Jahresrückblick 2008

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums ist eine Übersicht über die wichtigsten Projekte des letzten Jahres, die Entwicklung aller relevanten Dienste sowie die in Arbeit befindlichen Projekte.

Der URZ-Beirat

Aufgaben und Ziele:

  • Im Beirat werden strategische Fragen und die Entwicklung der IT- und Kommunikations-Infrastruktur an der TU Chemnitz beraten.
  • Er ist als Beratungsgremium für das URZ und zur Entscheidungsvorbereitung für den Senat bzw. das Rektoratskollegium eingerichtet. Diese Beratungsaufgabe bezieht sich auch auf Investitionsvorhaben der TU Chemnitz, welche deren IT-Infrastruktur berühren.
  • Zusammensetzung:
    • ein Mitglied des Rektoratskollegiums, welches den Vorsitz im Beirat inne hat
    • ein Vertreter der Fakultäten gemäß § 67 Abs. 1 Satz 1. Nr. 1 oder 2 SächsHG
    • ein Vertreter der Universitätsbibliothek und der zentralen Universitätsverwaltung
    • ein Vertreter der Studenten
  • Die Mitglieder des Beirates werden vom Rektoratskollegium der TU Chemnitz auf Vorschlag der jeweiligen Fakultät, der Universitätsbibliothek, des Kanzlers bzw. des Studentenrates für die Dauer der Amtsperiode des Rektoratskollegiums bestellt.
  • Der Wissenschaftliche Leiter und der Geschäftsführer des URZ sind berechtigt, an den Sitzungen des Beirates beratend mit Antrags- und Rederecht teilzunehmen.
    (Verfahrensweise und Regelungen in § 7 der Ordnung des Universitätsrechenzentrums)

Aktuelle Mitglieder des Beirats:

Herr Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn (Vorsitz) Prorektor für Forschung
Herr Prof. Dr. Reinhard Baumann Fakultät für Maschinenbau
Herr Prof. Dr. Peter Gluchowski Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Herr Mario Haustein Fachschaft Informatik
Herr Prof. Dr. Karl Heinz Hoffmann Fakultät für Naturwissenschaften
Herr Dr. Andreas Müller Fakultät für Informatik
Herr Karl Nestler Fakultät für Elektrotechnik u. Informationstechnik
Frau Karin Schulz Zentrale Universitätsverwaltung
Herr Prof. Dr. Peter Sedlmeier Philosophische Fakultät
Herr Dr. Peter Weigand Fakultät für Mathematik
Frau Barbara Winkler Universitätsbibliothek

Beratungsschwerpunkte 2008

  • Multimedia-Campus
  • Zentrale Beschaffung PC-Technik
  • Innovative Projekte des URZ (s.u.)
  • Neuer Dienst Virtual Private Server Hosting (VPSH)
  • Entgelte 2009
Beratungstermine: 30. Juni und 18. November 2008

Projekte des Jahres 2008

Projekt SECNet - Security Enhanced CampusNet

Ein hohes Maß an Sicherheit unserer IT-Infrastruktur zu gewährleisten ist eine ständige Herausforderung für das URZ. Neue technische Möglichkeiten - insbesondere der Trend zur Servervirtualisierung - und die damit verbundene Reorganisation der zentral betriebenen Serverlandschaft ist Anlass, unter dem Projekttitel "Security Enhanced CampusNet (SECNet)" die Sicherheitseigenschaften unserer IT-Infrastruktur weiter zu verbessern und künftig Sicherheits-Dienstleistungen des Campusnetzes auch für dezentral betriebene Systeme anbieten zu können.

Projektziele

  • Entwurf und Realisierung eines zukunftsorientierten Konzepts für den sicheren Betrieb von Endgeräten im Campusnetz
  • Konsolidierung der eingesetzten Sicherheitsmechanismen
  • Sicherheits- und Verfügbarkeitskonzept der Infrastruktur des Datacenters

Vorgehensweise und eingesetzte Techniken

  • Analyse der Verkehrsbeziehungen der zentralen Server untereinander und zu ihren Clients sowie des Schutzbedarfs der Server (orientiert an der Vorgehensweise nach dem BSI IT-Grundschutz)
  • Restrukturierung der VLANs für zentrale Server (Datacenter)
  • Definition abgegrenzter Schutzbereiche mit Hilfe von Firewall-Techniken und Einordnung der Server entsprechend ihrer Verkehrsbeziehungen und ihres Schutzbedarfs
  • Berücksichtigung zukünftiger Netzwerktechnologien im Datacenter: I/O-Konsolidierung mittels DCE (Datacenter Ethernet) und FCoE (Fibre Channel over Ethernet)

Erreichter Stand

  • Analyse der Verkehrsbeziehungen und des Schutzbedarfs zentraler Server ist abgeschlossen
  • Testumgebung für DCE/FCoE wurde aufgebaut
  • Planungen zur Netzwerkarchitektur des künftigen Datacenters wurden begonnen

Projekt Vidkon - multimediale Videokonferenz

In den "Mitteilungen des URZ, Ausgabe 1/2009" wurde die Multimedia-Strategie des URZ vorgestellt. Ein Bestandteil davon ist die Einführung einer soliden und campusweiten Ausrüstung mit Video-Konferenz-Technik.

Projektziele

Die zu beschaffende Technik soll die multimediale Zusammenarbeit am Campus und zu externen Partnern ermöglichen. Die damit auszustattenden Videokonferenzräume und Multimediahörsäle dienen dabei gleichzeitig als Referenz für weitere Ausstattungsmaßnahmen. Das Gesamtkonzept wird folgende Funktionalität ermöglichen:

  • Videokonferenzen im Haus und zu externen Partnern
  • Ausstattung von Vorlesungsräumen mit Mediensteuerung, flexibler Anschlussmöglichkeit externer Geräte, Integration von Videoaufzeichnung und -streaming sowie Konferenzmöglichkeit
  • zentrale Plattform für Multimediaufzeichnungen (Video-Archiv)

Erreichter Stand

In Zusammenarbeit mit drei Firmen wurde ein entsprechender Großgeräteantrag erarbeitet und beim Land Sachsen eingereicht. Gleichzeitig erfolgte der Test zahlreicher Technologien und Integrationen. Hierfür haben wir uns dem DFN-Videokonferenz-Dienst angeschlossen. Über diesen wird eine E.164-Infrastruktur (Rufnummern-Auflösung) sowie eine zentrale Konferenzplattform und Streaminglösung angeboten. Diese DFN-Dienste können auch von anderen Struktureinheiten genutzt werden, welche eigenes Konferenz-Equipment erwerben.

Projekt ViSIT: Virtualisierung der Server-Infrastruktur

Das Projekt ViSIT wurde im Jahre 2007 initiiert und wird voraussichtlich Ende des Jahres 2009 abgeschlossen. Grundlage für die notwendigen Investitionen bilden zwei Großgeräteanträge (GGA):

  • GGA ViSIT (10/2007)
    • positives Gutachten der DFG liegt vor
    • Mittelbewilligung Anfang 2009 signalisiert
    • Beschaffung voraussichtlich bis Mitte 2009
    • Realisierung: voraussichtlich Herbst 2009

  • GGA Virtuelle Serverinfrastruktur für Hochleistungs-Multimedia-Datenserver (5/2008)
    • Mittelbewilligung erfolgt (10/2008)
    • Beschaffungen realsisiert (12/2008)
    • Hauptnutzer: Universitätsbibliothek, Bildungsportal Sachsen
    • Inbetriebnahme der Technik: März 2009
      • VMwareESX-Server
      • SAN-Speicher
      • Netzwerkinfrastruktur (10 GE)

Unabhängig von den Großgeräteanträgen wurde das Projekt inhaltlich vorangetrieben und ein High-Availability-Cluster VMwareESX 3.5 aufgebaut. Das Cluster wird seit 5/2008 erfolgreich in Produktionsbetrieb genutzt und bildet die Grundlage für

  • die erste Phase der Konsolidierung der Serverinfrastruktur des URZ
  • den Dienst VPSH (Virtual Private Server Hosting)

Projekt GApps - campusweite Groupware-Lösung

Bereits seit längerem bestand innerhalb der TU Chemnitz der Bedarf an einer ausgereiften Groupware-Lösung, insbesondere einer arbeitsgruppenübergreifenden Terminplanung. Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten wurde 2007 das Projekt GApps initiiert und zum 01.01.08 für Mitarbeiter und Studenten freigeschaltet.

"GApps" steht für "Google Applications" und ist ein Portal für webbasierte Kollaborationsanwendungen. Basierend auf einem kostenfreien Angebot der Firma Google an Bildungseinrichtungen wurde die Domäne tu-chemnitz.eu definiert, in der ein wesentlich größerer Umfang von Funktionen gegenüber der Nutzung von Google-Diensten als Privatperson verfügbar ist.

In der ersten Ausbaustufe wurde der Kalender als wichtigste Groupware-Anwendung in Betrieb genommen. Jeder interessierte Nutzer der Uni kann seine Teilnahme am GApps erklären und erhält daraufhin einen persönlichen Kalender. Der Zugriff erfolgt sowohl über den Webbrowser als auch über PIM-Software anderer Hersteller. Außerdem ist eine Synchronisation mit MS Outlook-Kalendern und mit Kalenderanwendungen auf portablen Geräten möglich. Planung von Gruppenterminen, Belegung von Beratungsräumen und anderen terminrelevanten Ressourcen sind weitere Highlights von GApps. Die Anzeige von Veranstaltungskalendern auf Webseiten, aber auch beispielsweise des Anmeldeplanes im Zentralen Prüfungsamt (jeweils mit der Möglichkeit der Übernahme von Terminen in den persönlichen Kalender) stellen einen Mehrwert gegenüber anderen Kalenderlösungen dar.

Zum Ende des Jahres 2008 hatten bereits mehr als 1000 Nutzer aus allen Struktureinheiten den GApps-Kalender aktiviert.

Entwicklung der Voice-Over-IP-Dienste

Weiterentwicklung

Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kommunikationslösung gab es eine Reihe von Neuerungen, die auf der Webseite https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip dokumentiert und über den Voip-Newsletter mit 650 Abonnenten (https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/newsletter.html) publiziert wurden. Dazu gehören:

  • Click2Dial-Plugin für Firefox
  • Erweiterungen für Vorzimmer ("gesamtes Vorzimmer umleiten")
  • Handy-Integration, Parallelruf

Besonders gern wurde der neue Dienst "Tagungstelefon" in Anspruch genommen. Hierbei verleiht das Rechenzentrum mobile WLAN-Telefone, die an fast jedem Tagungsort in der Universität eingesetzt werden können.

