Jahresrückblick 2009

Der Jahresrückblick des Universitätsrechenzentrums ist eine Übersicht über die wichtigsten Projekte des letzten Jahres, die Entwicklung aller relevanten Dienste sowie die in Arbeit befindlichen Projekte.

Vorwort

Mit dem vorliegenden Bericht legt das Universitätsrechenzentrum eine Übersicht über die wesentlichen Meilensteine des Jahres 2009 vor. Zusammenfassend können wir einschätzen, dass allen Mitarbeitern, Studenten und Gästen der TU Chemnitz 2009 eine stabile und leistungsfähige IT-Infrastruktur in einem hochverfügbaren Hochgeschwindigkeits-Intranet zur Verfügung stand. Wartungsarbeiten wie Software-Updates u.ä. sind stets zu betriebsschwachen Zeiten wie den Nachtstunden, an Wochenenden oder Feiertagen mit minimalen Dienstunterbrechungen realisiert worden.

Mehrere innovative Projekte wurden abgeschlossen bzw. vorangetrieben. Diese Projekte dienen der kontinuierlichen Anpassung der technischen Basis an steigende Anforderungen und die Integration modernster Technologien. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur der TU Chemnitz wird durch diese Projekte gesichert. Sowohl die Reorganisation des Datacenters nach einem neuen Sicherheits- und Verfügbarkeitskonzept als auch die Virtualisierung der Server-Infrastruktur werden für die Fakultäten einen deutlichen Effizienzgewinn erbringen.

Besonders hervorzuheben ist noch das Projekt Vidcon - Multimediale Videokonferenzen - das ein weiterer Schritt für die TU in Richtung Multimedia-Universität ist. Wir freuen uns, am 21. April 2010 das Ergebnis in einer interessanten Veranstaltung mit Präsentation in Form einer Multimedia-Konferenz vorstellen zu können.

Auch im vergangenen Jahr gab es an der Uni große Bauprojekte, für die die Netzinfrastruktur der TU verändert bzw. erweitert werden musste. Außerdem wurden auch im Campus-Backbone neue Technologien eingeführt, um mit der rasanten Entwicklung im IT-Bereich Schritt zu halten. Studenten und auch Mitarbeiter werden sich über den weiteren Ausbau der mobilen Komponente des Intranets freuen.

Anregungen und Konzeptionen steht der Beirat des Universitätsrechenzentrums offen gegenüber. Diese Möglichkeit, Anforderungen aus den einzelnen Struktureinheiten einzubringen, wurde auch im zurückliegenden Jahr genutzt.

Allen verantwortlichen Mitarbeitern sei an dieser Stelle für ihre Einsatzbereitschaft gedankt.

W. Hardt

Der URZ-Beirat

Aufgaben und Ziele des URZ-Beirats sind unverändert wie in den vergangenen Jahren (s. Jahresrückblick 2008).

Auf Grund der Neugründung der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften hat sich die Anzahl der Mitglieder des Beirates erhöht. Für die Philosophische Fakultät wurde Herr Prof. Dr. Josef Schmied als Mitglied neu berufen. Der bisherige Vertreter der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Peter Sedlmeier, vertritt jetzt die neu gegründete Fakultät.

Aktuelle Mitglieder des Beirats:

Herr Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn (Vorsitz) Prorektor für Forschung
Herr Prof. Dr. Reinhard Baumann Fakultät für Maschinenbau
Herr Prof. Dr. Peter Gluchowski Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Herr Mario Haustein Fachschaft Informatik
Herr Prof. Dr. Karl Heinz Hoffmann Fakultät für Naturwissenschaften
Herr Dr. Andreas Müller Fakultät für Informatik
Herr Karl Nestler Fakultät für Elektrotechnik u. Informationstechnik
Herr Prof. Dr. Josef Schmied Philosophische Fakultät
Frau Karin Schulz Zentrale Universitätsverwaltung
Herr Prof. Dr. Peter Sedlmeier Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Herr Dr. Peter Weigand Fakultät für Mathematik
Frau Barbara Winkler Universitätsbibliothek

Beratungsschwerpunkte 2009

  • planmäßiger Ausbau der Datennetzinfrastruktur (XWIN-Anschluss, Bandbreite und Redundanzen für Backbone, WLAN-Abdeckung, ...)
  • Multimedia-Campus (Vidcon, Digital Signage, ...)
  • "GApps" - Google Applications
  • Innovative Projekte des URZ
  • Neuer Dienst Virtual Private Server Hosting (VPSH)
  • Entgelte 2009

Beratungstermin 2009: 15. Juli

Projekte des Jahres 2009

Projekt SECNet (Reorganisation Datacenter)

Das Hauptziel - das Sicherheits- und Verfügbarkeitskonzept der Infrastruktur des Datacenters - wurde erreicht und zu weiten Teilen umgesetzt.
Kernergebnis sind einzelne Konzepte zur

  • Restrukturierung der VLANs und IP-Subnetze für zentrale Server und Management-Aufgaben (Datacenter)
  • Definition abgegrenzter Schutzbereiche mit Hilfe von Firewall-Techniken und Einordnung der Server entsprechend ihrer Verkehrsbeziehungen und ihres Schutzbedarfs
  • Berücksichtigung moderner Netzwerktechnologien im Datacenter: I/O-Konsolidierung mittels DCE (Datacenter Ethernet) und FCoE (Fibre Channel over Ethernet)
Mit der Umsetzung folgender Konzepte wurde begonnen:
  • Aufbau und Betrieb der Datacenter-Architektur
  • schrittweise Umstellung aller noch nicht umgesetzten Server in den nächsten Monaten
Mehr Informationen: siehe Beitrag "Neue Technologien im Data-Center" in Mitteilungen des URZ, Ausgabe 3/2009

Projekt VidCon - multimediale Videokonferenz

Projektziel

Mit dem Ende 2008 beantragten Projekt "VidCon" möchte das URZ campusweit hochwertige Videkonfernez-Systeme bereit stellen. Die Mittelzuweisung für diesen Antrag erfolgte bereits im April 2009. Daraufhin begann sofort die Umsetzung des Projekts.

Das Projekt umfasst neben der zentralen Infrastruktur drei verschiedene "Produkte":

  1. An vier Standorten wurden hochwertige Dual-Screen-Konfernz-Systeme inklusive Konferenztisch mit allen benötigen Anschlüssen, sowie einem Touchpanel zur Konfiguration beschafft.
  2. Zwei mobile Medienboxen, welche alle benötigen Kabel, Verstärker, Kameras und Konferenz-Technik enthalten, wurden für den flexiblem Einsatz an jedem Ort innnerhalb der Uni beschafft.
  3. Im März 2010 wird der Hörsaal N012, Reichenhainer Straße 90 durch das URZ medientechnisch komplett neu überarbeitet und mit zusätzlicher Technik (u.a. auch Konferenz-Technik) ausgestattet.

Da dieses Projekt für die TU Chemnitz den Einstieg in professionelle Videokonferenzen bedeutet, wurde besonders Wert auf hochwertige Produkte mit der neuesten Technologie gelegt. Als zentrale Komponente kommen an jedem Standort neu entwickelte (C-Serie) Konferenz-System der Firma TANDBERG zum Einsatz. Dadurch erwarten wir eine Investitionssicherheit in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Kompatibilität.

Anwendungs-Szenarien

Mittels dieser drei Angebote sind folgende Szenarien realisierbar bzw. angedacht:

  • 1-zu-1-Videokonferenzen mit externen Partnern oder Hochschulen sowie auch innerhalb der TU Chemnitz.
  • Mehr-Punkt-Videkokonferenzen mit bis zu 40 Teilnehmern
  • HD-Übertragung von Veranstaltungen, um z.B. fehlende räumliche Kapazitäten zu kompensieren
  • Aufzeichnung von kurzen Lehrvideos
  • Streaming von Veranstaltungen über eine einfache Webschnittstelle

Systeme, Beispiele

Videokonferenz-Standorte für 4 bis 12 Personen sind in folgenden Räumen zu finden:

  • Straße der Nationen 62, Raum 336
  • Erfenschlager Straße 73, Raum E020
  • Thüringer Weg 7, Raum 410
  • Reichenhainer Straße 70, Raum 301
  • Multimedia-Hörsaal: Reichenhainer Straße 90, Raum N012

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Weitere Informationen zur Bedienung oder zu den einzelnen Räumen finden Sie unter: https://www.tu-chemnitz.de/urz/vidcon/

Projekt ViSIT: Virtualisierung der Serverinfrastruktur der TU Chemnitz

Die Ziele des Projektes ViSIT bestehen insbesondere in der

  • Konsolidierung der Serverinfrastruktur (URZ, UB, ZUV, ...)
  • Senkung der Betriebskosten
    • Hardware
    • Energie, Klima
    • Personal
  • Erhöhung der Diensteverfügbarkeit
  • uniweiten Bereitstellung des Dienstes Virtual Private Server Hosting (VPSH)

Grundlage für die notwendigen Investitionen bilden zwei Großgeräteanträge (GGA):

  • GGA Virtuelle Serverinfrastruktur für Hochleistungs-Multimedia-Datenserver
    • Hauptnutzer: Universitätsbibliothek, Bildungsportal Sachsen
    • Inbetriebnahme der Technik: März 2009
      • VMwareESX-Server
      • SAN-Speicher
      • Netzwerkinfrastruktur (10 GE)
  • Stand GGA ViSIT
    • Beschaffung Ende 2009 realisiert
    • Inbetriebnahme der Technik: Anfang 2010
    • Realisierung: voraussichtlich bis Mai 2010

Ende 2009 wurden zwei High-Availability-Cluster produktiv eingesetzt:

Cluster (SW) Anzahl Server (Typ) Anzahl CPUs (Typ) Summe RAM in GB Anzahl virtueller Gäste
DC_6950 (VMwareESX 3.5) 8 (Dell PowerEdge 6950) 32 (Dual Core AMD Opteron 8218) 512 110
DC_905 (VMwareESX 3.5) 5 (Dell PowerEdge R905) 20 (Quad Core AMD Opteron 8356) 680 61

Die erste Phase der Konsolidierung der Serverinfrastruktur des URZ ist damit abgeschlossen. Als nächste Schritte des Projektes stehen folgende Aufgaben:

  • Inbetriebnahme des dritten High-Availability-Clusters (DELL PowerEdge R710, Virtualisierungs-SW: vSphere 4)
  • Migration der Virtualisierungs-SW (Cluster DC_6950, DC_905) von VMwareESX 5.3 nach vSphere 4
  • Migration des Cluster DC_905 in die Datacenter-Infrastruktur

Projekt TUCSAN II - Zentrale Speichersystem-Infrastruktur / Datensicherung

Das Projekt TUCSAN II wurde initiiert, um den Ausbau unseres Speichernetzwerks weiter voranzutreiben und benötigte Kapazitäten und Funktionen hinzuzufügen.

Projektziele

  • Konsolidierung der eingesetzten Datensicherungslösungen und Einführung einer effektiven Datensicherungslösung für virtuelle Server
  • Erweiterung der zur Verfügung gestellten Speicherkapazitäten für Studenten und Mitarbeiter
  • verbessertes Ressourcenmanagement
  • Skalierbarkeit hinsichtlich Durchsatz- und Kapazitätserweiterungen
  • Erhöhung der Sicherheit (Integrität, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit)
  • Risikominimierung durch Auslagerung gesicherter Daten an entfernten Standort
  • Erweiterung des Dienste-Spektrums

Erreichter Stand

  • Erarbeitung eines Großgeräte-Antrags im Rahmen des Programms "Großgeräte der Länder"
  • Antragsumfang: ca. 375.000 Euro

Projekt Internet-AG

Unter der Leitung von Professor Hardt hat sich im November 2008 die Internet-AG bestehend aus Mitarbeitern der IT-Gruppe der ZUV, des URZ, der Pressestelle, von Marketing/Öffentlichkeitsarbeit und des Kanzlerbüros konstituiert. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Webpräsenz der TU Chemnitz. In der Internet-AG werden alle Aktivitäten zu zentralen Webinhalten koordiniert, sichere Abstimmungswege geschaffen und Synergien genutzt. Anstehende Aufgaben oder aktuelle Probleme werden diskutiert, Konzepte und Lösungen entwickelt und abgestimmt. Wichtige Ergebnisse werden danach dem Rektorat zur Entscheidung vorgelegt.

tucd.png Folgende Ergebnisse wurden 2009 erreicht:

  • Überarbeitung der Homepage, Erstellung von Regeln
    Nach ausführlicher Diskussion, Erstellung von Design-Varianten, technischen Arbeiten und zahlreichen Tests wurde eine abgestimmte Version dem Rektorat vorgelegt. Die Umsetzung erfolgte Anfang September. Neu sind u.a.
    • Hervorhebung der Webangebote für Zielgruppen
    • Höhere Übersichtlichkeit durch Reduzierung der Menüeinträge
    • Erweiterte Suchmöglichkeiten
    • Intranet-Bereich für interne Nachrichten (nur für TU-Angehörige sichtbar)
    • Kleine Designänderungen und saubere Strukturierung der HTML/CSS-Inhalte
  • Erweiterung von "Uni aktuell"
    • Meldungen der Pressestelle können mit mehreren Tags für Fakultäten, Zielgruppen oder Themen gekennzeichnet werden.
    • Über ein einfaches Modul können Webautoren passende Meldungen automatisch in ihre Seiten einblenden. Dies wird für Startseiten für Zielgruppen und Fakultäten verwendet.
  • Verbesserungen in weiteren Webangeboten: Veranstaltungskalender, Jobbörse, Bannerverwaltung

Für alle wesentlichen von der TU Homepage erreichbaren Webseiten wurden die Zuständigen erfasst und mit dem Rektorat abgestimmt. Aufbauend auf dieser Zuständigkeitsmatrix wird nun die Überarbeitung dieser Webangebote gesteuert.

