZ im Jahr 2007:

  • einen Lizenzserver unter Linux (licserver.hrz.tu-chemnitz.de)
  • einen Lizenzserver unter Windows (licwinserver.hrz.tu-chemnitz.de)

Für jeden Server gibt es eine gleichartige Ersatz-Hardware, auf die im Havariefall umgeschaltet werden könnte.

Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld bestand 2007 in Untersuchungen zur Übernahme der Lizenzserver in eine moderne virtuelle Serverinfrastruktur (VMwareESX bzw. XEN), um zukünftig eine höchstmögliche Ausfallsicherheit ohne Redundanz (Ersatzrechner) zu gewährleisten.
Als Ergebnis wurde der Linux-Lizenzserver gegen Ende des Jahres 2007 komplett in die Infrastruktur VMwareESX integriert und arbeitet seitdem problemlos.

Tabelle: Lizenzmanager auf den Lizenzservern des URZ (Stand: Dez. 2007)

Lizenzmanager Anzahl der verwalteten Produkte
FlexNet (+ produktspezifische Vendordaemon) 17
WappsLm 15
SentinelLm 6
LUM 1
PathScale 1
mathlm 1
vvFlovater 1
ElanLm 1

Nicht in der Tabelle erfasst sind die vom URZ betriebenen Softwareprodukte mit unbegrenzter Lizenzanzahl und solche, bei denen der Zugriff nicht über Lizenzserver, sondern mit anderen Technologien (z.B. Einzelplatzlizenzen, Codewörter, AFS-Filezugriff) gesteuert wird.

Jeder Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite "Lizenzserverstatus" https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/lizmgr/lizform.html abfordern.

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2007 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler und dezentraler IT-Systeme in der Universitätsbibliothek.

Aufwendungen für Hardware-Aufrüstungen älterer PC-Systeme spielen eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die über die Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" gebotene Möglichkeit wird größtenteils genutzt. Im Zusammenhang mit dem Beschaffungsportal müssen leider bereits bekannte Problemstellungen immer noch als kritisch eingeschätzt werden. Das sind speziell Preisbildung mit der Anpassung an aktuelle Marttrends, praktische Umsetzung der Lieferfähigkeit und die Produktkontinuität. Auch der mehrfach kritisierte Prozess der Evaluierung der zukünftig im Portal angebotenen PC-Technik gestaltet sich aufwendig und wird vom Hersteller nicht in der erforderlichen Weise vorbereitet bzw. unterstützt (Zusammenarbeit, termin- und inhaltlich).

Der Ablösung des alten Parallelrechnerclusters durch das neue System ''CHIC'' wurde vollzogen, damit kann die Restrukturierung des zentralen Serverraums fortgesetzt werden.

Aufgabenschwerpunkte 2007

  • Umsetzung der Betriebsverantwortung für die neue Kommunikationsplattform VoIP
  • Aufbau, Inbetriebnahme und Einführung des Storage Area Networks (SAN) am Campus der TU Chemnitz
  • Unterstützung bei der Planung und in der Endphase bei der technischen Realisierung der IT-Infrastruktur bei den Bau- und Rekonstruktionsmaßnahmen für die Objekte Physikneubau, Thüringer Weg 7, 9 und 11
  • Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
  • Evaluierungl von IT-Komponenten in Vorbereitung der Bereitstellung innerhalb der Rahmenvereinbarung
  • Testung und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
  • Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
  • Abschluss der Rekonstruktion der zentralen USV-Stromversorgung im Serverraum der URZ
  • Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
    • zentrales Backup-System der TU Chemnitz
    • Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
    • mehr als 170 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
    • zentrale Drucktechnik
    • campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
  • Ausbau der WLAN-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
  • in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme und Notebooks in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen
  • Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
  • Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
  • Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Das Ziel der vollständigen Substitution der alten Systeme ist auf Grund der Finanzierungsprobleme in den Struktureinheiten auch in 2007 noch nicht erreicht

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich in 2007 auf ca. 75 TEUR.