Neu ist auch die Konferenzlösung Meetingplace. Diese ermöglich kombinierte Telefon-/Webkonferenzen mit mehr als 5 Teilnehmern, siehe https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/meetingplace.html

Besonders einschneidend war die Umstellung der Privattelefonie auf ein System, das vom Land Sachsen vorgeschlagen wurde und auf so genannten "Calling-Cards" basiert. Trotz der aufwändigen Umstellung kommen nun Vorteile, wie vor allem eine deutliche Preissenkung, zum Tragen.

Fax-To-Mail

Der Fax-Versand über E-Mail oder Web hat deutlich zugenommen. Insgesamt wurden über diese Technologie im Jahr 2008 6000 Faxe versendet. Durch die intensivere Nutzung des Fax2Mail-System können immer mehr Faxgeräte abgeschafft werden. Diese verursachen durch hohe Anschluss- und Wartungsaufwendungen enorme Kosten.

Erneuerung der Telefone

In Bezug auf die stetige Erneuerung der Telefone werden nur noch neue Telefon-Serien der Firma Cisco mit farbigem Display gekauft (7945, 7965 und 7975). Gleichzeitig wurde eine Strategie erarbeitet und teilweise umgesetzt, um systematisch alte Telefone der Serien 7960 abzulösen. Insgesamt sind 2640 Telefone an die Nutzer ausgegeben. Davon sind jedoch 139 Telefone offline (nicht am Netz).

Service

Im Servicebereich konnte eine Verbesserung der Reaktionszeiten erreicht werden. Für 85% der Aufträge betrug die Bearbeitungszeit weniger als einen Tag. Insgesamt wurden 1444 Änderungswünsche, Störungsmeldungen oder Nachlieferungen erfolgreich bearbeitet.

Sicherheit und Vermeidung des Missbrauchs von Ressourcen

Unser Campusnetz war auch im Jahr 2008 zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Solche Attacken, die oftmals von Viren, Würmern oder Trojanern (sogenannte Malware) ausgehen, sind leider alltäglich geworden. Sie laufen häufig automatisch ab und sind nach wie vor oftmals Folge des leichtfertigen Umgangs mit den Kommunikationstechniken des Internets. Wir haben es uns daher seit langem zur Aufgabe gemacht, einerseits die Endgeräte und Infrastrukturkomponenten in unserem Campusnetz zu schützen und andererseits die Verbreitung von Malware aus dem Campusnetz heraus zu unterbinden.

Diesen Zielen dienen mehrere Maßnahmen, die einzelne Teilaufgaben erfüllen und in ihrem Zusammenwirken die Sicherheit im Campusnetz gewährleisten. Alle Maßnahmen unterliegen einer ständigen Aktualisierung. Dazu gehören der Betrieb

  • von IP-Paketfiltern und Firewall-Funktionen in verschiedenen Ausbaustufen
  • eines Network Intrusion Detection Systems (NIDS)
  • eines Quarantäne-Netzes für infizierte Endgeräte

Weitere Informationen dazu sind in den Abschnitten "Projekte des Jahres 2008 - SECNet" sowie "Netzdienste und Campusnetz-Infrastruktur" zu finden, Details unter Aktuelle Schutzmaßnahmen im Campusnetz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/netz/sicherheit.html.

Weiterhin gehören zur Vorsorge auch

Insgesamt können wir einschätzen, dass diese Maßnahmen einen hohen Grad an Sicherheit im Campusnetz gewährleisten.

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des URZ. Diese Verstöße reichen von missbräuchlicher Verwendung von Ressourcen (Drucker- und Speicherdienste, Mail- und News-Dienste) über Verletzungen des Urheberrechts, betrügerische Absichten bei der Teilnahme an Online-Handelsplattformen und das Führen von Angriffen gegen IT-Systeme im Campusnetz und IT-Einrichtungen Dritter. Wir beobachten dabei eine steigende Tendenz bei Vorfällen, die mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei verbunden sind. Wir unterstützen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen solche Ermittlungen, was oftmals erheblichen Aufwand verursacht.

Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste

Netzausbau

Die Schwerpunkte des Campusnetzausbaus lagen 2008 bei der

  • Erschließung neuer Gebäude
  • Erweiterung der Geräteausstattung im Backbone
  • punktuellen Verbesserung der Versorgungsbedingungen innerhalb einzelner Gebäude

Gebäudeerschließung

Im Zuge des planmäßigen Neubaus von Gebäuden am Campus West in der Reichenhainer Straße kam es im vergangenen Jahr zur Übernahme des Physikbaus und der Errichtung der Maschinenhalle der Professur Strukturleichtbau (Halle S). Beide Gebäude zeichnen sich dadurch aus, dass

  • sowohl Büro- als auch Laborräume genutzt werden,
  • alle informationstechnischen Dienste für PC, Telefone, Gebäudeleittechnik usw. einheitlich mittels IP-Kommunikation realisiert werden,
  • kabelgebundene Vernetzung (Fast-Ethernet FE, Gigabit-Ethernet GE) und kabellose WLAN-Versorgung flächendeckend bereitsteht.

Die Anbindung der Endgeräte erfolgt über modernste gestapelte Switchtechnik, die flexibel alle Anschaltmerkmale wie

  • optimale Transportgeschwindigkeit (FE und GE),
  • Dienstgüte (QoS),
  • Kleinspannungsversorgung und
  • Ausfallredundanz

bereitstellt. Für die Beschaltung der 665 Datendosen wurden bisher 920 Switchports in Betrieb genommen.

Backboneausbau

Die im Jahre 2007 begonnene Umstellung des Campus-Backbone auf MPLS (Multiprotocol Label Switching) wurde 2008 zu Ende geführt. Dazu war es erforderlich, in allen Routingbereichen die im Backbone-Core eingesetzte Switchtechnik zu ersetzen. Im Endausbau besteht der MPLS-Backbone nun aus vierzehn Ethernet-Switches der Serie Catalyst 6500 und bildet die Grundlage für das campusweite Aufsetzen von MPLS/VPNs.

Nachdem der Kern-Backbonebereich (Na62, Rh70, Rh39) innerhalb eines ausfallsicheren Rings mittels 10 Gigabit Ethernet (10GE) gekoppelt wurde, konnte die Anbindung ausgewählter Etagenknoten mit dieser Höchstgeschwindigkeitstechnologie in Angriff genommen werden. Inzwischen sind die Backbone-Uplinks von fünf Etagenversorgungsbereichen mit besonders hohen Kommunikationsanforderungen gekoppelt. Ausschlaggebend für die Auswahl der ersten Anbindungen waren unterschiedliche Endgerätekonstellationen mit nachweislich hohen Anforderungen an Transportvolumen bzw. Transportgeschwindigkeit zum Backbone. Im einzelnen sind zu nennen:

  • VB Na62/012A mit Backupservertechnik
  • VB Rh70/A331 mit 80 Poolarbeitsplätzen
  • VB Rh70/Pk001, PK007 mit sehr großer Nutzeranzahl
  • VB Rh70/324 mit Forschungsprojekt auf Basis von GE-Endgeräten

Kabelnetzerweiterungen und Optimierungen

Im Rahmen von 12 Bauunterhaltsmaßnahmen wurden auf konkreten Nutzerwunsch Erweiterungen am Cat5-Datennetz ausgeführt. Diese Netzerweiterungen waren bedingt durch

  • erstmalige Anschaltnotwendigkeit von Spezialgeräten (Zugangskontrolle, Videokamera, Access Point, Gebäudeleittechnik) sowie
  • Erhöhung der Dosenportanzahl in Pool- und Büroräumen.

Außerdem erfolgte in Eigenleistung die Substitution von LWL-Dosen durch geeignete Mikroswitches (Wizlan WP560 und WP640) an ca. 10 Standorten. Damit stehen dem Nutzer wahlweise einzelne oder alle der folgenden Verbesserungen zur Verfügung:

  • Standardmedium TP-Kupferanschluss (RJ-45)
  • Anschlussvervielfachung (max. 5)
  • Kleinspannungsversorgung (PoE).

Die kostengünstige Aktion zur Dosenportvervielfachung (Kostenbeteiligung 75 - 250 Euro, je nach Funktionswunsch) wird auch 2009 fortgesetzt.

WLAN-Ausbau

Insgesamt konnten 75 weitere Accesspoints (AP) in Betrieb genommen werden, eingeschlossen ist die flächendeckende Versorgung des Physikbaus (38 AP) sowie des Verwaltungsgebäudes Carolastraße 8 (8 AP). Die restlichen Sendestandorte sind maßgeblich durch die zunehmende Verbreitung von WLAN-Telefonen der Fa. Cisco (C7921) definiert und durch Kofinanzierung der Nutzer realisiert worden. Zur Zeit sind 41 WLAN-Telefone im produktiven Einsatz. Die aktivierten Funkzellen aller AP gestatten aber auch die Ankopplung von WLAN-Telefonen anderer Hersteller, z.B. GSM-Telefone von Nokia (E-Serie).

Geräteinnovationen sind im Bereich der WLAN-Komponenten extrem groß. Ein wesentlicher Aspekt dieser Dynamik ist die Erhöhung der Transportgeschwindigkeit der Teilnehmer. Der höchste Datendurchsatz ist derzeitig mit 300 Mbps (Standard 802.11n Draft 2) spezifiziert. Mit Geräten dieser Leistungsklasse (Cisco AIR-LAP 1225) wurde zunächst in Pilotumgebungen gearbeitet. Nach erfolgreichem Test sind zwischenzeitlich bereits fünf Geräte, vor allem in großen Hörsalbereichen, im Dauereinsatz.

Netzdienste

Electronic Mail

Die vom URZ betriebene E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz wird den Anforderungen gerecht. Das Mailbox-Cluster (2 Backend-Server mit Daten im SAN, 2 Frontend-Server) arbeitet auch bei weiter steigenden Zugriffszahlen und Speicheranforderungen zuverlässig und schnell. Das Diagramm verdeutlicht den von uns unterstützten Trend vom veralteten POP-Protokoll zum leistungsfähigeren IMAP und zu Webmail.

Monatliche Zugriffe auf den zentralen Mailbox-Server

Die geplante Einführung einer neuen Webmail-Version im Herbst gestaltete sich durch komplexe Datenbankänderungen und Systemunsicherheiten leider etwas problematisch. Nach drei Wochen mit teilweisen Diensteinschränkungen haben wir seit Mitte Oktober unter https://mail.tu-chemnitz.de wieder eine gewohnt stabile Lösung zur Bearbeitung von E-Mails über einen Webbrowser. Bei der Anmeldung kann man sich jetzt für den "dynamischen" Modus entscheiden, der in modernen Browser-Versionen eine komfortable, schnelle Oberfläche zur Verfügung stellt. Den vollen Funktionsumfang in gewohntem Aussehen bietet der Modus "traditionell".

Neben Fehlerkorrekturen bietet die neue Webmail-Version neue Funktionen:

  • Anzeige von E-Mails im HTML-Format.
  • Das Adressbuch hat nun mehr Felder zum Speichern von Daten zu Kontaktpersonen.
  • Beim Erstellen von E-Mails werden Adressen beim Tippen automatisch gesucht.
  • Neue Lösung zum Versenden von Fax und SMS für Berechtigte (Eigenentwicklung)
  • Viele neue Einstellungen zur Anpassung der Oberfläche an Benutzerwünsche.