Ein aktueller Schwerpunkt ist die Verbesserung des englischsprachigen Webangebots.


Entwicklung der Voice-Over-IP-Dienste

Weiterentwicklung

Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Telefoniedienstes (Voice-Over-IP) wurden im Jahr 2009 besonders interne Programme und Verfahren überarbeitet. So konnten weitere automatische Konsistenz-Prüfungen implementiert werden, um mögliche Konfiguarationsprobleme im Vorfeld zu finden.

Außerdem führten wir in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Verwaltungsnetz (SVN) aufwendige Tests für alle sächsischen Hochschulen durch. Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde die Anschaltung an das SVN für die Hochschulen entsprechend angepasst.

Weiterhin wurde die Fraunhofer-Einrichtung für elektronische Nanosysteme (ENAS) in die VoIP-Infrastruktur der TU Chemnitz integriert. Dabei tritt das ENAS als "Mandant" mit eigenen Rufnummern und eigener Einwahlnummer auf. Das URZ betreibt jedoch die gesamte Telefon-Infrastruktur im Rahmen einer Kooperation. Da das Management im URZ zu einem hohen Grad automatisiert ist, fällt sehr wenig zusätzlicher Aufwand an.

Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Kommunikationslösung gab es eine Reihe von Neuerungen, die auf der Webseite https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip dokumentiert und über den Voip-Newsletter mit 650 Abonnenten (https://www.tu-chemnitz.de/urz/voip/newsletter.html) publiziert wurden.

Inventarisierung und Telefone

Im Jahr 2009 wurde die Inventarisierung von Telefonen neu geregelt, wodurch auch die Anschaltkosten reduziert werden konnten. Die Erweiterung um ein neues Standardtelefon kostet nur noch 100 EUR. Alle neu bestellten Telefone waren von der Serie 7945 und 7965. Diese Telefone zeichnen sich durch ein farbiges Display aus.

Insgesamt werden 2981 Telefone durch das URZ betrieben, davon sind 77 schnurlose WLAN-Tefone. Insgesamt 172 Telefone werden für das FhG ENAS betrieben.

Service

Im Servicebereich konnte eine kurze Reaktion pro Auftrag beibehalten werden. Für 85% der Aufträge betrug die Bearbeitungszeit weniger als einen Tag. Insgesamt wurden 1417 Änderungswünsche, Störungsmeldungen oder Nachlieferungen erfolgreich bearbeitet.

Campusnetz-Infrastruktur und Netzdienste

Netzausbau (Campusnetz 2)

Die Schwerpunkte des Campusnetzausbaus lagen 2009 bei der

  • Einführung neuer Technologien und Services im Backbonebereich
  • Erschließung neuer Versorgungsbereiche
  • Unterstützung rekonstruktionsbedingter Änderungen
  • Erweiterung und Verbesserung von LWL-Links zur Etagenanbindung
  • punktuellen Erweiterung der Kabelinfrastruktur zur Endgeräteanschaltung
  • planmäßigen Erweiterung der WLAN-Versorgung

Redundante X-WiN-Anbindung

Der DFN-Verein stellt seit vergangenem Jahr seinen Mitgliedern optional eine zweite Zugangsleitung zur Verfügung. Von dieser Erhöhung der Verfügbarkeit des X-WiN-Anschlusses macht auch die TU Chemnitz Gebrauch. Seit 12.3.2009 verfügt die Universität neben der vorhandenen 10-Gbit/s-Hauptleitung zum X-WiN-Standort in Chemnitz über eine zusätzliche 2-Gbit/s-Nebenleitung zum X-WiN-Standort Leipzig. Diese Nebenleitung wird zur Zeit als reiner Backup verwendet, d.h. nur im Falle eines Ausfalls der Hauptanbindung wird IP-Verkehr über diese Leitung geroutet. Gleichzeitig wurde durch Investitionen in redundante Hardware die Verfügbarkeit des X-WiN-Routers der TU Chemnitz erhöht.

Neue Technologie im Campus-Backbone - Virtual Switching System (VSS)

Mit dieser neuen Technologie im Campusnetz wird eine höhere Ausfallsicherheit und effizientere Ausnutzung der Bandbreite im Campusnetz erzielt. Mehr Informationen zu dieser neuen Technologie enthält der gleichnamige Beitrag? in dieser Ausgabe. In 2009 erfolgte in folgenden Routingbereichen die VSS-Migration:

  • Datacenter im URZ
  • Erfenschlag
  • Thüringer Weg
  • Reichenhainer Straße 39/41

VPN Cluster

Im Mai 2009 wurde eine zweite Cisco ASA 5550 für den VPN-Zugang im URZ installiert. Als virtuelles Cluster konfiguriert, erhöht sich dadurch die Ausfallsicherheit sowie die Performance der VPN-Lösung. Abhängig von der Last werden die ankommenden Verbindungen auf beide Geräte verteilt. Zusätzlich zu VPN-Verbindungen mittels IPsec-Protokollen sind nun auch Verbindungen per SSL-VPN mittels des Clients Anyconnect möglich.

MPLS-VPN

Mittels MPLS-VPN-Technologie wurden zwei neue Virtual Private Networks innerhalb des Campusnetzes realisiert. Ein VPN dient der sicheren Kommunikation zwischen den Brandschutzmeldeanlagen über das Datennetz. Ein weiteres VPN ermöglicht campusweit direkte logische Verbindungen zum XWiN für DFNInternet-Mitnutzer. Diese Transitnutzung des Campusnetzes wurde 2009 für Einrichtungen wie Fraunhofer ENAS, Fraunhofer IWU und 3D-Micromac-AG eingerichtet.

Peering

Eine Peering-Vereinbarung zwischen der TU Chemnitz und der TechnoPark Chemnitz GmbH führte im Herbst 2009 zu einer Direktanbindung des StartUp-Gebäudes an das Campusnetz. Zwei redundante 1-Gigabit-Uplinks ermöglichen den direkten Datenaustausch zwischen den beiden Netzwerken. Die jeweiligen Sicherheitsrichtlinien werden durch beidseitigen Betrieb redundanter Firewalls umgesetzt.

Gebäudeerschließung und Rekonstruktionsprojekte

Im vergangen Jahr kam es verstärkt zur Anmietung neuer Nutzflächen für Struktureinheiten der Fakultäten Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. Da die Ansiedlung am Standort PEGASUS unmittelbar angrenzend am Campus Reichenhain möglich war, konnte die Integration ins Campusnetz standardmäßig ohne weitere Restriktionen erfolgen.

Im Zuge der Vorbereitung der Rekonstruktion des Weinholdbaus kam es zu zahlreichen Umzügen von Arbeitsplätzen und Verlagerungen von Raumkpazitäten. Sowohl die notwendigen baulichen Änderungen

  • Optimierung der Anschaltbedingungen in der Fakultät ETIT
  • Auslagerung einer Teilbibliothek zum Standort PEGASUS
  • Auslagerung von Seminarräumen zum Standort Ebertstraße
als auch das umfangreiche Change-Management (physisch und dokumentierend) wurde von URZ-Personal aktiv unterstützt. Dabei konnte die Anzahl von Sonderanschaltungen der IT-Endgeräte über Cat3-Kabel (z.B. LRE, a/b-Dosen) planmäßig reduziert werden. Weiterhin musste zur Schaffung von Baufreiheit erstmals Netzwerkinfrastruktur gezielt zurückgebaut werden, so dass aktuell ca. 400 Datendosen weniger im Weinholdbau in Betrieb sind.

Kabelnetzerweiterungen und Optimierungen

2009 kam es erfreulicherweise zum Baubeginn für die Rekonstruktion des gebäudeinternen LWL-Sekundärnetzes. Das Bestandsnetz stammt aus den 90-er Jahren und erfüllt hinsichtlich Betriebsparameter und Flexibilität nicht mehr die aktuellen Anforderungen. Ziel der in den Campusteilen Straße der Nationen, Reichenhain und Erfenschlag spürbaren Maßnahmen ist deshalb die

  • Herstellung der 10GE-Tauglichkeit der Anbindung wichtiger Etagenknoten
  • Sicherstellung der physischen Trennung sicherheitsrelevanter Teilnetze (Forschung, Verwaltung, GLT)

Im Rahmen von 19 abgeschlossenen Bauunterhaltsmaßnahmen konnte flexibel auf Nutzerforderungen reagiert werden, die mit einer punktuellen Anschlussmehrung bzw. Integration neuartiger Endgeräte (Brandmeldetechnik, IP-Schranke, Gefahrgut-Protokolldrucker u.a.) in Verbindung stehen.

WLAN-Ausbau

Im Jahre 2009 stieg die Anzahl der über zentrale Controller verwalteten Access Points auf 222. Das neue Gebäude Fraunhofer ENAS wurde mit Cisco Access Points nach 802.11n ausgestattet und in das Funknetz der TU Chemnitz integriert. Von ca. 3800 WLAN-Clienten sind oft über 600 parallel aktiv.

Netzdienste

Electronic Mail

Die vom URZ betriebene E-Mail-Infrastruktur der TU Chemnitz wird den Anforderungen gerecht. Das Mailbox-Cluster (zwei Backend-Server mit Daten im SAN, zwei Frontend-Server, betrieben mit Cyrus imapd) arbeitet auch bei weiter steigenden Zugriffszahlen und Speicheranforderungen zuverlässig und schnell. Das Diagramm verdeutlicht den von uns unterstützten Trend vom veralteten POP-Protokoll hin zum leistungsfähigeren IMAP und zu Webmail. Dabei sind die Monate vor und nach der Sommerpause im August/September die intensivste Nutzungszeit.

Monatliche Zugriffe auf den zentralen Mailbox-Server

Durch den Umstieg auf IMAP verbleiben die E-Mails der Benutzer üblicherweise auf dem Mailbox-Server und sind somit mobil zugreifbar. So speichert der zentrale Mailbox-Server Anfang 2010 ca. 14,5 Mio. E-Mails in 76.000 Ordnern für ca. 20.000 Benutzer und über 250 Gruppen-Mailboxen. Der für die E-Mails belegte Speicherplatz (jetzt ca. 1,1 TByte) hat sich in 20 Monaten verdoppelt.

Anzahl gespeicherter E-Mails und belegter Speicherplatz

Seit 2008 unterstützen wir mit der TUC/URZ-Zertifizierungsstelle die Ausstellung persönlicher Zertifikate. Damit können TU-Angehörige zu versendende E-Mails digital signieren. Mit dieser "Unterschrift" kann der Empfänger den Absender sicher überprüfen. Gleichzeitig können Kommunikationspartner die Inhalte der E-Mails verschlüsseln. Siehe http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/pcert.html.

Der Versand von unwillkommener Massenmail (Spam) an unsere Mail-Relays von Rechnern aus dem Internet ist weiterhin ein Problem, hat 2009 jedoch nicht die dramatischen Ausmaße wie 2008 angenommen. Basis unserer Spam-Abwehr sind die individuell einstellbaren Schutzfilter, die sich nach wie vor bewähren. Trotz dieser Maßnahmen und ständiger Anpassungen der Regeln gelangt ein gewisser Teil unerwünschter Massen-Mails an TU-Empfänger. Die meisten Supportanfragen zum Thema E-Mail werden zum Thema Spamschutz gestellt, gefolgt von Fragen zur Benutzung von Webmail.

