Versionsverwaltung mit SVN
Zur Entwicklung von Dokumentationen, Programmsystemen und ähnlich komplexen Texten sind Versionsverwaltungssysteme bestens geeignet. Insbesondere da sie das gemeinsame Arbeiten mehrerer Personen an denselben Texten unterstützen. Das URZ betreibt dafür einen SVN-Server. Dort können Angehörige der TU eigene Projekte erzeugen und dann mit anderen TU-Angehörigen oder auch externen Entwicklern gemeinsam an Projekten arbeiten. Der Zugang zu den Projekten kann dabei auf berechtigte Mitglieder einer Projektgruppe beschränkt oder zumindest lesend öffentlich gemacht werden.
Subversion (SVN) ist eine weitverbreitete Open-Source-Software zur Versionsverwaltung. Es existieren zahlreiche Plugins oder Erweiterungen für Programmentwicklungsumgebungen und auch eigenständige Werkzeuge, um mit vorhandenen SVN-Repositories umgehen zu können.
Zwar ist ein Repository leicht aufgesetzt, in der Praxis entstehen dann jedoch schnell Probleme des täglichen Betriebs - insbesondere, wenn man eine Nutzerverwaltung organisieren will, die den Namen auch verdient.
Mit dem Dienstangebot unter
https://subversor.hrz.tu-chemnitz.de
steht seit dem Beginn des Wintersemesters ein Zugang bereit, der es erlaubt, zahlreiche Management-Aufgaben im Umfeld des Betriebs eines SVN-Repositories komfortabel, schnell und intiutiv zu erledigen (siehe Abbildung). Das Projekt wurde von Daniel Klaffenbach (Student an der Fakultät für Informatik) realisiert.
Bevor man den Dienst nutzen kann, muss man sich registrieren. Für TU-Angehörige ist das mit wenigen Maus-Klicks erledigt, TU-fremde Personen müssen während der Registrierung einige Angaben zur Person hinterlegen, insbesondere eine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme. Außerdem ist das Akzeptieren der Nutzungsbedigungen ein Teil des Registrierungsvorgangs.
Neue Projekte können nur von TU-Angehörigen eingerichtet werden. Durch das Einrichten eines Projektes wird man zu dessen Administrator (Projektverantwortlicher). In dieser Funktion kann man weitere registrierte Benutzer zur Mitarbeit am Projekt einladen, Berechtigungen vergeben und ähnliche Managementaufgaben wahrnehmen - bis hin zur Übertragung der Projektverantwortung an einen anderen Projektmitarbeiter, der allerdings ebenfalls TU-Angehöriger sein muss. Während des Einrichtens lässt sich auch ein vorhandenes SVN-Repository importieren.
Projekte besitzen eine Laufzeit von 3, 6, 9 oder 12 Monaten - diese kann verlängert werden. Die Benutzung des Speicherplatzes wird durch ein Quota-Verfahren geregelt - initial 100MB pro Projekt,
falls erforderlich, kann das erweitert werden.
Jeder registrierte Benutzer sieht unter der Auswahl "Meine Projekte" alle Projekte, an denen er beteiligt ist. Man erfährt dort den Namen des Repositories (URL), wie er in SVN-Clients anzugeben ist. Darüber hinaus findet man einen Zugang zu Projekt-Statistiken und einen WebSVN-Browser, mit dem man auf die Dateien des Projekts zugreifen, Versionen vergleichen, SVN-Logs ansehen und weitere Aktionen ausführen kann.
Hat der Projektverantwortliche seinem Projekt den Status "öffentlich zugänglich" verschafft, kann das Repository von jedermann lesend benutzt werden.
Auf der Startseite des Dienstangebots finden sich weitere Informationen zu SVN-Clients und ein SVN-Tutorial, welches durch Doan Isakov (ebenfalls Student an der Fakultät für Informatik) erstellt wurde.
Bitte nutzen Sie den Dienst und teilen Sie Kritiken, Änderungswünsche (und gerne auch Lob:-) dem Autor bzw. uns mit.