Seit 2008 unterstützen wir mit der TUC/URZ-Zertifizierungsstelle die Ausstellung persönlicher Zertifikate. Damit können TU-Angehörige zu versendende E-Mails digital signieren. Mit dieser "Unterschrift" kann der Empfänger den Absender sicher überprüfen. Gleichzeitig können Kommunikationspartner die Inhalte der E-Mails verschlüsseln. Siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/pcert.html.

Der Versand von unverlangter Massenmail (Spam) an unsere Mail-Relays von Rechnern aus dem Internet hat weiterhin zugenommen und erreichte 2008 zum Teil dramatische Ausmaße. Teilweise wurden an einem Tag über 1,5 Mio. E-Mails abgewiesen, während ca. 50.000 angenommen wurden. Basis unserer Spam-Abwehr sind die individuell einstellbaren Schutzfilter, die sich nach wie vor bewähren und den Dienst E-Mail überhaupt noch aufrecht erhalten lassen. Zum besseren Schutz wurde der Algorithmus für das Greylisting weiter verbessert. Die Regeln für SpamAssassin müssen laufend angepasst werden.

Monatliche E-mail-Verkehr an den zentralen Mail-Relays

Weitere Informationen: E-Mail an der TU Chemnitz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Im März erneuerten wir System- und Anwendungsplattform der zentralen Webserver www.tu-chemnitz.de und www-user.tu-chemnitz.de. Diese werden seitdem unter Scientific Linux 5.X mit Apache 2.2 und PHP 5.1 betrieben. Gleichzeitig haben wir die Authentisierungsmethoden für Web-Anwendungen konsolidiert. So wurden Passwort-Authentisierungen an den Servern selbst konsequent auf die Authentisierung über das Web-Trust-Center umgestellt. Dieses Verfahren ist wesentlich sicherer und durch Single-Sign-On benutzerfreundlicher. Durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen zu diesem Thema haben wir die Webautoren der TU auf den Umstieg vorbereitet. Trotz Ankündigung und mehrwöchiger Testphase kam es durch die Umstellung zu Ausfällen einzelner Webanwendungen.

Im Mai wurde ein überarbeitetes Corporate Design für Webseiten freigeschaltet. Im Vorfeld haben wir mit dem Web-Verantwortlichen der zentralen Universitätsverwaltung zahlreiche Neuerungen hinsichtlich Standardkonformität, Barrierefreiheit, Mehrsprachigkeit, besseren Navigationsmöglichkeiten und modernerem Design implementiert (siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/neu2008.html).

Das Autorensystem für Webseiten im Corporate Design wurde wesentlich erweitert:

  • Einbau eines WYSIWYG-Editors (FCKeditor)
  • Unterstützung der neuen Features des CD
  • Unterstützung bei der Erstellung von mehrsprachigen Angeboten
Siehe https://www.tu-chemnitz.de/urz/www/cd.html

Neben dem Autorensystem auf der Basis von WFM wurde mit TucWikiCMS eine Alternative insbesondere für Autoren mit TWiki-Erfahrung geschaffen.

Auch im Umfeld der Webserver setzen wir auf Virtualisierung der Hardware-Plattformen. So laufen die 32 (wiederum virtuellen) Webserver für Institute, Professuren oder Projekte zuverlässig in einer virtuellen Umgebung, genauso wie mehrere webbasierte Intranet-Dienste (z.B. Helpdesk, Druckerinformation und -steuerung). Das URZ betreibt für TU-Angehörige 35 sogenannte PROWeb-Server mit erhöhtem Sicherheitsstandard, die insbesondere für gesicherte Intranet-Dienste und Online-Lernplattformen genutzt werden.

Die WWW-Proxy-Server wurden nach längerer Ankündigung Ende 2008 abgeschaltet - alle Webbrowser der TU Chemnitz können direkt auf Webserver im Internet zugreifen.

Kollaborationstool TWiki

Seit mehreresn Jahren wird das Kollaborationstool TWiki im URZ betrieben und für unterschiedlichste Arbeitsgruppen auch mit externen Partnern bereitgestellt.

Im letzten Jahr ist die Akzeptanz dieses Werkzeug deutlich gestiegen, so dass jetzt mehr als 70 Arbeitsgruppen Webs (Arbeitsbereiche) für die Koordinierung der Arbeit und den Austausch von Informationen betreiben. Für die bessere Strukturierung und Steuerung der Zugriffskontrolle gibt es noch eine Vielzahl von Subwebs. Im System sind ca. 1000 Nutzer eingetragen. Das Datenvolumen liegt bei 20 Gigabyte.

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz ftp.tu-chemnitz.de werden die meisten Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 6 TByte). Um dem anhaltend hohen Zuspruch gerecht zu werden, wurde der Server im vergangenen Jahr mit einer 10 Gigabit-Ethernet-Karte erweitert.

Zertifizierungsstelle TUC/URZ CA

Die seit 2003 vom URZ betriebene Zertifizierungsstelle stellt Zertifikate für Server (WWW, E-Mail etc.) der TU Chemnitz aus. Dies ist eine wichtige organisatorische Komponente zur sicheren Kommunikation im Internet.

Seit Februar 2007 wird unsere Zertifizierungsstelle vom DFN betrieben (TUC/URZ CA G3). Damit können wir Zertifikate im Sicherheitsniveau "Global" in einer sicheren Betriebsumgebung ausstellen. Server-Zertifikate gelten 5 Jahre und werden von vielen Browsern ohne Warnung akzeptiert (Microsoft Internet Explorer, Opera - Mozilla-Browser leider immer noch nicht). Außerdem werden persönliche Zertifikate für Angehörige der TU Chemnitz ausgestellt, mit denen z.B. eine gesicherte E-Mail-Kommunikation mittels S/MIME ermöglicht wird.

Das URZ betreibt mit dem Nutzerservice eine Registrierungsstelle (Registration Authority, RA), die die online erstellten Zertifikatanträge von Angehörigen der TU Chemnitz prüft und die Zertifizierung veranlasst. So wurden 2008 54 Server-Zertifikate und 5 Nutzer-Zertifikate ausgestellt.

Weitere Informationen: Zertifizierungsstelle des URZ der TU Chemnitz http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/

Web Trust Center

Das Web Trust Center (WTC) ist der zentrale Web-Authentifizierungsdienst auf Basis von Shibboleth. Im Jahr 2008 wurden die Server-Infrastruktur hierfür virtualisiert und erweitert sowie die Identity Provider (IDP) in die DFN-AAI-Föderation integriert. Dadurch erschließen sich immer mehr Webdienste, vor allem von Verlagen und Informationsdiensten, die unsere Benutzer direkt über unseren Identitätsprovider authentisieren.

Die WTC-Infrastruktur der TU Chemnitz ist in folgende Föderationen eingebunden:

  • TU-Chemnitz Föderation mit insgesamt 95 Service-Providern
  • DFN-AAI Föderation
  • Saxis-Föderation

Für die Pflege und Koordination der TU eigenen Föderation wurde ein Service Level Agreement erarbeitet: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/wtcsla.html

Verzeichnisdienst

LDAP ist eine Basis-Technologie im Identitäts-Management, die von anderen Diensten im Netz benutzt wird, u.a. durch

  • Studentenportal (HIS-QIS)
  • Addressbuch des Webmail-Dienstes, E-Mail-Programme und webbasierte Auskunft
  • VoIP-Infrastruktur (Telefonie, Videodienst, Faxdienst)
  • Web-Trust-Center (Shibboleth Identity Provider)
  • Radius-Server
  • Ticket-System

Das URZ betreibt drei redundante LDAP-Server (Multimaster) mit dem Fedora Directory Server (FDS 1.1.2). Auch diese Plattform wurde 2008 virtualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Der Datenabgleich erfolgt automatisiert mit der Benutzer-Datenbank MoUSe.

Die zentrale Stellung des LDAP-Dienstes wird auch durch die Benutzungsstatistiken deutlich. Pro Tag beantwortet der LDAP-Cluster ca 1,5 Millionen Anfragen.

daily-ldap.png

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

  • DNS: Das URZ gewährleistet den sicheren Betrieb von Nameservern für die Domain tu-chemnitz.de und weiteren Domains. Für eine stabilen Zugang zu DNS-Servern im Intranet wurde eine redundante Lösung über L4-Switch geschaffen - als Nameserver ist intern 134.109.133.1 zu verwenden. Die Hardware der realen Server wurde Ende 2008 erneuert.

  • DHCP: Das URZ betreibt Server zur dynamischen Host-Konfiguration. Für Geräte an den Datendosen werden die IP-Adressen dieser Server an Hand der Ethernet-Adresse fest zugeordnet. Zur Verwaltung von DNS- und DHCP-Daten steht Administratoren von Rechnern ein eigenentwickelter webbasierter Zugang zur Verfügung.

  • NTP: Das URZ betreibt Server zur Zeitsynchronisation. Über ntphost1.hrz.tu-chemnitz.de und ntphost2.hrz.tu-chemnitz.de kann per Network Time Protokoll die Uhrzeit abgeglichen werden.

  • NetNews: Über news.tu-chemnitz.de stellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit. Dieser Dienst wird seit Ende 2008 auf einem virtuellen Server realisiert.

  • Login: Die Login-Server login.tu-chemnitz.de stellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail. Auch dieser Service läuft nun auf einem leistungsfähigen virtuellen Server. Der webbasierte Dateimanager WFM wurde um Funktionen zur Erstellung von Webseiten im Corporate Design erweitert. Unter http://m.tu-chemnitz.de stehen einige speziell zugeschnittene Angebote für mobile Geräte (Handys, PDAs) zur Verfügung.

  • CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 6500 Benutzern in Anspruch genommen.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools

Das Unirechenzentrum stellt zentrale Computerpools für Studenten und Mitarbeiter bereit. Dabei stehen diese Ressourcen insbesondere für die Durchführung betreuter Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Auf den Pool-PCs werden zurzeit folgende Betriebssysteme - jeweils Dual-Boot - angeboten:

  • Scientific Linux 5.2 und
  • Windows XP oder
  • Windows Vista

Auf allen Pool-PCs erfolgte 2008 ein Upgrade von Scientific Linux 5.0 zu 5.2 sowie in einigen Pools der Übergang von Windows XP zu Windows Vista. Der bisherige Pilotbetrieb von Windows Vista wurde durch einen regulären (Produktions-)Betrieb abgelöst. Windows Vista wird bisher eher zögerlich angenommen. Um den Nutzern die Möglichkeit des Kennenlernens von Vista zu geben, sind nun weitere Pools mit Windows Vista installiert.