Monatliche E-Mail-Verkehr an den zentralen Mail-Relays

Die Serverbasis der Mail-Relays und des Mailing-Listen-Dienstes wurde 2009 virtualisiert. Das Einspielen von Updates der beteiligten Software-Komponenten erfolgt aus Sicherheitsgründen möglichst zeitnah, ist bei Webmail jedoch aufwändig.

Weitere Informationen: E-Mail an der TU Chemnitz - http://www.tu-chemnitz.de/urz/mail/

World Wide Web

Der zuverlässige Verfügbarkeit der zentralen Webseiten der TU Chemnitz unter www.tu-chemnitz.de war auch 2009 ein wichtiger Schwerpunkt. Der Dienst wird von drei Servern erbracht, die via Layer-4-Switch in Lastteilung betrieben werden.

Der Web-Server für persönliche Homepages von TU-Benutzern wurde erneuert und besteht nun aus zwei virtuellen Servern. Mit Wegfall des Zertifikats "Internet-Nutzung" darf nun jeder Benutzer über www-user.tu-chemnitz.de seine persönliche Homepage publizieren.

Die zentralen Webserver waren auch 2009 Angriffen aus dem Internet ausgesetzt. In zwei Fällen wurden Schwachstellen in schlecht gewarteten Content-Management-Systemen von Professuren ausgenutzt, um mit Bots Daten auszutauschen, andere Daten im Webspace zu manipulieren oder Schadsoftware ("PHP-Shells") zu installieren. Als Schwachstelle wurden mehrmals Verzeichnisse identifiziert, die für den Webserver schreibbar sind. Wir haben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um diese Schwachstellen zu minimieren:

  • technische Maßnahmen: schreibbare Verzeichnisse müssen angemeldet werden und werden kontrolliert
  • Aufklärung von Web-Autoren durch Webseiten, E-Mails, Nutzerforen und Beratungen

Als Alternative für den sicheren Betrieb eines Webservers für Projekte und Webanwendungen mit hohem Sicherheitsbedürfnis oder hohen Ressourcenanforderungen betreibt das URZ für Auftraggeber sogenannte PROWeb-Server. Wir haben diesen Dienst 2009 erneuert und erweitert:

  • Basis: virtueller Server auf Basis VPSH
  • aktuelle Plattform (Scientific Linux 5)
  • Serverzugang per Secure Shell, dadurch weitere Anpassungen durch Betreiber möglich (Software, Skripte)
  • höhere Verfügbarkeit
Wir betreiben 10 neue PROWeb-Server und 33 bisherige PROWeb-Server. Die Migration der alten Server muss bis 31.3.2010 abgeschlossen sein. Weitere Informationen zu den Leistungsmerkmalen eines PROWeb-Servers: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/pro/

Daneben betreibt das URZ 38 virtuelle Webserver für Institute, Professuren oder Projekte.

Alle vom URZ administrierten Webserver laufen mit der Systemplattform Scientific Linux 5, Apache 2.2 und PHP 5.2 (seit November 2009).

Zur Erstellung von Webseiten im Corporate Design der TU Chemnitz stellt das URZ mehrere Werkzeuge zur Verfügung:

  1. Autoren- und Layoutsystem TUCAL
    Der Rahmen und die Webseiteninhalte werden innerhalb des webbasierten Dateimanager WFM erstellt. Das Layout der Seite erfolgt durch PHP-Skript, CSS- und JavaScript-Dateien
  2. TucWikiCMS
    Dabei wird das Layout-System von TUCAL genutzt, die Inhalt der Webseiten werden mit Foswiki erstellt und gepflegt
  3. Typo3 in Erprobung
    Mit Hilfe einer studentischen Arbeit wird das CMS Typo3 an unsere Anforderungen (Corporate Design, Shibboleth, Server-Architektur) angepasst. Erste Pilotnutzer werden unterstützt.

Kollaborationstool Foswiki

Seit mehreren Jahren wird das Kollaborationstool TWiki jetzt Foswiki im URZ betrieben und für unterschiedlichste Arbeitsgruppen auch mit externen Partnern bereitgestellt.

Im letzten Jahr ist die Akzeptanz dieses Werkzeug deutlich gestiegen, so dass jetzt mehr als 190 Arbeitsgruppen Webs (Arbeitsbereiche) für die Koordinierung der Arbeit und den Austausch von Informationen betreiben. Für die bessere Strukturierung und Steuerung der Zugriffskontrolle gibt es noch eine Vielzahl von Subwebs. Im System sind ca. 1450 Nutzer eingetragen. Das Datenvolumen liegt bei 25 Gigabyte.

FTP-Service

Über den anonymen FTP-Server der TU Chemnitz ftp.tu-chemnitz.de werden die meisten Linux-Distributionen und weitere wichtige Open-Source-Projekte zum Download angeboten (insgesamt ca. 10 TByte). 2009 wurde die Web-Oberfläche erneuert, die damit bessere Suchmöglichkeiten bietet und dem Corporate Design der TU Chemnitz entspricht.

Zertifizierungsstelle TUC/URZ CA

Die seit 2003 vom URZ betriebene Zertifizierungsstelle stellt Zertifikate für Server (WWW, E-Mail etc.) der TU Chemnitz aus. Dies ist eine wichtige organisatorische Komponente einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) zur sicheren Kommunikation im Internet.

Seit Februar 2007 wird unsere Zertifizierungsstelle vom DFN betrieben (TUC/URZ CA G3). Damit können wir Zertifikate im Sicherheitsniveau "Global" in einer sicheren Betriebsumgebung ausstellen. Server-Zertifikate gelten 5 Jahre und werden von allen modernen Browsern ohne Warnung akzeptiert (seit 2009 auch von Mozilla Firefox). Außerdem werden persönliche Zertifikate für Angehörige der TU Chemnitz ausgestellt, mit denen z.B. eine gesicherte E-Mail-Kommunikation mittels S/MIME ermöglicht wird.

Das URZ betreibt mit dem Nutzerservice eine Registrierungsstelle (Registration Authority, RA), die die online erstellten Zertifikatanträge von Angehörigen der TU Chemnitz prüft und die Zertifizierung veranlasst. So wurden 2009 58 Server-Zertifikate und 26 Nutzer-Zertifikate ausgestellt. Seit Mitte 2009 lässt sich via OCSP auch der Status unserer X.509-Zertifikaten online validieren. Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/ca/

Web Trust Center

Das Web Trust Center (WTC) ist der zentrale Web-Authentifizierungsdienst auf Basis von Shibboleth. Der Identity Provider (IDP) ist in die DFN-AAI-Föderation integriert, wodurch sich immer mehr Webdienste, vor allem von Verlagen und Informationsdiensten erschließen, die unsere Benutzer direkt über unseren Identitätsprovider authentisieren.

Die WTC-Infrastruktur der TU Chemnitz ist in folgende Föderationen eingebunden:

  • TU-Chemnitz Föderation mit insgesamt 111 Service-Providern
  • DFN-AAI Föderation
  • Saxis-Föderation

Für die Pflege und Koordination der TU-eigenen Föderation wurde ein Service Level Agreement erarbeitet: http://www.tu-chemnitz.de/urz/www/wtcsla.html

Verzeichnisdienst

LDAP ist eine Basis-Technologie im Identitäts-Management, die von anderen Diensten im Netz benutzt wird, u.a. durch

  • Studentenportal (HIS-QIS)
  • Addressbuch des Webmail-Dienstes, E-Mail-Programme und webbasierte Auskunft
  • VoIP-Infrastruktur (Telefonie, Videodienst, Faxdienst)
  • Web-Trust-Center (Shibboleth Identity Provider)
  • Radius-Server
  • Ticket-System

Das URZ betreibt drei redundante LDAP-Server (Multimaster) mit dem 389 Directory Server. Der Datenabgleich erfolgt automatisiert mit der Benutzer-Datenbank MoUSe.

Die zentrale Stellung des LDAP-Dienstes wird auch durch die Benutzungsstatistiken deutlich. Pro Tag beantwortet der LDAP-Cluster bis zu zwei Millionen Anfragen.

Monatliche LDAP-Abfragen

Weitere Netzdienste

Weiterhin unterstützen wir folgende Netzdienste:

  • DNS: Das URZ gewährleistet den sicheren Betrieb von Nameservern für die Domain tu-chemnitz.de und weiteren Domains. Für eine stabilen Zugang zu DNS-Servern im Intranet wurde eine redundante Lösung über L4-Switch geschaffen - als Nameserver ist intern 134.109.133.1 zu verwenden.

  • DHCP: Das URZ betreibt Server zur dynamischen Host-Konfiguration. Für Geräte an den Datendosen werden die IP-Adressen dieser Server an Hand der Ethernet-Adresse fest zugeordnet. Zur Verwaltung von DNS- und DHCP-Daten steht Administratoren von Rechnern ein eigenentwickelter webbasierter Zugang zur Verfügung.

  • NTP: Das URZ betreibt Server zur Zeitsynchronisation. Über ntphost1.hrz.tu-chemnitz.de und ntphost2.hrz.tu-chemnitz.de kann per Network Time Protokoll die Uhrzeit abgeglichen werden.

  • NetNews: Über news.tu-chemnitz.de stellen wir eine Vielzahl lokaler und globaler Newsgruppen bereit.

  • Login: Die Login-Server login.tu-chemnitz.de stellen TU-Angehörigen, die außerhalb der TU arbeiten, wichtige Funktionen zur Verfügung: Interaktives Arbeiten, Zugriff auf Dateien und zur E-Mail. Auch dieser Service läuft auf einem leistungsfähigen virtuellen Server. Der webbasierte Dateimanager WFM wurde um Funktionen zur Erstellung von Webseiten im Corporate Design erweitert. Unter http://m.tu-chemnitz.de stehen einige speziell zugeschnittene Angebote für mobile Geräte (Handys, PDAs) zur Verfügung.

  • CAN: Das Chemnitzer Absolventennetz bietet ehemaligen TU-Angehörigen die weitere Nutzung Ihrer E-Mail-Adresse und die Weiterleitung Ihrer ehemaligen WWW-Homepage-Adresse. Diese Dienste werden von über 7600 Benutzern in Anspruch genommen.

Nutzung öffentlicher Rechner

Zentrale Computerpools für die Ausbildung

Zu den Kernaufgaben des Universitätsrechenzentrums zählt die Bereitstellung zentraler Computer-Pools für Studenten und Mitarbeiter. Unsere Pools werden gern für die Durchführung betreuter Lehrveranstaltungen in Anspruch genommen, sie sind aber auch frei nutzbar.

Auf den PCs kann man als Betriebssystem zwischen Scientific Linux 5.3 sowie je nach Pool Windows XP SP3 oder Windows Vista SP2 wählen.

In einem weiteren Pool - Thüringer Weg 9, K010 - erfolgte eine Umstellung von Windows XP auf Windows Vista. Außerdem wurde für die vier Pools im Turmbau Reichenhainer Str. 70 neue Hardware beschafft und aus dem frei gewordenen Bestand die PCs im Pool Str. der Nationen, 066 ersetzt. Keiner der unmittelbar vom URZ beschafften PCs ("Nutzungsprofil: uniweit", siehe folgende Tabelle) ist damit älter als 3 Jahre. Für die übrigen Pools (Philosophie, Informatik, ...) besteht jedoch mittelfristig Handlungsbedarf in Bezug auf Neubeschaffungen.

Die folgende Übersicht fasst einige relevante Informationen zu den Ausbildungspools zusammen.

Standort Plätze Betriebssystem Nutzungsprofil verfügbar seit letzte Erneuerung
Reichenhainer Str. 70, B301 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2009
Reichenhainer Str. 70, B302 20 Linux/Windows Vista uniweit 1993 2009
Reichenhainer Str. 70, B401 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2009
Reichenhainer Str. 70, B404 20 Linux/Windows XP uniweit 1997 2009
Reichenhainer Str. 39, 138 20 Linux/Windows XP vorrangig Wiwi 2001 2005
Reichenhainer Str. 41, 238 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2005
Reichenhainer Str. 41, 338 17 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 2005 2005
Raabestraße, 046 20 Linux/Windows XP vorrangig Philosophie 1999 2005
Str. der Nationen, 066 12 Linux/Windows Vista uniweit 1997 2007
Str. der Nationen, B207 13 Linux/Windows Vista uniweit 1999 2007
Str. der Nationen, 203 20 Linux/Windows XP vorrangig Informatik/MB 2001 2007
Thüringer Weg 9, K010 20 Linux/Windows Vista vorrangig Philosophie 2008 2008

Tabelle: vom URZ betreute Ausbildungspools

Hardware-Ausstattung

Beispielhaft ist hier die Ausstattung der Pools im Turmbau Reichenhainer Str. 70 aufgeführt:

  • Prozessor: AMD Phenom 64 X4 9650 2.3 GHz
  • RAM: 4 GB
  • Festplatte: 250 GB SATA-II-300
  • Grafikkarte: NVIDIA GeForce 8200 onboard
  • CD/DVD: SATA-Brenner
  • Netzkarte: RTL-8211C 1GBit onboard

Die übrigen, etwas älteren Pools verfügen über lediglich einen PC mit Brenner pro Pool, die übrigen PCs enthalten ein DVD/CD-Laufwerk mit Lesezugriff.