Beschaffung von Standard-PC-Technik

In 2005 beginnend, wurde zwischen der TU Chemnitz und der Firma Siemens AG, Information and Communication Networks eine Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik und Zubehör (TFT/Monitor, Drucker) abgeschlossen. Auf dieser Basis sollen Beschaffungen schnell, unbürokratisch und vor allem wirtschaftlich vollzogen werden. Die Vorbereitungen für den durch die Laufzeit von zwei Jahren begründeten Anschlussvertrag ab 2007 wurde durch Hardwaretests und Bewertungen unterstützt.

Innerhalb der Rahmenvereinbarung wird eine überschaubare Anzahl von Computern, Bildschirmen und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten. Deren Auswahl geht eine Begutachtung der Technik durch das URZ voraus.

Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Dafür wurde das vom URZ geschaffene Web-Portal betreut und weiterentwickelt.

Das bestehende Portal zur Beschaffung wurde um eine leistungsfähige Service-Schnittstelle erweitert. Mit Hilfe dieses Web-basierenden Angebotes wird es möglich, dass jeder Nutzer vor Ort im Bedarfsfall die Bestelldaten zu seinem System online auffindet und der erforderliche Serviceruf online abgesetzt werden kann.

Aus- und Weiterbildung

Auch im vergangenen Jahr hat das Universitätsrechenzentrum für Mitarbeiter und Studenten der TU Chemnitz ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich angeboten.

Weiterbildungs-Zyklus "Software-Tools"

Im Mittelpunkt dieses Zyklus' stehen Werkzeuge zum sicheren und zuverlässigen Betrieb von Rechnersystemen (insbesondere Notebooks) sowie zum konsistenten Software-Management in den Betriebssystem-Familien Linux und Windows. In loser Folge werden auch aktuelle Fragestellungen zu Nutzung und Betrieb von mobilen Rechnersystemen diskutiert und Lösungsansätze aufgezeigt, um den effektiven Einsatz dieser Arbeitsmittel zu unterstützen.
Außerdem stellen wir in dieser Reihe Software-Werkzeuge aus dem klassischen Unix-Umfeld vor, die meist auch unter Windows zur Verfügung stehen. Diese sind dafür geeignet, sich ständig wiederholende Aktionen wenigstens teilweise zu automatisieren, so dass diese zeiteffektiv und konsistent durchgeführt werden können.
Der Begriff Software-Tool im Titel soll also in einem weitergehenden Sinne verstanden werden. Themengebiete des WB-Zyklus sind Script-Programmierung, Softwareentwicklung und Software-Management, Textmanipulation einschließlich effektiver Suchmechanismen, effektive Nutzung von (mobilen) Linux- und Windows-Systemen, System- und Netzwerkadministration, Security-Management u.v.m.

Die Kurse finden zu einem festen Termin (Mittwoch Nachmittag, 13:45 -15:15 Uhr) im Campusbereich Reichenhainer Straße statt. Dieser Rhythmus wurde in der Annahme gewählt, dass die potentiellen Teilnehmer damit langfristig planen und diesen Termin entsprechend reservieren können. Kann ein Thema in diesem Zeitrahmen nicht behandelt werden, finden in den Folgewochen ein bis maximal zwei Fortsetzungen statt.

Im letzten Jahr wurden in diesem Zyklus 26 Veranstaltungen mit durchschnittlich 13 Teilnehmern durchgeführt.

Intensivkurse

In den Intensivkursen behandeln wir Themen , die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung kostenfreier Software.

2007 wurden folgende Intensivkurse durchgeführt, einige davon zwei- bzw. mehrfach (entsprechend der Nachfrage und der Kapazitäten):

  • Computernutzung an der TU Chemnitz (3 Kurse, für neue Studenten/Nutzer)
  • Linux effektiv nutzen (2 Kurse)
  • Umgang mit unerwünschter E-Mail (Spam) (2 Kurse)
  • Web-Dokumente erstellen (2 Kurse, je 4 Module)
  • Einführung in LaTeX
  • LaTeX für Fortgeschrittene
  • OpenOffice für Fortgeschrittene
  • Werkzeuge zur Tabellenkalkulation (2 Kurse)
  • Einführung in Office-Datenbanken (2 Kurse)
  • GIMP - Bildbearbeitung unter Linux