Im Thüringer Weg 9, Raum K010, steht jetzt ein neuer PC-Pool zur Verfügung. Damit haben jetzt auch Studenten und Mitarbeiter weiterer Institute der Philosophischen Fakultät, wie Sport-, Politikwissenschaften oder Germanistik, einen vom URZ betreuten PC-Pool in unmittelbarer Nähe.

Folgende Tabelle gibt wesentliche Fakten zu den URZ-Pools wieder:

Gebäude, Raum Anzahl BS-Plattform Nutzung verfügbar seit letzte Erneuerung
Reichenhainer Str. 70, B301 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2005
Reichenhainer Str. 70, B302 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2005
Reichenhainer Str. 70, B401 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2005
Reichenhainer Str. 70, B404 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2007
Reichenhainer Str. 39, 138 20 Linux/Windows XP vorrangig Wiwi 2001 2005
Reichenhainer Str. 41, 238 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2005
Reichenhainer Str. 41, 338 17 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 2005 2005
Raabestraße, 046 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2005
Str. der Nationen, 066 12 Linux/Windows Vista uniweit 1997 2005
Str. der Nationen, B207 13 Linux/Windows Vista uniweit 1999 2007
Str. der Nationen, 203 20 Linux/Windows XP vorrangig Informatik/MB 2001 2007
Thüringer Weg 9, K010 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 2008 2008

Tabelle: vom URZ betreute Ausbildungs-Pools

Technische Ausstattung

Alle Pools (außer 41/338) verfügen über PCs von Fujitsu Siemens. In jedem Pool befindet sich ein Arbeitsplatz-PC mit Scanner, ein PC mit Beamer (zur Unterstützung von Lehrveranstaltungen) und ein Laserdrucker. In mindestens einem PC je Pool ist ein CD/DVD-Brenner eingebaut.

Die PCs der 2005 beschafften Pools sind wie folgt ausgestattet:

  • Typ: Fujitsu Siemens Celsius W340
  • Prozessor: Intel Pentium 4 mit 3 GHz
  • RAM: 2 GB
  • HD: 80 GB und 160 GB
  • Grafikkarte: nVidia GeForce 6200
  • 19 Zoll TFT-Monitor Fujitsu-Siemens
  • DVD: PHILIPS DROM6216
  • Netzkarte on-board: NetXtreme BCM5751
  • Soundkarte on-board: High Definition Audio Controller

Die PCs der 2007 (Reichenhainer Str. 70, B404 sowie Straße der Nationen B207 und 203) und 2008 (Thüringer Weg 9, K010) beschafften Pools sind wie folgt ausgestattet:

  • Typ: Fujitsu Siemens Esprimo P5615
  • Prozessor: AMD Athlon64 X2 4000+
  • RAM: 2 GB
  • Festplatte: 2x SATA II 250GB 7.2k
  • Grafikkarte: Nvidia nForce4
  • 19 Zoll TFT-Monitor Fujitsu-Siemens / BENQ T904
  • CD/DVD: SATA Brenner
  • Netzkarte on board: Nvidia
  • Soundkarte on board: Nvidia

Der "Multimedia-Pool" in der Reichenhainer Str. 41, 338 ist ähnlich ausgestattet, verfügt aber zusätzlich über eine Hochleistungs-Grafikkarte und eine FireWire-Schnittstelle.
Weitere Details zur Hardwareausstattung bzw. zur Pool-Nutzung generell finden Sie unter Öffentliche Computerpools.

Nutzung der Pools

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich die Nutzung der URZ-Pools seit 1994 entwickelte.

Jahr Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
1994 1226 799 388 32 7
1995 1783 1284 428 67 4
1996 2512 1865 494 145 8
1997 3226 2446 513 260 7
1998 4072 3219 504 328 21
1999 4980 4070 556 347 7
2000 5380 4480 493 316 91
2001 7112 6311 501 271 29
2002 7836 7123 425 240 48
2003 8361 7624 477 201 59
2004 8809 8144 355 251 59
2005 8759 8175 374 176 34
2006 9145 8436 504 169 36
2007 9812 9057 590 132 33
2008 9712 9009 511 151 41

Tabelle: Entwicklung der Nutzerzahlen der URZ-Ausbildungspools

Trotz leicht rückläufiger Tendenz sieht das URZ weiterhin Bedarf an einer ausreichenden Anzahl "stationärer" PCs, besonders im Hinblick auf die nach wie vor zahlreichen Anmeldungen für in den Pools stattfindende Lehrveranstaltungen.

Verfügbare Software

In den Ausbildungspools wird ein breites Spektrum von Anwendungssoftware angeboten, um die Lehr- und Forschungsaufgaben in allen Struktureinheiten bestmöglich zu unterstützen. Der Softwarebestand wird regelmäßig vor Beginn eines neuen Semesters auf Aktualität und Notwendigkeit überprüft, Bedarfsanmeldungen von Lehrbeauftragten werden berücksichtigt.
In der Regel ist der Softwarebestand in allen Ausbildungspools identisch, um den Nutzern eine einheitliche Arbeitsumgebung in allen Räumen zu bieten. Aus lizenzrechtlichen und finanziellen Gründen sind einzelne Softwareprodukte aber nur in bestimmten Pools verfügbar.

Die jeweils aktuelle Softwareausstattung kann den entsprechenden Webseiten entnommen werden:
Linux https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/linux/
Windows Vista https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-vistapools.php
Windows XP https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-xppools.php

Öffentliche Server

Systemplattform Linux

Die 7 öffentlichen Linux-Server des URZ werden mit dem RedHat Linux Clone "Scientific Linux" unter den aktuellen Releases betrieben. Diese Server wurden im letzten Jahr weitgehend virtualisiert. Sie setzen sich aus Compute-Servern, Referenz-Servern für die verschiedenen Scientific Linux Releases und einem Login-Server für die Arbeit von außerhalb der TU Chemnitz zusammen. 2008 wurde sich insgesamt 112454 Mal an öffentlichen Linux-Servern eingeloggt. Langlaufende rechenintensive Jobs mit großem Ressourcenbedarf sind in dieser Statistik nicht erfasst.

Funktion Betriebssytem Hostname Typ
Compute Server SL 5.2 32bit caesar Virtueller Server
Compute Server SL 4.7 32bit herkules Realer Server
Login Server SL 5.2 32bit tor Virtueller Server
Referenz Server SL 4.7 32bit janus Virtueller Server
Referenz Server SL 4.7 64bit romulus Virtueller Server
Referenz Server SL 5.2 32bit pandora Virtueller Server
Referenz Server SL 5.2 64bit remus Virtueller Server

Liste der öffentlichen Linux-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53
2006 2169 550 2111 491 58 59
2007 1737 513 1714 438 23 75
2008 1608 582 1574 496 34 86

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server

Windows-Applikations-Server

Im letzten Jahr gab es 11 Neuanmeldungen von PCs für die Nutzung des Windows-Applikationsserver-Dienstes.

Für einen großen Teil der innerhalb des Dienstes nutzbaren kommerziellen Software wurden aktuelle Versionen eingespielt, wie Adobe Acrobat 8 Professional, Matlab 7.7, Adobe CS3 Web Premium, SPSS 16, Amos 16 und OriginPro V8 SR2. Die frei verfügbare Software wird ebenso ständig gepflegt, analog zu den Installationen auf den Poolrechnern.

Die Hardwarebasis wurde auf virtuelle Server umgestellt. Seit Anfang November 2008 sind sowohl der Portalserver als auch der eigentliche Windows2003-Applikationsserver als virtuelle Server in Betrieb. Der Dienst kann damit effektiver und ausfallsicherer betrieben werden.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/wapps/

Druckdienst

Der Service Drucken des URZ stellt Drucktechnik und deren kostenpflichtige Nutzung auf allen öffentlichen Rechnern des URZ bereit. Außerdem werden eine Vielzahl von speziellen Druckertreibern für die Nutzung auf Admin-PC's unter verschiedenen Windows-/Linux-Systemen bereitgestellt. Alle Druckaufträge für öffentlich nutzbare Drucker werden über 2 spezielle Server des URZ gespoolt und dort über die URZ-Datenbank abgerechnet.

Ende November wurde der zentrale Drucker (SW/A4+A3) vor dem Nutzerservice Str. der Nationen durch einen neuen vom Typ Triumph Adler LP4151 ersetzt.

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Typ gedruckte Seiten
2006 2007 2008
ReiStra70 Pool-Drucker (SW) 801853 535554 431574
ReiStra70 zentrale Drucker (SW) 171324 201629 261003
ReiStra70 zentrale Drucker (Farbe) 94474 63081 89091
ReiStra39 Pool-Drucker (SW) 230323 157375 161717
ThürWeg9 Pool-Drucker (SW) - - 36349
RaabeStr Pool-Drucker (SW) 180589 98893 128442
StraNa Pool-Drucker (SW) 163609 89939 120169
StraNa zentrale Drucker (SW) 32077 15323 18011
StraNa zentrale Drucker (Farbe) 45052 27939 32336
Summen: 1719301 1189733 1278692
Tabelle: Inanspruchnahme des Dienstes Drucken im URZ

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

In der Universitätsbibliothek (UB) wurden alle öffentlichen Drucker erneuert mit Druckern vom Typ Samsung ML-4551ND. Diese werden ebenfalls durch das URZ verwaltet und alle Druckaufträge über die Datenbank der UB abgerechnet.

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Fähigkeit Seiten
2006 2007 2008
S1 A4 SW 127538 103193 147022
S1 A4 Farbe 4329 3796 3938
ZB A4 SW 52481 41768 40084
S4 A4 SW 109650 71886 88524
S18 A4 SW 81504 64534 58208
S18 A4 Farbe - 17 8434
Summen: 375502 285194 346210
Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (S1 = Pegasus-Center, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.70, S18 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.41 )

Weitere Informationen zum Drucken in der UB: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/

Virtualisierung

Virtualisierung der Server-Infrastruktur

Informationen dazu im Kapitel Projekte des Jahres 2008

Virtual Private Server Hosting (VPSH)

Über einen längeren Zeitraum wird der Dienst VPSH in einer Pilotphase uniweit zur Verfügung gestellt. Hauptnutzer des Dienstes ist das URZ selbst, das die eigene Serverinfrastruktur schrittweise konsolidiert. Die Serverkonsolidierung impliziert die Außerbetriebnahme realer Serversysteme, wodurch u.a. folgende Effekte erreicht werden:

  • Senkung der Betriebskosten (Hardware, Energie, ...)
  • bessere Nutzung der verfügbaren Hardware-Ressourcen
  • Erhöhung der Dienste-Verfügbarkeit durch Virtualisierung und Redundanz
  • zeit- und kapazitätsmäßige Zuweisung der Ressourcen an virtuelle Server (Provisioning)
  • einfache Migration von Diensten
  • Skalierbarkeit hinsichtlich Durchsatz und Kapazitätserweiterungen
  • Erhöhung der Flexibilität (z.B: bei der Dienste-Entwicklung und -Testung)

Als Systemplattformen für Virtual Private Server (VPS) werden gegenwärtig

  • Scientific Linux
  • W2003
unterstützt. Beim Einsatz der VPS können zwei Richtungen unterschieden werden, der Einsatz als Produktionsserver und der Einsatz als Entwicklungs- und Testsystem. Letztere bereiten oft den Servereinsatz vor oder dienen der Erprobung neuer Dienstmerkmale und Features.