Nutzung und Auslastung der Pools

Die Ausbildungspools werden von Studenten und Mitarbeitern nach wie vor gut angenommen, wie die folgende Tabelle zu den Nutzungszahlen zeigt:

Anzahl alle TU Chemnitz andere Unis
gesamt Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
9138 8423 715 8242 617 181 98

Tabelle: Anzahl der Nutzer der URZ-Ausbildungspools 2009

Lehrveranstaltungen in den Pools

Die rege Nutzung der Pools für Lehrveranstaltungen unterstreichen folgende Zahlen: im Wintersemester 2009/2010 gab es (einschließlich semesterfreier Zeit) insgesamt 140 Anträge auf die Nutzung eines Pools für eine Lehrveranstaltung. Dabei wurden insgesamt 2241,5 Stunden Praktikumszeit beantragt. Folgende Übersicht zeigt die beantragten Praktikumszeiten (in Stunden), aufgesplittet auf die einzelnen Pools:

Pool Praktikumszeit
Reichenhainer Str. 70, B301 122,5
Reichenhainer Str. 70, B302 150,5
Reichenhainer Str. 70, B401 364,0
Reichenhainer Str. 70, B404 266,5
Reichenhainer Str. 39, 138 191,0
Reichenhainer Str. 41, 238 183,0
Reichenhainer Str. 41, 338 469,0
Raabestraße, 046 264,0
Str. der Nationen, 066 36,0
Str. der Nationen, B207 5,0
Str. der Nationen, 203 67,0
Thüringer Weg 9, K010 120,0
Gesamt: 2241,5

Für die recht unterschiedliche Nutzungsintensität sind offenbar Faktoren wie die Ausstattung (Hardware und Software) oder der Standort verantwortlich. In mit Lehrveranstaltungen gut ausgelasteten Pools ist häufig Spezialsoftware installiert, die intensiv angewendet wird. So verfügt der Pool B401 im Rühlmannbau über CAD-Programme wie das populäre ProEngineer; der Pool Reichenhainer Str. 41, 338 bietet komplexe Web-Entwicklungsumgebungen wie CS3 Web usw. Die sehr geringen Zahlen für die Pools Str. der Nationen, 066 sowie B207 resultieren daraus, dass beide Pools platzbedingt lediglich über 12 bzw. 13 Arbeitsplätze verfügen und somit auf die Anschaffung eines Beamers für Lehrveranstaltungen verzichtet wurde.

Software-Angebot in den Pools

In den Ausbildungspools wird ein breites Spektrum von Anwendungssoftware angeboten, um die Lehr- und Forschungsaufgaben in allen Struktureinheiten bestmöglich zu unterstützen. Der Softwarebestand wird regelmäßig vor Beginn eines neuen Semesters auf Aktualität und Notwendigkeit überprüft, Bedarfsanmeldungen von Lehrbeauftragten werden berücksichtigt.
In der Regel ist der Softwarebestand in allen Ausbildungspools identisch, um den Nutzern eine einheitliche Arbeitsumgebung in allen Räumen zu bieten. Aus lizenzrechtlichen und finanziellen Gründen sind einzelne Softwareprodukte aber nur in bestimmten Pools verfügbar.

Die jeweils aktuelle Softwareausstattung kann den entsprechenden Webseiten entnommen werden:
Linux https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/linux/
Windows Vista https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-vistapools.php
Windows XP https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-xppools.php

Neugierig geworden? Weitergehende Informationen zu den Pools, zum Zugang, zum Beantragen von Praktika, zur Hardware-Ausstattung, nützliche Hinweise zur Benutzung und anderes mehr erhalten Sie unter Öffentliche Computerpools.

Öffentliche Server:

Betriebssystem Linux

Die vom URZ betriebenen sieben öffentlich nutzbaren Server - Compute-Server, Referenz-Server (für die verschiedenen Linux Releases) und Login-Server (für die Arbeit von außerhalb der TU Chemnitz) - sind mit einer Ausnahme virtuelle Server. Betriebssystem ist bei allen Servern ein aktueller RedHat-Clone von Scientific Linux. Die Anzahl der Sitzungen auf diesen Servern im betrachteten Zeitraum betrug 451916. An Software konnte die von RedHat und Scientific Linux zur Verfügung gestellte freie Software genutzt werden. Außerdem stand auf den Referenz- und Compute-Servern noch kommerzielle Software wie ABAQUS, ANSYS, ESAComp oder Hyperworks zur Verfügung.

Funktion Betriebssystem Hostname Typ
Compute Server SL 5.3 32bit caesar Virtueller Server
Compute Server SL 4.8 32bit herkules Realer Server
Login Server SL 5.3 32bit tor Virtueller Server
Referenz Server SL 4.8 32bit janus Virtueller Server
Referenz Server SL 4.8 64bit romulus Virtueller Server
Referenz Server SL 5.3 32bit pandora Virtueller Server
Referenz Server SL 5.3 64bit remus Virtueller Server

Liste der öffentlichen Linux-Server

Gesamt TU Chemnitz andere Hochschulen
Jahr Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter Studenten Mitarbeiter
2000 1282 377 1220 336 62 41
2001 1545 389 1500 365 45 24
2002 2456 534 2403 490 53 44
2003 2088 480 2032 447 56 33
2004 1912 449 1867 407 45 42
2005 2361 489 2312 436 49 53
2006 2169 550 2111 491 58 59
2007 1737 513 1714 438 23 75
2008 1608 582 1574 496 34 86
2009 1384 632 1353 522 31 110

Tabelle: Anzahl der Nutzer der öffentlichen Linux-Server

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/server/

Druckdienst

Für den kostenpflichtigen Service Drucken auf allen öffentlichen Rechnern des URZ wurde 2009 folgende Drucktechnik modernisiert:

  • 4 Pool-Drucker Reichenhainer Straße 70 (Leasing) auf Typ Sharp DX B450P
  • SW Stapeldrucker 2b_b405x vor Nutzerservice Reichenhainer Straße 70 auf Typ TA LP4151

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Typ gedruckte Seiten
2006 2007 2008 2009
ReiStra70 Pool-Drucker (SW) 801853 535554 431574 338232
ReiStra70 zentrale Drucker (SW) 171324 201629 261003 271746
ReiStra70 zentrale Drucker (Farbe) 94474 63081 89091 65248
ReiStra39 Pool-Drucker (SW) 230323 157375 161717 104670
ThürWeg9 Pool-Drucker (SW) - - 36349 41968
RaabeStr Pool-Drucker (SW) 180589 98893 128442 92145
StraNa Pool-Drucker (SW) 163609 89939 120169 112459
StraNa zentrale Drucker (SW) 32077 15323 18011 13549
StraNa zentrale Drucker (Farbe) 45052 27939 32336 44723
Summen: 1719301 1189733 1278692 1084740
Tabelle: Inanspruchnahme des Dienstes Drucken im URZ

Insgesamt erfolgte ein Rückgang des Druckaufkommens, wobei der Rückgang in den Pools Reichenhainer Str. 70 (ReiStra70) wegen höherer Seitenpreise für Leasingdrucker zu einem Anwachsen der Ausdrucke auf dem zentralen Schwarz-Weiß-Drucker (SW) vor dem Nutzerservice ReiStra70 führte.

Weitere Informationen zum Drucken im URZ: http://www.tu-chemnitz.de/urz/drucken/

In der Universitätsbibliothek (UB) gab es einige Änderungen durch Restrukturierung, dabei wurden zwei neue Drucker vom Typ Samsung ML-4551ND installiert.

Entwicklung des Druckbedarfs:

Standort Fähigkeit Seiten
2006 2007 2008 2009
CBI A4 SW 127538 103193 147022 161246
CBI A4 Farbe 4329 3796 3938 3783
ZB A4 SW 52481 41768 40084 47467
S4 A4 SW 109650 71886 88524 17562
CBII A4 SW 81504 64534 58208 55176
CBII A4 Farbe - 17 8434 4481
Summen: 375502 285194 346210 289715
Tabelle: öffentlich nutzbare UB-Drucker (CBI = Campusbibliothek Pegasus-Center, CBII = Campusbibliothek Reichenhainer Str.41, ZB = Zentralbibliothek Str. der Nationen, S4 = Teilbibliothek Reichenhainer Str.70)
Hinweis: Standort S4 wurde im März 2009 in CBII integriert

Weitere Informationen zum Drucken in der UB: http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/service/arbeitsanleitungen/drucken/

Administrationsdienste

Auch im Jahr 2009 waren die für Linux und Windows angebotenen Admindienste fester Bestandteil des URZ-Dienstespektrums. Sowohl aus Sicht der Nutzung dieser Dienste als auch für deren Aktualisierung waren umfangreiche Arbeiten zu erledigen. Neben dem Einsatz anderer Standard-Hardware wurde speziell in Linux auf die Version SL 5.3 umgestellt. In Windows-XP-basierte Admindienste wurden neue Nutzerguppen integriert, die nun im Sinne der Effektivierung auf zentrales Knowhow zurückgreifen.

Administrationsdienste Linux

Um neuen Anforderungen der Hardware, Anwendungssoftware und Sicherheitsbedürfnissen Rechnung zu tragen, müssen die Linux-Systeme auf den aktuellen Entwicklungsstand der Betriebssysteme gehalten werden.

Im folgenden sind einige wesentlichen Aktivitäten im Berichtszeitraum aufgelistet:

  • Systeminstallationen:
    • ca. 630 Systeminstallationen (Neu- bzw. Reinstallation)
  • Betriebssystem-Upgrade auf eine höhere Version (insgesamt ca. 940 Migrationen):
    • Migration der Server von Scientific Linux 4.7 (SL 4.7) auf SL 4.8
    • Migration der Desktop-, Arbeitsplatz-Rechner und Server von SL 5.2 auf SL 5.3
  • Kernel-Update:
    • Adaption und Verteilung neuer Kernelversionen (insgesamt 22 verschiedene Kernelversionen für SL 4 und SL 5)
    • Einspielen der Kernel auf die einzelnen Rechnersysteme (in der Summe etwa 5800 Kernel-Updates)
  • Software-Update:
    • Verifikation von etwa 4800 SW-Paketen und Verteilung auf die betreffenden Systeme

Weitere Informationen zum Linux-Administrationsdienst LADM:
http://www.tu-chemnitz.de/urz/admin/linuxadm.html

Einrichtung Workstations
Real
¹)
Workstations
Virtuell
¹)
Pool-
rechner
Server
Real
Server
Virtuell
Summe
Philosophische Fakultät ²) 1 - 94 1 2 98
Institut für Physik 83 - 21 - - 104
Institut für Chemie 1 - - - - 1
Informatik 8 - - 1 2 11
Maschinenbau 7 1 - 1 3 12
Elektrotechnik und Informationstechnik 10 - - 1 - 11
Wirtschaftswissenschaften - - 53 - 2 55
Zentrale Universitätsverwaltung 2 1 - - 2 5
Universitätsbibliothek/PIZ 120 2 136 2 5 265
Universitätsrechenzentrum 52 20 145 78 70 365
Bildungsportal Sachsen - 1 - - 13 14
Studentenwerk 6 - - - - 6
Radio UNICC - - - - 1 1
Rechner insgesamt 290 25 449 84 100 948

Tabelle: Anzahl der Rechner im Linux-Administrationsdienst LADM getrennt nach virtuellen und realen Maschinen (Stand: Ende 2009)
¹) inklusive Entwicklungsrechner, Arbeitsplatzrechner und Infoterminals
²) inklusive Zentrum für Fremdsprachen

Im Vergleich zum Vorjahr stagnierte die Gesamtzahl der Rechner. Einige Arbeitsplätze aus der Fakultät Naturwissenschaften/Physik und Wirtschaftswissenschaften kamen hinzu. Virtuelle Systeme ersetzten reale Server. Die durch das URZ bereitgestellten Infoterminals wurden als nicht mehr zeitgemäß eingestuft und rückgebaut.