Jahr Anzahl Teilnehmer Teilnehmer pro Kurs
(Durchschnitt)
gesamt Studenten Mitarbeiter gesamt
1993 23 590 435 155 26
1994 31 512 342 170 17
1995 35 493 334 159 14
1996 44 594 366 228 13
1997 41 556 318 238 14
1998 64 915 609 306 14
1999 58 991 764 227 17
2000 59 1152 808 344 20
2001 50 1059 769 290 21
2002 15 341 249 92 23
2003 24 438 238 200 18
2004 21 398 341 57 19
2005 19 413 359 54 22
2006 24 578 506 72 24
2007 24 479 442 37 20

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Wie bei vielen Statistiken ist es hier sinnvoll, die Zahlen etwas zu erläutern. Drei der 24 Intensivkurse sind Kurse für neue Studenten zu Beginn des Wintersemesters, die aus Kapazitätsgründen in einem (kleineren) Hörsaal durchgeführt werden. An diesen drei Kursen haben im Herbst z.B. über 225 Studienanfänger teilgenommen. Damit hatten die restlichen 21 Intensivkurse, die vorwiegend in Computerpools mit 20 Arbeitsplätzen durchgeführt werden, eine durchschnittliche Auslastung von 60%. Das ist zwar einerseits nicht ganz zufriedenstellend, gewährleistet aber andererseits einen guten Betreuungsgrad.

Zusätzlich wurden von Mai bis Oktober acht Intensivkurse zu speziellen Office-Themen für Angestellte der Zentralen Universitätsverwaltung und der Fakultäten durchgeführt. Damit haben wir eine Anforderung des Dezernats Personal erfüllt. Eine vom Dezernat organisierte Fragebogenaktion zu diesen Kursen ergab eine durchweg gute Bewertung durch die Teilnehmer.

Wir bieten unsere Kurse zum Teil auch in der Semesterpause an. Nach Möglichkeit wechseln bei Wiederholungen die Kurstermine zwischen vorlesungsfreier Zeit und Vorlesungszeit. Sehr schwierig für die Terminplanung ist schon immer die durchgehende Belegung der Wochentage mit Lehrveranstaltungen. Seit dem letzten Jahr konstatieren wir in den Teilnehmerzahlen und Nutzerkontakten auch die zunehmende Lehrbelastung von Mitarbeitern und Studenten durch die Master-/Bachelorstudiengänge, die weniger Freiräume bieten.

Andere Weiterbildungsangebote

Nutzerforum des URZ

In der nunmehr etablierten Veranstaltungsreihe "Nutzerforum des URZ", die an jedem 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr in der Reichenhainer Str. stattfindet, haben wir im letzten Jahr vorwiegend zu neuen Diensteangeboten des URZ informiert und diskutiert, z.B. zu Windows Vista, VoIP, neuen Speicherdiensten usw.
weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/forum/

Zertifikat Internet-Nutzung der TU Chemnitz

Im Rahmen des Weiterbildungsangebotes "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz (ZIN) wurden im Berichtszeitraum von den veranwortlichen Mitarbeitern IF/URZ an 17 Terminen 1538 Prüfungen abgenommen und ausgewertet. Die bestandene ZIN-Prüfung ist Voraussetzung für die Nutzung einiger URZ-Dienste.
weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/zin/

Unix-Stammtisch

In der seit Mai 1990 kontinuierlich durchgeführten Veranstaltungsreihe "Unix-Stammtisch in Sachsen " haben wir am 27. März 2007 zum 150. Stammtisch eingeladen. Seit dieser Veranstaltung wird der UNIX-Stammtisch in Kooperation mit der GI-Regionalgruppe Chemnitz durchgeführt. So wird die Vernetzung von IT-Aktivitäten und IT-Wissen in der Region weiter ausgebaut. Referenten des URZ, der Fakultät für Informatik und aus der Wirtschaft sorgten für interessante Vorträge zu aktuellen Themen wie "Virtualisierung mit Xen - Architektur und Einsatz der Open Source Virtualisierungslösung", "WEB2.0(TM) - Hype oder doch mehr?", "Video im Web", "Der Quantencomputer - Gefahr für die Computersicherheit" u.v.m.
Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/stammtisch/