Einrichtung VPS Server Entwicklungssysteme
URZ 58 43 15
UB 13 9 4
BPS 5 4 1
ZUV 4 2 2
MB 4 3 1
NW 1 1 0
UNICC 1 1 0
Summe 86 63 23

Tabelle: Anzahl der VPS (Server, Entwicklungssysteme) pro Einrichtung (Stand: 12/2008)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, wieviel Ressourcen maximal durch die VPS genutzt werden können (RAM, Cores) bzw. im SAN genutzt werden (Disk).

Typ RAM (GB) Cores (Anzahl) Disk (GB)
Server 120 99 5480
Entwicklungssysteme 20 30 670
Summe 140 129 6150

Tabelle: Ressourcenverbrauch der VPS

Durch den URZ-Beirat wurde im November das vom URZ vorgelegte Kostenmodell VPSH bestätigt, welches nach der Pilotphase ab Juli 2009 für den Dienst VPSH zur Anwendung kommen wird.

Administrationsdienste

Das URZ konzentriert sich seit vielen Jahren auf die wichtigen und weitverbreiteten Betriebssystemplattformen Windows und Linux. Deren aktuelle Distributionen werden produktiv sowohl im Serverbereich als auch an Arbeitsplätzen eingesetzt. Die dafür notwendigen Administrationstechnologien sind wegen der Vielzahl zu betreuender Rechner weitestgehend automatisiert, plattformübergreifend - gelten sowohl für Windows als auch Linux - und werden ständig weiterentwickelt bzw. neuen Anforderungen angepasst. Diese Technologien sowie das angesammelte Knowhow werden in Form von ADMIN-Diensten den Angehörigen der TU Chemnitz angeboten. Im Rahmen dieser ADMIN-Dienste werden folgende Arbeiten realisiert:
  • Installation der Betriebssysteme
  • Integration ins Campusnetz
  • Bereitstellung von System- und Anwendungssoftware, inklusive deren Aktualisierung
  • Service Monitoring
  • Maßnahmen zur System- und Netzwerksicherheit
  • Konfiguration von Systemdiensten
  • Beschaffung von Standard-PCs sowie deren
  • Reparatur und Umbau
  • Integration neuer bzw. geänderter Hardware/-komponenten
  • speziell für Server: Aufstellung im Datacenter

Die Schwerpunkte bei den ADMIN-Diensten lagen 2008 für Linux bei der Migration nach SL5.2 (Scientific Linux) und für Windows bei der Propagierung und Inbetriebnahme von Vista-basierten Administrationsdiensten.

Administrationsdienste Linux

Die Enwicklung innerhalb von Linux verläuft weiterhin dynamisch.
1871 Migrationen wurden durchgeführt. Diese untergliedern sich in:

  • Umstieg der Server von "Scientific Linux(SL) 4.5" auf "SL 4.7"
  • Umstieg der Desktop-, Arbeitsplatz-Rechner und Server von "SL 5.0" auf "SL 5.1"
  • Sprung der Desktop-, Arbeitsplatz-Rechner und Server von "SL 5.1" auf "SL 5.2"

Folgende Eckdaten verdeutlichen die Aufwendungen bei der Betreuung der Rechnersysteme:

  • ca. 632 Systeminstallationen (Neu- und Reinstallationen)
  • auf den Plattformen SL4 und SL5 wurden 7 verschiedene Kernel-Versionen angepasst und eingespielt, das sind in der Summe ca. 4000 eingespielte Kernel-Updates
  • ca. 8800 Update-Pakete verifiziert und ggf. auf den entsprechenden Systemen verteilt

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Workstations
Real
¹)
Workstations
Virtuell
¹)
Pool-
rechner
Server
Real
Server
Virtuell
Summe
Philosophische Fakultät ²) 1 - 93 1 - 95
Institut für Physik 78 - 19 - - 97
Institut für Chemie 1 - - - - 1
Informatik 19 - - - - 19
Maschinenbau 11 1 - 1 1 14
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 - - 1 - 12
Wirtschaftswissenschaften 1 - 39 - - 40
Zentrale Universitätsverwaltung 3 1 - - - 4
Universitätsbibliothek/PIZ 115 10 128 7 4 264
Universitätsrechenzentrum 84 4 145 127 32 392
Bildungsportal Sachsen - 1 - 4 4 9
Studentenwerk 6 - - - - 6
Rechner insgesamt 330 17 424 141 41 953

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM getrennt nach virtuellen und realen Maschinen (Stand: Ende 2008)
¹) inklusive Entwicklungsrechner, Arbeitsplatzrechner und Infoterminals
²) inklusive Zentrum für Fremdsprachen

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Gesamtzahl der Rechner. Jeweils ein Pool für die Fakultät Informatik und ein Pool für die Philosophische Fakultät wurden in LADM aufgenommen. Die Anzahl der Serversysteme konnte gesenkt werden, da nunmehr für viele Aufgaben ressourcenschonende virtuelle Maschinen zum Einsatz kommen.

Fakultät/Einrichtung 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Philosophische Fakultät 46 50 49 45 43 60 79 82 95
Institut für Physik 54 58 89 99 101 71 87 88 97
Institut für Chemie 0 0 0 0 1 1 2 1 1
Informatik 0 2 2 3 3 3 10 10 19
Maschinenbau 31 45 45 42 29 14 13 16 14
Elektrotechnik und Informationstechnik 11 9 5 7 7 8 8 11 12
Wirtschaftswissenschaften 0 0 1 41 41 40 39 40 40
SFB 393 533 533 533 533 533 533 533 0 0
Zentrale Universitätsverwaltung 1 1 1 3 4 6 7 6 4
Universitätsbibliothek/PIZ 42 147 194 223 206 233 239 255 264
Universitätsrechenzentrum 218 266 273 311 334 363 365 401 392
Bildungsportal Sachsen 0 4 4 4 9 9 5 4 9
Studentenwerk 6 6 6 6 6 6 6 6 6
Rechner insgesamt 942 1121 1202 1317 1317 1347 1393 920 953

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM

Administrationsdienste Windows

Die Nutzung der Administrationsdienste für Arbeitsplatz- und Pool-PCs mit dem Betriebssystem Windows ist gegenüber dem Vorjahr wiederum angestiegen. Der Schwerpunkt lag 2008 auf der Fertigstellung und Einführung von Administrationsdiensten für Windows Vista.

Einrichtung 2004 2005 2006 2007 2008
Philosophische Fakultät 106 189 173 200 197
Institut für Physik - - - 3 13
Institut für Chemie 6 8 8 14 19
Informatik - 1 3 3 14
Maschinenbau 30 34 44 60 66
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21 35 46 56
Wirtschaftswissenschaften 22 21 20 20 20
Zentrale Einrichtungen 115 130 147 185 208
Rechner insgesamt 300 404 430 531 593

Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Windows-Administrationsdienste-Spektrum

Admindienste für Windows XP: Dienst WXPADM, Dienst WXPSelfAdmin

Diese Dienste werden seit mehreren Jahren angeboten und sind weiterhin gefragt. Die Anzahl der administrierten Arbeitsplatz-Rechner hat sich merklich erhöht. Der Fokus hat sich bei neu integrierten PCs von WXPADM mehr zum Selfadmindienst WXPSelfADM verschoben. Vom Dienst WXPSelfADM profitieren beide Vertragspartner, einerseits Betreiber bzw. Selfadmin durch die Möglichkeit, schneller kurzfristige Änderungswünsche realisieren zu können, andererseits auch das URZ als Dienstleister, indem interaktives Eingreifen reduziert wurde. Ein relativ hoher Aufwand im Rahmen dieser Dienste ist im URZ für die Integration von Software sowie Hardware in die Admindienst-Automatismen notwendig. Vor allem relativ häufig durch den Hersteller modifizierte Hardwarekomponenten und eine große Vielfalt an Druckertypen schlagen aufwandsmäßig wesentlich zu Buche.

Admindienste für Windows Vista: WVIADM, WVISelfADM

Wesentliche personelle Kapazitäten widmete das URZ dem neuen Desktop-Betriebssystem von Microsoft, speziell dem Aufbau analoger Admindienste wie für Windows XP.

Sichtbar werden diese Arbeiten in mittlerweile vier Pools - Straße der Nationen, Räume B207 und 066 sowie Reichenhainer Str. 70, Räume B301 und B302. Begleitet wurden diese Aktivitäten durch mehrere Vista-spezifische Kurse des URZ. Die Anzahl in die Vista-Admindienste integrierter PCs ist nicht zufriedenstellend. Aus Sicht des URZ hängt dies wesentlich mit der kritischen Haltung potentieller großer Windows-Kunden, aber auch mit der Politik des Herstellers hinsichtlich Windows Vista und dem mittlerweile schon offiziell angekündigten Nachfolgesystem Windows 7 zusammen. Der in Vista investierte personelle Aufwand war trotzdem sinnvoll, da das Nachfolgesystem in wesentlichen Teilen Windows Vista folgt.

Einrichtung Arbeitsplatz-Rechner
WXPADM/WXPSelfADM
Arbeits-Rechner
WVIADM/WVISelfADM
Pool-Rechner
WXPADM
Pool-Rechner
WVIADM
Summe
Philosophische Fakultät 118 2 77 - 197
Institut für Physik 9 4 - - 13
Institut für Chemie 18 1 - - 19
Informatik 14 - - - 14
Maschinenbau 66 - - - 66
Elektrotechnik und Informationstechnik 56 - - - 56
Wirtschaftswissenschaften - - 20 - 20
Zentrale Einrichtungen 62 - 79 67 208
Rechner insgesamt 343 7 176 67 593

0 | Tabelle: Anzahl der Rechner in einem Windows-Administrationsdienst

Dienst WUSCH

Die dem Dienst zugrundeliegende Windows-Update-Technologie wird an allen vom URZ administrierten Computern zur Aktualisierung - besonders sicherheits-relevanter Komponenten - eingesetzt, sowohl an allen Pool- und Arbeitsplatz-PCs als auch an Windows-Servern. Darüberhinaus wird WUSCH auch von weiteren PCs an der TU Chemnitz genutzt.

Die Zahl der Klienten-PCs hat sich 2008 bei etwas mehr als 1100 eingepegelt (2007 waren es etwas weniger als 1000 Klienten).

Die Technologie für den Windows Update Service für die TU Chemnitz basiert auf WSUS3.