Administrationsdienste Windows

Speziell im zweiten Quartal 2009 lag der Schwerpunkt in der Integration neuer Hardware in diese Admindienste. Hintergrund war der Wechsel des Anbieters innerhalb der Rahmenvereinbarung zum Einkauf von PC-Standardtechnik.

Die Nutzung der Administrationsdienste für Arbeitsplatz- und Pool-PCs mit dem Betriebssystem Windows ist gegenüber dem Vorjahr wiederum angestiegen.

Einrichtung 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Philosophische Fakultät / Fakultät für Human- und Geisteswissenschaften 106 189 173 200 197 209
Institut für Physik - - - 3 13 18
Institut für Chemie 6 8 8 14 19 19
Informatik - 1 3 3 14 7
Maschinenbau 30 34 44 60 66 64
Elektrotechnik und Informationstechnik 21 21 35 46 56 38
Wirtschaftswissenschaften 22 21 20 20 20 23
Zentrale Einrichtungen 115 130 147 185 208 260
Rechner insgesamt 300 404 430 531 593 638
Tabelle: Entwicklung der Anzahl der Rechner im Windows-Administrationsdienste-Spektrum

Admindienste für Windows XP: Dienst WXPADM, Dienst WXPSelfAdmin

Der gegenüber den Vorjahren dokumentierte Zuwachs veranschaulicht nicht, dass eine größere Zahl von älteren PCs durch Neubeschaffungen ersetzt wurde. 2009 wurden genau 130 neue PCs in einen dieser beiden WXP-basierten Admindienste aufgenommen, mit anteilig 86 PCs hat sich der Schwerpunkt eindeutig hin zu WXPSelfADM verschoben. Die Vorteile von WXPSelfADM zu mehr Flexibilität im Rahmen dieser zwischen URZ und lokalem Nutzer geteilten administrativen Verantwortung scheint sich durchzusetzen. 111 PCs schieden 2009 aus einem WXP*ADM-Dienst aus, wurden zum Teil durch die erwähnten Neubeschaffungen ersetzt. Das Ausscheiden eines PCs aus dem Dienst ist immer mit einem Löschen der Platten verbunden, so dass mit anschließender Aussonderung keine Datenschutzprobleme zu erwarten sind.

Admindienste für Windows Vista: WVIADM, WVISelfADM

Die Aktivitäten in Bezug auf Windows Vista waren neben der Integration eines weiteren Pools auf die Durchführung des Routinebetriebs ausgerichtet. Die geringe Akzeptanz von Arbeitsplatzinstallationen deckt sich mit der vorherrschenden allgemeinen Meinung zum Produkt Windows Vista. Mit der Verfügbarkeit des Vista-Nachfolgers Windows 7 gehen die Planungen des URZ in Richtung einer baldigen Ablösung der auf Vista basierenden Arbeitsplatzinstallationen, noch vor den WXP-Installationen.

Einrichtung Arbeitsplatz-Rechner
WXPADM/WXPSelfADM
Arbeits-Rechner
WVIADM/WVISelfADM
Pool-Rechner
WXPADM
Pool-Rechner
WVIADM
Summe
Philosophische Fakultät / Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften 130 2 57 20 209
Institut für Physik 14 4 - - 18
Institut für Chemie 18 1 - - 19
Informatik 7 - - - 7
Maschinenbau 64 - - - 64
Elektrotechnik und Informationstechnik 38 - - - 38
Wirtschaftswissenschaften 3 - 20 - 23
Zentrale Einrichtungen 94 - 98 68 260
Rechner insgesamt 368 7 175 88 638
Tabelle: Anzahl der Rechner in einem Windows-Administrationsdienst

Dienst WUSCH

Die dem Dienst zugrundeliegende Windows-Update-Technologie wird an allen vom URZ administrierten Computern zur Aktualisierung - besonders sicherheits-relevanter Komponenten - eingesetzt, sowohl an allen Pool- und Arbeitsplatz-PCs als auch an Windows-Servern. Darüberhinaus wird WUSCH auch von weiteren PCs an der TU Chemnitz genutzt.

Die Zahl der Klienten-PCs liegt 2009 bei ca. 1000, etwas weniger als 2008 (1100), ähnlich 2007.

Die Technologie für den Windows Update Service für die TU Chemnitz basiert auf WSUS3.

Virtual Private Server Hosting (VPSH)

Nach einer Pilotphase wurde ab 1.7.2009 der kostenpflichtige Dienst VPSH uniweit zur Verfügung gestellt.

Als Systemplattformen für Virtual Private Server (VPS) werden gegenwärtig

  • Scientific Linux
  • W2003

unterstützt. Beim Einsatz der VPS können zwei Richtungen unterschieden werden, der Einsatz als Produktionsserver und der Einsatz als Entwicklungs- und Testsystem. Letztere bereiten oft den Servereinsatz vor oder dienen der Erprobung neuer Dienstmerkmale und Features.

Die Anzahl der VPS ist stark angestiegen und hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Einrichtung Anzahl VPS CPU RAM (MB) DISK für BS (GB) zusätzliche DISKs (GB)
URZ 125 188 253440 2709 36791
UB 14 23 33792 252 1110
ZUV 11 12 19968 250 550
Uni-ARCH 1 1 256 20 0
ZFS 1 1 1024 50 0
BPS 14 29 53760 167 8955
ETIT 2 2 4096 60 300
IF 2 5 9216 60 0
MB 6 6 4352 130 0
NW 1 1 512 20 0
PHIL 1 1 1024 30 0
UNICC 1 1 1024 20 0
WI 2 2 2560 30 0
insgesamt 181 272 385024 3798 47706

Tabelle: Anzahl der VPS pro Einrichtung inklusive Ressourcenverbrauch (Stand: 12/2009)

Server Housing

Der Dienst SERVER HOUSING (SH) wird durch das URZ seit über drei Jahren angeboten und durch die Einrichtungen rege genutzt. In Auswertung der Erfahrungen bei der Bereitstellung und Nutzung dieses Dienstes sowie des Dienstes VIRTUAL PRIVATE SERVER HOSTING wurde die Beschreibung aktualisiert und das Kostenmodell überarbeitet, siehe auch den Artikel "Aktuelles zum Dienst Server Housing" in den "Mitteilungen des URZ" (Ausgabe 3/2009).

Einrichtung Projekt Service Level Einheiten
Universitätsbibliothek UBC-Server 3 9
Institut für Physik Fileserving 3 1
MB Fileserving 3 3
ETIT Fileserving 3 1
ZUV Fileserving 3 2
ETIT HPC-Cluster 1 1
ETIT Compute-,SUN-Server 1 7
Institut für Chemie Cluster Theoretische Chemie 1 9
WIWI WEB-Server 1 1
WIWI,Phil Streaming 1 1
Informatik Modellierung und Simulation 1 2
Informatik Technische Informatik 1 1
Informatik Datenverwaltungssysteme 1 2
Informatik VSR 1 1
Informatik KI 2 1
Zentrum für Fremdsprachen Kursverwaltungssystem (KuVeS) 2 1
BPS GmbH Bildungsportal Sachsen 2 9
Rechner insgesamt     52

Tabelle: Übersicht über die Nutzung des Server-Housing (Stand: Ende 2009)

Die Nutzung des Dienstes Server Housing war im Jahr 2009 in Bewegung, es kamen neue Server hinzu und andere schieden aus diesem Dienst aus. Gründe für das Ausscheiden sind sowohl Stilllegungen wie auch die Migration der Serverfunktionalität zum Dienst VPSH (Virtual Private Server Hosting).

IT-Dienste für Universitätsbibliothek und Patentinformationszentrum

Realisierte Projekte und Meilensteine:

  • Lokalsystem Libero:
    • IT-seitiger Umzug der Bestände in der Libero-Datenbank bei der Schaffung der beiden Campusbibliotheken I und II
    • Entwicklung von zusätzlichen Tools für den Etikettendruck sowie zur Datenbereinigung im Rahmen der Inbetriebnahme der Zeitschriftenverwaltung von Libero
    • Planung des Systemwechsels von Libero 5.3 auf 5.5 inkl. Aufbau eines Testsystems für die neue Version
    • die für Februar/März 2010 geplante Migration des Live-Systems umfasst mehrere Bereiche:
      • Umstieg von einer realen auf eine virtuelle Maschine (VM)
      • Verzicht auf den bisherigen Shadow-Server, da die Datensicherheit über die VM-Infrastruktur sowie über Online-Backups abdeckbar ist
      • Betriebssystem-Upgrade von Scientific Linux 4 auf 5
      • neue Datenbank-Version Caché 2008

  • Vorbereitung für die Retrokatalogisierung (nachträgliches Einpflegen konventioneller Bestandsdaten in bibliographische Datenbanken) im Rahmen eines sächsischen EFRE-Projekts:
    • Aufbau einer servergestützten Arbeitsumgebung für die ungarische Partnerfirma "Medea Services Group"
    • Erstellung von Tools zur Datenbankanalyse/-pflege
    • Start des Live-Projekts: Januar 2010

  • Einsatz des Ticketsystems OTRS als UB-Helpdesk zur Erhöhung der Service-Qualität:
    • primäre Mail-Adresse des Helpdesks: service@bibliothek.tu-chemnitz.de
    • Ablösung der vorher genutzen Gruppen-Mailboxen mit deren Adressvielfalt
    • Schulungen der Mitarbeiter sowie Dokumentation des Systems im Intranet
    • Umstellung der Web-Seiten der UB auf den neuen Helpdesk
    • Wesentliche Erfahrungen:
      • Vorbereitung und Umsetzung des Projekts in ca. 5 Monaten
      • einzelne Bereiche wurden sukzessive überführt
      • ständige Rückkopplung praktischer Erfahrungen führte zu Anpassungen und Optimierungen im Rahmen des Migrationsprozesses
      • nicht zu unterschätzen sind mentale Hürden der Mitarbeiter, da ein allen Kollegen zugängliches Ticketsystem eine deutlich andere Philosophie verfolgt als mehr oder minder streng voneinander abgegrenzte Gruppen-Mailboxen

  • Universitätsbibliographie:
    • Realisierung diverser Software-Anpassungen, u.a. im Bereich Patente
    • Teilnahme an der von den Prorektoren der sächsischen Universitäten eingesetzten Arbeitsgruppe "Forschungsinformationssystem Sachsen", die Vorschläge für die Implementierung eines gemeinsamen Forschungsinformationssystems in Sachsen erarbeitet hat, das u.a. auch die Funktionalitäten der Universitätsbibliographie umfassen soll

  • Upgrade der Installation von Open Journal Systems (OJS) auf Version 2.2.3, mit der das erste Online-Journal der TU Chemnitz "Embedded Selforganising Systems" startete, sowie Behebung kleinerer Probleme der Installation, die sich in der Praxis offenbarten

  • Ersatz der nicht mehr funktionierenden Schnittstelle zur Volltextsuche des Dokumenten- und Publikationsservices MONARCH durch eine andere Google-Technologie sowie die Vorbereitung der für das erste Halbjahr 2010 angestrebten Migration von MONARCH auf das sächsische Projekt QUCOSA

  • Einrichtung eines PC-Arbeitsplatzes für Sehbehinderte in der Campusbibliothek I

  • Installation der PC-Technik der ehemaligen Teilbibliothek Natur- und Ingenieurwissenschaften in den Räumen der Campusbibliothek II

  • Erneuerung vieler öffentlicher und interner PC-Arbeitsplätze sowie von zentraler Drucktechnik in den Campusbibliotheken inkl. Neuaufbau eines Schulungsraum in der Campusbibliothek II

  • Aktualisierung von ESEM (Elektronische Semesterapparate) auf Version 2.0.13, die einige kleinere Fehler behebt, sowie Transfer der betreffenden ESEM-Dozenten von der Philosophischen Fakultät in die neue Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften

  • Upgrade der Katalogrecherche-PCs der UB auf Scientific Linux 5 als Vorstufe zum für 2010 geplanten Umstieg vom Browser Konqueror auf den Firefox im Kiosk-Modus

  • Migration der internen Inventar-Datenbank der UB auf eine neue Lösung, deren Software von UB und URZ gemeinsam genutzt wird

  • umzugsbedingte Konzentration der IT-Technik des PIZ im Erdgeschoss sowie Installation der Videoüberwachung im öffentlichen PC-Pool

Speicherdienste

Speichernetzwerk TUCSAN

Technische Basis aller Dienste zum Speichern von Daten im URZ bildet das Speichernetzwerk TUCSAN, welches weiter ausgebaut wurde. Das Bild zeigt die Struktur und Komponenten des TUCSAN.

tucsan.png

Die folgende Tabelle enthält Angaben zu den im TUCSAN betriebenen Speichersystemen:

  Anzahl Speichersysteme Anzahl Festplatten Summe Bruttokapazität (GB)
2007 12 408 199760
2008 14 616 332560
2009 15 744 425360

Speicherdienste werden auf Grundlage folgender Technologien bereitgestellt:

  • Netz-Filesystem (OpenAFS): Bereitstellung von Speicherkapazität einschließlich der Sicherung der darin abgelegten Daten, u.a.
    • HOME-Verzeichnisse für alle Nutzer des URZ
    • Projekt-Verzeichnisse
  • Datensicherung: Sicherung von Daten dezentraler Fileserver (in Fakultäten und Instituten)
  • Datenbank-Service: Betrieb einer MySQL-Installation zur Speicherung und Verwaltung von individuellen Datenbanken
  • Virtuelle Festplatten: direkt per iSCSI an dezentralen Servern im Campusnetz oder als SAN-Platte an virtuellen Servern verfügbare Festplattenkapazität im TUCSAN

Netz-Filesystem (OpenAFS)

Seit 1994 wird an der TU Chemnitz das campusweite Filesystem AFS betrieben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zur Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten in den letzten fünf Jahren.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität
Gesamt (in GB)
ø Plattenkapazität
pro Server (in GB)
Steigerung (in %)
zum Vorjahr
2005 8 12733 1591.6 2
2006 8 12762 1595.2 0
2007 15 45227 3015.1 254
2008 15 55214 3680.9 22
2009 14 64985 4641.8 18

Tabelle: Entwicklung von Filesystem-Kapazitäten
Das zentrale Netz-Filesystem ist die Basis zahlreicher Dienste des URZ. So liegen im AFS u.a. die HOME-Verzeichnisse aller Nutzer. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung seit 2007.

