Web-Interface zum Restore von AFS-Dateien
Der beliebte Web-Dateimanager WFM wurde als studentische Arbeit um eine Option "Wiederherstellen" erweitert, womit der direkte Zugriff zu Datensicherungen von AFS-Daten möglich wird. Mit dem Web-Dateimanager WFM (WebFileManager) - https://login.tu-chemnitz.de/wfm/ - kann jeder Nutzer des URZ der TU Chemnitz per Web-Browser auf seine im URZ gespeicherten Daten zugreifen. Jetzt wurde der WFM um die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf die Datensicherungen (Backups) der im AFS gespeicherten Daten erweitert. Damit kann man sich zunächst eine Übersicht über alle vorhandenen Sicherungsstände verschaffen und danach ausgewählte Stände zurückstellen lassen.Kleiner Knopf öffnet Tür
Der Nutzer des WFM findet jetzt auf den Seiten des WFM rechts oben ein neues Symbol
(Restore-Button):
Dieser Restore-Button ist auf allen WFM-Seiten zu finden, auf denen Daten angezeigt werden, für die der Nutzer mindestens das Recht zum Lesen hat. Die Auswahl der Ordner im AFS erfolgt im WFM über die erste Zeile "Gehe nach:" . Ein Klick auf den Restore-Button öffnet eine neue Webseite mit dem AFS Datenwiederherstellungsassistenten (AFSRA - AFS Restore Assistent):
Mit
wird man durch die Seiten des AFSRA geführt.
Zunächst ein paar Bemerkungen zur Datensicherung im URZ.
Datensicherung im URZ
Die meisten Daten werden bei uns im Netzfilesystem AFS gespeichert. Die Sicherung dieser Daten erfolgt mit einer eigenen Technologie namens CABS (Chemnitzer AFS Backup Suite). Die Daten werden im AFS in Volumes organisiert, z.B. ist das HOME-Verzeichnis jedes Nutzers ein Volume (user.nkz). Diese Volumes sind Grundlage der Datensicherung. Von jedem Volume (RW readwrite) wird einmal täglich (nachts) eine nur lesbare Kopie (RO readonly) auf einem separaten AFS-Server erzeugt und am Wochenende zusätzlich ein Arbeitsstand (BK Backup-Snapshot) gesichert. Auf diese Daten kann online zugegriffen werden, aber nur zum Lesen der Daten - Datensicherungen sind nicht änderbar. Im URZ wurde dazu die Konvention eingeführt, dass der Stand vom Vortag unter dem Namen YESTERDAY (RO) verfügbar ist, der des letzten Wochendes unter LAST_WEEK (BK). Zusätzlich wird von den meisten Volumes einmal monatlich ein kompletter Abzug (Fulldump) erzeugt und an allen anderen Tagen ein inkrementeller Dump, falls es am Vortage Veränderungen im Volume gab. Die Dumps werden von den RO-Kopien unabhängig vom laufenden Betrieb erzeugt. Die Dumps werden auf einem Backup-Server als normale Dateien gespeichert, die selbst nicht Bestandteil des AFS sind. Inkrementelle Dumps werden 4 Wochen lang aufbewahrt plus 2 Fulldumps maximal 2 Monate. Nach Ablauf der Fristen werden ältere Stände automatisch gelöscht.Zugriff auf Datensicherungen
Der Benutzer hat keinen direkten Zugriff auf die zusätzlich gesicherten Backup-Daten (Dumps), da sie sich nicht im AFS befinden. Wenn bisher Datenverlust festgestellt wurde, musste man eine E-Mail an den Helpdesk des URZ senden zum Rückstellen bestimmter Sicherungsstände eines angegebenen Datums. Ein Mitarbeiter des URZ hat daraufhin das Rückstellen des betreffenden Volumes mit dem entsprechenden Datum initiiert (Restore) und nach Ende des Vorgangs wurde eine E-Mail verschickt mit Informationen zum Ort des (lesenden) Zugriffs und Stand/Datum der Daten. Nachteil dieser Variante war die Abhängigkeit von den Arbeitszeiten der URZ-Mitarbeiter. AFSRA bietet nunmehr die Möglichkeit, diesen Vorgang selbst anzustoßen und sich darüberhinaus direkt über vorhandene Sicherungsstände zu informieren.Mit dem WFM zur Datensicherung