Server Housing

Der Dienst SERVER HOUSING umfasst die Aufstellung und den Betrieb von Servern durch das URZ. Das Dienstangebot richtet sich an Struktureinheiten der Universität, die Server installieren und betreiben wollen und dabei im URZ vorhandene Infrastruktur sowie Knowhow nutzen möchten.

In diesem Rahmen werden Server betrieben, die Dienste erbringen, welche

  • üblicherweise nicht zum Dienstleistungsangebot des URZ gehören oder
  • durch den Einsatz dedizierter Server-Hardware besondere Ressourcen- und/oder Performance-Erwartungen erfüllen sollen.
Der Dienst SH schafft für den Betrieb solcher Server geeignete Betriebsbedingungen.

Der Dienst SH wird in drei Ausbaustufen (Service Level) angeboten:

  • Service Level 1: Server-Standort im Data Center, Administrations- und Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_LOCATION
  • Service Level 2: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrationsverantwortung, Dienstverantwortung verbleibt beim Auftraggeber: SLA SH_ADMIN
  • Service Level 3: Server-Standort im Data Center, Auftragnehmer übernimmt Administrations- und Dienstverantwortung: SLA SH_SERVICE

Einrichtung Projekt Service Level Einheiten
Universitätsbibliothek UBC-Server 3 15
Institut für Physik Fileserving 3 1
MB Fileserving 3 2
ETIT Fileserving 3 1
ZUV Fileserving 3 2
ZUV Schadstoff-DB 1 1
ETIT HPC-Cluster 1 1
ETIT Compute-,SUN-Server 1 7
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie 1 9
WIWI WEB-SERVER 1 1
Informatik Modellierung und Simulation 1 2
Informatik Technische Informatik 1 1
Informatik Datenverwaltungssysteme 1 2
WIWI Betriebswirtschaftslehre 1 1
WIWI,Phil Streaming 1 1
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) 2 1
BPS GmbH Bildungsportal Sachsen 2 9
Rechner insgesamt     57

Tabelle: Übersicht über Server-Housing (Stand: Ende 2008)

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Realisierte Projekte und Meilensteine:

  • Lokalsystem Libero:
    • während der UB-Schließzeit am Jahresende: Update auf Version 5.3, die ein neues, CSS-basiertes und somit barrierefreies Layout aufweist und neben Fehlerbereinigungen zusätzliche Funktionen bietet, z.B. die Anzeige von Amazon-Cover-Bildern in den Treffern, die Unterstützung von RSS-Feeds sowie die Benutzerdatenänderung in Selbstbedienung
    • außerdem Aktualisierung des kompletten Katalogdaten-Bestandes inkl. Re-Indexierung sowie Datenbank-Pflegearbeiten, die bei sonst durchgängig laufendem Betrieb unmöglich sind

  • Integration der UB in die Shibboleth-Infrastruktur der TU Chemnitz durch Anbindung des Lokalsystems Libero als weiterer Identity Provider, so dass die UB den Zugang zu ihren Shibboleth-fähigen digitalen Angeboten auch über dieses System anbieten kann

  • Inbetriebnahme eines Selbstverbuchungssystems in der besonders stark frequentierten Teilbibliothek "Geisteswissenschaften und Mathematik" (Pegasus-Center) zur Beschleunigung der Ausleihvorgänge

  • komplette Erneuerung der öffentlichen Drucktechnik der UB durch Installation moderner, leistungfähiger Schwarz-Weiß-Drucker als Reaktion auf gestiegene Druckvolumina und die zunehmende Komplexität der Dokumente, die bei den älteren Druckern zu diversen Problemen und teilweise sehr langen Joblaufzeiten führten

  • Virtualisierung der Server für das Web-Angebot der UB, das Datenbank-Portal CHARLI sowie den Dokumenten- und Publikationsservice MONARCH, inkl. Aktualisierung des Betriebsysstems auf Scientific Linux 5

  • MONARCH erhielt das DINI-Zertifikat 2007 (zuvor: DINI-Zertifikat 2004)

enthält

  • Update der Software ESEM für Elektronische Semesterapparate auf die Versionen 2.0.03 und 2.0.07 und damit Realisierung der Kurspasswörter zur Vereinfachung der Rechtevergabe für die Dozenten sowie einer verbesserten Dokumentenpflege

  • Universitätsbibliographie:
    • Entwicklung eines Auswertungswerkzeugs für die Universitätsverwaltung zur Bewertung der Publikationstätigkeit der einzelnen Struktureinheiten
    • Anpassung des Layouts an das Corporate Design
    • maschinelle Übernahme aller Dissertationen und Habilitationen aus MONARCH mittels eines dafür vom URZ entwickelten Werkzeugs
    • Implementierung einer deutlich performanteren und damit wirklich nutzbaren Personensuche
    • Weitergabe der Software mit den Chemnitzer Erweiterungen an die TU Bergakademie Freiberg

Speicherdienste

Technische Basis aller Dienste zum Speichern von Daten im URZ bildet das Speichernetzwerk TUCSAN, welches weiter ausgebaut wurde. Das Bild zeigt die Struktur und Komponenten des TUCSAN.

tucsan2.png

Speicherdienste werden auf Grundlage folgender Technologien bereitgestellt:

  • Netz-Filesystem (OpenAFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten, u.a.
    • HOME-Verzeichnisse für alle Nutzer des URZ
    • Projekt-Verzeichnisse
  • Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
  • Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken
  • Virtuelle Festplatten: direkt per iSCSI an dezentralen Servern im Campusnetz oder als SAN-Platte an virtuellen Servern verfügbare Festplattenkapazität im TUCSAN

Netz-Filesystem (OpenAFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten in den letzten fünf Jahren.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2004 8 12512 1564.0 0
2005 8 12733 1591.6 2
2006 8 12762 1595.2 0
2007 15 45227 3015.1 254
2008 15 55214 3680.9 22

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten

Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung seit 2006.

File-Typ 2006 2007 2008
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 15176 3387 1414 15798 6921 2064 15727 9652 2808
Projekt-Verzeichnisse 467 4578 2445 527 15498 6358 577 24008 11892
Admin/ToSCA 227 1904 812 236 2215 964 226 2836 1380

Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744
2006 6 12056 14744
2007 8 38329 38706
2008 9 46436 40554

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wird auf der Basis der frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA realisiert. Auf 7 AMANDA-Servern mit insgesamt 40 Terrabyte Sicherungskapazität wurden Ende 2008 folgende Daten gesichert:

Fakultät 2003 2004 2005 2006 2007 2008
GB GB GB GB GB GB ANZ FS DUMP
CSN 18 22 68 68 66 68 1 6 145
ET/IT 756 1041 1165 1460 1679 1760 13 54 5263
Informatik 440 601 669 826 592 616 8 23 2901
Maschinenbau 251 533 521 618 717 1044 10 14 2575
Mathematik 202 202 242 400 585 936 4 9 2905
Naturwissenschaften 85 60 64 100 195 290 2 3 1125
Philosophie - - - - - 5 1 1 0.2
Universitätsbibliothek 27 47 40 40 39 - - - -
URZ 293 302 320 334 291 290 9 13 1300
Wirtschaftswissenschaften 142 158 168 156 201 182 6 16 598
Summe: 2214 2966 3257 4002 4365 5191 54 139 16812.2

Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: zu sichernde Plattenkapazität (angemeldeter Bedarf in GByte)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
FS: Anzahl zu sichernder Filesysteme
DUMP: real auf den Backup-Servern belegter Platz der Datensicherungen (GB)

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt zentrale Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird. In der Regel erstellen die Nutzer dann dazu eine Datenbank-Applikation in Form eines Web-Interfaces (zum Beispiel als PHP-Skript), um sich oder anderen Nutzern den Zugriff zur betreffenden Datenbank effizient zu ermöglichen.
Durch die Nutzung des zentralen Datenbankservers wird der Datenbankeigentümer von administrativen Aufgaben wie Zugriffsverwaltung, Datensicherheit, Verfügbarkeitsüberwachung oder Backup/Restore vollkommen entlastet. Er kann sich damit voll auf seine Anwendung konzentrieren.

Der Datenbank-Service erfreut sich regen und stetig zunehmenden Zuspruchs, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu gehörenden Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt.

db.png
Benutzung des Datenbank-Dienstes, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 20 17 37
Mathematik 4 18 22
Maschinenbau 70 43 113
Elektrotechnik und Informationstechnik 38 19 57
Informatik 31 114 145
Wirtschaftswissenschaften 63 51 114
Philosophische Fakultät 46 49 95
Universitätsbibliothek 1 0 1
Universitätsrechenzentrum 32 0 32
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 11 0 11
Sonstige 28 10 38
Summe 344 321 665

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2008 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Virtuelle Festplatten

Als neuer Speicherdienst werden Kapazitäten aus den TUCSAN-Speichersystemen in Form virtueller Festplatten bereitgestellt. Realisiert wird der Dienst in zwei Varianten: per iSCSI-Protokoll (verfügbar im Campusnetz) und für Speicheranforderungen virtueller Server im Rahmen des Dienstes Virtual Private Server Hosting (VPSH) als VMFS-Image oder per RDM.

Folgende Tabelle zeigt die eingesetzten Kapazitäten:

  iSCSI (in GB) VMFS (in GB) RDM (in GB)
2008 1100 4836 2474

Authentifizierung, Autorisierung, Accounting

Authentifizierung und Autorisierung

Im Zuge der Virtualisierung unserer Serverinfrastruktur wurde die Hardware-Plattform der LDAP- und WTC-Server in eine VMWare-Umgebung überführt.

Damit unter unseren Bedingungen für Windows Vista das sogenannte Roaming Profiling funktioniert, musste das bisher unter Windows XP eingesetztes Verfahren zur Benutzerverwaltung geändert werden. Der Aufbau einer Active-Directory-Zelle war erforderlich. Es werden zwei Domain-Controller auf virtuellen Servern unter Windows 2003 betrieben. Auf dem primären Domain Controller werden die Benutzerkonten per Script (mittels dsadd, dsmod, dsrm, ...) automatisch mit den Linux-Benutzerdatenbestand abgeglichen.

Ein Schwerpunkt war die Erweiterung und Neugestaltung des Web-Interfaces "MyURZ". Dieses Werkzeug ermöglicht es unseren Benutzern ihre persönlichen Daten einzusehen und Einstellungen am URZ-Benutzerprofil vorzunehmen - Details finden Sie unter http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2008/0079/data/myurz/ und http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2008/0181/data/myurzadm/.

Dabei entstand u.a. ein Interface zur Aktivierung web-basierter Anwendungen (GApps - siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/gapps/top.html), das die Vorzüge des GApps-Kalenders mit den Möglichkeiten der VoIP-Telefonie verbindet.

Accounting

Der nachfolgenden Tabelle ist zu entnehmen, dass die Zahl der URZ-Benutzer bis zum Jahr 2003 stetig anstieg. Seitdem wird dieses Niveau gehalten.