File-Typ 2007 2008 2009
Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel. Anzahl Quota bel.
HOME-Verzeichnisse 15798 6921 2064 15727 9652 2808 15949 16938 4248
Projekt-Verzeichnisse 527 15498 6358 577 24008 11892 612 33786 14362
Admin/ToSCA 236 2215 964 226 2836 1380 286 3262 1442

Tabelle: Nutzung der Filesystem-Kapazitäten für ausgewählte Dienste
Anzahl: separat verwaltete AFS-Volumes
Quota: Summe des zur Verfügung stehenden Speicherplatzes (in GByte)
bel.: Summe des genutzten Speicherplatzes (in GByte)

Wichtiger Bestandteil des Dienstes Netz-Filesystem ist die regelmäßige Sicherung der gespeicherten Daten. Mit Hilfe des im Jahr 2003 eingeführten Sicherungsverfahrens CABS - http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/cabs.html werden die Daten täglich in den Nachtstunden gesichert. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der dafür eingesetzten Kapazitäten.

  Server
(Anzahl)
Plattenkapazität für
redundante Speicherung (in GB)
Plattenkapazität für
Dumps (in GB)
2003 4 7842 7922
2004 5 10701 9902
2005 6 12056 14744
2006 6 12056 14744
2007 8 38329 38706
2008 9 46436 40554
2009 9 56850 42572

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/afs/

Datensicherung

Der Backupdienst des URZ zur Sicherung von Daten auf Fakultäts-Fileservern wurde 2009 von der jeweils frei verfügbaren OpenSource-Software AMANDA auf RSYNC umgestellt. Die Unterschiede beider Technologien sind im Artikel "Effektive Datensicherung mit rsync" in den "Mitteilungen des URZ" 2/2009 beschrieben.

Auf 7 AMANDA-Servern mit insgesamt 40 Terrabyte Sicherungskapazität wurden Ende 2008 von 54 Klientenrechnern mit 139 Datenbeständen cirka 17 TB Backupdaten gesichert. Nach der kompletten Umstellung waren es Ende 2009 auf 3 RSYNC-Servern mit 14 TB Sicherungskapazität von 58 Klientenrechnern zirka 7 TB Backupdaten:

Fakultät 2008 2009
GB GB ANZ
CSN 145 24 1
ET/IT 5263 2055 10
Informatik 2901 1383 8
Maschinenbau 2575 325 3
Mathematik 2905 1453 6
Naturwissenschaften 1125 331 4
Philosophie 0.2 106 2
URZ 1300 1179 19
Wirtschaftswissenschaften 598 99 5
Summe: 16812.2 6955 58

Tabelle: Nutzung des Backupdienstes

GB: real auf den Backup-Servern belegter Platz der Datensicherungen (GB)
ANZ: Anzahl Backup-Klienten
Bem.: Werte 2008 für AMANDA-Backup, ab 2009 für RSYNC-Backup

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/backup/backupdienst.html

Datenbank-Service

Das URZ betreibt seit Jahren einen zentralen Datenbankserver auf der Basis von Open Source Software (MySQL). Jeder Nutzer (Mitarbeiter oder Student) kann per Web-Formular eine Datenbank anfordern, die automatisch angelegt und verwaltet sowie mit den notwendigen Zugriffsrechten versehen wird.

Der Datenbank-Service erfreut sich regen Zuspruchs, was sich sowohl in der Anzahl der gehosteten Datenbanken, in der Menge des dazu gehörenden Datenvolumens und in der Menge der Datenbankzugriffe widerspiegelt. Dabei gab es im letzten Jahr quantitativ weniger Zuwächse, die Nutzung des Dienstes hat sich auf hohem Niveau etabliert.

db.png
Benutzung des Datenbank-Dienstes, jeweils zum 31.12.

Fakultät/Einrichtung Angefordert durch
Mitarbeiter
Angefordert durch
Studenten
gesamt
Naturwissenschaften 30 16 46
Mathematik 9 17 26
Maschinenbau 81 33 114
Elektrotechnik und Informationstechnik 51 12 63
Informatik 42 96 138
Wirtschaftswissenschaften 50 40 90
Philosophische Fakultät 45 31 76
Universitätsbibliothek 1 0 1
Universitätsrechenzentrum 36 0 36
Universitätsleitung / Zentrale Verwaltung 17 0 17
Sonstige 53 8 61
Summe 415 253 668

Tabelle: Zuordnung der am 31.12.2009 vorhandenen Datenbanken zu Struktureinheiten

Die Datenbanken werden für unterschiedlichste Zielstellungen benutzt. Eine große Anzahl von Datenbanken dient Studenten zum Selbststudium und zur Umsetzung von Projekt- und Studienarbeiten. Andere Datenbanken werden zur Generierung von Webportalen (z.B. Lehrstuhl-Webseiten) oder zur Datenspeicherung innerhalb von Forschungsprojekten genutzt.

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/db/

Virtuelle Festplatten

Seit 2008 werden Kapazitäten aus den TUCSAN-Speichersystemen in Form virtueller Festplatten bereitgestellt. Realisiert wird der Dienst in zwei Varianten: per iSCSI-Protokoll (verfügbar im Campusnetz) und für Speicheranforderungen virtueller Server im Rahmen des Dienstes Virtual Private Server Hosting (VPSH) als VMFS-Image oder per RDM.

Der starke Anstieg bei den für virtuelle Server bereitgestellten Kapazitäten reflektiert den Trend der Servervirtualisierung.

Folgende Tabelle zeigt die eingesetzten Kapazitäten:

  iSCSI (in GB) VMFS (in GB) RDM (in GB)
2008 1100 4836 2474
2009 250 53723 8074

User-Management und Accounting

User-Management

Seit September 2000 setzen wir unsere Eigenentwicklung MoUSe zur Verwaltung von Benutzerdaten und Diensten ein. Im Zuge der Virtualisierung unserer Serverinfrastruktur wurde im Februar die Hardware-Plattform für dieses System in eine VMWare-Umgebung überführt. Für den ausfallsicheren Betrieb nutzen wir nun die Möglichkeiten des Datacenters. Zuvor hatte ein spezielles aus zwei PCs bestehendes Cluster diese Aufgabe.

Eine wichtige Funktion von MoUSe ist die Bereitstellung der MyURZ-Seite https://mouse.hrz.tu-chemnitz.de/user/. Jeder Benutzer kann damit sein persönliches URZ-Benutzerprofil einsehen. Informationen aus mehreren Datenbeständen sind hier zusammengeführt und für den Benutzer aufbereitet. Neben der Einsichtnahme erlaubt dieses Web-Interface auch das Setzen persönlicher Einstellungen (s. http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2008/0079/data/myurz/).

Erweiterungen des Dienste-Spektrums sowie technologische und organisatorische Entscheidungen müssen im Datenbestand und Programmcode von MoUSe berücksichtigt werden. Sie beeinflussen oft die Darstellung jener Informationen, die dem URZ-Benutzer auf der MyURZ-Seite bereitgestellt werden. Entwicklungen am System MoUSe sind deshalb hier besonders gut erkennbar.

Wesentliche Erweiterungen und Umstellungen betreffen:

  • das Türzugangssystem
    • das URZ übernimmt seit Mai die Identifikationsdaten der TUC-Card (Mifare-ID für berührungslosen Chipkartenleser, Magnetstreifencodes) von der Zentralen Universitätsverwaltung
    • seitdem müssen Benutzer ihre TUC-Card im URZ nicht mehr registrieren lassen
    • jeder URZ-Benutzer sieht seine Kartendaten und kann überprüfen, welche Räume er zu einer bestimmten Zeit betreten darf
  • die Dienste Virtual Private Server Hosting und Server Housing
    • diese Dienste erfordern eine Kostenbeteiligung
    • daraus resultieren spezielle Verwaltungsanforderungen - beispielsweise hinsichtlich Dienstlaufzeit, detaillierter Kostenaufstellung und Buchung der Gutschriften im URZ-Haushalt
  • mittels Rahmenvereinbahrung beschaffte Standard-PC-Technik
    • alle auf diesem Weg von einen Benutzer erworbenen Geräte werden angezeigt
    • der Bearbeitungsstand eines Beschaffungsantrages (oder einer Reklamation) ist sichtbar
    • Beschaffungsdaten sind mit anderen Informationen verknüpft (DNS, Adminstrationsauftrag, Ticketsystem, ...)
  • die Wahrnehmung von Verantwortung für vom URZ administrierte Arbeitsplatz-PCs
    • Kontaktpersonen, Funktionsadmins und sogenannte SelfAdmins sehen Informationen zur Hard- und Softwareausstattung, zur Integration ins Campusnetz, zum Wartungszustand, ...
    • Querverknüpfungen zum Beschaffungsportal und dem Ticketsystem erlauben einen möglichst umfassenden Überblick
  • die Verwaltung von Speicherressoucen - dazu zählt die Speicherkapazität für
    • Homeverzeichnis und Mailbox
    • Projektfilesysteme
    • Backup-Anforderungen
    • individuelle MySQL-Datenbanken
  • das Zertifikat Internetnutzung
    • seit April wird das ZIN nicht mehr für URZ- oder CSN-Angebote vorausgesetzt
    • Dienste, die bislang an das ZIN gekoppelt waren, können ohne dieses Zertifikat genutzt werden
  • die Gründung der Fakultät Human- und Sozialwissenschaften
    • Strukturanpassungen waren erforderlich
    • auf der Strukturzugehörigkeit beruhen u.a. Zugriffsbefugnisse im Filesystem und im Web

Darüber hinaus wurden viele kleine, aber oft sehr nützliche Erweiterungen an MoUSe vorgenommen. Diese reichen von der Verwaltung eines Accounts zur Nutzung von Google Anwendungen bis zur weitgehend automatisierten Bestimmung des Arbeitsraumes von TU-Mitarbeitern.

Accounting

Mit 13039 aktiven Nutzern erreichte die Benutzerzahl 2009 den höchsten Stand, seitdem diese Statistik geführt wird.

Zu den Benutzern des URZ zählen 10340 Studenten.
Fakultät URZ-Nutzer
Philosophische Fakultät 3018
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften 2410
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften 1808
Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik 1641
Fakultät für Informatik 506
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik 413
Fakultät für Mathematik 351
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Chemie 313
Fakultät für Naturwissenschaften / Institut für Physik 304

Tabelle: Nutzung der URZ-Dienste durch Studenten je Fakultät

Anmerkung: Über 400 Studenten sind gleichzeitig in der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften und der Philosophischen Fakultät eingeschrieben.

Software-Dienste

Allgemeines

Das URZ stellt Anwendungssoftware zur Nutzung für Lehre und Forschung innerhalb der TU Chemnitz bereit. Das umfasst sowohl freie Software (Open Source) als auch kommerzielle Lizenzen für Anwendungen, die von breiterem (fachgebiets- bzw. fakultätsübergreifenden) Interesse sind.