Sonstige Projekte und Aufgaben

Helpdesk OTRS

Das URZ setzt seit ca. 10 Jahren SW-Lösungen ein, um die Kommunikation zwischen den Nutzern der Dienste und dem Dienstleister zu unterstützen. Die allgemeine Bezeichnung lautet Helpdesk, die Kommunikation erfolgt per E-Mail.

Bis zum Frühjahr wurde eine Eigenentwicklung "ReqDb" eingesetzt. Nach einer längeren Phase der Erprobung und Einsatzvorbereitung wurde dieses System durch "OTRS" (Open Ticket Request System) abgelöst. OTRS ist ein kostenloses, freies und weit verbreitetes Produkt, welches stetig weiterentwickelt wird.

OTRS unterstützt u.a. folgende Funktionen

  • Erfassung von Dienstanforderungen, Problemen, Anfragen, Störungen, ...
  • sachgerechte Verteilung der Anforderungen und Zuordnung der Bearbeiter
  • Überwachung der Bearbeitungsdauer und -qualität
  • Protokollierung und Kontrolle interner Abläufe und der Kommunkation mit den Kunden
  • Sicherung der ganzheitlichen Bearbeitung der einzelnen Vorgänge

Seit Einsatzbeginn von OTRS im März wurden ca. 10.000 Anfragen an das Ticket-System gestellt und bearbeitet. Gegenwärtig wird das System für alle URZ-Dienste sowie die Vorbereitung und Durchführung der Chemnitzer Linux-Tage (CLT) genutzt. Eine Nach- bzw. Mitnutzung durch andere Struktureinheiten der Universität ist möglich und bei Bedarf ohne größere Aufwendungen realisierbar.

Sachgebiet Stati der Anfragen Summe
erfolgreich geschlossen erfolglos geschlossen offen
CLT 409 1 1 411
URZ allgemein 887 21 0 908
URZ Admindienste 328 18 1 347
URZ Drucken 87 2 0 89
URZ Software 759 27 2 788
URZ Netzdienste 2830 47 6 2883
URZ UB_IT 33 0 0 33
URZ Speicherdienste 459 7 0 466
URZ Nutzerservice 1368 6 1 1375
URZ Technik 446 11 1 458
URZ Linux 354 13 1 368
URZ Windows 164 13 0 177
URZ Sonstige 68 11 0 79
URZ Voip 1562 29 0 1591
Summe 9754 206 13 9973

Tabelle: Statistik der OTRS-Anforderungen

Videoüberwachung

Für die Aufgabe der Überwachung einzelner Standorte und Räumlichkeiten der Universität wurde das URZ um Unterstützung gebeten. Zu diesem Zweck wurde eine geeignete Infrastruktur auf der Basis von Web-Cams geschaffen, diese steht kostengünstig den einzelnen Strukturen bei Bedarf zur Verfügung. Die Installation an begründeten Einsatzorten erfolgte nach einem gemeinsam mit der Universitätsleitung und dem Personalrat entwickelten Konzept. Das betriebene System wurde im Laufe des Jahres durch den Sächsischen Datenschutzbeauftragten positiv evaluiert. Die gesammelten Daten werden auf geeigneten Systemen gesichert abgelegt. Berechtigte Personen können bei Bedarf auf die Daten über eine Webschnittstelle zugreifen. Derzeit sind 28 Kameras für unterschiedliche Fakultäten und Zentrale Einrichtungen in Betrieb:

Falkultät bzw. Einrichtung Anzahl der Kameras
Philosophische Fakultät 5
Universitätsbibliothek 11
Universitätsrechenzentrum 8
Wirtschaftswissenschaften 2
Zentrale Verwaltung 2


Autorenkollektiv des URZ, Februar 2008