Jahr gesamt Studenten Mitarbeiter andere
1994 1298 815 438 45
1997 5074 3266 1365 443
1999 9467 6792 1962 713
2001 10943 8504 1943 496
2003 12945 10406 1602 937
2005 12177 10243 1514 420
2006 12335 10305 1864 401
2007 12763 10675 1915 335
2008 12689 10426 1932 390

Tabelle: Entwicklung der Benutzerzahl des URZ

(Bzgl. der Spalte "Mitarbeiter" ist zu beachten, dass studierende Mitarbeiter und Personen, die mehreren Struktureinheiten zugeordnet sind, im Sinne dieser Statistik seit 2006 mehrere URZ-Benutzer darstellen.)

Aufgeschlüsselt auf Organisationseinheiten wird das URZ von den Studenten der TU Chemnitz wie folgt genutzt:

Fakultät URZ-Nutzer
Philosophische Fakultät 4519
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 2432
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik 1662
Fakultät für Informatik 520
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 405
Fakultät für Mathematik 341
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie 308
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik 240

Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät

Software-Dienste

Allgemeines

Das URZ ist auch dafür zuständig, Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit zu stellen. Das betrifft sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind. Die Aktivitäten des URZ sind darauf gerichtet
  • Softwareprodukte zu erschließen, zu evaluieren und zu vergleichen
  • bezüglich Aufwand und Kosten effiziente Möglichkeiten zum Bezug von Produkten zu schaffen,
  • entsprechende Lizenzen zu verteilen und zu verwalten,
  • die Software auf den öffentlichen Poolrechnern und den administrierten Arbeitsplätzen zu installieren und zu konfigurieren,
  • die Nutzer bei der Installation und Nutzung von Software zu unterstützen und zu beraten.

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Es bestehen mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware Rahmenverträge (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) zum effektiven Lizenzerwerb. Dadurch ist ein unlimitierter, kostengünstiger Bezug von Softwarelizenzen für alle üblichen Anwendungsbereiche möglich. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Damit können von den Mitarbeitern der Technischen Universität Chemnitz mehrere Hundert Softwareprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche - vom Schreibprogramm bis zur Simulation komplexer dynamischer Vorgänge - zur Installation auf dem Arbeitsplatzrechner bezogen werden. Für einen Teil dieser Produkte existieren Wartungsverträge mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Für die Universität insgesamt ergeben sich dadurch bei der Ausstattung aller Computerarbeitsplätze (für Ausbildung, Forschung und Verwaltung) beträchtliche finanzielle Vorteile.

Die Ausgabe und Installation der Software erfolgt unter strenger Beachtung der lizenzrechtlichen Bestimmungen und der Datensicherheit. Die Installationssoftware wird zum Teil direkt über das Campusnetz bereitgestellt, die berechtigten Nutzer haben von ihrem Arbeitsplatz aus Zugang zu allen für eine lokale Installation notwendigen Daten. Aufgrund der Größe verschiedener Softwarepakete ist es jedoch meist sinnvoll, diese Produkte direkt von CD zu installieren. Die notwendigen Installationsdatenträger können von den berechtigten Nutzern gegen Erstattung der Kosten des CD-Rohlings erworben oder im URZ ausgeliehen werden.

Hersteller/Produkt vergebene Lizenzen
Software+Handbücher
ges. bis
31.12.08
davon
2008
Adept Scientific-Produkte 58 17
Adobe-Produkte 2841 609
Ansys 89 87
Borland-Produkte 431 3
Citavi 34 34
Corel-Produkte 1289 158
Docolog 11 5
EyeBeam 11 11
FF Info Display 11 11
Goosync 6 6
ITI-Produkte 40 3
Labview 37 8
Maple 92 4
Mathcad 75 10
Mathematica 75 2
Matlab 81 23
Microsoft-Produkte 10032 648
MindManager 29 29
Nuance-Produkte 42 6
OggSync 17 17
OriginPro 248 244
Pro/Engineer 69 20
Solid Edge 476 25
SPSS 525 48
Symantec-Produkte 969 1
Summe: 17588 2029

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
AutoCAD, Autodesk-Produkte Konstruktion Lizenzerwerb direkt über Firma BCS
EdgeCAM CAD/CAM unbegrenzt nutzbar
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
IBM Scholar Programmierungstechnik unbegrenzt nutzbar
jBEAM Simulation unbegrenzt nutzbar
LEO Online-Übersetzung unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar
VMware Betriebssystem-Emulation Lizenzerwerb direkt über Firma SHE

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Uni Hannover bundesweit für den Hochschulbedarf bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

Weiterhin vertreibt das URZ das "ZIN-Handbuch", das Selbststudienmaterial für das "Zertifikat Internet-Nutzung" der TU Chemnitz. Die Erarbeitung des darin enthaltenen Wissens über die Nutzung des Internet empfehlen wir allen Nutzern, für bestimmte Dienste wird es gefordert.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2008 davon im Jahr 2008
RRZN-Handbücher 8280 610
ZIN 947 44
Summe: 9227 654

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Teilweise sind die Anwendungen plattformunabhängig, d.h. sie laufen sowohl auf Linux- als auch unter Windows-Rechnern. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):

Büro (Office) Komplettpakete OpenOffice.org, KOffice, GnomeOffice, MS Office
Textverarbeitung, Textsatz LyX, LaTeX, Kile
Wörterbücher ding, Beolingus, Lion
Literaturverwaltung EndNote, Reference Manager, Citavi
Plagiatsuche Docolog
Desktop-Publishing Framemaker, scribus
Bilder Bildbearbeitung IrfanView, CS3 Design Premium, Photoshop, Corel Photopaint, hugin, CS3 Web Premium
Bildgenerierung povray
Datenbank Datenbank-Klienten-Software Oracle, Sybase, MySQL, PostgreSQL, knoda
Desktop-Datenbank MS Access
Grafik Grafik CorelDraw, Gimp, sodipodi, Inkscape, ImageMagick, Blender, Micrografx-Produkte, xfig, CS3 Master Collection, UniConvertor
Internet Webbrowser Firefox
E-Mail Thunderbird
Web-Editor KompoZer, bluefish, Quanta+
VoIP eyeBeam
Multimedia Bilder und Grafiken CS3 Web Premium, CS3 Design Premium, Gimp, xfig, Xsane, gtKam, CS3 Master Collection
Audio Audition, Quicktime, RealPlayer, audacity, xmms, lame, oggenc
Video Premiere, xmms, Maxon Cinema 4D, mplayer, xine, MJPEG-Tools
CD/DVD Brennen K3b für CDs, K3b für DVDs, WXP-eigene Brennfunktion für CDs, Nero
Visualisierung Visualisierung Gnuplot, Grace, Graphviz, Khoros, OpenDX, Origin
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme AutoCAD, Pro/ENGINEER, VectorCAD 3D, LinuxCAD, Solid Edge, Catia V5, CADENAS Partsolutions, Autodesk Produkte
ECAD EAGLE
CAM EdgeCAM
Chemie/Physik Molekülberechnung Gaussian
FEM/CFD FEM-Simulation Ansys, ABAQUS, ESAComp, Marc/Mentat, Moldflow Plastics Insight, FEMLAB
CFD-Simulation FIDAP, Polyflow, Fluent, Ansys CFX, FIELDVIEW, GAMBIT, ICEM CFD
Mathematik Mathematik/Computeralgebra Matlab, Mathcad, Mathematica, Maple, MuPAD, Octave, Octave-forge
Simulation Simulation ITI-SIM, LabVIEW, Kisssoft, Simplorer, Trysim, ITI-SimulationX, jBEAM
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen Kylix, ActivePerl, ActivePython, ActiveTcl, eclipse, KDevelop, MS Visual Studio.NET, Free Pascal, Visual Studio Pro
Compiler Intel C/C++ und Fortran, PGI Cluster Development Kit
Statistik Statistik SPSS und AMOS, Sigmaplot, S-PLUS, AMOS, Systat, MAXqda, E-Prime, Bayes, R, StarLogo, Tlearn
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gthumb
Postscript-Dokumente GhostView (gv, gsview), kghostview, Ghostscript (gs)
PDF-Dokumente Adobe Reader, xpdf, GhostView (gv, gsview), Ghostscript (gs), Adobe Acrobat
Dateimanager Dateimanager Konqueror, Nautilus, Midnight Commander, Explorer, freeCommander
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, ps2edit, ps2ps, pstops, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Scannen / OCR Scannen Xsane, Omnipage
OCR OCRshop, Omnipage
Texteditoren Allgemeine, unformatierte Texte (ASCII) KWrite, jEdit, nedit, notepad (Microsoft Editor), vim-Editor, Emacs
HTML-Dokumente KompoZer, bluefish, Quanta+
RTF-Dokumente OpenOffice.org, Ted, AbiWord, MS Office
DOC-Dokumente OpenOffice.org, AbiWord, MS Office
Virenschutz Antivirensoftware Sophos Antivirus
Windows-Unix-Integration "Unix in Windows" Cygwin-Tools
"Windows in Unix" VMWare, wine, rdesktop, vncviewer
Weitere ... Informations-Management MindManager

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Unterstützung bei der Beschaffung und Nutzung von Software

Neben der Bereitstellung der Software wird ein umfangreicher Beratungsdienst angeboten. Beginnend bei der Analyse von Problemstellungen und der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wird den Nutzern bereits im Vorfeld einer Beschaffung oder Nutzung von Software Unterstützung angeboten. Bei Anforderungen für neue Produkte oder bereits geplanter Neubeschaffungen durch die Lehrstühle werden durch das URZ Möglichkeiten einer kostengünstigen Realisierung gesucht. Gegebenenfalls werden dabei die Interessen verschiedener Interessengruppen gebündelt, um Rabatte beim Einkauf von Mehrfach- oder Campuslizenzen zu nutzen.