Campuslizenzen und Rahmenverträge

Mit allen namhaften Herstellern von Standardsoftware (z.B. Adobe, Borland, Corel, Microsoft, Symantec) bestehen Rahmenverträge zum effektiven, kostengünstigen Lizenzerwerb. Außerdem verwaltet das URZ eine Vielzahl von Campuslizenzen zu speziellen Produkten bzw. beteiligt sich an entsprechenden Landeslizenzen in Sachsen. Die Liste der Rahmenverträge und Campuslizenzen hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Zu den Campusverträgen existieren in der Regel Wartungsvereinbarungen mit den Hersteller- bzw. Lieferfirmen, so dass den berechtigten Nutzern ständig die aktuellen Softwareversionen zur Verfügung stehen. Die Bereitstellung der Updates erfolgte auch im vergangenen Jahr kontinuierlich jeweils nach Freigabe durch die Hersteller.

Hersteller/Produkt vergebene Lizenzen
Lizenzen + Dokumentationen
ges. bis
31.12.09
davon
2009
Adept Scientific-Produkte 69 6
Adobe-Produkte 3080 261
Ansys 97 9
Borland-Produkte 398 1
Citavi 92 60
Corel-Produkte 1316 31
Docolog 15 6
EyeBeam 13 2
FF Info Display 14 3
Goosync 19 13
ITI-Produkte 43 3
Labview 39 3
Maple 103 12
Mathcad 74 3
Mathematica 70 3
Matlab 112 37
Microsoft-Produkte 10520 532
MindManager 47 18
Nuance-Produkte 45 3
OggSync 19 3
OriginPro 248 4
Pro/Engineer 167 100
Solid Edge 492 15
SPSS 527 77
Symantec-Produkte 943 0
Summe: 18562 1205

Tabelle: Anzahl der vergebenen Artikel (Softwarelizenzen und Dokumentationen)

Außerdem bieten wir Lizenzen der folgenden (kommerziellen) Softwareprodukte an, wobei aus unterschiedlichen Gründen eine statistische Auswertung der Lizenzzahlen nicht möglich ist:

Hersteller/Produkt Sachgebiet Bemerkung
EdgeCAM CAD/CAM unbegrenzt nutzbar
Form und Lage True Type Zeichensatz spezieller Zeichensatz für technische Dokumentationen unbegrenzt nutzbar
Gaussian Molekülsimulation unbegrenzt nutzbar
IBM Scholar Programmierungstechnik unbegrenzt nutzbar
jBEAM Simulation unbegrenzt nutzbar
LEO Online-Übersetzung unbegrenzt nutzbar
Micrografx-Produkte Grafik unbegrenzt nutzbar
Sophos Antivir Virenkontrolle und -beseitigung unbegrenzt nutzbar
Vector CAD 3D 3D-CAD-System unbegrenzt nutzbar

Tabelle: Weitere verfügbare Softwarelizenzen

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/sw-campus.html

Handbücher

Im Zusammenhang mit den Lizenz- und Rahmenverträgen ist auch der Bezug von Originalhandbüchern von den Softwareherstellern möglich (vgl. Statistik oben).

Darüberhinaus bietet das URZ eine große Anzahl von ausgesprochen kostengünstigen und methodisch hochwertigen Handbüchern zu aktuellen Softwareprodukten an, die das Regionale Rechenzentrum an der Universität Hannover bundesweit für den Hochschulbedarf bereitstellt. Die Liste der verfügbaren Bücher wird ständig überarbeitet und erweitert, um Dokumentationen zu aktuellen Softwareprodukten und Technologien anbieten zu können.

  verkaufte Bücher
bis 31.12.2009 davon im Jahr 2009
RRZN-Handbücher 8867 602

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/hb/

Software auf öffentlichen Rechnern

Eine große Gruppe von Anwendungen bilden die (freien und kommerziellen) Softwareprodukte, die auf Poolrechnern, Arbeitsplatzsystemen und zentralen Servern installiert sind und innerhalb des Campusnetzes in der Regel frei benutzt werden können. Teilweise sind die Anwendungen plattformunabhängig, d.h. sie laufen sowohl auf Linux- als auch unter Windows-Rechnern. Zu den vom URZ empfohlenen Applikationen zählen (nach Sachgebieten geordnet):

Büro (Office) Komplettpakete OpenOffice.org, KOffice, GnomeOffice, MS Office
Textverarbeitung, Textsatz LyX, LaTeX, Kile
Wörterbücher ding, Beolingus, Lion
Literaturverwaltung EndNote, Reference Manager, Citavi, JabRef
Plagiatsuche Docolog
Desktop-Publishing scribus, Framemaker
Bilder Bildbearbeitung CS3 Design Premium, Photoshop, Corel Photopaint, IrfanView, hugin
Bildgenerierung povray
Datenbank Datenbank-Klienten-Software MySQL, PostgreSQL, Oracle, knoda
Desktop-Datenbank MS Access
Grafik Grafik Gimp, ImageMagick, Blender, CorelDraw, Inkscape, sodipodi, xfig, UniConvertor
Internet Webbrowser Firefox
E-Mail Thunderbird
Web-Editor KompoZer, bluefish, Quanta+
VoIP eyeBeam
Multimedia Bilder und Grafiken CS3 Design Premium, Gimp, xfig, Xsane, gtKam
Audio Audition, Quicktime, RealPlayer, audacity, xmms, lame, oggenc
Video xmms, Maxon Cinema 4D, mplayer, xine, MJPEG-Tools
CD/DVD Brennen K3b, Nero
Visualisierung Visualisierung Gnuplot, Grace, Graphviz, Khoros, OpenDX, Origin
CAD 2D CAD Systeme Qcad
3D CAD Systeme Autodesk-Produkte, Pro/ENGINEER, Solid Edge, VectorCAD 3D, LinuxCAD, Catia V5, CADENAS Partsolutions
ECAD EAGLE
CAM EdgeCAM
Chemie/Physik Molekülberechnung Gaussian
FEM/CFD FEM-Simulation Ansys, ABAQUS, ESAComp
CFD-Simulation Fluent, Ansys CFX, ICEM CFD
Mathematik Mathematik/Computeralgebra Matlab, Mathcad, Mathematica, Maple, MuPAD, Octave
Simulation Simulation ITI-SIM, LabVIEW, Kisssoft, Simplorer, Trysim, jBEAM
Softwareentwicklung Integrierte Entwicklungsumgebungen ActivePerl, ActivePython, ActiveTcl, eclipse, KDevelop, Visual Studio Pro
Compiler Free Pascal, Intel C/C++ und Fortran, avr-Tools
Statistik Statistik SPSS und AMOS, S-PLUS, Systat, MAXqda, E-Prime, Bayes, R, StarLogo, Tlearn
Dateibetrachter Bilder ImageMagick, kview, IrfanView, gqview, gthumb
Postscript-Dokumente GhostView (gv, gsview), kghostview, Ghostscript (gs)
PDF-Dokumente Adobe Reader, xpdf, GhostView (gv, gsview), Ghostscript (gs), Adobe Acrobat
Dateimanager Dateimanager Konqueror, Nautilus, Midnight Commander, Explorer, freeCommander
Formatkonvertierung Textdokumente LaTeX2HTML, HTML2PS, a2ps, ps2ascii, ps2edit, ps2ps, pstops, ps2pdf, FreePDF, Adobe Acrobat
Bilder ImageMagick, jpegtran, IrfanView
Audio/Video mencoder, lav-tools
Scannen / OCR Scannen Xsane, Omnipage
OCR OCRshop, Omnipage
Texteditoren Allgemeine, unformatierte Texte (ASCII) KWrite, jEdit, nedit, notepad (Microsoft Editor), vim, Emacs
HTML-Dokumente KompoZer, bluefish, Quanta+
RTF-Dokumente OpenOffice.org, MS Office, Ted, AbiWord
DOC-Dokumente OpenOffice.org, MS Office, AbiWord
Virenschutz Antivirensoftware Sophos Antivirus
Windows-Unix-Integration "Unix in Windows" Cygwin-Tools
"Windows in Unix" VMWare, wine, rdesktop, vncviewer
Weitere ... Informations-Management MindManager

Tabelle: Auswahl wichtiger, öffentlich verfügbarer Anwendungssoftware

Software-Lizenzverwaltung

Bei der Nutzung lizensierter Softwareprodukte kommen unterschiedlichste Überwachungsmethoden zur korrekten Ausleihe zum Einsatz. Beispiele dazu sind die Einzelplatzlizensierung, die Nutzung von Codewörtern oder die Einschränkung des Zugriffs auf die (im Netz verteilten) Softwareverzeichnisse durch Zuordnung an Nutzergruppen.
Erste Wahl ist allerdings die Nutzung eines auf einem Server installierten Lizenzmanagers. Er ermöglicht eine parallele Nutzung einer limitierten Anzahl von Lizenzen ("shared" oder "floating") innerhalb des Netzes. Viele kommerzielle Softwareprodukte können mit einem Lizenzmanager betrieben werden.

Entsprechend der betriebssystemspezifischen Anforderungen der jeweiligen Lizenzmanager betrieb das URZ im Jahr 2009:

  • einen Lizenzserver unter Linux (licserver.hrz.tu-chemnitz.de)
  • einen Lizenzserver unter Windows (licwinserver.hrz.tu-chemnitz.de)

Zur Nutzung dieser Lizenzserver wurde eine SLA zum Dienst Software-Lizenz-Managment erstellt.
Das URZ unterstützt die unterschiedlichsten Lizenzmanager, wobei neu zu lizensierende Software den Bedingungen dieser SLA genügen muss.

Lizenzmanager Anzahl der verwalteten Produkte
FlexNet (+ produktspezifische Vendordaemon) 19
WappsLm 20
SentinelLm 6
PathScale 1
mathlm 1
vvFlovater 1
ElanLm 1

Tabelle: Lizenzmanager auf den Lizenzservern des URZ (Stand: Dezember 2009)

2009 gab es einige Änderungen innerhalb der bereits betriebenen Lizenzmanager.
Zahlreiche Tests waren nötig, um die Änderungen des Lizensierungsmodells für das Softwareprodukt ANSYS einzuarbeiten.
Nicht unerheblichen Arbeitsaufwand brachten die Probleme

  • durch die geänderte Kodierung einiger Lizenzcodes von ISO8859-1 zu UTF-8 sowie
  • durch die oftmals fehlerhaft gelieferten Lizenzfiles.

Analog zu "Ansys" wurde die komplexe Rechtevergabe bei dem Softwareprodukt "Pro/ENGINEER" über ein datenbankgesteuertes Werkzeug eingerichtet, so dass die Nutzergruppenverantwortlichen eigenverantwortlich die Zuweisung ihrer Lizenzen zu den relevanten Hosts genehmigen können.

Jeder Nutzer innerhalb der Universität kann aktuelle Informationen über den Lizenzzustand (maximal verfügbare Lizenzanzahl, derzeit benutzte Lizenzanzahl usw.) bestimmter Produkte über die WWW-Seite "Lizenzserverstatus" https://www.tu-chemnitz.de/urz/anwendungen/lizmgr/lizform.html einholen.

Lizenzregistrierung

Die Firma Microsoft hat erstmalig mit Windows Vista eine Technologie implementiert, durch die jede Betriebssysteminstallation eine Lizenzregistrierung erfordert. Damit keine Informationen über die vorgenommenen Installationen nach außen gesendet werden, betreibt das URZ im Campusnetz einen "Key Management Server" (KMS-Server), der die Registrierung verwaltet. Die Kontaktaufnahme des fertig installierten Nutzerrechners mit dem KMS-Server erfolgt automatisch.

Anzahl der registrierten Lizenzen per 31.12.2009: 210

Ticketsystem OTRS

Das URZ setzt seit längerer Zeit (1996) sogenannte Trouble-Ticket-Systeme als Mittel zur einheitlichen, effizienten und protokollierten Bearbeitung von Nutzeranforderungen, Anfragen, Störungsmeldungen, Diensteanmeldungen usw. ein.

Seit 2006 betreiben wir das Open Ticket Request System (OTRS), welches sich durch großen Funktionsumfang und Flexibilität auszeichnet. OTRS ermöglicht es, unterschiedliche Bearbeitergruppen und Ticket-Queues zu verwalten. Jeder Ticket-Queue kann eine Menge von Bearbeitern zugeordnet werden, die sich in die Bearbeitung der Tickets teilen.