Zurück zum WFM: über
erreicht man eine Übersicht über die aktuell online verfügbaren Sicherungstände:
Diese werden (so wie die Dumps) anhand ihres Datums dargestellt. Damit weiß man, von wann diese Daten stammen. Normalerweise findet man bei einem HOME-Verzeichnis hier immer mindestens 2 Stände vor, diese sind die Online-Kopie (RO) des Benutzer-Volumes namens YESTERDAY und der Snapshot des letzten Wochenendes LAST_WEEK. Die Namen werden im AFSRA (AFS Restore Assistent) nicht erwähnt, man findet diese aber z.B. im HOME-Verzeichnis im Ordner BACKUP. Von anderen Daten sind diese beiden Stände nicht unbedingt sofort sichtbar, z.B. bei WWW-Volumes. Nicht online vorhandene Sicherungsstände (Dumps) kann man über die Auswahl "Das gewünschte Datum ist hier nicht aufgeführt" anzeigen lassen. Dabei erhält man als Nebenprodukt eine Übersicht aller vorhandenen Dumps für den aktuellen Ordner. Wird eine nicht online vorhandene Sicherung ausgewählt, leitet der AFSRA zunächst das Rückstellen (Restore) der Daten ins AFS als readonly-Kopie ein. Das wird auf den nachfolgenden AFSRA-Formularseiten erklärt und auf die entsprechende Wartezeit hingewiesen, die bei großen Datenmengen entsprechend lang sein kann. Sind die Daten online verfügbar, erhält der Auftraggeber eine E-Mail, in der unter anderem der URL der benötigten Webseite des WFM enthalten ist. Das hat den Vorteil, dass man nicht auf das Rückstellen warten muss. Bei kleineren Datenmengen geht das Restore aber sehr schnell und man kann zurück zum Datumsmenü gehen und dort auf die Fertigstellung warten, die durch den "grünen Punkt" hinter dem Datum signalisiert wird. Ist das Restore noch in Arbeit ist dieser Punkt grau gefärbt (Haken). Durch Auswahl eines Datums (Klick auf weißen Punkt) eines online verfügbaren Sicherungsstandes kann man auf die betreffenden Daten im Lesemodus (readonly) zugreifen. Das erfolgt wie zu allen anderen Daten des WFM durch Auswahl (Klick) des angezeigten Restore-Verzeichnisses:

Löschen und Verändern kann man diese Daten nicht. Das erkennt man unter anderem an dem fehlenden Restore-Button auf der WFM-Seite. Es können ausgewählte Daten angezeigt, kopiert oder heruntergeladen und an einen anderen Ort gespeichert werden.
Platz sparen
Da Speicherplatz eine wertvolle Ressource ist, werden alle Nutzer gebeten, zurückgestellte Daten möglichst wieder freizugeben. Die aktuelle Technologie erlaubt es nicht, einzelne Dateien direkt aus den Dumps zu extrahieren, es werden immer komplette Volumes zurückgestellt. Diese werden zwar in der Regel nach einer Woche automatisch gelöscht, können aber bei größerem Restore-Bedarf trotzdem zum Engpass führen. Desweiteren ist das Rückstellen von Daten pro Nutzer auf 3 Dumps beschränkt. Zu diesem Zweck gibt es das "rote Kreuz"
(delete)
hinter dem Datum: ein Klick darauf beseitigt die ins AFS zurückgestellten Daten
sofort wieder (nicht den Dump !) und gibt damit den belegten Platz für weitere
Restore-Aktionen frei.


