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Heftnummer
 
  TU Spektrum  
   
Studiengänge im Doppelpack
Start im Wintersemester 2003/2004: Europäische Geschichte und Materialwissenschaft
    (MSt) Für den europäischen Einigungsprozess ist eine historische Perspektive wichtiger denn je - etwa bei der sich wandelnden Bedeutung von Regionen und Grenzen oder bei der Entwicklung einer neuen Wirtschaftsordnung. Um auf Fragen im historischen Kontext die richtigen Antworten zu finden, reicht es nicht aus, die vergleichsweise kurze Epoche der Nationalstaaten zu betrachten. Auch die Kenntnis der Alten Geschichte und der Geschichte des Mittelalters sind wesentlich für das Verständnis der Entwicklung des modernen Europas. Vor diesem Hintergrund startet an der Philosophischen Fakultät der neue Bachelor/ Master-Studiengang Europäische Geschichte. Dieser Studiengang vermittelt geschichtswissenschaftliche sowie politik- und kulturwissenschaftliche Kompetenzen, die Historiker für neue Berufsfelder im Kontext der wachsenden europäischen Vernetzung qualifizieren. Absolventen können beispielsweise in grenzüberschreitenden Medienprojekten, in europäischen Verwaltungen und Stiftungen, in Museen und Verlagen sowie in historischen Instituten zum Einsatz kommen.
Die beiden Basismodule des sechssemestrigen Bachelor-Studienganges Europäische Geschichte bieten eine Einführung in die Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft und geben einen Überblick über das Entstehen eines Europabewusstseins und die Geschichte der Europaideen. In den darauf aufbauenden Profilmodulen werden beispielsweise Kenntnisse über langfristige Prozesse der kulturellen und wirtschaftlichen Integration oder Teilintegration Europas seit der Antike vermittelt. In Ergänzungsmodulen können sich die Studierenden beispielweise Wissen über die Politik und Institutionen der Europäischen Union aneignen. In der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem vierten und fünften Semester ist ein achtwöchiges Praktikum obligatorisch, das nach Möglichkeit im Ausland absolviert werden soll.
Im darauf aufbauenden viersemestrigen Master-Studiengang werden nicht nur die fremdsprachlichen Kenntnisse sowie das Wissen über die Kultur, Gesellschaft und Geschichte in ausgewählten Ländern Westeuropas und Ostmitteleuropas noch weiter vertieft. Auch ein Auslandssemester verstärkt die Internationalisierung dieses Studiums.
Wer noch Fragen hat, kann sich an die Zentrale Studienberatung, Straße der Nationen 62, 09107 Chemnitz, Telefon 03 71/5 31-1840, -1637,
 

E-Mail studienberatung@tu-chemnitz.de wenden.

Die Kenner der Naturgesetze auf der atomaren Skala

Gedächtnislegierungen, Verbundmaterialien mit Nanokristallen, reibungsarme Oberflächen mit Quasikristallen - die Liste moderner Materialien wird immer länger und steht für viele neue Forschungsergebnisse der Naturwissenschaften. Deshalb kommt heute eine moderne Ausbildung in der Materialwissenschaft ohne tiefe Einsichten in die Naturgesetze auf atomarer Skala nicht mehr aus. An der Fakultät für Naturwissenschaften wird deshalb zum Wintersemester der neue sechssemestrige Bakkalaureus/ Bachelor- Studiengang Materialwissenschaft eingerichtet. Dieser interdisziplinäre Studiengang vermittelt neben Grundkompetenzen in Physik und Chemie in wesentlich höherem Maße Kompetenzen in der Praxis der Materialforschung, in der Entwicklung neuer Materialien, der Charak-terisierung ihrer Eigenschaften sowie der Beurteilung ihres Anwendungspotenzials.
Die Studieninhalte sind in acht Module gegliedert. Dazu kommen zwei, möglichst im Ausland zu absolvierende Industriepraktika von jeweils einem Monat Dauer und die Abschlussarbeit. In den ersten drei Semestern werden umfangreiche Grundlagen in Physik, Chemie, Mathematik und Informatik vermittelt. Im weiteren Studium verschiebt sich der Schwerpunkt auf die Module "Kondensierte Materie" sowie "Material und Funktion". Ein Wahlpflichtfach dient der Vertiefung bestimmter Aspekte der Materialwissenschaft und wird aus einem breiten Spektrum von Einzelfächern aufgebaut. Mögliche Orientierungen reichen von ingenieurwissenschaftlichen Gebieten bis hin zur Computersimulation von Materialien. Jedem Studentenjahrgang wird ein Tutor zugeordnet.
Die Berufsaussichten der Absolventen, die dazu befähigt sind, neue Materialien herzustellen, zu charakterisieren, ihre Eigenschaften zu messen und ihr Anwendungspotenzial einzuschätzen, sind gut, da sie mit einem berufsqualifizierenden Abschluss bereits nach drei Jahren in die Praxis eintreten und ein breites Einsatzfeld in Industrie und Wissenschaft vorfinden.
Weitere Informationen erteilt auch hier die Studienberatung.

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