Damit sind Voraussetzungen gegeben, um für unterschiedliche Anwendungsfälle spezielle Queues einzurichten, z.B. für

  • einzelne Einrichtungen der Uni
  • uniweite Dienste
  • Projekte

Eine Unterteilung in Sub-Queues ist z.B. dann sinnvoll, wenn unterschiedliche Verantwortungsbereiche innerhalb einer Organisiation geeignet abgebildet werden sollen. Bezogen auf das URZ werden zum Beispiel die meisten Anforderungen in der allgemeinen Queue URZ gesammelt. Der diensthabende Dispatcher prüft zeitnah, ob er die Anfrage selbst beantworten kann. Ist das nicht möglich, verschiebt er das Ticket in eine geeignete Sub-Queue. Einer der Sub-Queue-Bearbeiter übernimmt dann den "Staffelstab".

Werden Tickets automatisch generiert (z.B. bei Diensteanmeldungen aus einem Web-Formular), dann landet das Ticket gleich in der passenden (Sub-)Queue für diesen Dienst.

In analoger Weise können auch interne Anforderungen über das Ticket-System kommuniziert werden. Das ist in vielen Fällen wesentlich effektiver als die Kommunikation per E-Mail.

Während OTRS ursprünglich nur für Nutzeranforderungen an das URZ eingesetzt wurde, nutzen mittlerweile auch andere Einrichtungen der Uni diese Möglichkeit, interne und externe Anforderungen und Anfragen entgegenzunehmen und zu bearbeiten, z.B.

  • zentrales Prüfungsamt
  • Universitätsbibliothek
  • Professuren einiger Fakultäten
  • verschiedene Fachschaftsräte

Insgesamt gab es Anforderungen von 5500 verschiedenen Kunden. Im Vergleich zu 2008 verdoppelte sich die Anzahl der Tickets.

OTRS-Queues (Einrichtungen, Projekte) Anzahl bearbeitete Tickets
Universitätsbibliothek 13453
Universitätsrechenzentrum 12095
Projekt Voice over IP - VOIP 1544
Projekt Beolingus 1485
Projekt Chemnitzer Linuxtage 493
FSR Elektrotechnik 191
Professuren Fakultät für Maschinenbau 100
Zentrales Prüfungsamt 89
Professuren Fakultät für Informatik 61
Professuren Fakultät für Elektrotechnik 30
Professuren Fakultät für NW (Physik) 34
Tickets gesamt 29575

Tabelle: Ticketaufkommen der einzelnen Einrichtungen und Projekte

Das URZ realisiert außerdem

  • die Pflege der OTRS-Software, z.B. Update von OTRS Version 2.3 auf 2.4
  • das gesamte OTRS-Management
  • die Sicherung der Datenbank

Hardware-Dienste

Der Einsatz der URZ-Ressourcen konzentrierte sich in 2009 auf Betreuung bzw. Ausbau zentraler IT-Systeme des URZ sowie zentraler u. dezentraler IT-Systemen in der Universitätsbibliothek.

Aufwendungen für Hardwareaufrüstungen älterer PC-Systeme spielen grundsätzlich eine untergeordnete Rolle, auf Grund des günstigeren Preis-/Leistungsverhältnisses wird der Neukauf bevorzugt. Die über die Rahmenvereinbarung zur Beschaffung von "Standard-PC-Systemen" neu ausgeschriebene und seit dem I. Quartal 2009 deutlich preisgünstiger (Anbieterwechsel) angebotene Möglichkeit wird akzeptiert und universitätsweit genutzt.

Aufgabenschwerpunkte 2009

  • Ausbau und Weiterentwicklung von Applikationen und Tools für die Kommunikationsplattform VoIP am Campus
  • Kapazitätserweiterungen des Storage Area Networks (SAN)
  • Aufbau einer Serverfarm für die Virtualisierung von Servern als campusweite Dienstleistung
  • Vorbereitung, Beratung und Betreuung der Beschaffungsvorgänge über die Rahmenvereinbarung im Bereich der IT-Standardsysteme an der TU Chemnitz
  • Evaluierung des Bedarfs am Campus und der darauf abgestimmten Bereitstellung von IT-Komponenten innerhalb der Rahmenvereinbarung,
  • Bereitstellung eines aktuellen Ersatzteilsortimentes für die Soforthilfe im Havariefall bzw. für den Systemausbau
  • Abschluss der Integration über den Campus verteilter USV-Systeme in das Monitoringsystem des URZ (Überwachung/Betreuung durch den Service des URZ)
  • Hardwaretechnische Betreuung der im URZ installierten und betriebenen zentralen und dezentralen IT-Technik, das sind unter anderem:
    • zentrales Backup-System der TU Chemnitz
    • Server im Bereich der Datenkommunikation, File- und Computserver etc.
    • alle PC-Arbeitsplätze in den öffentlichen Computerpools sowie in der Universitätsbibliothek
    • zentrale Drucktechnik
    • campusweiter Einsatz für PC-Systeme inklusive peripherer Technik (Drucker, Scanner, Videoprojektionstechnik) der Universitätsbibliothek, des Sprachenzentrums und der im zentralen Administrationsdienst verankerten Systeme der Fakultäten und Institute
  • Ausbau der W-LAN-Versorgung am Campus der TU Chemnitz
  • Hardwaretests für in den Fakultäten und Lehrstühlen betriebene Technik (komplette Systeme und einzelne Hardwarekomponenten)
  • Betreuung des bargeldlosen Bezahl-Systems "EKS" für die kostenpflichtigen Leistungen des URZ
  • Betreuung des elektronischen Türzugangssystems "DACS". Abschluss der hardwaretechnischen Entwicklung des Nachfolgecontrollers ''DACS II'' und Redesign der auf den Systemen eingesetzten Controllersoftware, auf Version 3. Das überarbeitete System wurde evaluiert/positiv getestet und zur Produktion der nächsten Charge beauftragt.
  • Betrieb und Betreuung des Videoüberwachungssystems für den Campus
  • in begrenztem Umfang Datenrettung (Rettungsversuche) für PC-Einzelplatz-Systeme u. Notebooks in den Struktureinheiten nach Systemabstürzen

Der Gesamtumsatz an Hardware-Komponenten im Hardware-Servicebereich beläuft sich in 2009 auf ca. 53 TEUR, hinzu kommen noch ca. 24 TEUR im Bereich des VoIP-Kommunikationssystems.

Beschaffung von Standard-PC-Technik

In Folge der Kündigung und Neuausschreibung des Rahmenvertrags wurde der neu ausgeschriebene Vertrag ohne Unterbrechung ab April 2009 mit dem online Bestellformular inklusive der erweiterten Servicefunktionalitäten in Betrieb genommen. Für das neue Portfolio des Vertrages führte das URZ die erforderlichen Hard- und Softwaretests im Zusammenhang mit der Bewertung der Ausschreibung und der daraus folgenden Auswahl der anzubietenden Komponenten durch.

Innerhalb der Rahmenvereinbarung wurde und wird zukünftig eine geeignete Anzahl von Computern, TFT-Displays und Druckern für den Einsatz an der TU Chemnitz angeboten.

Ein wesentliches Merkmal der Vereinbarung ist die vollständig digitalisierte Bearbeitung des gesamten Ablaufs (Funktionalitätserweiterungen für Service und Inventarisierung).

Das bestehende Portal zur Beschaffung wurde um eine leistungsfähige Service-Schnittstelle erweitert. Mit Hilfe dieses Web-basierenden Angebotes ist es möglich, dass jeder Nutzer vor Ort im Bedarfsfall die Bestelldaten zu seinem System online auffindet und der erforderliche Serviceruf online abgesetzt werden kann.

Aus- und Weiterbildung

Diese Angebote des Universitätsrechenzentrums dienen der Aus- und Weiterbildung von Studenten und Mitarbeitern der TU Chemnitz im IT-Bereich.

Intensivkurse

Diese behandeln Themen, die für die Arbeit an den vom URZ administrierten öffentlichen Computerarbeitsplätzen (Computerpools, Bibliotheksarbeitsplätze) und Mitarbeiterarbeitsplätzen wichtig sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Nutzung kostenfreier Software.

Durchgeführte Kurse 2009:

  • Computernutzung an der TU Chemnitz (3 Kurse, für neue Studenten/Nutzer)
  • Linux effektiv nutzen (2 Kurse)
  • Web-Dokumente erstellen (2 Kurse, einmal 4 Module)
  • Dynamische Web-Dokumente mit PHP
  • Einführung in LaTeX
  • LaTeX für Fortgeschrittene
  • OpenOffice für Fortgeschrittene
  • Textgestaltung mit MS Word und OpenOffice Writer - Einführung
  • Werkzeuge zur Tabellenkalkulation (2 Kurse)
  • Einführung in Office-Datenbanken
  • Office-Datenbanken mit MS Access und OpenOffice Base - Einführung
  • Gestalten von Präsentationen
  • Programmieren mit Python
  • Bildbearbeitung mit GIMP
  • Videotools unter Linux
  • Inkscape - Ein Editor für Vektorgrafiken
  • Umgang mit PDF-Dokumenten
  • Selfadmin-Dienste für Windows
  • Windows Vista: Sicherheit, Installation
  • Virtualisierung mit VMware und Co.
  • Origin für Einsteiger
  • Origin für Fortgeschrittene
  • Excel - Grundlagen (nur für Mitarbeiter)
  • Excel für Fortgeschrittene (nur für Mitarbeiter)
  • Powerpoint - Grundlagen (nur für Mitarbeiter)
  • Powerpoint für Fortgeschrittene (nur für Mitarbeiter)

Jahr Anzahl Teilnehmer
gesamt Studenten Mitarbeiter
1993 23 590 435 155
1994 31 512 342 170
1995 35 493 334 159
1996 44 594 366 228
1997 41 556 318 238
1998 64 915 609 306
1999 58 991 764 227
2000 59 1152 808 344
2001 50 1059 769 290
2002 15 341 249 92
2003 24 438 238 200
2004 21 398 341 57
2005 19 413 359 54
2006 24 578 506 72
2007 24 479 442 37
2008 30 652 552 100
2009 35 812 613 199

Tabelle: Übersicht über die Nutzung der uniweit angebotenen Intensivkurse

Die drei Kurse für neue Studenten zu Beginn des Wintersemesters waren mit jeweils rund 100 Teilnehmern (teils über-)voll belegt und ... Aus Kapazitätsgründen werden diese Kurse schon in einem kleinen Hörsaal mit anschließendem Praktikum angeboten. (Kommentar zu Praktikum, WLAN-Praxis)

Alle anderen Intensivkurse finden in kleinerem Rahmen statt (z.B. PC-Pool, max. 20 Arbeitsplätze) und bieten bessere Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zusätzlich wurden wieder Intensivkurse zu speziellen Office-Themen für Angestellte der Zentralen Universitätsverwaltung und der Fakultäten durchgeführt. An diesen vier Kursen nahmen 2009 37 Angestellte teil.

Lehrveranstaltungen

  • Vorlesung Techniken der IT-Sicherheit
    Vorlesungsangebot des URZ im Rahmen des Hauptstudiums Informatik, Lehrbeauftragte T. Müller, F. Richter, T. Schier, H. Trapp
  • Übung zur Vorlesung Grundlagen der Informatik
    2 Gruppen, je eine Übung/Woche, Übungsleiter: M. Ehrig

Weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/awb/

Andere Weiterbildungs- und Informationsangebote

Informationsveranstaltung des URZ

  • mit Einladung an alle Professuren, Einrichtungen, Dezernate ..
  • Informationen zum aktuellen Dienstangebot und den Projekten des URZ
  • Nutzermeinungen
  • Diskussion mit URZ-Beirat
  • sehr informativ und nützlich für beide Seiten
  • soll (jährlich) wiederholt werden

Nutzerforum des URZ

  • Veranstaltungsreihe zur Intensivierung der Diskussion mit Nutzern
  • 2. Mittwoch im Monat von 13.45 - 15.15 Uhr
  • 2009 sieben Veranstaltungen mit unterschiedlicher Teilnehmerzahl
  • weitere Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/forum/

Zertifikat Internet-Nutzung (ZIN) der TU Chemnitz

  • eingestellt seit dem Sommersemster 2009
  • bis März 2009 durchgeführt von Mitarbeitern der Fakultät IF und des URZ
  • 4 Termine, 317 Prüfungen

Unix-Stammtisch

  • langjährige Veranstaltungsreihe, seit 2007 in Kooperation mit der GI-Regionalgruppe Chemnitz, mit fast immer guter bis sehr guter Resonanz
  • 2009 acht Veranstaltungen mit interessanten Themen
  • Informationen: http://www.tu-chemnitz.de/urz/stammtisch/


Autorenkollektiv des URZ, Januar 2010