Das URZ unterstützt außerdem alle TU-Angehörigen bei der Benutzung installierter Software und hilft bei der Lösung aufgetretener Probleme. Diese Unterstützung erfolgt durch Weiterbildungskurse, Bearbeitung von Anfragen im Request-System, individuelle Kontakte per Telefon oder E-Mail, zum Teil auch durch Hilfe vor Ort beim Anwender. Sämtliche Informationen über vorhandene Softwareprodukte, den Bezug bzw. deren Nutzung (Stichwort: "FAQ") werden im Intranet der TU Chemnitz bereit gestellt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/

Lizenzmanagement

Bei der Nutzung lizensierter Softwareprodukte kommen unterschiedlichste Überwachungsmethoden zur korrekten Ausleihe zum Einsatz. Beispiele dazu sind die Einzelplatzlizensierung, die Nutzung von Codewörtern oder die Einschränkung des Zugriffs auf die (im Netz verteilten) Softwareverzeichnisse durch Zuordnung an Nutzergruppen.
Erste Wahl ist allerdings die Nutzung eines auf einem Server installierten Lizenzmanagers. Er ermöglicht eine parallele Nutzung einer limitierten Anzahl von Lizenzen ("shared" oder "floating") innerhalb des Netzes. Viele kommerzielle Softwareprodukte können mit einem Lizenzmanager betrieben werden.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager betrieb das URZ im Jahr 2008:

  • einen Lizenzserver unter Linux (licserver.hrz.tu-chemnitz.de)
  • einen Lizenzserver unter Windows (licwinserver.hrz.tu-chemnitz.de)

Nachdem im Jahr 2007 der Linux-Lizenzserver bereits in die virtuelle Serverinfrastruktur VMwareESX integriert wurde, folgte 2008 der Windows-Lizenzserver. Ziel war, eine höchstmögliche Ausfallsicherheit ohne die sonst notwendige Redundanz durch mindestens zwei Maschinen zu erreichen.
Leider konnte der Lizenzmanager LUM, der zur Überwachung der CATIA-Lizenzen eingesetzt wird, nicht virtualisiert werden, da trotz zahlreicher Bemühungen mehrerer Einrichtungen bisher die Firmen "IBM" und "Dassault Systems" eine Einbindung des Lizenzmanagers in eine virtuelle Architektur ablehnen. Deshalb wird der Rechner "meg.hrz.tu-chemnitz.de" momentan noch weiter betrieben.

Das URZ unterstützt die unterschiedlichsten Lizenzmanager:

Tabelle: Lizenzmanager auf den Lizenzservern des URZ (Stand: Dezember 2008)

Lizenzmanager Anzahl der verwalteten Produkte
FlexNet (+ produktspezifische Vendordaemon) 18
WappsLm 15
SentinelLm 6
LUM 1
PathScale 1
mathlm 1
vvFlovater 1
ElanLm 1

2008 gab es einige Änderungen innerhalb der bereits betriebenen Lizenzmanager.

Für die komplexe Rechtevergabe bei dem Softwareprodukt "Ansys" wurde ein datenbankgesteuertes Werkzeug entwickelt, das den Nutzergruppenverantwortlichen eigenverantwortlich die Zuweisung seiner Lizenzen zu den relevanten Hosts ermöglicht.

Neu hinzu gekommen ist die Lizensierung des Softwaresystems "LabView" unter dem Lizenzmanager "FlexLm".

Jeder Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite "Lizenzserverstatus" https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/lizmgr/lizform.html einholen.

Lizenzregistrierung

Die Firma Microsoft hat erstmalig mit Windows Vista (und dann auch bei Windows 2009) eine Technologie implementiert, durch die jede Betriebssysteminstallation eine Lizenzregistrierung erfordert. Damit keine Informationen über die vorgenommenen Installationen nach außen gesendet werden, betreibt das URZ im Campusnetz einen "Key Management Server" (KMS-Server), der die Registrierung verwaltet. Die Kontaktaufnahme des fertig installierten Nutzerrechners mit dem KMS-Server erfolgt automatisch.

Anzahl der registrierten Lizenzen per 31.12.08: 160

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2008 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler u. dezentraler IT-Systeme in der Universitätsbibliothek.

Aufwendungen für Hardwareaufrüstungen älterer PC-Systeme spielen zunehmend eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die über die Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" gebotene Möglichkeit wurde genutzt, stand aber zunehmend unter berechtigter Kritik auf Grund der realen Marktlage unangepasster Preise.

Aufgabenschwerpunkte 2008

  • Etablierung des Regelbetriebes für die Kommunikationsplatform VoIP am Campus
  • Ausbau/Kapazitätserweiterungen des Storage Area Networks (SAN)
  • Abschluss der Inbetriebnahme der IT-Infrastruktur für den Physikneubau
  • Einrichtung eines weiteren durch das URZ betreuten PC-Pools der Philosophischen Fakultät im Gebäude Thüringer Weg 9
  • Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
  • vorbereitende Evaluierung von IT-Komponenten zur Bereitstellung innerhalb der Rahmenvereinbarung
  • Test und Auswahl von speziellen Hardwarekonfigurationen im Serverumfeld
  • Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
  • Übernahme weiterer über den Campus verteilter USV-Systeme in die Überwachung und Betreuung durch den Service des URZ (Test aller Systeme auf Funktionalität bzw. Akkuzustand)
  • Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
    • zentrales Backup-System der TU Chemnitz
    • Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
    • mehr als 220 öffentliche PC-Poolarbeitsplätze
    • zentrale Drucktechnik
    • campusweiter Einsatz für PC-Systeme inkl. peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
  • Ausbau der WLAN-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
  • in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme u. Notebooks in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen
  • Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
  • Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
  • Ablösung des alten elektronischen Türzugangssystems, Betreuung des neuen Systems "DACS" inkl. der noch im Einsatz befindlichen Altinstallationen. Hier konnte das Ziel der vollständigen Substitution der alten Systeme in 2008 endlich erreicht werden. Der Einsatz des Systems wurde auf auf große Bereiche, z.B. Physikneubau, ausgeweitet.
    2008 begann eine Weiterentwicklung des Systems, die 2009 in einem kompatiblen Hard- und Softwaresystem zur Verfügung stehen soll. Dazu wurde bereits der automatische Abgleich der von der ZUV bereitgestellten Kartendaten implementiert.
    2008 gab es ca 400.000 Zutritts-Anfragen.

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich belief sich in 2008 auf ca. 70 TEUR, hinzu kamen noch ca. 20 TEUR im Bereich des VoIP-Kommunikationssystems.

Beschaffung von Standard-PC-Technik

Im Ergebnis der unbefriedigenden Preispolitik des Vertragspartners für den bestehenden Rahmenvertrag, wurde dieser entsprechend der möglichen Fristen zum 31. März 2009 gekündigt. Um die Vorteile dieses Beschaffungsweges auch zukünftig zu nutzen, erfolgte die erforderliche Neuausschreibung (Vertragsbeginn im April 2009). In Vorbereitung dieser europaweiten Neuausschreibung wurden umfangreiche Tests und Marktanalysen in diesem IT-Segment durchgeführt. Innerhalb der Rahmenvereinbarung wurde und wird zukünftig eine geeignete Anzahl von Computern, TFT-Displays und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten.
Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs. Das bestehende Portal zur Beschaffung erhielt eine weitere leistungsfähige Service-Schnittstelle. Mit Hilfe dieses Web-basierenden Angebotes ist es möglich, dass jeder Nutzer vor Ort im Bedarfsfall die Bestelldaten zu seinem System online auffindet und der erforderliche Serviceruf online abgesetzt werden kann.

...

Aus- und Weiterbildung

Diese Angebote des Universitätsrechenzentrums dienen der Aus- und Weiterbildung von Studenten und Mitarbeitern der TU Chemnitz im IT-Bereich.

Intensivkurse

Diese behandeln Themen, die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung kostenfreier Software.

Durchgeführte Kurse 2008:

  • Computernutzung an der TU Chemnitz (3 Kurse, für neue Studenten/Nutzer)
  • Linux effektiv nutzen (2 Kurse)
  • Spam: Umgang mit unerwünschter E-Mail
  • Web-Dokumente erstellen (2 Kurse, je 4 Module)
  • Einführung in LaTeX
  • LaTeX für Fortgeschrittene
  • OpenOffice für Fortgeschrittene
  • Textgestaltung mit MS Word und OpenOffice Writer - Einführung
  • Werkzeuge zur Tabellenkalkulation (2 Kurse)
  • Einführung in Office-Datenbanken
  • Office-Datenbanken mit MS Access und OpenOffice Base - Einführung
  • Gestalten von Präsentationen
  • Programmieren mit Python
  • GIMP - Bildbearbeitung unter Linux
  • Mathematica 6
  • Inkscape - Ein Editor für Vektorgrafiken
  • Umgang mit PDF-Dokumenten
  • Selfadmin-Dienste für Windows
  • Windows Vista: Nutzerinterface, Hilfe und Support

Jahr Anzahl Teilnehmer
gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155
1994 31 512 342 170
1995 35 493 334 159
1996 44 594 366 228
1997 41 556 318 238
1998 64 915 609 306
1999 58 991 764 227
2000 59 1152 808 344
2001 50 1059 769 290
2002 15 341 249 92
2003 24 438 238 200
2004 21 398 341 57
2005 19 413 359 54
2006 24 578 506 72
2007 24 479 442 37
2008 30 652 552 100

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Die drei Kurse für neue Studenten zu Beginn des Wintersemesters waren mit jeweils über 80 Teilnehmern voll belegt und stellen damit ca. ein Drittel der Gesamtteilnehmerzahlen. Aus Kapazitätsgründen werden diese Kurse in einem kleinen Hörsaal mit anschließendem Praktikum angeboten. Alle anderen Intensivkurse finden in kleinerem Rahmen statt (z.B. PC-Pool, max. 20 Arbeitsplätze) und bieten bessere Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zusätzlich wurden wieder Intensivkurse zu speziellen Office-Themen für Angestellte der Zentralen Universitätsverwaltung und der Fakultäten durchgeführt. An den 7 Kursen nahmen 2008 46 Angestellte teil.

Der Weiterbildungszyklus Software-Tools wird seit Beginn des Wintersemesters 2008/2009 nicht mehr angeboten. Einige Themen dieses Weiterbildungsangebotes wurden als Intensivkurs übernommen. %BR% Bis September 2008 fanden in diesem Zyklus (zusätzlich zu den Intensivkursen) 14 Veranstaltungen zu speziellen IT-Themen mit 108 Teilnehmern statt.

Lehrveranstaltungen

  • Vorlesung Techniken der IT-Sicherheit
    neues Vorlesungsangebot des URZ im Rahmen des Hauptstudiums Informatik, Lehrbeauftragte T. Müller, F. Richter, T. Schier, H. Trapp
  • Übung zur Vorlesung Grundlagen der Informatik
    2 Gruppen, je eine Übung/Woche, Übungsleiter: M. Ehrig

Weitere Informationen: www.tu-chemnitz.de/urz/awb/

Andere Weiterbildungsangebote

Nutzerforum des URZ

  • Veranstaltungsreihe zur Intensivierung der Diskussion mit Nutzern
  • 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr
  • 8 Veranstaltungen mit unterschiedlicher Teilnehmerzahl
  • weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/forum/

Zertifikat Internet-Nutzung (ZIN) der TU Chemnitz

  • Voraussetzung für die Nutzung einiger URZ-Dienste.
  • durchgeführt von Mitarbeitern der Fakultät IF und des URZ
  • 19 Termine, 1582 Prüfungen
  • weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/zin/

Unix-Stammtisch

  • langjährige Veranstaltungsreihe, seit 2007 in Kooperation mit der GI-Regionalgruppe Chemnitz, mit vergleichsweise guter bis sehr guter Resonanz
  • 2008 sieben Veranstaltungen mit interessanten Themen
  • Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/stammtisch/


Autorenkollektiv des URZ, Februar 2009